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  1. #1
    Mitglied Avatar von EDI
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    Standard Wie lange werden die globalen Erdölressourcen noch reichen?

    Hi!

    Das ist eine Frage die bestimmt nicht nur mir durch den Kopf geht.
    Ich habe in den letzten Jahren vermehrt Schätzungen und Prophezeihungen gehört, dass das Erdöl noch um die 40 Jahre reichen wird.
    Erste Konflikte, die nur wegen dem globalen Kampf um die letzten Erdölreserven entstehen erleben wir ja bereits: Afganistan, Irak, Tschetschenien (Reihenfolge willkürlich). Sicherlich ließe sich diese Liste noch fortsetzen, im Moment fallen mir aber keine weiteren Beispiele ein.

    Michael Moore schreibt in seinem neuen Buch ("Dude, where's my Country"/"Volle Deckung Mr. Bush", sehr lesenswert), dass der Zenit der Erdölförderung um das Jahr 2015 ereicht sein wird (nach, wie er es sagt, "Experteschätzungen"). Dummerweise konnte ich im Netz und auf www.wsws.org keine Quellen finden, die diese These belegt. Das einzige, was ich zu dem Thema finden konnte ist das hier:
    http://netzwerk-regenbogen.de/oelkriumw030330.html

    Zwar ganz nett zu lesen aber nichts wirklich besonderes: Der übliche Anti-Öl-Krieg O-Ton den man schon seit den letzten 10 Jahren höhrt. Für mich also Inhaltslos.

    Mich interessieren wirkliche unabhängige geologische Studien die tatsächlich aufzeigen, wie lange das Erdöl, wenn man den heutigen Verbrauch als Messlatte nimmt, noch ausreichen wird.
    Ich möchte wissen, wie groß das "Zeitfenster" der westlichen Welt noch ist und wieviel Zeit uns daher noch bleibt um vom System Öl wegzukommen.

    Was nämlich passiert wenn wir uns wieder besseren Wissens den noch einflussreichen und kapitalstarken Ölkonzernen beugen und uns vollkommen auf das Öl festlegen ist hoffentlich jedem klar:
    1. Kriege um die letzten Ölreserven (in dieser Phase befinden wir und vielleicht schon)
    2. Ausprägung der Klassengesellschaft da Energie (=Öl) in naher Zukunft für eine kurze Zeit nur noch ein Privileg der Reichen sein wird
    3. Militärmachtdoktrin (Um die Bevölkerung anfänglich noch unter Kontrolle zu halten)
    4. Kapitalverfall (Jetzt wirds spannend: Auch die Reichen merken, das sie ihre Geldscheine nicht essen können)
    5. Totaler Zusammenfall des westlichen Kapital-Imperiums (Also aller westlichen kapitalistischen Staaten, die ihre Gesellschaft vom Öl haben abhängig machen lassen)

    Das klingt wahrscheinlich für dein einen oder anderen nach Schwarzmalerei. Für mich hingegen ist das eine ganz logische Kausalkette. Gerade das ist der Grund, warum ich wissen möchte, wie lange das Öl noch reichen wird. Dann kann ich mir eine ungefähre Vorstellung von dem Zeitrahmen machen der hoffentlich noch offen bleibt, um dieser Entwicklung entgegenzusteuern.

    So, hat da jemand nähere Informationen?

    Trotzdem jedem von euch einen guten Rutsch ins neue Jahr ;-)
    Gruß, Armin

  2. #2
    Mitglied Avatar von acidjnk
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    hallo,

    vor einiger Zeit habe ich diesen Artikel gefunden. Er ist vielleicht nicht ganz unabhängig, aber recht sachlich:

