Borroughs arbeitete viel mit Cut-Up - Texte zweschneiden, neu zusammensetzen. Naked Lunch sei, wie er behauptet, waerhrend eines mehrmonatigen Heroinexzesses in Agier geschrieben und an seinen freund Ginsberg geschickt worden sein. er selber koenne sich an die Entstehung des Romans nicht erinnern.
Der Film hat mit dem Buch im Uebrigen wenig zu tun. NAked Lunch ist natuerlich ein grossartiges Buch, aber wenn mans ein wenig konkreter mag, wuerd ich dir "Interzone" e,mpfehlen, eine Kurzgeschichtensammlung, aus der Cronenberg imo mehr Stoff fuer den Film rausgenommen hat als aus Naked Lunch selber. Schoen bei Interzone ist, wie die Geschichten, am anfang noch recht real, immer surrealer und naked-lunchiger werden.
Burroughs ist herrlich unkonventionell und selbst fuer seine damalige Zeit schwer verdaulich gewesen, das kann man ihm kaum hoch genug anrechnen. Auf der anderen Seite ist er ein voelliger Scientology-Fan und Verschwoerungstheoretiker gewesen "Es gibt einen Interviewband mit ihm, Burroughs/Odier, "Der Job", das ist vor allem hahnebuechener Scientologen- und Verschoweungstheoriemuell. Von daher wuerd ich mich an seine literarischen Sachen halten. *extrem* spannend sein Nachwort zu Naked Lunch, wo er sich ueber seine eigene Drogenbiografie und Methoden der Substitution und des Entzugs auslaesst.