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BigWilly
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Harz 4

Glaubt ihr, das nachdem nun das "Harz 4-Konzept" verabschiedet wurde sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt wirklich entspannen könnte oder wird durch das Arbeitslosengeld 2 eine größere Armutswelle auf uns alle zukommen?
Alt 02. 07. 2004, 23:24 BigWilly is online now Mit Zitat antworten #1
TabulaRasa Spender
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was meinst du mit "lage auf dem arbeitsmarkt entspannen"?
wäre mir neu, dass das harz-konzept arbeitsplätze in irgendeiner form schaffen würde.
Alt 03. 07. 2004, 00:28 TabulaRasa is offline Mit Zitat antworten #2
DrByte
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Zitat:
Glaubt ihr, das nachdem nun das "Harz 4-Konzept" verabschiedet wurde sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt wirklich entspannen könnte
Nein, wie denn auch ? Die Hartz-Reformen sollen die Arbeitslosen doch sowieso nur als faules und arbeitsunwilliges Pack darstellen, die über das Versagen unserer höchst unfähigen Politikern hinweg täuschen soll.

Allerdings wird sich die Wirtschaft irgendwann von dieser verschmutzten Politik erholen, die dann wohl auch zumindest, ein wenig den Arbeitsmarkt positiv beeinflussen wird. Und die Politiker werden sich natürlich diese Gelegenheit zunutze machen, in dem sie die Hartz-Reform-Kacke in allerhöchsten Tönen loben werden. Ich kann mir schon gut vorstellen, was dieser Superunfähigkeitsminister Clement wieder da von sich gibt wie z.b. das die Hartz-Reform-Kacke endlich zugreifen anfangen.

Zitat:
wird durch das Arbeitslosengeld 2 eine größere Armutswelle auf uns alle zukommen?
Die Armutswelle ist doch ohnehin schon in vollen gange.

Geändert von DrByte (03. 07. 2004 um 01:09 Uhr).
Alt 03. 07. 2004, 00:37 DrByte is offline Mit Zitat antworten #3
sysmo
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Solange es in diesem Sozialstaat um Gleichstellung und nicht um die Versorgung der notwendigsten Existenz geht, wird DE auch weiterhin viele Arbeitslose haben.
Und solange die Transferleistungen des Staates über dem Mindestlohn liegen, würde ich auch eher Arbeitslos bleiben. Bisher hat der Staat durch zu hohe Transferleistungen Arbeitslosigkeit gefördert.

Wacht doch mal endlich aus eurem Schlaraffenland auf und tragt eueren Arsch zur Arbeit.

Nein ich bin kein verwöhnter Bonze. Ich habe 2 Jahre lang dem Staat auf der Tasche gelegen, weil es nicht anders ging. Und habe ihn trotzdem noch hintergehen können.

Wieso können Arbeitslose und Sozialhilfeempfänger nicht 8 Stunden am Tag gemeinnütze Arbeit verrichten? Wieso wird nicht jeder Empfänger von Sozialhilfe genauer überprüft?

Und zum Thema Armutswelle: Ihr habt einen echten Schatten, sorry, aber ich kann grad gar nicht soviele Brötchen essen wie ich kotzen möchte. Im Moment muss niemand Arm sein und es müsste auch niemand Obdachlos sein. In Deutschland muss man nur zum Amt rennen und die Hand aufhalten.
Zu verwöhnt sind wir deutschen, dass ist alles. 40 Jahre stetiges Wachstum hat einigen hier den Blick für die Realität vernebelt und der Staat hat dem Bürger zu viel abgenommen und das Verantwortungsbewusstsein im Volk zu nichte gemacht.
Fängt schon damit an, das eine Kippe auf die Straße geschnipst wird nach dem Motto: "wieso, ich zahl doch Steuern, kann doch jemand weg machen!)

Meine Meinung: Durch die Zuwanderung nach Europa (vorallem in die Sozialkassen) und durch die zunehmend alternde und schrumpfende Gesellschaft funktioniert unser geliebter Sozialstaat nicht mehr.
Und es wird noch viel mehr passieren... vorstellbar für mich ist z.B., dass das Rentensystem so wie es ist wegfallen wird. Ich denke ich werde es noch erleben selber für meine Rente sorgen zu müssen.


Nicht persönlich nehmen, ist nicht so gemeint. Ist halt ein brisantes Thema wo es um sehr viel geht.
Alt 03. 07. 2004, 09:03 sysmo is offline Mit Zitat antworten #4
Rebell
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Zitat:
Sobald Hartz IV in Kraft tritt, müssen Arbeitslose damit rechnen, dass sich die Bundesagentur für Arbeit (BA) zu einem Hausbesuch anmeldet. Auf diese Weise sollen die Vermögensverhältnisse der Erwerbslosen und damit die Umsetzung des Gesetzes geprüft werden, sagte BA-Vize-Chef Heinrich Alt der "Bild am Sonntag". Der Missbrauch von Sozialleistungen solle so gering wie möglich gehalten werden, begründete er.


