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Ovaron
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Registrierungsdatum: Apr 2001
Beiträge: 120
Zu den besonders beliebten immer gern wiederholten Legenden
von selbst ernannten Ökonomen jeglicher Art, gehört die Story das
Unternehmer Arbeitsplätze schaffen würden, wenn man Sie denn
machen ließe.

Nun wird wohl Niemand ernsthaft bestreiten wollen, das Unternehmen
betrieben werden um Gewinne zu erwirtschaften. Warum also sollten
Unternehmer Arbeitsplätze schaffen wollen, sind das alles Samariter ?

Das genaue Gegenteil ist der Fall, in der Wirtschaft der totalen
Konkurrenz, ist jeder Unternehmer gezwungen, unabhängig von
seinen persönlichen Absichten, seine Arbeitskosten zu minimieren.
Will er am Markt dauerhaft bestehen, hat er keine andere Wahl.
Mittel und langfristig rechnen sich moderne Fertigungstechnologien
besser als jede noch so fleißige menschliche Arbeitskraft.

Fast täglich können wir erleben das die Wertpapiere von Unternehmen
in die Höhe schnellen, sobald die Absicht von Massenentlassungen
kund getan werden. Die Wirtschaft der totalen Konkurerenz hat
die Arbeit technisiert, automatisiert, rationalisiert und abgeschafft.
Die größten Profite werden nun mal nicht mehr durch Investitionen
in Arbeitsplätze sondern durch Spekulationen und Durchstechereien
"erwirtschaftet".

Der Verkauf der Ware Arbeitskraft im 21 Jh, wird ähnlich erfolgreich
verlaufen, wie der Verkauf von Hufeisen im 20zigsten.

Dieser Prozess ist unumkehrbar. Die Sockelarbeitslosigkeit steigt
seit 30 Jahren kontinuierlich an, völlig egal welche Partei und welcher
Kanzler gerade zu regieren vermeint.
In allen anderen Industriestaaten gibt es ähnliche Entwicklungen.

Es kann also nicht darum gehen, mit aller Gewalt Arbeitsplätze aus
dem Boden zu stampfen, die die Welt nicht braucht.

Es kann nur darum gehen, das stetig schrumpfende Arbeitsvolumen
das die Gesellschaft zur Reproduktionm nun mal benötigt, entsprechend
den Notwendigkeiten und realen Gegebenheiten zu verteilen.
Im Jahre 2003 hat die Bundesrepublik laut statistischem Bundesamt das
höchste BIP seit 1949 erwirtschaftet. Es gibt also genug zu verteilen
auch mit erheblich weniger Arbeitsvolumen als vor 30 Jahren.

Es gibt mithin kein Problem von Massenarbeitslosigkeit, es gibt nur
ein Problem mit einer Wirtschaftsordnung deren Strukturen mit der
technologischen Entwicklung nicht mehr kompatibel ist.

Ich glaube mittlerweile, dass es den Verantwortlichen durchaus
bewusst ist. Ihr persönliches Wohlergehen ist ihnen aber wichtiger.
Sie klammern sich an eine veraltete Wirtschaftspolitik, und sehen
den Sozialkahlschlag als einzige Lösung.

Wer nach einem alternativen Wirtschaftskonzept sucht, sollte
sich das Memorandum 2004 ansehen:

Zitat:
das Memo 2004 ist ein Konzept der Arbeitsgruppe für Alternative
Wirtschaftspolitik der UNI Bremen, veröffentlicht im April 2004.
Das Konzept (Kurzfassung) wird von 760 europäischen Wirtschaftsfachleuten unterstützt.
Es beinhaltet ein Reformpaket, was ohne die Übelkeiten und
den Sozialabriß von Hartz bzw. Hartz IV auskommt.
Im Gegenteil beinhaltet es Maßnahmen, die direkt und einsichtig beschäftigungswirksam sind.
Die Finanzierung des Paketes ist im Memo 2004 beschrieben.
Homepage: http://www.memo.uni-bremen.de/
Memorandum 2004: memo04ku.pdf

grüße

Geändert von Ovaron (09. 09. 2004 um 07:46 Uhr).
Alt 09. 09. 2004, 07:26 Ovaron is offline Mit Zitat antworten #326
Der Rebell
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Beiträge: 17.382
@ Wollschaf

schön, daß wir endlich, endlich den Sündenbock gefunden haben.

die Gewerkschaften waren es............

Offensichtlich hast Du die Botschaft verpennt, daß das Realeinkommen seit Langem gesunken ist. Und wenn die Gewerkschaften sich schon früher in Lohnzurückhaltung geübt hätten, wäre der Binnenmarkt schon lange zusammengebrochen.

Und was die "Grundprinzipien der Wirtschaft" anbelangt, so ist es doch wohl so, daß sie nur in einem Wachstumssystem funktionieren. Die schlauen Volkswirtschafts-Theoretiker haben nur Rezepte für ein Wachstumsmodell und nicht für ein System mit Nullwachstum.

Außerdem interessiert diese Theoretiker kaum die Frage, wie eine Volkswirtschaft die Belange aller Mitglieder berücksichtigt. Wie sonst könnte die steigende Zahl der Millionäre bei gleichzeitig steigender Arbeitslosigkeit zu erklären sein?

Rebell
Alt 09. 09. 2004, 08:04 Der Rebell is offline Mit Zitat antworten #327
Wollschaf
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Zitat:
Offensichtlich hast Du die Botschaft verpennt, daß das Realeinkommen seit Langem gesunken ist. Und wenn die Gewerkschaften sich schon früher in Lohnzurückhaltung geübt hätten, wäre der Binnenmarkt schon lange zusammengebrochen.


Die Gewerkschaften und "Wirtschaftsförderungsmaßnahmen" der Politik sind NACHWEISLICH von 1970 bis 2000 für die hohe Inflation maßgeblich verantwortlich. Dir wird jeder Wirtschaftsexperte vorrechnen, dass wir den EUR 1:1 hätten umtauschen können, wenn in Sachen Lohnforderung etc. Zurückhaltung geübt worden wäre. Die angeblichen Siege der Gewerkschaften waren Pyrrhussiege die nicht ihren Mitgliedern, sondern eher ihren Bossen von Vorteil waren. Kategorie: www.machtspielchen.de .
Zu Realeinkommen: in welchem Zeitraum, in welchem Bezug? Bis 2003 ist es auf jeden Fall noch gestiegen.

