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Feind der Hartz-Parteien
Registrierungsdatum: Apr 2001
Beiträge: 116
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Deutschland ist das größte Arbeitslager ohne Zaun
Aufgrund dessen das die Regierung kein Mindestlohngesetz einführt, können Arbeitgeber Arbeitskräfte zu Niedrigstlöhnen einstellen. Dies wird durch den Druck des Arbeitsamtes, mittels Hartz IV, Mini-Jobs, 1 Euro Jobs und Androhung empfindlicher Sanktionen begünstigt.
Hierbei spielt es keine Rolle wie viel Einkommen erzielt wird, da der Rest durch ALG 2, oder ergänzende Sozialhilfe aufgestockt wird. So kann der Unternehmer auf Kosten der Allgemeinheit, satte Gewinne machen und sich privat bereichern.
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09. 02. 2005, 23:46
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#626
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©2004
Registrierungsdatum: Aug 2004
Ort: Int. Gewässer
Beiträge: 631
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Harz IV stört mich eigentlich nicht ....
aber was echt Shit ist ist der ein euro Job ...dank den Mist hat mein Vater nach 37 Jahren seinen Job verloren nur weil die ein euro Jobler billiger sind .... sowas is doch eine totale frechheit wie soll mein Vater mit 54 Jahren noch ein Job finden ??
Sowas bringt mich total auf die Palme !
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10. 02. 2005, 16:25
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#627
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Mitglied
Registrierungsdatum: Apr 2000
Ort: D 59000
Beiträge: 274
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@kredit-Hai
na da würde ich mich an Deiner Stelle mal genauer informieren, ob Dein Vater wirklich seine Arbeit wegen den 1€ Jobbern verloren hat.
Es wird in diesem Zusammenhang viel dummes Zeug erzählt.
1 € ist ein Zuschuss für Bezieher von Sozialleistung, die Arbeit für Gemeinden verrichten, die sonst nicht verrichtet würden. Die Bezahlung ist also nicht 1 € sondern die gesamte Sozialleistung plus 1 €. Seit Hartz 4 gibts eben nix mehr für umsonst und das ist auch gut so.
Für Betroffene ist das zwar bitter, aber ebenso wie die Allgemeinheit nichts dafür kann, wenn einem eine Dachpfanne auf den Kopf fällt, ebenso wenig kann die Allgemeinheit etwas dafür wenn jemand von Arbeitslosigkeit betroffen wird.
Es will mir nicht in den Sinn, wenn ich indirekt für einen Arbeitslosen, damit der keine Abstriche in seinem Lebensstandard machen muss, seinen BMW, Freundin und Wohnhaus mitfinanzieren muss.
Ich bin gerne bereit, meinen Teil zur Solidarität für Betroffene, die am unteren Ende der Gesellschaft leben müssen, zu leisten, aber nicht für Menschen, die sich in ihr Schicksal ergeben, grosse Anprüche stellen und dann gar noch die NPD wählen.
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10. 02. 2005, 18:04
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#628
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ehemaliger ex-ex
Registrierungsdatum: Aug 2004
Beiträge: 17.882
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Zitat:
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Seit Hartz 4 gibts eben nix mehr für umsonst und das ist auch gut so. Für Betroffene ist das zwar bitter, aber ebenso wie die Allgemeinheit nichts dafür kann, wenn einem eine Dachpfanne auf den Kopf fällt, ebenso wenig kann die Allgemeinheit etwas dafür wenn jemand von Arbeitslosigkeit betroffen wird.
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Die Allgemeinheit kann sicher nichts dafür aber die dämliche Politik schon. Sie hat sein 25 Jahren nichts gegen die Massenarbeitslosigkeit unternommen. Nun frage ich zum tausendsten Mal, wo die Ursachen für die Massenarbeizslosigkeit liegen und warum 6 Mio darunter leiden sollen?
Die Euro-Job-Regelung ist schon deswegen ungerecht, weil sie nur für 600 000 Arbeitslose angeboten werden soll.
Zitat:
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Es will mir nicht in den Sinn, wenn ich indirekt für einen Arbeitslosen, damit der keine Abstriche in seinem Lebensstandard machen muss, seinen BMW, Freundin und Wohnhaus mitfinanzieren muss. Ich bin gerne bereit, meinen Teil zur Solidarität für Betroffene, die am unteren Ende der Gesellschaft leben müssen, zu leisten,
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Klingt wieder nach dem üblichen "Selbst-Schuld-Argument", das bisher noch niemenad belegen konnte.
Heiliger St. Florian, zünd das Haus des Nachbarn an.
Der Rebell
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10. 02. 2005, 18:55
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#629
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Natürliches Abführmittel
Registrierungsdatum: Jan 2005
Ort: Bihllefeldt
Beiträge: 1.005
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Zitat:
Original geschrieben von Der Rebell
Klingt wieder nach dem üblichen "Selbst-Schuld-Argument", das bisher noch niemenad belegen konnte.
