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still.waters.run.deep
Registrierungsdatum: Aug 2001
Beiträge: 334
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Privatschule - sinnvoll?
Moin Moin
Ich habe ein paar Fragen betreffend Privatschulen.
Es geht hier um einen kleinen Lütten im Alter von 5 der zur Zeit noch in den Kindergarten geht. Wir sind am überlegen, ob wir ihn nach den ersten vier Schuljahren in eine Privatschule versetzen möchten, allenfalls bereits früher. Dies vorallem aufgrund der immer schlechter werdenden öffentlichen Schulen in der Umgebung. Ich habe mich im Netz mal versucht schlau zu machen und bin auf einige Webseiten von der Waldorfschule gestossen. Ich fand das Konzept der Schule recht interessant, vorallem die kleinen Klassengrössen und die individuelle Förderung finde ich gut. Die Schule mag zwar für die Eltern auch einige Verpflichtungen wie Elternrat und ähnliches mit sich bringen aber zur Förderung des Jungen bin ich gerne dazu bereit.
Hat hier jemand bereits Erfahrung mit Privatschulen, insbeosndere der Waldorfschule gesammelt? Gibt es andere gute Privatschulen im Norden Deutschlands? Ist es sinnvoll Kinder auf eine Privatschule zu schicken? Gibt es spezielles zu beachten? Wieviel muss man an Schulgeld einberechnen?
Was ich noch loswerden möchte, auf Kommentare von Leuten die von irgendwelchen anderen Leuten gehört die wiederum von ihren Freunden gehört haben dass...., verzichte ich dankend. Davon habe ich bereits genug zu hören bekommen.
Hoffe es kann mir jemand ein paar Inofs geben.
MfG
Kanga
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14. 01. 2004, 22:42
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#1
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ex-Administrator
Registrierungsdatum: May 2000
Beiträge: 6.995
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Bevor du deinen Kleinen auf eine Waldorf-Schule schickst, solltest du zumindest prüfen, ob du mit dem ANthroposophismus des Rudolf Steiner konform gehen kannst. Das ist nämlich eine Ideologie.
Dazu kommt, daß das wirkliche Privatschulen sind, die Schüler also später die Prüfungen woanders ablegen müssen.
Kleines Beispiel: In Waldorf-Schulen wird in Physik berechnet, welche Maximalgeschwindigkeit deine Seele hat.
Gruß,
dlfa
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15. 01. 2004, 17:46
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#2
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Biervampir
Registrierungsdatum: Oct 2003
Beiträge: 475
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ALSO:
Walldorfschulen hasse ich aus tiefster Seele ich war selber ein Jahr auf einer solchen Schule und habe dort einen Stuss gelernt. Das war nicht mehr normal. So wird dort gelehrt, dass wir von der Atlantiskultur abstammen
(vereinfacht gesagt) oder dass es in der Natur keine rechten Winkel gibt(deswegen auch keine in der schule). Und noch heute stehe ich in Kontakt mit Walldorfern und merke was die dort lernen. Die Armen lernen dort Dinge die schon zu Steinerts Zeiten ( 27.2.1861-30.3.1925) veraltet waren.
Das war jetzt mal ganz subjektiv. Es gibt aber auch ganz objektive Gründe. Der Abschluss an einer solchen Schule wird von der Wirtschaft nicht als besonders wertvoll angesehen (soweit ich weiß). Und falls sie mal die Schule wechseln sollten ist der Umstieg von Walldorfschule auf "normale" Schule extrem schwer.(Das kannst du mir glauben)
Bei anderen Schulen solltest du vorallem auf ihren Ruf achten. Dort wimmelt es nämlich auch von Versagerschulen. Dort gehen die hin deren Eltern reich sind und es im normalen System nicht geschafft haben.
In diesem Sektor gibt es natürlich auch hervorragende Angebote. Wahre Eliteschulen. Du solltest aber wie dlfa sagte darauf achten, dass du mit ihrer Idiologie übereinstimmst. Denn die wird meines Wissens in solchen Schulen sehr stark geprägt.
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15. 01. 2004, 20:46
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#3
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Mitglied
Registrierungsdatum: Mar 2001
Beiträge: 419
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Also ich war auf einem privatem Gymnasium und Uni.
Im Nachhinein muss ich sagen hat es sich auf jeden Fall gelohnt.
Ich werde mit meinen Kindern irgendwann das selbe machen. Es ist mit das Beste was man seinen Kindern mitgeben kann.
Ich war jedoch auf keiner Waldorf Schule. Ich kenne sie zwar und auch Leute die darauf gewesen sind, jedoch habe ich feststellen müssen das diese Schule schon recht eigen ist. Dies wirkt sich natürlich auch auf die Waldörfler aus....
(subjektiver Eindruck). Selber dort gewesen bin ich jedoch noch nicht.
Ich würde besonders beim Gymnasium auf die staatl. Anerkennung achten. Beim ABI ist das für die weitere Ausbildung unter Umständen sehr wichtig. Aber vor allem tut man seinen Kindern nicht den Wahnsinn von externen Abiturienten an.
Bei Unis ist das nicht so wichtig.
