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dlfa
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Wichtige Infos (längerfristig interessant)

Hallo!
Erziehungsgeld Wire hat sich die Mühe gemacht, eine wichtige Info dazu zu veröffentlichen.
Ein Link von Wire zu einem Kinderkrankheiten-Buch</a>

Gruß,
dlfa



Links angepaßt Wire

Geändert von Wire (22. 04. 2003 um 21:41 Uhr).
Alt 19. 08. 2002, 19:52 dlfa is offline #1
dlfa
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Was brauche ich wirklich?

Was braucht ein Kind WIRKLICH im ersten Jahr?

Schwangerschaft:
SUCHT EUCH EURE HEBAMME AUS!!!
Zahlt die Krankenkasse, habt ihr nen Anspruch darauf, kommt ca. 10 mal ins Haus. Hilft mit Tips, gibt Antworten, schaut auch mal auf das Kind, ob´s gesund ist. Wenn ihr die erste nicht mögt, könnt ihr jetzt noch problemlos wechseln. Gute Hebammen kann man auch später noch anrufen und um Rat bitten.
Ebenfalls: erkundigt euch nach einem Kinderarzt. Hört euch bei anderen Eltern um.
Schön ist ein Stillkissen, weil frau da auch mal wieder bequem liegen kann (Bauch ablegen).
Sinnig außerdem, das Kopfteil vom Bett hochzustellen, da es Sodbrennen und Morgenübelkeit lindert.
Ebenfalls günstig ist es, bereits eine Spieluhr zu kaufen, die euer Kind später als "Knuddeltier" nehmen kann - also was Weiches. In den letzten Wochen beim Zubettgehen die Spieluhr auf dem dicken Bauch spielen lassen, die Chance ist gut, daß das Kind diese Töne auch nach der Geburt mit "Ruhe, Geborgenheit, Stille" assoziiert und leichter dabei einschläft.

Im Krankenhaus:
Gar nichts. Windeln, Tücher etc. werden in der Zeit, die man im Krankenhaus ist, gestellt. Nützlich ist auch hier wieder oben erwähntes Stillkissen.
Beim Verlassen: Autobabyschale - niemals ohne.

