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Caecus
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Zitat:
Und Quailfikationen Kosten Zeit und Geld von wem bekommt das der AL ?

Klar, woher sollte man als Arbeitsloser auch die Zeit nehmen

Ich meinte, das es nötig sich sich permanent mit Weiterqualifikation zu befassen und nicht erst als Arbeitsloser! Berufsbegleitende Bildungsangebote gibt es genug, ist wohl mehr eine Frage des persönlichen Engagements.

Natürlich ist praktische Erfahrung wichtig und unersetzlich, aber sie ersetzt nun mal kein theoretischen Kenntnisse!
Zitat:
Und wenn ein Übersiedler und Asylant nicht deutsch lernen muss, weiss man wo die 10 % herkommen.

Aha, und was ist die Konsequenz? Deutschunterricht zwangsweise? Wer nicht von sich aus bereits ist seine eigene Zukunft zu gestalten, den kann man auch nicht zu seinem Glück zwingen!

Und was ich unterlasse und was nicht, entscheidest Du ganz sicher nicht!
Alt 19. 01. 2005, 15:31 Caecus is offline Mit Zitat antworten #526
DocShark
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Ach wie blod bist Du , es ist nicht die Freizeit sondern die Dauer eines Lehrganges gemeint.

Und was die schnell Besohl-Lehrgange wert sind die über das AA kommen, wäre einanderes Blatt.
Und zu den Berufbegleidenden Lehrgängen, ist graue Theorie
Als ich voll im Job auf Montage war galt von Montags bis Freitags die 50-60 Stunden Woche.
Also im speziellen Fall hätte ich nur die Wahl gehabt, Arbeit oder Arbeitslos und Lehrgang.
Dann weisst Du überhaupt was ein Lehrgang kostet ? so ab 5 bis 8 TM bist Du dabei.
Wer zahlts ? Mit Billig oder niedrig Lohn dürft kaum Geld das ein.
Und Du würdest naturlich 3- 5 TM Euro und mehr investieren auch wenn Du keine Arbeitsplatzgarantie hast.
Bis jetzt habe ich kaum was konstruktive Argumente gehört,...
Doofe nachblabbern von Argumenten die Du vlt bei der Christansen aufschnapst.

DocShark
Alt 19. 01. 2005, 16:51 DocShark is offline Mit Zitat antworten #527
Sunwalker
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Zitat:
Original geschrieben von DocShark
Ach wie blod bist Du , es ist nicht die Freizeit sondern die Dauer eines Lehrganges gemeint.

Und was die schnell Besohl-Lehrgange wert sind die über das AA kommen, wäre einanderes Blatt.
Und zu den Berufbegleidenden Lehrgängen, ist graue Theorie
Als ich voll im Job auf Montage war galt von Montags bis Freitags die 50-60 Stunden Woche.
Also im speziellen Fall hätte ich nur die Wahl gehabt, Arbeit oder Arbeitslos und Lehrgang.
Dann weisst Du überhaupt was ein Lehrgang kostet ? so ab 5 bis 8 TM bist Du dabei.
Wer zahlts ? Mit Billig oder niedrig Lohn dürft kaum Geld das ein.
Und Du würdest naturlich 3- 5 TM Euro investieren auch wenn Du keine Arbeitsplatzgarantie hast.
Bis jetzt habe ich kaum was konstruktive Argumente gehört,...
Doofe nachblabbern von Argumenten die Du vlt bei der Christansen aufschnapst.

DocShark

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Alt 19. 01. 2005, 16:56 Sunwalker is offline Mit Zitat antworten #528
Der Rebell
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Zunächst muß der Tag auf 30 Stunden verlängert werden.

Dann können wir längere Arbeitszeiten akzeptieren und nebenbei (wie empfohlen) einen 400 Euro-Job machen, wenn das Geld nicht reicht und unbezahlte Überstunden ableisten. Und wir können eine Qualifizierungsmaßnahme wahrnehmen und es bleibt genug Zeit zum Konsumieren. Schließlich müssen die ganzen Spielzeuge auch gekauft werden, die wir produzieren. Wir können ja demnächst auch nachts einkaufen (wie praktisch). Nicht vergessen, die Fernreisen zu buchen, sonst haben wir den neuen Wunderflieger umsonst gebaut. Nachts werden dann noch ein paar Kinder gemacht, damit die Rente stimmt.



Ich will damit sagen, daß die ganzen Anforderungen, die öffentlich diskutiert werden, nicht zusammenpassen oder überhaupt nicht bewältigt werden können oder sich gegenseitig neutralisieren.