Der Sozialstaat muss zurückgefahren werden, alles andere ist Illusion. Jedes mal wenn der Staat mehr Leistungen gab stieg die Verschuldung der öffentlichen Hand drastisch an. So stieg der Schuldenbestand von 1983 bis 1990 im Geldwert im Jahre 2000 um 135 Milliarden EUR. Nach dem Regierungswechsel 19982 stieg der bereinigte Schuldenbestandvon 39% auf 43% des BIP (Wahlgeschenke!). Der Staat wagte jedoch nicht zu bekennen, dass er viele Jahre lang zu hochgestapelt hatte und das vieles was jemals über die Finanzierbarkeit des Sozialstaats gesagt wurde Unsinn war. Danach kam die Wiedervereinigung. Es wurde den Bürgern vorgemacht dass dadurch keine Nachteile entstünden, aber Warnungen passten ja bisher nicht in Weltbild der Regierenden. Beispiel: 16 Millionen Ostdeutsche sollten plötzlich über doppelt so hohe Einkommen verfügen wie ihre Wertschöpfung zuließ. Das ist ungefähr so als wäre Mexiko mit der USA vereinigt worden. Was bis heute seit der Wiedervereinigung in Deutschland geleistet wurde das sucht vergeblich seinesgleichen in der Geschichte. Infolge dessen: von 1990 bis heute ist die Neuverschuldung von rund vierzig auf kanpp 70% des BIP gestiegen. Fachleute bezeichneten anfangs der 90er Jahre den Transferbedarf in den Osten um knapp 1125 Milliarden EUR, vergleicht man nun das mit dem tatsächlichen Schuldenanstieg wird man merken, dass die Rechnung fast aufgeht. Ein erheblicher Teil der Integration des Osten wurde auf Pump finanziert. Das Resultat: 1/4 aller Einnahmen werden zur Tilgung von Schuldzinsen benötigt. Nicht inbegriffen sind die Schulden der öffentlichen Sicherungssysteme. Diese liegen derweil, je nach Berechnungsverfahren (Bereinigung!!) um 4-6 Billionen EUR. Rechnet man nun noch die Ausgaben für Renten, Pensionen und ähnliche Altersicherungen hinzu (270 Milliarden EUR) sind die staatlichen Einnahmen aus Steuern von in etwa 500 Milliarden EUR im Jahr schon fast aufgezehrt... und dieser Staat soll nicht pleite sein wenn keine Reformen kommen? Unser Rentensystem ist nichts weiter als eine große Umverteilungsmaschinerie vorhandener Werte, schafft aber keinen Wert, im Gegensatz zu kapitalgedeckten Rentenmodellen.
Schuld an den gegenwärtige Zuständen sind drei Faktoren:
- nicht genügend Kinder
- die Staatliche Schuldenpolitik
- die nicht kapitalgedeckten Sozialsysteme



Zitat:

Das genaue Gegenteil ist der Fall, in der Wirtschaft der totalen
Konkurrenz, ist jeder Unternehmer gezwungen, unabhängig von
seinen persönlichen Absichten, seine Arbeitskosten zu minimieren.
Will er am Markt dauerhaft bestehen, hat er keine andere Wahl.
Mittel und langfristig rechnen sich moderne Fertigungstechnologien
besser als jede noch so fleißige menschliche Arbeitskraft.

Nichtsdestotrotz werden durch neue Unternehmungen Arbeitsplätze geschaffen.

Ein Mehrwert wird ja auch in einer kapital- und wissensintensiven Volkswirtschaft wie der unseren maßgeblich nicht von Lohnarbeit sondern durch Wissen und Kapital (Fremdkapital) erwirtschaftet. Nun könnte man auch vorhalten... würde sich der Bürger am Kapitalstock durch Privateinlagen beteiligen, könnte er im Endeffekt ja auch daran teilhaben. Würde ein Bürger mehr lernen könnte er mit seinem Wissen einen größeren Mehrwert erzielen, sprich einen gut bezahlten Arbeitsplatz haben.
Zudem gab es nachweislich noch nie in der Geschichte zuvor in Deutschland soviele angenehme und sinnstiftende Arbeitsplätze wie heute.
Alt 09. 09. 2004, 12:26 Wollschaf is offline Mit Zitat antworten #328
thrilled
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Zu Realeinkommen: in welchem Zeitraum, in welchem Bezug? Bis 2003 ist es auf jeden Fall noch gestiegen.

Ich zittiere mal wieder

Die Durschnittseinkommen [aus abhängiger Tätigkeit] nach Abzugdcer Sozoalllasten und Steuern entwickelten sich nicht günstiger als die Bruttobezüge, sondern im Gegenteil drastisch schlechter. Seit mehr als 20 Jahren steigen diese Nettoeinkommen überhaupt nicht mehr. Seit einiger Zeit sinken sie sogar. Dagegen hat sich die Summe der Einkümfte aus Unternhemen und Verögen seit 1980 mehr als verdoppelt, seit 1950 ist sie auf das 11- bis 12fache dieser Einkünfte im Jahr 1950 gestiegen.


Quelle: Horst Afheldt - Wirtschaft die arm macht
Alt 09. 09. 2004, 13:03 thrilled is offline Mit Zitat antworten #329
Der Rebell
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Zitat:
Der Sozialstaat muss zurückgefahren werden, alles andere ist Illusion.

Das sagen vor allen Dingen diejenigen, die von den Kürzungen völlig unbeleckt sind.

Natürlich muß etwas geschehen, um die Misere in den Griff zu bekommen. Aber zum wiederholten Male frage ich, warum es ausgerechnet die Armen alleine betreffen soll und warum an anderen Verschwendungstatbeständen so gut wie nicht gearbeitet wird?

Staatsquote
Steuergesetze
Steuerhinterziehung
Subventionen
Schwarzarbeit
Arbeitszeiten
Beamtenpensionen
etc etc

Aber der Faulheitsvorwurf ist ja so schön konsensfähig und überzeugt vor allen Dingen die Arbeitsplatzbesitzer, die sich schonmal auf kostenlose Überstunden einstellen.

Rebell

Geändert von Der Rebell (09. 09. 2004 um 13:32 Uhr).
Alt 09. 09. 2004, 13:12 Der Rebell is offline Mit Zitat antworten #330
thrilled
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Zitat:
Original geschrieben von Distel
[b]Wäre ja (für DE's Bonzen) schön wenn das so funktionieren würde. Exportieren, wo man kostengünstiger als die Konkurrenz produzieren kann und Zölle erlassen, wo die Konkurrenz billiger ist. Dass das nicht funktionieren kann ist klar. Die Konkurrenz wird dann ihren Markt zu Recht auch schützen.

Das ist allerdings sehr warscheinlich das ebenfalls Schutzzölle erhoben werden ! Allerdings muss daraus nicht zwingend ein Handelskrieg mit ktastrophalen Folgen für die Wirtschaft entstehen ! Imgegenzug können dann auch wieder die Steuern für UNternehmen und Kapital auf das von Nivau von 1970 gehobenen, werden und gleichzeitg würden die Löhne für Arbeitnehmer wieder steigen auf Grund->der steigenden Inlandsnachfrage-> durch die besonders klein und Mittelständische Unternehmen profitieren ! Zölle allein für Deutschland, währen vermutlich eher schädigend, den der Wirtschaftsraum ist einfach zu klein, aber auf der Größe der alten EU (mit einheutlichen Steuersätzen, siehe unten !), sehe ich dann mehr Vorteile als Nachteile ! Denn wir handeln ja eh zu sehr großen Prozentsätzen mit unseren westlichen und südlichen Nachbarn !

