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Inside the Matrix
Registrierungsdatum: Jan 2003
Ort: Elfmeterpunkt
Beiträge: 393
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Re: Buchvorstellung von SciFi Neuerscheinungen
Hi,
ich habe bis jetzt auch alle Bücher von Richard Morgan gelesen und fand seine Art eigentl. immer sehr erfrischend. Nach "Das Unsterblichkeitsprogramm" wurde es mir in dem Nachfolger allerdings zu religiös und schleppend.
Ha, von wegen ich hab alle gelesen:
Was ist denn "Woken Furies" und "Broken Angels"?
Von denen hab ich noch nix gehört. Black Man gibts doch auch noch nicht auf deutsch oder?
EDIT:
Aha, alles klar! Das sind die original englischen Titel
Würde mich trotzdem interessiren, wann Black Man auf deutsch erscheint.
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03. 06. 2008, 13:35
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#101
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Re: Buchvorstellung von SciFi Neuerscheinungen
Blackman / Scorpion von R. Morgan habe ich nach ca. 100 Seiten weggelegt.
Ich bin mit dem Buch gar nicht zu recht gekommen.
Die drei Bücher um Takehi Kocavs waren wirklich klasse, insbesondere das erste war herausrangend.
Profit und das jetzt, sind gar nicht meine Wellenlänge.
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03. 06. 2008, 14:18
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#102
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Mitglied
Registrierungsdatum: Jul 2007
Beiträge: 32
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Re: Buchvorstellung von SciFi Neuerscheinungen
So erstmal danke an alle, die in diesem Threat das eine oder andere Buch vorgestellt und bewertet haben. Dadurch hab ich Bücher wie - Replay - Das zweite Spiel von Ken Grimwood
- Krieg der Klone von John Scalzi
erst gelesen und bin mehr als begeistert. Also nochmal vielen dank, ich hoffe hier folgen noch die eine oder andere Rezension
So da ich gerade ein recht interessantes Buch gelesen habe, dass hier zumindest noch nicht besprochen wurde mache ich mal einen anfang...
Flash
Robert J. Sawyer
Am europäischen Teilchenbeschleuniger Cern wird ein neues Experiment durchgeführt. Statt dem Nachweis eines neuen Elementarteilchens springt das Bewustsein jedes Menschen des Planeten 21 Jahre in die Zukunft. Diese Reise dauert nur 2 Minuten, nach denen die Weltbevölkerung wieder im jetzt erwacht.
Jedoch haben nicht alle Menschen eine Vision von sich selbst in der Zukunft gehabt. Schnelll wird klar, dass die Menschen die keine Vision erleiden zu diesem Zeitpunkt bereits tod sind.
Welche folgen hat dieser Blick in die Zukunft und kann bzw. darf er wiederholt werden, da bei dem "Flashforward" tausende Menschen ums leben kamen...? Ist die Zukunft überhaupt fest geschrieben, oder kann man noch etwas ändern?
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Fazit: Das Buch began gut, konnte aber das Spannungsniveau nicht bis zum ende halten. Die Protagonisten sind in meinen Augen etwas flach und verbohrt...
Lloyd Simcoe und Theo Prokopides haben das Experiment durchgeführt und sind für die entstandenen Schäden verantwortlich. Dadurch dass alle Menschen für nahezu zwei Minuten Visionen von der Zukunft haben verunglücken hunderttausende...
Das Problem wird natürlich durch die gegebene Zukunft untermalt. In seiner Zukunft sah er sich mit einer Frau, bei der es sich nicht um seine Verlobte handelt. Dies bewegt ihn natürlich zu der Frage, ob eine gemeinsame Zukunft mit ihr überhaupt möglich ist.
Sein Kollege, Theo, hatte keinen Flashforward... er weiss schon nach kurzer Zeit, dass er 21 Jahre später ermordet wird... die Zeit rinnt, kann er seine Zukunft verändern und den Mord verhindern, oder ist alles vorherbestimmt?
Alles in allem hat mir das Buch gefallen, aber im Vergleich zu den oben genannten Büchern (Replay bzw. Krieg der Klone) ist es deutlich schlechter naber dennoch unterhaltsam.
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12. 06. 2008, 21:06
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#103
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BlueByte Force
Registrierungsdatum: Jun 2003
Beiträge: 411
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Re: Buchvorstellung von SciFi Neuerscheinungen
Zitat:
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Zitat von x12x13
Habe mal auf Peter F. Hamiltons Webseite etwas rumgelesen.
(Danke für den Link dallas77)
Zitat:
Before starting The Temporal Void (pt2) I'm writing a novella called The Demon Trap, which is one of Paula Myo's earlier cases.
Hamilton scheint ja noch einiges vor zu haben mit dem Commonwelth-Universum.
Kann uns ja nur recht sein.......
Ich dachte die ganze Zeit er wäre Australier, was ja offenbar nicht richtig ist - er ist ja Brite. Seltsam wie kam ich da nur drauf?
