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    Mitglied Avatar von Rocco Siffredi
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    Standard [Erfahrungsbericht] Kiffen am Steuer/Polizei/MPU/Aufbaukurs

    Hallo zusammen.

    Da mein Original-Nick bei einigen meiner Arbeitskollegen bekannt ist, habe ich mir mal vorsichtshalber einen Zweitaccount besorgt.
    Ich beschreibe hier meine Erfahrungen mit Polizei, Strassenverkerhsamt, TÜV und einem Aufbaukurs für drogenauffällige Kraftfahrer.
    Alles, was ihr in diesem Erfahrungsbericht lesen könnt, entspricht den Tatsachen. Ich habe nichts hinzugefügt oder irgendwas verdreht. Schliesslich schreibe ich das hier auf, um zu warnen, aber auch um aufzuklären. Denn das ist meiner Meinung dringend nötig. Die Informationen die ich bei meiner Suche gefunden habe, waren entweder aus dritter oder vierter Hand, bzw. erweckten den Eindruck als seien sie von Leuten mit einem IQ nahe der Raumtemperatur geschrieben worden. Und ich meine nicht die Sauna.

    Nun aber zur eigentlichen Story.

    Ich war zum Start dieser Geschichte 23 Jahre alt und wohnhaft in NRW (Das Bundesland spielt in diesem Fall eine besondere Rolle, da die Vorgehensweise überall anders ist.) Zu diesem Zeitpunkt habe ich bereits 6 Jahre täglich gekifft und bin einmal in der Woche nach Holland gefahren um neues Gras zu organisieren. Dabei habe ich auch regelmässig am Steuer einen Joint geraucht ohne jemals Probleme bekommen zu haben. Ich bin bis dato ca. in 20 Polizeikontrollen gekommen und es ist nie etwas aufgefallen, das wiegt einen in Sicherheit.
    Diese Sicherheit hatte ich auch, als wir am 23.01.2004 mit vier Leuten nach Holland gefahren sind, um den Abend in einem Coffeeshop zu verbringen. Nach diversen Joints haben wir uns gegen 19:00 Uhr auf den Heimweg gemacht. Kurz hinter der deutsch-holländischen Grenze stiessen wir dann auf ein Zivilfahrzeug der Polizei. Weil ich angeblich zu schnell in der 30er Zone unterwegs war, sind sie auf uns aufmerksam geworden und haben uns angehalten. Damit war das Unheil auch nicht mehr abzuwenden, da auch auf der Rückfahrt geraucht wurde und somit das ganze Auto wie eine Hanfplantage gestunken hat. Die beiden Polizisten haben uns getrennt voneinander neben dem Auto verhört und versucht herauszufinden wo wir die Drogen versteckt haben. Da sie bei einem bereits fündig geworden waren, habe ich dann preisgegeben wo sich mein „Versteck“ befindet. Unter dem Fahrersitz. ;(
    Da man mir sofort ansehen konnte das ich gekifft hatte, teilte man mir mit, das die Fahrt für uns alle beendet und ich mit zur Blutprobe aufs Revier müsse. Die einzige Möglichkeit die ich sah, um den Kollateralschaden so gering wie möglich zu halten, war auf die Tränendrüse zu drücken. Ich habe also versucht so glaubhaft wie möglich rüberzubringen das mein Leben damit vorbei ist und ich mir im Grunde genommen einen Strick nehmen kann. Während die anderen auf der Strasse warteten bis sie von einem Freund abgeholt wurden, saß ich „zitternd vor Angst“ im Polizeiwagen; auf dem Weg zum Revier.
    Dort angekommen rief man einen Arzt der mir Blut abnehmen sollte, in der Zwischenzeit wurde ich verhört. Wo gekauft, wieviel, ob ich einen geraucht hätte. Diese Frage habe ich mit Ja beantwortet da ich so kooperativ wie möglich sein wollte, denn der Bericht des Polizisten ist für den Staatsanwalt ziemlich entscheidend. Wenn der seinen Bericht also einigermassen vernünftig verfasst, kann das nur von Vorteil sein.
    Nach dem Verhör kam dann der ärztliche Test (Blutabnehmen, Koordinationstest etc.) und ein paar abschliessende Worte des Polizisten. Er meinte zu mir das er lieber einen der drei anderen da sitzen gehabt hätte, ich würde auf ihn nicht den Eindruck eines „Junkies“ machen. Er sprach sehr ruhig mit mir, fast als hätte er Verständnis für meine Situation. Das, und die Tatsache, dass ich auf ihn einen fitten Eindruck gemacht habe, sorgten dafür das ich meinen Führerschein behalten durfte. Und das war mein grosses Glück. Somit durfte ich nach 24 Stunden wieder offziell ins Auto steigen und fahren. Sie hätten meinen Führerschein durchaus behalten können, was wohl normalerweise auch gemacht wird. Dann gibt es den Führerschein erst nach MPU bzw. Aufbaukurs zurück. Die Strafen bei solch einem Vergehen liegen bei 1-3 Monate Fahrverbot und einer Geldstrafe.