Im Punkto Netzwerke bzw. Alumni haben private Einrichtungen große Vorteile, die sich auch schnell bemerkbar machen. Hier hat Waldorf aus meiner Sicht einen Vorteil weil sie größer sind und in der Hinsicht auch sehr aktiv. Andere Privatschulen sind bedingt durch ihre größe dort etwas schlechter organisiert.
Hoffe konnte etwas Helfen. Tipps habe ich keine da ich im Süden auf der Schule war.
Gruß
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15. 01. 2004, 21:02
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#4
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Außerirdischer
Registrierungsdatum: Nov 2003
Ort: DE
Beiträge: 64
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soooo.....dann will ich mich jetzt auch mal zum thema äußern:
also ich bin seit 10 jahren waldorfschüler und stolz darauf 
und deshalb, möchte ich jetzt mal ein paar dinge verbessern:
Zitat:
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vorallem die kleinen Klassengrössen
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----> hmmm.....naja keine ahnung wie das so im durchschnitt auf staatsschulen ist, aber in den ersten vier jahren, um die es ja hier geht, sind in unserer hagener waldorfschule im durchschnitt ca. 30 bis 35 schüler.....das halte ich nicht gerade für wenig, ich weiß allerdings nicht, wie das auf anderen waldorfschulen so ist.
Zitat:
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Die Schule mag zwar für die Eltern auch einige Verpflichtungen wie Elternrat und ähnliches mit sich bringen
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----> Auch in einer woldorfschule wirst du zu nichts gezwungen, man kann allerdings (freiwillig) in verschiedenen kreisen mitwirken.
Zitat:
Dazu kommt, daß das wirkliche Privatschulen sind, die Schüler also später die Prüfungen woanders ablegen müssen.
Kleines Beispiel: In Waldorf-Schulen wird in Physik berechnet, welche Maximalgeschwindigkeit deine Seele hat.
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----> "In Waldorf-Schulen wird in Physik berechnet, welche Maximalgeschwindigkeit deine Seele hat." nö, wir haben sowas nie errechnet und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass so etwas auf anderen schulen gemacht wird.
Zitat:
Das war nicht mehr normal. So wird dort gelehrt, dass wir von der Atlantiskultur abstammen
(vereinfacht gesagt) oder dass es in der Natur keine rechten Winkel gibt(deswegen auch keine in der schule). Und noch heute stehe ich in Kontakt mit Walldorfern und merke was die dort lernen. Die Armen lernen dort Dinge die schon zu Steinerts Zeiten ( 27.2.1861-30.3.1925) veraltet waren.
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----> hmmm.....was soll ich dazu sagen....naja ich weiß nur das wir soetwas nicht gelernt haben und das mit den rechten winkeln stimmt auch nicht. unsere schule ist ganz normal gebaut, wie jede normale staatsschule auch(zumindest das oberstufengebäude). hmmmm und besonders alte sachen lernen wir auch nicht. in einer waldorfschule wird genauso der lehrplan regelmäßig geändert oder korrigiert.
SOOOOO.....das wars erstmal.
gn8 -=AliEn=-
Geändert von -=AliEn=- (17. 01. 2004 um 14:19 Uhr).
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15. 01. 2004, 22:39
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#5
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Mitglied
Registrierungsdatum: Apr 2003
Beiträge: 4.082
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@ -=AliEn=-
Kriegt man auf einer Waldorfschule auch beigebracht, daß ein Aufsatz umso besser wird, je mehr Ausrufungszeichen man verwendet? Das [quote]- bzw. [q]-Tag scheint dich auch zu überfordern. Nimms mir nicht übel, aber IMHO bist du das ideale abschreckende Beispiel.
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16. 01. 2004, 01:28
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#6
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Mr.Beebop
Registrierungsdatum: Jan 2003
Beiträge: 132
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@HelloWorld:
Genau das wollte ich auch gerade schreiben.
Allgemein finde ich eine Privatschule erst einmal sinnvoll auch wenn diese oft recht elitär sind. Klar die staatlichen Schulen sind von der Qualität der Schüler & Lehrer je nach Wohngebiert recht schlecht.
Allerdings muss ich sagen: Ich war selbst auf einer Schule in der recht assige Gestalten waren und habe mich nicht auf sie eingelassens sondern habe gelernt mich ein gutes Stück zu behaupten und mir treu zu bleiben. So etwas ist einfach die Realität und man kann, sogern man es auch möchte, nicht immer eine Schutzblase um seinen Augapfel aufblasen.
Zur Waldorfschule:
Ich bin selbst Erzieher und hatte mal das Vergnügen ein längeres Praktikum auf einer Waldorfschule zu machen.
Ich war absolut entsetzt. Einige Ansätze waren wohl nicht schlecht aber der Großteil einfach nicht mehr zeitgemäß. MEinen Sohn würde ich nie auf eine Schule schicken wo auch eine bestimmte Ideologie gepredigt und geleehrt wird. Es ist zwar keine "schlimme" aber es ist eine und soimit ist der erste SChritt zum Dogmatismus getan, der bei einigen "schwebenden" Waldörflern sicher vorhanden ist.
Auch erzählte mir eine Mutter in diesem Praktikum, sie werde massiv ausgegrenzt weil sie 2-3 mal nicht zu einer Elternwanderung mitgekommen ist und auch nie auf einem R.S.-Literaturabend war.
