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Eccentric [IR:60%]
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Re: Buchvorstellung von SciFi Neuerscheinungen
Hey,
wie bereits angekündigt, habe ich mich auch mal wieder in der SciFi Ecke umgetan und habe folgende Bücher vor mir: - Alaistar Reynolds - Himmelssturz (Wirklich ein neues Universum ? Ich dachte es würde sich um eine Randgeschichte der bekannten Unendlichkeitssaga handeln...) - Vernor Vinges - Rainbows End Ja ich fange damit schon mal auf Englisch an, da mir die Kurzgeschichte die dem Roman vorrausgeht wirklich sehr sehr gut gefallen hat... - Diamant von Andreas Brandhorst. Ich werde mit Reynolds Werk beginnen denke ich Sehr schön übrigens das dieser Thread hier nochmal so viel aktivität erfährt
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Re: Buchvorstellung von SciFi Neuerscheinungen
Ja, dass gefällt mir auch, dass sich hier mal was tut.
Ein neuer Vinge - das hört man ja gerne. Leider ist der erst am 3.4 in Englisch erschienen, bis zur Übersetzung werden wohl noch einige Monate ins Land gehen. Ja, der Reynolds ist defintiv ein neuer Kontext, nicht mehr das Revelation-Universum. Ich habe das Buch bereits hier und habe etwas drin umgeblättert. Es spielt auf der Erde in ca. 50 Jahren (teilweise). Das vorletzte Buch von Reynolds - Ewigkeit, war ja auch schon ein Buch für sich alleine (aber nicht minder gut). Eben lese ich zufällig, das Iain M. Banks einen neunen Kultur-Roman angekündigt hat Matter, The Expeditionary, and The Integrity of Objects - so der Arbeitstitel. Das Buch ist für Februar 2008 in Englisch angekündigt. Wenns also gut läuft kann man dann Ende 2008 einen neuen Kultur-Roman lesen. Also schon noch eine Ecke hin........wie traurig.... |
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Re: Buchvorstellung von SciFi Neuerscheinungen
Peter F. Hamilton – Die dunkle Festung
(Band 4 – Commonwealth – Saga) Im ersten Band, dieser auf gut 3000 Seiten angelegten Space-Opera, stellt uns Peter F. Hamilton das Commonwealth, seine Errungenschaften und die Personen der Handlung, detailliert vor. Im zweiten Band wird dann der Gegner des Commonwealth, der Gegner jedes anderen vernunftbegabten Wesen, MorningLightMountain vorgestellt; seine uns unverständlichen Motiven und seine wahrlich fremdartige Gedankenwelt. Im dritten Band eskaliert der Krieg zusehen, das Commonwealth gerät an den Rand der totalen Niederlage – der Vernichtung der Menschen an sich. Ich denke, an dieser Stelle sei das Geheimnis gelüftet, das der Krieg siegreich für das Commonwealth endet und es für fast alle Beteiligen ein Happy End wartet. Es ist überflüssig, hier die Handlung explizit zu schildern. Niemand wird sich den vierten und finalen Band einer Buchreihe zulegen. Diejenigen die die ersten drei Bände gelesen haben, werden das auch mit dem Vierten machen; man will ja das Ende erfahren. Wie auch schon im Armageddon-Zyklus überzeugt mich das Ende nicht wirklich. Die vierte Band beginnt (naturgemäß) da wo der Dritte endete, die Geschichte wird eben gewohnt spannend und facettenreich weiter und zu Ende erzählt. Leider verzettelt sich Hamilton auf den letzen 200 Seiten etwas. Die Handlung fokussiert sich zu sehr auf die Guardians. Die alten Feinde und Gegner, des ehemals mysteriösen aber inzwischen allseits als real eingestuften Starflyer. Auf Faraway versucht eben der Starflyer zu seinem Raumschiff zugelangen um das Commonwealth zu verlassen; in der Hoffnung das sein ursprünglicher Plan, die Menschen und die Primes gegeneinander aufzuhetzen, doch noch aufgeht. Diese Flucht und die Jagd durch die Guardians, die Umsetzung des Plans der Guardians den Starflyer an der Flucht zu hindern, ist einfach zu langatmig erzählt. Auf über 200 Seiten fährt, läuft und fliegt man von A nach B. Um rechtzeitig an Punkt C zu sein. Der ermüdet irgendwann recht schnell, da die Handlung auf der Stelle tritt. Zuviel Action, zu wenig Substanz. Das tatsächliche Ende, kommt das recht unvermittelt und wird nicht allzu ausführlich erzählt. Jedes Element der Geschichte wird zu Ende erzählt, keine Frage bleibt unbeantwortet, aber das alles spielt sich auf wenigen dutzend Seiten ab. Wo Hamilton zuvor noch auslandend über die Jagd berichtet, wird jetzt am Ende, alles schnell und trocken zu Ende gebracht. Was mir auch etwas aufgestoßen ist, ist die Tatsache das es für alle ein Happy-End gibt. Das ist mir alles etwas zu glatt und gefällig. Zu sehr Texas Science-Fiction; zu wenige Bank’sche Bösartigkeiten…… Die Commonwealth-Saga ist das zweite Mamut-Werk von Hamilton, welches ich gelesen habe. Beide kranken am selben Problem – einem im Verhältnis zum Rest der Bücher schnelles und etwas unbefriedigendes Ende. Das täuscht aber nicht über die Tatsache hinweg, dass Peter F. Hamilton mit der Commonwealth-Saga, eine ungeheuer spannend, sachlich und facettenreich geschriebene Space-Opera abgeliefert hat, die mit viel Freude beim lesen bereitet hat. Über den etwas schleppende Beginn und das abrupte Ende, kann man dabei ruhig hinwegsehen. |
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Re: Buchvorstellung von SciFi Neuerscheinungen
Alastair Reynolds – Himmelssturz
