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frogger9 Spender
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Zitat:
Oder was glaubt ihr warum die Türken soviele Dönerläden hochgezogen haben ??? Bestimmt nicht weil sie vom Sozialstaat alles in den .... geschoben bekamen.....!!


bitte keine Polemik

zum Thema: Harz IV

die Zusammenlegung von ALG und SoziH dürfte auf lange sicht keine Änderung im Arbeitsmarkt ergeben. auch keine 4X Stundenwoche, noch Verzicht auf 1 Woche Urlaub.(welchen Sinn hat es, Beamten eine Woche Urlaub zuentziehen).

jeder weiss, das die Probleme tiefer gehen. Bürokratie, Besitzdenken, Steuerrecht um nur ein paar zu nennen.

die Auswüchse: Bestechung, Betrug, Steuerflucht.

das in DE ein Heimplegeplatz im Monat 2000€ kostet, dafür kann man in vielen Staaten 1J. leben.

unser Staat wird späterstens 2010 ohne neue Kredite, die Pensionsansprüche seiner Beamten nicht mehr bezahlen können. darum wird 2006 die MWSt auf min. 18% steigen. Bayern ist schon jetzt soweit, das alles zusammengestrichen wird, um 1.4Mia. für die Pensionen freizumachen.


Harz ist nur ein laues Lüftchen aus dem Reformsturm, der aufzieht.


in Asien hab ich wirklich "Arme Leute" gesehen. die mehrzahl von euch hat niemals Armut geschmeckt.
Alt 11. 07. 2004, 00:53 frogger9 is offline Mit Zitat antworten #51
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Zitat:
Original geschrieben von Wollschaf
Mal ne Zwischenfrage ! wen würdet ihr denn hier in Deutschland als arm bezeichnen??? Hier wir mit dem Armutsbegriff grade so umgeworfen, dass einem schaudert.. Armut steht immer in Relation!
Nach offizieller Definition von Armut ist jemand arm, wenn er weniger als fünfzig Prozent des Durchschnittseinkommens zur Verfügung hat. Das die Definition an die Durchschnittseinkommen gekoppelt ist, hat schon seinen verdammt guten Grund.
Zitat:
Original geschrieben von Wollschaf
Also warum sollte man jemals aus dieser Klient---Staatabhängigkeit herausfinden wollen???
Weil die fünf Prozent, die über 50 Prozent des Gesamtvermögens verfügen den fünfzig Prozent, die über fünf Prozent Gesamtvermögens verfügen versprechen, die Arbeit entsprechend zu bezahlen??
Wär doch mal ein Anreiz oder nicht? Zumindest die neoliberalen Ideologen und Manager wissen doch mit Lohnsteigerungen nicht selten um die hundert Prozent für sich ganz genau, was ein Anreiz ist.
Warum die Sozialhilfe früher so viel höher war als die denkbar niedrigsten Löhne haben die Arschlöcher zwar vergessen, aber das die Sozialhilfe und zumindest ihre Steuern zu hoch sind, das wissen sie ganz genau. Es ist schon so wie Flaßbeck die neoliberale Idiotie beschreibt:
Zitat:
Es ist im Nachhinein nicht leicht nachzuvollziehen, auf welch politischem Nährboden dieser kollektive Verzichts-Wahn entstehen konnte, obwohl seine Auswirkungen erst 70 Jahre vorher die Weltwirtschaft verwüstet hatten. Es ist damals angesichts der desaströsen Lage der öffentlichen Haushalte aber eine allgemeine Stimmung entstanden, bei der das soziale Netz, eine der wichtigsten Errungenschaften moderner Zivilisation überhaupt, nur noch als Hängematte angesehen wurde, die es sozialen Schmarotzern erlaubte, auf Kosten der Allgemeinheit ein bequemes arbeitsloses Leben zu führen.
Am ehesten ist es so, als ob alle Menschen glaubten, die Stoßdämpfer im Auto seien nur dazu da, die Insassen des Autos zu verweichlichen. Deren Rückgrat wird, so die tugendhafte Lehre von den stark machenden Härten, wegen mangelnder Belastung auf Dauer mehr geschädigt als ohne Stoßdämpfer.
Quelle
Zitat:
Original geschrieben von Wollschaf
Nämlich für diese bei denen pro Jahr mehr als 2 000 000 Arbeitskräfte ins Innland strömen, um hier für Billiglöhne zu arbeiten.
Das die nicht hierher strömen und für billig Geld arbeiten würden bei gleichen Lebenshaltungskosten wie hier ist schon klar oder?
Zitat:
Original geschrieben von Wollschaf
Ich sag euch auch für welche Arbeiten:
..
z. BSp. Erntehelfer, Putzfrauen, Zimmermädchen,
Uii, das wird bestimmt mal'n geiles Ländle! Erntehelfer und Arschlecker auf Zwangsarbeiterbasis. Hatten wir das nicht schon mal? Ach nee, war Reichsautobahnbau. Naja, so ähnlich jedenfalls.
Zitat:
Original geschrieben von Wollschaf
Einheimische die diese arbeiten erledigen sollten.. organisierten vorm Arbeistamt Protestmärsche... diese Arbeiten seien menschenunwürdig....
nun ... das ironische daran ist.. dass dann genaue jene Arbeite von ehemaligen russischen Ingeneuren, oder ukrainischen Journalisten etc. ausgeführt werden.. und scheinbar stört es auch niemanden....
Warum auch? Offensichtlich zahlen die Russen und Polen an ihre Immobilien- und Lebensmittelbonzen weniger als die Deutschen. Der Preis wird also ne Rolle spielen.
Grundsätzlich bin ich aber schon der Meinung, das wenn die Bonzen billig Spargel essen wollen, dann sollen sie ihren Arsch selber auf'n Acker schieben.
Zitat:
Original geschrieben von Wollschaf
Meiner Meinung nach sollten lediglich absolut nicht erwerbsfähige Sozialhilfe bekommen.

Alles schon gehabt :
Zitat:
Mit ihrer Propagandaoffensive sind Gerster sowie seine neoliberalen Gesinnungskameraden und Kameradinnen der INSM nicht sonderlich originell, übernehmen sie doch im Kern die gleichen Positionen, die die Industrieverbände schon vor 80 Jahren formulierten: „Wie jede Politik ist auch die Sozialpolitik nur eine Politik des Möglichen, des Durchführbaren, des Tragbaren. Nicht allein der Gedanke, dass etwas ‘gut’ oder ‘wünschenswert’ ist, kann die Sozialpolitik bestimmen, sondern dazu muss die Gewissheit kommen, dass die zu treffende Maßnahme mit den vorhandenen Mitteln durchführbar ist und dass sie nicht andere, ebenso wichtige Volksglieder zum Schaden des Ganzen ungebührlich benachteiligt.“ Diese Worte des Konzernbarons Borsig, der seinerzeit Vorsitzender der Vereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände war, wurden 1924 in der Schriftenreihe des Reichsverband der Deutschen Industrie publiziert. Aus dem gleichen Haus, im Dezember 1929 vor dem Hintergrund der Krisenerscheinungen der kapitalistischen Welt, wurden die Forderungen der Industrie schon wesentlich forscher formuliert: „Die Sozialversicherung soll die wirklich Schutzbedürftigen und Notleidenden betreuen, eine unberechtigte, die Volksmoral schädigende Ausnutzung ihrer Einrichtungen aber verhindern.“
Naja, sollte das immer noch nicht helfen, blöken die scharfen Schafe des Kapitals halt noch etwas deutlicher.
Alt 11. 07. 2004, 06:32 Mit Zitat antworten #52
ruler
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Zitat:
Original geschrieben von Distel
Nach offizieller Definition von Armut ist jemand arm, wenn er weniger als fünfzig Prozent des Durchschnittseinkommens zur Verfügung hat. Das die Definition an die Durchschnittseinkommen gekoppelt ist, hat schon seinen verdammt guten Grund.