    Es standen zu diesem Zeitpunkt also Fahren unter Einfluss von Betäubungsmitteln und das Einführen von Betäubungsmitteln nach Deutschland auf der Haben-Seite.

    Am folgenden Wochenende habe ich mich so richtig gehen lassen um 2 Tage nach der Kontrolle mit dem Kiffen aufzuhören. Da ich nicht wusste, was und wann etwas auf mich zukommt, hielt ich es für durchaus angebracht, die erste Pause vom Kiffen seit 6 Jahren einzulegen. Mein Führerschein war mir dann doch wichtiger.

    Ich begab mich also auf die Suche nach Infomaterial, in erster Linie auf die Suche nach einem Anwalt. Den habe ich relativ schnell über die Webseite der grünen Hilfe gefunden. Dieser Verein betreibt in ganz Deutschland Infobüros die einem konkrete Fragen beantworten; sofern sie nicht auf der Webseite erklärt werden.

    Der erste Termin mit dem Anwalt fand 1,5 Wochen nach der Kontrolle statt, wobei wir nur das besprochen haben was ich bisher aufgeschrieben habe. Ich habe dem Anwalt eine Vollmacht ausgestellt und danach meine Rechtsschutzversicherung eingeschaltet, die sehr zur Überraschung meines Anwaltes die Kosten übernommen hat. Eigentlich sehr ungewöhnlich, da das ja durch eigenes Verschulden entstanden ist.

    Ca. 2 Wochen nach der Kontrolle erhielten alle vier ein Schreiben der Polizei mit der „Bitte“ dieses Schreiben ausgefüllt und unterschrieben zurück zu schicken. Da habe ich mich wirklich gefragt für wie blöde die mich eigentlich halten, schliesslich käme das einer Selbstanzeige gleich. Unter anderem wurde Sachen gefragt wie:

    - Seit wann konsumieren Sie Drogen?
    - Welche Drogen konsumieren Sie?
    - Wie oft konsumieren Sie Drogen?
    - Wie finanzieren Sie Ihren Drogenkonsum (Ich klaue alten Omas die Handtaschen, was sonst?)

    Letztendlich würden diese Informationen zusammengerechnet und um anschliessend eine Anzeige über alles zu machen. Sprich, 2 Jahre lang einmal in der Woche gefahren um 5 gramm Gras zu holen, macht dann eine Anzeige wegen Einfuhr von 520 Gramm Gras. Sieht dann also schon etwas anders aus. Ich habe jedenfalls nur darüber geschmunzelt und gar nicht drauf geantwortet, was ich auch jedem raten würde, der so einen Wisch nach Hause bekommt.