Die Nachbarn verachten mich. Anstatt den Rasen zum dritten Mal die Woche zu mähen, Äste an Bäumen zu schneiden oder mich sonst irgendwie in die Gruppe der Garten-Nazis einzureihen, sitze ich lieber sinnlos in der Sonne und lese. So schaffe ich es auch, ein Buch mit 600-700 Seiten in einer Woche zu lesen. Wenn es mich fesselt und die Zeit vorhanden ist, kann ich durchaus mal 4-5 oder mehr Stunden am Stück lesen. Dann noch unter der Woche eine Stunde am Tag und ich habe ein Buch wie Himmelssturz in einer Woche gelesen. Das mal nur so nebenbei. Himmelssturz ist ein komplett eigenständiges Buch, ohne jeden Zusammenhang zu den Büchern aus den Revalvation-Universum oder anderen Büchern von Reynolds. Im Jahr 2057 haben wir Menschen, unser Sonnensystem zum Abbau von Rohstoffen entdeckt. Bergbau-Schiffe wie die Rockhopper gewinnen die Rohstoffe auf Asteroiden und anderen Sub-Planetaren Objekten. 150 köpfige Mannschaft aus Bergbaufachleuten, Ingenieuren und Technikern begeben sich auf mehrjährigen Reise um die Rohstoffe abzubauen und zur Erde zu schicken. Während einer dieser Mission beginnt der vermeidliche Saturn-Mond Janus ein Eigenleben zu entwickeln, in dem er einen, wie auch immer geschaffenen Antrieb, zu starten und sich aus dem Sonnensystem hinaus zu bewegen. Da das Bergbauschiff Rockhopper das einzige in akzeptabler Entfernung ist, wird sie und seine Mannschaft zu Janus geschickt um den Rätsel auf den Grund zu gehen; aber auch um als Botschafter der Menschheit, gegenüber den zweifelsohne außerirdischen Erschaffer des künstlichen Mondes aufzutreten. Reynolds hat in Himmelssturz sehr großen Wert auf die zwischenmenschlichen Aspekte gelegt, das komplizierte und im Laufe der Reise immer komplizierter und auch desaströs werdende emotionale Geflächt zwischen den Crew-Mitgliedern. Besonders der Verhältnis zum Interims-Kapitän Bella Lind (Der eigentliche Kapitän liegt mit einem in-operablen und tödlichen Gehirntumor auf der Krankenstation. Diese zunächst wenig beachtenswert erscheinende Handlungskomponente, gewinnt im Laufe des Buches immer mehr an Gewicht.) und der ersten Ingenieurin Svetlana hat weicht reichende Konsequenzen für den gesamten Verlauf der Reise – für die Menschheit insgesamt. Natürlich verläuft die Annäherung zu Janus und auch der erhoffte Rendezvous ganz anders als geplant und erwartet. Die Rockhopper muss auf Janus laden und wird mit ihm, in relativistischer Geschwindigkeit, aus dem Sonnensystem geschleudert. Das Ziel der Reise scheint eine gigantische Röhrenkonstruktion in mehreren Dutzend Lichtjahren Entfernung zu sein. Diese Röhrenkonstruktion sprengt jeden menschlichen Vorstellungsrahmen, da sie mehrere Lichtjahre groß ist und ihr Zweck nicht mal ansatzweise bekannt ist. Während auf der Rockhopper/Janus 12 Jahre vergehen, hat sich das Gespann durch die relativistische Geschwindigkeit über 200 Jahre aus unserem Zeitrahmen hinaus bewegt. Jede Hoffnung die Familien und Freunde auf der Erde wiederzusehen sind also dahin. Während der Reise richtet sich die Mannschaft auf Janus ein. Wesentliche Teile des Buches widmen sich so auch der Leben auf Janus. Dem Errichten einer funktionierenden und langfristigen lebensfähigen Gemeinschaft und den internen Streitereien und der Bildung von bis aufs Blut verfeindeten Fraktionen. Schließlich gelangt man zur bzw. in die gigantische Röhrenkonstruktion und trifft auch auf Außerirdische Bewohner, die jedoch nicht die Erbauer der Röhren sind, sondern vielmehr auch in Zeit und Raum Gestrandete…. Himmelssturz ist ein sehr fokussiertes Buch. Reynolds verzichtet fast komplett auf Hintergrund-Informationen, es gibt keinen epochalen Unterbau, keine detailliert ausgearbeitete Historie seines Universums. Einzig die Ereignisse auf der Rockhopper und auf Janus spielen eine Rolle. Die Gegebenheiten auf der Erde, die politischen und sozialen Verhältnisse werden nur am Rande gestreift und spielen eigentlich auch keine Rolle. Zwar schlägt Reynolds einen Bogen von 18.000 Jahren (eigentlich sind es deutlich mehr, aber darauf möchte ich der Spannung willens, hier nicht eingehen). Schon der seltsame Epilog legt nahe, dass die Geschichte größer ist, als man zunächst vermutet. Himmelssturz ist jedoch alles andere als eine Space-Opera; es ist eine klassische Erzählung. Gradlinig, ohne Schnörkel und Abweichungen erzählt. Ich habe mich während des Lesens oft an die Gateway Trilogie von Frederik Pohl erinnert. Ich will nicht sagen, dass Reynolds bei Pohl geklaut oder abgeschaut hätte – aber es geht in dieselbe Richtung. Himmelssturz ist kein literarisches Meisterwerk, keine tiefgründige Space-Opera mit einem eigenen komplexen Universum. Himmelsstrum ist eine sehr unterhaltsame und spannende SF-Erzählung, wie sie eigentlich seit 20 Jahren nicht mehr geschrieben werden. Daher kommt vielleicht auch der Effekt, dass man zeitweilig den Eindruck hat, Reynolds hätte Himmelssturz schon vor Jahren geschrieben und erst jetzt veröffentlicht. Himmelssturz hat einen gewissen angestaubten Charme, der aber nicht die Qualitäten des Buches überdeckt. Ich habe mich kurzweilig unterhalten und kann trotz des Umfangs des Buches, Himmelssturz gerne als angenehme Nebenbei-Lektüre empfehlen. |
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#79
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Eccentric [IR:60%]
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Re: Buchvorstellung von SciFi Neuerscheinungen
Auch ich habe Reynolds Himmelssturz vor kurzem beendet und möchte noch ein, zwei Sätze zu x12x13 Rezension hinzufügen.