Zitat:

IIch hab das Gefühl, das du irgendwie denkst, DE wäre der Bauchnabel der Welt und könnte anderen Ländern die Bedingungen diktieren. Die USA und Europa können das zusammen bis zu einem gewissen Grad gegenüber den Entwicklungsländern.
Aber DE diktiert (zum Glück) nichts alleine.


IIch denke in meinen Posts wirst du nirgends finden, das ich anderen Ländern "etwas diktiere" oder das Deutschland etwas diktieren soll ? where ?, mich wundert allerdings, das gerade du anstoß daran nimmst das sich meine lösungsvorschläge auf (west)Europa beziehen und nicht allein auf Deutsches Territorium !

Zitat:

Ich weis nicht, was dich glauben lässt wir hätten ein Staat, der die Rechte der Kinder oder der arbeitenden Bevölkerung schützen wollte. Der Staat schützt nach Möglichkeit die Profite der Bonzen und hält sich nicht mal mehr an nationales Arbeitsrecht wie zum Beispiel freie Berufwahl oder das Verbot der Zwangsarbeit.

Ich bin fest, davon überzeugt das der Staat und auch unsere aktuelle Regierung. glaubt und auch versucht das beste für ihreBürger zu tun ! Sie folgt eben nur dem Weg des leichtesten Wiederstands in dem sie alte "Rezepte" wiederhohlt, und sich so nicht dem Druck der doch zumindest meist Neoliberalen Meinung - (im Wirtschatsteil und Politkteil) der Medien sowie der starken Arbeitgeber Lobby aussetzen muss.
Auch denke ich nicht das jeder Unternehmer als einziges Ziel maximale Gewinnsteigerung im Sinne hat ! das Ziel die Mitarbeiter der eigenen Firma zu sichern, spielen meiner Meinung nach in vielen Unternehmen immer noch eine wichtige Rolle, trotz des immer weiter steigenden Konkurenzdruckes !

Allerdings, hat die die Solidarität unter den Reichen Bewohnern, für die armen, und für den Staat, stark gelliten, obowhl Steuerflücjhtlinge Straßen, sowie die Dienste von Polizei und Sozialen in anspruch genommen haben ! In Schweden ist das Problem der Steuerflucht lange nicht so groß wie in Deutschland, und dort liegt der Spitzensteuersatz ich glaube um die 80% ! Dort ist die Solidarität der Reichen BEwohner einfach größer und damit besser !

Zitat:
Deutschland hat mit die niedrigsten Lohnstückkosten, höhere Löhne, aber auch eine höhere Produktivität, die die Löhne rechtfertigen.
Wie willst du höhere Löhne rechtfertigen wenn im billigeren Ausland bereits jetzt mit nahezu oder gleicher Produktivität produzeirt wird wie in Deutschland, da der technologische Vorsprung Deutschlands sich langsam auflöst ?

Zitat:
Wie schon geschrieben, die Profite steigen, Deutschland ist Exportweltmeister. Das hindert die Bonzen aber nicht, hier erarbeitetes und zum Teil auch subventioniertes Kapital, das sie sich angeeignet haben, im Osten, in China oder sonst wo noch profitabler arbeiten zu lassen.
Den Betrieb sichern sie schon, aber die Betriebe gehören nicht Deutschland oder der arbeitenden Bevölkerung sondern der Löwenanteil gehört wenigen Bonzen und Spekulanten. Und die haben kein Interesse daran, sich ihre möglichen höheren Profite durch Zölle versauen zu lassen. Wo die Bonzen ein solches Steuerinstrument brauchen, bedienen sie sich auch einem solchen. Nennt sich aber nicht Zölle, sondern Subventionen. Denn auch die verbessern die Wettbewerbssituation. Also zum Beispiel billigere Sklaven (Hartz), Wegfall von Vermögens-, Erbschafts- und Körperschaftssteuern, abschaffen von Arbeitnehmerrechten, Lohnsenkungen, Rentensenkungen, direkte Fördermittel etc.
Das die global Player Player, vermutlich wenig interesse an Zöllen haben ist sicherlich richtig, aber ist das ein Grund solche forderungen abzulehnen ? NEIN !

Zitat:
Aber ich hoffe, das du auch siehst, das es bei allen G8 nie darum gegangen ist, einheitliche Steuersysteme durchzusetzen. Warum wohl?

Einheitliches Steiersystem Weltweit durchzusetzten ist meiner Meinung nach zur Zeit faktisch unmöglich, ein einheitliches Steuersystem in Westeuopa durch zusetzten halte ich dagegen für deutlich warscheinlicher !

Zitat:
Von den G8 Staaten verfügt außer Russland niemand über so massig Rohstoffe, das er besonders im Vorteil wäre. Auch Japan nicht, die USA nicht. Das hält sich also ziemlich die Waage.

Mit dem Wort "Export" bezog ich mich nicht allein auf den Rohstoff Export, sondern auf alle Waren und Dienstleistungen die von Unternehmen im Auland erbracht werden, und da sieht es meiner Meinung nach anders aus !


Zitat:
Im original geschrieben von Wollschaf, davor alles Distel !

Das belegt eher Deinen Glauben an rosarote Elefanten... das Bruttosozialprodukt wird erwirtschaftet und nicht verteilt... und wenn Du nur Ansatzweise mal etwas über die Grundprinzipien vom Wirtschaften mitbekommen haben solltest, dann müsstest wissen, dass die Bedürfnisse des Menschen unbegrenzt sind, dass es immer Marktlücken gibt und dass auch B2B gehandelt werden kann (Exportnation Deutschland!)... je mehr business, desto mehr Mehrwert, desto mehr Handel, desto mehr Arbeitsplätze, desto weniger Belastung für die Sozialsysteme, desto höher das BIP, desto höher das eingesetzte Produktionskapital, desto mehr Wissen, desto mehr business.... desto mehr zirkuliert der Kreis.....

1. Sobald man eine bestimmten Grad an Reichtum überschritten hat, kann der oder die jenige nicht mehr, mehr Konsumieren, um soviel Geld auszugeben wie er gleichzeitig durch Kapitel gewinne verdient, d.h. wäre das Geld auf mehr Arme verteilt, die dieses Limmt nicht erreichen würde, deutlich mehr Kapital auf dem Binnenmarkt in Umlauf, gesetzt werden.

2. Das aus mehr Handel mehr Arbeitsplätze entstehen, ist ein grundlegendes Falsch Argument Neoliberaler Standart Argumentation, denn Freihandel, tut was er verpricht Kostenminimuerung, kosten Minimierung bedeutet für Deutschland als Land mit einem immer noch höheren Lohnnivau, als dem den der Weltmarkt diktiert, dazu das Produktionen ins Ausland verlagert werden oder die Löhne gesenkt werden. Das erste führt zu einem direktem Arbeitsplatz abbau, das zweite trifft wieder die auf dem Binnenmarkt aktiven Firmen, die Aufgrund der vom Lohndumping Resultierenden geringeren Kaufkraft, auch wieder mitarbeiter entlassen müssen usw.