    Bis Mitte März habe ich dann auch erstmal nichts mehr von der Polizei gehört, dann kam eine Einladung zum Vernehmung. Nach Rücksprache mit meinem Anwalt, haben wir uns schriftlich zu der Einfuhr bekannt und ein Vernehmung abgelehnt. Dann war wieder lange Zeit Ruhe……

    Anfang Juli bekam ich dann Post vom Straßenverkehrsamt mit der Aufforderung bis Mitte August eine MPU (630 €) zu absolvieren, meinen Führerschein für einen Monat abzugeben und 550 € Bußgeld zu bezahlen. Das war für mich ziemlich überraschend, ergab sich aber aus meinen verflucht hohen THC-Werten (Bei Interesse suche ich die mal raus), die die Gerichtsmediziner in meinem Blut festgestellt hatten. Diese Werte gaben dem Straßenverkehrsamt Grund zu der Annahme, dass ich nicht zwischen Drogen und Fahren unterscheiden könne.

    Ich habe mich daraufhin für den spätmöglichsten Termin entschieden, um noch genügend Zeit zur Vorbereitung zu haben.

    Hier mal der Grundlegende Ablauf der MPU:

    - Nach Ankunft in der MPU-Stelle wird man gebeten 2, 3 Formulare auszufüllen. (Persönliche Daten, Schulbildung etc.)
    - Test, der die körperliche und geistige Fitness feststellt. (Folge der Linie, Aufgaben zur Koordination, Erinnerungsvermögen)
    - Gespräch mit der Psychologin
    - Gespräch mit der Ärztin

    Allerdings waren, wie schon eingangs erwähnt, die Informationen im Netz zur MPU wegen Drogen mehr als spärlich und ich beschloss mir meine eigene Strategie zu recht zu legen.

    Ich arbeite in einer, für mein Alter, sehr guten Position in einem angesehenen deutschen Unternehmen und wohnte zum Zeitpunkt der MPU noch in einer WG mit 4 Leuten. Zwei meiner Mitbewohner waren dabei als ich angehalten worden bin. Ich habe mich also in meinen Nadelstreifenanzug geworfen und der Psychologin folgendes erzählt:

    „ Im September 2003 kam es zu einem grossen Streit zwischen mir und meiner Familie, zu der ich mittlerweile gar keinen Kontakt mehr habe, und wurde in ein tiefes Loch gerissen. Zu diesem Zeitpunkt habe ich die falschen Leute kennengelernt und bin durch sie ans Kiffen gekommen. Da ich zu diesem Zeitpunkt so verzweifelt war, habe ich mich dazu überreden lassen mit diesen Leuten zusammen zu ziehen. Als wir erwischt worden sind, wurde mir schlagartig bewusst in was für einer Situation ich mich befinde und was ich alles aufs Spiel setze. Ich habe daraufhin einen Kiffer-Abend auf Video aufgenommen und mir dieses Video am nächsten Tag angesehen. Ich war von meinem eigenen Verhalten unter Einfluss von Drogen so sehr geschockt, das ich beschloss sofort damit aufzuhören und mich von diesen Leuten zu distanzieren. Leider hatten wir einen Ein-Jahres-Mietvertrag unterschrieben, so dass ich erst zum Ende des Jahres dort ausziehen kann. Ausserdem habe ich durch das Snowboard fahren und durch einige Projekte im Internet den nötigen Ausgleich gefunden um nicht wieder in dieses Loch zu fallen. Das ich auch aufgrund einer Extremsituation nicht wieder anfangen werde, war klar, als meine langjährige Freundin im Mai 2004 mit mir Schluss gemacht hat. Das hat mich sehr viel Kraft gekostet, war aber in der Lage das abzufangen und habe mich noch mehr in Sport und Hobby gestürzt.“ Zusätzlich habe ich mein letztes Zwischenzeugnis von der Arbeit vorgelegt, auch das war nur von Vorteil. (Natürlich war das Zeugnis einwandfrei. )

    Ganz wichtige Frage bzw. Antwort: Wurde jemals Alkohol getrunken und dabei gekifft? Auf gar keinen Fall JA sagen.

