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Falke
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@Distel

Zitat:
Deutschland war bisher ein Sozialstaat, wo viele die Möglichkeit hatten, den Bonzen wenigstens einen bescheidenen Wohlstand abzutrotzen.


Ja, ja die bösen Bonzen, die korrupten Politiker.

Wer hat den Bonzen was abgetrotzt? Natürlich gab es mal Zeiten, da hatten Gewerkschaften die finanziellen Mittel, Streiks über längere Zeiträume durchzuführen, weil sie auch eine hohe Zahl Mitglieder hatte. Was nicht heißt, das der Lohnausfall der Streikenden in voller Höhe von den Gewerkschaften getragen wurde.
Die daraus resultierenden Lohnerhöhungen konnten aber von den Unternehmen auch bezahlt werden, weil die wirtschaftliche Lage das zuließ.

Und heute? Die Arbeitnehmer sind heute noch Stolz darauf, aus ihrer Gewerkschaft auszutreten (Sind ja auch nur Gewerkschaftsbonzen).
Sie fallen den Gewrkschaft in den Rücken, wenn diese versuchen, die Löhne im Osten auf Westniveau anzuheben. Ist doch noch gar nicht so lange her.

Ich bestreite ja nicht, das es böse Bonzen gibt. Aber wie groß ist der Anteil in unserer Gesellschaft. Wir sind nun mal keine sozialistische Gesellschaft und werden nie eine werden. Natürlich führen deine "Bonzen" ein besseres Leben, als ein Arbeitsloser. Aber deine "sozialistischen Bonzen" haben das auch getan.
Wer über viel Geld verfügt, kann nun mal besser leben. Aber der größte Anteil dieser Bonzen hat auch mehr Schulden, als Haare auf dem Kopf.
Glaubst du, wenn jeder Unternehmer seinen Gewinn gleichmäßig auf seine Mitarbeiter verteilen würde, (das möchtest du ja) , dann könne er lange existieren?

Wenn Mißstände anzuprangern sind, dann sind weder die Unternehmer, noch die Politiker ausschlißlich daran Schuld, das es sie gibt.
Die wirkliche Ursache für die Probleme liegt in den Mechanismen einer Weltwirtschaft, der sich weder deine "Bonzen" noch deine "korrupten Politiker" entziehen können.

Wie diese Mechanismen funktionieren, hat Ovaron doch oben sehr schön beschrieben.

Skrupellosigkeit und Dummheit ist nun mal allen Menschen zu eigen, deshalb ist es müßig einzelne dafür verantwortlich zu machen.

Außerdem:
Wenn du recht hättest, dann wäre Schweden in der Vergangenheit ein Paradebeispiel für einen Sozialstaat gewesen. Schweden hatte einmal ein Steuerniveau von über 80% für Grossverdiener, was dazu führte das der Staat an den Rand der Pleite geriet. Wie konnte das sein? Heute hat Schweden eine einiger Maßen funktionierende Wirtschaft, nach dem Steuern drastisch gesenkt und die Sozialleistungen drastisch gekürzt wurden.
Also warum in de. etwas einführen, was in anderen Ländern auch nicht funktioniert hat.
Alt 13. 09. 2004, 23:52 Falke is offline Mit Zitat antworten #351
yggr
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Beiträge: 7.226
"Drastisch gesenkt" stimmt zwar, dennoch wesentlich mehr als das unsrige Sozialsystem muß man aber nebenbei auch erwähnen
Allzugern nimmt jeder gerne immer die "Keule des Vergleichs", um Kritiker zu erschlagen - ebenso gerne unterschlägt man aber auch alle Daten, sprich oft ein wesentlich höheres Niveau als in unserem Land - was die Senkung wiederum relativiert und diese Staaten immer noch besser erscheinen läßt.
Alt 14. 09. 2004, 00:14 yggr is offline Mit Zitat antworten #352
Der Rebell
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Beiträge: 17.882
Zitat:
Ich bestreite ja nicht, das es böse Bonzen gibt. Aber wie groß ist der Anteil in unserer Gesellschaft.

Es gibt ein ungebrochenes Wachstum in unserem Land. Das ist die stetig steigende Anzahl an Millionären.

Zitat:
Natürlich führen deine "Bonzen" ein besseres Leben, als ein Arbeitsloser. Aber deine "sozialistischen Bonzen" haben das auch getan.

Wer will denn hier den Sozialismus wieder einführen?

Zitat:
Wer über viel Geld verfügt, kann nun mal besser leben.

Und wer keine Steuern zahlt, wie unsere Millionäre, lebt noch besser.

Zitat:
Die wirkliche Ursache für die Probleme liegt in den Mechanismen einer Weltwirtschaft, der sich weder deine "Bonzen" noch deine "korrupten Politiker" entziehen können.

Na dann geben wir doch gleich auf, wenn das ein unabänderliches Schicksaal ist.

Zitat:
Skrupellosigkeit und Dummheit ist nun mal allen Menschen zu eigen, deshalb ist es müßig einzelne dafür verantwortlich zu machen.

Eben. Dann ist es besser, wir spielen mit bei dem Spielchen. Wer übernimmt den Part der Dummheit?

Rebell
Alt 14. 09. 2004, 00:14 Der Rebell is offline Mit Zitat antworten #353
Stoebi
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Zitat:
Original geschrieben von Distel
Berechtigter Einwand, vielleicht hätte ich besser schreiben sollen, wer nicht zwingend muss. Kann jedem einschließlich mir passieren, irgendwann keine Wahl zu haben und auch lausige Jobs besser sind als die 1 Euro-Jobs oder gar kein Geld.
Aber es geht auch über Wahlen, Demonstrationen. Es gibt einige Möglichkeiten, seine Meinung zu sagen ohne fette Nachteile in Kauf nehmen zu müssen. Nicht die Hartzopfer sollten weitere Abstriche machen, damit wäre wirklich niemand geholfen.