Ich hoffe ich konnte dir helfen.
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16. 01. 2004, 05:18
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#7
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ex-Administrator
Registrierungsdatum: May 2000
Beiträge: 6.995
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Zitat:
Original geschrieben von -=AliEn=-
BOAHHH...MAN MAN MAN....wenn ich mir diesen thread durchlese, krieg ich echt zuviel!!!!!!!!!!!!!!!!
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Wenn ich deine Ausrufungszeichen sehe, krieg ich auch zuviel.
Ist ja schön, wenn du was anderes erfahren hast. Mag ja von Schule zu Schule auch etwas differieren, aaaber:
Zitat:
und das mit den rechten winkeln stimmt auch nicht!!!!!!!!! in unserer schule gibt es genauso rechte winkel, wie in staatlichen schulen!!!!!!!!!!!! und vor allen dingen, wie soll man eigentlich alles rund machen????.....das geht doch sicherlich garnicht!!!!!!
...
gn8 -=AliEn=-
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... wenn man dir nicht mal beibringt, daß zwischen 90° und 360° rein rechnerisch schon 250 andere Winkel liegen...
Gruß,
dlfa
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16. 01. 2004, 08:20
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#8
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Außerirdischer
Registrierungsdatum: Nov 2003
Ort: DE
Beiträge: 64
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und das mit dem rechten winkel tut mir leid
es gibt halt auch gerüchte, das in einer waldorfschule alle räume runde wären.
da habe ich wohl zu unaufmerksam gelesen!.....sorry
das mit dem [quote]- bzw. [q]-tag habe ich schon korrigiert
mfg -=AliEn=-
Geändert von -=AliEn=- (18. 01. 2004 um 11:41 Uhr).
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16. 01. 2004, 13:28
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#9
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NeoPunk
Registrierungsdatum: Apr 2001
Ort: .eu
Beiträge: 2.591
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Zitat:
Original geschrieben von -=AliEn=-
aber bei uns in der schule gibt es auch genug rechte winkel!
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LOL.
Ihr streitet euch gerade darum ob es rechte Winkel in der Schule gibt oder nicht. Das find ich lustig.
Zum Thema:
Ich gehe auf eine staatliche Schule und kann mich nicht beschweren. Überall gibt es Idioten das wird auf einer priv. Schule nicht anders sein. Die Gründe warum man ein Kind auf eine priv. Schule schicken will, leuchten mir ned ein. Ich meine man bezahlt Schulgeld damit sein Kind unterrichtet wird. Bloss wer sagt dir, dass auf einer priv. Schule besser gelehrt wird als auf einer staatlichen Schule?
Geh doch einfach mal zu ein paar priv. Schulen in deine Nähe zum Tag der offenen Tür oder vereinbare ein Termin mitm Direktor etc. damit er euch die Schule mal zeigen kann. Im Gespräch kannst du dann ja auch Fragen eine Idelogie ode rsowas gelehrt wird.
Bye
SerialKiller
PS: Auf staatlichen Schulen herrscht zumindest Religionsfreiheit. Das heisst dein Kind kann sich selber entscheiden ob es an was glauben will oder nicht. Gut mag in Bayern evtl. anders sein (  ) , aber du kommst ja ausm Norden.
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16. 01. 2004, 13:53
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#10
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Biervampir
Registrierungsdatum: Oct 2003
Beiträge: 475
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Zur Annerkennung des Abschluss:
In Deutschland ist jede Schule dazu verpflichtet eine Abschlussprüfung zu machen die der Norm eines Bundesland entsprechen. Das kann man natürlich umgehen indem man das Recht eines Bundeslandes nimmt in dem die Schulen selbst entscheiden können welche Prüfungsanfragen stellen.
Das hängt meines Wissens mit der Schulpflicht und der Überwachung des Staates über diese.
Um die Sage mit den Winkeln zu klären:
In seiner Philosophie behauptet Steinert, dass es in der Natur keine Rechten Winkel gibt. Deshalb müsse auch der Mensch danach zu streben. Weshalb am Anfang versucht wurde Häuser ohne rechten Winkel zu bauen. Das wurde aber aufgegeben. Oder kennt ihr einen Architekten der ein Haus baut in dem der Winkel Wand-Fussboden krumm ist?
Zitat:
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in unserer schule gibt es genauso rechte winkel, wie in staatlichen schulen!!!!!!!!!!!! und vor allen dingen, wie soll man eigentlich alles rund machen????
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Gut lernt man bei euch nicht, dass es noch andere Winkel als 90 Grad gibt?
EDIT:
Das mit der Atlantisgeschichte beruht auf dem Glauben der Wissenschaft dieser Zeit, die noch nicht wusste, dass wir alle aus Afrika kommen. Und da sie nicht wussten wo sie herkommen nahmen sie hoch wissenschaftlich an, dass wir Europäer aus Atlantis kommen und was Besseres sind(das passte in die Zeit). Und dies übernahm Steinert einfach. Vielleicht hat man das auch aus dem Lehrplan genommen weil es einfach zu peinlich ist
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16. 01. 2004, 15:27
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#11
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Anders?
Registrierungsdatum: Jan 2004
Beiträge: 1.107
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Hi,
will mich dann auch mal eben dazu äußern.