Die ersten Wochen:
für gestillte Kinder:
Stillhütchen. Eine echte Erleichterung, wenn die Brustwarzen wund sind oder die Brüste zu voll. Auf jeden Fall die gleichen nehmen wie im Krankenhaus (wenn da vorhanden), damit das Kind nicht zweimal saugen lernen muß. Gibt euch die Hebamme.
EIN Fläschen für eventuelle Notfälle. Glaubt nicht, daß ihr abpumpen könntet und vllt. euer Mann das Kind nachts füttert. Zumindest in den ersten Wochen ist man DANKBAR, wenn das Kind ENDLICH die prallvollen, SCHMERZENDEN Brüste leert.
Milchpumpe. Sehr gut ist die von Avensis, und ich habe drei verschiedene ausprobiert. Sinnvoll ist es, die abgepumpte Milch einzufrieren. Mit Muttermilch könnt ihr nämlich auch Babybreie anrühren, wenn ihr später umstellt. MM ist im Tiefkühler 6 Monate haltbar. Fragt eure Hebamme nach Details. Übrigens: "überfüllte" Brüste sollte man ausstreichen, nicht abpumpen, weil sonst die Milchproduktion noch angekurbelt wird (Hey, es saugt noch...)
Flaschenkinder:
Zwei, drei Fläschchensets, je nachdem, ob ihr die Fläschchen im Sterilisator abkocht oder sie in die Spülmaschine packt (soll auch reichen).
Sterilisator: siehe oben. Meine Notfläschchen kamen in die Spülmaschine. Hat gereicht.
Fläschchenerwärmer: Geschmackssache. Sanfte Erwärmung in der Mikrowelle *geht auch*, soll aber nicht so gut sein (Vitamine zerstören bei zu großer Hitze).
Fläschen-Isotasche: hält euer angemischtes Fläschchen auf Trinktemperatur. Tip: Thermosflasche mit heißem Wasser mitnehmen, Flaschenmilch abgemessen ins Fläschchen packen, bei Bedarf mischen.
In jedem Fall:
BH-Einlagen. Eventuell bekommt ihr die auch von eurer Hebamme, dann sind sie wahrscheinlich aus Schafwolle. Mich hat die Juckerei allerdings zum Wahnsinn getrieben und ich hab mir Einmal-Stilleinlagen geholt.
StillBH: Wer´s braucht... Hauptsache, er paßt. Ob man ihn hochzieht oder was runterklappt - Geschmackssache.
Schnuller: Man kann zu ihm stehen, wie man will: manchmal kommt er verdammt passend. Er beruhigt die Kleinen WIRKLICH, auch nachts um zwei, wenn alles andere versagt hat. Nachteil: sollte euer Kleines sich total dran gewöhnen, ohne vllt. nicht mehr (ein)schlafen können, stellt euch darauf ein, ein paar mal die Nacht den verd... Schnuller an seinen Platz in Babys Mund zurückzubefördern. Im Gegensatz zum Daumen, den sie so mit 3 Monaten langsam entdecken können, finden Babys die Schnuller nämlich nachts im Bett nicht wieder. Wenn ihr das Nuckeln wieder abgewöhnen wollt, geht dies mit dem Schnuller auch besser als mit dem Daumen: rigoros wegnehmen, nach zwei Tagen ist das Ding meist vergessen (Viel Spaß und gute Nerven). Versuch das mal mit dem Daumen!
Windeln: Sollte klar sein... Am besten kauft ihr als erstes die Marke, die im Krankenhaus gepaßt hat (eine Tüte), und probiert später, was noch alles in Frage kommt.
Spucktücher: so an die 10 Stück. Sind immer gut und praktisch. Kann man auch mal als "Notwindel" nehmen. Werden als "Mullwindeln" verkauft.
Wickeltasche:Für jetzt und später eine gut zu tragende, GROSSE Tasche. In diese muß hineinpassen:
  • Fläschchen und Thermosflasche (wenn ihr nicht stillt, für das Kind - siehe oben, wenn ihr stillt, für euch - DURST ist das Hauptproblem in den ersten sechs Monaten)
  • kleine Tasche mit Windeln - fünf bis sechs Stück
  • Feuchttücher ODER Flasche mit Wasser und mehrere Waschlappen. Persönlich nehme ich unterwegs IMMER Feuchttücher, zuhause Waschlappen. Die Gefahr der Feuchttücher (Bakterien, Parfümstoffe) ist mir bekannt, der praktische Nutzen überwiegt aber in meinen Augen.
  • Ersatzkleidung - voller Satz ausgespuckte Milch bis zugesch*** Windel können das unglaublich wichtig machen
  • Spucktuch, mindestens eines, besser zwei oder drei
  • altes Handtuch als Wickelunterlage, wer hat, auch ne kleine Unterwegs-Wickelauflage - oder wollt ihr euer Kind in den zugesifften öffentlichen Wickelräumen ohne Schutz hinlegen???
  • später Nahrung und Getränk für´s Kind
  • Nahrung und Getränk für die kaputte Mama bzw. Betreuungsperson