Hallo Distel

Ich habe mich mal mit einem Verkäufer unserer "Obdachlosenzeitschrift" unterhalten. Und
dabei kamen ganz interessante Dinge heraus:
Auf die Frage, ob er vielleicht etwas darüber wisse, wie es denn ab 1.1.2005 mit den
Obdachlosen weitergeht, erhielt ich die Antwort, dazu wisse er gar nichts, da er kein
Obdachloser sei und seine Frau auch nicht. Sie seien Sozialhilfeempfänger, und seinen Antrag
auf ALG II habe er auch schon ausgefüllt.

Aha, sagte ich, ich sei ein vehementer Gegner der Geschichte und gehe auch zu
Montagsdemos, ich schreibe in Foren usw. und finde, dass das ein sozialer und
wirtschaftlicher Kahlschlag für unzählige Leute sei, speziell auch was die Anrechnung von
Vermögen und Einkommen von Partnern anbetreffe.

Darob meinte er, ach was, das werde alles nur hochgespielt, die Fragen zu Vermögen, da
seien drei dazugekommen und der Rest sei dasselbe wie zuvor. Er habe dann 55 Euro im
Monat mehr und das gleiche die Einzelzuschüsse zu Waschmaschine usw. unterm Strich aus.

Mit einem Wort: für ihn ändere sich nix und was sich für andere ändere, das gehe ihm am A ...
vorbei. Jo, schönen Tach noch und Tschüss.

Ich erzählte die Sache meiner Frau ... Was, der da, dieses arrogante A ... loch, bei dem kaufe ich nie die Obdachlosenzeitschrift, der ist mir sowas von unsympathisch.

Ich schlug die WAZ auf: Toller Artikel zum Thema in Duisburg:

"48 000 Duisburger erhalten Leistung aus einer Hand".

Aus einer Hand .... schauen wir mal, ob Zahlen drin stehen, oder ob wir die wieder selber
zusammenklamüsern müssen. Doch, tatsächlich, der Redakteur hat vergessen, die Zahlen
rauszuschmeißen:
12 000 Sozialhilfeempfänger in Duisburg werden also ihren Antrag auf ALG II stellen (darunter
unser Zeitungsverkäufer, der pro verkaufte Zeitung 0,75 Cent behält) und 36 000 Alhi-
Empfänger werden deklassiert, macht mit Anhang ca. 100 000 Seelen + die Arbeitslosen ALG I + die nicht arbeitsfähigen Sozialhilfeempfänger + Obdachlosen + die Illegalen und Sonstige.

Oh, sachte ich zu meiner Frau, wenn das mal gut geht, fangen wir mal an bei unserem Zeitungsverkäufer: Wenn der nicht von alleine drauf kommt, Solidarität zu üben, kriegt der demnächst einen auf sein dummes Maul. Da kannst du wohl Recht haben !



Kurzum, oder lange Rede kurzer Sinn:
Dieser genannte Verkäufer, der lebt seit Jahren von der SOLIDARITÄT vieler arbeitender
Menschen. Ich erwarte keine Dankbarkeit, um Gotteswillen, ich erwarte aber, dass so ein
Mensch zumindest eine Minimalvorstellung von Solidarität im Kopf hat. Aber was der Mensch
geäußert hat, das ist asozial. Darüber sollten wir mal gewaltig nachdenken und uns fragen,
was hier in D eigentlich gespielt wird ...



Gruß Stöbi
Alt 14. 09. 2004, 11:57 Stoebi is offline Mit Zitat antworten #354
Der Rebell
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Solidarität ist out. Wir haben diese Verpflichtung an den Staat abgetreten und haben dafür Geld bezahlt.

Eine solidarische Spaßgesellschaft würde auch garnicht funktionieren.

Rebell
Alt 14. 09. 2004, 14:19 Der Rebell is offline Mit Zitat antworten #355
Falke
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@Rebell

Zitat:
Wer will denn hier den Sozialismus wieder einführen?


Na du und deine dummschwätzenden Kumpane (Entschuldigung).

Denke mal nach.
Sozialismus willst du nicht, aber du willst auch keine Millionäre.
Ne doch, Millionäre darf es schon geben, aber die sollen gefälligst ihr Geld ordentlich hoch versteuern.

Wer erzählt dir eigentlich, das Millionäre keine Steuern zahlen? Du solltest dich von solchen "Freunden" fern halten.
Bis jetzt gilt immer noch, der höchste Steuersatz liegt bei 48%.
Dir ist das zu wenig?
Aber Sozialismus willst du nicht.

Wer als Millionär keine Steuern zahlen will, der muß wesentlich mehr Schulden machen, als er Haare auf den Kopf hat oder er muß sich mit dem Geld aus dem Staube machen. Letzteres funktioniert aber nur einmal.
In allen anderen Fällen wird dieses Geld investiert, um damit wieder Geld zu verdienen. Von diesem Vorgang haben wir alle etwas, das ist gewollt und so funktioniert unser Wirtschaftssystem grundsätzich.
Millionäre die keine Steuern zahlen, haben so viel investiert, das sie keine Steuern zu zahlen brauchen. Das ist gut, das will der Staat, das wollen wir alle, denn das schafft Arbeitsplätze.
Millionäre, die Steuern zahlen, haben nicht investiert, schaffen keine Arbeitsplätze, verprassen ihr Geld, das wollen wir nicht. Das liegt nicht in unserem Interesse.

So einfach ist das.

Das es Auswüchse und Tricksereien gibt ist klar, aber wie groß ist der Schaden tatsächlich?
Und Sozialismus willst du ja nicht.

Zitat:
Und wer keine Steuern zahlt, wie unsere Millionäre, lebt noch besser.


Richtig. Aber mit einem haufen Schulden am Arsch.
Daran muß man sich erst einmal gewöhnen.

Zitat:
Na dann geben wir doch gleich auf, wenn das ein unabänderliches Schicksaal ist.