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Hü?! Schau dir doch mal die Nachrichten an! da sitzen sie alle.... speziell die menschen aus den "neuen Bundesländern" ... "Der Staat tut nichts für mich. Ich kann das doch nicht alleine..." Ja, der Staat muss mir doch keinen Job suchen!?!
Das kann ich als normal denkender mensch doch allein hinbekommen... Und wenns erstmal nur als Aushilfe ist... Oder Zeitarbeit ... Praktikas... möglicherweise müsste man dann umziehen...oweh!
Aber wenn man wirklich einen Job sucht kann man sowas doch wohl auf sich nehmen...
also ich frage mich ehrlich wie leute es schaffen 15 Jahre "arbeitssuchend" zu sein? wieso nutzt man nicht ein paar Jahre, geht auf eine Abendschule und macht nen vernünftigen Abschluss? (das kostet für arbeitslose rein garnichts)
Weil es natürlich viel bequemer ist rumzusitzen und auf den Staat zu meckern..!
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10. 02. 2005, 22:18
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#630
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ehemaliger ex-ex
Registrierungsdatum: Aug 2004
Beiträge: 17.882
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Eine wirklich gelungene Zusammenfassung Deines Postings.
Vielleicht versuchst Du es mal mit ein wenig Statistik?
Arbeitslose: http://www.destatis.de/indicators/d/arb110ad.htm
Sozi-Empfänger: http://www.destatis.de/basis/d/solei/soleiq19.php
Offene Stellen: http://www.destatis.de/indicators/d/tkarb830.htm
Der Rebell
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10. 02. 2005, 22:48
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#631
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Pastafari
Registrierungsdatum: Sep 2000
Ort: FlyingSpaghettiWorld
Beiträge: 1.350
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Also nochmal für die, die es immer noch nicht kapiert haben! Und speziell für Dich *Ashtraygirl*.
Wir haben in Deutschland etwa 80.000.000 Einwohner, davon sind etwa 5.000.000 offiziell arbeitslos. Zu beachten ist dabei noch, daß nur etwa 35.000.000 erwerbsfähig sind, da/weil Rentner und Kinder normalerweise nicht arbeiten. Weiterhin reden wir hier von 5.000.000 offiziell arbeitslose, registrierte sowie erwerbfähigen Bürgern dieses Landes, hinzu kommen dann noch Studenten, Auszubildende, Praktikanten und in Fortbildungsmaßnahmen sowie in ABS ähnlichen arbeitsverhälnisen gebundene Bürger, die nicht als arbeitsuchend registriert sind.
So, jetzt rechnet bzw. schätzt mal die Lage richtig ab. Ich sage: das wir in Deutschland regulär 10.000.000 Arbeitslose haben. Und jetzt frage ich die ewig gestrigen die es nicht wahr haben wollen, WO BITTE SCHÖN SOLLEN DIESE MENSCHEN EINEN JOB FINDEN - ES GIBT KEINEN !!!! Aber das werdet ihr auch bald spüren, wenn eure 25.000.000 Arbeitsplätze in 1€-Plätze umgewandelt sind.
Also in Bayern jammern mittlerweile auch schon die ersten Wessis und ganz ehrlich mich freut es.
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10. 02. 2005, 22:50
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#632
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Pastafari
Registrierungsdatum: Sep 2000
Ort: FlyingSpaghettiWorld
Beiträge: 1.350
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Achso, ganz vergessen. Klar gibt es in Deutschland Arbeitsplätze, die Industrie/Wirtschaft jammert ja, das immerhin 50.000 freie Stellen besetzt werden könnten, es sich aber niemand findet. Ja klar, da gab es doch mal einen Test von WISO und BIZZ, welche aufzeigten das es 80% der freien zu besetzenden Arbeitsplätze überhaupt nicht gab, sondern lediglich dazugeschwindelt wurden, um nach außen hin ein gute Image zu haben, frei nach dem Motto: "wir tun was, jetzt seid ihr dran".
Und was ich oben auch noch vergessen habe, es gibt zirka 2.000.000 Arbeitsplätze in Deutschland die nur auf ein Jahr befriestet sind, danach kommt die obligatorische Kündigung und der nächste Langzeitarbeitslose darf ran, natürlich kassiert der großzügige Arbeitgeber ordentlich Fördergelder.
Und jetzt noch ein Beispiel: Meine Freundin hat sich auf eine Stelle beworben und wurde nach 2 Monaten warten mit der Begründung, man habe sich bereits für jemand anderes entschieden, abgelehnt. Naja so läuft es fast immer, aber der Oberhammer ist, mir wurde die selbe Stelle 14 Tage später ebenfalls angeboten (wir haben eine ähnlichen Abschluß). Als ich nachfragte wieso den die Stelle noch frei sei, da die Stellenausschreibung schon mehr als 2 Monate alt ist, sagte man mir ohne rot zu werden, es habe sich niemand beworben. Ja, so muß es wohl gewessen sein. Hauptsache der Sachbearbeiter bekommt seine Prämie für eine weitere vermittelte Stelle.
