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Registrierungsdatum: Jun 2000
Beiträge: 663
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Ahoi zusammen,
vielleicht interessiert das ja keinen mehr (und vielleicht wäre das sogar das Beste!),
aber was haltet ihr von der Entwicklung der Grünen von der
Protest- (radikal, ökologisch, basisdemokratisch, gewaltfrei) zur Regierungspartei?
Losgesprungen als Tiger, der den verantwortungslos Herrschenden die Zähne gezeigt
und versucht hat, linker Politik in .de eine Plattform zu geben
und gelandet als Kuscheltierchen in den Armen der Wirtschaftsverbände.
Der neueste Vorschlag des grandiosen Herrn Schlauch
(wahrscheinlich auch schon längst von Daimler gekauft):
Gesetzliche Absicherung der Lohndrückerei durch die Arbeitgeber!
Oder hat da nur jemand begriffen, wer das Sagen hat und will sich für die kommenden Wahlen
bei den Wirtschaftsbossen als Alternative zur F.D.P. andienen?
Jedenfalls gehören für mich die Wähler der Grünen entweder als Ärzte, Rechtsanwälte,
Kleinunternehmer und sonstwie Besserverdienenden sowieso zur gleichen Klientel wie die
des widerlichen Herrn Möllemann oder es sind naive Vollidioten,
die immer noch nicht begriffen haben, mit wem man es bei den Grünen zu tun hat:
mit einem Haufen mehr oder weniger talentierter Karrieristen,
für die grüne Programmatik nur eine beliebige Variante war,
dorthin zu kommen, wo sie jetzt gelandet sind: in Amt und Unwürden.
Greetz
PeterPanter
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21. 11. 2000, 08:35
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#1
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Mitglied
Registrierungsdatum: May 2000
Beiträge: 29
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Hi,
die Grünen gibt’s nicht mehr, dies ist meine Meinung. Das was Sie stark gemacht hat, wofür sie sich eingesetzt haben gegen all dieses müssen Sie jetzt kämpfen, da sie in der Regierung sind. Solange man in Deutschland in Opposition ist kann man für das Volk reden, ist man aber in der Regierung sieht das ganz anders aus. Beweise gibt es nach jeder Wahl. Jetzt schreit die CDU umher, wie böse doch die SPD/Grünen für das Wohl des deutschen Volkes sind. Selber haben diese es nicht besser gemacht.
Die neuerlichen Forderungen Lohn unter Tarif zu akzeptieren, ist der Hohn gegen alle arbeiteten Menschen in Deutschland. (vom Bundeskanzler erst mal abgelehnt)
Mit solch ein Gesetzt würde in kürze alle Mittelständigen –und klein Betriebe nur noch Löhne unter Tarif zahlen.
Hier muss man besonders dran Denken das es jetzt schon sehr viele Firmen gibt die sowieso unter Tarif zahlen, da sie gar keinen Tarif haben.
Manchmal habe ich das Gefühl unsere Politiker wissen nicht mehr was in der wirklichen Arbeitswelt in Deutschland los ist. Sie gehen immer nur von Großkonzernen wie VW, Siemens oder der Telekom aus. Dort wo man Tariflich geschützt ist und auch noch richtig Geld als Arbeitnehmer verdient.
Aber wie sieht die Sache in den vielen Firmen aus die eben klein – oder mittelständig sind. Wenn ich nur an die Zeitarbeitsfirmen denke wird mir regelmäßig schlecht, dort gibt es Lohn unter Tarif, Urlaub unter Tarif, Weihnachtsgeld- was ist das?
Aber noch schlimmer wird das wenn ich in den Osten der Republik schaue, dort wird von Seiten der Arbeitgeber genau das praktiziert wovon Sie im Westen träumen. Arbeitslöhne von 6,- bis 12,- DM die Stunde, Urlaub von rund 21 Tagen im Jahr(3.Schichten), Urlaubs- und Weihnachtsgeld gibt es nicht, 40 Stundenwoche normal, Überstunden ohne Bezahlung und das beste sie verstehen die deutsche Sprache. Der Osten ist eben eine Tariffreie Zone, die Tarife die es gibt sind von den Arbeitgeberverbänden gemacht.
Sicherlich gibt es Ausnahmen, aber die bleiben es auch.
Erst wenn man das was im Osten praktiziert wird auch im Westen übernommen hat, merken wir das es zuspät ist.
