gulli:board Logo

Anzeige


  Antwort
Belkira
Mitglied
 
Registrierungsdatum: Sep 2003
Beiträge: 1
Fantasy Geschichte

Hi, ich habe vor kurzem eine Fantasygeschichte geschrieben und würde gerne eure Meinung dazu hören, hier erstmal der Anfang:


Schattenwald

Trarok zuckte zusammen und seine Hand wanderte zu dem Griff seines Schwertes. Seid die Dämmerung eingebrochen war wurden die Geräusche in diesem verfluchten Wald nur noch seltsamer und er hatte schon seid ihrem Aufbruch von der Farm dieses komischen Bauern das Gefühl, dass irgendjemand oder etwas sie verfolgte. Er sah aus dem Augenwinkel dass auch Darion einen Pfeil aus seinem Köcher gezogen hatte und der Nachtelf konnte in der Dunkelheit viel mehr erkennen, als er selbst. Leise fluchend dachte er daran, dass seid Munuel sie verlassen hatte alles schief gegangen war. Ursprünglich waren sie zu dritt aufgebrochen, um nach diesem gottverdammten Artefakt zu suchen, von dem er immer noch nicht ganz verstanden hatte, worum es sich dabei eigentlich handelte und jetzt schien alles von Stunde zu Stunde schlimmer zu werden.
„Siehst du etwas?“ „Nein, aber wir wurden verfolgt seid wir wieder unterwegs sind und da ist etwas in dem Gebüsch dort hinten.“ Der Nachtelf wirkte äußerlich ruhig, aber Trarok wusste, dass auch er angespannt und nervös war. „Ich gehe hin, gib mir Rückendeckung“. Leise schlich Trarok in die Richtung, in die Darion ihn gewiesen hatte und auch wenn er um das Können seines Freundes beim Bogenschiessen wusste, war das Gefühl der Bedrohung hier einfach zu stark, um sich nur auf die guten Augen und die ruhige Hand des Jägers verlassen zu können.

Als die beiden sich damals in Stormwind kennen gelernt hatten, hatten sie schnell Freundschaft geschlossen und hatten seitdem schon etliche Abenteuer gemeinsam erlebt und Trarok wollte nicht, dass es gerade hier, irgendwo in den gottverlassenen Wäldern von Duskwood, endete. Langsam schlich er weiter, das Schwert in der Rechten und seinen Dolch in der Linken. Plötzlich ging alles sehr schnell, etwas bewegte sich zwischen den Büschen und er hörte einen Pfeil an seinem Ohr vorbeipfeifen und kurz danach eine Art spitzen Schrei, der in einem Gurgeln erstarb. Mit zwei langen Schritten sprang er vor und sah noch wie sich die Augen des Tieres im Sterben verdrehten. Kurz darauf stand Darion neben ihm und stieß einen unterdrückten Fluch aus. „Ein verdammter Fuchs, das war nur ein verdammter Fuchs auf Nahrungssuche“. Trarok wusste, dass der elfische Jäger sich das mehr zu Herzen nahm als er, aber auch er war entsetzt wie schreckhaft sie geworden waren, seid sie in Duskwood waren.
Alles hatte angefangen, als sie in Elwynn auf einen alten Freund Traroks, den Magier Munuel trafen, der ihnen die Geschichte eines mächtigen Artefakts erzählte, dass bei einer der großen Schlachten um Darkshire von einer Gruppe Magier gegen die Orks eingesetzt worden war und damals diese Schlacht zugunsten der Menschen gewendet hatte. Da Munuel schon lange danach forschte beschlossen die drei gemeinsam aufzubrechen, um das Artefakt zu suchen. Die Reise war zwar nicht immer einfach gewesen, aber je näher sie ihrem Ziel kamen, umso schlimmer wurde es und nun schien es, als habe sie das Glück ganz verlassen.

