|
|
|
|
|
|
Chaos-Stifter
(Threadstarter)
Registrierungsdatum: Mar 2001
Ort: ...irgendwo am Meer!
Beiträge: 109
|
so allmählich wird mir die Diskussion hier ein wenig zu albern.
Mir als Beführworter, wird vorgeworfen, dass ich ausser Spaß-Faktoren, und evtl. steuerliche Einnahmen nicht viel für eine Legalisierung zu bieten habe.
Gleichzeitig wird aber von der Contra-Front auch nicht viel greifbares dagegen gehalten.
Ich versuche mal die Fakten zusammenzutragen.
Für eine Cannabislegalisierung sprechen:
- entkriminalisierung der Betroffenen
- finanzielle Einsparungen bei Gericht, Anwälten, Gutachter, Polizei, Strafanstallten etc.
- die Erschaffung von Arbeitsplätzen im Bereich der Überwachung, kontrollierter Abgabe durch geschultes Personal ( anlehnung an Coffeshops )
- einsatz im medizinischen Bereich ( bei Chemo-Patienten; Krebs; Schmerztherapie; Ess-Störungen etc. )
- gleichzeitiger Nutzen des Restproduktes von Cannabis als Nutzhanf ( Seile, Öl, Papier, Kleidung etc. ) Die Hanfpflanze kann zu 98% verwertet werden. Mehr als bei den meisten anderen hierzulande angebauten Nutzpflanzen.
- steuerliche Mehreinnahmen durch Cannabisversteuerung
Gegen eine Cannabislegaliserung sprechen:
- gefährdung der Allgemeinheit, durch zu freizügiges Rauchen in der Öffentlichkeit
*( was sich durch die Coffeshops ja umgehen lässt, welche eh zur kontrollierten Abgabe benötig werden. )
- Verlockung der Jugendlichen sich das Zeug zu holen
*( welche Jugendliche, dass Zeug wird erst ab 18 kontrolliert abgegeben, Schnaps darf ich ja auch erst als Volljähriger kaufen )
- psychische Schäden
*( die sich direkt nach Absetzung von Cannabis selbst rehabilieren, anders als bei Alk, den eine tote Hirnzelle bleibt tot, da ändert auch das Absetzen nix )
- fehlen von medizinischen Berichten oder Untersuchungen, die belegen, dass Cannabis unschädlich oder zumindest nicht schädlicher wie Alkohol ist
*( Nein, die Weltgesundheitsorganisation lügte, als sie Ihr Dossier darüber veröffentlicht hat, und die anderen Stellen natürlich auch )
Hab ich noch was vergessen ???
Und jetzt sagt mir noch mal jemand, dass wir keine Argumente dafür haben.
Ich glaub eher, euch gehen die Argumente dagegen lasam aus, denn wie ein paar Threads weiter oben schon beschrieben......
Zitat:
|
Wenn sich bei den Kiffern die platten Argumente wiederholen wuerde, wuerd ichs ja noch verstehen, aber dass von den Drogengegnern mit einer erstaunlichen Ueberzeugung der immer selbe Mist wiedergekaeut wird, womit entschuldigen die das eigentlich? Ich kann mir nicht helfen, ich seh da vor allem Lust- und Rauschfeindlichkeit
|
....dann gebt mir mal Eure Argumente....
|
28. 08. 2004, 13:25
|
#101
|
|
ehemaliger ex-ex
Registrierungsdatum: Aug 2004
Beiträge: 17.233
|
@ area
Du willst doch nicht allen Ernstes die "Cannabis-Frage" hier in diesem Thread zur Entscheidung treiben, oder?
Und ja, die Cannabis-Gegner sind gemein und hinterhältig, lustfeindlich und überhaupt................
Als Workoholik werde ich jetzt meinem Laster frönen.
Bis zur nächsten unvermeidlichen Cannabis-Debatte also.
Rebell
|
28. 08. 2004, 13:40
|
#102
|
|
Hobbes
Registrierungsdatum: Apr 2002
Beiträge: 377
|
@Der Rebell: Du umgehst das was area gesagt hat, du ziehst nur alles ins lächerliche und bringst keinen wirklichen beitrag...schwach.
|
28. 08. 2004, 13:50
|
#103
|
|
ehemaliger ex-ex
Registrierungsdatum: Aug 2004
Beiträge: 17.233
|
@ deep
das liegt wohl daran, daß meine Argumente nicht gelesen werden.
selber schwach.