    Das ist so im groben das gewesen, was ich auf die Fragen der Psychologin geantwortet habe. Das A und O bei diesem Gespräch ist die Überzeugung:
    Das Wichtigste ist, den Psychologen davon zu überzeugen das man sich ausführlich mit dem Thema auseinander gesetzt hat (in meinem Fall die Videokamera) und auch sicher sagen kann warum man nicht mehr anfangen wird. Es hat keinen Sinn, denen zu erzählen was die „vermutlich“ hören wollen. Es muss von euch selbst kommen, ihr solltet euch also schon früh mit dieser Story auseinander setzen und sie am Besten mehrmals mit irgendjemanden durchgehen.

    Was dann folgte, hat mich fast umgehauen. Nachdem das Gespräch mit der Psychologin beendet war, sagte sie mir bereits, dass ich wohl durchfallen würde. Der psychologische Teil wäre einwandfrei, allerdings könne ich, aufgrund meiner 1mm kurzen Haare, nicht nachweisen das ich 6 Monate clean bin. Und das ist wohl ziemlich entscheidend für Bestehen oder nicht Bestehen der MPU. Da ich also nicht freiwillig zum Drogenscreening gegangen bin und meine Haare zu kurz waren, empfahl man dem Straßenverkehrsamt im abschliessenden Bericht mich in einen Aufbaukurs für Drogenauffällige Kraftfahrer zu stecken. Nochmal, diese Auflage gab es nur weil meine Haare nicht mindestens 3cm lang waren. In meinen Augen die absolute Geldmacherei, denn dieser Speed02 Kurs kostet nochmal 660 € und geht von November 2004 bis Mai 2005 mit insgesamt 8 Sitzungen.

    Auflage war natürlich, den Kurs so schnell wie möglich zu absolvieren, was bedeutete das ich in eine 70 Kilometer entfernte Stadt fahren musste, in „meiner“ Stadt gab es nicht genügend Teilnehmer. Keine Chance drumherum zu kommen, ich musste dahin. Das ist aber nur ein kleiner Teil der Willkür, die dieser Kurs hervorbringt.


    - Man muss an jeder Sitzung teilnehmen, ansonsten ist man durchgefallen. (Die Termine sind immer Donnerstag abends von 18:00 – 21:00 Uhr). Ob man einer Arbeit nachgeht und diese damit aufs Spiel setzt ist völlig egal. Man muss dort erscheinen.

    - Wegen Krankheit fern zu bleiben geht nur, wenn man vom Arzt bettlägerig krankgeschrieben wird (was so gut wie unmöglich ist) oder im Krankenhaus liegt. Ich hätte an einem Tag auf dem Weg dorthin fast einen Unfall gebaut, weil ich eine heftige Grippe hatte und mit Sicherheit nicht fahrtüchtig war. Aber was hätte ich machen sollen?!

    Zwischen der vierten und fünften Sitzung sind 4 Wochen Pause. In dieser Zeit wird man irgendwann angerufen und muss innerhalb der nächsten zwei Tage zu einem Drogenscreening welches zeitmässig vom Kurs festgelegt wird. Keine Chance am Termin was zu ändern. Muss man sich halt krank melden. Diesen Test muss man selbstverstänlich auch bestehen. Gut, das sehe ich ja noch ein.

    Nach der sechsten Sitzung gibt es dann ein Zertifikat welches man dem Straßenverkehrsamt aushändigt; dann gibt es denn Führerschein für diejenigen wieder zurück, die ihn dauerhaft abgeben mussten. Ich habe ja nur ein Fahrverbot von einem 1 Monat erhalten (Juli bis August). Die letzten beiden Sitzungen sind noch mal zur Aufbereitung des Gelernten. Damit ist der ganze Spass für mich auch beendet.

    Ich habe jetzt einfach mal aufgeschrieben was mir dazu eingefallen ist, es fehlen aber mit Sicherheit noch einige Details. Dieser Thread soll der Aufklärung dienen und Informationen aus erster Hand liefern. Vielleicht helfen sie dem ein oder anderen weiter. Im Laufe der nächsten Woche werde ich die Dokumente (MPU, Straßenverkehrsamt, Aufbaukurs) mal einscannen und zum Download zur Verfügung stellen.

