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silver2k
Rookie
 
Registrierungsdatum: Sep 2003
Beiträge: 79
Aufstieg wie im 2. WK - Heute noch möglich?

In der Schule haben wir im Moment das Thema 2. Weltkrieg. Heute hatten wir eine hitzige Diskussion, ob ein solcher Aufstieg, wie Hitler ihn "machte", in der heutigen Zeit noch möglich wäre. Was für eine Ausgangslage braucht es, dass so ein Aufstieg erst möglich wird? Unsere Meinungen waren ziemlich unterschiedlich. Da mich das Thema interessiert, möchte ich mal von euch wissen, was ihr davon denkt.
Alt 25. 11. 2003, 17:25 silver2k is offline Mit Zitat antworten #1
SerialKiller
NeoPunk
 
Registrierungsdatum: Apr 2001
Ort: .eu
Beiträge: 2.587
Moin!

Naja sowas ist heute sicherlich nicht mehr mglich. Zumindest nich in .de! Aber zu damals: Ich denke mal es lag daran das es dem Volk schlecht ging durch Arbeitslosigkeit etc.! Und Hitler gab ihnen halt Arbeit und das war das wichtigste für die meisten. Was sie in den Fabriken herstellten war ihnen egal, hauptsache man hatte wieder was zu beissen für die Familie nach der Wirtschaftskrise.

Just my 0.02cent

Serial
Alt 25. 11. 2003, 17:28 SerialKiller is offline Mit Zitat antworten #2
rowien
Schüler aus Leidenschaft
 
Benutzerbild von rowien
 
Registrierungsdatum: Mar 2003
Beiträge: 92
hi,
hab meine mündliche Abi-Prüfung genau zu diesem Thema gemacht.
Ich kann dir nicht mehr alle Punkte aufzählen;
SerialKiller hat Recht, dass es dem Volk schlecht ging. Doch dies ist lange nicht alles.
Bei der Betrachtung muss man auch die Weimarer Verfassung und deren Inakzeptanz in der Bevölkerung hinzuziehen. Die Deutschen kamen aus einem Kaiserreich und hatten plötzlich die Demokratie - nur umgehen konnten die Politiker größtenteils damit nicht. Das Volk forderte wieder ein starke, führende Hand.
Hinzu kommt, dass Hindenburg langsam senil wurde und dachte, er hätte Hitler unter Kontrolle, ein fataler Trugschluss.
Die Stimmung im Volk war zudem durch den ersten Weltkrieg noch aufgeheizt, Deutschland musste sehr hohe Reparationszahlungen leisten, was wirtschaftlich eine Katastrophe war - daher ging es dem Volk schlecht. Viel wichtiger für die Menschen war, dass Hitler die Reparationszahlungen ignorierte bzw. heruntersetzen ließ (ich weiß, historisch ungenau). Er nahm dem Volk damit nicht nur die Knebel, sondern gab ihnen das Gefühl, sie hätten nicht die alleinige Kriegsschuld zu tragen.

Soweit meine Ausführungen, Ergänzungen/andere Meinungen willkommen.

Ob solche Voraussetzungen heute wieder kommen könnten, könnt ihr ja in der Klasse weiter diskutieren.

so far

rowien
Alt 25. 11. 2003, 18:08 rowien is offline Mit Zitat antworten #3
HARDOBI
lOw CheckA
 
Benutzerbild von HARDOBI
 
Registrierungsdatum: Aug 2003
Beiträge: 34
Auch wenn das Buch vielleicht ein bisschen kitschig ist, ließ mal "Die Welle". Wir mussten es in Deutsch lesen und es stellt ein Experiment eines Lehrers dar der den Schülern eigentlich nur beweisen will wie leicht es zur Situation wie im 3. Reich kommt.

Klar, das Buch ist auch ein ganz schön Roman aber mit vielem geh ich mit dem Autor überein.