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Zitat:
The Demon Trap by Peter F Hamilton
The Demon Trap is a short story featured in Gardner Dozois' Galactic Empires anthology, a Science Fiction Book Club exclusive released only in the US - I was very glad (and lucky) to get my hands on a copy through eBay. Galactic Empires features six short stories by some of today's best science fiction writers, and although I've still got the other five to read I wanted to post my thoughts on this one separately.
The Demon Trap is set in Peter's Commonwealth Universe, the home to four novels to date with another two on the horizon, these being Misspent Youth, Pandora's Star, Judas Unchained and The Dreaming Void (the two remaining volumes of the Void trilogy due to be released over the next few years).
The Demon Trap sits nicely between Misspent Youth and Pandora's Star and features Paula Myo, the genetically engineered detective we've all come to know from her appearances in Pandora's Star, Judas Unchained and The Dreaming Void. With her birth planet the much-hated Huxley's Haven, a planet in the Commonwealth where each person is genetically designed prior to birth to do the job they are allocated, she is an investigator that cannot leave a case until it has finally been solved and justice delivered.
The story itself follows the events of one of the Commonwealth planets, Merioneth, wanting independence and all connections to the Commonwealth closed. This starts off with a terrorist group targeting and killing young dynasty family members in order to pressure CST into closing the wormhole connection. Suffice to say, they are successful in getting the Commonwealth to agree a date that does exactly this. The story goes from there, Paula determined to unravel the mystery behind the attacker and terrorist group.
What I liked about this story was its scope - a story that runs to around 75 pages but covers over two years. The feeling is always there behind the words that this isn't a two dimensional world, but one with plenty of history and the events within have an effect on all. Paula just adds another layer again to the story, she brings a unique viewpoint that is unapologetic to the reader. I found her to be a great character to read, more so here than in her previous appearances. To be honest, there is actually next to nothing about this story that I didn't like, the setting, characters and story were exactly what I was hoping for - there is even some nice little touches in there for long time fans of Peter's work.
There was only one section while reading this that I found out of place and stretching believability a little. It's during a nightclub scene where Paula and her newly promoted colleague talk about the case and Paula goes into all this detail about her suspicions and thoughts, something that I just found odd. If the location was different it wouldn't have bothered me, but I had to do a double take to make sure I wasn't imagining two pages of in depth discussion in a busy nightclub.
All in all this is Peter's best short offering since The Suspect Genome, it's only a damned shame that it's available to so few. A later reprint in a UK magazine or anthology would allow a big enough audience to fully appreciate it.
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hmm, würde gerne wissen woher ich mir das kaufen könnte
P.S.- SuFu hats geholfen
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19. 06. 2008, 15:45
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#104
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Re: Buchvorstellung von SciFi Neuerscheinungen
John Scalzi - Die Klonkrieger
Ich mag Military-SF nicht besonders. John Ringo und Konsorten sind mir ein Graus. Einzig der "ewige Krieg" von Joe Haldermann sticht da positiv heraus (wohl auch, weil das Buch 30 Jahre alt ist und man damals noch kürzere Bücher schrieb).
Mehr oder weniger aus Verlegenheit habe ich mir daher die Klonkrieger von Scalzi gekauft, nachdem ich mich monatelang nicht dazu durchringen konnte.
Das Buch fängt wirklich gut an. Man findet sofort Zugang dazu, was primär durch die sehr lockere Sprache von Scalzi kommt. Teilweise erinnert es mehr an gesprochene Umgangssprache, als denn an "nüchterne" Literatur.
"Die Klonkrieger" spielt in einer nahen Zukunft (ich meine sowas um die 100 Jahre). Die Erde hat zahlreiche Kolonien im All, von denen man aber auf der Erde herzlich wenig, im Prinzip nichts, weiß.
Man weiß nur das die Kolonien von einer Verwaltungsbehörde und deren Truppen regiert wird. Nur Menschen aus armen und rückständigen Ländern, wie Pakistan, Somalia oder Norwegen(!), haben das Recht in die Kolonien auszuwandern.
Kommunikation zwischen der Erde und den Kolonien findet nicht statt, die Menschen auf der Erde haben keinerlei Kenntnisse über die Verhältnisse und Gegebenheiten (der Leser auch nicht, man bekommt auch im Folgenden keine Wesentlichen).
Jedoch gibt es die Möglichkeit sich für die koloniale Armee zu verpflichten, welche sich offenbar in Dauerkriegen (mit wem auch immer) befindet.
Allerdings muss man dafür mindestens 75 Jahre alt sein. Die KVA (Koloniale-Verteidigungs-Armee) modifiziert und verbessert die Körper der alten Menschen, sodass sie für die Armee geeignet sind.
Rückkehr zu Erde oder Kontakt mit Verwandten und Freunden auf der Erde ist zugeschlossen.