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10. 02. 2005, 23:12
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#633
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Torwächter
Registrierungsdatum: Feb 2005
Beiträge: 215
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Wer Arbeit sucht findet immer welche???
@ KANDOR
Ich gebe Dir vollkommen Recht. Nur dass uns die 1€ Jobber die Arbeit wegnehmen ist nicht richtig. Es werden ausschließlich Stellen besetzt für den gemeinnützigen Zeck, die vorher nicht besetzt waren - alle anderen Erkenntnisse stammen aus den verwinkelten Ecken des Volksmundes.
Abgesehen davon ist es immer erniedrigend für mich im TV anzuschauen wie viele Langzeitarbeitslose den 1 € JOB ablehnen - Ich hätte gern einen und bekomme keinen angeboten vom Arbeitsamt - auch nicht auf Nachfrage! Bevor ich nämlich heim versauere würde ich lieber was gescheites mit meiner Zeit anfangen, solang ich keinen Job finde.
Aber jetzt zu denen, die meinen, dass die Arbeitslosen nur faules Pack sind und Vater Staat auf der Tasche liegen:
Hier eine kleine Geschichte aus meinem Bekanntenkreis:
Nach außen hin gut situierte Famile, Mann, Frau und 2 bereits selbstversorgende Kinder. Die Frau ist Beamtin und arbeitet bei der Stadtverwaltung. Der Mann war in seinem genzen Leben nie arbeitslos. Er zählt zu denen, die von ihrem Können absolut überzeugt sind und gern solche Sprüche raushausen wie: "Wer wirklich arbeiten will findet auch was - man darf halt nicht zu Hause rumliegen sondern muss sich bemühen!" Irgendwann geht die Firma in der er arbeitet dann doch Pleite und er ist völlig Überrascht von der gegenwärtigen Situation. Jetzt muss er seine Stammtischparolen in die Tat umsetzen und sich bemühen wieder Arbeit zu bekommen - aber Fehlanzeige! Die Arbeitsmarktsituation bringt auf den Boden der Tatsachen zurück. Nur als Arbeitsloser outen will er sich vor Famile, Verwandtschaft & Freundeskreis nicht, denn wie will er seine damaligen Aussagen jetzt rechtfertigen? Also entschließt er sich jeden Morgen in sein Auto zu steigen und so tun als ob er irgendwo hinmuss um seine tägliche Arbeit aufzunehmen. Seine Arbeitslosigkeit verschweigt er über Monate hinweg. Jeden Morgen fährt er zu seinem imaginären "Arbeitsplatz" und lässt selbst die entgegekommenden Pendler mit einem kurzen Handzeichen als Gruß darauf hindeuten: "Hey, fährst wohl auch gerade auf Arbeit?". Das ganze spielt sich solange ab bis er sehr, sehr lange arbeitslos ist und trotz heftiger Bemühungen nichts findet - letzten Endes dann auch als Langzeitarbeitloser betitelt werden darf. Seine eigene Realität hat ihn wohl eingeholt? Eines morgens kommt er mit seinem Leben gar nicht mehr klar - am Frühstückstisch schnappt sich das Brotmesser aus dem Messerblock und schlitzt sich quer den Bauch auf. Die Ärzte konnten ihn noch retten, nur jetzt sitzt der stolze, von sich überzeugte, immer "arbeitsfindene" Narr in der Klapse!
Das alles spielte sich letztes Jahr bei unseren Bekannten zu Weihnachten ab und beweist erneut, dass dich auch der Hochmut einholen kann und der Verfall eintritt...
Soviel zu: "Faules Pack..." & " Wer Arbeit sucht findet auch welche..."
Lasst euch nicht verarschen!
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11. 02. 2005, 00:31
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#634
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ehemaliger ex-ex
Registrierungsdatum: Aug 2004
Beiträge: 17.882
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@ gosalianer
Zitat:
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Es werden ausschließlich Stellen besetzt für den gemeinnützigen Zeck, die vorher nicht besetzt waren
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Bis jetzt. Die Begehrlichkeiten werden schon sichtbar. Warte mal ab.
Außerdem beschädigen diese Jobs das Lohngefüge. Das ist auch schon spürbar.
Nach Clement sollen es ja auch nur 600 000 sein. Das sind gerade mal 10% für alle Arbeitslosen. Also keine Lösung.
Der Rebell
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11. 02. 2005, 00:38
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#635
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Torwächter
Registrierungsdatum: Feb 2005
Beiträge: 215
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@ Der Rebell
@ Der Rebell
ja gut, da is was dran. aber in den medien wird es gerade so hingestellt, als ob wir einen "Überhang" an 1 € Jobs haben, nur niemand sie annimmt
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11. 02. 2005, 00:46
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#636
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ehemaliger ex-ex
Registrierungsdatum: Aug 2004
Beiträge: 17.882
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Man sollte von intelligenten Leuten erwarten, daß sie Probleme analysieren und dann entsprechende Lösungen entwickeln. Offensichtlich gehören die Politiker nicht dazu.
