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Der Rebell
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Entfernung der Quelle

Mal ne Frage.

Das Seti-Projekt ist mir im Großen und Ganzen bekannt. Mich interessiert mal die Frage, ob es eine Aussage dazu gibt, wie weit eine Radioquelle im Universum oder auch nur in einer Galaxie mit unseren Antennen noch wahrzunehmen ist.

Der Rebell
Alt 01. 02. 2005, 16:55 Der Rebell is offline Mit Zitat antworten #1
nailman
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Theoretisch ist die Reichweite der Radiowellen unbegrenzt, da sie sich im Weltraum wie Licht ausbreiten. Es dauert halt nur sehr lange, bis sie hier ankommen. Man nimmt an, dass das Universum einen Durchmesser von 70 Mrd. Lichtjahren hat Es wurden bereits Objekte in 13,5 Mrd. LJ Entfernung geortet (http://www.spiegel.de/wissenschaft/w...288653,00.html)
Alt 01. 02. 2005, 17:17 nailman is offline Mit Zitat antworten #2
Der Rebell
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In punkto Astronomie kenne ich mich einigermaßen aus.

Entfernte Lichtobjekte kann man nur bei einer ausreichenden Intensität wahrnehmen. Das Gleiche gilt natürlich für alle elektromagnetischen Wellen und für Gamma-Strahlung zum Beispiel.

Sagen denn die Begründer von Seti nichts zu dieser Frage?

Der Rebell
Alt 01. 02. 2005, 17:37 Der Rebell is offline Mit Zitat antworten #3
nailman
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Für Radiowellen geht das viel besser als für Lichtwellen, da Licht nur von Sternen ausgesendet wird. Das Licht von entfernten Planeten (wo es auch nur lohnt nach Leben zu suchen) ist nicht wahrnehmbar, da es nur von den Sternen reflektiertes Licht und damit zu schwach ist und zudem vom Stern selbst überdeckt wird.
Radiowellen dagegen werden von jedem Objekt ausgesendet, sofern die Elemente in genügend grosser Menge vorhanden sind. Wenn der Planet also nur gross genug ist, dann werden uns seine Radiowellen erreichen. Und wenn wir dann in den Radiowellen ein Muster erkennen... *vomthemaabschweif* ;-)
Alt 01. 02. 2005, 18:03 nailman is offline Mit Zitat antworten #4
Der Rebell
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Wie ich sagte, ist mir das Prinzip von Seti bekannt.

Trotzdem gilt auch für Radiowellen, daß die Wahrnehmbarkeit durch die Sendeleistung und die Größe (Verstärkung) der Empfangsantenne begrenzt sind auch wenn sie sich im Prinzip bis in die Unendlichkeit ausbreiten.

Mehrere Sender addieren sich übrigens nicht zu einer höheren Sendeleistung auf. Aber selbst dann gibt es irgendwann eine technisch bedingte Grenze der Wahrnehmbarkeit.

Der Rebell
Alt 01. 02. 2005, 18:14 Der Rebell is offline Mit Zitat antworten #5
nailman
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Ich fürchte, ich habe dann deine Eingangsfrage gar nicht verstanden. Ich dachte du hast gefragt, wie weit eine Radioquelle im Universum noch warnehmbar ist und ich habe geantwortet, dass bereits Radiowellen von Objekten in 13,5 Mrd. LJ Entfernung aufgefangen wurden. Kannst du deine Frage vielleicht nochmal anders formulieren?
Alt 02. 02. 2005, 10:04 nailman is offline Mit Zitat antworten #6
Der Rebell
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Seti soll doch mögliche Radiowellen von Intelligenzen auffangen? Diese Radioquellen dürften etwa die Stärke unserer Radio/Fernsehsender haben. Und ich frage, ob diese Quellen nicht zu schwach sind, um sie in weiter Entfernung noch wahrzunehmen.

Natürlich hat man schon Radioquellen in Milliarden Lj Entfernung festgestellt. Aber diese Quellen sind enorm energiereich und mit einem normalen Radiosender nicht zu vergleichen.

Oder andersherum gesagt: Die Wellen eines irdischen Senders dürften wohl in größerer Entfernung nicht mehr warzunehmen sein, weil die Sendeleistung zu schwach ist und die Empfangsantennen auch nur eine begrenzte Größe haben.

Je weiter die Entfernung ist, um so stärker muß doch das Signal sein, damit man es wahrnehmen kann.