  • ein, zwei Spielzeuge zum "Ruhigstellen" unterwegs
Tragetuch kann ich nur immer wieder empfehlen. Ist gut für Babys Hüften, für den Rücken, für die motorische Entwicklung - und ihr bekommt jede Tür problemlos auf, jede Treppe hoch und könnt immer mit dem Nahverkehr fahren, ohne auf Hilfe angewiesen zu sein. Bis zu 9 kg gut zu gebrauchen, gibts günstig bei BabyWalz und teuer bei Didymos.
Kinderwagen oder gleich Buggy, am besten einer, der beides ist. Empfehlenswert ist ein Kinderwagen mit Softtasche, in dieser kann man sein Kind schlafend durch die Wohnung tragen. Das erspart den Stubenwagen, der sowieso ab 60 cm Körpergröße nutzlos wird.
Reisebettchen gut, ist fraglich. Es gibt dazu auch einen Einsatz für Kinder bis kann-sich-drehen-und-aufrichten, dann liegt das Kind weit oben und man muß sich nicht immer bücken. Sehr sinnvoll, wenn man mal bei Verwandten ist und das Kind schlafen muß (tagsüber!!), schnell aufgebaut und dem Kind vertraut.
Schlafsäcke Kind kann sich nicht freistrampeln, liegt warm und sicher.
Kopfkissen und Bezüge Kopfkissen sind wunderbare Babydecken im Kinderwagen.
Zwei zusammengerollte, mit Strick verschnürte Handtücher Momentan gilt ja mal wieder die Rückenlage als DIE Maßnahme gegen SIDS (plötzlichen Kindstod), ich hab mich in der Seitenlage immer sicherer gefühlt (Baby kann auch nicht an Erbrochenem ersticken). Diese Handtuchrollen in Bauch und Rücken eures Kleinen gelegt halten ihn sicher in der Seitenlage. WICHTIG: Legt euer Baby niemals immer auf dieselbe Seite, sein Kopf verformt sich dadurch (flacher Hinterkopf, flachere Gesichtsseite) Immer schön wenden
Strampler 3 - 4 Stck, Bodys 3 - 4, 2 Paar Socken, Mütze, Jacke, Hemdchen (für unter den Strampler) 3 - 4 Kleine Babys werden nicht schmutzig (ausser, wenn sie sich einsch*** oder zuko***), deshalb braucht ihr da kaum was.
Nagelknipser empfehle ich immer statt Nagelschere - ihr seid schneller, es ist sicherer.
Haarbürste mittelweich mit Naturborsten, also bitte keine mit Drahtstiften.
Haushaltseimer zum Baden. Wer dran zweifelt, schaue sich mein Pic an - mein Kind hat es geliebt, es kann darin nicht wegrutschen, es ist nicht so furchteinflößend groß sondern gut beschränkt. Ein "Spezialeimer" muß es wirklich nicht sein, ein 10-l-Eimer frisch gekauft tut es absolut auch.
Wasserschüssel, Waschlappen zum Wickeln. Oder Feuchttücher, aber das wird auf Dauer auch teuer.
Wickelunterlagekann auch aus ein, zwei alten Handtüchern bestehen, die kann man auch besser waschen. Oder eine alte Wolldecke gefaltet mit Handtuch drüber und Wachstuch dazwischen.Wickeltisch - ein Tisch mit höherer Liegefläche. Zumindest bis das Kind krabbelt eine gute Lösung, um Rückenschmerzen zu verhindern. Danach sollte man besser auf den Boden umziehen. WICHTIG: Laßt euer Kind NIEMALS, auch nicht im 1. Monat, alleine auf dem Wickeltisch liegen. NIEMALS. NIE. Nein, dann auch nicht.
Cremes bekommt ihr von der Hebamme, verbrauchen sich sehr langsam, werden auch kaum aufgetragen (nur bei wundem Po).
Spielzeug Die ersten drei Monate: Mobile, Rassel, Rasselkette für Kinderwagen. Eine Rassel kann auch ein Filmdöschen mit Reis darin sein (für größere Kinder bitte zukleben). Später: Leere Zahnpastatuben. Holzlöffel. Bauklötzchen. Puppe. WICHTIG:Besorgt so schnell wie möglich ein Double für das Lieblingskuscheltier eures Kindes. Der Tag wird kommen, an dem der Liebling noch ein Bad nimmt, EUER Liebling aber schon in Tränen aufgelöst schreit, weil sein Kuscheltier weg ist. Generell eignet sich als Spielzeug alles, was euer Kind interessant findet und nicht gefährlich ist.
Babyfon je nach Gegebenheiten eurer Wohnung mehr oder weniger wichtig.
reguläres Kinderbett mit Gittern, verstellbarer Matratze und herausnehmbaren Stäben. Sobald euer Kind in der Lage ist, selbst aus dem Bett zu kriechen, solltet ihr das Reisebett nicht mehr regulär benutzen.
MEHR braucht ihr NICHT, egal, was die Werbung sagt.
Und ein letzter Tipp: wenn ihr schon alles habt, gebt den Großeltern lieber die Kontonummer des Kindes, davon habt ihr im Zweifelsfall mehr.