Also vorab will ich schonmal sagewn, dass ich ebenfalls kein Fan von mehreren Satzzeichen hintereinander bin. Sicherlich hätte Alien seinen Standpunkt auch ein wenig angebrachter rüber bringen können. Dennoch halte ich die darauffolgenden Posts für unangebracht.
[quote]
Kriegt man auf einer Waldorfschule auch beigebracht, daß ein Aufsatz umso besser wird, je mehr Ausrufungszeichen man verwendet? Das
Zitat:
- bzw. [q]-Tag scheint dich auch zu überfordern. Nimms mir nicht übel, aber IMHO bist du das ideale abschreckende Beispiel.
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Mal vom ersten Teil des Posts abgesehen, der HelloWorld aufgrund seiner Lächerlichkeit eigentlich schon aus einer konstruktiven Diskussion ausschließen sollte [davon ausgehend dass er es damit nicht schon getan hat], da er, wie ich aus dem ersten Teil schließe, zu einem ernsthaften Dialog nicht im ausreichenden Maße bereit ist finde ich es doch ein wenig oberflächlich ihn als abschreckendes Beispiel darrzustellen. Ersteinmal wird man mit ein wenig einfühlungsvermögen und nachdenken feststellen können, dass es verständlich ist, wie Alien die Missverständnisse die hier herrschten aufgeklärt hat, wenn man z.B. bedenkt, dass Waldorfschüler desöfteren mit solcherlei Vorurteilen konfrontiert werden, was in Verbindung mit einer erhöhten Identifizierung über die Schulform nur selbstverständlich zu einem emotionaleren Post führt. Selbst wenn dem nicht so wäre ist er noch lange kein abschreckendes Beispiel. Aliens Post ist noch harmlos im Gegensatz zu dem, was man täglich, ja sogar stündlich in allen Foren und Newsgroups zu lesen bekommt und zwar oft genug nicht nur von erwachsenen Menschen, sondern gar von Doktoren und Professoren. Ich gehe mal davon aus auch hier sind solche Posts keine Seltenheit.
Selbst wenn er dann tatsächlich ein abschreckendes Beispiel gewesen wäre, so halte ich es für sehr gewagt das Beispiel einer einzelnen Person in eine ernsthafte Diskussion einzuführen. Vor allem gewagt jedoch, wenn man den ersten Teil des Posts betrachtet. Man könnte dann auch aufstellen, dass du das typische Beispiel für eine Person mit Vorurteilen gegenüber Waldorfschulen bist, allerdings garnicht sinnvoll zu diesem Thema diskutieren kannst.
Desweiteren behaupte ich ja auch nicht, dass hier jmd mit vielen Posts eher dazu neigt kurze, an Zweizeiler erinnernde Beiträge verfasst. Hätte btw. eher vermutet, dass ein "Stammie" eher um ein erhöhtes Nievau bemüht ist.
Dasselbe selbstverständlich für vau7, der, was ich noch beeindruckender finde, haargenau dasselbe wie HelloWorld schreiben wollte.
Aber was ich von alledem allgemein halte? Klar, das will jetzt keiner mehr wissen ;-) aber ich schreib trotzdem mal was dazu.
Erst einmal bin ich der Meinung, dass man Waldorfschulen, wenn es um konkrete, speziellere Dinge geht [zeitgemäß] nicht absolut gleichsetzen sollte, da sie doch im Gegensatz zu staatlichen Schulen außerordentlich autonom sind.
Oft wird der Vorwurf gemacht, dass Waldorfkinder in ihrer Schule eine Heile Welt vorgestzt bekommen, die fern der Realität und somit ihrer Zukunft sei.
Was ich aus dem Argument rauslese ist folgendes: "Die Welt ist scheiße, deswegen soll auch die Schule scheiße sein."
Aber abgesehen davon vergessen imho viele den sozialen Aspekt an Schulen. Waldorfschüler lernen afaik im erhöhten Maße soziale Kompetenz und neigen deutlich eher dazu zu lernen, wie man angebracht mit anderen Menschen umgeht, während man auf staatl. Schulen eher die Grundprinzipien unseres Wirtschaftsystems vermittelt bekommt: Egoismus, Leistungsdruck etc.. Wem von euch hat Schule schon wirklich spaß gemacht? Imo muss an Schulen ebenso eine gesunde Entwicklung des Kindes erfolgen (genau wie beim Elternhaus) und das ist afaik bei Waldorfschulen deutlich besser gegeben aufgrund völlig anderer Rahmenbedingungen.
Das eine Ideoligie gelehrt wird ist im Regelfall falsch. Das die Anthroposophie an sich gelehrt wird wird eindeutig abgelehnt. Das dies dennoch vorkommen kann ist tragisch, aber ich wüsste nicht, dass staatl. Schulen dagegen Resistenter oder gar Immun wären.
Zitat:
PS: Auf staatlichen Schulen herrscht zumindest Religionsfreiheit.
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Waldorfschulen sind eine von dem Staat geförderten Schulform. Deswegen zieht das Argument es wäre eine Schule für Eliten auch nicht, da es sich aufgrund von Finanzierungshilfen die W-Schulen leisten können die Kosten der Eltern an ihr Einkommen anzupassen. Ein Grundsatz hjier ist afair allerdings die Religionsfreiheit, was für mich schonmal ein Indiz dafür ist, dass Religionsfreiheit auch an W-Schulen existiert. Das an W-Schulen keine Religionsfreiheit existiert halte ich - ehrlich gesagt - für ziemlich aus der Luft gegriffen.