Stattdessen kommen dauernd Lösungsvorschläge, die weitere Arbeitsplätze abbauen:
Rente mit 70
unbezahlte Überstunden
Urlaubskürzungen
u.a.
Alle Industrienationen wollen mehr Arbeitsplätze. Das würde logischerweise zu einer erhöhten Produktion führen. Wer soll dann die zusätzlichen Produkte kaufen?
Man sollte erkennen, daß die Folgen von Rationalisierung eben zu einer Senkung der Arbeitszeiten führen. Also muß die Arbeitszeit runter, damit alle noch am Arbeitsmarkt teilnehmen können.
Wahrscheinlich geht das nicht zum gleichen Lohn. Aber so trägt wenigstens die ganze Gesellschaft die Last des Problems mit der Arbeiztslosigkeit.
Ich habe übrigens nie daran geglaubt, daß diese Wachstumsphilosophie sich bis ins Unendliche fortsetzen läßt.
Nun, jetzt ist es so weit und zwar weltweit.
Der Rebell
P.S. Bei den Sendungen kommt es sehr darauf an, welchen Sender man gerade sieht.  Ich habe da schon sehr widersprüchliche Aussagen gesehen.
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11. 02. 2005, 00:57
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#637
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Pastafari
Registrierungsdatum: Sep 2000
Ort: FlyingSpaghettiWorld
Beiträge: 1.350
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Re: Wer Arbeit sucht findet immer welche???
Zitat:
Original geschrieben von gosalianer
@ KANDOR
Ich gebe Dir vollkommen Recht. Nur dass uns die 1€ Jobber die Arbeit wegnehmen ist nicht richtig.
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Das weis ich doch  . Wer mich kennt, weis, daß ich gerne zu überspitzten Beispielen neige.
Aber an dem:
Zitat:
Original geschrieben von: Der Rebell
Außerdem beschädigen diese Jobs das Lohngefüge. Das ist auch schon spürbar.
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ist schon was dran. Und nicht nur die 1€-Jobs, selbst die unterbezahlten Jobs wirken sich auf das Lohngefüge aus.
Das ist wie ein Flächenbrant, den man zumindest in Bayern zu spüren bekommt, dort sind die Arbeitsplätze nicht mehr so sicher wie noch vor ein paar Jahren als jeder die bayrische Wirtschaft bewunderte. Liegt natürlich auch zum Teil daran, das ein Teil Ostdeutschlands nun in Bayern liegt (bildlich) und da sich die Ossis mit weniger zufrieden geben, als es der Wessi gewohnt ist, können die Arbeitgeber ordentlich das Lohnniveau drücken. Entweder man nimmt an oder nicht - Stichwort: Änderungsverträge. Da wird der Urlaub gekürzt, die Arbeitszeit raufgesetzt (das vernichtet natürlich Arbeitsplätze, spätestens dann, wenn man feststellt das es mit 20 Mitarbeitern genauso gut geht wie mit 30, die zudem kaum noch den Mund aufmachen und schwupps sind wieder 10 Arbeitssuchende mehr auf den freien Arbeitsmarkt, willkommen bei jeden Arbeitgeber im Niedriglohnsektor).
Wie ich schon sagte, einigen gehts *noch* zu gut in diesem Lande, aber sie werden auch noch kappieren, wenn gleich es dann zu spät ist. Es ist eben leicht dem anderen ein gewissen Maß an Unfähigkeit, Faulheit und fehlende Inteligenz zu zusprechen, wenn man sich selbst in einer konfortablen Lage sieht - aber die kann sich eben auch ändern, wie das Beispiel von gosalianer einige Postings weiter oben zeigt.
Zitat:
Original geschrieben von: Der Rebell
Man sollte erkennen, daß die Folgen von Rationalisierung eben zu einer Senkung der Arbeitszeiten führen. Also muß die Arbeitszeit runter, damit alle noch am Arbeitsmarkt teilnehmen können.
Wahrscheinlich geht das nicht zum gleichen Lohn. Aber so trägt wenigstens die ganze Gesellschaft die Last des Problems mit der Arbeiztslosigkeit.
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Das ist der einzige und richtige Ansatz, vieleicht nicht DER einzige, wer weis. Aber alleine der Gedanke, daß jeder Arbeit hätte (von wenigen Ausnahmen abgesehen), würde die Nebenkosten senken. Das was die Arbeitgeber schon immer wollten, denn ohne Arbeitslose bracht es auch keine Abgabe für eine eventuelle Arbeitslosigkeit. Damit würden, trotz Arbeitszeitverkürzung, die Löhne vergleichsweise stabil bleiben, weil zwar die Bruttolöhne sinken würden aber Netto mehr übrig bliebe.