Gruß,
dlfa


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Geändert von Wire (22. 04. 2003 um 21:49 Uhr).
Alt 08. 12. 2002, 18:47 dlfa is offline #2
Wire
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Kinder kosten Nerven und Geld. Hier ein paar Hinweise zum Thema Geld.

Große Freude wenn das Kind zur Welt kommt.
"was ist es geworden?" fragt der stolze Vater.
"Ein teures Vergnügen", soll ein Arzt darauf schon mal geantwortet haben



Was ein Kind kostet

Der Betrag für ein Kind bis zu seinem 18. Geburtstag, beläuft die Eltern auf 365 983 €.
So haben es jedenfalls Deutsche Familienforscher errechnet. Ein Ökonome ermittelte mal einen Betrag von 281 000 € für ein Kind und 399 000 € für zwei Kinder bei einem Nettomonatseinkommen von 2500-3000 €.
Die Rechnung war aber noch in DM also kann jeder sich einen Teuro Aufschlag dazu denken.


Was der Staat beisteuert


Kindergeld, Steuerfreibeträge, Zuschüsse zur Miete o. Förderung bei Anschaffung eines Eigenheims.
Die Leistungen die der Staat 2001 ausgezahlt hat beliefen sich auf 162 Milliarden €



Kindergeld


Für die ersten drei Kinder gibt es je 154 € im Monat. Ab dem vierten 179 € pro Kind u. Monat.
Zuständig ist die Familienkasse beim Arbeitsamt (zumindest hier in HH)
Das Kindergeld wird nach dem 18. Lebensjahr, max. 27 Lebensjahr, weitergezahlt wenn sich das Kind in einer Ausbildung befindet. Aber nicht mehr als 7188 € (2003/04 7428 €) im Jahr verdient!
Wer das Kindergeld in einen Aktienfond anlegt, erhält in etwa einen Betrag von 100 000 € zu seinem 18 Geburtstag. Bei risikoärmeren Renten- o. Mischfonds sieht das anderes aus.



Kinderfreibetrag

Kommt nur bei Spitzenverdiener zum tragen. Das prüft das Finanzamt mit der Steuererklärung automatisch.


Erziehungsgeld


Erziehungsgeld bekommt wer sein Kind überwiegend selbst betreut und dabei nicht mehr als 30 Stunden die Woche arbeitet. Es wird zwei Jahre lang gezahlt (nach dem ersten Jahr muß ein neuer Antrag gestellt werden) und beträgt max. 307 € für jedes Kind. Ab 01.01.2002 kann man sich Alternativ das ganze für ein Jahr auszahlen lassen.
Erziehungsgeld istEinkommensgebunden! In den ersten 6 Monaten liegt die Grenze bei Ehepaaren 51 130 € und Alleinerziehende bei 38 350 €. Erhöhung der Grenzen bei mehr als einem Kind. Wer drüber liegt bekommt kein Geld. Ab dem 6 Monat sinken die Grenzen noch mal : Ehepaare 16 470 €; Alleinerziehende 13 498 €.
Anträge auf Erziehungsgeld bekommt ihr bei Krankenkassen, im Krankenhaus oder im Einwohneramt des Bezirks- o. Ortsamtes. Die die auch bearbeiten.
Siehe auch [l="http://board.gulli.com/showthread.php?threadid=190367"]hier[/l]

Wohngeld


Dabei handelt es sich um einen Zuschuss zur Miete oder zu den Aufwendungen für selbst genutzten Wohnraum wie eine Eigentumswohnung oder Haus (dann Lastenzuschuss). Das ganze ist auch wieder Einkommensgebunden und hängt von der Höhe der Miete ab und kann auch wieder im Ortsamt beantragt werden.




Eigenheimzulage



Bislang betrug die Kinderzulage 767 € pro Jahr u. Kind.
Künftig sind Kinder der Schlüssel, um überhaupt in den Genuss zu kommen. So jedenfalls nach den Aktuellen Änderungsplänen der Rot-Grünen Regierung.

Dazu mehr wenn es soweit ist!




Sparerfreibetrag für Kinder

Ein guter Trick, um die Besteuerung von Zinseinkünften zu senken. Sofern der eigene Sparfreibetrag von 1550 € schon erschöpft ist. Ist das Vermögen auf die Kinder zu übertragen. Bis zu 205 000 € sind alle 10 Jahre steuerfrei an jedes Kind verschenkt werden! Wenn es sein muss sogar pro Elternteil J
Solange das Kind noch kein eigenes Geld verdient klappt das ganz gut. Danach auf Überschreitung des Höchstbetrages achten!



Betreuungskosten absetzen


Bei Kindern bis 14 Jahre können Eltern Ausgaben für die Betreuung steuerlich gelten machen, sofern beide Berufstätig sind. Das kann Gehalt für ein Au-pair Mädchen, Babysitter sowie die Ausgaben für Kindergarten oder Tagesmutter (Betreuung nicht in der eigenen Wohnung!) sein.
Bis zu 1500 € können von der Steuer abgesetzt werden. Aber nur wenn die Gesamtkosten mehr als 1548 € sind.





