So nachdem mir mein kleiner Fileserver (Duron 700, 256 MB - SDR133 und 40 Gig Platte) abgeraucht war (Gott sei Dank, endlich war die Gurke platt.

), musste schnell und kostengünstig ein Ersatzrechner her. Zuerst nahm ich den Athlon 2000+ meiner Frau, taktete den runter und packte ihn in den Abstellschrank, um ihn als Fileserver zu missbrauchen. Das war aber für mich gar nicht gut, da sie nun wieder auf meinem Rechner alles zumüllt.
Abhilfe verschaffte ich mir nun mit einer neuen Hauptplatine - Asus K8N (ohne Delux) und zu "Stevanos - Inteloverkill", einem abgespeckten AMD Athlon 64, auch Sempron 3100+ genannt.

Wie die Kombi sich schlägt gegen mein Barebone, zeigt nun dieser Test auf. Einen neuen Tower (Arctic Cooling Silentium T1) hab ich mir auch noch gegönnt, der Test erfolgt in der nächsten Woche, weil er noch nicht geliefert worden ist.
Das Mainboard kommt mit folgender Ausstattung daher:
CPU
- Socket 754 for AMD Athlon 64, Sempron
- AMD64 architecture enables simultaneous 32- and 64-bit computing
- Supports AMD Cool 'n' Quiet Technology
Chipset NVIDIA nForce3 250
System Bus 800 MHz
Memory
3 x 184-pin DIMM Sockets support max. 3GB DDR400/DDR333/DDR266 ECC/non-ECC un-buffered DDR SDRAM memory
Expansion Slots
1 x AGP8X (1.5V only)
5 x PCI
Storage Chipset
- 2 x UltraDMA 133/100/66/33
- 2 x Serial ATA, support RAID 0, RAID 1, RAID 0+1, JBOD
AI Audio
- Realtek ALC850, 8-channel CODEC
- Audio Sensing and Enumeration Technology
- Coaxial/Optical S/PDIF out ports on back I/O
LAN chipset built
-in MAC with external PHY 10/100 Mbps Ethernet
USB 2.0
8 USB2.0 ports
AI BIOS CrashFree BIOS 2
Q-Fan
AI Overclocking - ASUS JumperFree
- CPU, Memory, and AGP voltage adjustable
- SFS (Stepless Frequency Selection) from 200MHz up to 300MHz at 1MHz increment
- Adjustable FSB/DDR ratio. Fixed AGP/PCI frequencies
- ASUS C.P.R.(CPU Parameter Recall)
Back Panel
I/O Ports 1 x Parallel
1 x Serial
1 x PS/2 Keyboard
1 x PS/2 Mouse
1 x 8-channel Audio I/O
1 x RJ45
1 x Optical S/PDIF Output
1 x Coaxial S/PDIF Output
4 x USB 2.0/1.1
Internal I/O Connectors
- 2 x USB 2.0 connector supports additional 4 USB 2.0 ports
- CPU / Chassis / Power FAN connectors
- 20-pin ATX Power connector
- 4-pin ATX 12V Power connector
- Chassis Intrusion
- CD / AUX audio in
- GAME/MIDI connector
- Front panel audio connector
Weitere Ausstattung
- eine Slotblende mit zwei zusätzliche USB 2.0 Anschlüssen
- ein S-ATA Kabel und ein S-ATA Strom Kabel
- ein IDE UDMA 133 Kabel
- ein Floppykabel
- eine passsende Blende für die Anschlüsse
- eine Asus Treiber/Tools CD
- Handbuch u. Quickstartguide
Insgesamt für ein Board, was aktuell für nur ca. 65 Euro zu kaufen ist, bietet es viel. Zwar nicht alles was der Chipsatz kann, so doch ausreichend für ein kostengünstiges System. Fehlen tut eigentlich nur Firewire und 1000 Mbps Ethernet. Die Platine ist klasse aufgeteilt, eben Asus like bzw. in gewohnter Qualität.
Zum Sempron 3100+
- Sockel 754
- Realtakt 1800 Mhz wie ein Athlon 64 2800+
- keine 64 Bit Erweiterung
- nur 256 kb Cache statt 512 kb wie beim vollem Athlon 64
- nicht offizel unterstütztes Cool and Quiet
Ansonsten kann der Sempron alles, was der Athlon 64 auch kann. Geboxt also mit Lüfter kostet er um die 100 Euro. Der Lüfter - Kühler ist leiser als erwartet. Leiser als ein geboxter Intellüfter ist er allemal. Zum Athlon 64 3000+ Sockel 754 liegt er mit 30 Euro dahinter. Wie es leistungsmäßig aussieht, soll uns der Test zeigen.