    Ich würde mich freuen, wenn hier Leute antworten die damit etwas anfangen können, noch Fragen haben etc. Eine Grundsatzdiskussion zum Thema Kiffen könnt ihr bitte an anderer Stelle führen. Ich wäre euch sehr verbunden.
    Geändert von Rocco Siffredi (14. 01. 2005 um 21:51 Uhr)

  2. #2
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    Erstmal muß ich bemerken, daß du das schön strukturiert aufgeschrieben hast, es kann anderen in ähnlichen Situationen evtl. weiterhelfen.

    Aus eigener Erfahrung weiß ich, das (zumindest erfahrene) Kiffer problemlos Auto fahren können, auch wenn der Gesetzgeber das anders sieht. Trotzdem, wer beim Einschmuggeln von Drogen im Auto kifft, der ist so unglaublich naiv, daß man ihm deswegen den Lappen wegnehmen sollte...

    mfg

    cryptic

  3. #3
    Mitglied Avatar von Rebell
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    Mich betrifft sowas nicht, aber ich habe dennoch ein paar Fragen:

    hat man dir vorher das mit den Haaren gesagt oder hast du es erst bei der MPU erfahren? Ich dachte es wird automatisch eine Haarprobe bei der Blutentnahme genommen.

    Habe ich das richig verstanden, dass du auf dem Weg zum Seminar für Drogenauffällige Kraftfahrer, mit dem Auto hingefahren bist?

    Wie lange dauert so eine MPU?

    Was hast du mit deinem Anwalt zugegeben? Die Einfuhr bei dem Tag, wo du erwischt wurdest, oder das halbe Kilo ?

  4. #4
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    Avatar von Rocco Siffredi
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    @cryptic

    Stimme ich Dir in beiden Punkten zu. Langjährige Kiffer können problemlos fahren. Und die Sache mit dem Kiffen beim Schmuggeln, what can I say? Du hast ja so Recht.

    Das mit den Haaren hat man mir erst bei der MPU gesagt, sonst hätte ich sie mit Sicherheit wachsen lassen. Die nehmen normalerweise auch eine Haarprobe, war nur in dem Fall nicht möglich weil keine Haare dafür da waren.

    Vielleicht etwas komsich beschrieben, aber ich habe meinen Führerschein nur einen Monat abgeben müssen. Die ganze restliche Zeit durfte ich ganz normal fahren. Irgendwie ein Widerspruch in sich, wie ich finde.

    Die MPU dauert so ca. 2-3 Stunden.

    Wir haben nur die Einfuhr der 5 gramm zugegeben, das andere wäre ja schön blöd gewesen. Käme ja wie gesagt einer Selbstanzeige gleich. Die konnten mir ja nur die 5 gramm nachweisen, deswegen gab es ja keinen Grund die anderen Sachen auch zu gestehen.

    Soweit klar, oder noch Fragen? Ich helfe sehr gerne, wenn ich kann.

  5. #5
    Mitglied Avatar von weezer
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    Standard Re: [Erfahrungsbericht] Kiffen am Steuer/Polizei/MPU/Aufbaukurs

    Sehr gut und informativ geschrieben!
    Trotzdem habe ich eine kleine Ungereimtheit entdeckt...

    Original geschrieben von Rocco Siffredi
    - Wegen Krankheit fern zu bleiben geht nur, wenn man vom Arzt bettlägerig krankgeschrieben wird (was so gut wie unmöglich ist) oder im Krankenhaus liegt. Ich hätte an einem Tag auf dem Weg dorthin fast einen Unfall gebaut, weil ich eine heftige Grippe hatte und mit Sicherheit nicht fahrtüchtig war. Aber was hätte ich machen sollen?!

    [...]