Rebell
|
28. 08. 2004, 13:53
|
#104
|
|
Kritiker
Registrierungsdatum: Jun 2000
Ort: Hamburg
Beiträge: 4.719
|
[q]
- entkriminalisierung der Betroffenen
[/q]
Und? Mir doch egal ob sich da jemand kriminalisiert fühlt.
Wieso sollte man an den geltenden Gesetzten etwas ändern, weil irgendjemand nicht einsieht, dass er Gesetzte bricht?!
[q]
- finanzielle Einsparungen bei Gericht, Anwälten, Gutachter, Polizei, Strafanstallten etc.
[/q]
Dazu müsste man erstmal feststellen, wieviel Entlastung dabei tatsächlich rausspringen würde. Ich finde es aber riskant, das als Pro-Argument anführen zu wollen. Gesetzte sollten sich nicht danach orientieren, was sich eher rechnet...
[q]
- die Erschaffung von Arbeitsplätzen im Bereich der Überwachung, kontrollierter Abgabe durch geschultes Personal ( anlehnung an Coffeshops )
[/q]
Für die paar Arbeitsplätze wird die Diskussion aber nicht geführt und alleine dass solche Argumente genannt werden zeigt, dass es auch im Pro-Bereich recht dünn ist.
[q]
- einsatz im medizinischen Bereich ( bei Chemo-Patienten; Krebs; Schmerztherapie; Ess-Störungen etc. )
[/q]
Und warum muss man dafür Cannabis legalisieren?
Man kann es unter ärztlicher Aufsicht für spezielle Krankheitsbilder bestimmt auch so verordnen, wenn man dafür Ausnahmegenehmigungen erlässt.
Wird das nicht sogar schon gemacht?
[q]
- gleichzeitiger Nutzen des Restproduktes von Cannabis als Nutzhanf ( Seile, Öl, Papier, Kleidung etc. ) Die Hanfpflanze kann zu 98% verwertet werden. Mehr als bei den meisten anderen hierzulande angebauten Nutzpflanzen.
[/q]
Ich bin wahrlich kein Hanf-Experte, aber geht das nicht auch mit Nutzhanf, der so gut wie nicht, oder gar nicht als Rauschmittel dient?
[q]
- steuerliche Mehreinnahmen durch Cannabisversteuerung
[/q]
Fürchterliches Argument.
Wie gesagt, finanzielle Aspekte sollten in der Diskussion keine Rolle spielen.
[q]
- gefährdung der Allgemeinheit, durch zu freizügiges Rauchen in der Öffentlichkeit
*( was sich durch die Coffeshops ja umgehen lässt, welche eh zur kontrollierten Abgabe benötig werden. )
[/q]
Und auch Raucher sind als besonders sensibel Ihrer Umwelt gegenüber bekannt und nehmen immer und überall Rücksicht, dass sie ja niemanden belästigen - Träumer.
[q]
- Verlockung der Jugendlichen sich das Zeug zu holen
*( welche Jugendliche, dass Zeug wird erst ab 18 kontrolliert abgegeben, Schnaps darf ich ja auch erst als Volljähriger kaufen )
[/q]
Und weil das bisher schon so gut klappt wurde eine Alkopops-Steuer eingeführt um Leute vom Trinken abzuhalten, die es per Gesetzt gar nicht hätten kaufen dürfen.
[q]
- psychische Schäden
*( die sich direkt nach Absetzung von Cannabis selbst rehabilieren, anders als bei Alk, den eine tote Hirnzelle bleibt tot, da ändert auch das Absetzen nix )
[/q]
Das ist leider falsch, jedenfalls nach den Artikeln, die ich in letzter Zeit so gelesen habe. und auch wenn ich mir so einige meiner Kollegen angucke habe ich nicht unbedignt das Gefühl, dass das alles so folgenlos ist, wie Du das propagierst.
[q]
- fehlen von medizinischen Berichten oder Untersuchungen, die belegen, dass Cannabis unschädlich oder zumindest nicht schädlicher wie Alkohol ist
*( Nein, die Weltgesundheitsorganisation lügte, als sie Ihr Dossier darüber veröffentlicht hat, und die anderen Stellen natürlich auch )
[/q]
Cannabis ist eben nicht unschädlich. Das wird auch durch stetige Wiederholung nicht richtiger.
