Einstiger dunkler Maerzennacht, ein Manne sass am Scheidewege, des Ruhens und der Erweckung neuer Schriften...
Ich liess mich auf eine weitere Zigarettenlaenge ein, den naechsten Vorwande im Aermel.
#I.
Weezer - In Sachen Band...
Weezer ist ein musikalisches Monopol, verkannter Kult, verkanntes Genre, verkappte Genialitaet - Weezer ist
Rivers Cuomo, ein introvertierter, exzentrischer Hypochonder mit einem enormen Hang zur Bewusstseinsspaltung - Dessen Definiens bisweilen auf seine
Geniesser zutreffen mag.
Das, wie auch Pinkerton, von den restlichen Konsorten abweichend gestaltete CD Cover laesst zunaechst, bei einem darauffolgend gewagten Blick auf den Ruecken der CD, auf Titel Numero Uno schliessen:
Doch
auch Weezer erklimmten eines Tages, fernab der Neunziger den Ruhmeshuegel.
Wobei ich feststellen musste, dass vorangegangenes Adverb gaenzlich deplaziert ist Coverten, introvertiert anmutend in heimischen Garagen ihre Lieblingssongs und versuchten sich frohen Mutes irgendwann einmal der in Angriffnahme eigener Kreationen.
1993 gründete Mastermind Rivers Cuomo nach seinen Collegejahren mit Bassist Matt Sharp ( inzwischen kein Mitglied mehr ) und dem Drummer Patrick Wilson die Band "Weezer".
Die Band spielte fortan rund um LA in diversen Clubs und wurde zudem von einem kleinen Label gesignt - drei Tage vor Beginn der Studioaufnahmen lud man den Gitarristen
Brian Bell als Aequilibrist des Projekts auf die weezer'sche Aera ein.
Nach laengerem Ruhestillstand, welcher auch mit Begruendung des meinerseits nicht nachvollziehbaren Flopps des 1995 erschienenen Albums
Pinkerton zu rechtfertigen ist, was primaer das Motiv des Verlassens der Truppe von
Sharp war, taumelte
1999 eine erste Rueckmeldung ein - Mikey Welsh uebernahm bassistisches Amt und die Warp Tour 2000 wuerd' ich als Headliner bestreiten - Fans in Freudentaumel
2001 schritt das "Green Album" zur Publizierung und wurde dank Titeln wie par exemple "Island in the sun" und "Hash Pipe" zum Hit - was Neider in Form des ehemaligen Bassisten
Matt Sharp auf den Plan rief. Derselbige verklagte aus mir entfernt nachvollziehbaren Gruenden die Band.
Nach einigen Tourabsagen wurde den Fans dagegen ein Jahr spaeter das Album "Maladroit" vor die Finger geschoben - mit neuem Sound, und trotz doch altem Debuet...
#II.
Maladroit - Das Album
Von rustikaler Beschaffenheit kann, wie oben aufgefuehrt, in Sachen Cover keine Rede sein. Stilistisch edel, wie auch das infospezifische Booklet.
Code:
Auf eine definitorische Rezension der einzelnen Songs verzichte ich bewusst, ich kumulier' vielmehr 'mal die Beschaffenheit
An dieser Stelle wurden die Zutaten der drei Vorgaenger nun vollends zusammengemischt, mit dem Endprodukt eines hybriden, definitiv ueberzeugenden Eintopfs- Dessen Bekoemmlichkeit allerdings in keinster Weise mit der des melodieverliebten "Blue-Album Weezer" zu vergleichen ist. Ob das experimentiell intensive "Pinkerton" oder des eher rockigere, melodische "Green Album" - Spezifische Geschmaecker und Varianten manifestieren sich von Weezer ueber Weezer als unsagbar vielfaeltig.
Dennoch ergoetzt man sich dieserorts wieder bestem in Weezer - Manier, was bereits beim melodischen Refrain von 'American Gigolo' beginnt, setzt sich im
Gute Laune Rocker 'Dope Nose' fort, und findet im unuebertroffenen Mix aus melodischer Stimme und rockenden Gitarrenklaengen beim
trampelpfaed'schen 'Keep Fishin'' bereits nach dem dritten Titel eine erste Pointe.
Take Control und
Death and Destruction koennen mit ihrer teils brachialen Instrumentalgewalt ueberzeugen, die an dieser Stelle vordergruendig wirkt.
Das, dank eines Dauerriffs, aeusserst intensive 'Slob' gestattet darauf als erster anzuerkennender Albumhoehepunkt bezeichnet zu werden.
Nach zwei minuetigem 'Space Rock', geleiten wir richtung Mutter Erde in den Schoss des 'Slave', welcher unsere Ohren anschliessend mit melodischen Rockeinlagen verwoehnt.
'Fall Together' laesst mit schnarrenden Gitarren und laessiger Melodie aufhorchen, 'Possibilities' hingegen versetzt uns vollends in die Punkschublade - An dieser Stelle wird temporeich an den Instrumenten gezerrt, geruettelt und gedroschen. Weniger der baeuerlichen Verhaeltnisse ist 'Love Explosion', vielmehr strotzt jener Titel mit weezertypischer Melodie, welche sich im Laufe des Songs zu rockigen Kanten festfaehrt, waehrend 'December' vollends auf harmonische, extrem eingaengige Refrains setzt und sich ansonsten mit 'Island in The Sun' in Sachen
melodischer Gitarrenakkord messen kann, letzterer fuehrt dieses Album somit mit bestem Gemuet zu Ende.
Wertung
5/5