3. Aus der steigerung des BIPs resultiert nicht zwingend, eine bessere Lage für die Arbeitende Befölkerung Deutschlands. Nochmal zur Wiederholung das Bruttosozial Produkt Deutschlads, ist die Summe aller produzierten Waren und Dienstleistungen ! Bis in die 70er Jahre stiegen Nettorealeinkommen aus abhängiger Beschäftigung und das BIP nahezu in gleichem Tempo, nach beginn der Neoliberalistischen Phase jedoch, wird eine immer deutlich werdende Ungleichheit der Erträge des Wachstums deutlich. Dies liegt zum einen an der höheren Produktion, also die Verschiebung vom Faktor Arbeit hin zum Kapital, zum anderen nahm und nimmt der Weltmarkt druck auf die Löhne immer weiter zu (durch weiteren Abbau von Handelshemnissen. Da, die Löhne also auf gleichem Level konstant bleiben oder sogar Sinken, steigen bzw. stiegen die Gewinne aus Kapital und UNternehmen, deutlich über dem Schnitt des BIPS, und sorgten so für ein Stetiges Wachstum des BIPs, trotz steigner Arbeitslosigkeit !

Ps: Ich bin obwohl ich noch Schüler bin auch noch relativ erfolgriech Selbstständig, und kann dem "Bonzen-Unternehmer" Bild nur in einzelnen Fällen zu stimmen z.B. Michael Schumacher !
Alt 09. 09. 2004, 15:24 thrilled is offline Mit Zitat antworten #331
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Zitat:
Original geschrieben von Wollschaf
na dann schau ihn Dir mal an..... §22 Abs. 1

http://www.neue-einheit.com/deutsch/...ext-hartz4.pdf



dabei schauste dir auch gleich noch §23 an...
"Abweichende Erbringung von Leistungen".
Deine ursprüngliche Aussage war:
Zitat:
Original geschrieben von Wollschaf
Nein im Gesetzestext heisst es: §20 Abs. 1: "Leistungen für Unterkunft und Heizung werden in der tatsächlichen Höhe der Aufwendung erbracht [.." Eine Luxuswohnung wird der Gesetzgeber aber wohl kaum weiterfinanzieren wollen.
Offensichtlich ist es dir wenigstens nach einigem Bemühen gelungen, den entscheidenden Nachsatz zu entziffern. Was ist angemessen?
Zitat:
Das hängt vom Einzelfall ab und wird von den Kommunen vor Ort entschieden. Es gilt künftig die bisherige Praxis in der Sozialhilfe. Neben den individuellen Verhältnissen des Arbeitssuchenden und seiner Angehörigen werden die Größe der Wohnung, das örtliche Mietniveau und der Wohnungsmarkt berücksichtigt. Der angemessene Preis je Quadratmeter entspricht dem vergleichbarer Wohnungen im unteren Bereich am Wohnort und lässt sich örtlichen Mietspiegeln entnehmen. Im Durchschnitt sind für Mietwohnungen folgende Größen angemessen: Für eine Person ca. 45 bis 50 Quadratmeter, für zwei Personen 60 Quadratmeter oder zwei Wohnräume; für drei Personen 75 Quadratmeter oder drei Wohnräume sowie für jedes weitere Familienmitglied ca. 10 Quadratmeter oder ein Wohnraum mehr.
Quelle:

Zitat:
Original geschrieben von Wollschaf
dabei schauste dir auch gleich noch §23 an...
"Abweichende Erbringung von Leistungen".
Da steht was von rückzuzahlenden Darlehen oder Leistungen für Kranke, eben das, was die heutige Sozialhilfe leistet und nicht mehr.
Zitat:
Original geschrieben von Wollschaf
Wieso Vergesslichkeit? Vor zehn Jahren hat das Pflegepersonal im Schnitt 300€ weniger in der Tasche gehabt (Vollzeit).
Ein vergleichbarer Angestellterr verdient heute sogar bis zu 900 € mehr... und ein normaler Arbeiter bis zu 600 €, wie man bei:
http://www.lds.nrw.de nachlesen kann.
Geht's mit dem Quellennachweis nicht noch etwas genauer, zum Beispiel einfach www. ? Nominal, real mehr?
Zitat:
Original geschrieben von Wollschaf
Heute kann fast jeder Arbeitgeber werden.... und auch etwas an dem Kuchen teilhaben den man Profit nennt.
.. so spukt es jedenfalls in den neoliberalen Hirnen rum. Wahrscheinlich noch mit dem Zusatz, man müsse seine Arbeitskraft nur billig genug vermarkten. Auf Bangladesh-Niveau oder so.
An der Realität scheitert das Gesabbel dann wieder kläglich. Unternehmensinsolvenzen 2002: 37 579, 2003: 39 320, Arbeitslosigkeit nach diversen neoliberalen "Modernisierungen" auf einmaligem Rekordniveau und steigend.
Quelle:
Zitat:
Original geschrieben von Wollschaf
Wenn die Begriffe Bonze, Arbeitgeber und Arbeitnehmer heute noch gebraucht werden entspringt das eher überholtem Kastendenken.
Das sollten wir der Realität überlassen und nicht der neoliberalen Dressur.
Zitat:
Original geschrieben von Wollschaf
In einer wissens- und kapitalintensiven Volkswirtschaft, in der immer größere Bevölerungsteile ihr Einkommen aus Transfers und Vermögen und nicht aus Erwerbsarbeit beziehen schwindet die klare Trennung von Arbeitgeber und Arbeitnehmer, die allenfalls vor 100 Jahren unter anderen wirtschaftlichen und sozialen Bedingungen ihre Richtigkeit hatten. Heute ist jeder, von Geburt an, Arbeitnehmer und Arbeitgeber zugleich. Arbeit, Wissen, Erwerbsarbeit und Kapital schmelzen zusammen.
Was ist das denn für ein Gestammel? Wo immer größere Teile der Bevölkerung von Erwerbsarbeit und Kapital getrennt worden sind, und andererseits immer weniger Bonzen immer größere Teile des Vermögens halten ist das einzige was zusammenschmilzt das Vermögen der Bonzen und Kapitalrentner und wohl auch der zukünftigen Hilfsbonzen, sich mit der Realität auseinanderzusetzen.
Zitat:
Original geschrieben von Wollschaf
Zudem verhält sich die Bevölkerung in diesem Zusammenhang ziemlich widersprüchlich, einerseits kann sie von staatlichen Leistungen nicht genug bekommen, andererseits erwirtschaftet sie 1/6 aller Güter und Dienstleistungen mit Schwarzarbeit. Alleine auf dem Schwarzmarkt sind derzeit in etwa 12 Millionen Leute beschäftigt. Könnte man nur 1/5 dieser Arbeitsstellen in reguläre Arbeitsstellen umwandeln hätte sich das Thema Hartz gegessen.
DIE Bevölkerung schon mal gar nicht. Die einzigen die effektiv vom Staat Geld kriegen, sind die Bonzen. Der Staat schichtet Vermögen von der arbeitenden Bevölkerung zu den Kapitalrentnern um. Das können nur Bonzen sein, die über genug Kapital verfügen, um dem Staat Geld zu leihen und von der Verschuldung des Staates satt profitieren. Für die Normalbevölkerung ist der Staat bestenfalls ne Ansammlung bezahlter Staatsdiener, die bestimmte Verwaltungsaufgaben im Interesse der Bevölkerung erledigen sollen. Die Verwaltungsangestellten werden von der Bevölkerung bezahlt und nicht umgekehrt.
Nimmt der Staat die Aufgaben nicht im Interesse der Bevölkerung war und schichtet zum Beispiel das Vermögen der Bevölkerung in die Taschen der Bonzen um, ist der Staat für den grossteil der Bevölkerung ne extrem parasitäre, unterdrückerische Veranstaltung im Dienste weniger Bonzen.