Der "Ich-Erzähler" des Buches (dessen Namen ich gerade nicht weiß, der aber eh unwichtig ist), verpflichtet sich also für die KVA und wird irgendwo hin transportiert, um erst modifiziert zu werden und dann zu kämpfen.
Diese Modifikationen stellen sich als kompletten Austausch des Körpers heraus, nur der Geist, der Verstand, die Gefühle, das Wissen, wird übertragen. Diese neuen Körper sind High-Tech Produkte. Verstärkte Knochen und Muskeln, eine Nährlösung Namens Smart-Blood (TM) als Blutersatz, Augen die in mehreren Spektren sehen können etc.. Eine perfekte Kampfmaschine mit der Erfahrung eines 70 Jährigen (oder Jähriger) eben.
Schnell stellt sich raus, dass die KVA und die Kolonien mit zahlreichen außerirdischen Völkern in Dauerscharmützeln leben, die sich alle um planetare Ressourcen drehen.
Diese Kriege werden äußerst rücksichtslos und blutig geführt. Kein Vorgehen ist zu grausam oder überzogen um den Gegner zu besiegen.
Diese Gegner bleiben für den einzelnen Soldaten aber austauschbar und anonym. Sie haben meist keine Ahnung, gegen wen sie genau kämpfen oder auch warum.
Das Buch fängt wie geschrieben gut an, was aber am Schreibstil festgemacht wird. Leider fängt die Geschichte irgendwann an auf der Stelle zu treten. Die Klonkrieger werden in schneller Abfolge durch diverse Scharmützel gejagt. Leider bleiben die Ereignisse ebenso flach und eindimensional wie die handelnden Personen.
Eine frische und moderne Sprache täuscht dann doch nicht über wenig Handlung hinweg.
Man könnte mutmaßen, dass Scalzi auch irgendwo ein Anliegen hat. Er mit seinem Stakkato-Stil beim Leser eine distanzierte Grundhaltung erzeugt und diese die Sinnlosigkeit von Kriegen bewusst werden lassen soll. Eine tumbe Millitärmaschinerie die jede Moral verloren hat und sinnlosen Einzelsiegen hierher hechelt.
Wie gesagt, man könnte diesen Eindruck haben, dass das Scalzi Anliegen ist. Ich habe diesen Eindruck allerdings nicht.
Dazu bleibt das Buch zu sehr an der Oberfläche, zu wenig entwickelt sich die Gesichte wirklich voran.
Die Passagen in denen den Rekruten ihre neunen Körper vorgestellt werden und zahlreiche Komponenten wie Smart-Blood ein Trade-Mark haben. Diese Körper Copyright und Lizenzbestimmungen unterliegen, sind zwar recht amüsant aber sicherlich kein gesellschaftskritischer Einwurf, der in Richtung Gen-Technik zielt.
Es gibt ja inzwischen drei oder mehr Anschlussbände. Vielleicht werden diese Aspekte ja in denen etwas besser entwickelt.
Bis dahin ordne ich "Die Klonkrieger" für mich, als durchaus unterhaltsames Buch ein, dass aber die Gleichförmigkeit von Military SF nicht ablegen kann und sich in eine lange Reihe ähnlicher Bücher von anderen Autoren einreiht die man nicht zwingend gelesen haben muss.
Ich hab ja länger nichts gepostet - aber trotzdem gelesen. Ich muss mal schauen zu welchen Büchern ich mit Abstand noch was schreiben kann.
Die Fehlgriffe und Luschen werde ich auf jeden Fall die nächsten Tage hier kurz ansprechen.
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23. 06. 2008, 20:00
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#105
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Mitglied
Registrierungsdatum: Feb 2007
Beiträge: 37
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Re: Buchvorstellung von SciFi Neuerscheinungen
So, ich hab mir jetzt mal von Max Brooks "World War Z" bestellt, soll gut sein.
Gerade fertig hab ich von Carel Kapek "Der Krieg mit den Molchen", suuuper !!!
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23. 06. 2008, 23:39
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#106
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Re: Buchvorstellung von SciFi Neuerscheinungen
Kevin J. Anderson - Die Saga der sieben Sonnen
Band 1-5
"Die Sage der sieben Sonnen" ist eine auf sieben Bände (wer hätte es gedacht) angelegte klassische Space Opera.
Bisher sind fünf Bände in Deutsch erschienen, ich meine dass der siebte Band unlängst in Englisch erschienen ist. Der sechste Band in Deutsch soll Anfang 2009 erscheinen.
Der Übersetzer ist Andreas Brandhorst, der sein Handwerk gut beherrscht. Auch wenn ich mich frage wann der denn das alles macht, er schreibt ja noch genug eigene Bücher.
Ich werde die Handlung der ersten fünf Bände versuchen wieder zu geben. Was allerdings bei bisher über 3000 Seiten und einem recht langen zeitlichen Abstand seit ich es gelesen haben, nur unzureichend und oberflächlich ausfallen kann. Aber die Grundtendenz stimmt auf jeden Fall......