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11. 02. 2005, 01:27
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#638
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Zitat:
Original geschrieben von Kredit-Hai
Harz IV stört mich eigentlich nicht ....
aber was echt Shit ist ist der ein euro Job ...dank den Mist hat mein Vater nach 37 Jahren seinen Job verloren nur weil die ein euro Jobler billiger sind .... sowas is doch eine totale frechheit wie soll mein Vater mit 54 Jahren noch ein Job finden ??
Sowas bringt mich total auf die Palme !
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Und manche stört halt, das sie sich beim waschen nass machen. Was soll man da sagen..
Zitat:
Original geschrieben von Falke
1 € ist ein Zuschuss für Bezieher von Sozialleistung, die Arbeit für Gemeinden verrichten, die sonst nicht verrichtet würden. Die Bezahlung ist also nicht 1 € sondern die gesamte Sozialleistung plus 1 €.
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Uii, die gesamte Sozialleistung plus….Im Klartext heißt das nichts anderes, als das Leute für nen Lohn in Höhe von Sozialhilfe arbeiten gehen. Der eine Euro "Zuschuss" (ansich schon ein Hohn) dürfte kaum ausreichen, den Mehrbedarf wie Fahrkosten, Arbeitsklamotten und Reinigung, Verpflegung etc. zu decken. Und selbst das stimmt ja nur zum Teil, nämlich nur unter der Voraussetzung, dass der Betroffene sich nicht vorher durch Arbeit ein bescheidenes Vermögen erarbeitet hat. Sonst verfrühstückt er nämlich sein Vermögen, sein Haus und was auch immer und bekommt ein Euro die Stunde. An diesen gigantischen Einkommen (Sozialhilfe und/oder 1 Euro) wird sich die Binnennachfrage dann orientieren, incl. der Löhne der Nocharbeitsplatzbesitzer und Superschlauen.
Zitat:
Original geschrieben von Falke
Seit Hartz 4 gibts eben nix mehr für umsonst und das ist auch gut so.
Für Betroffene ist das zwar bitter, aber ebenso wie die Allgemeinheit nichts dafür kann, wenn einem eine Dachpfanne auf den Kopf fällt, ebenso wenig kann die Allgemeinheit etwas dafür wenn jemand von Arbeitslosigkeit betroffen wird.
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Also wenn es bleibt, das die Allgemeinheit im großen Stil so weit denkt, wie sie seichen kann, dann sollte man das eher nicht mit nem Schicksalsschlag a la Dachziegel auf den Kopf vergleichen.
Bangldesh ist dann ein Beispiel unter vielen, wo dieses Konzept von Gerechtigkeit und Eigenverantwortung am konsequentesten greift. Liegt da tatsächlich in individueller Verantwortung eines jeden selbst, den Hühnern ein paar Regenwürmer abzujagen. Warum bisher in Sozialstaaten der Mehrheit trotz Sozialabgaben mehr als Regenwürmer und Hunger geblieben sind, erschließt sich Leuten, die so weit denken wie sie wixen können nicht zwangsläufig. Läst sich aber empirisch belegen und wenn's das noch nicht bringt, muss es eben die Erfahrung bringen.
Zitat:
Original geschrieben von Falke
Es will mir nicht in den Sinn, wenn ich indirekt für einen Arbeitslosen, damit der keine Abstriche in seinem Lebensstandard machen muss, seinen BMW, Freundin und Wohnhaus mitfinanzieren muss.
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Ich glaube kaum, dass die bisherige Arbeitslosenhilfe die Posten alle abgedeckt hat. Aber viel mehr stell ich mir die Frage, um wie viel die Kosten durch Hartz o.Ä. den gesunken sind. Sind die Beiträge zur Krankenversicherung, Rente, Arbeitslosenversicherung, Lohnsteuer, Rezepte, Gebühren billiger geworden?  Also wenn Dummheit weh tun würde, dann müsste manch einer verdammt laut blöken! Will ja nicht ausschließen, das es auch Profiteure gibt, sonst würden die Bonzen, Aktionäre und korrupten Hansels die Politik nicht so preisen. Ich bezweifele aber sehr, dass viele, die sich im Bonzenjargon aufblasen, nun unbedingt dazugehören. Auf DE hochgerechnet ist das Ergebnis jedenfalls klar. Die Kosten sinken für die Beschäftigten nicht, dafür die Löhne und Rechte, die Arbeitslosigkeit ist auf Rekordniveau und zumindest die Realwirtschaft stagniert.
Zitat:
Original geschrieben von Falke
Ich bin gerne bereit, meinen Teil zur Solidarität für Betroffene, die am unteren Ende der Gesellschaft leben müssen, zu leisten, aber nicht für Menschen, die sich in ihr Schicksal ergeben, grosse Anprüche stellen und dann gar noch die NPD wählen.
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Ob die NPD gewählt wird und wie hoch die Bereitschaft zur Solidarität ist..
Das sind alles Sachen, wo die meisten eh nicht gefragt werden, sind nämlich alles Sachen, die finden dicht hinter der Pisskurve statt, und also dann doch irgendwie außer Reichweite.
