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Mitglied
Registrierungsdatum: May 2003
Beiträge: 60
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Radioquote, Part Deux
Wieso wurde das Thema geschlossen? Ich wollte gerne auch noch antworten.
Zitat:
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In einem freien Land regelt sich der Markt automatisch durch die Nachfrage.
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Grundsätzlich ja. Es kann aber gute Grunde geben, die einen Eingriff in den Markt legitimieren. Zum Beispiel greift der Staat in den Drogenmarkt ein, indem er Drogen verbietet. Wenn er es nicht tun würde, würde der Drogenhandel durch Angebot und Nachfrage geregelt werden.
Ebenso stellt die Buchpreisbindung sicher, dass auch kleine Buchläden überleben können und auch unbekannte Autoren ohne großen Verlag eine Chance bekommen, dass ihre Werke gelesen werden. Das ist ein Eingriff in die Marktwirtschaft. Aber ein gut begründeter und legitimer.
Die Leute wollen deutsche Musik hören (siehe Verkaufszahlen), und deshalb sollte deutschen Musiker eine Chance gegeben werden. Kulturelle Vielfalt zu bewahren (und sich nicht völlig vom anglophonen Globalesisch überrennen zu lassen) ist eine wichtige Sache und Herzensangelegenheit vieler Menschen in ganz Europa. Selbstbewusste Nationen wie Frankreich oder Polen haben längst Gesetze, die die eigene Kultur schützen.
Zitat:
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Wenn die Deutschen nunmal keine deutsche Musik hören wollen, dann spielen die Radio-Stationen auch keine
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Du hast vollkommen ignoriert, was ich vorher geschrieben habe, oder? Deutsche Musik verkauft sich so gut wie nie zuvor, aber dennoch wird sie im Radio einfach nicht gespielt. Das ist eine völlig ignorante Einstellung den Hörern gegenüber.
Zitat:
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Wirklich schade, in einem Land von Deppen, Asozialen und demokratieunfähigen Bürgern zu leben. Warum kann hier nicht einfach alles lockerer gesehen werden, wie zum Beispiel in den USA?
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Du beschimpfst ein ganzes Land auf die übleste Art und Weise; das ist absolut erbärmlich. Was ist denn in den von dir so angehimmelten USA so viel besser als in unserem Land der "Deppen, Asozialen und Demokratieunfähigen"?
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04. 10. 2004, 13:02
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#1
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Ende Neu
Registrierungsdatum: Jun 2000
Ort: Hysteria
Beiträge: 3.571
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[q]"[...] also wird dieser Thread mal temporär geschlossen, bis die Gemüter sich beruhigt haben und wieder diskussionsfähig sind!"[/q] Mit ein wenig Geduld...
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04. 10. 2004, 13:09
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#2
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Gesperrt
Registrierungsdatum: Aug 2004
Beiträge: 135
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"Grundsätzlich ja. Es kann aber gute Grunde geben, die einen Eingriff in den Markt legitimieren."
Nein, keinen einzigen!
"Zum Beispiel greift der Staat in den Drogenmarkt ein, indem er Drogen verbietet."
Drogen sind ILLEGAL, weil es sich dabei um RAUSCHGIFT HANDELT!
Ein solcher Sachverhalt ist bei Musik in keinster Weise gegeben!
Und damit ist diese Diskussion für mich beendet!
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04. 10. 2004, 13:58
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#3
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Leitkulturbanause
Registrierungsdatum: Mar 2001
Ort: ocean of chaos
Beiträge: 4.661
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Le francais, tres chic
Warum wird ein Dieter Bohlen oder Peter Mafay nicht noch mehr auf Grund seiner Herkunft bevorzugt? Warum langt es nicht, dass diese Dilettanten bzw. Retorten-Musikanten aus Deutschland kommen? Warum hört man da die Vorbilder der Superstar-BigBrother-DschungelWahnsinns Musikanten im Radio, dann will doch am Ende die deutschen Kopie keiner mehr hören.
Wird zwar sicher nicht die Chancen für Künstler erhöhen, aber wenn schon Stümper, dann doch wenigstens völkische Kameraden. Dafür!