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21. 11. 2000, 09:53
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#2
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Boeses junges Fleisch
Registrierungsdatum: Mar 2000
Ort: BO-FH
Beiträge: 13.409
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Kann PeterPanter mal wieder nur beipflichten...
Das schlimme ist, dass sie das wirklich mit dem Anspruch machen, moderne linke Politik zu betreiben. Jemand wie Schroeder drueckt sich ja um die "Links" Bezeichnung rum, was ihm, so sehr er meine Antipathie besitzt, zur Ehre gereicht.
Man sollte mal feststellen, das Oekologie kein per se linkes Gedankengut ist...
Was mir wirklich Sorgen macht, ist, dass linke Positionen schlicht *gar nicht* mehr vorkommen. Ich denke, ich stehe nicht voellig allein in der Bevoelkerung mit meinen Grundgedanken, dass das Grundrecht auf Asyl Menschenrecht ist. Dass es Arbeitnehmer- Schutzgesetze braucht. Und dass die Welt nicht unbedingt zwangslaeufig am "deutschen Wesen" genesen wird. Ebensowenig am American Way of Life, wie man denken mag, hoert man die Regierungsparteien so reden.
Nur, das ist im Parlament *nicht* mehr repraesentiert. Die CSU debattiert offen ueber die Abschaffung des Asylrechts. Die Gruenen ueber die Aushebelung des Tarifvertrags (oder sagen wir, der Beerdigung seiner kuemmerlichen Reste) und die PDS - Spitzen ueben sich un Nationalismus-freundlichen Stellungnahmen und SPD - Kuschelgesten.
Hilfe!
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21. 11. 2000, 11:53
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#3
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Mitglied
Registrierungsdatum: Jun 2000
Beiträge: 416
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hallo,
es scheint tatsächlich so, dass eine parlamentarische Linke nicht mehr vertreten ist!
In das Enttäuschungshorn über Grüne und PDS muss ich jetzt auch hineinblasen! Es zeigt sich halt, dass Macht korrumpiert! 
Aber, dass Grundrechte von allen Parteien schlicht ignoriert werden halte ich für eine fatale Fehlentwicklung!
Wenn die sog. demokratischen Parteien z.B rechtes Gedankengut gesellschaftsfähig machen, müssten eigentlich bei jedem Menschen in .de die Alarmglocken läuten. Genauso ist das Katzbuckeln vor der Industrie momentan eine parteienübergreifende Krankheit!
Aber, was will mensch eigentlich von einem Land erwarten indem ein Sendeformat wie Big Brother ein Quotenrenner ist?
Es erweist sich, dass politische Macht in .de immer mehr von wirtschaftliche Macht abhängig ist. Dabei werden hart erkämpfte Arbeitnehmerrechte im Namen der Wettbewerbsfähigkeit aufgegeben!
Die Politiker und Parteien in .de haben nicht den Mut die sozialen Grundsätze einer menschlichen Politik diesem puren Kapitalismus entgegenzusetzen!
Bleibt nur zu hoffen, dass nicht alle sich korrumpieren lassen!
mfg hans-drach
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22. 11. 2000, 09:29
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#4
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Was?
Registrierungsdatum: Feb 2000
Beiträge: 1.030
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ilka schröder rules
Ich muss euch beipflichten, die Grünensind keine linke Partei mehr und die PDS ist mit der Deutschland liebenden Frau Zimmermann auf den besten Weg dorthin. Mal abgesehen davon das die PDS auch sehr viele konservative Kräfte beheimatet war ihre Oppositionspolitik bis jetzt auf Bundesebene ganz gut, das Problem ist das sie jetzt an die regierung wollen und dafür (wie anscheinend jede Partei wenn sie Macht schnuppert) ihre Ideale aufgibt.
Aber es ging ja um die Grünen, und dort gibt es noch eien standhafte linke Persönlichkeit und zwar Ilka Schröder 22 Jahre alt und im Moment beliebtes Mobbing Opfer, selbst von der Jugendorganisation der Grünen. Sie sitzt im Europaparlament und zeigt den anderen was Grüne Politik mal bedeutet hat.
Was lernen wir daraus?
Wirkliche Veränderung scheint nicht durch Wahlen zu gelingen sondern ist anscheinend nur anders zu erreichen.
mit revolutionären Grussen AnArxis
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22. 11. 2000, 14:21
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#5
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