Genau das ist ja auch der Kern, um den sich die Diskussion drehen muss:
- Wie gefährlich ist Cannabis ist die einzige Frage die bei der Debatte erheblich ist, der Rest ist vorgeschoben.
Gefährlich definiert sich dann daran, wie groß die körperliche und psychischen Schäden für den Konsumenten und wie groß das Suchtpotential ist.
Das Cannabis offenbar die ungefährlichste der nicht-legalen Drogen ist, bestreitet ja kaum einer. Dafür ist es auch die beliebteste und somit sind auch geringe Prozentpunkte Gefährdung schnell einige tausend betroffene Menschen.
Eine Cannabisfreigabe wird bestimmt nicht die Gesellschaft zusammenbrechen lassen, wie einige wohl befürchten, aber ungefährlich oder erst recht unschädlich ist das Zeug nicht. Die kindliche Naivität, mit der viele Cannabis verharmlosen steht dem verteufeln in nichts nach.
Noch n Link vom BKA zum Thema, gut die sind nicht objektiv, aber die Kollegen die hier kiffen ja auch nicht: http://www.bka.de/lageberichte/rg.html
so long
Sevenger
|
28. 08. 2004, 14:03
|
#105
|
|
ex-Moderator
Registrierungsdatum: Mar 2003
Beiträge: 5.861
|
ich hab eigentlich auch keine lust mehr zu dieser diskussion. man kann an argumenten, untersuchungen und belegen bringen was man möchte, es kommt von beiden seiten immer ein "ja, aber..."
einmal versuch ichs trotzdem noch.
sehen wir mal von den gesundheitlichen folgen ab, die jeder drogenkonsum so mit sich bringt, bleibt eigentlich nicht viel handhabe gegen weiche oder harte drogen. wer sich selber schädigen will, der tut das ohnehin. und wenn wir den leuten verbieten sich selber zu schädigen, sprechen wir ihnen damit die rechte an ihrem körper ab. da können wir dann auch tätowierungen, piercings und brandings und weiss-der-kuckuck-was verbieten. ich denke jedoch diese art der bevormundung kann man mit einem menschen ab dem 18. lebensjahr nicht mehr betreiben.
natürlich soll man unter drogeneinfluss nicht auto fahren (gilt ebenso für medikamente). das rechtfertigt aber immer noch kein absolutes verbot. immerhin *kann* sich auch der betrunkene ins auto setzen. dort geht man aber im zweifel erstmal davon aus, dass ers nicht tut - und wenn doch vertraut man auf die aufmerksamkeit unserer kontrollorgane.
auch das suchtpotential von alkohol ist bekannt. dort verlässt man sich aber auf die soziale kontrolle (die oft genug versagt). andere drogen werden dieser sozialen kontrolle durch die ebstehende gesetzgebung enzogen. man hält seinen konsum geheim, oder frönt ihm nur in gegenwart anderer konsumenten, wo die kontrolle eher lax gehandhabt wird. im gegenteil, eher stachelt man sich gegenseitig zu immer mehr konsum an.
"noch ein problem mehr" ist eines der wackligsten argumente ever. wir haben diese diskussion nicht weil wir ein problem erschaffen wollen. wir haben das problem bereits und suchen jetzt nach einer für alle verträglichen lösung. ich behaupte sogar, durch die momentane situation haben wir einen ganzen sack probleme mehr. lukrative gewinnspannen für die organisierte kriminalität führen zu gewalttätigen verteilungskämpfen. hohe schwarzmarktpreise treiben abhängige zu beschaffungskriminalität. die strafandrohung für den blossen konsum bei harten drogen drängt die konsumenten in eine randposition, wo sie sich jeder sozialen kontrolle entziehen.
gleichzeitig wird das in drogen investierte geld der normalen wirtschaft entzogen und stützt die macht der kartelle.
aber ach, ich tipp mir hier die finger wund und gleich kommt garantiert einer und bringt "ja, aber..."
viel spass noch beim ausdiskutieren.
|
28. 08. 2004, 14:09
|
#106
|
|
Kritiker
Registrierungsdatum: Jun 2000
Ort: Hamburg
Beiträge: 4.719
|
Oh Gott, Tabbi, Dein "Recht auf eigene Dummheit" ist aber auch kein super Argument, oder? Wievielen Spacken das Leben gerettet wurde, weil es soetwas wie eine Gurtpflicht gibt, ist wohl nicht gezählt.