Aber ernsthaft, einfachmal schaun, was die großen Plattenfirmen machen. Die konzentrieren ihre Energie bzw ihr Kapital immer mehr auf weniger Sternchen. Sowas löst der Markt normal selbst, wenns den großen Platten-Firmen weiter dreckig geht weil keiner den Mist kauft gibts evt. ganz von selbst mehr und bessere Auswahl, oder man nimmt sie eher wahr. Zumindestens nicht utopischer als das, was die ganzen deutschen Volksgenossen Pro-Quote da erzählen.
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04. 10. 2004, 14:08
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#4
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Mitglied
(Threadstarter)
Registrierungsdatum: May 2003
Beiträge: 60
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@ arbitary_error
Grandios argumentiert. Jedes meiner Argumente hast du mit überzeugender Schlagfertigkeit widerlegt.
Dein armseliger Dreizeiler offenbart den geisten Notstand des Verfassers. Da lohnt sich tatsächlich keine weitere Diskussion.
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04. 10. 2004, 14:09
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#5
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NeoPunk
Registrierungsdatum: Apr 2001
Ort: .eu
Beiträge: 2.587
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Moin!
Um jetzt mal konkret beim Beispiel der deutschen Musik im Radio zu bleiben:
Wenn es wirklich so währe, dass die Mehrheit deutsche Musik im Radio hören will, wieso schaltet diese Mehrheit dann nicht einfach auf die Sender um, auf denen deutsche Mucke gespielt wird? Oder müllt ihren Lieblingsradiosender mit Leserbriefen zu? Der Staat braucht sich meiner Meinung nach nicht um diesen Sachverhalt zu kümmern, da sich der Radiosender nach seinen Hörern zu richten hat. Wenn der Hörer sagt er will deutsche Musiker hören und wenn das dann ganz ganz viele Hörer sagen würden, dann würde der Radiosender auch deutsche Musik spielen, denn kein Dienstleister der Welt (und ein Radiosender ist für mich im entferntesten ein Dienstleister!) kann es sich leisten seine "Kunden" die ihn finanzieren (Werbung etc.) zu vergraulen.
Von daher: Deutsche wehrt euch! Hört keine ausländische Pop-Musik! *scnr*
Serial
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04. 10. 2004, 14:25
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#6
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Hab keine Ahnung von nix!
Registrierungsdatum: Aug 2001
Beiträge: 5.146
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leinad, warum beleidigst du ihn gleich? Er hat mit seiner Aussage recht. Musik ist keine Droge (zumindest noch nicht *g*). Drogen werden ja nicht kontrolliert verkauft (abgesehen von der Medizin), sondern sind verboten, weil sie eben illegal sind. Eher muesstest du nun sagen, dass wenn eine Firma neue Gummibaerchen auf den Markt bringen moechte, dass dann nur noch 60% von Haribos und 35% von anderen Herrstellern verkauft werden duerfen, weil sonst die Firma mit ihrem "neuen" Produkt keine Chance hat. Doch darum geht es ja gerade in der Marktwirtschaft. Wenn Deutsche Musik wirklich so beliebt waere und die Deutschen sie hoeren moechten, dann wuerden sie ja die CDs kaufen und daher wuerden die Radiosender merken, dass sie deutsche Musik spielen sollten, weil dann ihre Einschaltquoten hoeher werden, aber irgendwie geschieht ja beides nicht - verwunderlich, wenn doch alle die tolle deutsche Musik lieben  Es ist ein Eingriff in die Freiheit des Menschen und verstoesst so eigentlich gegen das Grundgesetz. Fuer mich entspricht solch eine Quote quasi eine Zensur in der Zeitung und das finde ich rein gar nicht lustig...
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04. 10. 2004, 14:32
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#7
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Gesperrt
Registrierungsdatum: Aug 2004
Beiträge: 135
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@leinad: Mit Kommunisten beschäftige ich mich nunmal nicht, außer mit Baseball-Schlägern!
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04. 10. 2004, 15:22
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#8
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Leitkulturbanause
Registrierungsdatum: Mar 2001
Ort: ocean of chaos
Beiträge: 4.661
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Ich glaube hier ist wer falsch, Schwänze messen für Mädels ist eine Tür weiter, einfach den Gang da hoch.