Zusätzlich verwendete Bauteile
2 * 512 MB DDR 400 Ram Infinion aus unterschiedlichen Baureihen, B und C, jeweils in der Bezeichnung stehend, unterscheiden das
1 * Toshiba SD-M1712
1 * 40 GB Seagate UDMA 100, gut 2 Jahre alt, keine genaue Bezeichnung, bestimmt nicht die schnellste Platte
1 * ATI Radeon 9600 XT, 128 MB DDR2, 500/325 MHZ
1 * Realtec 10/100 Nic 8139
1 * schrottiger Miditower ATX mit 350 Watt noName - Netzteil (deshalb gibt es auch vorerst kaum "dolle" Bilder)
Installation Windows XP
Da gingen die Probleme los, direkt nachdem das Setup durch war und eigentlich die ersten Setuproutinen aus dem Speicher gelesen werden sollen, also ob, wie, wo man Windows installieren will, stürzte der Rechner ab. Nach Rücksprache mit zwei anderem Hardwarespezies (danke Bull112 und Makker), versuchte ich es erstmal mit nur einem Ramriegel und siehe da, Windowssetup kam bis zu der ersten Setuproutine. Das kann es aber nicht sein?!? Ich will 1 GB Ram und das mit vollen 400 Mhz. Nachgeschlagen im Handbuch, was ich denn wohl falsch mache und siehe da, Asus empfiehlt mal nachzuschauen auf ihrer Webseite, ob sich die "DDR Qualified Vendors List" geändert hat. Drauf auf die Seite, nichts. Mein Gedankengang war dann, was für ein Bios ist denn drauf und wenn sich was geändert hat, wo würde Asus denn die Verbesserung unterbringen? Bingo, aufgespielt war 1.002 als Bios und aktuell 1.004. Runter damit und drauf auf das System. Dann den zweiten Speicherriegel eingesteckt und siehe da, es läuft so wie ich das will. Das Eprom der Speicherriegel wird korrekt ausgelesen, also 400 Mhz bei 3-3-3er Settings.
Der Rest der Installation lief dann relativ unproblematisch ab. Beim ersten Mal, ja ich habe das System zweimal aufgesetzt, hab ich einfach den beiliegenden Nforce Treiber aufgespielt, ich wollte ja schnell benchen, da versagte mir die Netzwerkinstallation des im Chipsatz integrierten Netzwerkkontrollers. Nun gut, beim zweiten Mal, kam dann eben eine gesteckte Netzwerkkarte rein und gut ist. So muss ich zwar auf den
Nvidia in Hardware Firewall verzichten, damit kann ich aber hinter einem Router gut leben. Außerdem ist der Netzwerktreiber mit Firewall ganze 23 MB groß, das ist schlicht ein Witz. Desweiteren kamen alle aktuellen Treiber nun zum Einsatz, ebenfalls alle Patches für XP, inklusive SP2. Einen Makel gibt es noch zu vermelden, AMD´s Cool and Quiet bekomme ich nicht zum Rennen, trotzdem ich mich genau an alle Anweisungen die im Netz dazu zu finden sind, gehalten habe. So ganz kompatibel scheint der Sempron damit nicht zu sein oder der Treiber funktioniert schlicht nicht.
Benchmarks
- SiSoftware Sandra Lite 2005.SR1
- 3D Mark 2001 Build 330 DirectX 8.1
- 3D Mark 2005 Build 120 DirectX 9.0c
- Source Engine Test, aktuell gepatcht und eine Mischung aus DirectX 8 und 9 Grafikengine, die einzige Realworld Bench.
Alle Benches laufen mit 1024*768 Bildpunkten ohne AA und ohne ASF. Für direkte Vergleiche mit dem Barebone bitte hier
klicken.
SiSoftware Sandra Lite 2005.SR1
CPU Arithmetic
Dhrystone ALU : 8322MIPS
Whetstone FPU : 2842MFLOPS
Whetstone iSSE2 : 3678MFLOPS
CPU Multi Media
Integer x8 iSSE2 : 17159it/s
Float x4 iSSE2 : 18484it/s
File System, immer auf C: IDE0/UDMA 100 und auf H: was bei mir ein USB 2.0 Laufwerk ist.
UDMA 100 27 MB/sec.
USB 2.0 27 MB/sec.
Memory Bandwidth
RAM Bandwidth Int Buff'd iSSE2 : 2642MB/s
RAM Bandwidth Float Buff'd iSSE2 : 2643MB/s
3D Mark 2001 Build 330
13377 Punkte
3D Mark 2005 Build 120
1609 Punkte
Source Engine Test
im Schnitt ergab der Test 75,4 Frames
Positiv
- Viel Leistung fürs Geld
- kühl, nur 35 Grad im IDLE und nie über 40 Grad unter Volllast
- Lüfter relativ leise trotz geboxt
- super Support bei Asus, siehe Bios
- der erste AMD der mich rundum glücklich macht
- Preishit/Tipp
Negativ
- wer kein Handbuch liest bekommt Probleme
- kein Cool and Quiet
- Speicherprobleme/Timings erst mit einem Biosupdate behoben
- hast du keine Hardwarespezies, denen du dein Leid klagen kannst, nicht gut
Fazit
Hängt meinen Celeron D Prescott mit 2,8 Ghz und nahezu identischer Ausstattung, in Spielen rund 15 - 20%, ab, was deutlich spürbar ist. In allen anderen Disziplinen ist er nahezu gleich schnell oder nur geringfügig schneller. Ersetzt im Laufe der Woche, wenn der Tower mal auftaucht, meinen geliebten Intel Barebone. Frage mich was die ganzen Intel - Ghz - Orgien o. die Zahlen - Arithmetik bei AMD, sowie 6800 Ultra - Hexenfeiern überhaupt sollen, wenn man für das wenige Geld, ein prima schnelles System haben kann.
Gruß Stevano