So ein Notebook-Akku besteht aus mehr als nur den reinen Akkuzellen - im Akkupaket ist noch etwas Unterstützungselektronik für die Ladeelektronik enthalten. Und die enthält oftmals Kalibrierungsdaten für die verbauten Akkuzellen, anhand derer die Ladeelektronik herausfindet, wie voll die Zellen geladen werden können.
Mit zunehmendem Alter nimmt die Maximalkapazität der Akkus ab - und diese Kalibrierungsdaten werden entsprechend angepasst.
Die erwähnte "Rücksetzsoftware" setzt eben genau diese Kalibrierungsdaten zurück, was beispielsweise nach Reparatur eines Akkupacks (Ersatz verbrauchter Akkuzellen durch neue) essentiell wichtig ist.
Wenn die Ladeelektronik die Kalibrierungsdaten zu vorsichtig aktualisiert, kann es auch geschehen, daß der Akku mehr Kapazität aufnehmen kann als die Ladeelektronik gewillt ist, im Akku unterzubringen - die Kalibrierungsdaten behaupten, daß der Akku schlechter ist als in Wirklichkeit.
Auch hier kann ein Zurücksetzen sinnvoll sein, allerdings auch Gefahren mit sich bringen. LiIon-Akkus sind recht kritisch; wenn sie überladen werden, können interessante Licht- und Raucheffekte auftreten.
Ärgerlicherweise ist das Protokoll, mit dem die Ladeelektronik mit der Akkuelektronik kommuniziert, ein vom Notebookhersteller unter Verschluss gehaltenes Geheimnis - und vor allem von jedem Hersteller anders implementiert.