LOL²

Wer 3000 € verdiente, bevor er arbeitslos wurde, bekam bisher 1100 € Arbeitslosengeld und bald (01.01.05) nur noch um die 370 €! Was mich diesbezüglich interessiert: Sinkt die Arbeitslosengeld-Abgabe auf unserem Lohnabrechnungen durch diesen Einschnitt? Oder zahlen wir dann gleiches Geld für weniger Leistung?

Versteht mich nicht falsch: Ich finde, dass jeder der arbeitet, mehr Geld verdienen sollte, als jemand der faul zu Hause rumhängt und nicht arbeiten will! Da muss man aber differenzieren zwischen denjenigen, die nicht arbeiten wollen und diejenigen, die keinen Job finden oder nicht arbeiten können.

Wenn ich nun die letzten Wochen Revue passieren lasse, dann haben wir dafür gesorgt, dass man ne Lohnkürzung (Arbeiten ohne Lohnausgleich) hinimmt und jede Arbeit ab dem 1.1. zumutbar ist (Hartz 4). Also irgendwie ist dies doch ein Schritt zurück. Ich glaube, dass die Arbeitslosen sich nun mehr anstrengen werden, einen Job zu bekommen - aber die Armut wird auch mehr zunehmen - und die Umsätze bei ALDI dürften zurückgehen
Alt 03. 07. 2004, 13:07 Rebell is offline Mit Zitat antworten #5
Spock
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Das traurige an dieser ganzen Geschichte ist, das gerade die Partei die Jahrzehntelang für soziale Gerechtigkeit stand, diese Reformen angestoßen hat.
Die Unionsparteien lachen sich doch ins Fäustchen, das was sie schon immer wollten aber wegen Angst vor schlechten Wahlergebnissen nicht wagten macht nun die SPD für sie, das ist doch eine hervorragende Basis für die nächsten 16 Jahre Unionsführung (Regierung) in Deutschland.

Es ist nicht zu fassen wie eine einzelne Person mit Namen Schröder alle Werte für die die SPD stand opfert zugunsten seiner persönlichen Karriere.
Statt wirklich ernsthaft auch ans große Kapital zu gehen, etwa bei der letzten Gesundheitsreform an die Pharmaindustrie und bei der Wirtschaft den Großkonzernen, werden die noch mit weiteren Steuergeschenken bestraft, wie makaber und pervers die gemachten Steuergesetze sind, das merkt man ja jetzt am Beispiel Vodafone wie die sich ganz legal am Staat bedienen dürfen.

Na ja, die Schere Reich/Arm geht immer weiter auseinander.Wer heute noch einen Job hat und meint die Harz 4 Reform betrifft ihn nicht, der wird Morgen vieleicht seinen eigenen persönlichen Alptraum erleben.

Bei dieser Harz4 Reform wird alles in einen Topf geschmissen, die Faulenzer die nur vom Staat leben wolllten und wollen, der über 50 Jährige der Jahrzentelang gearbeitet hat aber nun zum "Abfall" gezählt wird und die Kranken die nicht mehr jeden Job machen können. Gerade die 50 Jährigen mit Jahrzehntelanger Berufserfahrung und einzahlen in die Arbl.-Kasse, werden doch auch noch beschissen zusätzlich zu ihrer fast auswegslosen Situation auf dem Arbeitsmarkt, sie werden bald aus dem Sozialnetz fallen. Und auch noch die, die für ihre alten Tage eine Lebensversicherung abgeschlossen haben um ein wenig mehr Rente zu haben, werden nun auch noch gezwungen dieses aufzubrauchen (bis auf einen jämmerlichen Freibetrag) bevor sie vom Staat Unterstützung bekommen.

Dieses alles geschieht unter einer SPD-Regierung, gerade das ist das perverse. Wie lange noch, wie lange noch darf eine Minderheit mit Kapital in Deutschland ohne Skrupel und Gewissensbisse die Mehrheit der Bevölkerung immer weiter melken und unmündig machen?
Alt 03. 07. 2004, 19:38 Spock is offline Mit Zitat antworten #6
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Zitat:
Original geschrieben von sysmo
Solange es in diesem Sozialstaat um Gleichstellung und nicht um die Versorgung der notwendigsten Existenz geht, wird DE auch weiterhin viele Arbeitslose haben.
Und solange die Transferleistungen des Staates über dem Mindestlohn liegen, würde ich auch eher Arbeitslos bleiben. Bisher hat der Staat durch zu hohe Transferleistungen Arbeitslosigkeit gefördert.
Obwohl ich das in der Art bestimmt schon hundert mal gelesen oder gehört habe fällt es mir immer noch schwer, mich an die seltsame Mischung aus Zynismus und Ahnungslosigkeit zu gewöhnen.
Perversitäten sind natürlich Geschmacksache jedes Einzelnen und damit sicher auch die Frage, ob der Staat sich damit begnügen sollte, die Masse für den Selbstzweck der Verwertung und Selbstverwertung grade so am kacken zu halten. Es gibt ja auch wenige Gewinner dieser Politik. Nur, seit wann liegen die Löhne auf Sozialhilfeniveau oder darunter? Kann mich nicht erinnern, dass das schon immer so gewesen wäre. Und deshalb kann ich mich auch nicht erinnern, dass es zu den Zeiten (so anno 90), als es noch kein Arbeitszwang, noch keine staatlich geförderten Zuhälter und nur wenige neoliberale "Reformer" gab nun alle in der sozialen Hängematte gelegen hätten.