Völlig falsch, man sollte sich Gedanken machen, wie denn Fehlentwicklungen in unserem Wirtschaftssystem verändert werden können. Wir sollten Politikern Beifall zollen, die das richtige sagen, damit die, die das richtige wollen auch merken, das sie vom Volke Unterstützung haben. Dumpfes Gequatsche von koruppten Politikern, Bonzen und keine Steuern zahlenden Millionären hilft da nicht weiter.

Wenn du was verändern willst?
Unterstütze gewerkschaftliche Aktivitäten, wenn sie sinnvoll sind.
Applaudiere laut, auf politischen Veranstaltungen, wenn Politiker das richtige sagen.

Sei im Beruf gut. Mache dich bei deinem Chef unersetzlich. Sei sparsam. Kündige noch am selben Tage, wenn dir dein Chef erzählt, er wolle seinen Betrieb (ohne Not) ins Ausland verlegen. Überrede deine Kollegen das selbe zu tun. Kaufe den Schrott wenn der Betrieb am anderen Tage platt ist und mache ihn wieder neu auf.

Kaufe nicht in Geschäften, die ihr Personal nicht ordentlich bezahlen.

Wechsle den Provider für dein Handy, wenn heraus kommt, das er den Staat um Milliarden bescheißen will.

Kaufe dir keinen SLC der in Südafrika produziert wird und keinen BMW aus Kalifornien, weil es dort keine Gewerkschaften gibt.

Erkläre diesen Unternehmen, warum du das tust.

usw. usw.

Es gibt viel zu tun packen............


Zitat:
Eben. Dann ist es besser, wir spielen mit bei dem Spielchen. Wer übernimmt den Part der Dummheit?


Richtig. Mach was du kannst. Lerne, bilde dich und versuche nicht den Beruf, den alle machen.

Der Part der Dummheit ist schon vergeben.
Den haben all die inne, die mit Schildern herumrennen auf denen steht "Ich bin ein Idiot. Ich wähle NPD".

Geändert von Falke (14. 09. 2004 um 16:06 Uhr).
Alt 14. 09. 2004, 15:01 Falke is offline Mit Zitat antworten #356
Der Rebell
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Ach Falke.................
Zitat:
Na du und deine dummschwätzenden Kumpane (Entschuldigung).

Eine Verbalinjurie wird durch eine angehängte Entschuldigung nicht entschärft.

Zitat:
Denke mal nach.
Ich denke immer nach, nicht nur mal.

Zitat:
Sozialismus willst du nicht, aber du willst auch keine Millionäre. Ne doch, Millionäre darf es schon geben, aber die sollen gefälligst ihr Geld ordentlich hoch versteuern. Wer erzählt dir eigentlich, das Millionäre keine Steuern zahlen?
Das liest man in regelmäßig wiederkehrenden Presseartikeln. Ca. die Hälfte der Millionäre können sich durch legale Steuertricks steuerfrei stellen.

Zitat:
Du solltest dich von solchen "Freunden" fern halten. Bis jetzt gilt immer noch, der höchste Steuersatz liegt bei 48%. Dir ist das zu wenig? Aber Sozialismus willst du nicht.

Falsch. Es sind 45% und ab. 1.1.05 42%

Zitat:
Wer als Millionär keine Steuern zahlen will, der muß wesentlich mehr Schulden machen, als er Haare auf den Kopf hat oder er muß sich mit dem Geld aus dem Staube machen. Letzteres funktioniert aber nur einmal.

Mir kommen die Tränen ob der bitteren Armut. Woher hast Du solche Horrorgeschichten?

Zitat:
In allen anderen Fällen wird dieses Geld investiert, um damit wieder Geld zu verdienen. Von diesem Vorgang haben wir alle etwas, das ist gewollt und so funktioniert unser Wirtschaftssystem grundsätzich.
Da können wir ja glücklich und dankbar sein, daß die Zahl der Millionäre weiter ansteigt.

Zitat:
Millionäre die keine Steuern zahlen, haben so viel investiert, das sie keine Steuern zu zahlen brauchen. Das ist gut, das will der Staat, das wollen wir alle, denn das schafft Arbeitsplätze.
Darf ich das in einem Satiremagazin zitieren?

Zitat:
Millionäre, die Steuern zahlen, haben nicht investiert, schaffen keine Arbeitsplätze, verprassen ihr Geld, das wollen wir nicht.
Wer ist eigentlich "wir"? Du und die anderen Millionäre?

Zitat:
Das liegt nicht in unserem Interesse. So einfach ist das.


Zitat:
quote: Und wer keine Steuern zahlt, wie unsere Millionäre, lebt noch besser. Richtig. Aber mit einem haufen Schulden am Arsch. Daran muß man sich erst einmal gewöhnen.

Der letzte Satz ist der beste von allen.

Zitat:
Wir sollten Politikern Beifall zollen, die das richtige sagen, damit die, die das richtige wollen auch merken, das sie vom Volke Unterstützung haben. Dumpfes Gequatsche von koruppten Politikern, Bonzen und keine Steuern zahlenden Millionären hilft da nicht weiter. Wenn du was verändern willst? Unterstütze gewerkschaftliche Aktivitäten, wenn sie sinnvoll sind. Applaudiere laut, auf politischen Veranstaltungen, wenn Politiker das richtige sagen. Sei im Beruf gut. Mache dich bei deinem Chef unersetzlich. Sei sparsam. Kündige noch am selben Tage, wenn dir dein Chef erzählt, er wolle seinen Betrieb (ohne Not) ins Ausland verlegen. Überrede deine Kollegen das selbe zu tun. Kaufe den Schrott wenn der Betrieb am anderen Tage platt ist und mache ihn wieder neu auf. Kaufe nicht in Geschäften, die ihr Personal nicht ordentlich bezahlen. Wechsle den Provider für dein Handy, wenn heraus kommt, das er den Staat um Milliarden bescheißen will. Kaufe dir keinen SLC der in Südafrika produziert wird und keinen BMW aus Kalifornien, weil es dort keine Gewerkschaften gibt. Erkläre diesen Unternehmen, warum du das tust. usw. usw.