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11. 02. 2005, 02:27
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#639
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Mitglied
Registrierungsdatum: Feb 2005
Beiträge: 18
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thema hartz 4 ...........
HALLO erstmal riesen lob an den unterschiedlichen meinungen
ich sag dazu nur Humankapital
wir sind nur ne steuernummer (sklaven der geselschaft) in wirklichkeit interessierts die obrigkeit doch gar nicht ob 5 oder 10 mio arbeitslose wenn sie gewählt sind sitzen die ihren fetten arsch im parlament breit und kassieren fette diäten
ich selber hab ne ausbildung gemacht danach noch 2 jahre in dem betrieb gearbeitet und dann hat mich der staat aus meiner beschäftigung gerissen ich muste zum bund armee(anstatt erstmal arbeitslose einzurufen) .
und bin da freiwillig länger geblieben must ja irgendwie sehen das du du deine arbeitsjahre voll bekommst bis zur rente geschweige den es gibt noch eine und danach wollten mich schon welche einstellen aber unter masiven ausputz nur so wie sies brauchen um dich falls nix zu tun ist gleich wieder fallen zu lassen
die unternehmen würden schon einstellen so wie ich es mitbekommen habe aber sind sich selbst sehr unsicher obs dann die richtige entscheidung ist
deswegen boomt der leih und zeitarbeiter markt wie sau
und hartz 4 das weis ich noch ganz genau das ging los weil sich irgendwelche über sozialschmarotzer aufgeregt hatten selbst unser herr schröder aber die können doch nicht alle unter einen kamm scheren.
deswegen wird jetzt der wirklich will gleich doppelt bestraft
dem sozialschmarotzer ist es egal ob er 100 euro mehr oder 100 weniger in der tasche hat
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11. 02. 2005, 20:40
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#640
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Mitglied
Registrierungsdatum: Feb 2005
Beiträge: 18
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ach nochwas
als ich meine ausbilder eignungs prüfung abgelegt hatte habe ich erfahren das in 10 oder 15 jahren keine nachwuchskräfte mehr da sein werden(siehe geburtenrüdckgang) seht euch die schulen an da werden die unternehmer nach jeden arbeitnehmer betteln und den dann auf dem leim gehen das er bei ihm arbeiten soll und was es dann auch gibt arbeiten bis zum tod da selbst die alten noch richtig ran müssen wartet nur ab was die zeit bringt
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11. 02. 2005, 20:55
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#641
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fly like a beagle
Registrierungsdatum: Jan 2005
Ort: unterm Dach
Beiträge: 1.748
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Ich weiß, das hier ist kein News-Ticker, aber diesen Beitrag habe ich gestern im Radio gehört, und mir die Mühe gemacht, ihn nochmal im Netz zu lesen, weil ich es irgendwie nicht glauben konnte/mochte.
Herrliche Aussichten! Vielleicht krieg ich auf diese Weise endlich mal einen Job an der Uni.
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/campus/347032/
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12. 02. 2005, 13:07
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#642
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Mitglied
Registrierungsdatum: Feb 2005
Ort: Nürnberg
Beiträge: 26
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Hartz4 oder die deutsche Sozialreform
das übel an hartz4(h4) ist nichts anderes als die desolate informationspolitik der BA sowie der BR; welche infos wurden dem willigen bürger denn vermittelt, dass man dieses und jenes, exemplarisch zu nennen lebensversicherungen, grund- wohnbesitz etc., veräußern müsste um als arbeitsloser anspruch auf alg2 zu bekommen. diese pauschalisierende sicht der dinge ist eine absolute fehlinterpretation, denn es gibt obergrenzen bis zu denen diese sog. vermögensbildenden umstände nicht veräußert werden
müssen.
h4 an sich beschäftigt sich als solches nicht mit der verminderung der arbeitslosenzahl sondern einzig und allein mit der neustrukturierung der arbeitsvermittlung und der "vereinheitlichung" der tarife des ehemaligen arbeitslosengeldes sowie der sozialhilfe(=> ALG").
die Hartzreform (Hauptaufgabe= red. der arbeitslosen) umfasst mehrere schritte, 1,2,3, hatten wir schon der jüngste ist nun 4.
die problematik an hartz4 ist sicher, dass sie einschnitte bedeutet andererseits aber auch aufwertung, beispielsweise keine soz.hilfe sondern alg2. die einschnitte sind dabei natürlich auch auf die dauer der arbeitslosigkeit festgelegt, heutige langzeitarbeitslose und ehem. soz.h.empf. = alg2, "kurzzeitarbeitslose" = alg1. ein intern sogenanntes stufensystem;
@DISTEL :
ich habe vollstes verständnis für deine "attac"-Kritikpkte, ideale sind der grundstein jeder veränderung, aber über die ideale darf die realität nich außer acht gelassen werden. reformen der Rentenkassen, des Arbeits(losen)marktes, des Gesundheitssystems sind in D geboten, ich nehme hier bezug auf die auf dem kopfstehende bevölkerungspyramide sowie die durchschnittliche geburtenrate von ca. 1,7 pro ehepaar( die erzeuger sorgen nicht mal mehr für stetigkeit)! daran könnte man etwas ändern und die veränderungen auf den resultierenden problemfeldern wären nicht mehr so einschneidend; nur eine these.