Völlig von allen Fakten befreit ist dann wohl die Darstellung, der Staat würde sich um Gleichstellung (oder gar sozialistische Umtriebe?) bemühen. Ich bin sicher, Milliardäre wie Flicks und Krupps der Nachkriegsära brauchten wie die Albrechts, Breuers und Ackermänner heute nie befürchten, das gleiche wie Putzfrauen zu verdienen. Ganz im Gegenteil. Und ein minimaler Blick auf die Fakten würde einen schon bewahren, so ein strunzdummes Gesabbel niederzuschreiben. Da gibt es nun wirklich genug Faktoren, die man gegenüberstellen kann, um die Aussage zu widerlegen. Kleines Beispiel?

http://www.attac-netzwerk.de/sozsich/brosch/kap4.rtf
Zitat:
Insbesondere aber gibt es innerhalb beider Teile Deutschlands zwischen den fünf Haushaltsschichten deutliche Unterschiede. So haben die untersten 20 % der Haushalte in beiden Teilen Deutschlands durchschnittlich kein Vermögen sondern Schulden, während die Haushalte im obersten Fünftel im Schnitt Geldvermögen, Lebensversicherungen und Immobilien im Wert von über 800.000 bzw. 300.000 DM besitzen.
..
Das Münchner Wirtschaftsinstitut ISW hat auf der Grundlage von Zahlen der Bundesbank errechnet, daß das private Vermögen 1999 in Deutschland rund 15 Billionen DM betrug und damit fast zehnmal so hoch war wie noch 1970 (1.540 Mrd. DM). Diese 15 Billionen setzen sich zusammen aus 6 Billionen DM Geldvermögen und 7,5 Billionen DM Immobilienbesitz. Das ISW errechnete dazu, daß die oberen 5 % der Bevölkerung fast die Hälfte, nämlich 45 % des gesamten Geldvermögens besitzen, während spiegelbildlich dazu die untere Hälfte der Bevölkerung nur 5 % Anteil daran haben.
In beiden Teilen Deutschlands ist das untere fünftel der Bevölkerung nicht arm oder besitzlos. Nein, sie haben sogar effektiv Schulden und besitzen damit deutlich weniger als gar nichts.
Und die Differenz nimmt laufend zu und wird dann ab nächstem Jahr noch mal richtig an Tempo zugewinnen. Und das bei Zitat: " 40 Jahre stetiges Wachstum". Die Realitäten sind vernebelt, dass stimmt. Und auch, das die Reichsten und die Dümmsten am vernebeln teilnehmen.
Zitat:
Original geschrieben von sysmo
Wieso können Arbeitslose und Sozialhilfeempfänger nicht 8 Stunden am Tag gemeinnütze Arbeit verrichten?
Ich würde sagen, komm wieder mit der hohlen Frage, wenn du mal deine Dienste in einer x-beliebigen Schule oder Altersheim angeboten hasst und feststellen durftest, dass Dienste auf Freiwilligenbasis gar nicht erlaubt sind und die Fans von beaufsichtigter Sklaventreiberei nie in der Lage waren, auch nur annähernd genügend Stellen zu schaffen um wenigstens die eigene Theorie ihrer kläglichen, gierigen Hirnmasse unter Beweis zu stellen. Zumindest der rechtliche Rahmen, die Stellen zu schaffen gibt es ja schon seit Jahren.
Beabsichtigt ist nicht der Zwang zur gemeinnützigen Arbeit, sondern erzwungene Dienste bei Bonzen und Profiteuren zu jedem Preis. Und so ist es auch in Hartz 4 verabschiedet worden.
Zitat:
Original geschrieben von sysmo
Meine Meinung: Durch die Zuwanderung nach Europa (vorallem in die Sozialkassen) und durch die zunehmend alternde und schrumpfende Gesellschaft funktioniert unser geliebter Sozialstaat nicht mehr.
Nun, hätte es " 40 Jahre stetiges Wachstum" auch bei den Beschäftigten und damit bei den Solidarsystemen gegeben, hätte sich da Thema auch schon im Ansatz erledigt. Da könnte die kurze Zeitspanne, um die die Leute älter werden nicht mit dem Verfall der Solidarsysteme mithalten. Bevor Karnickelwirtschaft als Ansatz gegen Überalterung und Sanierung der Solidarsysteme Pflicht werden sollte, würde ich aber erstmal in Betracht ziehen, dass selbst unter den heutigen Arbeitnehmern bereits ne riesige Arbeitslosigkeit herrscht.
Das nun gerade der Kinderreichtum und damit die Verjüngung soziale Verhältnisse stabilisiert, lässt sich an Beispielen aus vielen Ecken der Welt widerlegen. Und seltsam auch, das gerade die Zuwanderung immer wieder von den Politikern anstatt Mindestlöhne und breite Ausbildung gefordert wird. Von den Armutswanderungen aus den politisch- oder militärisch "sanierten" Ländern mal ganz abgesehen.
Zitat:
Original geschrieben von sysmo
Nicht persönlich nehmen, ist nicht so gemeint. Ist halt ein brisantes Thema wo es um sehr viel geht.
Dem kann ich hier wenigstens zustimmen.
Alt 03. 07. 2004, 20:16 Mit Zitat antworten #7
BigWilly
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Zitat:
Wieso können Arbeitslose und Sozialhilfeempfänger nicht 8 Stunden am Tag gemeinnütze Arbeit verrichten?
Arbeit verrichten, die dann wieder an anderer Stelle fehlt. ZB Müllaufsammeln und das evtl 8 Stunden am Tag? Da könnte man doch auch einen Müllmann einstellen sollte man meinen, aber nein es gibt ja dann dumme dies für 1-2Euro pro Stunde
machen.