    Leider
    wird das Wort "Reserven" häufig wahllos für die völlig
    unterschiedlichen Begriffe "nachgewiesene Reserven",
    "wahrscheinliche Reserven" und "mögliche Reserven"
    verwendet. Natürlich werden die "möglichen Reserven"
    dieser Welt nicht größer, wenn man nach ihnen sucht.
    Wenn man sie mit den Methoden der Geophysik (also
    ohne Bohrungen) findet, werden sie zu "wahrscheinlichen
    Reserven". Erst wenn durch Bohrungen nachgewiesen
    wird, dass das Öl tatsächlich vorhanden ist,
    spricht man von "nachgewiesenen Reserven". Deren
    Umfang ist dann keinesfalls spekulativ, im Gegenteil: Sie
    bestimmen wesentlich den Wert einer Erdölfirma, und
    ihr Vorhandensein wird durch unabhängige Gutachten
    bewiesen.
    1. Wenn ab heute kein Öl mehr gefunden
    wird, reichen die Reserven noch
    40 Jahre.
    acid

  3. #3
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    Moin!

    Es gibt doch noch genügend Öl. Antarktis,Irak ... da können wir schon noch n paar Jahre Auto fahren. Natürlich ein Auto welches 20L/100km verbraucht.

    SerialKiller

  4. #4
    Mitglied Avatar von Sevenger
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    Standard Re: Wie lange werden die globalen Erdölressourcen noch reichen?

    Original geschrieben von EDI
    Das klingt wahrscheinlich für dein einen oder anderen nach Schwarzmalerei. Für mich hingegen ist das eine ganz logische Kausalkette.
    Für mich klingt das nicht nach Schwarzmalerei, sondern nach Unsinn.
    Öl wird einfach immer teurer werden, völlig normal, wenn sich ein Gut verknappt.
    Irgendwann ist Öl dann so teuer, dass die alternativen günsitger sind.
    Das ist der Moment, ab dem wir einen (oder mehrere) neuen Energieträger haben, die dann den Stellenwert von Öl einnehmen.

    Den Untergang des Abdendlandes aufgrund von Ölknappheit, den Du hier versucht in 5 Punkten vorauszusagen halte ich für völlig abstrus. Und mir ist auch nichts bekannt, was diese These stützen sollte.


    Du kannst sonst mal bei diesen Links gucken:
    http://www.clubofrome.org/
    http://www.inter-cultural.de/club02.htm
    http://www.umweltjournal.de/fp/archi...offmangel1.php
    http://www.erdoel.ch/doc/68477809523092002.pdf
    http://www.erdoel.ch/site/erd565106/...056.asp#frage1


    Aus den letzten beiden Links (Basis Jahr 2001):
    Erdölverbrauch pro Jahr weltweit: 3.522.500.000 Tonnen
    Erdölreserven weltweit: 143 000 000 000 Tonnen

    Sollten ab dem Jahr 2001 keine Zunahme im Verbrauch stattgefunden haben und wurden keine neuen Quellen entdeckt, so reichten die Reserven ab 2001 noch 40,59 Jahre


    so long
    Sevenger

  5. #5
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    Standard

    Ich stütze Sevengers Ansicht von einer anderen Seite.

    Gehen wir von 2000 Jahren Menschheitsgeschichte ( nur Zeitrechnung) aus so ist der Erdöl Verbrauch - Förderung 5 % - gleich letzten 100 Jahre zwär dramatisch gestiegen.
    Aber die Menschheit hat 1900 Jahre quasi ohne nennenswerten Ölverbrauch existiert.

    Zwar wird die Sache durch marktwirtschaftliche beeinflusst, (eben) die Preise.
    Aber Technologien existieren schon , auch wenn noch nicht vollkommen.

    Die Erforschung dieser Technologien, wie Kerntechnik, Wasserstoff-Brennstoffzellen, Solartechnik, werden am ( oder nach) Bedarf erforscht.

    Da spielt die Frage der Endlagerung der Abprodukte der Kerntechnik, genauso wie die Frage der Energiespeicherung aus Solarenergie die Forschungsaufgabe.

    Die Nutzung einer Erkenntnis aus der Forschung setzt auch immer den unbedingten Bedarf voraus.
    Ich gebe Ihm völlig Recht, dass hier die Ökonomie letztendlich das sagen hat.