So das waren eigentlich die Gedanken, die mir spontan beim lesen der Beiträge kamen eigentlich auch schon.
Ich bin übrigens kein Waldorfschüler, auch nie gewesen.
Mfg
BurnerR
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16. 01. 2004, 16:09
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#12
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Außerirdischer
Registrierungsdatum: Nov 2003
Ort: DE
Beiträge: 64
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sooo....ich hab mal wieder ein paar korrekturen^^:
Zitat:
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Die Gründe warum man ein Kind auf eine priv. Schule schicken will, leuchten mir ned ein. Ich meine man bezahlt Schulgeld damit sein Kind unterrichtet wird. Bloss wer sagt dir, dass auf einer priv. Schule besser gelehrt wird als auf einer staatlichen Schule?
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hmmm....naja ich denke, man nicht sagen kann, welche schule besser ist!
sie sind halt anders und jeder kann selbst entscheiden, welche schule für einen selber besser ist, oder zusagender ist! man muss halt beide kennengelernt haben!
Zitat:
Um die Sage mit den Winkeln zu klären:
In seiner Philosophie behauptet Steinert, dass es in der Natur keine Rechten Winkel gibt. Deshalb müsse auch der Mensch danach zu streben. Weshalb am Anfang versucht wurde Häuser ohne rechten Winkel zu bauen. Das wurde aber aufgegeben. Oder kennt ihr einen Architekten der ein Haus baut in dem der Winkel Wand-Fussboden krumm ist?
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gut dann ist die sach ja jetzt auch geklärt^^....achja....nööö ich kenne keinen!^^
Zitat:
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Gut lernt man bei euch nicht, dass es noch andere Winkel als 90 Grad gibt?
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doch sowas lert man bei uns auch, aber es ging doch um den rechten winkel oder nicht?
Zitat:
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Das mit der Atlantisgeschichte beruht auf dem Glauben der Wissenschaft dieser Zeit, die noch nicht wusste, dass wir alle aus Afrika kommen. Und da sie nicht wussten wo sie herkommen nahmen sie hoch wissenschaftlich an, dass wir Europäer aus Atlantis kommen und was Besseres sind(das passte in die Zeit). Und dies übernahm Steinert einfach. Vielleicht hat man das auch aus dem Lehrplan genommen weil es einfach zu peinlich ist
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hmmmm....das weiß ich net, ob es denen zu peinlich war, oder ob die das überhaupt mal irgendwann so gelernt haben.....aber die hauptsache ist doch, das wir es jetzt nicht mehr so lernen, oder?
mfg -=AliEn=-
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16. 01. 2004, 16:24
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#13
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MitGlied
Registrierungsdatum: Aug 2001
Ort: da drüben, siehstes?
Beiträge: 331
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Hallo!
will auch mal meinen senf dazu abgeben. ich bin selber waldorfschüler seit nunmehr 12 jahren und bin äußerst froh auf dieser schule zu sein!
als erstes mal dazu:
Zitat:
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Ich fand das Konzept der Schule recht interessant, vorallem die kleinen Klassengrössen und die individuelle Förderung finde ich gut. Die Schule mag zwar für die Eltern auch einige Verpflichtungen wie Elternrat und ähnliches mit sich bringen aber zur Förderung des Jungen bin ich gerne dazu bereit.
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wie alien schon gesagt hat ist das mit den klassengrößen nicht so. jedenfalls bei uns an der schule. mit der individuellen förderung hast jedoch eindeutig recht. aber dazu gleich mehr.
nunja, kommen wir zu den eltern. klar ist es so das die verwaltung der schule zumindest teilweise von eltern übernommen wird, zb in form von kreisen oder ähnlichem. allerdings ist das natürlich auch freiwillig wie alien auch schon richtig sagte.
weiter kann ich nochmal alien bestätigen.
die maximalgeschwindigkeit der seele oder wie es geschrieben wurde, wird 100% -ig an keiner waldorfschule errechnet! Nunja dies ist nur eins von vielen vorurteil das es gegen waldorfschulen gibt. So wird einem nicht selten die Frage gestellt ob men überhaupt nen fernseher oder computer kennt! das ist natürlich alles völliger quark und kommt nur zustande wenn irgendjemand irgendwas nur halb aufgeschnappt hat und dies dann noch ein wenig anders an einen freund weitererzählt hat der sich an dies wiederum erst nen halbes jahr später erinnert  Ausserdem ist die vorraussetzung zum posten hier aufm gulli:board nen rechner, jedenfalls soweit ich weiß
Naja zu den Winkeln brauch ich ja nix mehr sagen!
so.. zum sozialen aspekt:
meiner meinung nach ist der größte vorteil der waldorfschule einmal die oben genannte individuelle förderung des kindes und natürlich die andre umgangsform bzw die atmosphäre in der schule. das verhältns zwischen schüler und lehrer ist um einiges besser als an anderen schulen. dies ist vor allem in der unter- und mittelstufe ausgeprägt. ja richtig, es soll sogar schüler an der waldorfschule geben die richtig spass an schule haben (was nach meinen erfahrungen aber mit der zeit abnehmen kann  aber das kennt ja jeder*g*). die atmosphäre ist im vergleich zu staatlichen schulen um einiges sozialer wie schon burnerR geschreieben hat. ich selbst kann also wie ihr merkt nur gutes zur schule sagen.