Wie bereits von x12x13 im obrigen Post erwähnt, konzentriert sich Alaister Reynolds in seinem neuen Band, stark auf die Beziehungen der unterschiedlichen Crew Mitglieder. Ein viel schichtiger Aufbau wie wir sie aus den Schmelzseuchen Bänden kennen, fehlt völlig. Lange beschreibende Passagen, wie die gefühlten 200 Seiten, die zur beschreibung eines futuristischen Gesellschaftsmodell bei der Revalvation-Saga nötig waren, gibt es ja wie gesagt nicht, was macht das Buch dann trotzdem interessant ? (Ich habs übrigens auch in einer Woche gelesen )Zu einem großen Teil sicherlich das Beziehungsdrama zwischen Bella (stellvertrender Kommadant der Rockhopper) und Svetlana der ersten Ingeneurin. Ich habe dabei wechselnd Sympathie für beide Hauptpersonen empfunden. Überhaupt beschreibt Reynolds die Charactere deutlich detailierter als in seinen Vorgänger Büchern. Zum anderen macht Himmelssturz durch eine schöne Beschreibung der Paradoxen die bei der Reise mit nahezu Lichtgeschwindigkeit auftreten auf sich aufmerksam. Auch wenn dieses Thema schon von vielen weiteren SF Büchern aufgegriffen wurde ! Trotzder vielen Stärken erreicht Himmelssturz nicht ganz das Nivau des Revalation-Universums, was zum einen an der gerade am Anfang und Mitte des Buches sehr schlichten Story liegt. Der Schluss des Buches weist dagegen wieder einige sehr schöne und interessante Elemente auf. Reynolds geht dort u.a. auf das Thema ein wie gefährlich Technologie sein kann, wenn die gesellschaftliche Entwicklung nicht in gleichem maße vollzogen wird. Typisch für Reynolds ist mMn übrigens das offene Ende, hier bleibt wieder mal viel Platz für mögliche Nachfolgebände..... Zum Schluss noch eine Frage, Chromis spricht davon das Bella eine Nachricht an die Erde gesandt habe, durch die ein unglaublicher technologie Sprung möglich wurde. Innerhalb von Himmelssturz wird jedoch nicht erwähnt das Bella diese Nachricht absendet oder habe ich das überlesen ? Geändert von thrilled (22. 04. 2007 um 11:43 Uhr). |
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BlueByte Force
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für lesser der Commonwealth-Saga von Peter F. Hamilton:
Als ich der Commonwealth-Saga anfing zu lesen, Oktober oder November 2006, war noch der dritte Band, “Der entfesselte Judas“ auf Deutsch noch nicht verfügbar. Also ich habe mir das auf Englisch bestellt "Judas Unchained" Danach würde "Die dunkle Festung" (Band 4 – Commonwealth – Saga) angekündigt, den selbstverständlich in April dieses Jahr mir auch gekauft habe. Ich wurde aber sehr enttäuscht von diese vierte Band Erscheinung, weil den Inhalt kam mir sehr bekannt vor und zwar aus dem "Judas Unchained". Das heißt das "Judas Unchained" beinhaltet das dritte und vierte Band. Deutsche versionen: Der Stern der Pandora Die Boten des Unheils Der entfesselte Judas Die dunkle Festung Judas Unchained auf Englisch beinhaltet also das dritte und vierte deutsche band Der entfesselte Judas Die dunkle Festung In 2007 wird der "The Void Trilogy" angekündigt: Zitat:
Interesant ist auch das Hamilton auf seiner Seite eine "Timeline" Auflistung führt, wobei wir uns hier halten: "2403... Paula Myo wins final appeal in Senate Supreme Court to have Gene Yaohui serve a 1100 year suspension sentence" dallas77 Geändert von dallas77 (28. 05. 2007 um 05:27 Uhr). |
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Re: Buchvorstellung von SciFi Neuerscheinungen
Nein, thrilled, dass hast du nicht überlesen - es fiel mir auch auf.
Das ganze Thema ist eh etwas seltsam. Irgendwann bricht ja die Kommunikation zur Erde ab. Durch die Unkenntnis der Tatsache, dass man sich bereits im Kielwasser von Janus befand, wurde die Position der Erde und somit die Justierung der Antenne falsch eingeschätzt. Das wusste man ja aber irgendwann; die Zeit-Diflation sollte zu diesem Zeitpunkt ja noch nicht allzu groß gewesen sein. Trotzdem wird offenbar kein Kontakt mehr mit der Erde aufgenommen. Das Thema wird totgeschwiegen. Später taucht ja nochmal dieser Firmenboss (irgendein Name mit "P"), in Gestalt eines Ersatz Schwarzen-Manns für die auf Janus geborenen Kinder auf. Ansonsten spielt die Erde gar keine Rolle mehr. Ich empfand das als etwas unfertig. Das liegt an den fragwürdigen Veröffentlichungsgebaren von Henye, dallas77. Leider werden Mehrbänder, an den falschen Stellen auseinandner gerissen. Das fatale daran ist, dass man i.R. den Vorgängerband dann nochmal lesen kann. Ich sehen mich außerstande über 6,9 oder mehr Monate hinweg die Handlung und deren Personen detailliert im Gedächtnis zu bewahren. Denn der neue Band ist ja quasi nur ein weiteres Kapitel, so zumindest hatte es Hamilton geschrieben. Das war beim Armagedon-Zyklus auch schon so. |
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Re: Buchvorstellung von SciFi Neuerscheinungen
Habe mal auf Peter F. Hamiltons Webseite etwas rumgelesen.