Und da war das gequengel auch riesig, als die eingeführt wurde: "Ich will selber entscheiden, ob ich mich anschnall oder nicht...bla bla bla.
Nein, eine gewisse bevormundung halte ich für durchaus in Ordnung und z.B. bei Zigarretten könnte man sie durchaus noch verschärfen. Manche Leute muss man eben zu Ihrem Glück zwingen.
Und zumindestens im Augenblick sollte es ja offenbar auszuhalten sein mit der Gängelung von Cannabis-Konsumenten durch den Staat, jedenfalls kiffen die Kiddies hier wie blöde.
"Und noch ein Problem mehr" verstehst Du falsch. Es geht nicht darum ein Problem zu schaffen oder nicht, sondern vor der Lösunge des Problem zu kapitulieren, oder eben nicht.
Die Anti-Raucher Kampagnen in den USA haben ja offensichtlich Erfolg, zumindestens meines Wissens nach geht der Konsum dort zurück.
Wenn man Cannabis Konsum besser bekämpfen kann, wenn er legal ist, kann man ihn gerne legalisieren, ob das so ist, lass ich mal dahingestellt.
so long
Sevenger
|
28. 08. 2004, 14:20
|
#107
|
|
ex-Moderator
Registrierungsdatum: Mar 2003
Beiträge: 5.861
|
siehste sevenger, das meinte ich.
du hältst eine gewisse bevormundung also in ordnung. das mag für dich wunderbar in ordnung sein, weil dich diese bevormundung in dem fall offenbar nicht betrifft - oder rauchst / kiffst du?
mit verboten wirst du jedenfalls kein problem lösen können. sagst du ja selber, wenn du einräumst dass die kiddies wie blöde kiffen.
und wie erfolgreich die nichtraucherkampagnen in den USA sind, das würde ich erstmal abwarten. die prohibition war auch zuerst "scheinbar ganz erfolgreich".
|
28. 08. 2004, 14:37
|
#108
|
|
Kritiker
Registrierungsdatum: Jun 2000
Ort: Hamburg
Beiträge: 4.719
|
[q]oder rauchst / kiffst du?[/q] gelegentlich / nicht mehr
[q]
mit verboten wirst du jedenfalls kein problem lösen können. sagst du ja selber, wenn du einräumst dass die kiddies wie blöde kiffen.
[/q]
Aber mit legalisierung ja auch nicht, denn der Anteil der rauchenden Kinder ist noch viel höher, als der der kiffenden.
Auch wenn Verbote, gerade wenn es nur bei Verboten bleibt, so gut wie gar nicht helfen, bleibt doch die Frage ob der logische Schluss daraus die Freigabe ist?!
[q]
und wie erfolgreich die nichtraucherkampagnen in den USA sind, das würde ich erstmal abwarten. die prohibition war auch zuerst "scheinbar ganz erfolgreich". [/b][/q]
Mh, muss ich mich mal einlesen, bin nicht besonders fit inder Prohibitions-Thematik.
Ich glaube aber, dass Du insofern Recht hast, dass es wohl ein Grundbedürfnis nach Sucht gibt. Inwieweit und in welchem Umfang man das unterstützen darf ist wohl auch ein Knackpunkt.
so long
Sevenger
|
28. 08. 2004, 14:50
|
#109
|
|
ehemaliger ex-ex
Registrierungsdatum: Aug 2004
Beiträge: 17.233
|
Zitat:
|
....du hältst eine gewisse bevormundung also in ordnung.
|
Ich habe gerade mal darüber nachgedacht, in welchem Bereich unserer Gesellschaft es keine Bevormundung gibt. Bis jetzt ist mir noch keiner eingefallen.
Rebell
|
28. 08. 2004, 14:57
|
#110
|
|
Chaos-Stifter
(Threadstarter)
Registrierungsdatum: Mar 2001
Ort: ...irgendwo am Meer!
Beiträge: 109
|
@ Sevenger
...du scheinst wirklich das Topic dieser Diskussion zu vergessen.
Mir ging es in erster Linie um die finanzielle Seite, die du jetzt so schön beiseite gestellt hast.