    Denkt an die Autoindustrie , wann ist sie immer bereit nur neue Technologie einzusetzen, die Versuchen immer solange als möglich das Alte zu halten. 6-Liter Auto, Russpartikelfilter, KAT...
    Sicherheitsgurt. Oder anderes Beispiel Atomkraft Ausstieg schaut euch die Zeiträume an.

    DocShark

  6. #6
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    Standard

    Es gibt ja zum Glück noch viele andere alternative Energieträger.
    Zu den alternativen Energien gehören ja Erdöl, Erdgas und Kohle.
    Das ist alles gespeicherte Sonnenenergie und unter Beteiligung von Organismen und Planzen entstanden. (also suuuuper Öko)

    Da aber der Energieverbrauch ständig wächst, werden die derzeig bekannten Resourcen kaum 40 Jahre hinreichen.
    Und leider ist es so, dass wir nicht einmal durch die Technologien, die den derzeitigen laufenden Energiefluss der Sonne nutzen, diese selbst erbauen können, und gleichzeitig noch zusätzlich die Technik in Witschaft und Privathaushalten auf derzeitig westlichen Standart halten könnten.

    Aber keine Angst, es wird keinen wirtschaftlichen Kollaps, oder sonstige kriegerische Horrorszenarien geben. Spätestens in 10 oder 20 Jahren werden wir auch hier in Deutschland wieder Kernkraftwerke bauen. Schon allein weil der Wald stark geschädigt ist. Und ihn retten mit Sicherheit keine Erdölverteuerungen oder Solardachprojekte.

  7. #7
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    Moin!

    Ich hab erst letztens ein Referat über Erdöl, dessen Förderung, Weiterverarbeitung etc. gehalten. Deswegen möchte ich mal anmerken dass mit den momentanen Techniken der FÖRDERUNG nur maximal 50% einer Quelle ausgebeutet werden können (z.B. Öl befindet sich in sehr feinporigem Gestein, da wirds schon etwas schwieriger da ranzukommen). Mit einer Weiterentwicklung der Fördermethoden könnten die Erdölvorkommen nochmal solange reichen wie von der ersten Verwendung als Energieträger bis heute + die prophezeiten 40-60 Jahre. Natürlich könnts auch sein das die Leutz, die die 40-60 Jahre berechnet haben, diese momentan noch "unterentwickelten" Fördermethoden eingeplant haben und somit meine Ausführungen nichtig wären, wenn dies so ist dann sorry *g*

  8. #8
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    Es mag zwar etwas offtopic klingen, ist es aber nicht:
    Ich setze mich dafür ein, dass ökonomische Grundbildung in der Schule einen höheren Stellenwert bekommt. Wenn die 68er Lehrer so langsam aus dem Schuldienst kommen, kann das ja vielleicht Realität werden.

  9. #9
    Mitglied Avatar von Sevenger
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    Off-Topic ist das zwar nur bedingt, es wäre aber schön, wenn Du aufzeigen würdest, in welchen kontext Du das setzt, was für Dich "ökonomische Grundbildung" bedeutet und wo der Unterschied zu der heutigen liegen soll.
    So wie Du es da schreibst, weiss nämlich keiner, was Du eigentlich meinst.

    so long
    Sevenger

  10. #10
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    Ökonomische Grundbildung wird in der Schule heute (zumindest in Deutschland) fast gar nicht vermittelt.
    Ein Großteil der Wirtschaft/Politik Lehrer ist doch selbst der Meinung, dass VWL gar keine Wissenschaft sei und es doch ausreiche, ein wenig über das, was sie selbst bewegt, zu reden.
    Du hast das richtige Stichwort ja schon gegeben. Der Markt und innerhalb des Marktes der Preis der Ressourcen wird das Untergangsszenario des Anfangspostings schon zu verhindern wissen.
    Bekanntlich muss man einem Papagei nur die Wörter "Angebot" und "Nachfrage" beibringen, damit man einen neuen Ökonomen hat. Dass vielen aber selbst diese Zusammenhänge nicht klar sind, ist ein Problem.
    Aber zumindest hier in Schleswig-Holstein verändern wir die Wipo Lehrpläne ja langsam.