In Deutschland und überhaupt in Europa ist es sicherleich schwer eine Situation wie damals herzustellen aber unmöglich ist sie denk ich mal nicht.
Alt 25. 11. 2003, 18:23 HARDOBI is offline Mit Zitat antworten #4
silver2k
Rookie
(Threadstarter)
 
Registrierungsdatum: Sep 2003
Beiträge: 79
Hier mal meine Meinung, den oberen Post's stimme ich eigentlich zu...
Ich denke, es ist heute grundsätzlich immer noch möglich, einfach nicht mehr so offensichtlich. Die USA als Weltpolizist ist wachsam. Es ist nur in einem strategisch unwichtigen Gebiet für Supermächte (USA, China, evtl. Russland) möglich. In der heutigen Lage ist es in Europa eigentlich undenkbar. Trotzdem haben sich die Menschen seit dem 2. WK nicht gross verändert, sie sind immer noch macht- und gewaltbesessen (meine Meinung).
So undenkbar finde ich es gar nicht, es kann vielleicht nicht in einem solchen Ausmass wie bei Hitler geschehen, aber Milosevic ist doch ein ziemlich aktuelles Beispiel (so viel ich weiss wollte er sein Land vergrössern und andere Völker vertreiben.)
Es gibt aber auch Diktaturen, die nicht so grössenwahnsinnig sind/waren (Hussein im Irak).

Wäre interessant, wenn noch andere ihre Meinung posten würden.
Alt 25. 11. 2003, 18:35 silver2k is offline Mit Zitat antworten #5
Sevenger
Kritiker
 
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Registrierungsdatum: Jun 2000
Ort: Hamburg
Beiträge: 4.706
Eigentlich ein Thread für Politik & Gesellschaft...

Die Frage ist doch zuerst mal, was sich da wiederholen kann?
Wenn es darum geht, dass ein Land im Herzen Europas einen Krieg vom Zaun bricht und die ganze Welt in einen krieg zieht?
Ich glaube dies ist eher unwahrscheinlich.
Ob es möglich ist, dass es noch mal zu so etwas wie einem Holocaust kommt?
Auch das halte ich für unwahrscheinlich.
Aber wenn man sich die schwarz/weiss Haltung gegenüber Moslems anguckt, den latenten Antisemitismus, die Ideen einen Pim Fortuyn, Haider, Berlusconi, die diktaturähnliche Macht eines Berlusconi mitten in Europa, dann muss man schon feststellen, dass mehr möglich ist, als viele gehofft haben und die Lehreffekte wesentlich geringer sind, als mein meint.
Insofern ist es wohl am gefährlichsten zu glauben, "so etwas" könnte sich nicht wiederholen, denn das lässt die Wachsamkeit schwinden.
Trotzdem glaube auch ich, dass es zumindestens in Europa niemals zuvor unwahrscheinlicher war, dass sich so etwas wiederholt.

so long
Sevenger
Alt 25. 11. 2003, 19:08 Sevenger is offline Mit Zitat antworten #6
Kebap
All Your Base Rhapsody
 
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Ort: Kaledonien
Beiträge: 577
Natürlich ist es möglich, nicht so leicht wie damals aber doch möglich. Die Menschen sind nicht intelligenter als früher im Gegenteil *g*. Die massen sind leicht zu manipulieren, siehe Fernsehen/Werbefernsehen. Individualismus wird gepredigt, wenn du Produkt XY kaufst trennst du dich von der masse, du bist in, du bist top. Das kann man auch andersrum drehen wenn man es wollte. Hitlers Zeiten gab’s auch genug Kritiker die gegen ihn waren aber wer hat schon auf die gehört, er hat den Menschen das gegeben was sie damals wollten, was zu essen, Wohlstand und den Nationalstolz der wegen dem 1WK angeknackst war, da hat man schon beide Augen zudrücken können. Bei einer überfütterten Gesellschaft die schon alles hat ist es schwieriger wünsche zu erfüllen das geht nur dann mit so spiritual zeug wie bei den Sekten.



Hat jemand 2 Cent übrig
Alt 25. 11. 2003, 19:09 Kebap is offline Mit Zitat antworten #7
ruler
Mitglied
 
Registrierungsdatum: Aug 2001
Beiträge: 2.302
@Sevenger:

Was bitte ist an Berlusconi diktatorisch?
Alt 25. 11. 2003, 20:25 ruler is offline Mit Zitat antworten #8
Sevenger
Kritiker
 
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Registrierungsdatum: Jun 2000
Ort: Hamburg
Beiträge: 4.706
Ich habe nie gesagt, dass er diktatorisch ist.