Zitat:
...das ist doch eine hervorragende Basis für die nächsten 16 Jahre Unionsführung (Regierung) in Deutschland.
Und da sehe ich auch ein Problem, viele Wähler rennen jetzt zur CDU und denken "mit denen wird schon alles wieder gut", aber sieht man sich mal an was die so vorhaben, bleibt einem fast der Bissen im Halse stecken.

Zitat:
Wie lange noch, wie lange noch darf eine Minderheit mit Kapital in Deutschland ohne Skrupel und Gewissensbisse die Mehrheit der Bevölkerung immer weiter melken und unmündig machen?
Solange sich der Bürger nicht wehrt, wird aus ihm rausgeholt was geht und das ist das traurige. Kapitalismus ist ja schön und gut, aber gibt es nicht auch noch andere Gesellschaftswerte?

Zitat:
Nur, seit wann liegen die Löhne auf Sozialhilfeniveau oder darunter? Kann mich nicht erinnern, dass das schon immer so gewesen wäre.
War ja auch nicht immer so, aber dahin sollen wir anscheinend zurückgekarrt werden. 40Stundenwoche wird Standard und mit Zeitarbeitsfirmen und PSA´s sind wir Deutschen dann wieder so flexibel wie wir sein sollen und wer nicht jeden zumutbaren Job (und sei er 900km entfernt) annimt, dem wird erst mal kräftig die Kohle gekürzt, damit er mal sieht ob er sich ein Leben ohne Job überhaut leisten kann.
Alt 03. 07. 2004, 20:46 BigWilly is online now Mit Zitat antworten #8
Korrupt
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Um ein vermisstes Statement von PeterPanter zu bemuehen: Chapeau, Distel!
Alt 03. 07. 2004, 21:07 Korrupt is offline Mit Zitat antworten #9
DocShark
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Zitat:
Schröder verteidigte den Reform-Kurs seiner Partei: "Ich bin wirklich davon innerlich überzeugt, dass es eine vernünftige Alternative zu dem Umbau des Sozialstaates nicht gibt", sagte er in der ARD. "Ich muss tun, was getan werden muss im Interesse des Landes. Dafür bin ich Bundeskanzler", hob Schröder hervor.

Egal wie die Meinungen, der Bundesbürger dazu steht. Das kommt mir so vor , als wenn nur er weiss wie es geht.

Also Augen zu und durch.

Es macht tatsächlich keinen Unterschied ob man von einer SPD oder CDU geführten Regierung das Fell über die Ohren gezogen wird. Es ist klar, das in Deutschland was gerade gerückt werden muss. Dazu sind alle Mittel recht. Es ist wohl auch logisch das man dort anfängt wo der geringste Wiederstand zu erwarten ist.

Mich wundert es und wiederum auch nicht warum die SPD - Spitze sich so anders als die Basis verhält. Aber siehe Regierung <-> Bundesbürger , hier ist es auch nicht anders.

Hartz IV möchte ich fast mit dem Ermächtigungsgesetz vergleichen. Zwar nicht vom Inhalt wohl aber von der Auswirkung.
Hat das noch was mit Demokratie zu tun.

DocShark
Alt 04. 07. 2004, 09:07 DocShark is offline Mit Zitat antworten #10
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Zitat:
Original geschrieben von DocShark
Hartz IV möchte ich fast mit dem Ermächtigungsgesetz vergleichen. Zwar nicht vom Inhalt wohl aber von der Auswirkung.
Hat das noch was mit Demokratie zu tun.
DocShark

Allerdings, das könnte uns über kurz oder lang in längst vergangen geglaubte Zeiten zurück katapultieren......
Alt 04. 07. 2004, 09:48 TR4 is offline Mit Zitat antworten #11
sysmo
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@Distel

Das es ein enormes Ungleichgewicht der Vermögensverteilung gibt ist wieder ein anderes Thema, wo wir dann schnell zur Globalisierung und fragwürdigen Direktinvestitionen kommen etc.

Das sind aber Probleme, mit der fast jede Volkswirtschaft zu kämpfen hat.
Aber du kannst doch nicht allen ernstes behaupten, dass dieser Sozialstaat noch funktioniert... woher soll das Geld denn kommen?
Unser Altersscheitelpunkt liegt mittlerweile bei über 40 Jahren. ein drittel aller Frauen bis 40 haben kein Kind, ein weiteres viertel nur eins.

