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Kumakamilion
...
 
Registrierungsdatum: Apr 2001
Beiträge: 1.888
Gedichte

So, ich hab hier mal 2 Gedichte eines Freundes. Er würde sich über Kritik, Fragen und Anregungen freuen! Wenns euch nicht gefällt reißt ihn nicht gleich in Stücke!

No. 1:

Natura - Seij

Gesungen vom schön’liebsten Mondenschein
Höret den Wind da rauschen
So hell ist da das wahre Sein
Ist’s Natur soll Mensch erlauschen
Gedanken gar mögen verwildern
Das leis ein Geist des Friedens erwacht
Nie steif sein soll der Blick - geschaut zu öden Bildern
Natur und Mensch sie lachen - in tiefster herrlich Freuden-Nacht


No. 2:

Der Zug ins heiße Nichts

Nimmermehr wird Mensch genesen
Es ward_ gar grausig Zahl erlesen
Von jenen die im Feuer schmor’n
Dazu nun ist ihr Leib erkor’n
Nie - er soll im Unbill leben
Stetig nach Gerechtsein streben
Doch - wenn Die feindlich Obrigkeit
Das Schwert in Händen
Dann wird so bös die Willkür - lieblich Leben schänden

Ja - selbst sei’s jeder hier er=denke
Das man uns das Gute schenke
So ist er falsch auf diesem Wege
Denn ER selbst als Nächster
Im Feuer vergeht
Nie - nicht mehr neues Dasein seht|
Alt 04. 06. 2004, 15:37 Kumakamilion is offline Mit Zitat antworten #1
Kumakamilion
...
(Threadstarter)
 
Registrierungsdatum: Apr 2001
Beiträge: 1.888
Aehm, hat denn keiner ne Meinung? Sonst wird doch immer so viel geposted.
ciao
Alt 09. 06. 2004, 17:08 Kumakamilion is offline Mit Zitat antworten #2
sara
:)
 
Registrierungsdatum: Oct 2002
Beiträge: 102
doch, ich.

gedichte schreiben ist IMHO irgendwie so ziemlich das schwerste, was es gibt. und nicht alles, was sich reimt, ist gleich ein gedicht.

der zug ins heisse nichts - was soll der krampf ? ehrlich, ich versteh nicht mal, was es sagen soll, tippe auf hölle und so ein zeugs. mir ist das zu geschwollen und erweckt den eindruck, es soll sich gut anhören und vergisst dabei völlig, was es eigentlich sagen soll.

ich meine, "ficken" ist nunmal mit "ficken" treffend bezeichnet - was muss ich "einen austausch von körperflüssigkeiten unter annäherung mindestens zweier leiber, die der wolllust verfallen und sich winden in den gluten ihrer eigenen begierde und derweil raum und zeit vergessen" draus machen ?

naja, sei es, wies ist: ich versteh keins dieser gedichte dort oben. was an mir liegen mag.
Alt 15. 06. 2004, 17:58 sara is offline Mit Zitat antworten #3
UserX
Kasuist
 
Benutzerbild von UserX
 
Registrierungsdatum: Mar 2000
Ort: Gehenna
Beiträge: 4.391
Hm...

Eine Bums-Analogie kann ich oben allerdings nirgends entdecken und ich grübel da jetzt schon 2 Tage drüber...aber jedem unbenommen, was er lesen, sehen, denken will...

Ich finds eigentlich schwerer, Gedichte oder Lyrik zu beurteilen, als welche zu schreiben, wobei ich - abweichend vom allgemeinen Tenor - eh nur Leute als Kritiker ernst nehme, die es selber besser können¹ und das gilt nicht nur fürs Schreiben, sondern generell. Das schränkt die Zahl derer, denen man im Leben wirklich zuhören und von denen man lernen sollte, schon mal ganz drastisch ein.

Ich bin zwar auch eher jemand, der grade im Bereich der Lyrik sehr für das Prinzip der Reduktion der Sprache eintritt, aber ich kann mir nicht helfen, hab schon (v.a. inhaltlich) weit schlechtere Sachen gelesen, als die zwei "Exponate" hier und das auch noch von Leuten, die sich tatsächlich Schreiber oder Dichter schimpfen durften.

Das nur mal als subjektiver Eindruck, da ichs selber auch nicht besser kann, darf ich laut ¹ nicht weiter ins Detail gehen.