Im 22. Jahrhundert sendet die Menschheit Generationenschiffe aus um die zahlreichen entdeckten lebensfähigen Planeten zu besiedeln. Eines dieser Schiffe trifft auf die Irdianer. Eine seit zehntausenden von Jahren hochentwickelte, einigermaßen freundliche, aber auch arrogante Rasse. Diese Irdianer geben den Menschen ihren überlichtschnellen Sternenabtrieb, so dass sich die Menschen im Folgenden schnell und ausufernd in der Galaxis ausbreiten.
Die Erde wird autokratisch von einem König regiert. Der aber nur eine Marionette ist, die mit viel höfischen, prunkhaften Getue die Menschen davon ablenken soll, dass der eigentliche Herrscher der Vorsitzende der "Terranischen Hansa" ist. Dieser Vorsitzende, geht sehr gewissen- und morallos zu Werke. Nur seine Vorteile und die der Hanse im Auge.
Eine Gruppe von Menschen, die sich auch die Bevormundung durch die Hansa nicht länger bieten lassen wollten, sind die s.g. Roamer. Ein loser Verbund, der in künstlichen Habitaten, auf Asteroiden oder auf kleinen Planeten lebt. Die Hansa misst den Roamer keine größere Bedeutung zu, da sie als rückständig und unterwickelt gelten (was sich als Irrtum herausstellt). Allerdings ist die Tatsache das es sowas wie Rebellen gibt der Hanse ein genereller Dorn im Auge.
Eine weitere Gruppe die sich nicht von der Hansa in die Suppe spucken lässt, sind die "Grünen Priester". Nachfahren eines der Besatzung der Generationsschiffe, die auf ihrem angesteuerten Planeten den "Weltenwald" entdecken. Ein Wald, der eine kollektive Intelligenz darstellt, aber auf einer anderen als der von uns gewohnten Ebene. Die Priester dieses Waldkultes sind in der Lage, durch mitgenommene Schösslinge des Waldes, in Echtzeit auch über dutzende von Lichtjahren hinweg zu kommunizieren. Das es sonst keine Möglichkeit für Überlichtkommunikation gibt, eine sehr exklusive und gefragte Fähigkeit.
Die Irdianer haben keinen Bedarf dafür, da die gesamte Rasse telepathisch mit ihrem Herrscher verbunden ist, der so den Dreh- und Angelpunkt für deren komplette Gesellschaft und Kultur darstellt.
Die Irdianer sind statisch. Veränderungen oder Neuentwicklungen kommen in ihrem Weltbild nicht vor. Die Irdianer pflegen die Sage der sieben Sonnen. Epische Texte, die ihre Geschichte und die der Galaxis erzählen und den zentralen Punkt ihres Weltbildes darstellen.
Die Klikiss waren eine hochentwickelte insektoide Spezies, die vor einigen zehntausend Jahren plötzlich ausstarb, aber jede Menge Artefakte zurücklies und noch mehr Rätsel.
Eines dieser Artefakte ist eine Vorrichtung, die es erlaubt mittels eines schwarzen Loches, Energie aus Gasriesen abziehen. Nicht das das Sinn machen würde, aber man kann es ja auch mal versuchen.
Leider weckt dieser Versuch die "Hydroger". Eine Spezies die in den Tiefen der Gasriesen unter enormen Druck lebt und von der man vorher nichts wusste.
Die Hydroger sind durch die Zerstörung eines ihrer Gasriesen extrem verärgert und beginnen die Menschen anzugriefen. Mit einer derartigen hochentwickelten Technik, dass die Hanse (und alle andere menschliche Fraktionen sowie die Irdianer) dem nicht das Geringste entgegen zu setzen hat.
Wobei die Irdianer eine ganz andere Rolle zu spielen scheinen......
Soviel mal sehr, sehr reduziert der grobe Handlungsrahmen. Wie man es von einer Space-Opera von den Ausmaßen erwartet, gibt es unzählige Nebenereignisse, Intrigen, Ränke, Allianzen, Liebschaften, Hass, Erfolge, Niederlagen, Fehleinschätzungen etc.
"Die Sage der sieben Sonnen", ist eine grundsolide, flüssig geschriebene, facettenreiche und sehr spannende Space Opera und ich kann nur sagen - hoffentlich erscheint bald der sechste Band in Deutsch.
Andreson schreibt bodenständig, aber das ist auch gut so, in einer echte Space-Opera sind sprachliche Experimente fehl am Platze.......
Ich war sehr angetan und kann es nur weiterempfehlen.
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24. 06. 2008, 13:22
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#107
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Re: Buchvorstellung von SciFi Neuerscheinungen
David Weber - Der Mond der Meuterer
Ich kann mich kurz fassen:
Überflüssiger Mist.
David Weber schreibt als ob er einen Aufsatz für die siebte Klasse verfasst hat.