Wie heißt die Partei?

Ich war übrigens selbst Kreistagsabgeordneter.
Ich schwöre Dir: Es ist nicht auszuhalten. Die Dummheit wächst von unten bis in den Bundestag.

Schreibst Du noch weitere Postings? Würde mich freuen.

Rebell
Alt 14. 09. 2004, 17:16 Der Rebell is offline Mit Zitat antworten #357
Falke
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@ Rebell

Ich freue mich, das mein Beitrag dir gefallen hat.
Warum nur werde ich das Gefühl nicht los, das du ihn absolut nicht verstanden hast. Da hätte ich von einem Kreistagsabgeordneten mehr erwartet.
Aber macht nichts du sagst es selbst und hast damit recht.

Zitat:
Die Dummheit wächst von unten bis in den Bundestag.
Alt 14. 09. 2004, 22:22 Falke is offline Mit Zitat antworten #358
Der Rebell
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Zitat:
Original geschrieben von Falke
Ich freue mich, das mein Beitrag dir gefallen hat.
Warum nur werde ich das Gefühl nicht los, das du ihn absolut nicht verstanden hast.
Ich befürchte, daß Du die Ursachen für diese Gefühle niemals ergründen wirst.

Zitat:
Da hätte ich von einem Kreistagsabgeordneten mehr erwartet.

.........von einem ehemaligen Kreistagsabgeordneten. Darauf muß ich bestehen.