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04. 10. 2004, 15:26
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#9
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Ur-Gullianer
Registrierungsdatum: Jun 2000
Ort: onboard
Beiträge: 788
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arbitary_error, nun hast du deine Glaubwürdigkeit endgültig verloren. Bitte schließen.
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04. 10. 2004, 15:30
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#10
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Mitglied
(Threadstarter)
Registrierungsdatum: May 2003
Beiträge: 60
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Zitat:
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Wenn Deutsche Musik wirklich so beliebt waere und die Deutschen sie hoeren moechten, dann wuerden sie ja die CDs kaufen und daher wuerden die Radiosender merken, dass sie deutsche Musik spielen sollten
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Ok, knallharte Fakten auf den Tisch.
Die neusten deutschen Albumcharts
12 von 20 Alben sind in deutscher Sprache. Da macht 60 %. Die öffentlich-rechtlichen Radiostationen spielen 1,2 % deutsche Musik, die privaten Sender spielen 0,6 % deutschsprachige Titel.
Spielen die Radiosender das, was die Leute hören wollen? Sagen wir es gemeinsam: NEIN.
Zitat:
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Er hat mit seiner Aussage recht. Musik ist keine Droge (zumindest noch nicht *g*). Drogen werden ja nicht kontrolliert verkauft (abgesehen von der Medizin), sondern sind verboten, weil sie eben illegal sind.
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Dass Drogen verboten sind, weil sie illegal sind, ist ein Zirkelschluss. Drogen sind verboten, weil sie dem Menschen schaden, aber trotzdem gekauft werden würden.
Das war auch nur ein Beispiel für legitimes Eingreifen des Staates in die Marktwirtschaft. Ich könnte noch weitere Beispiele nennen: Buchpreisbindung, Preisbindung bei Medikamenten, Verbot von Kartellen, Verbot von Wucher, Subventionierung biologischer Produkte usw. usf.
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04. 10. 2004, 15:56
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#11
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********
Registrierungsdatum: Jun 2000
Ort: Aachen
Beiträge: 12.256
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Den öffentlich-rechtlichen Sendern kann der Staat ja vorschreiben was er will. Aus dem Programm privater Sendeanstalten hat er sich rauszuhalten. Wo kommen wir denn da hin.
Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen.
Es gibt einen privaten Radiosender der ein Programm gestaltet, und durch die ermittelten Zuhörerquoten Werbekunden bekommt und sich über Wasser hält. Nun möchte der Staat Richtlinien für das Programm einführen. Wie bitte? Irgendwie fehlt mir da der Gedankenschritt der das nicht wie eine absolut willkürliche, schwachsinnige Scheissidee aussehen lässt.
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04. 10. 2004, 16:58
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#12
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Leitkulturbanause
Registrierungsdatum: Mar 2001
Ort: ocean of chaos
Beiträge: 4.661
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Wenn die Hörer wirklich deutsche Texte (geht ja offensichtlich nicht nur um in Deutschland produzierte Musik) haben wollten und so ein Bedarf da wäre, warum sollte dann nicht von selbst so ein Angebot entstehen? Immerhin bedeuten Hörer Werbung und Werbung bedeutet Geld. Einfach mal im Lexikon nach "Marktwirtschaft" suchen und verstehen warum so ein Gesetz nicht nötig wäre.
Das ganze ist ein Versuch der Lobby deutscher, schamloser Musiker mehr Kohle zu scheffeln. Wer im Zusammenhang mit sowas dann auch noch "Kultur" sagt möge bitte fiese Schmerzen haben.
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04. 10. 2004, 17:35
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#13
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ex-Moderator
Registrierungsdatum: Mar 2003
Beiträge: 5.842
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der staat soll sich um dringendere probleme als den sendeplan deutscher radiostationen kümmern. mehr hab ich dazu eigentlich erstmal nicht zu sagen.
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04. 10. 2004, 18:29
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#14
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Mitglied
Registrierungsdatum: Sep 2004
Beiträge: 234
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Zitat:
Original geschrieben von leinad
Ok, knallharte Fakten auf den Tisch.
Die neusten deutschen Albumcharts
12 von 20 Alben sind in deutscher Sprache. Da macht 60 %. Die öffentlich-rechtlichen Radiostationen spielen 1,2 % deutsche Musik, die privaten Sender spielen 0,6 % deutschsprachige Titel.