Die Storry ist unerheblich, langweilig und kommt nicht in Gang.
In meinen Augen, riesengroßer Murks, den ich nach 100 anstrengenden Seiten weggelegt habe.
Spart euch den Kauf dieses Buches.
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24. 06. 2008, 13:31
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#108
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- deadhead -
Registrierungsdatum: Oct 2004
Beiträge: 933
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Re: Buchvorstellung von SciFi Neuerscheinungen
@zakalwe
Freut mich, dass Du mal wieder ein paar Tipps vom Stappel lässt. Hab ich ziemlich vermißt.
Hast du schon was von Cory Doctorow gelesen? Ich habe seine zwei Bücher Backup und Upload vor kurzem nacheinander gelesen.
Backup fand ich ganz nett geschrieben. Wobei die Ideen in dem Buch auch nicht wirklich neu sind. Alles in allem doch eher belanglos.
Upload hat mir da schon besser gefallen, obwohl ich mich schon gar nicht mehr so genau an die Story erinnern kann.
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24. 06. 2008, 13:41
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#109
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Re: Buchvorstellung von SciFi Neuerscheinungen
Gerne doch, Glen Runciter......
Nein, der ist mir völlig unbekannt.
Habe gerade mal bei Amazon geschaut, in der Hand hatte ich das Buch schonmal, Sätze wie:
Zitat:
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Der ultimative Roman für die Internet-Generation
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schrecken mich aber ehr ab.
Ich will heute/morgen
Sternen Nebel
anfangen.
Wobei ich auch etwas skeptisch bin......
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24. 06. 2008, 14:00
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#110
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Mitglied
Registrierungsdatum: Jul 2007
Beiträge: 32
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Re: Buchvorstellung von SciFi Neuerscheinungen
John Scalzi - Die letzte Kolonie
Es handelt sich hierbei um den dritten Teil von Die Klonkrieger, wobei ich leider gestehen muss, dass ich den zweiten Teil (Die Geisterbrigaden) nicht gelesen habe... weil es gerade beim Buchhändler meines vertrauens nicht vorrätig war
Das tut dem ganzen aber keinen Abbruch. Scalzi gelingt es die Handlung wie gewohnt recht locker und flockig herüber zu bringen. Ich wollte das Buch daher gar nicht aus der Hand legen...
John Perry hat seinen Militärdienst beendet und sich mit dem Klon seiner verstorbenen Frau (=> ein Mitglied der Geisterbrigade) auf einer Kolonie niedergelassen. Als Kolonisten mussten beide Ihre weiterentwickelten Körper aufgeben, die neben der Fähigkeit der Photosynthese, dem Smartblood usw. die Möglichkeit bieten mittels Brainpals untereinander zu kommunizieren...
Beide haben eine Tochter adoptiert, wobei die Umstände dafür sicher verstärkt im zweiten Band zu finden sind... Das Leben könnte monotoner nicht sein, da er als Ombudsman fungiert und kleinere Streitereien regelt und seine Frau als Polizistin/Sheriff neben der Farmarbeit beschäftigt ist.
John bekommt ein sehr interessantes Angebot, er soll aufgrund seiner Erfahrungen in der Kolonie eine neue Kolonie auf einem Planeten leiten, die erstmals nicht von Erdenbewohnern sondern aus Mitgliedern von 12 Kolonien besteht. Als die Kolonisten den neuen Planeten betreten finden sie recht schnell heraus, dass es sich nicht um den Planeten handelt, der Ihnen versprochen wurde...
Die Kolonien werden grundsätzlich über die Kriege und aussenpolitischen Entwicklungen im unklaren gelassen. Das eine Konklave aus mehreren Hundert ausserirdischen Spezies gebildet wurde, die die neue Besiedelung von Planeten unterbinden will, ist nur dem Militär bekannt (das die Telekommunikation zwischen den Kolonien überwacht). Der Krieg gegen die Konklave ist aufgrund der reinen Übermacht nicht zu gewinnen, weshalb man neben den Rekruten der Erde zusätzliches Kannonenfutter benötigt. Die neu gegründete Kolonie soll von der Konklave zerstört werden, um die Zuammenhörigkeit der Kolonien zu stärken und vor allem einen Grund zu liefern, damit auch die Kolonisten den Kriegsdienst antreten dürfen.
Wird es Perry gelingen die Kolonie zu retten und kann die ganze Menschheit überleben???
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Ich muss sagen, dass das Buch an sich schlüssig ist, wie im ersten Teil bekommt man die Informationen nur in Teilstücken, fiebert aber mit, ob es gelingt die Kolonie zu erhalten... An der ein oder anderen stelle fragt man sich, warum man die kolonie nicht einfach aufgibt und sich der Konklave anschließt, auch auf die gefahr hin damit bei der Menschheit als Verräter dazustehen. Es kommt zwar nioch zu militärischen Handlungen, diese sind jedoch weit wenigerw vertreten als im ersten Band.