Welchen denn?
Selbst wenn über Nacht die Einkommen verdoppelt würden, wären immer noch genauso viele arm, auch wenn sie dann in Saus und Braus leben.

Die einzig sinnvolle Definition für Armut ist die absolute Armut und nicht die relative Armut.
Alt 11. 07. 2004, 15:54 ruler is offline Mit Zitat antworten #53
Korrupt
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Herrgott, ruler, dass du saonstwioe reaktionaer biost, das weiss ich ja, aber so dummes Pauschalgeschwalle hab ich noch selten von dir gehoert.

Absolute Armut ist in einer hochentwickelten Industrienation *absolut* kein Masstab mehr. Wer sich heuzutage keinen Rechner, kein Telefon, keinen Zugang zu Informationen etc. löeisten kann, hat *verschissen*. Mit deiner tollen Idee der absoluten Armut schaffst du dir deine Slums und deine Durchfaller, aber die Industrie schreit doch nach Fachkraeften und lebenslangen Lernern? Aber du waerst so bloed und wuerdest mir im Namen der absoluten Armut erstmal den Rechner und die Flat wegkuerzen und meine Bib bei Ebay verticken lassen, solang da Waelzer fuer 80 Euren rumstehen, braucht der ja kein Fresspaket vom Aldi. Dass du einen damit binnen kuerzerster Zeit von der Entwicklung auf seinem Arbeitsgebiet abkneifst und jahrlange Aus- und Fortbildung eben mal in den Wind schiesst, herrjeh, wir haben ja genug Fachkraete, und wenn nicht, geben wir ihnen Greencards - soweit denken reicht das Hirn dann schon nicht mehr.

Dein asoziales Getue mag ja noch nett und unterhaltsam sein. Gepaart mit nicht relativer, somndern eher absoluter Dummheit ists nur noch peinlich und traurig.
Alt 11. 07. 2004, 16:08 Korrupt is offline Mit Zitat antworten #54
ruler
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Ach, womit hab ich denn diesen Anfall verursacht?

Hab ich denn mit einem Wort gesagt, daß z.B. das Niveau der Sozialhilfe so weit abgesenkt werden sollte, bis jemand die Grenze von absoluter Armut gerade nicht mehr unterschreitet?

Nein, natürlich nicht.
Aber es ist dennoch falsch, Menschen in Deutschland als arm zu bzeichnen, die es definitiv nicht sind.
Wir sollten lieber dazu stehen, daß wir es uns leisten können, solche Menschen weit über diese Armutsgrenze hinaus zu versorgen.
Alt 11. 07. 2004, 20:52 ruler is offline Mit Zitat antworten #55
BigWilly
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Beiträge: 5.946
Zitat:
Wir sollten lieber dazu stehen, daß wir es uns leisten können, solche Menschen weit über diese Armutsgrenze hinaus zu versorgen.
...klar...weit über die Armutsgrenze hinaus...
Alt 11. 07. 2004, 21:33 BigWilly is offline Mit Zitat antworten #56
TabulaRasa Spender
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Beiträge: 5.844
Zitat:
Original geschrieben von ruler
Die einzig sinnvolle Definition für Armut ist die absolute Armut und nicht die relative Armut.

definiere mir die absolute armut, bitte.
Alt 11. 07. 2004, 22:14 TabulaRasa is offline Mit Zitat antworten #57
Freeldr77
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Obdachlos und aus der Mülltonne essen müssen meint er.

Wie lange kann wohl ein Staat politisch stabil bleiben, in dem ein recht grosser Teil der Bevölkerung auf der Strasse übernachtet, andere Menschen für ein Essen oder eine Zigarette absticht ect. Schon mal darüber nachgedacht? Ist Sozialhilfe nicht auch ein Hilfsmittel, den Staat und die "Wohlhabenden" vor den Folgen von Arbeitslosigkeit und absoluter Armut zu bewahren?

Armut definiert sich in Deutschland durch Ausgrenzung und ein verkürztes Leben. Sozialhilfeempfänger sind von grossen Teilen des öffentlichen Lebens ausgeschlossen (kostet alles Geld), ernähren sich schlechter, verfallen überdurchschnittlich Alkohol und Drogen und sterben früher.
Mutwillige Sozialhilfeempfänger, die das Leben mit wenig Geld, aber dafür ohne Arbeit geniessen sind wohl eher in der Minderheit. Zum Teil sind diese Aussagen, die dann in der Blödzeitung stehen "Mein Leben ist toll mit Sozialhilfe" auch reines Schönreden der eigenen Misere. Nach 10 Jahren Stütze bleibt einem dann halt nur so ein Zweckoptimismus. Da sollte niemand in Versuchung geraten, Sozialneid (ich muss arbeiten, das faule Schwein da bekommt auch ohne Arbeit Geld) aufzubauen.

Zitat:
Original geschrieben von ruler

Selbst wenn über Nacht die Einkommen verdoppelt würden, wären immer noch genauso viele arm, auch wenn sie dann in Saus und Braus leben.

In dem Fall würden sich auch die Preise, Mieten etc. verdoppeln, wegen der verdoppelten Lohnkosten und Angebot und Nachfrage. Also wieder nix mit Saus und Braus. ;-)
Alt 11. 07. 2004, 23:20 Freeldr77 is offline Mit Zitat antworten #58
Wollschaf
Scharfes Schaf
 
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Registrierungsdatum: Feb 2000
Ort: Deutschland
Beiträge: 865
Zitat:
bitte keine Polemik

&&

Zitat:
Deine Aussage erscheint mir realitätsfern


Nun meine Aussagen als Polemik oder realitätsfernes abzutun halte ich für nicht angebracht , wenn man bedenkt wie wichtig türkische Unternehmer (und nicht nur Dönerläden ) für die deutsche Wirtschaft geworden sind:

"Verkaufszahlen:

720 Mio. pro Jahr
1,97 Mio. pro Tag
1370 pro Minute
22 pro Sekunde
9 Döner pro Kopf und Jahr"


"In Berlin, wo etwa 140.000 Türken leben, erwirtschaften türkische Unternehmer mit vier Milliarden Euro knapp ein Fünftel des Bruttosozialprodukts der Stadt"

"Mit über 300.000 Beschäftigten erwirtschaften sie pro Jahr 26 Milliarden Euro. Vor allem in Stuttgart, Berlin und dem Ruhrgebiet, wo viele Türken leben, sind sie ein Konjunkturfaktor."

vgl.
http://www.stern.de/wirtschaft/unter...gen/?id=525661
http://www.potsdama.de/potsdama/doen...ten/fakten.htm


Zitat:
Nach offizieller Definition von Armut ist jemand arm, wenn er weniger als fünfzig Prozent des Durchschnittseinkommens zur Verfügung hat. Das die Definition an die Durchschnittseinkommen gekoppelt ist, hat schon seinen verdammt guten Grund.