[q]die diktaturähnliche Macht eines Berlusconi[/Q]

Und das kann ja wohl keiner bestreiten.
Thema "Gleichschaltung der Medien".
Im übrigen erinnert mich die Art und Weise wie er sich selbst über das Gesetz stellt doch eher an eine durch Diktatur verquarste Bananenrepublik als an ein Gründugnsmitglied de EU.

so long
Sevenger
Alt 25. 11. 2003, 20:35 Sevenger is offline Mit Zitat antworten #9
TabulaRasa Spender
ex-Moderator
 
Registrierungsdatum: Mar 2003
Beiträge: 5.843
natürlich wäre ein solcher aufstieg auch heute noch möglich. die menschen sind kein bisschen klüger geworden seit damals, siehe roland schill... hätte ihn nicht ein schwuler senator zu fall gebracht, gott alleine weiss, was der unserer demokratie noch angetan hätte...
Alt 25. 11. 2003, 20:38 TabulaRasa is offline Mit Zitat antworten #10
Sevenger
Kritiker
 
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Registrierungsdatum: Jun 2000
Ort: Hamburg
Beiträge: 4.706
Zitat:
Original geschrieben von TabulaRasa
roland schill

LOL, da darf ich doch mal herzlich lachen.
Das Theater um ihn hat ihn doch nur wichtiger gemacht als er war.
Sein Ende war mit seiner Wahl besiegelt, denn es ist das typische Ende der "dritten Kraft" in Hamburg.
Fortuyn und Haider waren und sind ja schon eher Randerscheinungen der Geschichte, aber Schill zum Vorboten der Apokalypse der Nazis hochzustilisieren ist lächerlich.

so long
Sevenger
Alt 25. 11. 2003, 20:55 Sevenger is offline Mit Zitat antworten #11
Boogieman
Guest
 
Registrierungsdatum: May 2000
Beiträge: 4.272
Im Politik-Forum hat dieser Thread mehr Publikum.

Ich bin übrigens auch der Meinung, das heute soetwas noch möglich wäre. Die Leute sind immernoch gleich doof und derjenige der den Aufstieg will, brauch nur die richtigen "Knöpfe" zu drücken.
Alt 25. 11. 2003, 21:03 Boogieman is offline Mit Zitat antworten #12
TabulaRasa Spender
ex-Moderator
 
Registrierungsdatum: Mar 2003
Beiträge: 5.843
sorry, sevenger, ich vertrete da eine andere meinung. schill hat bewusst mit den üblichen ängsten und wünschen der menschen gespielt. platte "law-and-order" argumente waren seine werkzeuge. und die wahl in hamburg hat nur gezeigt, dass es auch heute noch genug menschen gibt, die auf diese versprechungen anspringen.

ich glaube, dass jeder mensch für sich alleine klug sein mag - aber dennoch ist die menschheit an sich eine träge, dumme masse, die man nach belieben manipulieren kann.

ja, ich denke, ein neuer "hitler" hätte derzeit leichtes spiel - er müsste nur darauf achten, möglichst wenig paralellen zu seinem unrühmlichen vorgänger zu haben. also nicht gegen die juden wettern, sondern gegen kriminelle ausländer. oder "sozialhilfebetrüger".
Alt 25. 11. 2003, 21:22 TabulaRasa is offline Mit Zitat antworten #13
Sevenger
Kritiker
 
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Registrierungsdatum: Jun 2000
Ort: Hamburg
Beiträge: 4.706
Zitat:
Original geschrieben von TabulaRasa
sorry, sevenger, ich vertrete da eine andere meinung. schill hat bewusst mit den üblichen ängsten und wünschen der menschen gespielt. platte "law-and-order" argumente waren seine werkzeuge. und die wahl in hamburg hat nur gezeigt, dass es auch heute noch genug menschen gibt, die auf diese versprechungen anspringen.