Wer den ersten Teil mochte, dem kann ich diesen Band der (momentaren) Triologie nur ans Herz legen.
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26. 06. 2008, 08:07
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#111
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Re: Buchvorstellung von SciFi Neuerscheinungen
Michael McCollum - Sternenfeuer
Auch dieses Buch war ein Verlegenheitskauf, der aber besser ausfiel als erwartet. Hierbei wiederum auch der Hinweis, dass es schon einige Monate her ist, als ich es las.
Sternenfeuer ist auch ein Mehrbänder, wie viele es insgesamt sind weiß ich gerade nicht, der zweite Band ist unlängst erschienen.
Was schon nach wenigen Zeiten auffällt ist die sehr angestaubte Sprache. Teilweise hat man wirklich den Eindruck, dass das Buch in den 1970ern geschrieben ist, inklusive der damaligen Erwartungen in die Zukunft.
Das wirkt teilweise extrem lächerlicher und befremdlich, irgendwann tritt aber eine Art Gewöhnungseffekt auf.
Zufällig gerät ein menschliches Rumschiff in den Weltraumkampf zweier außerirdischer Rassen. Am Ende dieses Kampfes ist ein Schiff total zerstört, dass andere stark beschädigt, flugunfähig - aber es konnte ein Überlebender Außerirdischer gerettet werden.
Dieses Wesen ist einigermaßen freundlich, zuvorkommend und kaum bedrohlich. Auch ist er sehr auskunftsfreudig und berichtet von den Broa. Eine Rasse die seit Jahrtausenden ein Millionen von Planeten und unzählige Rassen umfassendes Imperium beherrscht, in dem es die Entwicklung der anderen Rassen unterdrückt.
Natürlich kann man diese Bedrohung kaum außer acht lassen, aber zu offensiv kann man auch nicht zu Werke gehen, man möchte den Broa ja weder die Existenz der Menschheit, noch die Lage der Erde offenbaren.
Also wird eine ausgetüftelte Expedition losgeschickt, die sich die Sacher näher anschauen soll. Der gerettete Außerirdische ist Mitglied dieser Expedition, wobei er nicht ganz die Wahrheit spricht und wesentliche Umstände verschwiegen hat......
Das Buch ist kein Highlight, die altbackene Sprache und das altmodische Grundkonzept, machen es einem nicht gerade leicht. Die Gesichte ist jedoch einigermaßen spannend.
Ein Buch was man durchaus, zwischen durch, lesen kann.
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27. 06. 2008, 12:04
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#112
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Re: Buchvorstellung von SciFi Neuerscheinungen
Adam Roberts - Sternen Nebel
Erst nachdem ich dieses Buch gekauft hatte, habe ich mir die Amazon Kritiken dazu angesehen und die waren durchweg schlecht. Langweilig ist die vorherrschende Meinung.
Ich kann diese Meinung nicht ganz teilen und mutmaße das sich die meisten Leser nicht auf den ungewöhnlichen Erzählstil von Roberts einlassen wollten oder konnten.
Immer mehr Sternensysteme mit erdähnlichen Planeten wurden entdeckt, die auch durchaus Leben beherbergen können. Also werden elf riesige Generationenschiffe ausgesandt um den ersten dieser Planeten zu besiedeln. Zwei dieser Schiffe schaffen die Reise nicht, der Rest trifft mehr oder weniger wohlbehalten auf dem Planeten, von seinen neuen Bewohnern, "Salz" genannt ein und beginnt diesen zu besiedeln.
Schon auf der Hinreise gab es zwischen den Schiffen einige Differenzen und grundlegende philosophische und politische Unterschiede. Der Planet "Salz" verdient seinen Namen zu Recht. Er ist weit weniger gastfreundlich als es von der Erde ausgesehen hatte. Die Umwelt stellt sich feindlich und gefährlich da. Tägliche Orkane aus Salz sowie eine extrem hohe Chlorkonzentration in der Luft machen es den Siedlern nicht gerade einfach.
Die bereits auf der Hinreise begonnen Konflikte eskalieren weiter bis sie schließlich in einen Krieg münden.
Das ist im Wesentlichen die Handlung. Es gibt keinerlei überraschende Wendungen, keine Beschreibungen von bizarren Lebensformen, gefährlichen Außerirdischen oder sagenhaften technischen Errungenschaften.
Es tauchen auch kaum Personen auf, mit denen man sich irgendwie identifizieren kann; die wörtliche Rede ist ehr die Ausnahme.
Das klingt alles langweilig, ist es auch aber die Art wie Roberts diese belanglose Geschichte erzählt macht "Sternen Nebel" zu einem lesenswerten Buch.
Adams beschränkt sich auf zwei Personen. Barlei, der Präsident von Senaar und Petja, ein Mitglied der Nation von Als.