  11. #11
    Boeses junges Fleisch Avatar von Korrupt
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    Original geschrieben von dajut
    Ökonomische Grundbildung wird in der Schule heute (zumindest in Deutschland) fast gar nicht vermittelt.
    Das ist mir neu. So neu sogar, dass ich vermute, das ist mal wieder eine der netten Sprueche, die Wirtschaftsvertreter absondern, wenn ihnen nichts besseres einfaellt. Ich meine mich zu erinnern, dass vor gar nicht allzu langer zeit im Spiegel online da einige sehr boese Artikel kamen, in denen sich rausstellte, dass mal wieder ohne die grosse last des Wissens um reale Verhaeltnisse die Lehrplaene gebasht wurden.

    Ein Großteil der Wirtschaft/Politik Lehrer ist doch selbst der Meinung, dass VWL gar keine Wissenschaft sei
    VWL *ist* auch keine Wissenschaft. Der Ansicht sind nicht nur Lehrer, da weiss ich einige Professoren, die da derselben Ansicht sind.

    und es doch ausreiche, ein wenig über das, was sie selbst bewegt, zu reden.
    Was machen VWLer anderes?

    Bekanntlich muss man einem Papagei nur die Wörter "Angebot" und "Nachfrage" beibringen, damit man einen neuen Ökonomen hat.
    Das ist vollkommen richtig.

    Dass vielen aber selbst diese Zusammenhänge nicht klar sind, ist ein Problem.
    Aber zumindest hier in Schleswig-Holstein verändern wir die Wipo Lehrpläne ja langsam.
    Bist du in einer entsprechenden Kommission? *Das* wuerd mich interessieren.

  12. #12
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    Habe nur kurz Zeit, später aber mehr. Nur etwas zu der letzten Frage.
    Ich bin selbst in keinem Gremium, bekomme als Familienangehöriger die Umstellung der Lehrerausbildung in S-H vom Ipts zum IQSH selbst mit.
    Klartext: mein Vater leitet die Wipo-Lehrerausbildung in S-H.
    Dass es sich um eine platte Forderungen aus der Wirtschaft handelt, kannst du in meinem Fall zumindest nicht behaupten.

  13. #13
    Boeses junges Fleisch Avatar von Korrupt
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    Wuerd mich wirklich interessieren, was da konkret umgestellt wird. falls du Zeit findest, mich wuerds freuen.

    Ich sitz grade an nem kleineren Text zu neoinstitutionalismus, der laesst mich in der tat halt schwer an die Unwissenschaftklichkeit der meisten VWL glauben. Von daher, ich faends spannend zu wissen, was Schuelern als "fundiertes" Wissen ueber wirtschaftliche Prozesse so verkauft wird...

  14. #14
    Mitglied Avatar von AbNovitas
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    Hat bei den Berechungen der Reserven eigentlich mal jemand daran gedacht, dass unser Verbrauch acuh steigt? Vielleicht hab ich es überlesen, aber ich meine, dass sich die ganzen Aussagen auf einen konstanten Erdölverbrauch beziehen. Lieg ich da irgendwo falsch?

  15. #15
    Mitglied Avatar von Sevenger
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    Nein, da liegst Du richtig.
    Berechnungen mit Steigerung wären schwierig und würden die Zahlen diskutier- und angreifbar machen.
    So kann man sich das halt selbst ausmalen, was passieren wird.

    so long
    Sevenger

  16. #16
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    @public: Nach den Grünen müssten wir ja schon 2000 vor dem Ende stehn, weil kein Öl mehr da ist. Wir sind ja auch extrem abhängig vom Öl (Treibstoff, Kunststoff usw.). Wir rechnen in den Statistiken aber auch nur imme runseren Verbrauch, nicht aber den von denen wir das Öl her haben! Wenn die Chiensen mehr Autofahren, geht mehr Öl weg, und das ist nicht kalkuliert in den gnazen Studien das die dritte welt mehr Öl verbraucht. Obwohl man sagen muss das die auch das REcht haben so verschwendereisch mit umzugehen und so einen hohen Lebensstandart wie wir zu haben. Was ich auch noch blöd finde ist, das bei der Ölförderung soviel Erdgas sinnlos verbrannt wird. Und die SCheichs entsalzen noch nicht mal mit ERdgas..schade umd das Zusatzprodukt das bei der Ölförderung entsteht!
    Servus