Und um deine Befürchtungen der Rentabilität dieser Legalisierung zu nehmen, les doch bitte den von mir im allerersten Topic stehenden Link zu diesem Thema.....
http://area5x.bei.t-online.de/Canna...gelisierung.pdf
Und nochmal..... ich fühl mich nicht kriminalisiert.... ich bin laut Gesetz ein Krimineller, weil ich böser Bub es nähmlich dann und wann mal wage, mit in geselliger Runde n Tütchen zu genemigen. Wenn ich mir das so recht überlege, könnten die mich sogar wegen Bilung einer krimineller Vereinigung einsperren.....tz tz tz...
Die benannten "paar" Arbeitsplätze, die du so schön runterzuspielen versuchst.... sind ja nur in dem von mir oben genannten Link: 554 allein für Berlin .... sicherlich ein geschätzer.. aber nicht ganz unrealistischer Wert.
Und ich wiederhol mich ungern... dieser Thread bezieht sich ja auf diesen Text....
Zu Deiner Frage, was die Entlastung der Behörden betrifft... kannst du auch dort einiges lesen....
Im übrigen hab ich nicht behauptet, dass man aus reinem Nutzhanf weniger Seile oder ähnliches als aus THC-haltigen Cannabis gewinnen kann. Aber ....
Zitat:
|
Und um deine Befürchtungen der Rentabilität dieser Legalisierung zu nehmen, les doch bitte den von mir im allerersten Topic stehenden Link zu diesem Thema.....
|
 
Zitat:
|
Und auch Raucher sind als besonders sensibel Ihrer Umwelt gegenüber bekannt und nehmen immer und überall Rücksicht, dass sie ja niemanden belästigen - Träumer.
|
Dann wird es Zeit, dass man so wie in deiner so verherrlichten ANTI-Raucher Kampange aus den USA geschehen.... , Regelungen trifft, um beiden Seiten gerecht zu werden.....
Denn anscheinend ist Dir entgangen, dass das Rauchen generell nicht untersagt ist... genauso wie der Alkoholgenuss.... allerdings wird versucht, mit allen Mitteln dieses Bild aus der Öffentlichkeit zu verdrängen....
Wer trinken will geht in die Bar....wer auf der Strasse trinkt wird mit extremen Busgeldern belegt....
Gleiches gilt für weggeworfene Zigaretten...
Warum macht man das dann mit Cannabis nicht genauso....???
Ich rauch eh lieber in Gesellschaft...... warum dann nicht in speziellen Lokalen??
Wer draussen Raucht, und erwischt wird, dem sollen sie von mir aus 500€ strafe geben.
Kompromisse beidem gerecht zu werden, kann man genug finden... sofern man nur möchte...
Zitat:
|
Und weil das bisher schon so gut klappt wurde eine Alkopops-Steuer eingeführt um Leute vom Trinken abzuhalten, die es per Gesetzt gar nicht hätten kaufen dürfen.
|
...und weil kiffen ja so legal ist... kommt auch jeder ran, der es will... also dazu kannst du beide Seiten drehen wie du willst... keine wird es verhindern....
Zitat:
|
Das ist leider falsch, jedenfalls nach den Artikeln, die ich in letzter Zeit so gelesen habe. und auch wenn ich mir so einige meiner Kollegen angucke habe ich nicht unbedignt das Gefühl, dass das alles so folgenlos ist, wie Du das propagierst.
|
Link dazu? --> http://www.dallaslive.de/Auswirkungen.html ( ebenfalls schon sehr weit oben von mir zum lesen für dich bereitgelegt.... )
So... dann les mal schön nach... und verschon mich mit deinem negativ-getue..., wenn du nicht bereit bist, auch die Argumente von mir zu überprüfen......
....ansonnsten sehe ich diese Diskussion als beendet an, da ja anscheinend kaum jemand an die Threadvorgabe hällt...... keine passenden Argumente findet.....oder sonst sich irgendwie anständig mit diesem Thema auseinander setzen möchte....
Den wenigen anderen, die hier vernünftig argumentiert haben....
Vielen Dank!
Ihr lasst mir zumindest die Hoffnung, dass ich nicht nur von altmodisch denkenden Menschen umgeben bin.....
