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sean_gut
THIS IS NOT NAM !!!
 
Registrierungsdatum: Dec 2003
Ort: Near the muddy banks
Beiträge: 44
Hier mal was eigenes

Ich habe irgendwann mal angefangen immer wenn mir langweilig war kurze Ideen zu Papier zu bringen, diese sind nciht lyrischer Natur eher, sondern eher Dinge die ich erlebte, las, oder sah zu verarbeiten und neu zu verpacken. Werde hier mal ein Stück reinschreiben, über konstruktive Kritik freue ich mich jedenfalls immer.

Diese ist mir unterwegs im Zug eingefallen und ich habe Sie schnell aufgeschrieben.

Der Weg

Er schrieb die letzte Zeile, erhob sich, ging in die Küche, holte ein Messer und setzte sich und legte seine Hände flach auf dem Tisch, zwischen Ihnen das Messer. Er starrte es mit weit aufgerissenen Augen an. Schweiß stand auf seiner Stirn. Das Hemd hing schlaff und Schweiß getränkt an ihm, die Krawatte halb geöffnet.
Die Hände begannen zu zittern. Er wurde herum gerissen, fiel vom Stuhl und lag am Boden. Er starrte an die Decke. Er begann um sich zu schlagen und schrie. Er schrie bis er heißer war. Plötzlich krümmte er sich zusammen, zog die Beine an und lag wie ein Fötus vor dem Tisch. Er lutschte am Daumen und Tränen rannen über sein Gesicht. Er verharrte in dieser Position.
Sein Körper entspannte sich. Er rollte auf den Rücken und starrte wieder die Decke an.
Ein Lächeln entwickelte sich auf seinem Gesicht mit der Zeit wurde es zum Lachen, hämisch, gröhlend. Sein Gesicht verwandelte sich in eine diabolische Fratze. Er sprang auf, rannte ins Badezimmer und starrte sich im Spiegel an. Die Tränen waren bereits getrocknet. Er öffnete den Wasserhahn ließ Wasser in seine Hände fließen und benetzte sein Gesicht. Sein Blick verhärtete sich.
Er ging zurück in die Küche, nahm das Messer und fing an auf sich einzustechen.
Immer und Immer wieder.
Er war sehr schwach. Er ging auf die Knie. Er spürte wie das Leben schwand. Ein letztes mal stach er zu. Er fiel zu Boden, die Augen weit aufgerissen. Das Gesicht wirkte fröhlich, fast euphorisch.
Drei Tage später:
Ein Klopfen, nichts. Ein Ruf: “Professor ?!?“
Ein Krachen, die Tür zerbarst und er stand im Raum. Er sah den Professor in einer Lache aus geronnenem Blut liegen. Der Verwesungsgeruch war unerträglich. Er verließ den Raum und ging ins Arbeitszimmer. Er fand die Aufzeichnungen. Er starrte sie an. Schweiß brach aus, die Hände zitterten. Er holte sein Handy aus der Tasche und wählte.
„Chef, Ich bin hier, er ist tot. Er hat Ihn gefunden... Ja verdammt... ER HAT IHN GEFUNDEN...VERDAMMT!“ Er ließ das Handy fallen und starrte auf die Aufzeichnungen, zog seine Waffe. Der Schuß war bis hinaus auf die Straße zu hören.
Alt 19. 08. 2004, 23:28 sean_gut is offline Mit Zitat antworten #1
quutsch
n-tchen
 
Registrierungsdatum: Aug 2004
Ort: da Hause
Beiträge: 40
dafür, dass du alles in plattem realismus beschreibst wählst du deine sprache wohl sehr bedacht...nur für das "schweißdurchtränkte hemd" könntest du etwas weniger "übertreibungsbehaftetes" nehmen...was mich noch ein wenig stört ist, dass so viele sätze mir "Er" anfangen...da könntest du den einen o. anderen satz noch umstellen...was mir wirklich gefällt ist, dass du am ende offen lässt, was er gefunden hat...das fordert regelrecht dazu auf sich selbst gedanken zu machen...erinnert mich irgendwie an Dürrenmatts "Die Physiker"...ich mag den text...(schafft in meinem kopf eine neue verschwörungstheorie...)....
Alt 20. 08. 2004, 08:34 quutsch is offline Mit Zitat antworten #2
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