Qualifizierungsmaßnahmen stehen nicht in ausreichendem Maß zur Verfügung. Das haben uns die Maßnahmen des AA gezeigt, die von allen Seiten belächelt wurden und einen Nulleffekt hatten. Ein solches Schulungssystem müßte erst eigerichtet werden und das Lehrpersonal ausgebildet werden, damit da überhaupt Qualität herauskommt.

Es macht wenig Sinn, wenn sich die Leute ein Buch kaufen und versuchen sich selbst zu qualifizieren. Die meisten haben nicht gelernt zu lernen. Ohne Unterweisung und Qualitätskontrolle funktioniert sowas nicht.

Der Rebell
Alt 19. 01. 2005, 18:20 Der Rebell is offline Mit Zitat antworten #529
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Hmm, u.A. bei RWE soll's Jobs gegeben haben, da brauchte man nichts zu machen und nicht mal ein Büro. Vielleicht sind das ja so Sonderschulkompatible Arbeitsplätze mit kurzen Anlernzeiten und leicht verständlichen Inhalten? Groß Fehler machen kann man bei solchen Jobs jedenfalls nichts. Die Konzerne sollten solche Jobs einfach mal öffentlich ausschreiben.
Alt 19. 01. 2005, 18:33 Mit Zitat antworten #530
Caecus
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@DocShark
Zitat:
Ach wie blod bist Du , es ist nicht die Freizeit sondern die Dauer eines Lehrganges gemeint.

Dann drück Dich zukünftig allgemeinverständlich aus, dann entstehen auch keine Missverständnisse.
Sicherlich lassen sich immer ungemein viele Argumente finden, um darzuglegen warum in diesem und jenem speziellen Fall etwas gerade nicht möglich ist.
Aber Dein npersönliches Arbeitpensum ist ja wohl kaum repräsentativ und stellt somit auch nicht meine Aussage in Frage!

Die Kosten von qualitativer Weiterbildung sind zweifelsfrei enorm, daher ja auch mein Ansatz, dass Diese schon unbedingt bei bestehenden Arbeitverhältnissen ansetzen muss. Wenn man erst mal Arbeitslos ist kann man die Kosten sicherlich nicht merhr tragen, aber das war auch gar nicht meine Aussage!

Da Du ja so auf platte Attetüden stehst: Deine Argumente klingen wie einfältigste Gewerkschaftspropaganda!
Alt 20. 01. 2005, 07:01 Caecus is offline Mit Zitat antworten #531
DocShark
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Daneben geschossen weder Gewerkschaft, Politik und Medien haben mich beeinflusst.
Man sollte seinen eigenen Verstand benutzen, dann kann es passieren das man hier und da eine Übereinstimmung mit vorgenannten finden kann. In sofern berührt mich das nicht.


Im übrigen hast Du einen simple Einzelfall genommen und sie als Generallösung hingestellt.

Wie war das doch, Arbeitslose sind Unberechtigte Bezieher von Sozialleistungen.
Wie ist es dann in Berlin wo über 200 000 Anträge auf Hartz IV gestellt wurden, und nur ca paar Tausend abgelehnt wurden. Dais ist gerade mal <10 %, erhöfft hate man sich aber fast 20 - 30 %.
Nun darf ich nicht von Berlin auf das ganze Land schliesen das will ich auch nicht.
Es wird gegenden geben wo die Zahlen erheblich anders aus sehen.

DocShark
Alt 20. 01. 2005, 07:15 DocShark is offline Mit Zitat antworten #532
n0_0b
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So nahe sind sich eben Marxisten und Nazis!

Diese Schmarotzer wollen sich als zuhälterische Geiselgangster von
Nichteignern bereichern, die sie zum Eignerinstrument erklären. Wer Eigner
nicht "zur Verfügung" steht, ist lt. Nazis "grenzenlos faul" und soll
"verhungern".

Er ist mir ein ganz abgebrühter Rotbrauner!


pV (politisch Verfolgter)
Alt 24. 01. 2005, 11:00 n0_0b is offline Mit Zitat antworten #533
Wollschaf
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Zitat:
Selbst Qualifikation ist kein Garant für Arbeitplatzgarantie.


Zwar nicht, doch sie erhöht die Chance einen guten Arbeitsplatz zu finden und Karriere zu machen doch enorm.

Zitat:
Und Quailfikationen Kosten Zeit und Geld von wem bekommt das der AL ?

Mann kann sich auch in öffentlichen Einrichtungen weiterbilden lassen die sehr kostengünstig sind... z.Bsp. der VHS! Die Zeit muss man schon mitbringen.