Ratgeber und Informationen

„Wir werden eine Familie“ von der Verbraucher Zentrale Hamburg

„Kind und Kosten“ von der Verbraucher Zentrale

Steuertipps gibt es bei „Der große Konz 2003“ (Buchhandel ~ 8.90 €)



Hoffe das es für euch etwas hilfreich ist und eure Kosten etwas gedämpft werden.
Weitere Informationen bekommt ihr in den Mütterzentren dieses Landes so wie Selbsthilfegruppen im ganzen Bundesgebiet. Oft langt ein Blick in die Gelben Seiten.
Oder wenn ihr nichts findet könnt ihr mich gerne ansprechen.




Gruß Wire

Geändert von Wire (10. 12. 2002 um 22:58 Uhr).
Alt 10. 12. 2002, 22:31 Wire is offline #3
dlfa
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Im Erziehungsgeld-Link (erstes Posting) gibt es neue Informationen.

Gruß,
dlfa
Alt 07. 01. 2004, 20:10 dlfa is offline #4
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Lightbulb Es beginnt die Feuerzangenbowle??.

Es beginnt die Feuerzangenbowle??.

Non scholae, sed vitae discimus

Da grade die ersten Einschulungen statt gefunden haben möchte ich Euch einiges dazu erzählen.

Endlich bin ich ein Schulkind denkt so manches Kind endlich! Der eigene Schulranzen, die schönen Stifte, die Schultüte, all die kleinen Sachen, die mit dem Schulstart einhergehen, begeistern das Kind.

Der Schulbeginn bedeutet für jedes Kind den Eintritt in eine neue Welt.
Schule ist anders als zu Hause. Und anders als der Kindergarten. Das Kind begegnet neuen Regeln, Anforderungen und vielen Kindern. Die meisten Kinder sind stolz, ein Schulkind zu sein. Sie freuen sich auf das Neue. Wissen aber auch nicht genau was auf sie zukommt. Darum ist der Eintritt in die Schulzeit ein empfindliches Thema.

Der Übergang vom Kidergarten in die Schule findet nicht an einem Tag statt. Es handelt sich um einen längeren Prozess. Erst wenn dieser geschehen ist, hat das Kind das Gefühl ein Schulkind zu sein. Die Schule wird dann ein Teil des Lebens. Wenn es soweit ist fühlt es sich wohl und kann die Angebote der Schule für seine geistige, soziale und körperliche Entwicklung nutzen/lernen.

Der Weggang aus dem Kindergarten bedeutet immer einen Verlust seiner bisher gewonnenen Freunde, sofern sie nicht mit in gleiche Schule kommen. Es ändert sich vieles gewohnte der Tagesablauf, die gewohnten Gesichter aus dem Kindergarten.
Die Schule bringt vieles neues mit sich, den Tagesablauf, andere Pausenregelungen, Hausarbeiten und bei manchen ein wenig mehr gewünschte Ordnung.
Es Bedarf einiger Zeit um neue Freunde zu finden, sich einzuordnen, das Verhältnis zur/m Lehrer/in zu finden, da es ein anderes ist als bisher bekanntes (Kindergärtnerin, Mutter?).
Eine andre Art von Anforderungen wird auf das Kind zukommen, es muss bestimmte Arbeiten ausführen nach vorgaben der Lehrerin, in einer gewissen Zeit. Und so auch mit Lob und Tadel einher halten. Bedürfnisse und Wünsche sind Teilweise zurück zu stellen.
Auch dieses kommt auf das Schulkind zu, aber all dieser ?neuen? Sachen überwiegt doch das Gefühl ein endlich ein Schulkind zu sein.

Kinder lernen das Lesen, Schreiben und Endecken die Welt.
Wichtig ist die Vermittlung einer dauerhaften Lernbereitschaft, wie lernt man lernen und eine Möglichkeit zur Erfolgszuversicht.
Die unterschiedlichen Kinder und ihrer Vorraussetzungen bedarf einer wichtigen Rolle, grade im
Anfangsunterricht. Die Lernangebote sind individuelle anzupassen, was für leistungsstärkere als auch leistungsschwächere Kinder zählt.
Über- oder Unterforderung zerstört die Lernbereitschaft. Und kann sich nachhaltig auf das ganze Schulleben reflektieren.

Welche Unterstützung kann ich meinem Kind zukommen lassen, wird man sich fragen.

Vertrauen sie ihrem Kind, lassen sie es Dinge erledigen die es gerne möchte, auch wenn es länger dauert.