Mh, zugegeben, da sind doch Parallelen zu erkennen.

so long
Sevenger
Alt 25. 11. 2003, 21:36 Sevenger is offline Mit Zitat antworten #14
Arthritix
Mitglied
 
Registrierungsdatum: Oct 2002
Ort: New York, Rio, Tokio
Beiträge: 822
ich denke auch, dass sowas heute noch passieren könnte. ausländerfeindlichkeit, antisemitismus und sozialneid sind in unsrer gesellschaft leider weiter verbreitet als es die meisten zugeben wollen. wenn die last der schwierigen wirtschaftlichen situation immer mehr von der unter- und mittelschicht getragen werden muss, steigt die unzufriedenheit und die menschen werden sich eher zu parteien der äußeren ränder des poliitischen spektrums hingezogen fühlen.

ich glaube allerdings nicht, dass eine solche situation so schnell entstehen kann. ein gutes beispiel für einen langsamen aufstieg kann man in frankreich beobachten. le pen zieht dort die verlierer der globalisierung an sich und profitiert andererseits von der hohen zahl der nichtwähler (wer hat le pen gewählt?).

werden diese parteien nun immer stärker, werden sich auch die etablierten parteien mit der zusammenarbeit nicht mehr so schwer tun. da wird dann der willen zum machterhalt größer als die bedenken. zusätzlich gewöhnen sich die menschen immer mehr an diese form der politik. schlußendlich kann solch eine radikale partei dann eventuell irgendwann den kanzler oder präsidenten stellen und der aufschrei in der bevölkerung bleibt weitestgehend aus.
Alt 25. 11. 2003, 23:12 Arthritix is offline Mit Zitat antworten #15
Vind
Mehrschwein
 
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Ort: ::1
Beiträge: 1.434
Moin!

Unmöglich ist nichts. Ich halte so etwas zwar für unwahrscheinlich, aber unmöglich ist es keinesfalls. Dass die Menschen für sowas anfällig sind, zeigt nicht nur "die Welle", auch "Das Experiment" zeigt das ganz wunderbar. Das Grundgesetz mag zwar keine solche Schwachstelle enthalte, wie die Weimaer Verfassung, aber Gesetze können interpretiert oder geändert werden, wenn entsprechende Mehrheiten da sind. Oder man stürtzt einfach die Regierung, das wirkt auch oft nicht schlecht.

Heute geht es uns doch sehr gut, und trotzdem werden Spinner wie Schill in einer Millionenstadt von fast einem Fünftel der Wahlteilnehmer gewählt. Gut, die Schillpartei wird nächstesmal arg mit der 5%-Hürde zu kämpfen haben, aber man stelle sich nur mal eine wirtschaftliche Situation vor, wenn dauerhaft 20-30% Arbeitslos sind...

Die Gefahr, dass die Politik zu den Marionetten der Wirtschaft verkommt, halte ich aber für deutlich höher.
Alt 26. 11. 2003, 12:56 Vind is offline Mit Zitat antworten #16
amtsschimmel
Wehrkraftzersetzer
 
Registrierungsdatum: Oct 2003
Beiträge: 262
@silver2k:

Zitat:
Unsere Meinungen waren ziemlich unterschiedlich. Da mich das Thema interessiert, möchte ich mal von euch wissen, was ihr davon denkt.

Welchen Thesen und welche Gegenthesen wurden in Deiner Schulklasse favorisiert ?
Alt 26. 11. 2003, 19:23 amtsschimmel is offline Mit Zitat antworten #17
Yalp
Newb
 
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Beiträge: 308
ich glaube man muss noch nicht mal mit den "law and order" krmas kommen, leide ist es so, dass sich schon viele von den plattesten argumenten vom braunen haufen(ausländer klauen die arbeitplätze...) überzeugen lassen ohne darüber nach zu denken.Ein beispiel hatte ich erst vor zwei wochen in meiner klasse.Oder ich las in einem Buch über die sächsiche landtagswahl 1998, dass 25% der Erstwähler ihre stimme der DVU gaben und sie so auf 13% kahm, dabei hatte die partei nur eine einzige meinung auf all ihren wahlplakaten verküdet, dass die ausländer am desolaten arbeitmarkt schuld seien,dabei lag die arbeitslosenquote bei 20%(!), der ausländeranteil der bevölkerung aber nur 1,5%!!Sowas finde ich erschreckendund halte es deshalb nicht für unmöglich einen 2. braunen assi an der macht zu haben!
Alt 26. 11. 2003, 19:51 Yalp is offline Mit Zitat antworten #18
Vind
Mehrschwein
 