Diese beiden erzählen die Geschichte abwechselnd aus ihrer Sicht heraus. Der Bericht von Barlei scheint ein Vortrag vor Studenten oder Schülern zu sein. Petja richtet sich an eine nicht näher erwähnte Gruppe zu Zuhören. Dieses Vortragsartige bedingt natürlich einen sehr eigenen Stil. Andere Personen als Petja und Barlei spielen nur eine nebensächliche Rolle. Wörtliche Reden sind recht selten, meisten sind die Kapitel subjektive Schilderungen der Ereignisse aus einem mehrjährigen Abstand heraus.
Im Laufe dieser Berichte erfährt der Leser das die elf Generationenschiffe, welche komplette Nationen beherbergen, offenbar genau die sind die man auf der Erde loswerden wollte. Senaar weil es fundamental Christen sind. Die Nation von Als, weil die Alsisten anarchistische Nonkonformisten sind, die keinerlei Regeln oder Hierarchien kennen, in der jeder machen kann was und wie er es will.
Die anderen sieben Nationen spielen keine Rolle im Buch, sie werden immer nur kurz erwähnt.
Die wohlgeordneten Senaarer fühlen sich schon seit der Hinreise durch Alsisten provoziert. Die Verweigerung aller Regeln, die Verweigerung sowas wie eine Regierung zu benennen, diplomatische Kontakte aufzubauen ist eine pure Provokation der Senaarer. Die Alsisten wissen jedoch nicht mal wo das Problem liegt, sie können in keinster Weise nachvollziehen für was das gut sein sollte und warum man sich die Mühe machen sollte zu regieren.
Ein relativ nichtiger Grund, ehr ein Missverständnis bedingt durch die radikal anderen Weltanschauungen der beiden Nationen, nimmt Senaar zum Anlass Als aus der Luft anzugreifen.
Es folgt dann ein mehrjähriger Krieg, der sehr schmutzig und unmoralisch geführt wird.
Der Bericht von Barlei, dem Führer von Senaar, ist im Wesentlichen eine Rechtfertigung.
Eine Rechtfertigung für den Krieg, dessen Eskalation und das manifestieren der Diktatur in Sennar.
Der Bericht von Petja drückt primär Verwirrung aus. Verwirrung über das Handeln von Senaar. Verwirrung über Hierarchien und deren Prozesse.
Die Berichte schaukeln sich langsam hoch. Wo man zu Beginn für beide Seiten Verständnis zeigen kann, fällt einem das im Fortgang des Buches immer schwerer.
Das Gegenüberstellen dieser beiden total unterschiedlichen Gesellschaftssystemen, das Aufzeigen wie sich beide in ihrer extremste Form hochschaukeln, verdichtet in der lebensfeindlichen und fokussierten Umgebung des Planeten "Salt", konzentriert auf zwei Personen (die sich gegenseitig nicht mal wahrnehmen, zumindest nicht in den Berichten), macht "Sternen Nebel" zu einem recht politischem Buch. Adams seziert zwei Gesellschaftssysteme, zwei Ideologien und benutzt Science-Fiction nur als Aufhänger dafür.
Die Senaarer mit ihrer puritanischen, fundamental christlichen Weltsicht, entwickeln sich von einer Demokratie zu einer reinrassigen faschistischen Diktatur mit Führerkult. Barlei rechtfertig dieses vor den Zuhörern seines Vortrages und sich selbst, mit Gott und Dingen wie Ehre, Aufrichtigkeit und Gehorsam.
Die Alsisten, exemplarisch vertreten durch Petja, mutieren von einer sorglosen In-den-Tag-hinein-leben Mentalität, zu ignoranter Selbstgefälligkeit. Am Ende bleibt nur ein gewissenloser Terrorist übrig, der Freude am töten hat.
Leider ist "Sternen Nebel" etwas zu lang geraten. 50-70 Seiten weniger hätten dem Buch nicht geschadet. Bedingt durch seine Erzählweise gibt es kein Ende auf das alles zusteuert.
Das Buch endet einfach irgendwann. Es hätte aber auch früher enden können, was den Gesamteindruck verbessert hätte.
Sternen Nebel ist aber ein durchaus lesenswertes Buch, von dem man allerdings nicht allzu viel SF erwarten sollte.
Als gesellschaftspolitische Parabel aber sehr interessant und kurzweilig.
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06. 07. 2008, 12:40
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#113
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Re: Buchvorstellung von SciFi Neuerscheinungen
John Scalzi - Geisterbrigaden
Mein Urteil über John Scalzi muss ich nach der Lektüre von Geisterbrigaden etwas revidieren.
Beim Lesen von "Klonkrieger" habe ich Tiefe vermisst und gemutmaßt das Scalzi durch pseudo Gesellschaftskritik den einen oder anderen Leser von einem Anspruch überzeugen möchte, der gar nicht vorhanden ist.
Dieses alles nehme ich nachdem ich "Geisterbrigaden" gelesen haben, zurück.