    Nach der sechsten Sitzung gibt es dann ein Zertifikat welches man dem Straßenverkehrsamt aushändigt; dann gibt es denn Führerschein wieder zurück. Die letzten beiden Sitzungen sind noch mal zur Aufbereitung des Gelernten. Damit ist der ganze Spass für mich auch beendet.
    Also zuerst zur Sitzung gefahren und anschließend irgendwann den Lappen zurück bekommen. Passt irgendwie nicht zusammen, oder?

  6. #6
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    Avatar von Rocco Siffredi
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    Standard

    Ich habe es grade mal geändert, das klang wirklich etwas komisch muss ich zugeben. Hab es mal folgendermaßen geändert:

    Nach der sechsten Sitzung gibt es dann ein Zertifikat welches man dem Straßenverkehrsamt aushändigt; dann gibt es denn Führerschein für diejenigen wieder zurück, die ihn dauerhaft abgeben mussten. Ich habe ja nur ein Fahrverbot von einem 1 Monat erhalten (Juli bis August).

  7. #7
    Mitglied Avatar von Rebell
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    Standard Re: Re: [Erfahrungsbericht] Kiffen am Steuer/Polizei/MPU/Aufbaukurs

    Original geschrieben von weezer
    Sehr gut und informativ geschrieben!
    Trotzdem habe ich eine kleine Ungereimtheit entdeckt...



    Also zuerst zur Sitzung gefahren und anschließend irgendwann den Lappen zurück bekommen. Passt irgendwie nicht zusammen, oder?
    Vielleicht meinte er, dass die angedrohte Sperre nun hinfällig war und damit der Führerschein wieder ohne Beschränkung war.

    Wie siehts denn aus? Könnte man ihn zu weiteren spontanen Drogentests "herbeizitieren"?

  8. #8
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    Avatar von Rocco Siffredi
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    Erklärung steht ja schon oben, haben sich unsere Postings überschnitten.

    Ich habe einen Vertrag mit der Firma die den Aufbaukurs macht (Ich will immer Drogenaufbaukurs schreiben ), in dem u.a. steht das beide Parteien absolutes Stillschweigen über alles wahren. Ausserdem habe ich mit der Unterzeichnung mein Einverständniss gegeben, das ich innerhalb von drei Jahren zu einem weiteren Drogenscreening muss. Dieses findet an einer Universität statt und ist anonym; will heissen ich könnte zugedröhnt bis unter die Haarspitzen da antanzen.
    Das Ganze ist eine Auswertung über den Erfolg bzw. die Rückfallquote dieses Aufbau-Kurses. Ergänzend dazu, haben wir 2 Fragebögen ausgefüllt die sich mit unserem Wissen und unserer Einstellung/Einschätzung zu Drogen beschäftigt haben.

  9. #9
    Mitglied Avatar von berndy2001
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    Standard Re: [Erfahrungsbericht] Kiffen am Steuer/Polizei/MPU/Aufbaukurs

    Original geschrieben von Rocco Siffredi
    Ganz wichtige Frage bzw. Antwort: Wurde jemals Alkohol getrunken und dabei gekifft? Auf gar keinen Fall JA sagen.
    Warum, wenn ich fragen darf. Wird da die Wirkung verstärkt?

  10. #10
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    Avatar von Rocco Siffredi
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    Es ist wohl so, das die Damen und Herren vom Fach der Psychologen der Meinung sind, das man es mischt weil einem die Sachen einzeln nicht mehr reichen. Was das, für Dich und den Ausgang Deiner MPU bedeutet, kannst Du Dir sicherlich vorstellen.

  11. #11
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    [QUOTE]Original geschrieben von Rocco Siffredi
    [B]@cryptic

    Stimme ich Dir in beiden Punkten zu. Langjährige Kiffer können problemlos fahren.

    ------------------------------------------------------------------------------------------

    das stimmt nicht! ich war selbst jahrelang dauerkiffer(das heißt mit bong aufgestanden und schlafen gegangen)

    man selber ist der meinung fahrtüchtig zu sein aber das ist nicht wahr!
    es ist das gleiche wie bei alkohol.die reaktionszeit ist erheblich herunter gesetzt.

    früher hatte ich auch keine skrupel aber heute wenn ich mal alle halbe jahre ma ein schmöke,und dann fahre, fährt die angst immer mit.

    sodas nur mal klargestellt

    Gruß Bartimäus

  12. #12
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    Avatar von Rocco Siffredi
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    Wenn Du heute zweimal im Jahr eine Tüte rauchst, ist die Wirkung ja auch wesentlich stärker als bei Dauerkonsum. Hast Du ja mehr oder weniger selbst geschrieben.