und bitte kein vergleich mit 3.weltländern und deren großfamilien; DANKE
bringt alternativen euer interesse daran ist anscheinend ja geweckt,
P.S.: und ob rot/grün, schwarz/gelb völlig egal in der hinsicht, in nuancen eventuelle unterschiede aber der grundtenor wäre der gleiche;
für weitere informationen: arbeitslosengeld2.arbeitsagentur.de
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12. 02. 2005, 20:59
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#643
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ehemaliger ex-ex
Registrierungsdatum: Aug 2004
Beiträge: 17.882
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@ arsen1945
Danke, daß Du erläutert hast, was wir schon wußten.
Der Rebell
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12. 02. 2005, 22:12
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#644
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Mitglied
Registrierungsdatum: Aug 2003
Beiträge: 137
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Die Politiker haben die Grundrechte weitestgehend ausgeblendet,
und durch eine sog. NS-"Arbeits"- und "Sozial"-"Gesetzgebung" ersetzt.
Es gibt eine für uns ALLE grundlegende Dimension: die der Grundrechte.
Die politischen Feudalsekten haben sich den Staat zur Beute gemacht, um Nichteigner Eignern gesetzlich zu garantieren, und davon als zuhälterische Geiselnehmer zu schmarotzen.
Wir haben also ein Regime samt politischer Verfolgung.
Im völligen Gegensatz dazu hat Wertschöpfung mental leistungsadäquat zu erfolgen und leistungsgerecht verteilt zu werden. Etwas anderes ist niemandem "zumutbar".
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13. 02. 2005, 03:50
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#645
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Zitat:
Original geschrieben von
das übel an hartz4(h4) ist nichts anderes als die desolate informationspolitik der BA sowie der BR;
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Wenn man der Wirtschaft und ihren korrupten Vasallen eins nicht vorwerfen kann, dann das die Propaganda nicht erfolgreich genug gewesen wäre. Hartz ist ja umgesetzt worden, darauf kam es den Ergebnis- und Profitorientierten Bonzen ja an.
Zitat:
Original geschrieben von arsen1945
welche infos wurden dem willigen bürger denn vermittelt, dass man dieses und jenes, exemplarisch zu nennen lebensversicherungen, grund- wohnbesitz etc., veräußern müsste um als arbeitsloser anspruch auf alg2 zu bekommen. diese pauschalisierende sicht der dinge ist eine absolute fehlinterpretation, denn es gibt obergrenzen bis zu denen diese sog. vermögensbildenden umstände nicht veräußert werden müssen.
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Die "vermögensbildenden Umstände" betragen 200 Euro pro Lebensjahr, max. 13 000 Euro. Der Gegenwert eines Kleinstwagens! Der Rest wird allen, die länger als ein Jahr arbeitslos sind enteignet. Dasselbe gilt für Häuser, die nach Ansicht der Bonzen für Sklaven nicht angemessen sind und deren Wert verfrühstückt werden müssen. Die Partner werden für den Unterhalt enteignet, falls der noch genügend Geld verdient, die Konten der Kinder etc.
Zitat:
Zudem zeigte sich, dass die meisten Erwerbslosen in ärmeren Verhältnissen leben als gedacht. Sozialpolitiker hatten gehofft, dass durch die verschärfte Anrechnung des Partnereinkommens und Vermögens ein Viertel der ehemaligen Empfänger von Arbeitslosenhilfe kein Arbeitslosengeld II mehr bekommen.
Diese Annahme erwies sich als falsch: Nur jeder achte Empfänger von Arbeitslosenhilfe verlor seinen Anspruch auf die Leistung. Anders gesagt: Die Langzeitarbeitslosen in Deutschland sind wirklich arm und tun nicht nur so. Was aber wiederum auch bedeutet, dass Hartz IV sehr viel teurer wird als erwartet. Um bis zu vier Milliarden Euro sollen die Ausgaben entgegen den vorherigen Berechnungen steigen.
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Also bekommt jetzt schon jeder achte ALGII-Empfänger keine Leistung mehr. Und das nenn ich mal Enteignung im ganz großen Stil. Quelle:. Das ist aber erst der vorläufige Stand. Die Stasi wird die Anträge beim nächsten mal sorgfältiger prüfen incl. Vermögen und Bedürftigkeit.
Zitat:
Original geschrieben von arsen1945
h4 an sich beschäftigt sich als solches nicht mit der verminderung der arbeitslosenzahl sondern einzig und allein mit der neustrukturierung der arbeitsvermittlung und der "vereinheitlichung" der tarife des ehemaligen arbeitslosengeldes sowie der sozialhilfe(=> ALG").