Zitat:
2. Thoerie ist die eine Sache , ich wusste nicht, dass man durch Studim oder Lehrgang auch praktische Erfahrung bekommt.
Schon wieder falsch. Es kommt auf das Modell der Schule an, das man wählt.

Ich selbst habe auch schon an etlichen Seminaren teilgenommen und ich finde durchaus, dass es sich lohnt. Bisher habe ich oft das Wissen nutzen können, dass ich dadurch zusätzlich erworben habe. Es kommt halt nicht nur auf das "learning by doing" an sondern, dass man weiß warum etwas funktioniert wenn es funktioniert, oder dass man weiß, wie es noch funktionieren könnte wenn das ursprüngliche einmal nicht funktioniert. Das Wissen kann man dann nachher mit "learning by doing" noch besser verankern.


[quote]3 Monate Praktikum ohne Bezahlung, ist ne Ausbeutung der anderen Art.[/quote)
Es kommt darauf an was man in dieser Zeit lernt. Ist resultierende Erfahrung und Wissen nicht Lohn genug? Zudem bringen Praktikas durchaus einen Vorteil wenn man sich bewirbt, dies kann ich aus meiner persönlichen Erfahrung und aus meinem Bekanntenkreis bestätigen, oft werden Praktikanten in den Betrieb übernommen und viele Unternehmen zahlen auch kleine Taschengelder, insbesondere bei Studenten. Reich wird man damit sicherlich nicht. Natürlich gibt es auch schwarze Schafe die Praktikanten als billige Arbeitskräfte ausbeuten. Kann man diese jedoch nicht der IHK melden? Zudem gibt es Maßnahmen und Reglungen die bewusst "Ausbeutung" in diesem Zusammenhang versuchen einzudämmen. Ein Betrieb der zum BSp. ein berufsvorbereitendes Praktikum anbietet muss auch solange Praktikanten im Betrieb sind eine Ausbildung in den jeweiligen Praktikantenbereichen in dem jeweiligen Jahr anbieten und für's Folgejahr inserieren.
Alt 25. 01. 2005, 09:19 Wollschaf is offline Mit Zitat antworten #534
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Zitat:
Original geschrieben von Wollschaf
Es kommt darauf an was man in dieser Zeit lernt. Ist resultierende Erfahrung und Wissen nicht Lohn genug?
Geh doch mal ins Edeka und zu nem Vermieter und frag mal nach.
Alt 25. 01. 2005, 13:40 Mit Zitat antworten #535
DocShark
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Ach der Spinner meldet sich mal zu Wort.

Zitat:
quote:
--------------------------------------------------------------------------------
Und Quailfikationen Kosten Zeit und Geld von wem bekommt das der AL ?
--------------------------------------------------------------------------------

Mann kann sich auch in öffentlichen Einrichtungen weiterbilden lassen die sehr kostengünstig sind... z.Bsp. der VHS! Die Zeit muss man schon mitbringen.

Wusste nicht das die VHS ein anerkannter Bildungträger ist, der Kostenlos ist !
Wollschaf Du lebst in Deiner Phantasie - Welt fern jeder Realität.
Halte es lieber mit Dieter Nuhr!

DocShark
Alt 25. 01. 2005, 13:57 DocShark is offline Mit Zitat antworten #536
NNB
 
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harz iV bringt meiner meinung nach nicht viel.

1. gibt es kaum "mehr"arbeit, die an die menschen verteilt werden kann. schraubten 1990 noch 15 leute an einem auto bis zum produktionsende, sind es durch die fortschreitende automatisierung gerade mal heute 3 oder 4 . wen willste da anstellen? leute zum schrauben zählen?

2. steuerverschwendungen, fremdleistungen , auszahlungen an die, welche eiogentlich gar nichts bekommen dürften .... siehe russlandeutsche, die als rentner nach deutschland kommen und sofort volle rente beziehn. ich kenne genug beispiele und könnte diese auch durch akten einsicht belegen.