(Danke für den Link dallas77) Zitat:
Hamilton scheint ja noch einiges vor zu haben mit dem Commonwelth-Universum. Kann uns ja nur recht sein....... Ich dachte die ganze Zeit er wäre Australier, was ja offenbar nicht richtig ist - er ist ja Brite. Seltsam wie kam ich da nur drauf? |
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Eccentric [IR:60%]
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Re: Buchvorstellung von SciFi Neuerscheinungen
Vernor Vinge - Rainbows End
Der neue Roman von Vernor Vinge, um es gleich mal vor weg zu nehmen ist keine Space Opera oder Science Fiction im klassischen Sinne. Vinge entfernt sich weit von "A Fire Open the Deep" und "Deepness in the Sky", denn bei "Rainbows End" und das will ich hier schon mal vorweg nehmen, ist die Story leider lange nicht so gut gelungen wie bei den beiden oben genannten Vorgängern. Trotzdem gibt es Aspekte die "Rainbows End" durch aus lesenswert machen, aber dazu später mehr. Der Roman spielt im Jahre 2025, und beschreibt das Leben von Robert Gu, einem ehemaligen Lyrik Professor der einst an Alzeheimer erkrankt nun durch neue medizinische Techniken wieder seine gesammten geistigen Fähigkeiten erlangt hat. Doch seinen größten geistigen Schatz, überragende Gedichte zu schreiben scheint er jedoch für immer verloren zu haben..... Seines größten Talent beraupt findet Gu sich in einer Welt wieder die in den wenigen Jahren seines geistigen dahin dämmerns radikal verändert hat. Computer sind in Kleidung und speziellen Kontaktlinsen integriert, das Internet ist quasi überall verfügbar und hat das Leben der Welt dramatisch verändert. Die Fortschritte in Wissenschaft und Wirtschaft sind rasend schnell, womöglich zu schnell für viele, gerade auch für alte Menschen. In dieser Welt, sehnt sich Gu obwohl sein Körper radikal erneuert wurde so sehr zurück nach seinem alten Talent das er sich auf ein gefährliches Spiel mit einem mysteriösen Fremden, Mr. Rabbit, einlässt. Dieser verspricht ihm die Erfüllung seines größten Wunsches und so gerät Gu in ein Netz aus Manipulation und Intrigen....aus dem er sich schon bald nicht mehr aus eigener Kraft befreien kann. Wie schon zu beginn des Posts angedeutet kann die Story von "Rainbows End" leider nur bedingt überzeugen. Liegt diese doch nahe an, ja ich will fast sagen klassischen, Angentengeschichten. Die Story ist zwar nur bedingt gelungen, dafür ist der Blick von Vinge in die nahe Zukunft um so interessanter. Vinges Idee des ich nenne es mal erweiterten Internets, ist sogar tatsächlich nahe an der Realität es gibt bereits einige Versuche einer Visualisierung des Nets die in eine ähnliche Richtung gehen allerdings "noch" mit einer Art monitor der in eine Spezielbrille eingebaut ist vor, anstatt der bei Vinge erwähnten Kontaktlinsen. Ich kann und will die von Vinge skizzierten technologischen und gesellschaftlichen Veränderungen hier nicht weiter im Detail beschreiben, die technologischen und sozialen Skizzen die Vinge hier anfertigt lohnen sich, auch auf Grund des Fachwissens des Autors als ehemaliger Informatik Professor, jedoch definitiv. Ich würde mich, wie bei jedem Buch hier, über weitere Meinungen freuen. Cheers thrilled |
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#84
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Mitglied
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Re: Buchvorstellung von SciFi Neuerscheinungen
Hat jmd ne buchvorstellung die so in 9klasse sprache ist
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#85
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BlueByte Force
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Re: Buchvorstellung von SciFi Neuerscheinungen
Zitat:
na,na...sieht ihr ? habe ich doch gesagt hierdann wundert man sich das x12x13 solo sänger bleibt. lass der man übben, sage ich... dallas77 |
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TAfka x²156
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Re: Buchvorstellung von SciFi Neuerscheinungen
Andreas Brandhorst – Feuerstürme
Wie ja schon am Umschlag des ersten Bandes, „Feuervögel“ zu sehen ist, hier nun der zweite Teil der Trilogie. Wenn man es genau nimmt, sind es sogar 6 Bände, denn in diesem zweiten (fünften) Band wird klar, dass dieser „Graken-Zyklus“ wesentlich näher am „Kantaki-Universum“ ist, als im Vorgänger „Feuervögel“ zunächst zu vermuten war. Ich möchte hier jetzt keine ausführliche Rezension schreiben. Niemand wird sich dieses Buch kaufen ohne „Feuervögel“ gelesen zu haben. Wem „Feuervögel“ gefiel wird auf jeden Fall diesen Band auch kaufen. Der Tal-Telassi Orden hat die Macht über seinen Basisplaneten Millennia verloren. Das Militär und die Allianz der freien Welten (AFW) hat die Kontrolle über den Planeten und den Orden. Die AFW ist mittlerweile fast zu einer Monarchie verkommen. Der Hegemon Maximillan Tubond führt die Geschicke der AFW nach Gutdünken und wenig durchschaubaren Zielen. Eines seiner Geheimprojekte ist das s.g „Brainstormer-Projekt“, bei dem Tal-Telassis oder anderweitig „psychotrop“ begabte Menschen mit Hilfe von Drogen und Gehirnwäschen zu mentalen Waffen gegen die Gefahr der mentalen Parasiten, den Graken, umgeformt werden soll. Der Krieg gegen die Graken war in den letzten 20 Jahren zum Stillstand gekommen, aber nur um dann umso heftiger wieder los zu brechen; denn die Graken benötigen keine Sonnen mit bestimmten Parametern mehr, um ihre