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Registrierungsdatum: Mar 2003
Ort: ::1
Beiträge: 1.434
Moin!
[Q]Original geschrieben von Yalp
dass sich schon viele von den plattesten argumenten vom braunen haufen(ausländer klauen die arbeitplätze...) überzeugen lassen ohne darüber nach zu denken.(...)
dass 25% der Erstwähler ihre stimme der DVU gaben und sie so auf 13% kahm, dabei hatte die partei nur eine einzige meinung auf all ihren wahlplakaten verküdet, dass die ausländer am desolaten arbeitmarkt schuld seien[/Q]

Es ist sicher so, dass, je größer die Probleme sind, die Menschen eher bereit sind, einfachen Thesen zu glauben. Aber nicht jeder, der DVU wählt, glaubt automatisch diesen Thesen, es sind halt auch viele darunter gewesen, die es den alten Parteien mal so richtig zeigen wollten (die haben ja laut darüber geklagt). Und im nachhinein war es doch das beste, dass die rechten Parteien es in die Landtage geschafft haben, so konnten sie beweisen, das sie gar nichts können und sind imho samt und sonders bei der nächsten Wahl an der 5%-Hürde gescheitert (Oder sitzen sie noch irgendwo mit drin?). Genauso wird es auch der Schillpartei gehen.

Aber die Gefahr ist da, auch wenn ich sie für sehr gering halte...
Alt 27. 11. 2003, 20:23 Vind is offline Mit Zitat antworten #19
SPATEN.rtw
Mitglied
 
Registrierungsdatum: Nov 2003
Beiträge: 20
Hallo!
Ich möchte zu diesem Thema sagen, dass man natürlich nur Vermutungen darüber aufstellen kann, ob ein ähnliches Drama wie es unter Hitler im Dritten Reich möglich wurde nochmal passieren kann.
Viele meiner Vorredner haben bereits sehr gute Beiträge gebracht und man merkt, dass sich quasi jeder schon einmal mit dem Thema auseinandergesetzt hat (der eine mehr, der andere weniger). Genau aus diesem Grund denke ich, dass eine Neuauflage des Dritten Reichs, natürlich in ähnlicher Form, nicht mehr wirklich möglich ist oder zumindest alles andere als leicht. Ich vertrete in diesem Zusammenhang nicht die Ansicht, dass die Menschen heute dümmer sind als früher und ich glaube auserdem, dass der Ausdruck "dümmer" hier der falsche ist. Geschichte ist ja eben dazu da, um aus ihr zu lernen und man sieht ja den Erfolg, denn jeder weiß heute etwas mit dem Thema Drittes Reich anzufangen und so weiß auch jeder den Ablauf, wie es damals zu diesem Verbrechen der Nazis kommen konnte. Das ist für mich ein wichtiger Grund, denn ich denke die Menschen sind daher zurecht viel misstrauischer und skeptischer, deshalb wird ein Thema wie Rechtsradikalismus, gerade in Deutschland, auch teilweise mit übertriebener Sensibilität behandelt.

Zu der Frage "Wie konnte Hitler seine Ziele damals verwirklichen und warum haben die Menschen mitgemacht" denke ich, wurden die wichtigsten Gründe schon genannt und auch tolle Buchvorschläge gemacht. Ich möchte noch einen solchen hinzufügen und auf das Buch "Geschichte eines Deutschen" von Sebastian Haffner verweisen. Hier wird wie ich finde auch sehr gut deutlich, weshalb die Menschen dem Willen der Nazis so hilflos ausgesetzt waren und man erkennt auch den nicht unwichtigen Zusammenhang zum gescheiterten Ersten WK und der ebenfalls gescheiterten Weimarer Republik aus einer ganz anderen Sichtweise.

Man kann sicherlich noch einige Seiten, ja ganze Bücher zu dem Thema schreiben aber ich glaube das ist hier nicht nötig. Diejenigen Leser, die dieses Thema aufmerksam verfolgen, haben schon ein so gutes Vorwissen, dass man sich das viele Geschreibe sparen kann.

Ich möchte abschließend noch sagen, dass (wie man merkt) auch ich mich sehr für diese Zeit interessiere und mich auch schon ausgiebig mit diesen Themen auseinandergesetzt habe, nicht zuletzt im LK Geschichte , sodass ich weiß, dass es viele verschiedene Meinungen und Ansichten gibt und ich meine nur als eine weitere zu diesen vielen sehe.

Tolles Thema!
Gruß
SPATEN.rtw
Alt 29. 11. 2003, 00:34 SPATEN.rtw is offline Mit Zitat antworten #20
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