3. umbau des beamtenapparates
4. umbau des arbeitsvermittlungsapparates
5. entmachtung der gewerkschaften
6. kündigungsschutz aufheben.... damit erreicht man eine gewisse flexibilität....
->> nach dem amerikanischen beispiel:
"wir brauchen für eine bestimmte zeit 100 leute in unserem betrieb, um die produktion aufzustocken, weils der firma sehr gut geht. und wenn die zeit vorbei ist, bittten wir die 100, sich neue arbeitsplätze zu suchen"
--> nach deutschem beispiel:
"wir könnten zwar 100 leute einstellen, aber wir müssen diese dann mindestens 12monate vollbeschäftigen. und wenns uns nicht mehr gut geht, dann auch ..... der arbeitsvertrag versaut uns dann noch unsere bilanz -> lieber keinen oder nur weniger anstellen ....
=> was sagt uns das? genau! deutschland versinkt im müll von verträgen, richtlinien und gesetzten und wird dadurch unflexibel.

harz nimmt denjenigen, die wenig haben noch mehr und straft diese auch noch..... vielleicht sollt der deutsche staat bei sich selber anfangen, zu sparen und nicht für jeden scheiss das geld zum fenster raushauen.

wofür braucht man mehr als 500 abgeordnete, deren größter teil eh nie in den plenarsäalen dieser republik sitzen.... warum müssen lehrer beamtet sein, warum postler und bahnangestellte? vor allem weil die beiden letztens genannten sowieso schon AG's sind?

hier geht einiges schief und ich könnte wahrlich kotzen gehn.....

NNB
Alt 25. 01. 2005, 14:03 Mit Zitat antworten #537
Der Rebell
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Das geht doch alles viel zu sehr ins Detail. Ob nun VHS oder andere Seminare...... Es kommt auf eine berufsbezogene Weiterbildung an und zwar nicht nur für abgeschlossene Akademiker.

Das läßt sich auch sinnvoll in die Arbeitswelt integrieren, wenn man die Arbeitszeiten verkürzt und damit vielen Menschen eine bessere Chance auf einen Arbeitsplatz bietet.

Nur Qualifikation ohne Aussicht auf Arbeit dürfte wohl eher die Frustration verstärken. Und Qualifikation alleine schafft keine Arbeitsplätze. Sie verbessert die Chancen der Weitergebildeten und setzt an anderer Stelle weniger qualifizierte Leute frei.

Damit wären wir wiedermal an dem Punkt angelangt, daß es ohne eine Analyse der Massenarbeitslosigkeit nur spekulative Gegenmaßnahmen geben kann.

Der Rebell
Alt 25. 01. 2005, 14:21 Der Rebell is offline Mit Zitat antworten #538
DocShark
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@rebell
Wieder mal einer Meinung!
So sehe ich es auch. Gute Ratschläge werden nicht gebraucht, ob Weiterbildung oder nicht, sondern Arbeitsplätze.

Möcht mal wissen wie die Opel-Arbeiter sich berufsbegleitend Qualifizieren sollten, die entlassen werden, oder die von VW oder von der DB .

ist eben alles Theorie

DocShark
Alt 25. 01. 2005, 14:29 DocShark is offline Mit Zitat antworten #539
Caecus
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Zitat:
Möcht mal wissen wie die Opel-Arbeiter sich berufsbegleitend Qualifizieren sollten, die entlassen werden, oder die von VW oder von der DB .

Berufsbegleitend meint natürlich, dann Geld in Weiterbildung zu investieren, wenn man einen Job hat, und nicht erst wenn bereits das Eis unter den Füßen knirscht!

Wer ist noch so naiv zu glauben, dass ein Job in der Bandarbeit in Deutschland noch eine dauerhalfte Perspektive hat?
Alt 25. 01. 2005, 15:25 Caecus is offline Mit Zitat antworten #540
yggr
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Zitat:
Original geschrieben von Caecus
Berufsbegleitend meint natürlich, dann Geld in Weiterbildung zu investieren, wenn man einen Job hat, und nicht erst wenn bereits das Eis unter den Füßen knirscht!

Wer ist noch so naiv zu glauben, dass ein Job in der Bandarbeit in Deutschland noch eine dauerhalfte Perspektive hat?

Leute mit Schichtarbeit und Familie können über Zusatzqualifikationen nur müde lächeln ...
Alt 25. 01. 2005, 15:37 yggr is offline Mit Zitat antworten #541
Der Rebell
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@ Caecus

Zitat:
Wer ist noch so naiv zu glauben, dass ein Job in der Bandarbeit in Deutschland noch eine dauerhalfte Perspektive hat?


Deswegen ist ja auch der Schrödersche Autoglaube nicht nachzuvollziehen. Die Gesellschaft orientiert sich an den Börsendaddlern und nicht an den anderen Millionen Menschen, die das BSP erwirtschaften.

Wenn ich höre, wie der neue Monster-Flieger gefeiert wurde und dann noch höre, daß er nur 40 000 Arbeitsplätze garantiert, dann frage ich "Wozu dieser Jubel wegen der paar Arbeitsplätze?"