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Richtig an "Vereinheitlichung" ist, das die Bonzen an einem Einheitslohn, möglichst unterhalb der Sozialhilfe arbeiten. Das sich Hartz 4 zumindest offiziell nicht mit der Verminderung der Arbeitslosigkeit beschäftigt hat ist aber ne glatte Propagandalüge. Wie immer, wenn die Bonzen, "Experten" und ihre willigen Helferlein mit der Differenz zwischen Anspruch und Wirklichkeit konfrontiert werden.
Zitat:
Die Hartz-Bausteine zur Halbierung der Arbeitslosigkeit im Einzelnen
Die Halbierung der Arbeitslosenzahl bis Ende 2005, Einsparungen von 20 Milliarden Euro für Beitrags- und Steuerzahler: Das sind die ehrgeizigen Ziele des Hartz-Konzeptes. Das Rezept: Schnellere Vermittlung, mehr Leih- und Zeitarbeit, mehr Mini-Jobs und Existenzgründer.
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Quelle: oder hier.
Zitat:
Original geschrieben von arsen1945
die problematik an hartz4 ist sicher, dass sie einschnitte bedeutet andererseits aber auch aufwertung, beispielsweise keine soz.hilfe sondern alg2.
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Wie sieht die "Aufwertung" den aus? Das ein Sozi-Empfänger heute weniger kriegt. Das er den Bonzen zu noch schlechteren Bedingungen den Arsch lecken darf?
Aufgewertet worden sind die Vermögen der Bonzen. (s. weiter vorne), der korrupten Vasallen, in freudiger Erwartung steigender Gewinne die Aktionäre und selbstverständlich auch ne parasitäre Schicht von Beamten und Sklaventreibern. Früher war zum Beispiel das Arbeitsamt für die Vermittlung von Arbeit zuständig, heute brauchen die willigen Helfer der Bonzen nur noch abfragen, in wie weit sich der Arbeitslose um seine eigene Versklavung und die Möglichkeit, für die "spezielle Dienstleistung" auch noch Beiträge zu zahlen bemüht hat. Reichlich perfide wie ich meine.
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13. 02. 2005, 04:06
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#646
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Zitat:
Original geschrieben von arsen1945
@DISTEL :
ich habe vollstes verständnis für deine "attac"-Kritikpkte, ideale sind der grundstein jeder veränderung, aber über die ideale darf die realität nich außer acht gelassen werden. reformen der Rentenkassen, des Arbeits(losen)marktes, des Gesundheitssystems sind in D geboten, ich nehme hier bezug auf die auf dem kopfstehende bevölkerungspyramide sowie die durchschnittliche geburtenrate von ca. 1,7 pro ehepaar( die erzeuger sorgen nicht mal mehr für stetigkeit)! daran könnte man etwas ändern und die veränderungen auf den resultierenden problemfeldern wären nicht mehr so einschneidend; nur eine these.
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"Ideale" haben auch die Neoliberalen, und natürlich bemühe ich mich einigermaßen, auf ein paar Realitäten hinzuweisen, die deren Ideale so mit sich bringen.
Hab mit attac nicht so viel zu tun, aber wo du attac erwähnst, hier mal ein bisschen Realität von attac:
Zitat:
Seit 1970 ist die Produktivität pro Erwerbstätigen um 223 % gestiegen.
…
Während 1992 noch knapp 8,3 Millionen Beschäftigte zusammen einen Umsatz von 2 Billionen Mark erwirtschafteten, stieg der Umsatz bis zum Jahre 2000 um 500 Mrd. DM an (= +25 %). Gleichzeitig gingen jedoch 1,9 Millionen Arbeitsplätze, also fast jeder vierte (= -23 %), verloren.
….
Hinzu kommt, daß der Lohn des durchschnittlichen Arbeitnehmers nach Abzug von Steuern, Sozialabgaben und Inflation zwischen 1991 und 2000 nicht gestiegen, sondern sogar noch etwas gesunken ist.
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http://www.attac-netzwerk.de/sozsich/brosch/kap4.rtf
Die Voraussetzungen, das der Lebensstandart selbst bei einer Geburtenrate von 1,1 für niemanden sinken müsste sind gegeben. Jetzt setz mal deine Geburtenrate mit ner Verdopplung der Produktivität binnen 35 Jahren ins Verhältnis. Schon daran sieht man den Schwachsinn neoliberaler Argumente. Welche Pyramide auf dem Kopf steht, kann man unter anderem dem Armut-und Reichtumsbericht der Bundesregierung entnehmen. Aber das hatten wir ja schon weiter vorne. Die Geburtenrate ist doch jedenfalls so, das es Millionen gibt die arbeiten könnten, wenn sie nicht systematisch von der Möglichkeit zum Erwerb abgeschnitten würden.
Das Demografieargument der Bonzen ist in vielerlei Hinsicht Blödsinn ( Quelle:) und ne Verschleierungstaktik.
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