Na gut, eine kleine "Anregung" vielleicht, den im zweiten Gedicht über die Massen strapazierten Paarreim würde ich ganz aus meinem Repertoire streichen, der Kreuzreim ist doch schon um ein Vielfaches eleganter und es gibt noch etliche Variationen mehr: Reimformen.
Alt 17. 06. 2004, 09:16 UserX is offline Mit Zitat antworten #4
theloverider
 
Beiträge: n/a
Zitat:
Original geschrieben von UserX
eh nur Leute als Kritiker ernst nehme, die es selber besser können¹
Das finde ich ganz und gar nicht. Wieso sollte ein Kritiker selbst Gedichte schreiben können um welche Beurteilen zu dürfen? Natürlich muss ein fundiertes Wissen über Literaturgeschichte, Stile, Formen und Entwicklungen der Literatur vorhanden sein. Ein Kritiker sollte aber auch im aktuellen kulturellen und politischen Zeitgeschehen bewandert sein. Ein Werk in einen Kontext zu aktuellen Stilen und Meinungen zu stellen, macht für mich einen Grossteil der Aufgabe eines Kritikers aus. Dafür ist die Fähigkeit selbst schreiben zu können nicht unbedingt notwendig. Reich-Ranicki zum Beispiel ist für mich ein sehr interessanter Kritiker der auch selbst schreibt. Aber ich würde sagen, ein Großteil der von ihm kritisierten Schriftsteller schreibt wesentlich besser als er. Deshalb würde ich ihm das Recht zu kritisieren noch lange nicht absprechen wollen. Ein nicht selbst schreibender Kritiker ist imo auch objektiver. Würde ein Dichter seine Kollegen beurteilen, könnte er vielleicht aus persönlichen Gründen zu subjektiv urteilen. Deshalb finde ich es gut, wenn der Kritiker ein Außenstehender ist.
Alt 17. 06. 2004, 10:16 Mit Zitat antworten #5
UserX
Kasuist
 
Benutzerbild von UserX
 
Registrierungsdatum: Mar 2000
Ort: Gehenna
Beiträge: 4.391
Jepp, akzeptiert, das war jetzt das Beispiel für den "Allgemeinen Tenor" - Ich sagte ja auch für mich, wie andere das halten, steht ihnen natürlich frei, mein Leben wird dadurch allerdings wesentlich vereinfacht, so arrogant bin ich da jetzt mal, zu sagen, 95% aller Meinungen zu *allen* Themen interessieren mich schlichtweg nicht und ich nehme im Höchstfall noch zur Kenntnis.

Grade im Bereich der Literatur hast du sehr, sehr viele vom Neid zerfressene Kritiker (mehr noch als Kollegen), die Leute schon mal aus Prinzip verreissen, weil sie sich Schrifsteller nennen können und der Kritiker eben nicht und lies dir viele Kritiken mal mit diesem Hintergedanken durch, wie oft in diesen Texten Sprache zwanghaft entstellt wird, um mehr darzustellen oder vorzugaukeln, was man eigentlich ist, oder wieviele Referenzen herangezogen werden, um aufzuzeigen, was man denn schon alles gelesen hat. Imho liest sich kaum etwas amüsanter auf Dauer, als geschwollene Literatur- oder auch Musikkritiken. Dabei vergessen die Kritiker aber immer, dass man Literatur durch und durch leben muss und eigentlich nicht studieren kann.

Na gut, unter diesem Gesichtspunkt gesehen, werden dann aus vielen "Schriftstellern" auch ganz schnell Hochstapler und die dürfen dann ruhig von aller Welt kritisiert und verissen werden, ich tue das ja grade auch.

Konkreter jetzt und auch zum Fall und Forum hier: ich finds schlichtweg u.a.S. wenn Leute hier auflaufen, die - auf welchem Niveau auch immer - noch kreativ mit Sprache umzugehen versuchen und den Mut haben, sich auch Feedback noch einzuholen, durch die Bank eigentlich dämlich angefickt werden. Kein Wunder, dass das Forum hier immer mehr verwaist und höchstens mal ein Gedicht von einem "Bekannten" oder "Freund" noch vorgestellt wird, von Konstruktivität, die eine Kritik in meinen Augen erst berechtigt macht, ist nur in den seltensten Fällen etwas zu bemerken.

Wenn die Schrift im Postfeld jetzt noch nen Zacken grösser wäre und ich nicht 10 Minuten auf die Vorschau warten müsste immer, würde ich vielleicht noch drauf eingehen, warum Kritik nie objektiv sein kann, aber ich schone lieber erst mal meine Augen und Nerven, zumal wir eh schon vollkommen OT sind...

Geändert von UserX (17. 06. 2004 um 22:25 Uhr).
Alt 17. 06. 2004, 21:08 UserX is offline Mit Zitat antworten #6
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