Sieh' Dir mal den c't-VDR an. Das ist ein auf Linux basierender Festplatten-DVB-S-Recorder.
Ist beim Selbstbau kaum oder nicht teurer als ein kommerzieller Plattenrecorder, und kann unendlich viel mehr:
- wenn ein DVD-Brenner eingebaut wird, aufgenommenes Material auf DVD brennen
- ist ein DVD-ROM (oder Brenner) eingebaut, ist das Teil auch ein DVD-Player
- Werbung 'rausschneiden (das kann kein kommerzieller Recorder)
- Streaming-Server fürs Netzwerk (kann mit Clients auf anderen Rechnern abgespielt werden)
- Administrationsoberfläche ebenfalls übers Netzwerk
- auf Wunsch Betrieb mit zwei Sat-Karten (für Twin-Tuner-Betrieb)
- Simultanaufnahmen mehrerer Sendungen bei Single-Tuner-Betrieb, wenn auf einem Transponder
Im Gegensatz zu vielen kommerziellen Geräten funktioniert hier die Timeraufnahme, und aufgenommene Sendungen bekommen auch sinnvolle Dateinamen.
Da es bei DVB-S kein EPS gibt, ist es sinnvoll, eine Sendung einige Minuten vor offiziellem Beginn und etwas länger als die offizielle Länge aufzunehmen. Bei kommerziellen Geräten muss man das [i]für jede einzelne Programmierung[i] erneut anpassen, beim c't-VDR stellt man das einmal ein und fertig.
Kommerzielle Geräte verwenden als Dateinamen den Namen der Sendung, die zum Zeitpunkt des Starts der Aufnahme gerade läuft - bei EPS-Kompensation also zwangsweise den falschen Namen. Der c't-VDR macht das nicht.
Das Teil hat allerdings auch Nachteile; es ist zwingend eine Hauppauge Nexus-S erforderlich (OEM-Modell von Techotrend), die über 200 EUR kostet.
Die Rechenleistung des zugehörigen PCs ist hingegen uninteressant, ein 200 MHz-Pentium genügt.
So kann man sich mit einem EPIA-Board einen genügsamen kleinen Rechner zusammenstellen ...