Der Rebell

P.S. Wenn ich das richtig verstanden habe, ging es da um 40 000 inclusiver der gesamten Zulieferung etc.
Alt 25. 01. 2005, 15:43 Der Rebell is offline Mit Zitat antworten #542
Sunwalker
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Zitat:
Original geschrieben von Caecus
Berufsbegleitend meint natürlich, dann Geld in Weiterbildung zu investieren, wenn man einen Job hat, und nicht erst wenn bereits das Eis unter den Füßen knirscht!

Wer ist noch so naiv zu glauben, dass ein Job in der Bandarbeit in Deutschland noch eine dauerhalfte Perspektive hat?

Zitat:
Original geschrieben von yggr
Leute mit Schichtarbeit und Familie können über Zusatzqualifikationen nur müde lächeln ...
Was soll das?


Weiterbildung schadet einem in Punkto Berufschancen und -sicherheit nicht, sondern verbessert diese.

Fakt ist: Wer sich Weiterbildung irgendwie leisten kann, sollte sie in Anspruch nehmen.

Zitat:
Gute Ratschläge werden nicht gebraucht, ob Weiterbildung oder nicht, sondern Arbeitsplätze.


Fakt ist: Es sind zu wenig Arbeitsplätze vorhanden und werden kurz bis mittelfristig auch nicht zur Verfügung stehen.

Folgerung: Wer sich auch aktuell sicherer fühlen will muss alles, was irgend möglich ist, dafür tun, also auch Weiterbildung.


Also, Kombination aus arbeitsplatzproduzierender Politik und einem vernünftigen Weiterbildungssystem schadet wohl auch nicht. Muss nicht nur das eine, oder nur das andere sein.
Alt 25. 01. 2005, 16:11 Sunwalker is offline Mit Zitat antworten #543
DocShark
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Dein Wort in Gottes Ohr , aber ob er erhören wird..... ?

Wenn die Arbeitplatzentwicklung und der 'Weiterbildungsbedarf' sich so schnell sich ändert wie die Börsen - Kurse, sehe ich schwarz. Wobei es letzteres schon mal gab.
Bildungsurlaub,.....
Wenn man schon wer auch immer in Bildung investiert, muss auch was raus kommen. Dann soll die Industrie nicht kommen, Qualifizierter Job - > Lohnentwicklung Richtung Billiglohn.

Was macht man, mit den hochqualifizierten Bänkern die zur Entlassung stehen ? Berufsbegleitend zum Altenpfleger qualifizieren oder Seelenklempner für Hartz IV -Geschädigte.

Ich hät nen Vorschlag für den niedriglohn Sektor Fussball-Schiedsrichter.

DocShark
Alt 25. 01. 2005, 16:30 DocShark is offline Mit Zitat antworten #544
yggr
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@Sunwalker, ja was soll das? Wer an der Realität vorbeischippert ...

Zitat:
Weiterbildung schadet einem in Punkto Berufschancen und -sicherheit nicht, sondern verbessert diese.

Darüber können wir reden, wenn du Single bist und noch recht jung - ansonsten ist das auf dem heutigen Arbeitsmarkt i.d.R. totaler Blödsinn. Mit knapp über 30 bekommt das Gros der Leute schon eine Absage .. zu alt - qualifiziert und dennoch nicht zu gebrauchen. Darüber hinaus gibts noch viele Firmen die dir eiskalt ins Gesicht sagen, du bist überqualifiziert.
Qualifizierung tut nicht not, sondern wie oben erwähnt Arbeitsplätze an sich. Ergo verbessert wird gar nichts, ich kenne zudem viele die wie ich über den zweiten Bildungsweg studieren und ob so einer Aussage aus dem Lachen heutzutage nicht mehr herauskommen ...

Dann noch was zum nachdenken, wer macht die profanen Arbeiten, wenn jeder zu höherem qualifiziert ist?
Alt 25. 01. 2005, 16:35 yggr is offline Mit Zitat antworten #545
Sunwalker
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Zitat:
Dann noch was zum nachdenken, wer macht die profanen Arbeiten, wenn jeder zu höherem qualifiziert ist?


Nicht jeder Müllmann wird sich gleich zum Betriebswirt oder ähnlichem weiterbilden können. Das muss schon im Verhältnis bleiben. Also bleiben auch für die "profanen" Arbeiten genügend Arbeiter und Nachkömmlinge. Selbst ich werde wohl mal einen profanen Beruf ausüben, da ich nicht sehr gläubig bin .