hmmm was wollte ich noch schreiben?...
achja von wegen der abschlüße ... irgendwie find ich die stelle grad net wieder im thread.
naja aber soweit ich weiß hat irgendjemand geschrieben das es ein nachteil sein kann wenn man beispielsweise zum vorstzellungsgepräch mit einem abschluss einer waldorfschule kommt. meiner erfahrung nach ist dies sogar genau anders herum. so sehen viele arbeitsgeber es gern wenn man auf einer waldorfschule war da diese den erfahrungen nach sozialer sind (natürlich nicht ausschließlich  sonderfälle gibt es überall). so habe ich es schon öfters berichtet bekommen.
weiter im text!
allgemein muss man sagen das alle schulen verschieden sind! dies alles was ich geschrieben hab, nunja nicht komplett alles  , bezieht sich auf meine schule. wie es an anderen in deutschland einhergeht weiß ich natürlich auch net genau. bei den schulen in meiner umgebung ist dies soweit ich weiß auch so.
religionsfreiheit herrscht bei uns natürlich auch. was eine frage!
noch eines:
Zitat:
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Das mit der Atlantisgeschichte beruht auf dem Glauben der Wissenschaft dieser Zeit, die noch nicht wusste, dass wir alle aus Afrika kommen. Und da sie nicht wussten wo sie herkommen nahmen sie hoch wissenschaftlich an, dass wir Europäer aus Atlantis kommen und was Besseres sind(das passte in die Zeit). Und dies übernahm Steinert einfach. Vielleicht hat man das auch aus dem Lehrplan genommen weil es einfach zu peinlich ist
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vorab: gelern haben wir das sicherlich nicht!
aber davon ab ist es doch normal das sich lehrpläne über die zeit hin ändern. immerhin gibt es da etwa das sich wissenschaft nennt. an staatsschulen ist dies nicht anders
so das wars erstmal
ich hoffe ich hab net zu viel vergessen
mit freundlichen grüßen euer waldi Zücho!
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16. 01. 2004, 17:06
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#14
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ex-Administrator
Registrierungsdatum: May 2000
Beiträge: 6.995
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Gut, dann ziehe ich meinen Einwand mit dem seltsamen Physik-Lehrplan zurück. Stammte aus zweiter Hand, da die aber "Steinersche" in der Verwandtschaft haben, hielt ich die Information für korrekt. Denke auch, daß das wirklich von der konkreten Schule abhängen kann.
Im Übrigen fand ich deinen Bericht sehr aufschlußreich, das hätte ich mir jetzt von Alien auch gewünscht (hat sich hiermit dann erledigt).
Gruß,
dlfa
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16. 01. 2004, 19:18
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#15
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still.waters.run.deep
(Threadstarter)
Registrierungsdatum: Aug 2001
Beiträge: 334
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Hui, danke erstmal für eure vielen Antworten und Meinungen.
Ich werde mich nun erstmal erkundigen, wann der nächste Tag der Offenen Tür in einer Waldorfschule ist um mal dort vorbeizuschauen. Das mit den Klassengrössen irritiert mich nun jetzt etwas. Auf den Webseiten steht jedenfalls, dass es, kleine Klassen, aber das scheint ja nicht mehr so. Werde mich auch mit den Seiten aus deinem Google Link beschäftigen dlfa, danke. Andere Privatschulen scheinen wirklich selten zu sein.
MfG
Kanga
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16. 01. 2004, 22:51
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#16
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Außerirdischer
Registrierungsdatum: Nov 2003
Ort: DE
Beiträge: 64
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hmmm..... ich habe lediglich ein paar zitate berichtigt
ich habe es nicht für nötig gehalten, auf jedes detail weiter einzugegehen
aber ihr hättet ja, wenn bedürfnis da war, fragen können, was euch interessiert...oda etwa nicht?
ähhh....und sonst stimme ich dem zuecho voll und ganz zu!
gn8 -=AliEn=-
Geändert von -=AliEn=- (18. 01. 2004 um 11:47 Uhr).
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16. 01. 2004, 23:14
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#17
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jazz.css
Registrierungsdatum: Aug 2003
Ort: area bolton
Beiträge: 120
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Aaaalso es sind schon viele richtige und gute Dinge gesagt worden, vor allem vom Zücho und vom BurnerR, der die beschränkten Leute überzeugend aus dieser Diskussion ausgeschlossen hat
Ich bin nun seit fast fünf Jahren auf einer Waldorfschule und bin gerade dabei dort Abitur zu machen. Bis Ende der 8. Klasse war ich auf einem sehr staatlichen Gymnasium und kenne daher beide Seiten. Der Wechsel von Gymnasium auf diese Rudolf-Steiner-Schule war mehr eine intuitive, aber sicherlich die bedeutenste und beste, die ich in meinem bisher 18 Jahre währenden Leben getroffen habe. Es war aus damaliger Perspektive mein Schritt heraus, aus einer ungerecheten, hässlichen und unmenschlichen Welt. Auf dieser Waldorfschule sah ich mit eigenen Augen (und sehe es heute umso mehr), dass es möglich ist, dass sich in einer Klasse alle Schüler sehr gut verstanden, und wenn nicht (was viel wichtiger sit) sich wenigstens respektieren, dass alle Lehrer dort sich ihrer Verantwortung als absolut prägende Faktoren auf das Leben der einzelnen jungen Menschen voll bewusst sind und auch danach handeln.