interdimensionale Tunnel (die Feuervögel) zu öffnen – sie und ihre Vitäen Rassen können nun über jeden Planeten erscheinen und ihre Vernichtungszug starten. Auf Millennia kommt zu dem zwangsläufigen Aufstand der Tal-Telassi, angeführt und initiiert durch Dominiks und Loana Tochter, Dominique. Der aber eine ganz andere Rolle in diesem wirklich verwickelten Spiel zugedacht ist. Brandhorst bewegt sich wie gehabt haarscharf an der Grenze zum unerträglichen Esoterik und Mystik-Geschwalle. Mentale Welten und deren umfangreiche und blumige Beschreibungen stellen immer noch einen großen Teils des Buches dar. Ich muss zugeben manchmal war es mir wirklich etwas zu viel und ich habe dann einige Seiten überflogen. Auf der anderen Seite muss man Brandhorst aber ein Kompliment machen, dass er es schafft Hard-SF eine starke vergeistigte, religiös-mystische-philosophische Komponente zu geben. Mir ist kein zweiter Autor bekannt dem das gelingt – so gut gelingt das man es mit Genuss zu Ende lesen möchte. Das Buch erweitert wie zu erwarten den Kontext gewaltig. Die Welt der Graken und ihren drei Vitäen Rassen, die ein mentales Kollektiv bilden wird deutlicher vorgehoben. Auch kommen neue Gegner auf die Bühne, den selbst die Graken nichts entgegenzusetzen haben. Eine ursprünglich künstliche Rasse die biologisches Leben assimiliert und sich deren Erinnerungen und Erfahrungen bedient. Aber auch alte Bekannte wie „Olkin“ (der Gnom aus dem Kantaki-Zyklus „wir spielen ein Spiel“) und auch die Kantaki selbst tauchen wieder auf. Wie gesagt der Kreis schließt sich langsam etwas – also der große Kreis mit allen 6 Büchern. Insgesamt ist die Geschichte aber recht verwickelt und komplex. Ich habe „Feuerstürme“ vor ca. 14 Tagen zu Ende gelesen. Ohne die wirklich sehr ausführlichen Anhänge, wäre ich kaum in der Lage diese Rezension jetzt zu schreiben…… Insgesamt ein würdiger Nachfolger für“ Feuervögel“, der die Geschichte um die Graken, den Tal-Telassi und die AFW stringent weitererzählt. Der abschließende Band „Feuerträume“ ist für den Herbst angekündigt. Brandhost ist derzeit zweifelsohne der beste Deutsche SF Autor, wer ihn nicht kennt sollte mit „Diamant“ anfangen (eine Kritik von x12x13, irgendwo weiter oben im Thread), auch wenn er ob seiner Mystik-Affinität nicht ganz leicht zu konsumieren ist. |
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TAfka x²156
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Re: Buchvorstellung von SciFi Neuerscheinungen
Eine Sache noch.
Habe mir die Tage mal bei Amazon die Ankündigungen bis Oktober dieses Jahr angesehen - und da ist nichts dabei. Ich konnte nicht ein Buch ausmachen welches mich interessierte, von Vorfreude ganz zu schweigen. Das habe ich auch gestern im Buchladen bemerkt. Nur Schrott - habe dann einen Verlegensheiskauf gemacht (Robert Charles Wilson - Die Chronoliten), mal sehen was das hergibt. Auf alle Fälle steht uns ein Durststrecke ins Haus. |
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#88
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Re: Buchvorstellung von SciFi Neuerscheinungen
Hal Duncans Vellum the book of all hours erscheint bald auf Deutsch. Auf jeden Fall einen Blick wert ;-)
Ansonsten: Danke für die netten Rezensionen in diesem Faden. Hat Spaß gemacht diese zu lesen , auch wenn ich insgesamte doch wohl etwas kritischer bin ![]() Und falls es dir um Leser für deine Rezis geht schreibe doch einmal in einem Newsletter oder bei einem Portal mit. Das habe ich vor Jahren, als ich noch mehr Zeit hatte (oder nicht ganz so faul war wie heute) , längere Zeit recht erfolgreich gemacht. Schreibe doch einfach mal die Macher von http://www.corona-magazine.de/ an. Oder dieses Portal: http://www.buchwurm.info |
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TAfka x²156
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Re: Buchvorstellung von SciFi Neuerscheinungen
Robert Charles Wilson – Die Chronolithen
Ich muss zugeben, dieses Buch aus Verlegenheit gekauft zu haben. Alles andere las sich noch dürftiger, aber mir leeren Händen wollte ich auch nicht nach Hause. Als ich dann das erstmal in dem Buch rumblätterte und einige Passagen gelesen hatte, dachte ich „Ohje, ob du das überhaupt lesen willst“. Schließlich habe ich es doch getan, aber es bleibt ein sehr zwiespältiger Eindruck zurück. Meine erste Irritation beim rumblättern kam, durch die seltsame Sprache. Wilson hat das Buch wie eine Autobiographie geschrieben. Obwohl es das auch nicht richtig trifft. Es liest sich wie eine Mischung aus Zeitungsartikel und Abenteuergeschichte. Er spricht den Leser mehrmals direkt an, und lässt auch Nebengedanken zum Aufbau des Buches einfließen. Das Buch wirkt dadurch aber recht dynamisch, aber auch irgendwie läppisch und flach (ich habe es in drei Tagen durchgelesen). Es liest sich durchaus frisch und schneidig, aber eben auch auf nicht allzu hohem literarischem Niveau. Um das Jahr 2020 lebt ein Amerikanischer Programmierer und Aussteiger mit seiner Frau und seiner Tochter in Thailand, mehr recht als schlecht in den Tag hinein, als er Zeuge eines außergewöhnlichen Ereignisses wird. Aus dem Nichts manifestiert sich plötzlich ein mehrere hundert Meter hoher dunkelblauer Obelisk. Diese Manifestation geht mit einem extremen und sehr schnellen Temperaturabfall einher, der die gesamte Gegend zerstört. Eine Inschrift auf dem Obelisk weißt auf eine siegreiche Schalt