Rebell
Alt 14. 09. 2004, 22:48 Der Rebell is offline Mit Zitat antworten #359
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Beiträge: n/a
Zitat:
Original geschrieben von Falke
Und heute? Die Arbeitnehmer sind heute noch Stolz darauf, aus ihrer Gewerkschaft auszutreten (Sind ja auch nur Gewerkschaftsbonzen).
Sie fallen den Gewrkschaft in den Rücken, wenn diese versuchen, die Löhne im Osten auf Westniveau anzuheben. Ist doch noch gar nicht so lange her.
Streikbrecher gibt’s in unserer Gesellschaft mittlerweile genug. Eigentlich umgekehrt proportional zur Notwendigkeit, die eigenen Interessen in die Hand zu nehmen.
Aber der Streik ist von Zwickel abgebrochen worden, die Hartzproteste werden von Sommer & Co. unter den Tisch gekehrt und die Teilnehmer diffamiert. Solche Gewerkschaften braucht dann irgendwann keiner mehr.
Zitat:
Original geschrieben von Falke
Ich bestreite ja nicht, das es böse Bonzen gibt. Aber wie groß ist der Anteil in unserer Gesellschaft.
Natürlich ist der Anteil gemessen an der Gesellschaft klein, der Anteil an Milliardären und Multimillionären, die entsprechende Möglichkeiten haben, die Politik zu gestalten
Ist logischerweise nicht groß. Aber die Schäden sind groß.
Zitat:
Original geschrieben von Falke
Wir sind nun mal keine sozialistische Gesellschaft und werden nie eine werden.
Das seh ich natürlich gaanz anders.
Zitat:
Original geschrieben von Falke
Aber deine "sozialistischen Bonzen" haben das auch getan.
Honecker war nicht in materieller Hinsicht Bonze, der hat relativ bescheiden gelebt im Vergleich zu unseren Bonzen. Und nicht zu vergessen, Honecker ist schon weg, die Bonzen hier nicht.
Zitat:
Original geschrieben von Falke
Wer über viel Geld verfügt, kann nun mal besser leben. Aber der größte Anteil dieser Bonzen hat auch mehr Schulden, als Haare auf dem Kopf.
Alles Glatzen? Der Hauptschuldner hier ist und bleibt der Staat. Effektiv Schulden haben die untersten 20 Prozent der Bevölkerung. Die obersten 10 Prozent haben dagegen ein Vermögen von mehr als 60 Prozent des Gesamtvermögens. Hatten wir aber schon mehrfach hier. Deine "Schuldentheorie" ist schlicht Nonsens.
Zitat:
Original geschrieben von Falke
Glaubst du, wenn jeder Unternehmer seinen Gewinn gleichmäßig auf seine Mitarbeiter verteilen würde, (das möchtest du ja) , dann könne er lange existieren?
Nicht lange leben, aber die Wirtschaft würde regelrecht boomen und jeder, aber auch wirklich jeder hätte ein gutes Auskommen. Wenn die obersten 10 Prozent der Bevölkerung mehr Kapital (60 Prozent Vermögen) besitzt als die untersten 50 Prozent der Bevölkerung( 4,4 Prozent Vermögen), kann man sich das ungefähr vorstellen. Aber es hätte auch andere Effekte. Die Politik würde sich ganz anders orientieren müssen. Die Bevölkerung wäre wesentlich freier und müsste sich nicht von neoliberalen Bonzen erpressen lassen.
Zitat:
Original geschrieben von Falke
Wenn Mißstände anzuprangern sind, dann sind weder die Unternehmer, noch die Politiker ausschlißlich daran Schuld, das es sie gibt.
Die wirkliche Ursache für die Probleme liegt in den Mechanismen einer Weltwirtschaft, der sich weder deine "Bonzen" noch deine "korrupten Politiker" entziehen können.
Dem Schwachsinn sollte sich niemand auf der Welt beugen. Aber ein System, was den wenigen Bonzen so wohl gesonnen ist, geben sie natürlich nicht ganz ohne Druck auf.
Zitat:
Original geschrieben von Falke
Wie diese Mechanismen funktionieren, hat Ovaron doch oben sehr schön beschrieben.
Ich weis nicht, warum du dich da auf Overon berufst. Overon hat nichts geschrieben von Hartz ist gut und weiter so. Vielleicht solltest du sein Text und den Link noch mal, oder überhaupt erstmal lesen. Da steht ja gut begründet drin, warum Hartz falsch ist und es werden Alternativen beschrieben.
Zitat:
Original geschrieben von Falke
Skrupellosigkeit und Dummheit ist nun mal allen Menschen zu eigen, deshalb ist es müßig einzelne dafür verantwortlich zu machen.
Ist ja bei den Neoliberalen geradezu Religion und Geschäftsphilosophie und wird als solche von den Bonzen zur gesellschaftlichen Norm erklärt. Muss man ja nicht fördern.
Zitat:
Original geschrieben von Falke
Außerdem:
Wenn du recht hättest, dann wäre Schweden in der Vergangenheit ein Paradebeispiel für einen Sozialstaat gewesen. Schweden hatte einmal ein Steuerniveau von über 80% für Grossverdiener, was dazu führte das der Staat an den Rand der Pleite geriet. Wie konnte das sein? Heute hat Schweden eine einiger Maßen funktionierende Wirtschaft, nach dem Steuern drastisch gesenkt und die Sozialleistungen drastisch gekürzt wurden.
Also warum in de. etwas einführen, was in anderen Ländern auch nicht funktioniert hat.
Schweden ist immer noch ein Sozialstaat und ein gutes Beispiel, das sich eine andere Politik als die neoliberale Assi-Politik durchaus für die Wirtschaft und Bevölkerung lohnt. Die Steuern wurden natürlich nicht nur für die Bonzen und Großverdiener gesenkt. Die großen Einkommensbezieher in Schweden leisten auch heute noch mit mehr als fünzig Prozent Steuern ihren Anteil, zahlen anders als hier Vermögens-, Erbschafts-, Schenkungssteuern. Den Sozialstaat haben die Schweden nie diffamiert oder in Frage gestellt, außer wenigen neoliberalen Bonzen und Spinnern, die sich nicht durchgesetzt haben. Natürlich muss man mal was neu justieren wenn’s irgendwas falsch läuft. Schweden ist ein kapitalistisches Land und steht im kapitalistischen Wettbewerb. Damit ist der Weg ja vorgezeichnet. Aber so asozial wie die Bonzen und Politiker haben die Schweden nie reformiert. Und Schweden hat nach Dänemark immer noch die höchsten Steuersätze. Die Grundlagen sozialstaatlichen Handelns haben in Schweden funktioniert, funktionieren immer noch, und ist schon mal die bessere Richtung zu der Assi-Politik hier.
Alt 15. 09. 2004, 01:57 Mit Zitat antworten #360
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Zitat:
Original geschrieben von Stoebi
Dieser genannte Verkäufer, der lebt seit Jahren von der SOLIDARITÄT vieler arbeitender Menschen. Ich erwarte keine Dankbarkeit, um Gotteswillen, ich erwarte aber, dass so ein Mensch zumindest eine Minimalvorstellung von Solidarität im Kopf hat. Aber was der Mensch geäußert hat, das ist asozial. Darüber sollten wir mal gewaltig nachdenken und uns fragen, was hier in D eigentlich gespielt wird ...
Stimmt schon, dass ist asozial und dumm. Dumm, weil sich natürlich auch für den Zeitungsverkäufer sehr viel ändert. Hätte er mal besser das Kapital Zumutbarkeiten gelesen und sich klar gemacht, dass nach Hartz 4 natürlich Hartz5, 6 etc. kommt. Merz schreibt schon wieder ein neues Buch, und natürlich nicht nur der.
Aber vielleicht hat der besagte Zeitungsverkäufer auch nur gelesen und gehört, was der beauftragte neoliberale Mainstream an Medien eben an bla, bla zu Hartz verbreitet hat. Das fing ja erstmal mit ner gewaltigen Hetze gegen Arbeitslose und ner dramatischen Beschreibung, was die "Sozialschmarotzer" kosten und wie die Bonzen und Arbeitnehmer darunter leiden. Kein Wunder, das sich viele Arbeitslose etwas klein machen. Andererseits tun aber auch viele, die noch Arbeit haben so, als würden sie nur deshalb arbeiten und der Sinn ihrer Arbeit bestünde gezwungenermaßen nur darin, eben diese faulen Arbeitslosen zu alimentieren.
Dass Hartz die Löhne gerade bei Normalarbeitsverhältnissen senken soll (Siemens, VW, Mercedes ist ja grade durch oder dran), dass nichts an den Solidarsystemen billiger wird (aus Arbeitnehmersicht) haben scheinbar auch einige noch nicht begriffen. Aber das den Arbeitnehmern im Schatten von Hartz das nicken zu Lohnsenkungen, mehr "Flexibilität" und einigem Verzicht viel leichter fällt, haben die Bonzen schon mal wohlwollend zur Kenntnis genommen.
Was ich sagen will, die Macher von Hartz sind sicher keine Anfänger. Die wissen schon, wie man sowas aufzieht.
Zitat:
Original geschrieben von Der Rebell
Solidarität ist out. Wir haben diese Verpflichtung an den Staat abgetreten und haben dafür Geld bezahlt.
Und auch noch den Staat an die Bonzen abgetreten. Wenn Hartz 20 fertig ist, muss man auch noch übern Bürgersteig schweben und für jeden Luftzug und Sonnenstrahl bezahlen, gehört dann alles nicht mehr dem "Staat". Dann wird’s schwierig mit der von Neoliberalen angemahnten "Eigenverantwortung".
Zitat:
Original geschrieben von Der Rebell