Eine Schule ohne Mobbing, Abziehen, Waffen oder sonstige Dinge aus dem Staatsschulvokabular, die ja heute so aktuell sind.
Das ganze klingt natürlich alles paradiesisch - es gibt auch hier Probleme und bekloppte Lehrer und Schüler, aber Probleme werden angegangen und zu Vorteil aller gelöst.
So, das ist jetzt so das, was sich im direkten Vergleich mit Staatsschulen auffällt. Für genaueres einfach konkrete Fragen stellen - es gibt genügend gulli-Waldis hier, die gerne antworten
Ach ja - ich werde meine Kinder auf einer Waldorfschule "schicken"
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17. 01. 2004, 10:03
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#18
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Außerirdischer
Registrierungsdatum: Nov 2003
Ort: DE
Beiträge: 64
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sooo ich hab noch was passend zum thema gefunden:
Die wesentlichen Unterschiede zur Staatsschule.
Die Waldorfschulen sind weder von wirtschaftlichen, noch politischen, noch konfessionellen Interessen geleitet. Im Mittelpunkt ihrer pädagogischen Bemühung stehen der einzelne Mensch und dessen individuelle Selbstverwirklichung. Diese Selbstverwirklichung („Erziehung zur Freiheit”, Carlgren/Klingborg 1986) ist nur durch individuelle Leistungen zu erreichen. Sie werden vom Einzelnen im Klassenverband erbracht, der über zwölf Jahre bzw. bis zum Abitur erhalten bleibt. Denn neben der Verwirklichung der individuellen Anlagen steht die gleichberechtigte Pflege des Gemeinschaftsbewusstseins und der Sozialfähigkeit.
Waldorfschulen verzichten auf quantitative Bewertung von Leistungen (Notenzeugnisse). Sie versuchen Leistungen qualitativ (durch Wortzeugnisse, Gutachten) zu erfassen und zu beschreiben, denn sie sind sich der begrenzten Vergleichbarkeit der Individuen bewusst.
Von entscheidender Bedeutung sind in Waldorfschulen nicht bloß die kognitiven Fertigkeiten, sondern auch die moralischen Qualitäten, die insbesondere durch künstlerische und handwerkliche Erziehung entwickelt werden. Es bestehen auch Versuche, praktische Berufsausbildung in den Durchgang durch die Waldorfschule zu integrieren. Die Verteilung und Aufbereitung des Unterrichtsstoffs sind von entwicklungspsychologischen Gesichtspunkten geleitet. Der einzelne Schultag berücksichtigt in seinem Aufbau anthropologische (chronobiologische) Leistungsmuster. Durch das Gleichgewicht von intellektueller und künstlerisch-handwerklicher (bewegungsmäßiger) Beanspruchung fördert die Waldorfpädagogik nicht bloß den Kopfmenschen, sondern bildet ebenso Herz und Hand.
mehr auf http://www.wittenannen.de
mfg -=AliEn=-
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18. 01. 2004, 12:16
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#19
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_________________________
Registrierungsdatum: Jun 2000
Beiträge: 6.092
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18. 01. 2004, 21:52
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#20
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Mitglied
Registrierungsdatum: Jan 2004
Beiträge: 1
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Re: Privatschule - sinnvoll?
Hallo Kangaroo und andere hier,
wir haben auch das letzte Jahr intensiv überlegt, ob wir unseren "Grossen" (6 J.) in einer Waldorfschule einschulen. Letztendlich haben wir uns dagegen entschieden, weil wir mit der Zeit bemerkt haben, dass zwischen den einzelnen Waldorf-Schulen wirklich riesengrosse Unterschiede bestehen! Wir haben nun das Pech, dass in unserer Stadt eine ziemlich "versteinerte" Schule ist, das Kollegium das Wort Steiner als eine Art Bibel betrachtet etc. pp. . Übrigens zum Thema "Atlantis" - die sogenannte Mystik Rudolf Steiners sollte nach dessen eigener Vorstellung nicht unbedingt Teil des Lehrplans sein. Auch wird es immer Leute geben, die alles buchstabengetreu zu erfüllen suchen, was ein grosser Guru vor vielen Jahren mal an Ideen vorgegeben hat und es gibt eben auch welche, die sich trauen, diese Ideen wachsen und sich verändern zu lassen. Man darf nicht vergessen, dass die meisten dieser Ideen zu ihrer Zeit(!) revolutionär waren, aber in einigen Institutionen wirklich jahrzehntelang geradezu konserviert wurden.