Dann bin ich laut Definition verdammt arm, da ich weniger als ein Sozialhilfeempfänger habe (Student)!!! komischerweise fühle ich mich nicht arm.... Ich hätte zwar gerne mehr Kohle.. aber das wird sich wohl früher oder später einstellen...

Zudem .. in Deutschland genießen derzeit die ärmsten der Armen einen wirtschaftlichen Wohlstand der für viele Zeitgenossen noch immer eine Art Fata Morgana darstellt. Heute geht es nicht mehr um existentielle Armut, sonder um materielle Gleicheit. Von Armut zu sprechen aber materielle Gleichheit zu meinen ist begriffliche Falschmünzerei!!

Zitat:
Wer sich heuzutage keinen Rechner, kein Telefon, keinen Zugang zu Informationen etc. löeisten kann, hat *verschissen*.


Ich bekomme ein bisschen mehr als die Hälfte des Sozialhilfesatzes von 610 EUR und kann mir trotzdem noch Telefon und Rechner jaaaa sogar INternet leisten! laut Definition bin ich super-bettel-arm...
Zudem selsbt wenn man es sich nicht leisten kann... es gibt immer Mittel und Wege.. was zählt ist der Wille! So kann man Informatik auch ohne eigenen PC studieren... dann muss man sich eben an die Öffnungszeiten der UNI halten... viele Schulen bieten kostenlosen Internetzugang und ... mitlerweile gibts sogar schon Handykarten, auf die man Geld geladen bekommt wenn man von jmd. angerufen wird....!!!
Es ist sicherlich nicht angenehm so zu leben... aber es ist möglich, sogar ohne sich dabei arm zu fühlen!!!





Zitat:
Weil die fünf Prozent, die über 50 Prozent des Gesamtvermögens verfügen den fünfzig Prozent, die über fünf Prozent Gesamtvermögens verfügen versprechen, die Arbeit entsprechend zu bezahlen??


Immer schön das alte Leid von den bösen Kapitalisten wiederholen....


Wieso verlässt man sich einfach darauf, dass andere das Kapital bilden um produktive Arbeitsplätze zu schaffen??? Sich selbstt, entsprechend seinen Fähigkeiten, an dieser Aufgabe zu beteiligen liegt den meisten fern.

Deine Sichtweise entspricht den Lebensbedingungen des 19. und frühen 20. Jahrhunderts.... ist ergo anno Tubak...und wird nat. immer noch gerne von den Gewerkschaften dauergepredigt um nicht ihr Klientel zu verlieren....
Leider ist diese Position in einer kapital- und wissensintensiven Volkswirtschaft mit einer alternden Bevölkerung total unangemessen. Angemessen wäre wenn sich möglichst viele durch <b>Wissen</b>, <b>Kapital</b> und Arbeit in den Wertschöpfungsprozess einbringen. Nur so können sie an der vor allem durch Wissen und Kapital vorangetriebenen Produktivitätssteigerung ungeschmälert teilhaben und nur so können gesellschaftlich <b>unerträgliche Einkommens- und Vermögensungleichheiten vermieden</b> werden.
Über Erwerbsarbeit alleine ist das in unserer heutigen und noch viel mehr in unserer zukünftigen Gesellschaft nicht mehr möglich. ... Und da können die Gewerkschaftsbosse noch so oft zum Kampf gegen das Kapital aufrufen.... es wird rein gar nichts an der Situation ändern dass der Sozialstaat auf diese Weise nicht mehr finanzierbar ist...

Nun um gleich einiges den ultralinken Socken hier vorwegzunehmen: Vermögensverteilung wäre sicherlich eine zunächst denkbare Alternative.. allerdings macht dies nicht alle gleich "reich" wie sie zunächst suggeriert, eher alle gleich arm!
--> Produktivkapital sinkt, Rückgang der ohnehin schon kleinen Vermögensbildung, inländisches Kapital flieht, ausländisches Kapital hält sich mit Investionen zurück, die Sparneigung der Begüterten sinkt gegen null, der Konsum steigt wie eine Luftblase hinauf, bis sie zerplatzt!!!!

Die Arbeitnehmer müssen begreifen lernen, dass ein großer Teil ihres meist guten Einkommens nicht von ihnen selbst erarbeitet wird, sondern die Frucht von Fremdwissen und Fremdkapital sind. Warum drängen dann nicht die Gewerkschaften, oder die Politik darauf dass sich die Arbeitnehmer durch Bildung eigenen Vermögens an diesem Produktivkapital beteiligen???
In einer Demokratie ist die WIrtschaft die Sache aller! Ob und wie sie funktioniert hängt von allen ab!!!! und nicht nur von einzelnen die viel Kapital besitzen und das meiste davon sowieso schon zur Produktivität einsetzen!

Rein rechnerisch müsste nur jeder 50. Arbeitnehmer selbständig werden und davon wiederum nur jeder zweite vier neue Arbeitsplätze schaffen und das Problem der Arbeitslosigkeit wäre beseitigt! Sprich lediglich 2% der Bevölkerung müssten es schaffen diesen Schritt (in die Selbstständigkeit) zu wagen!!!


Zitat:
Uii, das wird bestimmt mal'n geiles Ländle! Erntehelfer und Arschlecker auf Zwangsarbeiterbasis. Hatten wir das nicht schon mal? Ach nee, war Reichsautobahnbau. Naja, so ähnlich jedenfalls.



Wieso Zwangsarbeiter? Beziehen die Leute nicht freiwillig Sozialhilfe???? In einer Demokratie hat man immer die Wahl!!!
Wieso sollte man dann nicht auch etwas für die Leistungen des Staates GEGENLEISTEN müssen, wenn man sie denn schon bezieht? auch wenn's nur ERNTEHELFER ist??? Der Wink mit dem Zaunpfahl des III. Reiches ist hier nun wirklich nicht angebracht und entbehrt jeglicher rationaler Konversation.