Eine solidarische Spaßgesellschaft würde auch garnicht funktionieren.
Ne neoliberale, asoziale Arbeitsqual- und Hungergesellschaft funktioniert nicht.
Die solidarische Gesellschaft entwickelt sich schon aus der Erfahrung heraus.
Alt 15. 09. 2004, 02:05 Mit Zitat antworten #361
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Zitat:
Original geschrieben von Falke
Wer erzählt dir eigentlich, das Millionäre keine Steuern zahlen? Du solltest dich von solchen "Freunden" fern halten.
Bis jetzt gilt immer noch, der höchste Steuersatz liegt bei 48%.
Dir ist das zu wenig?
Blödsinn, den Steuersatz zahlt kein Bonze und kein Konzern hier.
Zitat:
3.1 Effektive Körperschaftssteuersätze
Bei Anwendung der oben dargestellten Methode zeigt sich, daß die Messung der Steuerbelastung anhand der tariflichen Steuersätze und der effektiven Durchschnittssätze in Deutschland zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen führt. So lag der effektive Durchschnittssteuersatz von Kapitalgesellschaften 1996 bei nur 23,5% (siehe Abbildung 1 und Tabelle 1 im Anhang), während der Grenzsteuersatz laut Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft 64,9% betrug.4 Abbildung 1 zeigt, daß der effektive Steuersatz von Kapitalgesellschaften in Deutschland seit Beginn der achtziger Jahre von 54,6% um über 30 Prozentpunkte gesunken ist. Die effektive Körperschaftsteuerbelastung ist mittlerweile so niedrig wie in kaum einem anderen westlichen Industrieland und hat selbst das Niveau der USA unterboten, die gemeinhin als Niedrigsteuerland gelten
Quelle:
Zitat:
Anhörung beim Finanzausschuß des Deutschen Bundestages:
Unternehmensteuerbelastung im internationalen Vergleich, v2.3

Zusammenfassung:
Wenn für alle Einkommen aus Unternehmertätigkeit & Vermögen in Deutschland tatsächlich zwanzig % Steuern bezahlt würden, so erbrächte dies Steuereinnahmen von über 170 Mrd. DM. Dies ist deutlich mehr als die darauf 1998 insgesamt bezahlten Steuern von 135 Mrd. DM (Körperschaftsteuer 34, Kapitalertrags- und Zinsabschlagsteuer 29, veranlagte Einkommensteuer 6, anteiliger Solidaritätszuschlag 4, Gewerbesteuer 45, Grundsteuer 17). In vielen anderen Ländern ist diese Belastung deutlich höher, z.B. in Japan, Schweiz, UK und USA, da dort Vermögensbestände viel stärker besteuert werden, was in Deutschland als sogenannte Substanzsteuer abgelehnt wird.

2) Die nominale Grenzbelastung von Unternehmenserträgen, die für Investitionsentscheidungen von großer Bedeutung ist, liegt in Deutschland deutlich über 50 %, weit höher als in vielen anderen Ländern, wo 35 % als internationaler Standard angesehen wird. Die tatsächliche Durchschnittsbelastung variiert in Deutschland stark von Unternehmen zu Unternehmen, für typische Produktionsunternehmen könnte sie laut verschiedenen Untersuchungen bei rund 40 % liegen. 40 % Steuern für Unternehmenserträge sind doppelt so viel wie die Durchschnittsbelastung von 20 % für Einkommen aus Unternehmertätigkeit & Vermögen, ein Teil dieser Einkommen (vor allem Vermögenseinkommen?) zahlt also deutlich unter 20 %.
Quelle:
Zitat:
Konzerne zahlen keine Steuern mehr
Im folgenden soll die Steuerbelastung von Gewinneinkommen noch genauer untersucht werden.
"Kapitalgesellschaften leisten in ihrer Gesamtheit überhaupt keinen Beitrag mehr zur Staatsfinanzierung", stellte im Jahr 2001 der Chefkommentator des unternehmerfreundlichen 'Handelsblatts' fest, als die Finanzämter erstmals in der Geschichte der BRD mehr an Körperschaftsteuer auszahlten als sie einnahmen. Inzwischen zahlen die Konzerne wieder ein paar Milliarden Euro an Körperschaftsteuer, doch selbst wenn sich die Prognose für 2004 realisiert, was hier bezweifelt wird, ist es nur halb soviel wie im Jahr 2000. Ab 2006 dürfte das Körperschaftsteueraufkommen erneut sinken, da ab diesem Jahr Aktiengesellschaften ihre Gewinnrücklagen wiederum wie 2001 und 2002 steuermindernd auskehren dürfen.
Auch die Schwindsucht bei der Gewerbesteuer geht zum größten Teil auf das Konto der Kapitalgesellschaften (AG, GmbH), was erheblich zur Finanznot der Städte und Gemeinden beitrug. In München zahlten die sieben Dax-Konzerne – Siemens, BMW, Allianz, HypoVereinsbank, MAN und Infineon – jahrelang keinen Cent Gewerbesteuer. Neuerdings hat sich VW in die Gang der Gewerbesteuerverweigerer eingereiht. Die VW-Stadt Wolfsburg muss sogar über 30 Millionen Euro Gewerbesteuervorauszahlung zurückerstatten.
Quelle:
Alt 15. 09. 2004, 02:10 Mit Zitat antworten #362
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Zitat:
Original geschrieben von Falke
Wer als Millionär keine Steuern zahlen will, der muß wesentlich mehr Schulden machen, als er Haare auf den Kopf hat oder er muß sich mit dem Geld aus dem Staube machen. Letzteres funktioniert aber nur einmal.
Wieso denn das? Hunderte Milliarden haben die Bonzen schon auf Schwarzgeldkonten verschoben, die Bonzen sind aber noch hier. Oder wer hindert Müllermilch oder andere Bonzen daran in die Schweiz zu gehen, wenn Steuern drohen? Wer hindert Konzerne daran, mit Betriebsverlagerungen zu drohen, wenn Steuern drohen?
Zitat:
Original geschrieben von Falke
In allen anderen Fällen wird dieses Geld investiert, um damit wieder Geld zu verdienen. Von diesem Vorgang haben wir alle etwas, das ist gewollt und so funktioniert unser Wirtschaftssystem grundsätzich.
So funktioniert vielleicht die neoliberale Bonzenwirtschaft, und ist auch nur von denen gewollt. Pro Tag fallen laut Merkel tausend Arbeitsplätze weg, da funktioniert außer für die Bonzen gar nichts. Investiert wird vorzugsweise im Ausland, wo sich besser ausbeuten lässt oder gleich in Spekulationsgeschäfte.
Zitat:
Die Wirtschaft investiert immer weniger Anteile ihrer Gewinne, sondern "legt sie an", d.h. bringt sie in die stürmischen und teilweise auch trüben Gewässer der internationalen Finanzökonomie. 1993 wurden nur 23 % aller Zuwächse an Geldvermögen weiter in Geldvermögen angelegt und nicht investiert. Im Jahre 2000 waren das schon rund 40%, so dass jede staatliche Förderung der Unternehmensgewinne schon mit einem kräftigen Teil zu einer Fütterung der für die Realökonomie fast nutzlosen und gefährlichen Finanzmärkte verkommen ist. Die Steuerreform hat also in diesem Teil hoch problematische Auswirkungen. Wie zu hören ist, will die CDU den Spitzensteuersatz jetzt noch weiter auf 35% senken. Die schon Privilegierten sollen noch mehr gefördert , der Reichtum noch mehr bei einer Minderheit konzentriert und die soziale Kluft noch weiter vergrößert werden. Die Begründung ist die gleiche wie immer: das Wachstum würde stimuliert und zusätzliche Arbeitsplätze schaffen.
Quelle:
Zitat:
Original geschrieben von Falke
Das es Auswüchse und Tricksereien gibt ist klar, aber wie groß ist der Schaden tatsächlich?
Die Arbeitsplätze fallen immer mehr weg, die dazugehörigen Einkommen ja schon seit längerem. Kommunen und der Staat gehen pleite. Die Armen werden ärmer und zu rechtlosen Sklaven, die Bonzen reicher. Die öffentlichen Einrichtungen verfallen oder gehen in Bonzen- oder Spekulantenbesitz über. Staat, Gesellschaft hat fertig. So groß ist der Schaden.
Zitat:
Original geschrieben von Falke
Mache dich bei deinem Chef unersetzlich. Sei sparsam….
Viel zu kompliziert und teilweise ja ekelhaft. Wieso sollte man sich den Bonzen anbiedern, die einen aussaugen und immer ärmer machen? Ist doch Blödsinn!
Alt 15. 09. 2004, 02:15 Mit Zitat antworten #363
yggr
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Zitat:
Original geschrieben von Der Rebell
Solidarität ist out. Wir haben diese Verpflichtung an den Staat abgetreten und haben dafür Geld bezahlt.