Weiterbildung ist für mich nicht immer gleich Ausbildung für hohere Qualifikationen, sondern auch eine Anpassung an durch zb technologischen Fortschritt bedingte Veränderungen.
Zitat:
Mit knapp über 30 bekommt das Gros der Leute schon eine Absage .. zu alt - qualifiziert und dennoch nicht zu gebrauchen. Darüber hinaus gibts noch viele Firmen die dir eiskalt ins Gesicht sagen, du bist überqualifiziert.


Hast du Quellen, die deine Aussage unterstützen, dass die Mehrheit mit über 30 keinen Job mehr bekommt und die Chance, einen zu erhalten durch Überqualifikation sinkt? (Mal deine persönliche Erfahrung und die deines direkten Umfeldes ausgeschlossen)
Alt 25. 01. 2005, 19:53 Sunwalker is offline Mit Zitat antworten #546
yggr
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Nun außer Artikeln aus Zeitschriften kann ich im Moment nicht viel aufweisen bzw. Erfahrungen im eigenen und weiteren Umfeld. Aber schau dir mal am Wochende die Stellenanzeige der FAZ an ... gesucht ( jetzt etwas übertrieben ) 25, Studium, Auslandserfahrung, mehrere Sprachen und natürlich Berufserfahrung - das ist so der Tenor in fast allen Stellenanzeigen.
Alt 25. 01. 2005, 20:57 yggr is offline Mit Zitat antworten #547
123falko
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Ich kann es bestätigen, dass bei den Personaler ab 30sig schon ein leichtes Zucken an den Augen zu bemerken ist. 35zig ist schon die Schallmauer. Das sieht man im Umfeld und an (ich hasse das Wort) Statistiken die verdeutlichen, dass das Alter in den Betrieben deutlich unter 40zig gesunken ist und in manchen Bereichen sich bei 30sig einpendelt.
mfg 123falko

edit, ich habe Personalverantwortung.
Alt 25. 01. 2005, 22:01 123falko is offline Mit Zitat antworten #548
mig
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Registrierungsdatum: Apr 2002
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Schluss mit dem Reformwahn

Es geht auch ohne Sozialabbau - Mehr Optimismus statt Schwarzmalerei

"Hartz IV - Thema verfehlt", urteilt Albrecht Müller. Der frühere Chef-Planer im Kanzleramt und Bestsellerautor ("Die Reformlüge") prophezeit, das Opfern von bewährten sozialen Strukturen bringe noch lange keine neuen Arbeitsplätze. Die Reformen würden Deutschland nur weiter spalten - zwischen Arm und Reich, zwischen Ost und West. Sein Rezept: Die Wirtschaft ankurbeln anstatt "Supergebilde zur Verwaltung der Arbeitslosigkeit" aufbauen".

Im Sommer 2002 verkündete Peter Hartz, Vorsitzender der so genannten Hartz-Kommission, die damals erarbeiteten Vorschläge würden zwei Millionen Arbeitsplätze bringen. Damals ging es um Vorläufer von Hartz IV - um Ich-AGs, Personal-Service-Agenturen und andere. Wo sind die versprochenen Arbeitsplätze geblieben? Sie sind nicht geschaffen worden.

Und dennoch wird jetzt wieder der Eindruck erweckt, mit Hartz IV würde es wirtschaftlich aufwärts gehen: Der Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit nennt das Projekt "die Mutter aller Reformen"; in einer Anfang Oktober erschienenen ganzseitigen Anzeige, unterschrieben von Arbeitgeberfunktionären wie Dieter Hundt und Michael Rogowski, aber auch von Peter Glotz und Günter Grass, wird behauptet, Hartz IV sei "überlebensnotwendig für den Standort Deutschland".

Es werden Erwartungen geweckt, für die es keine Begründung gibt. Der erwartete positive Wirkungszusammenhang wird nicht einmal beschrieben. Es gibt ihn nicht. Im Gegenteil: Wir sitzen mitten in einer Wirtschaftsrezession. Wenn man in dieser Situation den Arbeitslosen beziehungsweise den arbeitslos Werdenden weniger Geld zum Kaufen lässt, dann wird das die wirtschaftliche Lage verschärfen statt sie zu verbessern.

Nicht zum Nachdenken

Die Befürworter von Hartz IV sind taub gegenüber solchen Argumenten. Als beispielsweise der Bundesrechnungshof im Oktober 2004 feststellte, die Hartz-Reform sei wirkungslos, die mangelnden Vermittlungserfolge beklagte und meinte, der Umbau der Bundesagentur für Arbeit verpuffe, da führte das nicht zum Nachdenken. Der Präsident der Deutschen Industrie, Michael Rogowski, meinte wenig später im Bayerischen Rundfunk: "Wenn Sie fragen: Wo sind die Jobs, und wie kriegen wir die Jobs, dann würde ich empfehlen: Hartz V bis VIII." Die Eliten unseres Landes, die Entscheider und Meinungsmacher, benehmen sich wie Drogenabhängige. Wenn die Droge nicht wirkt, dann verlangen sie, die Dosis zu erhöhen.