Zudem steht im Sozialhilfegesetz im STGB, dass die Möglichkeit besteht Sozialhilfemepfänger zur Verrichtung nützlicher Arbeit heranzuziehen!
Alt 12. 07. 2004, 00:49 Wollschaf is offline Mit Zitat antworten #59
TR4 Spender
konfessionslos linientreu
 
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@Wollschaf

Sind lediglich ungeprüfte Aussagen des Stern:

Zum Link: http://anonym.to/?<a href="http://an...Fid=525661</a>
Quellen-Zitat----ON---------------------------
"In Berlin, wo etwa 140.000 Türken leben, erwirtschaften türkische Unternehmer
mit vier Milliarden Euro knapp ein Fünftel des Bruttosozialprodukts der Stadt",
betont Suat Bakir von der Türkisch-Deutschen Unternehmervereinigung Berlin-Brandenburg
Quellen-Zitat----OFF--------------------------


INFO 1----ON----------------------------------
Quelle:
http://www.statistik-berlin.de/stati...er_Tabelle.htm
Melderechtlich registrierte Ausländer
am Ort der Hauptwohnung in Berlin
am 31. Dezember 2003 nach ausgewählten Staatsangehörigkeiten (Gebieten)

=120 684 tausend türkische Staatsangehörige
INFO 1----OFF---------------------------------

INFO 2----ON----------------------------------
Quelle:
http://www.statistik-berlin.de/stati...ip-jew-abs.htm
2003 Bruttoinlandsprodukt Berlin 77,274 Milliarden !
INFO 2----OFF---------------------------------

"ein Fünftel" davon wären 15,45 Milliarden !!
Somit stimmt doch die Aussage in Deiner Quelle nicht.
Zumal es wohl auch keine offizielle Statistik "Bruttosozialprodukt" mehr gibt.

Der zweite Link funktioniert gar nicht mehr.
http://www.potsdama.de/potsdama/doen...ten/fakten.htm

Dein "festhalten" an diesem Beispiel (Türkische Unternehmer) ist mir nicht so ganz klar.
Ein Döner und Gemüsehandel sind doch wahrlich keine innovativen Produkte
oder Vertriebsideen die der Binnenwirtschaft aktuell und zukünftig Auftrieb geben könnten. Ich will hier auch garnicht weiter auf die Thematik der Schwarzarbeit
in diesen Bereichen eingehen, dürfte überproportional sein.
(da wird es wohl keine öffentlich einsehbaren Statistiken geben, denk ich mal)

Auf Deine weiteren Ausführungen möchte ich aus Zeitmangel nicht weiter eingehen.
Zumal es ja im Grunde doch nur Wiederholungen Deines derzeitigen Wahrnehmungsempfinden sind.
Im Laufe der Jahre wirst Du das rückblickend sicherlich anders sehen.
>>>> Lebenserfahrung.

Geändert von TR4 (12. 07. 2004 um 13:40 Uhr).
Alt 12. 07. 2004, 10:03 TR4 is offline Mit Zitat antworten #60
DocShark
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Hallo Wollschaf

Belege mal fix noch paar sozialwissenschaftliche Fächer. Politik würde dir auch gut stehen.
Vielelleicht solltest Dich auch mal mit den Grundgesetz wieder befassen.
Und Moral und Ehtik ständen auch nicht schlecht.
Ich gehe nicht näher ein, gebe aber das Schlagwort "... Eigentum verflichtet."

Wenn man schon Sozialhilfe als ungrechtfertigt an sieht, was ist dann mit Kapitalflucht.

Deine Auffassung ist absolut realiätsfremd.

Selbst wenn es hier und da Sozial-Schmarotzer gibt, sind es nicht alle Sozialhilfeempfänger.
Und wenn es zwar einige gibt die Ihre Firmen ins Ausland verlegen, so sind es nicht alle Firmen.
Wieviel offene Stellen gibt es den für die 4,6 Mio Arbeitslosen?
( Machen wir noch paar Dönershops auf. LOL)
Es dürfte doch klar sein das das Wirtschaftschaftsystem nicht funktioniert.
Was für Forderungen vom Kapital auch in den letzten Jahren gemacht und von der Politik erfüllt wurden.

GreenCards für ITs aus dem Ausland.
Senkung der Bedinungen gerinfügig Beschäftigte
Rugowskis 50 Stunden Vorschlag war wohl der grösste Witz und Eigentor.

Wenn ein Unternehmer mit 10 Arbeitern zu 40 Stunden / Woche produziert.
Wieviel Arbeiter sind notwendig die gleiche Menge in 50 Stunden / Woche zu produzieren.
Und wenn das noch bei gleichen Lohnkosten passiert, was ist das ?
Es geht weniger darum Reformen nicht durchzuführen.
Was hat den der Herr Clemens nun parat, Hartz IV ist Gesetz, ausser paar
aufmundernde Worte und Anmahnung der Industrie nun ihres zu tun Arbeitsplätze zu schaffen.

Sein Wort in Gottes Ohr, der wird es nicht hören.
Es wird nicht passieren auf Arbeitgebrseite. Warum soll es auch ?

DocShark
Alt 12. 07. 2004, 10:09 DocShark is offline Mit Zitat antworten #61
Vind
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Moin!