'Es lebe der Fortschritt.... es lebe die Meinungsfreiheit.....
|
28. 08. 2004, 16:48
|
#111
|
|
Kritiker
Registrierungsdatum: Jun 2000
Ort: Hamburg
Beiträge: 4.719
|
Und? Wenn Dein Topic dämlich ist und die Diskussion sich mal wieder um pro und kontra Legalisierung dreht, orientiere ich mich eher am Diskussionstatus. als an Deiner Grundidee.
Deine Links habe ich gelesen, beziehe mich aber nicht weiter darauf, weil der eine eine zusammenhangslose Zitatesammlung ist, die so zu überhaupt nichts taugt, und zu dem zweiten Link insofern nichts, als dass ich keine anderen Quellen habe und mir der "Deutscher Hanf Verband" als einzige Quelle irgendwie mässig objektiv ist. Ausserdem halte ich eine Klärung der Frage über den wirtschaftlichen Aspekt für reichlich dämlich. Sorry, falls Du das falsc hauffasst, aber dieses Thema ist und sollte nicht durch Finanzrechnungen entschieden werden.
Was Du durch Deine falschen Bezüge meiner Ansicht nach verkennst ist, ist das Ziel, den Zigaretten-Konsum (und als nächstes wohl auch den Alkohol-Konsum) nicht in irgendwelche abgeschlossenen Bereich abzudrängen, sondern völlig zu unterbinden. Dieses Ziel ist richtig, genau so wie es richtig ist, den Canabis-Konsum zu verhindern bzw. zu senken.
so long
Sevenger
|
28. 08. 2004, 17:14
|
#112
|
|
ex-Moderator
Registrierungsdatum: Mar 2003
Beiträge: 5.861
|
mag sein dass ein drogenfreies leben für manche menschen eine erstrebenswerte alternative ist. dagegen sagt ja auch keiner was. auch ein gewisses mass an regeln und gesetzen halte ich für notwendig.
mir fehlt jedoch jegliches verständnis für ein gesetz, das mich angeblich schützen soll - indem es mich mit strafe bedroht.
erscheint mir ebenso sinnvoll wie die bestrafung von selbstmordversuchen, die in einigen ländern noch alltag ist. ich habe nichts gegen gesetze, die uns vor anderen schützen - aber braucht es gesetze, die mich vor mir selber schützen? nützen die überhaupt etwas?
da könnte man auch lange aufbleiben verbieten, unsportlichkeit, fettleibigkeit, fernsehen schauen im dunkeln, gegrilltes fleisch, junkfood usw usf.
ein gesetz sollte sorgfältig abwägen zwischen der persönlichen freiheit, und dem schutzbedürfnis anderer. ich hab nichts dagegen wenn wir drogenverkauf an minderjährige hart bestrafen würden - aber wenn ich mit ende zwanzig entscheide zu kiffen, wem schade ich ausser mir selbst? ist da nicht der schaden, den ich mir zufüge bereits strafe genug?
|
28. 08. 2004, 17:47
|
#113
|
|
BSD dude
Registrierungsdatum: Apr 2001
Beiträge: 7.258
|
@TabulaRasa, wo willst du die Grenze ziehen zwischen Bevormundung und "Schutz"? Nach Gutdünken, dort wo du es für sinnvoll hälst?
Zitat:
|
mir fehlt jedoch jegliches verständnis für ein gesetz, das mich angeblich schützen soll - indem es mich mit strafe bedroht.
|
Dann hast du anscheinend ein Problem mit so ziemlich allen Gesetzen ... bzw. mit dem Staat überhaupt!
Zitat:
|
erscheint mir ebenso sinnvoll wie die bestrafung von selbstmordversuchen, die in einigen ländern noch alltag ist. ich habe nichts gegen gesetze, die uns vor anderen schützen - aber braucht es gesetze, die mich vor mir selber schützen? nützen die überhaupt etwas?
|
Ja! Denn dort wo sie Mißbrauch vermeiden, vor Gericht kann vieles so oder so ausgelegt werden. Wäre alles nur schwarz/weiß, vieles könnte so einfach sein
Zitat:
|
ein gesetz sollte sorgfältig abwägen zwischen der persönlichen freiheit, und dem schutzbedürfnis anderer.
|
Es gibt viele Dinge, die weite Teile der Bevölkerungs als Unsinn erachten, wiederum andere sehen das nicht so usw. Jeder meist nach Gutdünken, was einem selbst gefällt oder was einen an anderen stört. Der Ziel eines Staates ist es immer einen Konsens zu finden, ein allumfassenden glücklichmachenden Staat gibts nur in Utopia. Aber wo fangen wir an, es gibt so viele Dinge die legalisiert werden müssen, da große Teile der Bevölkerung dieses als sinnvoll erachten ....