Durch falsche Politik und zu hohem Lohnanspruch und dem perversen Größenwahn unserer Manager haben wir so viele Abeitslose wie nie zuvor und ich zähle den 400€ Job mal dazu.

Wir haben mehr über 60 jährige als unter 20 jährige. Und die Zuwanderung, die gefordert wird bezieht sich auf die schlauen Köpfe anderer Länder, was aber ebenso falsch ist, da man diesen Ländern wiederum die grundlage nimmt. Und wie man gerade in unserer F+E beobachten kann: Wer schlau ist wandert als Chemiker etc in die USA, da dort ein vielfaches Verdient werden kann.

Ergo veraltet und verdummt die deutsche Volkwirtschaft. Und durch die achso tolle Politik, haben es unsere Krupps un co so leicht sie der Solidarität zu entziehen.

so pauschaul gesagt geht es nicht. Weder von mir noch von dir Distel. Unser ganzen Gesellschaftsbild stimmt schon lange nicht mehr und es werden zu dem noch eine ganze Liste von Fehler gemacht. Aber wenn harz 4 falsch ist, dann schlag ne Idee vor wie es gehen soll...

btw: Können wir uns auf einen unpersönlichen Ton einigen? Würde mir mehr Spaß machen
Alt 04. 07. 2004, 10:40 sysmo is offline Mit Zitat antworten #12
sysmo
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hmmm, wobei ich mich ja auch vertun könnte. Hab mir grad mal die Zahlen des neuen Haushaltes genauer angeguckt... Soviel verschwendung für Zinsen und Rentenzuschuss

Hmm können wir uns zumindest darauf einigen, dass es zwar nicht zuviel Transferleistungen an den einzelnen sind, dass aber Harz4 insofern nötig ist um schmarotzer aufzudecken, die es ja offentsichtlich reichlich gibt?

Und ich muss auch eingestehen, dass die Arbeitslosen, die einfach nix finden mit harz4 echt arm dran sind. Vorallem allein verdienende Familienväter, da triffts echt die falschen.
Alt 04. 07. 2004, 12:22 sysmo is offline Mit Zitat antworten #13
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Zitat:
Original geschrieben von sysmo
hmmm, wobei ich mich ja auch vertun könnte. Hab mir grad mal die Zahlen des neuen Haushaltes genauer angeguckt... Soviel verschwendung für Zinsen und Rentenzuschuss

Erklär doch bitte mal Deine Definition: "Verschwendung" von Rentenzuschuss im Bezug auf den neuen B-Haushalt.
Alt 04. 07. 2004, 12:36 TR4 is offline Mit Zitat antworten #14
DrByte
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Zitat:
Und ich muss auch eingestehen, dass die Arbeitslosen, die einfach nix finden mit harz4 echt arm dran sind. Vorallem allein verdienende Familienväter, da triffts echt die falschen.
Nicht nur das. Wer will bzw kann es sich dann noch leisten, Kinder in die Welt zusetzen (auf die negative Geburtenrate geh ich jetzt mal nicht ein). Wenn man von heut auf Morgen ein Sozialfall sein kann. Und selbst wenn du wieder Arbeit findest, steht dir noch nicht mal -Dank Hartz Reform- ein 100% Tarifgehalt zu.

Schröder ist wirklich ne Schande für uns alle, kann und will nicht zugeben dass die Hartz-Reformen zum größten Teil totaler Mist ist. Er stößt lieber seine eigene Partei in den Abgrund, als das er sich Fehler eingestehen muss.

Aber Schröder hat ja schon Mitte 2002 klar gemacht, dass er nicht mehr die Arbeitslosigkeit bekämpfen will, sondern die Arbeitslosen selber. Und dieses scheint ihm wirklich mal zuglücken.
Alt 04. 07. 2004, 18:18 DrByte is offline Mit Zitat antworten #15
sysmo
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Verschwendung: Jeder mag doch mal bitte auf seine Gehaltsabrechnung schauen, wie hoch der Beitrag in die Rentenversicherung ist. Im freien Kapitalmarkt sichert ihr euch damit eine Megarente. Von den für 2004 geschätzten 188 mrd. Steuereinnahmen gehen rund 40 mrd für Zinsen der Staatsverschuldung und sagenhafte 80 mrd. für den Rentenzuschuss drauf. Wenn man dann noch die rund 50 mrd für Transferleistungen der sozialen Absicherung und Pensionen für Beamte hinzu nimmt bleibt nicht mehr viel für Bildung und ausbau der Infrastruktur, oder?

@DrByte: Deine Annahme ist defacto falsch, in Spanien z.B. ist Familienunterstützung in Form von Kindergärten etc etc um einiges höher als in Deutschland und sie haben eine noch niedrigere Geburtenrate. Unsere Geburtenrate ist nur deshalb so niedrig, weil Kinder unaktraktiv geworden sind. Sie hindern an deer einzelnen Individualität und was man auch bedenken muss: Kinder wurden früher auch zur Altersvorsorge gezeugt. Teils brauch das heute keiner mehr und wenn man sich die Gesellschaft so anschaut... wieviele schicken ihre Eltern heute ins Heim?!