Clement ist echt ein super Politiker, der einzige der Durchblick hat. Er hat schliesslich erkannt, dass die Deutschen Sparweltmeister sind und nur deshalb die Binnennachfrage lahmt. Würden wir mehr ausgeben, würde die Wirtschaft brummen. Und es ist vollkommen richtig, dass Arbeitslose dem Staat nicht mehr auf der Tasche liegen dürfen, dadurch schafft man ja bei den Arbeitenden das nötige Vertrauen, dass mit ihrem Arbeitslosenbeiträgen sinnvoll umgegangen wird, was wieder Konsumanreize gibt. Oder wie?
Alt 12. 07. 2004, 11:22 Vind is offline Mit Zitat antworten #62
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Zitat:
Original geschrieben von Wollschaf
Ich bekomme ein bisschen mehr als die Hälfte des Sozialhilfesatzes von 610 EUR und kann mir trotzdem noch Telefon und Rechner jaaaa sogar INternet leisten! laut Definition bin ich super-bettel-arm...
Der Sozialhilfesatz liegt nirgends über Arbeitslosengeld 2. Arbeitslosengeld 2 soll 345 Euro betragen. Und darin sind 48 Euro für die Anschaffungen von Möbeln etc. schon drin.
Dazu kommt zwar noch Wohngeld, aber auf der Straße wohnst du ja als Student wohl auch kaum.
Die Kosten fürs Studium sind -nehm ich mal- an auch nicht von deinen 300+ Euronen zu bezahlen.
Das es auch ein Unterschied, ob ich als Student oder Familienvater von dem Geld leben muss, dürfte auch klar sein. Das gilt besonders dann, wenn sich jemand schon ein kleinen Wohlstand erarbeitet hat (weil viele Jahre gearbeitet), und dann arbeitslos wird, z.B. weil sein Bonze von Arbeitgeber woanders die billiger Leute abzocken kann. Dann haftet der Arbeitnehmer nämlich mit seinem Vermögen für die Abzockerei seines Bonzen, wenn er nicht innerhalb eines Jahres ne neue Stelle gefunden hat. Kann dann umziehen, Lebensversicherung verkaufen etc.
Wenn's ein Alleinstehender ist, ist auch das nur ein Lebenstandart auf Abruf. Dann muss man nämlich immer damit rechnen, unter Aufgabe allen sozialen Umfelds quer durch die Republik irgendeinem Abzocker als Billigsklave zur Verfügung zu stehn. Ob als Hundekotaufleser oder der Bonzenlobby noch so einfällt. Ich denke nicht, dass man das mit einem Studentenleben vergleichen kann.
Zitat:
Original geschrieben von Wollschaf
Heute geht es nicht mehr um existentielle Armut, sonder um materielle Gleicheit. Von Armut zu sprechen aber materielle Gleichheit zu meinen ist begriffliche Falschmünzerei!!
Materielle Gleichheit zu wem?
Zitat:
Original geschrieben von Wollschaf
Zudem .. in Deutschland genießen derzeit die ärmsten der Armen einen wirtschaftlichen Wohlstand der für viele Zeitgenossen noch immer eine Art Fata Morgana darstellt.
Ne Fata Morgana stellt der wirtschaftliche Wohlstand vor allem in den Ländern dar, die schon mal von "Kapitalbildnern" oder deren Hilfstruppen heimgesucht worden sind.
Alt 12. 07. 2004, 13:24 Mit Zitat antworten #63
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Zitat:
Original geschrieben von Wollschaf
Immer schön das alte Leid von den bösen Kapitalisten wiederholen....
Es ist ja nun mal das alte Leid, das gegenwärtige Leid und wird in Zukunft noch schlimmer.
Das Klagelied wird zudem von den Kapitalisten selber in allen Medien angestimmt. Nun wäre das Gesülze des klagenden Kapitals kaum weiter beachtenswert, wenn sie nicht außerdem mit der korruptesten Regierung, die Deutschland je hatte die größten Abzocker- und Versklavungsprogramme beschließen würde, die je beschlossen worden sind. Und das mit der Begründung, es wäre kein Geld da, die Steuern für die Bonzen und Spekulanten wären zu hoch, die Bürokratie zu hoch, der demografische Faktor dramatisch, die Sozialhilfeempfänger zu faul, die Globalisierung zu global, die Krise da und ähnlichen Schwachsinn.
Tatsächlich existiert die Krise derzeit aber nur höchst einseitig. Und wenn man die Vermögensverteilung nimmt, dann kann man eben nur feststellen, das sie eben so ist.
Wenn man die Steuern sieht, kann man nur feststellen das Konzerne kaum oder negative Steuersätze zahlen. Man kann feststellen, dass es mindestens ein lineares Wachstum gibt, das die untersten zwanzig Prozent aber weniger als nichts besitzen. Das die Umverteilung nach oben immer stärker wird. So ist das halt.
Zitat:
Original geschrieben von Wollschaf
Wieso verlässt man sich einfach darauf, dass andere das Kapital bilden um produktive Arbeitsplätze zu schaffen??? Sich selbstt, entsprechend seinen Fähigkeiten, an dieser Aufgabe zu beteiligen liegt den meisten fern.
Es liegt unter der Regie des Kapitals schon en etwa 5 Millionen fern, und es werden immer mehr. Kapital wird außerdem nicht gebildet, um produktive Arbeitsplätze zu schaffen, sondern um Profite zu erwirtschaften. Die Bedürfnisse der Bevölkerung und der Beschäftigten ist nicht das Ziel. Im Gegenteil werden immer mehr von der Möglichkeit des Erwerbes und der Möglichkeit, ihre Bedürfnisse zu befriedigen ausgeschlossen.
Zitat:
Original geschrieben von Wollschaf
Leider ist diese Position in einer kapital- und wissensintensiven Volkswirtschaft mit einer alternden Bevölkerung total unangemessen. Angemessen wäre wenn sich möglichst viele durch <b>Wissen</b>, <b>Kapital</b> und Arbeit in den Wertschöpfungsprozess einbringen. Nur so können sie an der vor allem durch Wissen und Kapital vorangetriebenen Produktivitätssteigerung ungeschmälert teilhaben und nur so können gesellschaftlich <b>unerträgliche Einkommens- und Vermögensungleichheiten vermieden</b> werden.
Versteh nicht ganz, wie du das meinst. Müssen die potenziellen Hundekotaufsammler jetzt schon studiert haben? Was hat die Bildung mit der Tatsache zu tun, das die immer schlechter bezahlt wird?
Und mit der Tatsache, das sie immer schlechter bezahlt wird der Konsum, und damit der Grund für Produktion und Herstellung hinfällig wird? Das die Produktivität immer höher wird und damit die Nachfrage nach Lohnsklaven automatisch fällt? 40 000 Betriebe haben letztes Jahr hier pleite gemacht. Der schlaue Lösungsvorschlag von dir:
Zitat:
Rein rechnerisch müsste nur jeder 50. Arbeitnehmer selbständig werden und davon wiederum nur jeder zweite vier neue Arbeitsplätze schaffen und das Problem der Arbeitslosigkeit wäre beseitigt! Sprich lediglich 2% der Bevölkerung müssten es schaffen diesen Schritt (in die Selbstständigkeit) zu wagen!!!
Da kann ich nur mit dem Kopf schütteln und hoffen, das Studenten mit so schlauen Rezepten in Istanbul ne Pommesbude aufmachen.
Zitat:
Original geschrieben von Wollschaf
Nun um gleich einiges den ultralinken Socken hier vorwegzunehmen: Vermögensverteilung wäre sicherlich eine zunächst denkbare Alternative.. allerdings macht dies nicht alle gleich "reich" wie sie zunächst suggeriert, eher alle gleich arm!
--> Produktivkapital sinkt, Rückgang der ohnehin schon kleinen Vermögensbildung, inländisches Kapital flieht, ausländisches Kapital hält sich mit Investionen zurück, die Sparneigung der Begüterten sinkt gegen null, der Konsum steigt wie eine Luftblase hinauf, bis sie zerplatzt!!!!
Das inländisches Kapital flieht, um andernorts profitabler zu schmarotzen, die Realinvestitionen gehen zurück und das sich ausländisches Kapital bis nach den Verarmungsprogrammen zurückhält ist doch grade die gegenwärtige Situation. Wovon redestet du also? Dafür geht der Konsum zurück. Hartzsanierte und Lohnarbeiter, die immer weniger verdienen haben aus Gründen, die Neoliberale nicht verstehen oder mit ihrer egoistischen Ausbeuterlogik nicht verstehen wollen plötzlich weniger Bedürfnisse. Dafür könnten irgendwann die Spekulationsblasen, mit denen die "Kapitalbildner" sich reich rechnen platzen. Die finden nämlich keine rentablen Anlagemöglichkeiten mehr.
Die Kapitalisten sind im Übrigen derzeit die einzigen die umverteilen, und zwar von unten nach oben.
Zitat:
Original geschrieben von Wollschaf
Die Arbeitnehmer müssen begreifen lernen, dass ein großer Teil ihres meist guten Einkommens nicht von ihnen selbst erarbeitet wird, sondern die Frucht von Fremdwissen und Fremdkapital sind.
So ein Schrott an Ausbeuterideologie gibt’s ja nun wirklich selten zu lesen. Also nicht der Arbeiter arbeitet, sondern das Kapital? Hast du schon mal zwei zehn Euro unters Kopfkissen gelegt und die wundersame Vermehrung live gesehen oder woher stammt die Erkenntnis? Schon mal ein Schraubenzieher unter ne Folie gelegt und ne fertige Maschine wieder abgedeckt?
Ja da frag ich mich nur, wieso die mit Hartz&Co mit aller Macht die Sklaven wieder für ein paar Cents die Stunde an die Arbeit treiben oder alternativ verhungern lassen wollen?
Zitat:
Original geschrieben von Wollschaf
Wieso Zwangsarbeiter? Beziehen die Leute nicht freiwillig Sozialhilfe???? In einer Demokratie hat man immer die Wahl!!!
Wieso sollte man dann nicht auch etwas für die Leistungen des Staates GEGENLEISTEN müssen, wenn man sie denn schon bezieht? auch wenn's nur ERNTEHELFER ist??? Der Wink mit dem Zaunpfahl des III. Reiches ist hier nun wirklich nicht angebracht und entbehrt jeglicher rationaler Konversation.
Nein, die beziehen Sozialhilfe, weil sie entweder Arbeitsunfähig sind oder weil die "Kapitalbildner" immer mehr von den Erwerbsmöglichkeiten ausschließen. Und freiwillig nur, weil entweder verhungern die Alternative ist oder erst andere Sklaven des Kapitals mit Dumpinglöhnen für die Profitgier der Kaitalbildner verdrängt und vom Erwerb ausgeschlossen werden müssten.
Die Möglichkeiten der "Kapitalbildner" zur Ausbeutung –Stichwort Demokratie- muss natürlich irgendwann beschränkt werden, da bin ich sehr dafür. "Zaunpfahl des III. Reiches", Chile etc., das ist nicht ganz so einfach.
Erntehelfer dienen keinem anderen Nutzen als den privaten Ausbeuter mit billigen Arbeitskräften zu versorgen und stellen somit keinen allgemeinen Nutzen dar. Die Arbeit sollte der Ausbeuter also dann entsprechend bezahlen, auch wenn das mit Hartz 4 natürlich im Sinne der "Kapitalbildner" anders beschlossen worden ist.
Alt 12. 07. 2004, 13:30 Mit Zitat antworten #64
deleted user
 