Eine solidarische Spaßgesellschaft würde auch garnicht funktionieren.

Rebell

Das muß man sich einrahmen ... - und das meine ich Ernst
Alt 15. 09. 2004, 10:29 yggr is offline Mit Zitat antworten #364
Falke
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@Distel

Du verfällst leider immer wieder in eine Unart, die in diesem Board allzuhäufig anzutreffen ist, einzelne Sätze aus Beiträgen anderer aus dem Zusammenhang zu reißen und damit eine völlig entstellende Darstellung der eigentlichen Aussage des Beitrags gibst.

Zitat:
Viel zu kompliziert und teilweise ja ekelhaft. Wieso sollte man sich den Bonzen anbiedern, die einen aussaugen und immer ärmer machen? Ist doch Blödsinn!

Deine Antwort darauf zeigt, das Du den Kern meiner Aussage gar nicht verstanden hast.

Ich habe deshalb den ganzen Block hier noch einmal wiederholt und will einmal erklären was ich damit gemeint habe.


Zitat:
Wir sollten Politikern Beifall zollen, die das richtige sagen, damit die, die das richtige wollen auch merken, das sie vom Volke Unterstützung haben. Dumpfes Gequatsche von koruppten Politikern, Bonzen und keine Steuern zahlenden Millionären hilft da nicht weiter. Wenn du was verändern willst? Unterstütze gewerkschaftliche Aktivitäten, wenn sie sinnvoll sind. Applaudiere laut, auf politischen Veranstaltungen, wenn Politiker das richtige sagen. Sei im Beruf gut. Mache dich bei deinem Chef unersetzlich. Sei sparsam. Kündige noch am selben Tage, wenn dir dein Chef erzählt, er wolle seinen Betrieb (ohne Not) ins Ausland verlegen. Überrede deine Kollegen das selbe zu tun. Kaufe den Schrott wenn der Betrieb am anderen Tage platt ist und mache ihn wieder neu auf. Kaufe nicht in Geschäften, die ihr Personal nicht ordentlich bezahlen. Wechsle den Provider für dein Handy, wenn heraus kommt, das er den Staat um Milliarden bescheißen will. Kaufe dir keinen SLC der in Südafrika produziert wird und keinen BMW aus Kalifornien, weil es dort keine Gewerkschaften gibt. Erkläre diesen Unternehmen, warum du das tust. usw. usw.


Ich bin durchaus der Meinung, das die wenigsten Politiker korrupt sind. Aber mit diesen Beschimpfungen versuchen durchaus verkommene Politiker und andere, die Menschen auf ihre Seite zu ziehen.
Vor solchen Leuten sollte man sich in Acht nehmen.

Für sehr wichtig halte ich auch die gezielte Unterstützung von Politikern die richtige Aussagen machen.

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Mache dich bei deinem Chef......... und die nachfolgenden Sätze gehören zusammen. Das ist eine, ich gebe zu, eher phantastische Aussage aber dennoch richtig.

1. Kein Betrieb kann bestehen, wenn er nur Pflaumen beschäftigt.
2. Es sollte im eigenen Interesse liegen, in seiner Arbeit gut zu sein, denn nur gute Arbeit lässt sich verkaufen und rechtfertigt damit auch gute Bezahlung.
Wer das anders sieht, schmarotzt auf Kosten seiner Kollegen und seines Unternehmers.
Wer Sorgen hat, das ein Unternehmer mit seiner Arbeit Geld verdient, kann sich ja selbständig machen und seinen Arbeitsplatz selbst finanzieren. Jeder Arbeitnehmer ist auch Nutznießer des Geldes seines Unternehmers. Das ist eine wechselseitige Angelegenheit.
3. Nur wer gut ist, kann überhaupt daran denken, ggf. einen oder seinen Betrieb einmal zu übernehmen.