Das mit der Schwarzarbeit ist propagandistisches bla bla. Zum einen, weil die meisten Arbeiten unter Ausbeuterbedingen gar nicht angeboten würde. Die Wertschöpfung würde einfach sinken. Zum anderen, weil die Bonzen mit Hilfe der Politiker die Schwarzarbeit ja selber schaffen. Das Kind kriegt lediglich einen anderen Namen, nämlich 1Euro-Job, sozialversicherungsfreie Nebenbeschäftigung, Wiedereingliederung, Praktikum, Minijobs. Und genau wie bei der Schwarzarbeit werden keine oder lächerliche Beträge an Steuern und Sozialabgaben abgeführt. Eben Schwarzarbeit, die die Sozialsysteme ruiniert!
Die 5 Milliarden, die jetzt wieder bei den Arbeitslosen eingespart werden sollen könnten generationenlang ausgesetzt werden, wenn die Bonzen und Spekulanten die geschätzt 1000 Milliarden (Quelle: ), die sie zum Zweck der Steuerhinterziehung auf Schwarzgeldkonten geschafft haben, mit nur 25 Prozent versteuern würden.
Zitat:
Original geschrieben von Wollsschaf
schau mal im Bundeswirtschaftsbericht 2003 unter Sozialausgaben und Ausgaben für ALG nach.....
Was gibt's da spannendes zu lesen?
Zitat:
Original geschrieben von Wollschaf
Steuersenkungen sind auch zwingend notwendig um die Binnennachfrage anzukurbeln... eine bessere Konjunktur bringt zwangsläufig mehr Arbeitsplätze... auch wenn das n bisschen dauern kann..
Steuersenkungen bei wem? Die einseitigen Steuersenkungen bei den Bonzen haben bis jetzt nur pleite Städte und Kommunen gebracht und verhindert, das wenigsten vom Staat Investitionen getätigt werden konnten.
Zitat:
Original geschrieben von Wollschaf
Die Politik seit Anfang der BRD ist überwiegend eine Arbeitnehmerpolitik gewesen. Dazu muss man nur die Geschichte verfolgen...
Ich weis nicht, was nen Neoliberalen so alles in der Birne verfolgt. In der Realität sind die Reichen reicher, die Arbeitnehmer ärmer geworden, der Anteil am BSP für die Arbeitnehmer kleiner geworden. Die Steuern für die Bonzen gesunken, für die Arbeitnehmer gestiegen. Deine verfolgte Geschichte müsstest du dann doch noch irgendwie belegen. Den von Neoliberalen gefühlten Verlauf der Geschichte kann wohl kaum einer nachvollziehen.
Alt 09. 09. 2004, 20:51 Mit Zitat antworten #332
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Zitat:
Original geschrieben von Wollschaf
und wenn Du nur Ansatzweise mal etwas über die Grundprinzipien vom Wirtschaften mitbekommen haben solltest, dann müsstest wissen, dass die Bedürfnisse des Menschen unbegrenzt sind, dass es immer Marktlücken gibt und dass auch B2B gehandelt werden kann (Exportnation Deutschland!)... je mehr business, desto mehr Mehrwert, desto mehr Handel, desto mehr Arbeitsplätze, desto weniger Belastung für die Sozialsysteme, desto höher das BIP, desto höher das eingesetzte Produktionskapital, desto mehr Wissen, desto mehr business.... desto mehr zirkuliert der Kreis.....
Immer schön im Kreis rumkreiseln, am Ende sind alle besoffen gekreiselt, die Armen ärmer, die Reichen reicher. *Kopfschüttel*
Zitat:
Original geschrieben von Wollschaf
Die überzogenen Lohnforderungen der Gewerkschaften der letzten 35 Jahre haben das doch erst ermöglicht... die Lohnsteigerungen war um ein vielfaches höher als die Steigerung des Produktivwerts. Zwischen 1970 und 1974 stieg der Lohn zum Beispiel um 60%, es konnte allerdings nur 25% mehr produziert werden.
Ich kenne ja die Quelle der Information nicht, aber die führt wahrscheinlich zu nem neoliberalen Hasenhirn das festgestellt hat, das in den paar Jahren die Löhne mal über der Produktivität gelegen haben. Nun haben wir aber 2004! Der zu betrachtende Zeitraum darf also ruhig etwas länger sein.
Zitat:
Reallöhne (RL)
Produktivitätszuwachs (PZ)

1961-70:

Reallöhne: 4,6
Produktivitätszuwachs: 4,2
RL – PZ: 0,4

1971-80:

Reallöhne: 2,9
Produktivitätszuwachs: 2,6
RL – PZ: 0,3

1981-90:

Reallöhne: 0,8
Produktivitätszuwachs: 1,7
RL – PZ: - 0,9

1991-2000:

Reallöhne: 1,4
Produktivitätszuwachs: 2,0
RL – PZ: - 0,6
Quelle:

Seit mehr als 20 Jahren bleiben die Löhne hinter der Produktivität zurück. Und das hat außer Verschlechterungen auf Arbeitnehmerseite nichts gebracht. Die 60'er und 70'er waren eindeutig besser für die Wirtschaft und Arbeitnehmer.
Zitat:
Original geschrieben von Wollschaf
Nettoarbeitsentgelt um lediglich 3% während das Volkseinkommen um mehr als 30% zunahm. Die Kaufkraft bewegt sich seit mehr als 20 Jahren nicht mehr von der Stelle... Die Lohnerhöhungen werden von denen seit 1980 um 40% gestiegenen Sozialabgaben locker aufgefressen, was durch ein sinkendes Arbeitsvolumen seitens der Gewerkschaften wieder versucht wurde zu korrigieren.
Weist du eigentlich noch, wo's hingeht mit deiner Lalle? Erst behauptest du, es hätte die Arbeitnehmerfreundlichste Politik stattgefunden, jetzt bleiben die Nettolöhne deutlich hinter dem Volkseinkommen….
Stimmt ja, aber nicht das der Bonzen. Wenn alle ärmer werden würden, dann wären die Löhne zu hoch, die Bonzen müssten Abstriche machen, die Arbeitnehmer müssten Abstriche machen. Abstriche machen aber nur die Arbeitnehmer. Das Vermögen der Bonzen und Spekulanten entwickelt sich nun mal spiegelbildlich zum Vermögen der Arbeitnehmer, und das meiste des Gesamtvermögens befindet sich mit weitem Abstand bei dem obersten Fünftel. Und das war schon vor den Reformen und Steuersenkungen für die Bonzen so.