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Zitat:
Original geschrieben von Vind
Clement ist echt ein super Politiker, der einzige der Durchblick hat. Er hat schliesslich erkannt, dass die Deutschen Sparweltmeister sind und nur deshalb die Binnennachfrage lahmt.
Würden wir mehr ausgeben, würde die Wirtschaft brummen.
Wie der wohl erkannt hat, dass Leute die nicht das geringste besitzen sparen und deshalb die Millionäre und Milliardäre entlastet werden müssen weiß er dann wohl auch, hats aber nicht verraten oder? Warum Konzerne mit Milliardengewinnen steuerlich entlastet werden müssen und die pleite gegangenen Kommunen nur nichts ausgeben, weil sie geizig sind und sparen, weiß er auch ganz genau.
Wundern tut er sich wahrscheinlich nur, warum so viele den Früchten seiner bisherigen Sanierungsarbeiten nicht begeistert zujubeln außer Kapitalbildnern und Mehrschweinchenhirnen. Die Einsicht, das die Arbeitslosen alle zu faul sind ist für solche Experten intellektuell dann nur noch ein Katzensprung.

Geändert von deleted user (12. 07. 2004 um 14:32 Uhr).
Alt 12. 07. 2004, 13:49 Mit Zitat antworten #65
privy
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mach normale weise kein copy und paste, passt aber zum thema.

Weil es mit dem Erklären immer noch hapert, hier eine kostenlose Hilfestellung

von
Egon W. Kreutzer
17. Mai 2004


Freeware

Die nachstehende, sehr geduldige Erklärung der wirtschafts- und sozialpolitischen Sachzwänge, steht Politikern aller Farbschattierungen zum kostenlosen und unentgeltlichen Download und zur uneingeschränkten Nutzung auf beliebig vielen Systemen zur Verfügung.


Mit ihrer Hilfe können endlich alle bestehenden, aber auch die sich bei Fortsetzung der bisherigen Politik zwangsläufig ergebenden, zukünftigen Kommunikations- und Vermittlungsprobleme gelöst werden. Offener Erklärungsbedarf wird prompt befriedigt und die immer schneller um sich greifende Verunsicherung der Bevölkerung kann zügig und rückstandsfrei abgebaut werden.



Risiken und Nebenwirkungen:

Die hier verwendeten Argumente enthalten extrem hohe Anteile der sog. "Wahrheit" und kamen beim Herstellungsprozess intensiv mit erheblichen Quantitäten gesunden Menschenverstands in Berührung. Für Personen, die diese Drogen ohne ärztliche Aufsicht konsumieren, besteht extreme Suchtgefahr.

Kontraindikationen

Es gibt Menschen, die wollen gar nicht begreifen; die haben ihre Überzeugungen; denen ist nicht zu helfen. Wer in jedem zweiten Satz behauptet: "...das habe ich schon immer gesagt", und in jedem dritten Satz erklärt: "...und das ist die Wahrheit!", der gehört zweifellos zu dieser Kategorie und kann sich jetzt ausklinken.


Hinweise für den Erst-User


Es gibt aber auch Menschen, die möchten gerne erklären und vermitteln, übermitteln, kommunizieren, den Leuten klar machen, dass die Gründe für die Tatsachen, an denen niemand vorbeikommt, nur richtig vermittelt werden müssen, Leute, die hierin das eigentliche und einzige Defizit und die Ursache der strukturellen Verunsicherung sehen, welche wiederum dem Vermittlungsdefizit Vorschub leistet - ...und genau diese Leute, sind hier gemeint:


Die mit der ganz langen Leitung.

Diejenigen, die es noch nicht einmal sich selbst erklären können, aber nichts sehnlicher wünschen, als dass alle Welt begreifen möge, warum sie versprechen, was sie versprechen, warum sie aber trotzdem tun müssen, was sie tun und warum Sofort-Maßnahmen zwar sofort weh tun, aber sonst keinerlei Wirkung zeigen, warum überhaupt alle Politik auf die Herstellung paradiesischer Zustände im Jahre 2050 abzielt und warum heutige Politiker heutige Probleme mit heutigen Mitteln nicht lösen können, sich aber ohne den geringsten Zweifel zutrauen, alle künftigen Probleme, sofern sie nur nicht vor dem Jahr 2.050 drohen, durch kühne Weichenstellungen schon heute nachhaltig aus der Welt zu schaffen.




Also, alle 'mal herhören!

Dass ihr weder die Probleme, noch die Rezepte erklären könnt, liegt daran, dass ihr es immer noch nicht gelernt habt, hinter den Wirkungen nach den Ursachen zu suchen.

Wenn es viele Arbeitslose gibt und wenig Geld in die Sozialkassen kommt, dann haut ihr mit dem Knüppel auf die Arbeitslosen ein, damit die wieder arbeiten sollen, weil ihr glaubt, die Arbeitslosen wären die Ursache des Übels und dann wundert ihr euch, dass die Arbeitslosen das nicht begreifen wollen.

Ihr müsst nur einmal einen Augenblick nachdenken, dann wird euch aufgehen, warum sich ein Arbeitsloser einen solchen Quark nicht erklären lässt. Da hilft alle Geduld nichts. Man kann es ihm auch nicht vermitteln, nicht mit dem allerschönsten Gesäusel und auch nicht mit einer zur "Agenda" aufgeblasenen Liste von guten Absichten mit bösen Folgen. Der Arbeitslose weiß nämlich - und das lässt er sich nicht ausreden, dass er gerne arbeiten und Geld verdienen würde. Der Arbeitslose kann sich ganz genau daran erinnern, dass er sich nicht selbst entlassen hat, sondern dass das sein letzter Arbeitgeber war. Der Arbeitslose weiß ganz genau, dass die Hauptschuld an seiner Situation bei denen liegt, die ihn entlassen haben - und dass ein bisschen Schuld auch bei denen liegt, die ihn jetzt nicht einstellen.