Während der erste Band (Klonkrieger) noch recht an der Oberfläche blieb und sich weitgehend auf Military-SF verlegt hat, geht "Geisterbrigaden" wesentlich weiter.
Die Hauptperson des ersten Bandes John Perry spielt außer der er 2-3-mal erwähnt wird in "Geisterbrigaden" keine Rolle mehr.
Sein tote und dann von der KVA (Koloniale Verteidigungsarmee) aus DNA Material reproduzierte Frau hingegen schon. Die Hauptperson ist jedoch Jerad Dirac. Ein geklonter Soldat der Geisterbrigaden, dessen "Entstehung" aber weit über das normale Klonen der KVU hinausgeht.
In Diracs Gehirn wird das Bewusstsein eines Verräters an der KVU und der Menschheit transferiert. Ein Verräter der durch seine exklusiven Klonforschungen viele Geheimisse der KVU kennt und diese an 3 feindliche Allienrassen weitergibt. Das wahre Ausmaß dieses Planes und die tatsächlichen Gründen, werden aber erst am Ende des Buches offenbar.
In der Hoffnung in das Bewusstsein des Verräters wieder in der Forderung tritt, oder das man wenigstens Zugriff drauf erlangen kann, wird Dirac in die Geisterbrigade aufgenommen.
Das Buch widmet sich stark der reichleich seltsamen Innenansicht von Dirac. In seinem Gehirn sind ja zwei Bewußtseine vorhanden, dazu kommt das er nur wenige Monate alt ist und die Grundinformationen um "Leben" zu können aus dem BrainPal stammen. Einem ins Gehirn implantieren "PDA".
Während Scalzi in "Klonkrieger" nur an der technischen, gesellschaftlichen und politischen Oberfläche blieb, gräbt er dieses mal wesentlich tiefer.
Dem Leser werden die ganzen Zusammenhänge offenbar, warum die KVU nur Rekruten aus den reichen Ländern der Erde aufnimmt, warum nur Menschen aus 3. und 4. Weltländern Kolonisten werden dürfen, warum die Erde vom Rest des Universums total abgeschottet wurden.
Dazu kommen einige wirkliche gute Einfälle (wie z.B. die Gremaner) und Scalzis locker und teilweiser auch lustiger Schreibstil.
Gegen Ende wird die gesamte Verdorbenheit der KU und der KVU offenbar, wenn auch aus einem externen Blickwinkel, der den Grund für die zahlreichen und erbitterten Kriege gegen Außerirdische - "Wir wollen ja nur unsere Kolonieren verteidigen und die Einwohner schützen", in einem ganz anderen Licht erscheinen lässt.
Zwar keine schonungslose Offenbarung wie sie ein Iain Banks am Ende seiner Bücher dem Leser um die Ohren schlägt, aber dennoch eine interessante Wendung im Gesamtplot der bisherigen Bücher.
Das eigentliche Ende ist mir persönlich etwas zu viel Happy End, aber seis drum......
Ich werde mit auf jeden Fall am Montag den dritten Band "Die letzte Kolonie" zulegen.
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19. 07. 2008, 16:13
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#114
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Mitglied
Registrierungsdatum: Jul 2008
Beiträge: 1
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Re: Buchvorstellung von SciFi Neuerscheinungen
Nach dem Niedergang der Allianz gibt es auf einem entlegenen Planeten noch ein geheimes Genprojekt, aus dem der Metamorph hervorging. Eine künstliche extrem anpassungsfähige Lebensform mit dem Auftrag zu töten.
Durch Intrigen und einen Anschlag gelangt diese Lebensform in Freiheit und will ihrer Bestimmung nachgehen und wird zufällig von einer Art Mönch aufgenommen. Daneben gibt es noch einige andere Handlungsstränge mit den Temporalen, Valdorain und anderen.
Es macht keinen Sinn, Brandhosts bewußt verwickelten Zusammenhänge hier auszubreiten.
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25. 07. 2008, 13:10
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#115
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Re: Buchvorstellung von SciFi Neuerscheinungen
Vielleicht wäre es ganz sinnvoll, robel2008, so am Rande nebenbei zu erwähnen um welches Buch es sich dann handelt.
Wenn man dann noch wüsste wer es geschrieben hat, wäre es schon fast gut.
So können mit Mühe diejenigen die "Metamorph" von Brandhorst gelesen haben, erahnen um was es sich handelt.
Aber im Endeffekt liest sich deine "Kritik" ehr wie ein Aushang ein einem schwarzen Brett, mit dem jemand seine Katze sucht oder seine Winterreifen verkaufen will.
Du hast dir ja nichtmal die Mühe gemacht zu resümieren ob dir das Buch gefallen hat oder nicht.
Sorry, aber sowas ist kontraproduktiv und animiert sicherlich niemanden das Buch auch zu lesen, oder auch davon Abstand zu halten.
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27. 07. 2008, 11:18
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#116
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