@deep_thought,
Zitat:
|
@ygrrr666: Ich kiffe in mengen das ich es noch gut kontrollieren kann, und trotzdem im moment jeden tag, ich treibe trotzdem Sport und zwar nicht wenig. Durchs kiffen wird meine leistungsfähigkeit nich beinträchtigt, eher durch den erlaubten Tabak...
|
Du machst es und das ist schön so, genauso gibts auch viele Leute die Alkohol in Maßen trinken usw. - da nicht alle derart besonnen reagieren, wirds immer wieder Verbote geben unter der auch ein paar ungerechtfertigt zu leiden haben.
|
28. 08. 2004, 18:13
|
#114
|
|
ex-Moderator
Registrierungsdatum: Mar 2003
Beiträge: 5.861
|
ich glaube du verstehst mich nicht, yggr666.
in allen fällen die du nanntest ging es um die schützenswerten rechte anderer. im falle der drogen geht es einzig und allein um konsum und besitzt. in diesen beiden fällen sehe ich nirgendwo das rechtsgut einer anderen person bedroht. also erkläre mir bitte wieso leute bestraft werden, die sich im besitz einer psychoaktiven substanz befinden und diese konsumieren.
ums nochal zu betonen: mir gehts nicht darum dass wir morgen alle breit autofahren, maschinen führen oder grundschulkindern ihre ecke in die hand drücken. mir gehts einzig und alleine um die thematik "besitz" und "konsum", und in logischer konsequenz dessen auch um "einfuhr/ausfuhr" und "handel".
|
28. 08. 2004, 18:24
|
#115
|
|
BSD dude
Registrierungsdatum: Apr 2001
Beiträge: 7.258
|
Zitat:
|
mir gehts einzig und alleine um die thematik "besitz" und "konsum", und in logischer konsequenz dessen auch um "einfuhr/ausfuhr" und "handel".
|
Und wie trennst du das bei dieser Diskussion? Probleme gibts zwar überall, selbst mit einem Taschenmesser - dennoch bleibt ein Rauschmittel ein Rauschmittel ... und bei jeder Art von Rauschmittel liegt die Gefahr nahe das was schief geht, egal wie nobel die Absichten des Konsumenten sind.
|
28. 08. 2004, 22:24
|
#116
|
|
ex-Moderator
Registrierungsdatum: Mar 2003
Beiträge: 5.861
|
es besteht immer die gefahr, das etwas schiefgeht. ich kann auch vollkommen nüchtern einen autounfall bauen. verbietet man deswegen das autofahren wegen seiner potentiellen gefährlichkeit? nein.
ich kann mich beim ungeschützten sex mit krankheiten infizieren. steht ungeschützter sex deswegen unter strafe? nein.
und wenn ich berufssoldat werde, könne ich in einem auslandseinsatz sterben. verbietet man mir das deswegen? nein.
|
28. 08. 2004, 22:32
|
#117
|
|
BSD dude
Registrierungsdatum: Apr 2001
Beiträge: 7.258
|
Schrieb ich das nicht oben? Das es auch andere Dinge gibt bei denen etwas passieren kann?! Autofahren <> Rauschmittel, Berufssoldat <> Rauschmittel ... usw. Wo ist die Relation? Drücke ich es mal grob aus, bei jedem der genannten Tätigkeiten ist man in der Regel Herr seiner Sinne - bei einem Rauschmittel nicht mehr. Wenn ein Soldat im Einsatz getötet wird vergleichst du das allen Ernstes mit z.B. jemandem der im Rausch gegen ein anderes Auto knallt? Ziemlich kühn - natürlich gibt es auch kaum einen Menschen der im Rausch Mist baut, sind alles nur Ausnahmen. Und selbstredend ist es böse, wenn jemand im Rausch Auto fährt - das machen die ohne Legalisierung und mit. Aber müssen wir deswegen die Flinte ins Korn werfen und jedes Zeug legalisieren?
|
28. 08. 2004, 22:40
|
#118
|
|
( OvO )
Registrierungsdatum: Aug 2003
Beiträge: 395
|
Zum Zeitpunkt des Kaufes ist man auch Herr seiner Sinne.