So, schon haben wir uns gedanklich ein kleines Stück von einer der offen zu Tage liegenden Wirkungen des Problems entfernt. Aber denkt jetzt bloß nicht, dass entlassende Arbeitgeber und nicht einstellende Unternehmer schon die Ursache sind, nach der wir suchen!

Die sind immer noch nichts anderes, als ein Teil der Wirkung.

Wenn es Unternehmer und leitende Angestellte von Kapitalgesellschaften gibt, die durch ihre Personal- und Standortpolitik in Deutschland Arbeitslosigkeit erzeugen, dann tun die doch nur das, was ihre verdammte Pflicht und Schuldigkeit ist. Sie versuchen, im Wettbewerb des freien Marktes bestmöglich zu bestehen.

Primäres Ziel wirtschaftlichen Handelns im Kapitalismus ist die kurz-, mittel- und langfristige Gewinnmaximierung. Schon die Beachtung bestehender Gesetze und Verordnungen wird aus betriebswirtschaftlicher Sicht, soweit sie die eigene Wettbewerbsposition schwächen könnte, als lästig angesehen. Denken in moralischen oder ethischen Kategorien aber, ist im auf Gewinnerzielung ausgerichteten Unternehmen ein gefährlicher Luxus, den sich nur wenige Verantwortliche leisten und dies in der Regel auch nur für sehr kurze Zeit.

Wenn also ein Unternehmer oder ein Manager sein Bestes tut, um einen größtmöglichen Gewinn zu erzielen, dann kann ihm niemand erklären, dass dieses Ziel umso leichter zu erreichen wäre, je mehr Leute er beschäftigt. Er wird auch nicht einsehen, dass höhere Löhne oder kürzere Arbeitszeiten, Kündigungsschutz und Mitbestimmungsrechte auch nur einen Deut zur Gewinnmaximierung beitragen. Er weiß ganz genau, dass er mit möglichst wenigen Leuten, die möglichst viele Überstunden leisten und sich weder gewerkschaftlich organisieren, noch einen Betriebsrat wählen, am billigsten produzieren kann. Er weiß auch genau, was ihm Mitgesellschafter und Anteilseigner erzählen, wenn der Gewinn unter den Erwartungen bleibt, oder wenn gar Verluste eintreten, und er weiß, was ihm die Banker erzählen, wenn er einen Kredit braucht, oder was die Börse von ihm verlangt, wenn er sich dort Kapital holen will.

Und schon wieder denkt ihr, ihr habt die Ursache gefunden: Das Gewinnstreben ist schuld!

Leider auch Quatsch. Gesundes Gewinnstreben ist gut und richtig, es gehört zur menschlichen Natur und ein vernünftiger Wettstreit um immer bessere und ertragreichere Lösungen unterstützt den Fortschritt.

Weil aber der Fortschritt inzwischen so weit fortgeschritten ist, dass man gar nicht mehr alle Menschen braucht, um bei betriebswirtschaftlich perfektem Management alles das herzustellen, was die Bevölkerung so braucht, glaubt ihr wiederum, dass dieser wunderschöne Effekt, der Produktivitätssteigerung genannt wird, nicht die Wirkung, sondern die Ursache wäre und schreit laut und unverständig nach Wachstum. Nur so, spinnt ihr den Faden weiter, könnten trotz durchrationalisierter Fabriken und Büros, trotz Millionen von Computern, trotz Internet und online-banking wieder alle Menschen jeden Tag für 10 Stunden Arbeit haben und das an sechs Tagen in der Woche und das für fünfzig Jahre im Leben.

Diese Theorie nehmen euch weder die Arbeitslosen, noch die Unternehmer ab. Beide wissen, dass die dafür erforderliche Arbeitsmenge einfach nicht da ist. Der Arbeitslose, weil er wegen Arbeitsmangel entlassen wurde und der Unternehmer, weil er die millionenschweren Rationalisierungsinvestitionen doch gemacht hat, um menschliche Arbeit überflüssig zu machen und weil er seine Fertigung doch nach China verlagert hat, um dort billige menschliche Arbeitskraft einzukaufen, statt hier teure menschliche Arbeitskraft bezahlen zu müssen. Trotzdem wird der Unternehmer Zustimmung heucheln, weil er sich von solchen Initiativen immer noch weitere Möglichkeiten zur Erhöhung des Unternehmensgewinns verspricht.

Da höre ich euch schon wieder johlen:
Das haben wir doch schon immer gesagt: Die Arbeitskosten sind zu hoch. Das ist die Ursache allen Übels.

Die Löhne müssen runter und die Beiträge zur Krankenversicherung und die Beiträge zur Rentenversicherung und die Beiträge zur Arbeitslosenversicherung und die Beiträge zur Pflegeversicherung auch! Das haben euch die Unternehmer sofort geglaubt. Kein Wunder. Sie selbst sind überhaupt nicht betroffen - und alles was die Arbeitskosten senkt, erhöht die Gewinne.

Die Arbeitslosen und die Beschäftigten und die Rentner und die Kranken und die Pflegebedürftigen, die glauben euch das nicht. Die wissen nämlich, was das Leben in Deutschland kostet.



Da gibt es viele Arbeitslose und auch viele, die einen schlecht bezahlten Job haben, die nur zu genau wissen, was man allermindestens braucht, um überhaupt über die Runden zu kommen.

Es gibt auch viele Eltern, die ganz genau wissen, was es kostet, ein Kind halbwegs mit Anstand groß zu ziehen.

Es gibt viele Häuslebauer, die ganz genau wissen, welche Einschränkungen man auf sich nehmen muss, damit es in langen zwanzig oder fünfundzwanzig Jahren mit Mühe und Not gelingt, die Eigentumswohnung oder das Reihenmittelhaus abzubezahlen.

Es gibt viele Rentner, die jeden Cent zweimal umdrehen müssen...



Auf dieses Stichwort hin kommt ihr schon wieder mit einem unüberlegten Patentrezept daher:

Denen geht es doch allen viel zu gut. Die müssen einfach wieder lernen, sich einzuschränken. Das ist doch die Ursache allen Übels, dass dieses ganze verwöhnte Volk seit Jahrzehnten über seine Verhältnisse lebt. Die müssen jetzt einfach begreifen, dass kein Geld mehr da ist. Die müssen den Gürtel enger schnallen und endlich wieder lernen, auch mit weniger auszukommen!