eines gewissen „Kuin“, in 25 Jahren hin. Der Obelisk wurde also aus unserer Zukunft zurückgeschickt. Das Material und der Aufbau des Obelisken entziehen sich jeder Analyse oder Deutung. In den folgenden Jahren tauchen immer mehr Obelisken, vornehmlich in Südost Asien auf, die gesamte Landstriche und Wirtschaftsräume ausradieren. Die Weltwirtschaft kollabiert Zusehens und die Gesetze in den meisten Ländern werden totalitärer. Scott Warden, eben jener Programmierer und Augenzeuge der ersten Stunde, verliert darüber seine Familie und das Vertrauen in die Zukunft. Eine Dozentin aus seinen Studiumstagen tut sich in den folgenden Jahren als die Expertin für die mittlerweile Chronolithen genannten Obelisken hervor. Weil Scott bei der ersten Manifestation vor Ort war. Seine Tochter sich einer (mittlerweile wie Pilze aus dem Boden sprießenden) Kuin Sekte anschließt, ist die Chronolithen Expertin Sue der Meinung, dass Scott unbedingt in ihr Team muss, da der Zeitpfeil auf ihn zeigt. Die Zutaten dieses Buches sind also recht einfach gehalten und so stellt es sich inhaltlich und sprachlich auch da. Zwar versucht Wilson einige physikalische Erklärungen zu liefern. Die bleiben aber sehr an der Oberfläche und stiften mehr Verwirrung, als denn sie aufklären oder erhellen. So pendelt das Buch zwischen Soft-SF, Abenteuer und Familienroman hin und her. Wäre es nicht so einfach geschrieben, hätte ich es wohl kaum zu Ende gelesen. So ist es dann doch einigermaßen unterhaltsam (es hat ja auch nur 430 recht groß gedruckte Seiten). Das Ende ist allerdings sehr unbefriedigend. Zwar versucht sich Wilson in einigen merkwürden Zeitreise/Kausal Erklärungen, die bleiben aber an der Oberfläche und bieten wenig Aufklärung. Wer oder was Kuin ist, warum und von wem die Chronolithen geschickt wurden, wird eigentlich gar nicht offenbart. Ich mag „Zeitparadoxen“ Geschichten eigentlich gar nicht. Nachdem Ende von Chronolithen wusste ich auch wieder warum. Die Auflösungen solcher Plots sind immer sehr unbefriedigend und bleiben hinter den Erwartungen zurück. Der Sommer fängt ja an. Das ist ein Buch, welches man wunderbar in einer Woche am Strand lesen kann. Man muss sich nicht allzu sehr in die Geschichte vertiefen. Es liest sich nett nebenbei und man unterhält sich dann auch dabei, aber ein Highlight ist Chronolithen sicherlich nicht. Gestern habe ich mal was ganz Neues gemacht und mit ein Buch eines Französischen SF-Autors gekauft – Pierre Bordage „Die Krieger der Stille“. Auch da bin ich wieder recht skeptisch. Aber ich lasse mich gerne eines Bessern belehren…….. |
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TAfka x²156
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Re: Buchvorstellung von SciFi Neuerscheinungen
Pierre Bordage – Krieger der Stille
Ein merkwürdiges Buch. Ein Buch das zwischen Ludwig XVI., Science Fiction, Fantasy und einem religiösen Erweckungsroman hin und her pendelt. Im Nachhinein kann ich nicht mal richtig sagen, warum mir das Buch überhaupt gefallen hat und warum ich es in recht kurzer Zeit gelesen habe. Krieger der Stille ist der erste Roman einen Französischen SF-Autors, den ich überhaupt gelesen habe. Ich will versuchen, die wahrlich verwickelte Handlung einigermaßen wiederzugeben. Das Buch spielt einige Jahrtausende in der Zukunft. Die Menschheit hat den gesamten Spiralarm der Milchstraße kolonisiert. Die Erde ist nur noch eine wage Erinnerung und wird „Terra Marta“ genannt. Ein loser Planten-Verbund genannt die „Naflin“ bildet das politische System, welches aber tendenziell Autokratisch geprägt ist. Auf dem Planten „Seracrus“, dessen Bewohner sich dem Schöngeistigen verschrieben haben, bekommt die geheimnisvolle Sekte der „Scaythen“ immer mehr Einfluss. Die Sekte und deren Mitglieder, die von einem sagenumwobenen Planeten stammen, sind mentale Manipulatoren. Die sind in der Lage auch die geheimsten Gedanken der Menschen auszuspionieren. Besonders fähige „Scaythen „ sind sogar mentale Terminatoren – sie können mit der Kraft ihrer Gedanken töten. Die wichtigsten Würdenträger werden daher immer von mehreren Gedankenschützer begleitet, die eben das Auspionieren verhindern sollen. Die Sekte folgt einer vermeidlich radikal-fundamentalistisch christlichen Ideologie. So kommt es auch, dass die „Kirche des Kreuzes“ immer mehr Einfluss und Macht gewinnt. Die Kirche pflegt ein zu tiefst mittelalterliches und extrem konservatives Weltbild. Beischlaf ohne Heirat ist unter Todesstraße verboten, selbst Nacktheit wird nur geduldet wenn man badet. Jede Art von Häresie wird unerbittlich mit einem grausamen, langsamen, möglichst öffentlich zur Schau gestellten Tot bestraft. Die Menschheit steuert zusehens in Verhaltensmuster zurück, die lange als vergessen galten. Ein theokratisches Terrorregime ist kurz davor die Macht an sich zu reißen. Natürlich verfolgen die „Scaythen“ eigene Pläne, die weit über das hinausgehen was die Kirche von ihnen erwartet und erhofft. Alle opotionellen oder freigeistigen Kräfte wurden eliminiert oder an den Rand gedrängt, sodass sie keinen Einfluss mehr haben. Jedoch existieren noch drei Großmeister einer uralten Geheimwissenschaft von der Erde (von denen einer noch nicht mal weiß, dass er ein Großmeister ist – überhaupt über besondere Fähigkeiten verfügt), die in der Lage sind diesen Prozess auszuhalten und der Kirche des Kreuzes und den Scaythen Einhalt zu gebieten. Die Science-Fiction