Geändert von deleted user (09. 09. 2004 um 21:16 Uhr).
Alt 09. 09. 2004, 20:58 Mit Zitat antworten #333
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Zitat:
Original geschrieben von Wollschaf
Die Gewerkschaften und "Wirtschaftsförderungsmaßnahmen" der Politik sind NACHWEISLICH von 1970 bis 2000 für die hohe Inflation maßgeblich verantwortlich. Dir wird jeder Wirtschaftsexperte vorrechnen, dass wir den EUR 1:1 hätten umtauschen können, wenn in Sachen Lohnforderung etc. Zurückhaltung geübt worden wäre. Die angeblichen Siege der Gewerkschaften waren Pyrrhussiege die nicht ihren Mitgliedern, sondern eher ihren Bossen von Vorteil waren. Kategorie: www.machtspielchen.de .
Unter www.weichinderbirne.de kannst du nachlesen, was für ein Stuss du schreibst.
Zeig mal einen von den Experten, die das behaupten!
Im Gegenteil sind die spekulativen Blasen, mit dem sich die Bonzen reicher rechnen als sie ohnehin schon sind, viel höher und aufgeblähter, als das die Realität hergeben würde.
Zitat:
Original geschrieben von Wollschaf
Zu Realeinkommen: in welchem Zeitraum, in welchem Bezug? Bis 2003 ist es auf jeden Fall noch gestiegen.
Schwachsinn, siehe oben!
Zitat:
Original geschrieben von Wollschaf
Jedes mal wenn der Staat mehr Leistungen gab stieg die Verschuldung der öffentlichen Hand drastisch an.
Welche Leistungen gab der Staat, Welche kann er überhaupt geben und an wen?
Zitat:
Original geschrieben von Wollschaf
Was bis heute seit der Wiedervereinigung in Deutschland geleistet wurde das sucht vergeblich seinesgleichen in der Geschichte.
Die Wiedervereinigung war vor allem die Liquidierung der ostdeutschen Konkurrenz, ein Zwangskredit, den sich die Bevölkerung von den Bonzen und Regierigen auf's Auge drücken lassen musste und den die Bevölkerung heute erstens teuer bezahlt und zweitens, an dem sich die Bonzen nach gemachtem Profit nicht mehr beteiligen und sich im Gegenteil erstens mit immer neuen Steuersenkungen aus der Rückzahlung zurückziehen und zweitens, in dem sie dem pleiten Staat Geld leihen, satte Profite machen und noch die Politik diktieren.
Zitat:
Original geschrieben von Wollschaf
Fachleute bezeichneten anfangs der 90er Jahre den Transferbedarf in den Osten um knapp 1125 Milliarden EUR, vergleicht man nun das mit dem tatsächlichen Schuldenanstieg wird man merken, dass die Rechnung fast aufgeht. Ein erheblicher Teil der Integration des Osten wurde auf Pump finanziert. Das Resultat: 1/4 aller Einnahmen werden zur Tilgung von Schuldzinsen benötigt. Nicht inbegriffen sind die Schulden der öffentlichen Sicherungssysteme. Diese liegen derweil, je nach Berechnungsverfahren (Bereinigung!!) um 4-6 Billionen EUR.
Was ein abstruser Scheiß! Die Gesamtverschuldung des Staates liegt bei 1,385 Billionen, nach Berechnungen neoliberal Verwirrter haben aber allein die öffentlichen Sicherungssysteme Schulden von 4-6 Billionen? Meine Güte, es wird ja immer heftiger!
Zitat:
Original geschrieben von Wollschaf
und dieser Staat soll nicht pleite sein wenn keine Reformen kommen?
Ich würde die Bonzen ja mal aufn Kopf stellen und schütteln, mal sehn was da rauskommt und anschließend die Bonzen, Spekulanten und neoliberalen Experten in die Produktion stopfen. Das ist wohl das Beste, und getreu dem von Neoliberalen propagierten Motto "sozial ist, was Arbeit schafft" auch noch sehr sozial.
Zitat:
Original geschrieben von Wollschaf
Unser Rentensystem ist nichts weiter als eine große Umverteilungsmaschinerie vorhandener Werte, schafft aber keinen Wert, im Gegensatz zu kapitalgedeckten Rentenmodellen.
Seit wann hat ein Rentensystem die Aufgabe Werte zu schaffen?
Seit wann schaffen kapitalgedeckte Rentensysteme und Spekulanten Werte? Seit Enron?
Alt 09. 09. 2004, 21:04 Mit Zitat antworten #334
Der Rebell
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Ich weiß wirklich nicht, was Wollschaf hat. Er müßte doch eigentlich überglücklich sein.

Schließlich ist die gesamte Globalisierung eine Renaissance des Steinzeitliberalismus und Kolonialismus.

Er braucht doch nur noch ein paar Jahre zu warten, bis das Paradies nach seinen Vorstellungen weltweit ausbricht.

Rebell
Alt 09. 09. 2004, 21:52 Der Rebell is offline Mit Zitat antworten #335
mig
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Zitat:
Original geschrieben von Wollschaf

http://www.neue-einheit.com/deutsch...text-hartz4.pdf


quote:
--------------------------------------------------------------------------------
(1) Leistungen für Unterkunft und Heizung werden in
Höhe der tatsächlichen Aufwendungen erbracht, soweit
diese angemessen sind. [...

Was ist angemessen?
In dem Gesetz ist ein Widerspruch in sich.

Und ich habe von Sozialhilfeempfaenger gehoert dass die Kosten eben nicht gedeckt waren.


gruss mig
Alt 09. 09. 2004, 22:04 mig is offline Mit Zitat antworten #336
DocShark
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Na ja das Wollschaf fern jeder Realität diskutiert ist wohl klar, er lernt ja noch. Es ermächtigt ihn aber Unsinn von sich zu geben.
Wenn es nach den Wirtschaftsexperten (Weisen) geht, hauen die eigentlich immer solche Parolen raus. Der Aufschwung kommt , ...ist nicht zu erwarten vor , und wenn wieder mal ein halbes Jahr vergangen ist. Geht es wieder von vorn los.
Nur eine extensive Wirtschaft wird das Arbeitslosenproblem lösen. Eine Wirtschaft die Absatzsorgen hat weil der Markt warum auch immer mit Produkten und Leistungen gedeckt ist, wird Arbeistkräfte abbauen aus ökonmischer Sicht als auch durch den Fortschritt durch Wissenschaft und Technik.
Anderseits sind alle Gesetze und Steuern der Bundesrepublik auf eine wachsende Wirtschaft ausgerichtet. Das passt nicht zusammen.