Der Thread hier läßt mir den ganzen Tag schon keine Ruhe... also ich muss mich revidieren, Harz 4 ist Müll und es drängt sich mir die Frage auf, ob Rot/Grün Deutschland mutwillig an die Wand fährt?!?

edit: Noch was zum Tarifgehalt... die Jungs von den Gewerkschaften sollte man alle... Habt ihr euch mal gefragt wie genial die Funktion des Preises ist? Preise entstehen ganz von alleine ohne zutun der Regierung, beim Bäcker, in der Werkstatt etc. Wieso soll das nicht auch auf dem ArbeitsMARKT funktionieren? Ich denke kaum, dass die Arbeitnehmer ausgebeutet werden, und leider vergessen zu viele die Abhängigkeit zwischen Unternehmen und Haushalten.
Lohnnebenkosten runter Tarife weg. was meint ihr was für eine tolle eigen Dynamik der Arbeitsmarkt dann entwickelt und welch Konjuktur wir haben wenn dann auch noch ein einheitlicher Steuersatz von 25% mit Garantie auf die nächsten 10 Jahre kommt...

Über den Steuersatz kann man ja streiten, aber Steuern runter!!!
Steuern sinken -> Volkseinkommen steigt -> Haushalte konsumieren mehr -> Unternehmen regieren auf Nachfrage mit Investitionen -> Beschäftigung steigt -> Volkseinkommen steigt -> und nochmal von vorn


Und nun muss der Staat nur noch die Extreme Boom und Degression behandeln durch bekannt Werkzeuge der Wirtschaftspolitik
Alt 04. 07. 2004, 19:33 sysmo is offline Mit Zitat antworten #16
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Zitat:
Original geschrieben von sysmo
Der Thread hier läßt mir den ganzen Tag schon keine Ruhe... also ich muss mich revidieren, Harz 4 ist Müll und es drängt sich mir die Frage auf, ob Rot/Grün Deutschland mutwillig an die Wand fährt?!?

Sehr löblich Dein Schlusssatz.
Und Deine Mutmaßung das Rot/Grün D gegen die Wand fährt ist leider zutreffend.
Ob Absicht oder Unvermögen ist die Frage. Ich tippe mal auf zweiteres......
Aber dabei nicht übersehen das auch die Schwarzen und Gelben tüchtig mit Gas geben.

Somit sehe ich Deine Bemerkungen u.a. bezüglich Verschwendung/Rente erstmal als nicht mehr gegenständlich an. Bis auf eine kleine Anmerkung zur Rentenfinanzierung
über den freien Kapitalmarkt: wer garantiert mir/Dir denn nach sagen wir mal
40 Arbeitsjahre das die Anlageunternehmen noch am Markt sind und auch das
Kapital gut gemehrt haben? Denke bitte an die Pleiten von namhaften Versicherungen in der letzten Zeit.
Als zusätzliche Sicherung OK. Die Grundsicherung sollte solidarisch erfolgen,
in welcher Form (ausser Kopfgeld) auch immer.

Im Grunde müsste ein "Kassensturz" öffentlich gemacht werden den auch ein
normaler Bürger nachvollziehen kann. Allein in den Sozialkassen dürften wohl
nicht unerhebliche Überraschungen zu Tage treten.....

Ob in Artzpraxen, Arbeitsämtern oder den protzigen Hallen der LVA´s, ich komm
mir da oft als Fremder im eigenen Land vor! Auf dem Finanzamt sieht´s umgekehrt aus.....

Geändert von TR4 (04. 07. 2004 um 20:29 Uhr).
Alt 04. 07. 2004, 20:01 TR4 is offline Mit Zitat antworten #17
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Zitat:
Original geschrieben von sysmo
edit: Noch was zum Tarifgehalt... die Jungs von den Gewerkschaften sollte man alle... Habt ihr euch mal gefragt wie genial die Funktion des Preises ist? Preise entstehen ganz von alleine ohne zutun der Regierung, beim Bäcker, in der Werkstatt etc. Wieso soll das nicht auch auf dem ArbeitsMARKT funktionieren? Ich denke kaum, dass die Arbeitnehmer ausgebeutet werden, und leider vergessen zu viele die Abhängigkeit zwischen Unternehmen und Haushalten.
Lohnnebenkosten runter Tarife weg. was meint ihr was für eine tolle eigen Dynamik der Arbeitsmarkt dann entwickelt und welch Konjuktur wir haben wenn dann auch noch ein einheitlicher Steuersatz von 25% mit Garantie auf die nächsten 10 Jahre kommt...

Du lässt aber nicht locker...
Um welchen Betrag müssten denn die sog. "Lohnnebenkosten" gesenkt werden?
3% ? 10% ? 30 oder gar 50% oder denkst Du an die komplette Streichung
des AG-Anteil (50%). Deshalb wird wohl kaum ein AG zusätzliche Aufträge an
Land ziehen. Ob z.B. ein Handwerksmeister kostendeckend 38 € oder nur 28 €
für die Arbeitsstunde ansetzt er wird garantiert vom Heer der Schwarzarbeiter
unterboten.