Elemente dieses Buches geben eigentlich nur den groben Rahmen vor, man kann nicht behaupten SF oder eine Space-Opera zu lesen. Das Buch ist streckenweise unglaublich schwülstig geschrieben. Das mag einerseits von den Französischen Titeln und Bezeichnungen kommen, aber auch von der merkwürdigen Sprache. Manche Kapitel lesen sich wirklich als seinen sie 1745 geschrieben. Höfische Zeremonien und Gepflogenheiten wie sie zur Zeit des Sonnenkönigs wohl Usus waren, nehmen einen großen Teil des Buches ein. Es gibt Ritterorden (die zwar auch mental mit s.g. Todesgesängen kämpfen), die sich in Struktur und Gehabe nicht von den uns bekannten mittelalterlichen Ritterorden unterscheiden. Die Kirche des Kreuzes ist eine böse und zynische Karikatur auf die katholische Kirche. Alle uns bekannten Elemente werden ins Bizarre übersteigert. Alle Priester sind tendenziell Böse, der oberste „Muffin“ (der Papst) ein pathologischer Päderast der nur auf seinen eigenen Vorteil bedacht ist. Pierre Bordage hat alle Vorurteile gegenüber der Katholischen Kirche und deren zweifelhaftes Wirken durch die Jahrhunderte aufgegriffen und eine wahrlich abschreckende und durch und durch böse Religion „erschaffen“. Dazu kommen einige wirklich putzige und naiv wirkende Elemente. Personen wie man sie aus Märchen der eigenen Kindheit kennt. Oft leidet aber die Logik oder Plausibilität darunter. Wenn z.B. der Held des Buches auf einer sagenhaften, bisher nur aus Legenden bekannten Insel strandet, auf der ebenso geheimnisvolle walartige Tiere leben (die ihm natürlich helfen). Das ganze angesiedelt auf einem Planeten, deren Bewohner an Feen und Elfen glauben. In einem Universum in dem man mittels spezieller Transport Systeme Lichtjahre in Sekunden zurücklegt (im gesamten Buch taucht keine Raumschiff auf). Eine Gesellschaft die hochentwickelt sein muss, da sie sich auf hunderte von Lichtjahren ausgebreitet hat, wirken solche Elemente einfach lächerlich und infantil. Man ist in der Lage 20 Lichtjahre in 2min zu überbrücken, man verfügt über zahlreiche technische Errungenschaften, aber man ist nicht in der Lage auf einem Planeten der seit Jahrtausenden besiedelt ist, eine Insel zu entdecken. Das ist einfach wenig glaubhaft. Leider ziehen sich diese Elemente wie ein roter Faden durch das Buch. Immer wieder kommen Szenen die einen stark irritieren und an längst vergessene Kinderbücher erinnern. Dazu die teilweise klebrige Sprache und Verhaltensweisen wie aus dem Mittelalter. Alle Orte und Volksgruppen klingen so ähnlich wie uns vertraute Orte. Aber eben nur so ähnlich. Auch das verwundet den Leser zunächst. Wenn man allerdings unsere Geschichte betrachtet und wie sich Ortsnamen im Laufe der Zeit ändern, ist das nur konsequent, dass sie eben nur so ähnlich klingen, auch wenn sie Lichtjahre vom Ursprungsort entfernt sind und es diesen eh nicht mehr gibt. Bordage entwirft einen durchaus komplexen und vielschichtigen Kontext. Leider macht er sich nicht die Mühe das Gesamtbild etwas detaillierter darzustellen. Die Hintergründe, die Entwicklung bis zu dem Punkt an dem die Geschichte des Buches anfängt, bleiben zum Gutteil nebulös und man kann sich nur mühsam einige Brocken zusammenreimen. Bordage verschenkt an dieser Stelle einiges an Potential, auch wenn man den Eindruck hat, dass man es nicht unbedingt wissen will. Man hat einige Versatzelemente schon in anderen Büchern gelesen. Ich befürchte auch, es mangelt Bordage an "science-fictionalen" Gespühr und Geschick um ein wirklich komplettes Universum zu entwerfen. Er ist dann zusehr der klassich französichen Literatur verpflichtet. Ich hab das Buch in einer Woche gelesen. Es hat mir eigentlich gut gefallen, das Bordage es versteht Spannung zu etablieren. Allemal weiß ich immer noch nicht was ich davon halten soll. Ich werde es wohl irgendwann nochmal lesen und mir dann vielleicht ein abschließendes Urteil bilden können. Das Ende ist leider sehr unfertig und lässt sehr viele offene Fragen zurück. Das Französische Original ist bereits 1992 erschienen (Deutsche Erstausgabe: Juni 2007). Ich vermute das Bordage eine Fortsetzung geschrieben hat. Da ich leider der französischen Sprache so gut wie gar nicht mächtig bin, konnte ich leider nicht rausfinden ob das zutrifft. Ich muss zugeben, dass ich trotz alle Mängel und Irritationen beim Lesen, eine Fortsetzung auf jeden Fall lesen würde. Ich kann das Buch jeden empfehlen, der mal die angestammten SF Gefilde verlassen will und etwas wirklich anders lesen und vielleicht auch etwas sentimental in Kindheitserinnerungen schwelgen will. Da ich alles andere als Frankophil bin, werden Leser die der französischen Sprache und Lebensart etwas mehr zugeneigt sind als ich, bestimmt noch mehr abgewinnen können. Ich war verwundert und irritiert (beim ersten Kapitel hätte ich schon fast aufgeben, das ist wirklich extrem merkwürdig) – dennoch habe ich mich (wie auch immer) gut unterhalten. Auf alle Fäll ein sehr französiches Buch. Geändert von zakalwe (27. 06. 2007 um 13:49 Uhr). |
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wohlwollend investigativ
Registrierungsdatum: Oct 2005
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Beiträge: 72
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Re: Buchvorstellung von SciFi Neuerscheinungen
Servus, ich bin erst jetzt auf diesen Thread aufmerksam geworden. Ich finde "eure" Rezension alle sehr informativ und kompakt.