Unser Sohn besucht einen Waldorf-Kiga und der ist wirklich spitzenmäßig, aber wir haben auch eine Menge sehr pragmatischer ErzieherInnen dort, die nicht erwarten, dass der Kinderpulli noch MÄH macht, sondern denen das Kind selbst wichtig ist ;-) - das genaue Gegenteil von Waldorfkiga ist ein paar km weiter... Ich könnte dazu noch eine Menge mehr schreiben z.B. zum norwegischen Informatik-Konzept der Waldorf-Schulen, das uns als Informatikerin und Hardware-Troll wirklich klasse gefiel, in "unserer" Schule aber von der Realisierung SEHR, sehr weit weg war ("böser, böser Compi" war da eher der Grundtenor). Auch war die Eurythmie für uns Eltern eher äh gewöhnungsbedürftig (auf dem nächsten Eurythmie-Elternabend hatte ich was vor und mein grummeliger Schatz durfte elegant das Beinchen schwingen ;-)), aber die Kinder mochten es an und für sich ganz gerne, die Jungs ab der 4., 5. Klasse aber wohl eher nicht mehr, hab ich mir sagen lassen.
Es gibt eben auch da (wie überall) viel Licht und Schatten und ihr müsst vielleicht auch überprüfen, inwieweit ihr damit könnt.
Na denn - versucht Euch die Menschen dort genau anzusehen, lasst Euch nicht allzusehr von den Konzepten blenden, letztendlich machen die Menschen eine Schule.
liebe Grüsse,
Bleu
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19. 01. 2004, 00:40
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#21
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vertil nicht kreuzBÄR
Registrierungsdatum: May 2003
Beiträge: 45
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also, ich bin mit dem aarbo, dem zuecho und dem alien auf einer schule.
mit dem aarbo mache ich gerade abitur, läuft bei mir gerade nicht so gut aber das gehört ja nicht hierhin.
ich bin jetzt wirklich von anfang an dabei, also 13 jahre........ war vorher aber nicht in einem waldorfkindergarten.
ich hab in der 7 klasse mal an einer staatschule hospitiert weil ich nicht so richtig zurechtkam.......... aber mir war da alles zu steif und zu unmenschlich. bei uns ist ein super verhältnis zu lehrern und mitschüler. aus allen oberstufen klassen sind alle irgendwie befreundet und unternehmen öfters was miteinander.
unsere klassen größe ist auf 9 (!) leute im abitur geschrumpft, von ehemals über 40 in den ersten klassen. von denen, die von anfang an dabei sind, sind nur noch 5 dabei, die anderen sind sozusagen wilder zulauf. doch alle haben sich wunderbar integriert.
das blöde an den abschlüssen an der waldorfschule ist, dass wir erst nach der 12. den Realschulabschluss erlangen, dafür aber genau so wie die Staties nach der 13. das Abitur. Rechnerisch würde das bedeuten, dass wir den stoff, den andere in der 11, 12 und 13 machen in einem jahr schaffen müssen. Das stimmt aber so nicht. DEnn: Wir machen fast genau den stoff den ihr staties in der oberstufe macht auch bei uns in der oberstufe. Das heißt eigentlich, dass unser Relaschulabschluss nach der 12 wesentlich höher eigestuft werden müsste als euer, da wir schon dass wissen aus der 11 und 12 dabei haben.
Das Abitur is aber auch noch mal ne sache für sich und von waldorfschule zu waldorfschule unterschiedlich.
bei uns gibt es 4 klausurblöcke, in jedem muss man in den hauptfächer (bei uns nur sehr geringe wahlmöglichkeiten, da nur 9 schüler) min.200 Punkte erreichen, dann ist man immer einen blöock weiter. während ihr immer 2 jahre punkte sammeln könnt, zählt bei uns am ende nur die leistung in dem 4 und letztem klausurenblock. wenn man da nen schlechten tag hat und die klausur versemmelt kann man sich schon das ganze abi verbauen. das macht das abi im gegensatz zur staatsschule richtig HART.
ich kann von unserer schule noch sagen dass wir keine hardcorewaldoschule sind, soll heißen bei uns hat fast jede familie nen fernseher, computer usw. wenn ich mir anhören muss: was du bsit nen waldorfschüler, so siehst du doch gar nicht aus; oder wenn es dann heißt, waldorfschüler, die ham doch keinen fernseher usw. dann sag ich immer, nein wir haben keine 4pcs im haushalt, davon 3 von mir und wir haben noch nicht die DSL flat seit sie auf dem markt ist, nein ich hatte noch nicht früh ein handy, nein wir haben keine fernseher, nein ich war nicht schon mit 9.600er Modems zu 20 Pf/min im internet weil mein papa programmierer war.
versteht ihr was ich meine? waldorfschüler sind nicht irgendwelche zurückgebliebene hippies mit schurwollunterwäsche usw. klar gibt es irgendwelche ausnahmen, auch bei uns aber trotzdem, alle abschlüsse werden vom staat vorgegeben und müssen von jeder schule eingehalten werden, auch von einer waldorfschule. deshalb, auch unser abitur ist ein abitur, nämlich mit den gleichen standards wie bei euch...... wenn dass nur mal die wirtschaftsbosse erkennen würden. aber der umschwung ist schon passiert. die pisa studie hat glaube ich finnland gelobt und der sieger der pisa studie arbeitet genau nach dem Prinzip der Waldorfschule.
Peace and out meine Finger tun vom schreiben weh
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27. 01. 2004, 00:28
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