So lange die Herrschenden die (gewerbliche) Schwarzarbeit nicht radikal bekämpfen und Steuergerechtikeit gegenüber den Großkonzernen herstellen
wird sich da nicht viel ändern. (Ist natürlich ne unvollständige Auflistung)
25% Steuersatz, da lachen doch die Konzerne drüber..... ist doch für die
schon lange "eingeführt" worden.

Dazu kommen dann noch die schwachsinnigen Forderungen:
40 oder gar 45 Wochenstunden Arbeit (ohne Lohnersatz)
Verzicht auf Urlaubstage
Feiertags Streichungen (hat ja auch viel gebracht)
Längere Lebensarbeitzeit
Staatlich verordnetes Lohndumping
und weiteres.....

Nimmt man nun die aktuellen und zukünftigen Belastungen hinzu fragt man sich
doch was unterm Strich übrig bleiben soll?
Antwort: EIN DICKES MINUS !

Und damit willst Du die Binnenkonjunktur ankurbeln?
Alt 04. 07. 2004, 20:26 TR4 is offline Mit Zitat antworten #18
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Ach ja - die Gewerkschaften, die sich eigendlich für die Arbeiter einsetzen sollten, .... was hat denn Verdi gerade gemacht? Neben dem Bildzeitung-Niveau-Streik (man bedenke : Fremdfirmen bestreikt, dessen Mitarbeiter mit Helikoptern eingeflogen werden mussten) vom letzten Jahr und der Massenentlassung der eigenen Mitarbeiter ohne Sozialplan glaubt ihr doch nicht ernsthaft, dass man auf die zählen kann?!? Mittlerweile denke ich, dass die alle gekauft sind - anders kann ich mir deren Kooperation nicht erklären. Und warum sagen alle, dass es Mehrarbeit ohne Lohnausgleich ist, anstatt mit der der Wahrheit rauszurücken: Lohnkürzung?

Kann mir einer nochmal sagen, wozu wir Rentenbeiträge bezahlen, obwohl wir wissen, dass der Generationenvertrag bis zu unserer Rente nicht mehr existent ist?
Alt 04. 07. 2004, 20:43 Rebell is offline Mit Zitat antworten #19
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Von den personellen Einsparungen und sonstigen Tricksereien konnte sich Verdi
in Berlin eine neue Zentrale für ca. 90 Mio EUR hinstellen !!!!
Alt 04. 07. 2004, 21:15 TR4 is offline Mit Zitat antworten #20
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Zitat:
Original geschrieben von sysmo
Das es ein enormes Ungleichgewicht der Vermögensverteilung gibt ist wieder ein anderes Thema, wo wir dann schnell zur Globalisierung und fragwürdigen Direktinvestitionen kommen etc.

Das sind aber Probleme, mit der fast jede Volkswirtschaft zu kämpfen hat.
Aber du kannst doch nicht allen ernstes behaupten, dass dieser Sozialstaat noch funktioniert... woher soll das Geld denn kommen?
Unser Altersscheitelpunkt liegt mittlerweile bei über 40 Jahren. ein drittel aller Frauen bis 40 haben kein Kind, ein weiteres viertel nur eins.
Woher das Geld für einen funktionierenden Sozialstaat kommen soll, war oben bereits von dir selber beantwortet worden. "Aus 40 Jahre stetigem Wachstum". Warum ist das jetzt schon wieder unklar oder ein ganz anderes Thema? Weil neoliberale Ideologen dann lieber doch von Verbrauchervertrauen, Vollmond, Globalisierung und anderen Dingen reden. Und lieber die unpatriotische Kaufzurückhaltung von Leuten anprangert, die schon über weniger als nichts verfügen oder in Zukunft dank neoliberaler Ideologen trotz gleicher oder steigender Beiträge mit höheren Kosten für Gesundheit und Rentenvorsorge rechnen müssen, sofern sie nicht ohnehin arbeitslos sind.
Viele Volkswirtschaften, viele Neoliberale und die gleichen Probleme.. Auch das ist richtig.

Die an jeder demokratischen Legitimation, dafür aber gegen Millionen von Betroffenen und Demonstrierenden vorbei im Sinne des Kapitals durchgepeitschte Globalisierung ist schon deshalb kein ganz anderes Thema, weil Erpressung und das schmarotzen mit gesellschaftlich erarbeitetem, aber privat angeeignetem Kapital noch nie so profitabel war wie heute. Und damit auch Hebel und Werkzeug, die Umverteilung von unten nach oben deutlich zu beschleunigen.
Aber noch mal zur Demografie. Von 1970 bis 199 ist das private Vermögen ums zehnfache gestiegen. 1970 waren die Rentner noch zu versorgen, heute nicht mehr. Werd ich jetzt 1000 Jahre alt?
Und wie funktioniert unser Rentensystem? Die Arbeitenden zahlen ein und versorgen die Alten. Nun sinken aber die Löhne und mehr als 5 Millionen sind schon arbeitslos. Was fordern die Neoliberalen? Mehr kleine Konsumenten! Löhne runter für die Eltern der kleinen Konsumenten. Keine Ausbildung oder Studiengebühren für die kleinen Konsumenten. Wer kommt auf für die kleinen Konsumenten? Der in die Schweiz geflüchtete Müllermilch, Ackermann, Schröder oder die Konzerne, die mit unserem gesellschaftlich erarbeiteten Wohlstand in Billiglohnländern rumschmarotzen?
Zitat:
Original geschrieben von sysmo
Durch falsche Politik und zu hohem Lohnanspruch und dem perversen Größenwahn unserer Manager haben wir so viele Abeitslose wie nie zuvor und ich zähle den 400€ Job mal dazu.
Falsch für wenn? Weder Schröder, Müllermilcher noch die Ackermänner sind dadurch ärmer geworden. Auch nicht die oder die oder die oder sonstige neoliberalen Reformdurchpeitscher. Aber wenn’s um Nachschlag in ihre Taschen geht, dann sind sich alle neoliberalen Bonzencliquen ganz schnell einig, dass Hartz vier bis hundert ganz schnell her muss.
Zitat:
Original geschrieben von sysmo
Wir haben mehr über 60 jährige als unter 20 jährige. Und die Zuwanderung, die gefordert wird bezieht sich auf die schlauen Köpfe anderer Länder, was aber ebenso falsch ist, da man diesen Ländern wiederum die grundlage nimmt. Und wie man gerade in unserer F+E beobachten kann: Wer schlau ist wandert als Chemiker etc in die USA, da dort ein vielfaches Verdient werden kann.