Der Rebell
Alt 02. 02. 2005, 10:20 Der Rebell is offline Mit Zitat antworten #7
HelloWorld
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Soweit ich weiß sucht man nach Signalen, die Außerirdische gezielt verschickt haben könnten, um mit anderen intelligenten Lebewesen zu kommunizieren. Aber eigentlich isses eh Latte, da es entweder keine Außerirdischen gibt oder diese so weit weg sind, daß man sie eh nie erreichen kann.
Alt 12. 02. 2005, 20:06 HelloWorld is online now Mit Zitat antworten #8
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Es geht dabei ja zunächst um die Grundsatzfrage "ob oder ob nicht". Eine Kontaktaufnahme würde sich schon bei einigen 100 Lj erledigen.

Auch ein direktes Signal wie bei einem Leuchtturm kann nicht in Mrd. Lj Entfernung wahrgenommen werden. Dazu ist die Sendeenergie eines Radiosenders einfach zu klein.

Ich habe diese Frage im Eröffnungspost gestellt, um zu erfahren, was die Seti-Gründer selbst zur Empfangbarkeit derartiger Signale sagen. Die Stärke des Senders und die Größe der Empfangsantenne begrenzen die Entfernung der überhaupt empfangbaren Signale.

Also ergibt sich die Frage, ob z.B. Signale aus dem Andromeda-Nebel überhaupt stark genug sein können, um hier registriert werden zu können.

Darum stelle ich an die Seti-Jünger nochmal die Frage: In welcher Entfernung kann ein starker irdischer Radiosender mit einem großen Radioteleskop noch wahrgenommen werden? Das müßten die Seti-Leute doch mal ausgerechnet haben.

Der Rebell
Alt 13. 02. 2005, 13:10 Der Rebell is offline Mit Zitat antworten #9
Der Rebell
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Hier hab ich endlich mal ein paar Angaben gefunden:

http://lexikon.astronomie.info/seti/seti.html

Zitat:
Mit dem Parkes-Radioteleskop in Australien, dem Green-Bank-Teleskop in USA und dem Arecibo-Teleskop wird die Umgebung von etwa 1'000 sonnenähnlichen Sternen in einem Umkreis von 200 Lichtjahren nach künstlichen Signalen abgesucht. Dabei werden für jeden Stern zwei Milliarden Frequenzen 'abgehöhrt'. Bis Mitte 1999 wurden etwa die Hälfte dieser Sterne beobachtet.

So macht das für mich auch mehr Sinn. Es geht also um einen Umkreis von 200 Lj oder 1000 sonnenähnliche Sterne. Naja also einen sehr begrenzten und sehr kleinen Ausschnitt des Universums.

Aber ich muß schon staunen, daß offensichtlich die Seti-Jünger so begeistert sind, daß sie diese Grenzen überhaupt nicht zur Kenntnis nehmen.

Der Rebell
Alt 13. 02. 2005, 13:35 Der Rebell is offline Mit Zitat antworten #10
HelloWorld
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Zitat:
Original geschrieben von Der Rebell
Aber ich muß schon staunen, daß offensichtlich die Seti-Jünger so begeistert sind, daß sie diese Grenzen überhaupt nicht zur Kenntnis nehmen.

Der Rebell
Ich tendiere eher zu der These, daß es den meisten ziemlich egal ist. So wie mir.
Alt 13. 02. 2005, 19:10 HelloWorld is online now Mit Zitat antworten #11
nailman
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Geht mir genauso. Da es soviel Material zum Auswerten gibt, ist es mir ziemlich egal, ob es aus einem begrenzten Gebiet von "nur" 1000 Sonnen kommt oder ob da 1 Mrd. Sonnen ausgewertet werden. Ich sehe es hauptsächlich als Spass an. Und meine Rechner dümpeln nicht nur dumpf vor sich her, sondern machen was - wie nützlich das auch immer sein mag. Und, last but not least, haben wir hier eine nette kleine Community, die sich gegenseitig berät und hilft. Ich habe während meiner SETI-Zeit auch technisch einiges dazugelernt, z.B. wie man Programme als Services unter Windows installiert, obwohl sie gar nicht dafür vorgesehen sind ;-)
Alt 14. 02. 2005, 09:24 nailman is offline Mit Zitat antworten #12
Der Rebell
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Ich staune nur über die Tatsache, daß es Leute gibt, die sich auf etwas einlassen, was sie garnicht genau kennen.

Sehr überraschend.

Seid Ihr denn garnicht neugierig?

Der Rebell
Alt 14. 02. 2005, 22:44 Der Rebell is offline Mit Zitat antworten #13
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