Seit gut 20 Jahren wird in Deutschland reformiert: Die Sozialleistungen wurden zusammengestrichen, es wurde dereguliert und privatisiert. Die Steuern für Unternehmen, vor allem für Kapitalgesellschaften, wurden immer weiter abgesenkt, Vermögenssteuer gestrichen, Gewerbekapitalsteuer weg, Körperschaftssteuer reduziert, und so weiter und so weiter.

Nur mit Parolen

Nach neoliberaler Theorie müssten die Investitionen brummen und Arbeitsplätze zuhauf geschaffen werden. Nichts davon. Jetzt versucht man es mit Hartz IV. Wiederum nur mit Parolen und ohne auch nur den Versuch zu machen, den Zusammenhang zwischen dieser Reform und den erhofften Arbeitsplätzen zu erklären. Unser Land wird sich so weiter zum Schlechteren verändern.



Dazu sechs Punkte:

1. Das Vertrauen in die Leistungsfähigkeit der Politik und in die Politik insgesamt wird weiter schwinden. Wir sehen es ja heute schon: Umfragen zeigen, dass sowohl die Opposition als auch die Bundesregierung bei Fragen nach ihrer Leistungsfähigkeit nur Minus-Werte erreichen. Immer mehr Menschen wenden sich von der Politik ab, die Wahlbeteiligung sinkt.

2. Hartz IV wird die Spaltung unserer Gesellschaft in mehrerer Hinsicht weiter vertiefen:

Erstens zwischen den Regionen mit besonders hoher Arbeitslosigkeit und dem Rest, also vor allem zwischen Ost und West. Wenn in Regionen mit 15, 20 oder gar 30 Prozent Arbeitslosigkeit ein Mensch auf das Niveau des Arbeitslosengeldes II abgesenkt wird, gefordert wird und jede Arbeit als zumutbar betrachtet wird, aber keine Förderung möglich ist, weil es keine Jobs gibt, dann ist das besonders frustrierend.

Hier tut sich wegen Hartz IV eine weitere Spaltung zwischen Ostdeutschland sowie den von Arbeitslosigkeit besonders geplagten Teilen Westdeutschlands einerseits und dem Rest andererseits auf. Die Regionen mit hoher Arbeitslosigkeit ziehen noch einmal schlechtere Karten. Visionär kann man eine solche Perspektive keinesfalls nennen. Bei den Lesungen aus meinem Buch "Die Reformlüge", die mich schon in mehrere Städte Mittel- und Ostdeutschlands gebracht haben, ist zu spüren, wie Depression und Zorn über diese Entwicklung anwachsen. Das sind die wahren Hypotheken, die die heute Verantwortlichen unseren Nachkommen hinterlassen.

Zweitens: Die Schere zwischen Arm und Reich öffnet sich weiter. "Die Kluft zwischen oben und unten wird größer", in Westdeutschland habe das Nettovermögen im reichsten Viertel seit 1993 um 28,5 Prozent, im ärmsten Viertel um fast 50 Prozent zugenommen, in Ostdeutschland habe das Vermögen im reichsten Viertel sogar um 86 Prozent zu- und im ärmsten Viertel um 21 Prozent abgenommen, stellt der Sozialwissenschaftler Wilhelm Heitmeyer als Fazit einer Studie der Universität Bielefeld fest.

Seltsame Zielrichtung

Trotz dieser Fakten sehen die politischen Eliten unseres Landes immer noch die Notwendigkeit, oben zuzulegen und den Arbeitnehmern niedrigere Löhne zuzumuten. Das ist pervers, so pervers wie die gesamte Zielrichtung unserer modernen Eliten - in Wissenschaft und Medien, in Wirtschaft und Politik. Sie loben sich für den "Mut", das Einkommen der Arbeitnehmer zu senken und ihnen ein Stück ihrer sozialen Sicherheit weg zu nehmen. Was für eine seltsame Zielrichtung!