Pervers ist das man Subventionen kaltlächelnd mitnimmt, und wenn es nicht mehr genug ( was ist eigentlich genug) Gewinn macht eben mal outsourcst. Nur die Politik schaut zu.
Vom Grundsatz ist ja Hartz IV nicht abzulehen, aber was für Konsequenzen hat das für die Wirtschaft. In paar Tagen ist ja Abrechnung in Bezug auf die Leerstellen die geschaffen werden sollten. Da sieht es immer noch dünn aus.
Und es wird allen Anschein nix mit der Erfüllung.

Jetzt haben die sich mit der Zahl verschätzt die Anzahl die ALG II (Anmerkung: Warum eigentlich ALG es ist doch Sozialhilfe )beziehen sollen sind weit aus mehr als angenommen.
Es werden ja Fall-Manager weniger aus Kostengründen. Also es bleibt alles beim alten auf dem Arbeitamt. Verzeihung Agentur für Arbeit.
Im übrigen ist es Shyzeegal wie der Laden heisst das ändert auch nichts.

DocShark
Alt 10. 09. 2004, 07:32 DocShark is offline Mit Zitat antworten #337
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Zitat:
Original geschrieben von thrilled
Das ist allerdings sehr warscheinlich das ebenfalls Schutzzölle erhoben werden ! Allerdings muss daraus nicht zwingend ein Handelskrieg mit ktastrophalen Folgen für die Wirtschaft entstehen ! Imgegenzug können dann auch wieder die Steuern für UNternehmen und Kapital auf das von Nivau von 1970 gehobenen, werden und gleichzeitg würden die Löhne für Arbeitnehmer wieder steigen auf Grund->der steigenden Inlandsnachfrage-> durch die besonders klein und Mittelständische Unternehmen profitieren ! Zölle allein für Deutschland, währen vermutlich eher schädigend, den der Wirtschaftsraum ist einfach zu klein, aber auf der Größe der alten EU (mit einheutlichen Steuersätzen, siehe unten !), sehe ich dann mehr Vorteile als Nachteile ! Denn wir handeln ja eh zu sehr großen Prozentsätzen mit unseren westlichen und südlichen Nachbarn !
Den Trabbel um die Zölle hat es doch schon gegeben (Stahlzölle der USA oder Fleischimporte Russland).
Insgesamt seh ich da noch keine Vorteile in Zöllen. Es wird ja letztendlich für alle teurer. Und wie sollen die Zölle auch festgelegt werden. Irgendein Land plant z.B. ein Stahlwerk aufzubauen, will ins Ausland liefern und kriegt dann irgend ne willkürliche Zollgebühr vor die Nase gesetzt. Wie will man das machen? Die Vorteile seh ich bei möglichen Lohnsteigerungen, aber das kann man auch mit Mindestlöhnen machen. Das wären für mich so ne Art "Sozialzölle".
Erheben nicht alle Zölle, lässt sich kaum vermeiden, das die ganzen Konzerne ins Ausland verschwinden und an die Länder liefern, die keine Zölle erheben. (China z.B)
Zitat:
Original geschrieben von thrilled
IIch denke in meinen Posts wirst du nirgends finden, das ich anderen Ländern "etwas diktiere" oder das Deutschland etwas diktieren soll ? where ?, mich wundert allerdings, das gerade du anstoß daran nimmst das sich meine lösungsvorschläge auf (west)Europa beziehen und nicht allein auf Deutsches Territorium !
Was ich damit sagen wollte ist, das es m.M nach kein Land und auch kein Wirtschaftsraum geben kann, der die Regeln anderen diktiert.
Auch europäische Zölle wären unfair gegenüber Entwicklungsländern. Die hätten ja noch am ehesten das Recht, ihren Markt zu schützen.
Zitat:
Original geschrieben von thrilled
Ich bin fest, davon überzeugt das der Staat und auch unsere aktuelle Regierung. glaubt und auch versucht das beste für ihreBürger zu tun ! Sie folgt eben nur dem Weg des leichtesten Wiederstands in dem sie alte "Rezepte" wiederhohlt, und sich so nicht dem Druck der doch zumindest meist Neoliberalen Meinung - (im Wirtschatsteil und Politkteil) der Medien sowie der starken Arbeitgeber Lobby aussetzen muss.
Es muss auch Optimisten geben, aber ich seh nur neoliberale Politik. Die Reste sozialstaatlichen Denkens werden doch gerade beseitigt.
Zitat:
Original geschrieben von thrilled
Auch denke ich nicht das jeder Unternehmer als einziges Ziel maximale Gewinnsteigerung im Sinne hat ! das Ziel die Mitarbeiter der eigenen Firma zu sichern, spielen meiner Meinung nach in vielen Unternehmen immer noch eine wichtige Rolle, trotz des immer weiter steigenden Konkurenzdruckes !
Ich bin davon überzeugt, das viele Firmen und Selbstständige mit ner Abzocke wie z.B. Hartz nichts am Hut haben. Im Osten hat sich ja auch der Einzelhandel beschwert und befürchtet drastische Umsatzeinbusen. Es gibt auch größere Firmen, die sich im Rahmen der existierenden Abzockerwirtschaft anders Verhalten, obwohl sie im Ausland vielleicht billiger produzieren können (bsw. Trigema). Aber die sind so selten, dass die in diversen TV-Sendungen wie vom anderen Stern vorgestellt werden. Aber ne Lobby haben die auch nicht. An beratender Stelle sind nur noch neoliberale "Experten" und ein beschissener Haufen Politiker.
Zitat:
Original geschrieben von thrilled
In Schweden ist das Problem der Steuerflucht lange nicht so groß wie in Deutschland, und dort liegt der Spitzensteuersatz ich glaube um die 80% ! Dort ist die Solidarität der Reichen BEwohner einfach größer und damit besser !
In Schweden und anderen Ländern machen die Politiker halt ihre Arbeit besser, und für die Unternehmer rechnet sich das. Grundsätzlich andere Politik vertreten die aber auch nicht. Und wenn Länder wie DE das Stöckchen wieder höher legen, ziehen auch die Länder mit "Reformen" nach.
Zitat:
Original geschrieben von thrilled
Wie willst du höhere Löhne rechtfertigen wenn im billigeren Ausland bereits jetzt mit nahezu oder gleicher Produktivität produzeirt wird wie in Deutschland, da der technologische Vorsprung Deutschlands sich langsam auflöst ?
Im Ausland kann doch immer dann billig produziert werden, wenn Kapital das an anderer Stelle erarbeitet worden ist investiert wird. An Stellen, wo die Steuern und Ausbildungskosten mit dem allgemeinen Lebenstandart gestiegen sind, wo Arbeitnehmer nach jahrzehntelanger Arbeit den Bonzen gewisse Sicherheiten abgerungen haben (Sozialstaat). Wären Arbeitnehmer Besitzer der Produktionsmittel, für die sie arbeiten, könnten die Bonzen auch niemand ausspielen und erpressen. So aber geht's erst mal ab gen Osten, China und sonst wo hin, und in zwanzig Jahren wenn hier alles verarmt und wieder billig ist zurück.
Mir vielen da gleich mehrere Möglichkeiten ein, wie das unterbunden werden könnte.
Deutschland ist davon ab auch gegen alle Bonzenpropaganda nicht schlecht bei den Kosten.
Zitat:
Original geschrieben von thrilled
Ps: Ich bin obwohl ich noch Schüler bin auch noch relativ erfolgriech Selbstständig, und kann dem "Bonzen-Unternehmer" Bild nur in einzelnen Fällen zu stimmen z.B. Michael Schumacher !
Auch viele Kleinunternehmer glauben, sie könnten ihre individuellen Profite steigern, wenn die Arbeitnehmer billiger und damit ärmer werden, länger arbeiten, weniger Rechte haben etc. Daran zu denken, das die Konkurrenz auf die gleiche Art die Kosten senken kann und die Umsätze sinken ist oft schon zu viel verlangt oder egal, solange Unten noch was zu holen ist. Gibt da sicher viele Ausnahmen, aber eben auch zu wenig.
Zitat:
Original geschrieben von thrilled
Keynes ist nicht tod !
Mit dem EU-Stabilitätspakt so gut wie.
Alt 11. 09. 2004, 19:46 Mit Zitat antworten #338
thrilled
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Zitat:
Insgesamt seh ich da noch keine Vorteile in Zöllen. Es wird ja letztendlich für alle teurer. Und wie sollen die Zölle auch festgelegt werden. Irgendein Land plant z.B. ein Stahlwerk aufzubauen, will ins Ausland liefern und kriegt dann irgend ne willkürliche Zollgebühr vor die Nase gesetzt.