Deswegen kauft mans ja......
|
29. 08. 2004, 15:08
|
#119
|
|
Gesperrt
Registrierungsdatum: Aug 2004
Ort: Korova Milchbar
Beiträge: 2.770
|
Zitat:
Original geschrieben von yggr666
Drücke ich es mal grob aus, bei jedem der genannten Tätigkeiten ist man in der Regel Herr seiner Sinne - bei einem Rauschmittel nicht mehr.
|
Ja aber du bist ja nicht 24/7/364 unter Rausch und wenn du dir jetzt nen Joint baust und den rauchen willst,dann weisst du dass du bald nicht mehr komplett Herr deiner Sinne sein wirst und wenn du dann trotzdem Auto fährst/durch ne viel Befahrene Strasse gehst/ne Herzoperation durchführst/.. dann ist dies eben grob fahrlässig und mit der selben Härte zu starfen,wie mit Alkohol,rechtfertigt aber in keinster Weise ein Verbot,denn ich habe ja die freie Wahl ob ich Auto fahre/durch ne viel Befahrene Strasse gehse/ne Herzoperation durchführe/.. nachdem ich eine Tüte geraucht habe bzw. vor solchen Situationen die Entscheidung treffe eine zu rauchen obwohl ich weiss in solch eine Situation kommen zu können.
Also in diesem ellenlangen Thread konnte ich bis jetzt kein einziges Argument hören ,dass ein Verbot rechtfertigen würde. Ja kiffen am steuer ist nicht gut,aber es ist auch nicht gut wenn du während der Fahrt einen Geblasen bekommst,und trotzdem stellen wir Oralverkehr nicht unter Strafe. Ich jedenfalls halte die Menschen ab dem 18.Lebensjahr (ähnlich wie tabularasa) für mündig genug ihre eigenen Entscheidungen zu treffen und deren Konsequenzen zu erkennen,
|
29. 08. 2004, 15:58
|
#120
|
|
BSD dude
Registrierungsdatum: Apr 2001
Beiträge: 7.258
|
Zitat:
|
Ich jedenfalls halte die Menschen ab dem 18.Lebensjahr (ähnlich wie tabularasa) für mündig genug ihre eigenen Entscheidungen zu treffen und deren Konsequenzen zu erkennen,
|
Ich würde das Alter auf 21 hochsetzen und dann könnten wir über eine Legalisierung reden - denn mündig im eigentlichen Sinn, sind zu diesem Zeitpunkt die wenigsten.
|
29. 08. 2004, 16:35
|
#121
|
|
ehemaliger ex-ex
Registrierungsdatum: Aug 2004
Beiträge: 17.233
|
@ Adna rim
Zitat:
|
Also in diesem ellenlangen Thread konnte ich bis jetzt kein einziges Argument hören ,dass ein Verbot rechtfertigen würde.
|
Könnte daran liegen, daß Du die Argumente vorsätzlich überliest.
Vielleicht hilft ja das Betäubungsmittelgesetz weiter:
http://www.gesetze.2me.net/btmg/btmg0001.htm
Rebell
|
29. 08. 2004, 17:20
|
#122
|
|
Boeses junges Fleisch
Registrierungsdatum: Mar 2000
Ort: BO-FH
Beiträge: 13.442
|
Wenn du wieder klar denken kannst:
http://de.wikipedia.org/wiki/Argument
http://de.wikipedia.org/wiki/Gesetz
Einfach vergleichen. Unterschied bemerken.
|
29. 08. 2004, 17:54
|
#123
|
|
ehemaliger ex-ex
Registrierungsdatum: Aug 2004
Beiträge: 17.233
|
Meinst Du mir?
|
29. 08. 2004, 18:05
|
#124
|
|
Bastard Member from Hell
Registrierungsdatum: Aug 2001
Ort: ~
Beiträge: 2.544
|
Zitat:
Original geschrieben von Der Rebell
Meinst Du mir?
|
Ja. Wir suchen Begründungen für das Betäubungsmittelgesetz. Wenn man da einen Link zum Betäubungsmittelgesetz anführt, ist das nur eingeschränkt Diskussionsbereichernd.
|
 | |