„Wir sollten uns einen Platz zum Rasten suchen, wir sehen beide schon Gespenster“. Darion strich liebevoll über das Fell des toten Fuchses, aber dann nickte er: „Du hast recht, normalerweise fühle ich mich in der Dunkelheit wohl, aber hier bringt sie nur Unheil.“
Die beiden Freunde suchten sich eine Senke, aber keiner wollte ein Feuer entzünden und so setzten sie sich ins Dunkel, immer darauf bedacht, die bedrohlich wirkenden Bäume und Sträucher nicht aus den Augen zu lassen. „Ich möchte wissen wo Munuel steckt, wir sollten uns vor drei Tagen an den Ruinen dieses Tempels treffen“ Sie hatten sich getrennt, weil Munuel einen befreundeten Dorfmagier in einem der Grenzdörfer treffen wollte und hatten einen Treffpunkt mitten im Wald von Duskwood ausgemacht. Wie naiv sie damals waren. Die Reise durch Duskwood hatte sich als viel gefährlicher herausgestellt als sie erwartet hatten und als sie einen Tag zu spät am Treffpunkt ankamen, war keine Spur des Magiers zu sehen. Sie hatten einen ganzen Tag dort gewartet, mussten aber dann mitten in der Nacht aufbrechen, weil sie von Giftspinnen angegriffen wurden. Am nächsten Tag hatten sie einen Bauernhof gefunden, der auf den ersten Blick verlassen schien, in dem aber noch ein alter Mann gewohnt hatte. Der Mann schien beiden nicht ganz geheuer und er brabbelte die ganze Zeit von Skeletten und schlimmeren Wesen, die alle heimsuchen würden, die sich in dieses verlorene Land wagen würden. Nach einiger Zeit hatten sie dann erfahren, dass er vor einigen Tagen tatsächlich einen Mann gesehen hatte, der mit der Beschreibung von Munuel übereinstimmte, dieser habe gewirkt, als sei der Teufel persönlich hinter ihm her und sei im Wald verschwunden. Daraufhin hatten die beiden Freunde beschlossen nach Spuren zu suchen und zunächst hatte Darion auch Fußspuren und später auf einer Lichtung die Zeichen eines Kampfes gefunden, aber seitdem hatten sie keinen Hinweis mehr entdeckt und auch keine Spuren, die von der Lichtung wegführten.