War heute gleich in Der Buchhandlung und habe mir direkt ein paar Bücher bestellt. Unter anderem: "Das Unsterblichkeitsprogramm", "Gefallende Engel", "Der Armageddon Zyklus" dort gibt es mittlerweile den 7.Band "Zweite Chance auf Eden" und nachdem von Larry Niven "Der Splitter im Auge Gottes" vergriffen war und nicht bestellbar ist, habe ich mir erstmal "Ringwelt" bestellt. Ich habe kürzlich eine Dekalogie "Mission Erde" von L. Ron Hubbard mit 10. Bänden durch. Vll. werd ich auch mal eine Rezension dazu schreiben. Gruss |
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#92
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Mitglied
Registrierungsdatum: Aug 2007
Beiträge: 3
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Re: Buchvorstellung von SciFi Neuerscheinungen
Ich habe auch erst heute als relativ neuer G:B User dieses Thema entdeckt und möchte schon an dieser Stelle x12x13/zakalwe für seine vielen und sehr guten Rezensionen danken, ich habe mir direkt die Bücher von Richard Morgan bestellt und werde mit ihnen sicher gut durch die Wintermonate kommen.
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BlueByte Force
Registrierungsdatum: Jun 2003
Beiträge: 382
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The Dreaming Void
Peter F.Hamilton Mankind is staring into the void At the center of the Intersolar Commonwealth universe is a massive black hole. Inside there is a strange universe where the laws of physics are very different from those we know. It is slowly consuming the other stars of the galactic core - one day it will have devoured the entire galaxy. It's AD 4000, and a human has started to dream of the wonderful existence of the Void. He has a following of millions of believers, who now wish to pilgrimage to the Void to live the life they have been shown. Other starfaring species fear their migration will cause the Void to expand again. They are prepared to stop the pilgrimage fleet, no matter what the cost. Zur Zeit nur auf englisch bei Amazon erhältlich. ebook gepostet ;-) dallas77 |
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#94
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Mitglied
Registrierungsdatum: Jan 2008
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Beiträge: 5
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Re: Buchvorstellung von SciFi Neuerscheinungen
Hallo,
schon länger kein thread mehr hier, aber find ich ja genial, das es noch andere Verrückte gibt, die sich von diesen Büchern begeistern lassen. Die Autoren Peter F. Hamilton und Alastair Reynolds liegen auch schon mal voll auf meiner Wellenlänge. Vernon Vinge und Ian Banks werde ich mehr jetzt mal anschauen. Aber um euch auch mal einen neuen Anstoss zu geben und den Horizont zu erweitern: Meine Einstiegsdroge war Dan Simmons mit Empyrion und Hyperion. Einfach nur genial. Mit Dan Simmons möchte man das Ende des Buches nicht erreichen, sondern einfach nur mit den Darstellern immer weiter durchs Universum reisen. Aber die Bescshreibungen überlasse ich lieber x12x13 Danach wenn man sich ein wenig gewöhnt hat sidn auch Olympos und nachfolgende interessant (hier zieht sich der Anfang etwas). Dan Simmons schafft es ebenfalls verschiedene Handelsstränge über mehrere 1000 Seiten mit interessanten und symphatischen Protagonisten zu schaffen. Bücher ausserhalb seiner ScienceFiction Exkursionen kann man sich leider sparen... Jetzt muss ich erstmal die Olympos Bücher suchen gehen. Hoffe ich hab die nicht bei meinem Ex-Freund gelassen... Hab zwar ebenfalls noch die Commonwealth Saga von ihm, aber Trotzdem
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#95
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Mitglied
Registrierungsdatum: Nov 2006
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Re: Buchvorstellung von SciFi Neuerscheinungen
Replay - Das zweite Spiel
-Ken Grimwood- Das Buch beginnt mit dem Tod des Hauptcharakters Jeff Winston. Doch bereits kurz nach seinem Tod, einer simplen Herzattacke, erwacht er in seiner alten Studentenwohnung. Was er Anfangs noch nicht so recht glauben kann, stellt sich als Realität heraus, es gab einen Zeitsprung. Aber er besitzt noch all sein Wissen über die Zukunft, sein gesamtes vorheriges Leben. Was tun? Natürlich, es besser machen als beim letzten Mal. Aber was bedeutet besser? Im Laufe der Geschichte erlebt Jeff sein Leben und seinen Tod mehr als einmal. Wobei Höhen und Tiefen sich beständig abwechseln. Mal ist er Supermilliardär, mal der perfekte Ehemann, ein anderes Mal ergibt er sich der Hoffnungslosigkeit. Doch was tust du wenn alles sich ständig wiederholt und außer dir niemand da ist mit dem du diese Erfahrung teilen kannst? So scheint es zumindest. Bis er die Anderen findet. meine Meinung: Ich denke es geht in diesem Buch um die Frage, was bedeutet es zu 'Leben'? Welche Bedeutung haben die Dinge denen wir die Macht zugestehen unser Leben zu bestimmen? Welche Ziele im Leben sind sinvolle Ziele? Fragen, die sich jeder Mensch irgendwann stellt, oder stellen sollte. Allerdings gibt es darauf keine einfachen Antworten, denn jeder muss für sich selbst den Sinn des Lebens entdecken. Nichts ist von Dauer außer dem Wandel. |
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Inside the Matrix
Registrierungsdatum: Jan 2003
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Beiträge: 383
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Re: Buchvorstellung von SciFi Neuerscheinungen
John Scalzi
Krieg der Klone Inhalt: Zitat:
Meinung: Ein absolut genial geschriebenes Buch. Scalzi hat wirklich einen tollen Stil zu schreiben. Das Buch liest sich von Anfang bis Ende spannend und keine langatmigen Stellen. Wer also mal wieder wirklich gute Science-fiction sucht, ist hier bestens aufgehoben. Dieses Buch ist der Beginn einer Trilogie: 2. Teil: Die Geisterbrigaden 3. Teil: Die letzte Kolonie |
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