Ein Stahlwerk z.B. aus Indien, welches mit Niedriglöhnen, produziert, und die Steuervorteile ausnutzt, die sein Heimatland bietet, bekommt dann genau sovel Aufschlag, das Westeuropäische Unternehmen, mit ihren Produkten Konkurieren können, das wiederrum Mitarbeiter beschäftigt, das relativ hohe Mindestlöhne zahlen muss. Ab einer bestimmten größen Ordnung von Importen könnte man, z.B. alternativ vom Anbieter verlangen, einen Produktionsstandort in Deutschland zu eröffnen, oder es werden Maßiv Zölle auf seine Importierten Waren aufgeschlagen !

Der Vorteil oder bzw. die Ergänzung zu den Mindestlöhnen liegt mienr Meinung nach daran, das sich sobald relativ hohe Mindestlöhne etabliert würden, Arbeitgeber verbände, über zu hohe Lohnkosten klagen würden, und erst recht ins Ausland gehen würden ! Würden jedoch Waren die in solchen Billiglohn Ländern produziert werden, mit Zöllen belegt, würde sich das für den Unternehmer nicht mehr rentieren und er würde den relativ hohen Mindestlohn akzeptieren !

Zitat:
Erheben nicht alle Zölle, lässt sich kaum vermeiden, das die ganzen Konzerne ins Ausland verschwinden und an die Länder liefern, die keine Zölle erheben. (China z.B)

Das ist übrigens Interessant, China ist z.B. ein Land, welches seine Märkte sehr geschickt, vor Ausländischem Einfluss geschützt hat ! (Strikte Abschottung gegen die globalen Finanzmärkte, und harte Auflagen für ausländiche Investoren)
Das heißt China, konnte sich erst aus wirtschaftlicher Sicht derart gut entwickeln, weil es seinen Markt, geschickt geschützt hat ! (bevor es Mitgleid der WTO wurde..)

2. Denke ich das große Konzerne, es sich noch nicht leisten können den Westeuroäischen Markt zu verlieren, in dem sie Einfach nur noch nach China verkaufen, in China haben wir zur Zeit riesige Wachstums Raten, aber teilweise noch auf einem geringen Nivau, da in China der wirtschaftliche Erfolg, fast ausschließlich bei einer reichen Oberklasse Früchte zeigt !
In Westeuropa, werden zwar nicht mehr solche Wachstumsraten erreicht, die Verkauften Stückzahlen liegen jedoch immer noch auch hohem Nivau ! Zölle haben sich ja beretis nach dem 2 Weltkreig bis in die 70er Jahre hinein bewährt !

Zitat:

Was ich damit sagen wollte ist, das es m.M nach kein Land und auch kein Wirtschaftsraum geben kann, der die Regeln anderen diktiert.
Auch europäische Zölle wären unfair gegenüber Entwicklungsländern. Die hätten ja noch am ehesten das Recht, ihren Markt zu schützen.


Ja sicherlich hätten, Entwicklungsländer das Recht ihren Markt mit Zöllen zu Schützen, was meinst du wie es Japan und Korea geschafft, haben ihre eigene Automobil Industrie zu Entwickeln, eine kombination von Abschottung gegen über Ausländischen Importen u. staatlicher Förderung !

Außerdem hat der Freihandel den 3 Welt Ländern, ja bekantlich bisher sehr sehr "viel Gutes" Gebracht !

Zitat:
Mit dem EU-Stabilitätspakt so gut wie.

Nicht nur das ! Die neue EU Verfassung, selbst enthält, übrigens Klauseln, zur "Unternehmerischen Freiheit", nach wirklichen Rechten für Arbeitnehmer Sucht man Vergebens !

Fraglich ist sowieso, was Unterscheidet Europa, wenn man sich vom System des Rheinischen Kapitalismus verabschiedet, noch von Amerika ? Woraus soll sich Europa dann noch definieren ?

Liegt der einzige Unterschied dann nur noch, darin das wir diesen Kontinent schon länger Besiedeln ?
Alt 11. 09. 2004, 23:47 thrilled is offline Mit Zitat antworten #339
Der Rebell
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Thrilled,

Vielleicht solltest Du Deine Signatur auf den korrekten Stand der Orthographie bringen:

Keynes ist nicht tot !

Außerdem halte ich es für ziemlich müßig, die Weltwirtschaft mit ein paar volkswirtschaftlichen Floskeln in Ordnung bringen zu wollen, damit Hartz-IV bei uns vermieden werden kann. Daran liegt es einfach nicht.

Hartz-IV ist für unsere Volkswirtschaft die falsche Medizin, weil wir zur Zeit zu wenig Arbeit haben. Hartz schafft keine neuen Arbeitsplätze. Um das zu erkennen, braucht man nicht über Zölle zu spekulieren.

Rebell
Alt 12. 09. 2004, 00:09 Der Rebell is offline Mit Zitat antworten #340
DrByte
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