Spielen die Radiosender das, was die Leute hören wollen? Sagen wir es gemeinsam: NEIN.
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Igendwie kommen mir diese Albumcharts zunehmend suspekt vor. Allein das sich die 'Kastelruther Spatzen' auf Platz 6 dieser Charts befinden ist imo ein Beleg für die Verzerrung durch den Kaufverzicht der Leute mit Musikgeschmack
Vor zehn bis fünfzehn Jahren standen diese Volksmusikanten sehr weit hinten in diesen Charts. Damals wurde das Internet aber auch noch nicht für den Musiktausch genutzt
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04. 10. 2004, 20:57
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#15
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Mitglied
Registrierungsdatum: Apr 2000
Ort: D 59000
Beiträge: 274
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@TabulaRasa
Zitat:
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der staat soll sich um dringendere probleme als den sendeplan deutscher radiostationen kümmern.
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Sehr oberflächlich betrachtet hast Du wahrscheinlich recht, denn egal was Regierungen andenken oder beschließen, es muß erst einmal in den Dreck getreten werden.
Tatsache ist jedoch, das der Musikmarkt ein Milliarden-Geschäft ist, an dem Arbeitsplätze hängen, aber kaum in Deutschland.
Tatsache ist auch, das dieses Geschäft, auch bei uns, voll in amerikanischer Hand ist.
Tatsache ist auch, das Künstler, mit denen sich richtig Geld verdienen läßt, von der Musikindustrie regelrecht gemacht werden. Natürlich gehört da Talent und ein gerüttelt Maß an Durchgeknalltheit dazu aber eben auch die Möglichkeit, mit einem bestimmten Typen Welteit Geld verdienen zu können und das wichtigste, das diese Typen auch im Rundfunk präsent sind. Wer glaubt, das private Rundfunksender nur Musik spielen, die die Zuhörer hören wollen, der glaubt auch an den Weihnachtsmann. Die Musikindustrie hat auch bei uns, die Rundfunkanstalten voll im Griff.
Da genau liegt das Problem, deutsche Künstler mit nur deutschen Texten, lassen sich auch nur im deutschsprachigen Raum verkaufen. Zusätzlich können die meisten Menschen diese Texte auch verstehen, was zu erhöhten Ansprüchen an die die Künsteler und Texter stellt.
Wenn die gleichen Maßstäbe an, vor allem amerikanische Produktionen gestellt würden, würde 60% der englisch srachigen Popmusik gar nicht bei uns gekauft.
Wer die Texte nicht versteht, der erlebt den Gesang eben nur als musikalisches Beiwerk, so zu sagen, als extra Musikinstrument mit besonderem Klang. Da ist der Text völlig egal, weils sowiso keiner versteht. Hauptsache der Typ ist interessant ( wird durch die Medien interessant gemacht) und es klingt irgendwie anhörenswert. Dieses Geschäft verstehet die Musikindustrie bestens und dem haben eben einheimische Musikverlage kaum etwas entgegen zu setzen.
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05. 10. 2004, 08:16
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#16
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ex-Moderator
Registrierungsdatum: Mar 2003
Beiträge: 5.842
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daran wird dann aber auch eine quote nichts ändern. mag sein, dass dann mehr deutsche musik gesendet wird; dass diese jedoch auch mehr anklang findet, wage ich zu bezweifeln.
und wie du letztendlich selber feststellst: die meisten musiker sind bei amerikanischen firmen unter vertrag. die werden dann ganz einfach mehr deutsche "produzieren", welche sie mit der quote ins programm reinargumentieren können.
natürlich könnte man eine quote für "rein deutsche produktionen" einführen - mit welchem erfolg? dass die leute nur noch aufgrund ihrer nationalität gesendet werden? dieter bohlen wird sich freuen.
musik höre ich, weil sie mir gefällt. nicht weil ich irgendeine quote zu erfüllen habe. da werden wertvolle arbeitszeit und geld vernichtet wegen dem programm von radio- und musiksendern.
aber ich nehme mal an, das muss so sein in deutschland.
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05. 10. 2004, 10:38
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#17
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