  13. #13
    Mitglied Avatar von Quaterman
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    wer kifft trinkt oder sonst welche drogen am steuer nimmt ist ein potenzieller mörder....
    ICh hab nen 5 jährigen sohn und sollte so einer mal von einem zugedröhnten in irgendeiner art und weise verletzt werden dan werd ich zum potentiellen mörder...

  14. #14
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    tschuldige ich hab mich blöd und falsch aus gedrückt!

    es ging bei mir um den morgen danach.
    selbst nach ein par stunden schlaf fühle ich mich noch nicht
    besonders fahrbereit!

    GRUß BARTIMÄUS

  15. #15
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    Avatar von Rocco Siffredi
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    Ok, Kommando zurück. Ich habe grade nochmal die letzten Beiträge gelesen und dabei festgestellt, das es es sich zu sehr nach einer Verharmlosung anhört. So ist das nicht gemeint, auf keinen Fall. Man sollte immer nüchtern hinter dem Steuer sitzen.

  16. #16
    Mitglied Avatar von Rebell
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    Original geschrieben von Quaterman
    wer kifft trinkt oder sonst welche drogen am steuer nimmt ist ein potenzieller mörder....
    ICh hab nen 5 jährigen sohn und sollte so einer mal von einem zugedröhnten in irgendeiner art und weise verletzt werden dan werd ich zum potentiellen mörder...
    Du musst aber warten, bis er wieder klar bei Verstand ist, sonst merkt er nix von den Schmerzen

  17. #17
    Mitglied Avatar von Sin Eater
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    Auch bei Dauerkiffern ist die Reaktionszeit herabgesetzt, nur die Rauschwirkung wird nicht mehr so stark empfunden.
    Das heißt, man fährt vielleicht wie nüchtern (keine Schlangenlinien, etc.) aber wenn eine Vollbremsung oder ähnliches erforderlich wird, ist man langsamer als ein nüchterner Fahrer.
    Irgendetwas anderes zu behaupten, ist falsch und gefährlich.

  18. #18
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    Avatar von Rocco Siffredi
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    Gut, damit hätten wir dann auch diese Grundsatzdiskussion erfolgreich hinter uns gebracht. Weiter im Topic bitte.

  19. #19
    Mitglied Avatar von AbNovitas
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    Ist vielleicht etwas OT, aber die Frage interessiert mich jetzt, ist mir gerade so durch den Kopf gegangen:

    Kann man Drogenkonsum denn nicht auch in anderer Körperbehaarung nachweisen? Die Schambehaarung wächst ja auch imho langsamer, so dass man einen Konsum noch viel länger nachweisen kann...
    Haben die bei der MPU nichts dazu gesagt?

    Ach ja, stimmt eigentlich das "Gerücht", dass man beim MPU richtige Idiotentests machen muss, die nur ein Bruchteil der Teilnehmer bestehen?

    Ansonsten auch ein sehr informativer Beitrag, obwohl ich mit dem Thema auch nichts zu tun habe...

  20. #20
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    Avatar von Rocco Siffredi
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    So weit ich weiss muss dafür Kopfbehaarung verwendet werden, sicher bin ich mir aber nicht. Naja, die wären auf jeden Fall auch zu kurz gewesen.

    Was meinst Du mit richtigen Idiotentests?

    Das Einzige was ich bei der MPU machen musste habe ich ja oben aufgeschrieben. Das waren Übungen zur Konzentrationsfähigkeit und alles was so in diese Richtung geht. Nichts, was ich als Idiotentest bezeichnen würde. Was meinst Du denn konkret?

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