3. Mit Hartz IV wird ein weiteres System solidarischer Sicherung der Erosion und dem Vertrauensverlust preisgegeben. Bisher konnten Menschen, die zehn, 20 oder 30 Jahre Arbeitslosenversicherungsbeiträge bezahlt haben, davon ausgehen, dass sie im Falle des Arbeitsplatzverlustes zunächst vom Arbeitslosengeld und dann von der Arbeitslosenhilfe aufgefangen werden und nicht auf das Niveau und in den Kreis der Sozialhilfeempfänger abgestuft werden. Damit ist es vorbei.

Die Beiträge zur Arbeitslosenversicherung schützen in der Regel und nach Auslaufen der Übergangsregelungen gerade mal ein Jahr lang vor dem Abstieg. Dadurch wird das Vertrauen in diese solidarische Sicherung nachhaltig gestört und zerstört. Das zeigen viele Gespräche mit Menschen aus der betroffenen Gruppe, also solchen, die um ihren Arbeitsplatz fürchten oder gerade in die Arbeitslosigkeit entlassen worden sind.

Von Steuerzahlern bezahlt

Die Verfechter von Hartz IV haben in der öffentlichen Debatte noch Salz in die entstandenen Wunden gestreut, indem sie behaupteten, die Arbeitslosenhilfe sei bisher wie schon immer von den Steuerzahlern bezahlt worden und deshalb sei es gerechtfertigt und geradezu Pflicht der Politik, diese Regelung für arbeitslos Gewordene zu eliminieren. Diese Argumentation ist in vielerlei Hinsicht schief und irreführend: Die Beiträge der Arbeitnehmer wurden bisher schon vielfach für andere Zwecke verwendet, zum Beispiel für Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen und zur Begleichung von Sozialleistungen, die sich aus den Schwierigkeiten und Kosten der deutschen Vereinigung ergaben.

Die Zahler von Beiträgen zur Arbeitslosenversicherung waren bisher gut genug, so genannte versicherungsfremde Leistungen wie die Sozialkosten der Deutschen Einheit mitzutragen. Der Dank des Vaterlands kommt mit Hartz IV. Dass die Solidargemeinschaft sie nicht im Regen stehen lässt, wenn sie arbeitslos werden, wäre sowohl gesellschafts- als auch konjunkturpolitisch sinnvoll. Die Fortzahlung eines Entgelts in der Höhe der bisherigen Arbeitslosenhilfe wäre eine wichtige antizyklische Tat.

Der Chefökonom von Goldman Sachs, dieser großen US-Investmentfirma, schlug vor, die deutsche Regierung sollte wegen der akuten konjunkturellen Gefahren Schecks an alle Haushalte verteilen. Mit den Kürzungen von Hartz IV und der damit erzeugten depressiven Stimmung wird das Gegenteil dessen erreicht, was zur Überwindung der Rezession und der Massenarbeitslosigkeit nötig wäre.

4. Hartz IV wird eine große Gruppe von Menschen, die bisher ein stabiler Faktor unserer Gesellschaft waren, in finanzielle Bedrängnis bringen beziehungsweise in die Angst vor dem sozialen und finanziellen Abstieg versetzen. Das sind jene Arbeitslosen beziehungsweise möglicherweise arbeitslos Werdenden, die sich bisher zunächst auf ein höheres und länger gezahltes Arbeitslosengeld und dann im Notfall auf die Arbeitslosenhilfe verlassen haben. Ihre Lebenskalkulation wird durch Hartz IV in Kombination mit der schlechten Arbeitsmarktlage zur Makulatur.

5. Minijobs werden verstärkt sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse vernichten. Schon seit der Neuregelung von 2003 stieg die Zahl der Minijobs um fast zwei Millionen, aber die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze ging um eine halbe Million zurück. Hartz IV wird - unter anderem dank der Ein-Euro-Regelung - diesen Trend verschärfen. Damit werden die Finanzen der sozialen Sicherungssysteme weiter geschwächt. Das ist das Gegenteil dessen, was man uns immer wieder erklärt: Die Umbau-Maßnahmen seien notwendig, um den Sozialstaat zu sichern.

6. Hartz IV überschüttet die Betroffenen mit großem bürokratischem Aufwand, der 16-seitige Fragebogen ist das äußere Symbol dafür. Die gesamte Operation hat die politischen Kapazitäten in den letzten Monaten gebunden und wird dies vermutlich auf Jahre hinaus weiter tun. Dabei muss man beachten, dass die Operation dann, wenn eine Ökonomie läuft, nur einen verschwindend kleinen Teil einer Volkswirtschaft betrifft: das Segment der Arbeitslosen. In sehr guten Zeiten waren das unter ein Prozent, in guten vielleicht drei Prozent.


Verwaltung der Arbeitslosi