Ergo veraltet und verdummt die deutsche Volkwirtschaft. Und durch die achso tolle Politik, haben es unsere Krupps un co so leicht sie der Solidarität zu entziehen.
Es sei jedem Chemiker gegönnt, in den USA das Vierfache zu verdienen. Aber überbewerten tu ich das nicht. Deutschland ist Exportweltmeister, die USA hat riesige Defizite. Der mit reichlich mit gutverdienenden Experten gesegneten Bevölkerung geht’s auch nicht besser als hier. Was treiben die Schlauen denn so in den USA?
[quote]Original geschrieben von sysmo
[b]hmmm, wobei ich mich ja auch vertun könnte. Hab mir grad mal die Zahlen des neuen Haushaltes genauer angeguckt... Soviel verschwendung für Zinsen und Rentenzuschuss
Mit den Geldern der Rentenkasse werden ja noch ganz andere Aufgaben bestritten als die Renten der Renteneinzahler zu zahlen. Bezuschusst werden in der Summe aller Leistungen die Millionäre und Milliardäre, wie auch die Zinsbelastung schon andeutet. Ne andere Interpretation geben die Vermögensverhältnisse einfach nicht her.
Zitat:
Original geschrieben von sysmo
Hmm können wir uns zumindest darauf einigen, dass es zwar nicht zuviel Transferleistungen an den einzelnen sind, dass aber Harz4 insofern nötig ist um schmarotzer aufzudecken, die es ja offentsichtlich reichlich gibt?
Nee, mit solchen Anliegen müsstest du dich schon an die Vollassis, Zuhälter und korrupte Politiker und Experten wenden. Oder wenn du unbedingt gegen die Schmarotzer vorgehen willst, mach dich doch für die Kontrolle in den Steueroasen und Vorstandsetagen stark und das die wieder Steuern zahlen. Oder besser gleich für die die Beseitigung aller Ausbeuterverhältnisse.
Ich unterstütze jeden, der sich weigert, für neoliberale Bonzen zu Sklavenbedingungen zu arbeiten. Der sich weigert, mit seiner Arbeitskraft billig hausieren zu gehen und tariflich bezahlter Arbeit zur Freude der Abzocker Konkurrenz zu machen. Der schwarz arbeitet oder gar nicht arbeitet. Oder wo sich’s nicht vermeiden lässt, den Bonzen so viel Sand wie möglich ins Getriebe kippt, so das sich aus Ausbeuterverhältnissen nicht der geringste Gewinn ergibt und besser zahlende Firmen nicht darunter leiden. Aber du schreibst ja selber, Hartz 4 ist falsch.
Zitat:
Original geschrieben von sysmo
Und ich muss auch eingestehen, dass die Arbeitslosen, die einfach nix finden mit harz4 echt arm dran sind. Vorallem allein verdienende Familienväter, da triffts echt die falschen.
Eben deshalb. Und es trifft Rentner, Kranke, die ihre Arbeitskraft zu billig verkaufen müssen, der Binnenwirtschaft…
Alt 04. 07. 2004, 21:19 Mit Zitat antworten #21
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Zitat:
Original geschrieben von sysmo
Verschwendung: Jeder mag doch mal bitte auf seine Gehaltsabrechnung schauen, wie hoch der Beitrag in die Rentenversicherung ist. Im freien Kapitalmarkt sichert ihr euch damit eine Megarente.
So wie bei Enron? Mit welcher Megarendite hätte den ein vom Hartzprogramm Sanierter, also jemand der rund 400€ verdient denn so zu rechnen und wie viel könnte er einzahlen?
Und die viel wichtigere Frage: Wo sollen denn die Wahnsinnsrenditen herkommen?
Zitat:
Original geschrieben von sysmo
edit: Noch was zum Tarifgehalt... die Jungs von den Gewerkschaften sollte man alle...
Fehlt da nicht irgendwas? So wird da keiner schlau draus.
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