4. Jetzt folgt eigentlich der Kern meiner Aussage, der sicherste Weg seinen Arbeitsplatz zu behalten ist, zu kündigen.
Warum?
Wenn ein Unternehmen, wie z.B. DC damit droht, 6.000 Arbeitsplätze ins Ausland zu verlegen, damit seine Belegschaft sich auf die Knie begibt und das Kriechen anfängt, dann sollte es die Möglichkeit haben, das zu tun. Aber nicht ganz allmählich und mit Hilfe der Betroffenen, sondern sofort von heute auf morgen und vor allem ohne die Spitzenkräfte des Unternehmens, denn die werden ja für den Umzug auf jeden Fall gebraucht.
Nur dieses Verhalten würde dazu führen, das sich Unternehmer eher in die Hose machen, als über Massenentlassungen oder Verlagerung ihrer Betriebe ins Ausland zu sinnieren.
Es gibt sicher genug Menschen, mit unternehmerischen Fähigkeiten und auch mit Geld, die gerne in die Lücke, die dieses Unterfangen in der Wirtschaft reißen würde, wieder füllen.
Damit wären für die 6.000 wieder Arbeitsplätze zu schaffen.

Arbeitslos werden die Menschen so oder so, denn aufgeschoben ist nicht aufgehoben.

5. Verbraucherverhalten.
Was hindert Verbraucher daran, mit ihrem Verhalten, den skrupellosen Unternehmern zu zeigen, wo es lang geht?
Brauchen wir einen SLK aus Südafrika? Gibte es keine anderen schönen Autos?
Brauchen wir Vodafone? Gibt es keine anderen Handyprovider?
Brauchen wir Aldi? Gibt es keine anderen Geschäfte, die ihre Mitarbeiter auch ordentlich bezahlen, damit die ihren Lebensunterhalt ohne Zuschüsse der Allgemeinheit verdienen können?
Brauchen wir Mc-Doof? Können wir unsere Cola nicht woanders trinken?
Warum pinkeln wir nicht diejenigen ans Bein, die damit praalen, eine Putzfrau aus dem Osten für 2€ /Std. zu beschäftigen.
usw. usw.



Ich weiß, das ist Phantasie, aber allemal besser als von Sozialismus zu träumen und Menschen umerziehen zu wollen.

Wer es schon so weit gebracht hat, Montags auf die Straße zu gehen und zu demonstrieren, der wäre sicher bereit auch in seinem Verbraucherverhalten etwas ändern, wenn er denn einmal angefangen hat über seine Situation nachzudenken.

Aber die Parole heißt ja:
Gegen Bonzen, gegen Politiker gegen alles Mögliche und für Idioten, denn ich wähle NPD.
Alt 15. 09. 2004, 17:59 Falke is offline Mit Zitat antworten #365
yggr
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Zitat:
Wenn ein Unternehmen, wie z.B. DC damit droht, 6.000 Arbeitsplätze ins Ausland zu verlegen, damit seine Belegschaft sich auf die Knie begibt und das Kriechen anfängt, dann sollte es die Möglichkeit haben, das zu tun. Aber nicht ganz allmählich und mit Hilfe der Betroffenen, sondern sofort von heute auf morgen und vor allem ohne die Spitzenkräfte des Unternehmens, denn die werden ja für den Umzug auf jeden Fall gebraucht.
Nur dieses Verhalten würde dazu führen, das sich Unternehmer eher in die Hose machen, als über Massenentlassungen oder Verlagerung ihrer Betriebe ins Ausland zu sinnieren.
Es gibt sicher genug Menschen, mit unternehmerischen Fähigkeiten und auch mit Geld, die gerne in die Lücke, die dieses Unterfangen in der Wirtschaft reißen würde, wieder füllen.
Damit wären für die 6.000 wieder Arbeitsplätze zu schaffen.

Dagegen ist ja im Prinzip nichts einzuwenden und in der Theorie mags auch stimmen, aber in der Praxis nur zum Teil und wenn dann auch eher nur für "kleinere" Firmen. Vielmehr ist es doch so, gehen große Firmen auf Abenteuerfahrt, z.B. nach Mexiko, China etc. und kommen irgendwann mit einer "blutigen" Nase zurück, können sie hier in der Regel mit Hilfe staatlicher Unterstützung ihre Wunden lecken. Alles zum Wohl der Arbeiter, denn sie bringen ja wieder "neue" Arbeitsplätze ..
Alt 15. 09. 2004, 18:18 yggr is offline Mit Zitat antworten #366
Der Rebell
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Ich werde bei diesen Themen das Gefühl nicht los, als ob sich "Die Wirtschaft" immer mehr von der Gesellschaft löst und ein Eigenleben nach anderen Gesetzen entwickelt, die mit den Interessen der Menschen nichts mehr zu tun haben.

Es scheint fast so, als ob "Das Kapital" eine Art lebendige eigene Persönlichkeit entwickelt hat und sich wie ein Diktator über alle Interessen gestellt hat.

Selbst unfähige Manager werden vom "Kapital" abgestraft und wie Exkremente ausgeschieden.

Es wird Zeit, diesem Monstrum Zügel anzulegen sonst sind wir eines Tages alle Sklaven, die noch nichtmal den Grund für ihre Versklavung kennen.

Rebell
Alt 15. 09. 2004, 19:07 Der Rebell is offline Mit Zitat antworten #367
yggr
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Solange die meisten sich in diesem System wohlfühlen und selbst hoffen irgendwann einmal in diese Reihen aufzurücken, solange wird sich auch nichts ändern
Alt 15. 09. 2004, 19:16 yggr is offline