Am Ende findet dann einer von euch Schlaumeiern heraus, dass die ja nur deshalb nicht arbeiten, weil es viel zu viel Sozialhilfe gibt und dann wollt ihr Anreize zur Arbeitsaufnahme setzen, indem ihr auch noch den Ärmsten der Armen den Hahn zudreht. Wenn die Sozialhilfe für die Sozialhilfeempfänger nicht zum Leben reicht, dann müssen sie eben mit Naturalien versorgt werden. Wenn sich die Geringverdiener aus dem Niedriglohnsektor die Kopfpauschale bei der Krankenversicherung nicht leisten können, dann muss eben der Staat aus dem Steuersäckel zuschießen, wenn die Universitäten nicht mehr zu bezahlen sind, dann wird eben ein halbes Dutzend davon zur Elite-Uni für eure Kinder ernannt; der Rest, für die Kinder der anderen, darf ruhig verkommen - und wenn der Staat endlich überhaupt kein Geld mehr hat, dann entlasst ihr eben die Arbeiter und Angestellten, schickt die Beamten in Frühpension und verlängert die Arbeitszeiten.

Dabei seid ihr inzwischen ganz nahe dran, an der Ursache. Ihr könntet sie mit Händen greifen, aber ihr weigert euch standhaft und verharrt in der Auffassung: Wenn kein Geld mehr da ist muss eben gespart werden.


Selbst der dümmste Bauer weiß, dass er säen muss, wenn er ernten will.

Aber was macht ihr?

Ihr spart das Saatgut und verkauft den Acker!

Unternehmen im Staatsbesitz sind nicht euer Privateigentum. Sie sind Volkseigentum und sie sind keinem Gläubiger verpfändet! Die Autobahnen sind Volkseigentum, Schulen, Kindergärten, Museen, Parkanlagen, Krankenhäuser, die Post, die Bahn - alles ist Volkseigentum. Aber ihr sagt, dass "wir" über unsere Verhältnisse gelebt haben! Jetzt ist das Geld weg. Jetzt muss konsolidiert werden.


Nun glaubt ihr, ihr müsst das Tafelsilber verkaufen,
weil kein Geld mehr da ist?



Ja - dann sagt einmal - wo ist das Geld denn?

Wer hat es denn?

Ist es verbrannt?


Merkt ihr nicht, wie dämlich es klingt, als Antwort einfach zu behaupten, "wir" hätten über unsere Verhältnisse gelebt?

Merkt ihr nicht, dass jahrzehntelange Exportüberschüsse eigentlich genau das Gegenteil belegen?

Wir haben unter unseren Verhältnissen gelebt.

Wir haben unsere Leistungen viel zu billig verkauft.

Deshalb haben wir jetzt kein Geld mehr!

...und die anderen haben die Produkte unserer Arbeit und das Geld!

Wir haben uns betrügen lassen, wie die Neger zu Beginn der Kolonialisierung. Wir haben Gold gegen Glasperlen, Arbeitskraft gegen Almosen, Leistung und know how gegen ein paar Fetzen bedrucktes Papier hergegeben.

Das Geld ist doch nicht weniger geworden. Es ist nur völlig falsch verteilt.

Aber ihr weigert euch darüber nachzudenken, ob es nicht sinnvoll wäre, das Geld mit Hilfe von Vermögenssteuern und Einkommensteuern auf Zinserträge da wieder herauszuholen, wo es aufgetürmt worden ist. Lieber leiht ihr es euch gegen immer neue Zinsforderungen immer wieder bei denen, die es gekidnapt haben.

Ihr habt den Kapitalgesellschaften und deren Anteilseignern die Steuern gesenkt, ihr weigert euch, Spekulationsgewinne und Zinserträge wie Arbeitseinkommen zu behandeln, ihr lasst Steuerflüchtige unbehelligt und nun wundert ihr euch, dass euch das Geld ausgeht.

Aber ihr jammert lautstark über die erdrückenden Zinslasten und wollt künftige Generationen davor bewahren, an den Zinsen zu ersticken.

Warum weigert ihr euch so hartnäckig, die ebenso einfache wie eigentlich auch offensichtliche Wahrheit zu aktzeptieren, dass es Geld, so wie wir es kennen, überhaupt nur gibt, wenn sich vorher jemand verschuldet?

Wann werdet ihr begreifen, dass andere einspringen und neue Schulden machen müssen, wenn der Staat Schulden abbaut, weil das System sonst krachend zusammenbricht?

Dieses Geld, auf dass ihr so dringend angewiesen seid, kommt nicht durch Sparen in die Welt, sondern durch Schuldenmachen.

Deshalb kann das vorhandene Geld auch niemals ausreichen, um damit die Schulden zu bezahlen. Denn Schulden wachsen; Jahr für Jahr durch die Zinsen. Der Geldbedarf wächst durch jede Miet- und Pachtforderung, aber das benötigte Geld wächst nicht auf Feldern, kann nicht aus Bergwerken geholt werden - dieses Geld entsteht ausschließlich durch unzählige Akte der Verschuldung!

Habt ihr euch nie Gedanken gemacht, über den Zinseszinseffekt?
Glaubt ihr wirklich noch an den Storch und daran, dass das Geld im Safe sich lüstern vermehrt ?



Solange es möglich ist, dass Geld aus dem Kreislauf der Realwirtschaft herausgezogen, in erpresserischer Absicht gehortet und in unsinnigen und überflüssigen Spekulationen um die Welt gejagt wird, ist ein demokratischer Staat, der das Wohl aller Bürger im Auge hat, verpflichtet, den dadurch entstehenden Geldmangel zu beheben. Die Verantwortung für die Geldversorgung der eigenen Wirtschaft darf sich ein Staat, der sich nicht selbst schon aufgegeben hat, von niemandem nehmen lassen. Am besten kann er eingreifen, indem er frisches Geld als verlorenen Zuschuss an ein paar geeigneten Stellen in die Wirtschaft einspeist.

Tut der Staat nichts gegen den erdrückenden und vorsätzlich herbeigeführten Geldmangel, dann macht er sich zum Helfershelfer einer Clique von Spekulanten und Superreichen und hilft denen bei der schamlosen Ausbeutung der arbeitenden Bevölkerung.


Wenn ihr also wieder einmal erklären müsst, woher die schwerwiegenden wirtschaftlichen Probleme und Umwälzungen kommen, dann könnt ihr euch das von nun an ganz einfach machen. Sagt einfach:

Im Kapitalismus kommt es zwangsläufig alle 60, 70 Jahre zu einem Zusammenbruch des gesamten Finanzsystems und damit der gesamten Volkswirtschaft. Da kann man gar nichts machen, das ist wissenschaftlich erwiesen und eigentlich auch unbestritten. Da müssen wir alle durch und es trifft ja auch wirklich alle, ohne Ausnahme. Froh und dankbar kann man sein, wenn kein Krieg daraus wird.

Dass ein paar Superreichen hinterher noch viel reicher sind, das könnt ihr in der Argumentation glatt vernachlässigen. Das sind so wenige, die fallen überhaupt nicht ins Gewicht.



Aber wenn man euch daraufhin fragt, ob man nicht lieber am Kapitalismus etwas ändern sollte, anstatt regelmäßige Systemabstürze zu provozieren, dann werdet ihr wieder nicht erklären können, warum ihr ausgerechnet das nicht wollt -

...und aus dieser Klemme kann euch dann niemand mehr heraushelfen.



privy
Alt 12. 07. 2004, 14:33 privy is offline Mit Zitat antworten #66