„Wir könnten noch mal zum Tempel zurückkehren, vielleicht wollte er seine Verfolger erstmal abhängen“. „Aber warum gab es keine Spuren, die von der Lichtung wegführen? Der Magier ist nicht gerade gut darin seine Spuren zu verwischen und besonders dann nicht, wenn ein Nachtelf nach ihnen sucht“ Trarok wusste, dass Darion damit Recht hatte. Munuel war nicht so Wildniserfahren wie sie beide und der Elf konnte fast jede Spur, sei sie auch noch so unscheinbar, finden und verfolgen. „Aber irgendwas müssen wir tun, wir können nicht ewig hier herum irren und hoffen, zufällig über einen Magier, der sich verlaufen hat zu stolpern.“
Er stockte, als er den Blick des Elfen sah. „Was ist los?“ „Ich habe etwas gehört und das war ganz bestimmt kein Fuchs“
Beide zogen ihre Waffen und Darion schlich voraus in die Dunkelheit, Trarok folgte ihm und nach kurzer Zeit hörte er es auch. Es klang, als würde ein Wagen über einen Weg gezogen, aber man hörte kein Pferd und auch das sonst charakteristische Rufen von Kutschern, oder die anderen Geräusche, die eine Karawane normalerweise von weitem hörbar macht, fehlten ganz. Vorsichtig schlichen sie weiter und nach kurzer Zeit waren sie auf der Kuppe eines kleinen Hügels. Was Trarok von dort sah ließ ihm den Atem stocken. Auf dem Waldweg, der unter ihnen lag zog die seltsamste Prozession vorbei, die er je gesehen hatte. Mehrere Wagen, die aber seltsamerweise von keinem Tier gezogen wurden, fuhren unter ihnen vorbei und neben diesen Wagen gingen Männer in dunklen Roben. Die Wagen wirkten, als seien sie halb organisch und man konnte den unverkennbaren Geruch von faulendem Fleisch riechen. Der ganze Wagenzug war in gespenstiges Schweigen gehüllt und nur die Geräusche der Räder, die über Steine holperten war zu hören. Aus einem großen Wagen in der Mitte war ein leichtes Glimmen zu erkennen und am Ende fuhr ein Wagen mit einem Käfigaufbau, in dem einige Gestalten hockten. „Dort sind Gefangene, aber Munuel ist nicht bei ihnen“ zischte Darion und Trarok zuckte bei dem Klang seiner Stimme zusammen. Er hatte vergessen, dass der Elf bei Nacht so gut sehen konnte. „Hast du so etwas schon mal gesehen?“
In dem Moment, in dem er die Frage stellte, löste sich eine der Gestalten aus dem Zug und kam direkt auf die beiden zu. Beide duckten sich und schlichen langsam rückwärts. Eine endlos scheinende Zeit geschah nichts, aber als Trarok gerade wieder nach vorne kriechen wollte, brach das Chaos um sie aus. Der verhüllte Mann tauchte auf dem Hügel direkt vor ihnen auf und bevor er reagieren konnte bohrte sich einer von Darions Pfeilen in seinen Hals. Im selben Moment hörte man ein unmenschliches Heulen von der Wagenkolonne und als Trarok sein Schwert zog und auf die Beine sprang, sah er wie ein Feuerball aus einem der Büsche neben ihnen auf die verhüllte Gestalten zuraste und zwischen diesen explodierte. „Munuel“ der Nachtelf war ebenfalls auf die Beine gekommen und schaute ungläubig in die Richtung aus der der Feuerball gekommen war. Trarok sah wie der Magier auf sie zugelaufen kam und erkannte aus dem Augenwinkel wie einige alptraumhafte Gestalten den Hügel zu ihnen hoch gelaufen kamen. „Darion, dort!“ Der Elfe reagierte sofort und schoss in rasender Geschwindigkeit einen Pfeil nach dem anderen auf die schnell näher kommenden Monster. In diesem Augenblick tauchte die erste Gestalt auf dem Hügelkamm auf. Das Gesicht war zu einer Grimasse verzerrt und dort wo er die Hände erwartet hatte sah Trarok, lange rasiermesserscharfe Klingen. Mit einem verzerrten Schrei stürzte sich die Kreatur auf ihn und nur seine, in langem Training und schweren Kämpfen antrainierten Reflexe, ermöglichten ihm sich mit einer Seitwärtsdrehung aus dem Angriffsbereich der Kreatur zu drehen. In einer fließenden Bewegung rammte er das Schwert in das Wesen, das einen weiteren Schrei ausstieß und zur Seite wegkippte als er seine Klinge aus dem Körper zog. „Wir müssen weg von hier, gegen so viele können wir nichts ausrichten.“ Munuel war bei ihnen angekommen und ein Blick den Hügel herab, wo immer mehr der Monster sich sammelte, zeigte Trarok, dass er Recht hatte. „Hier lang“, der Magier lief vor und die beiden Freunde folgten ihm. Hinter sich hörte Trarok, wie weitere der Kreaturen durch die Büsche brachen.
Alt 23. 09. 2003, 21:45 Belkira is offline Mit Zitat antworten #1
Themen-Optionen Antwort


Themen-Optionen

Gehe zu



Alle Zeitangaben in UTC +1. Es ist jetzt 23:18 Uhr.
Angetrieben von vBulletin
Copyright ©2000 - 2006, Jelsoft Enterprises Ltd.
paranoia.gullisys.net

Anmelden

Benutzername
Kennwort
© Copyright 1998-2008 gulli.com home | regeln | sitemap | kontakt | impressum | partner | downloads | disclaimer |
Message Boards and Forums Directory