  17. #17
    Mitglied Avatar von Sevenger
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    Natürlich gibt es auch Studien, in denen die Entwicklung und Asien mit einbezogen wird.
    Nur wie verlässlich die eben sind ist sehr fraglich.
    Wenn man mal an die Asienkrise denkt wird klar, wie schnell starkes Wachstum in sich zusammenbrechen kann und alle Zahlen obsolet macht.
    Wenn man eine starke Entwicklung anderer Länder mit Einbezieht wird man vermutlich bei ca. 30 - 35 Jahre lande, die die Ressourcen noch reichen werden.
    Aber meinst Du allen ernstes, dass es wirklich auf 5 oder 10 Jahre ankommt?
    In 15-20 Jahren wird man am Preis merken, was Sache ist, auch ohne Ökosteuer.

    so long
    Sevenger

  18. #18
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    Also müssen wir erst vor leeren Zapfsäulen stehen, bis die Entwicklung der Brennstoffzelle vorangetrieben wird?

    Wenn wir wirklich kein Öl mehr hätten, dann würde ich da 3 große Probleme sehen:
    1. Fast alle Autos sind Schrott - Alle Autos einmotten???
    2. Globaler Kollaps - da kein Benzin
    3. Die Kunststoffverarbeitende Industrie und andere Betriebe, die Öl für die Erzeugung ihrer Produkte brauchen, können nicht mehr produzieren. Gibt es einen synthetischen Ersatz für Öl bei der Kunststoff-Produktion?

    Ich gewinne den Eindruck, man warte bis zuletzt auf ein "Wunder", anstatt die alternativen Energiequellen in Angriff zu nehmen. Die Brennstoffzelle steht vor der Weltweiten Marktreife, wie gesagt steht davor aber keiner will den Anstoss geben. Anscheinend will die Automobilindustrie uns allen noch ein paar Benzin-Autos verkauen.

    Ich frage mich, wie der Kampf um die letzten Reserven aussieht! USA ahoi!

  19. #19
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    zu 1. + 2.:
    Im Laufe der Zeit wird eben Öl immer teurer und Substitutionsprodukte wie z.B. Wasserstoff immer bliiger werden.
    Das ist ein schleichender Prozeß, der sicher nicht schlagartig gehen wird.

    zu 3.:
    Dazu wird immer Öl da sein.
    Es gibt wahnsinnig viele Lagerstätten, die sich nur mit hohem Aufwand und damit sehr teuer ausbeuten lassen.
    Das lohnt sich nicht, wenn man billigen Kraftstoff haben will, aber für die chemische Industrie schauts da schon anders aus.

    Im übrigen kann man Kohle in Öl "umwandeln".
    Das ist - wenn ich mich nicht irre - sogar eine deutsche Erfindung.

  20. #20
    Mitglied Avatar von Smith
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    Ich glaube der Thread sollte eher heißen
    Wie lange kann sich unsere Gesellschaft mit den Ölressourcen über Wasser halten. Wenn man einmal nachdenkt für was man das Zeug alles Braucht was durch die Brennstoffzelle nicht abgedeckt werden kann.(wird daraus nicht auch Arznei gemacht).

    Ich habe einmal irgendwo ein shr logischen Satz gelesen: "Die Industrialisierung ist auf die Ausbeutung von fossilen Brennstoffen aufgebaut." Das kann wohl niemand bestreiten. Die logische Folgerung ist nun, wenn ein solcher Brennstoff wegfällt bricht die Industrie in sich zusammen.
    Das ist zwar etwas übertrieben aber eine Sache steht fest: Wir werden alle etwas kürzer treten müssen wenn bis dahin nicht eine Energiequelle gefunden wird die genauso billig ist. Und das bezweifle ich ernsthaft

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