Lasst Euer Kind nicht nur mit Spielsachen aus dem Kaufhaus spielen. Oft ist ein Ablauf vorgesehen.
Viele nette Dinge sind im Wald und in naher Umgebung zu finden, wie Steine, Kastanien, Tannenzapfen und Steine. Aus denen mal viel schönes Basteln kann. Es fördert die
Kreativität und Neugier heraus. Aus Papier, Schere und Klebe lassen sich viele tolle Sachen herstellen. All diese ?billigen? und Natürlichen Beschäftigungen dienen nicht nur der Kreativität sonder auch sehr verstärkt der Feinmotorik.

Kinder die etwas verträumt über dem Spiel sind sollten nicht immer gestört werden, sie trainieren ihre Konzentration. Also beachtet das verhalten beim Spiel.

Sprecht viel mit Euren Kindern, macht Ausflüge in den Wald an die See o. Berge. Auch Museumsbesuche können es schon mal sein. Es dient u.a. der Stillung der Neugierde und sorgt immer für Gesprächsstoff. Das Kind lernt fragen zu stellen und sich auszudrücken.

Auch ein Kontakt zu anderen Familie offenbart dem Kind das es auch andere regeln und pflichten gibt.
Wer die Möglichkeit und Lust aufbringt für ein Haustier, was selbstverständlich auch vor dem Schulalter sein kann, sollte dies machen. Es eine gewisse Verantwortung übertragen, die Kinder sehen sich nicht mehr nur als ?die kleinen? an. Bei vielen gereizten und auffälligen Kindern ist eine starke Wandlung aufgefallen wenn sie z.B. die nähe zu einem Hund finden.

Aber zurück zur Schule.
Wenn eine Einschulung ins Haus steht sollte man rechtzeitig sich um die benötigte Schreibutensilien Liste kümmern. Meist gibt die Klassenlehrerin die vor beginn, beim ersten kennen lernen aus. Achtung dies kann sehr stark ins Geld gehen, also macht es rechtzeitig so kann man es mit Glück über zwei Monate verteilen.

Es fallen an:
- Schreiblernstift und diverse Bunt und Malstifte (oft wird ein bestimmter Hersteller nahe gelegt!)
- Schulranzen (Kann sehr teuer werden!)
- Sporttasche und Sportzeug
- Schnellhefter, Sammelmappe etc.
- Malkittel oder Papas altes Hemd ;-)
- Es fallen Gelder für Schulverein, Bücher, Bücherhalle und Klassenkasse (~ 50?)
- Schultüte (dazu aber gleich noch mehr)
- Passbild für den Schüler und Bücherausweis


Ihr seht es kommt viel auf einen zu. Rechnet also mit einem Betrag über 150? !!
Evtl. kommt auch noch eine Buskarte dazu oder das Kinderfahrrad muss noch Verkehrstüchtig gemacht werden (Lampen und Reflektoren).
Die Schultüte ohne die geht nichts *g*, die Freude auf diese macht es dem Kind am ersten Tag doch etwas leichter! Ganz klar es wird keine gekauft das ist was für Luschen, davon mal abgesehen sind diese meist langweilig und sehen nicht wirklich schön aus.

Basteln ist angesagt. Es gibt im Netz einige Anleitungen Bsp. hier aber vorsicht einige Webseiten wollen nur Euer Geld. Also vorsichtig wenn ihr über google geht!

Hier
findet ihr ein paar Beispiele. Man kann auch Window Color Bilder auf ein Stück härtere Plastik folie kleben oder kleine Fenster einbauen. Man kann seine Keativität freien lauf lassen und auf Thema (Interesse des Kindes) besser eingehen. Auch wenn sie etwas Krumm und schief ist, sie ist von Euch gemacht. Schaut Euch im Netz einwenig um oder fragt hier im Forum nach. Ihr werdet die Helden sein und nicht so wie die Luschen mit den gekauften standart Teilen *g*



Wenn es zu Anfang Probleme geben sollten sprecht mit der Lehrerin gleich drüber, schiebt es nicht auf die lange Reihe. Keiner Reist Euch ein Bein aus wenn man um Rat und Hilfe fragt, es geht um Euer Kind und seine Interessen.

Ich hoffe ihr habt einen kleinen überblick erhalten. Ich habe bestimmt nicht alles aufgeschieben und auch des öfteren aus meiner Sicht gesprochen. Das ist kein Maßstab kann aber hoffentlich Euch etwas weiter bringen.
Wenn ihr dazu fragen haben solltet werden ihr hier auch einen Rat finden.

Also viel Spaß Euch und Euren Kindern bei der Einschulung



Gruß Wire
Alt 11. 08. 2004, 16:35 Wire is offline #5
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