Find Übersetzer immer wichtig. Wunder mich deshalb auch häufig, warum der nicht immer, quasi als Co-Autor, angegeben wird, stückweit ist er das doch sicherlich.
Geht ja nicht nur drum was, sondern auch wie es erzählt wird. Vor allem wenns wie hier auf tausend Seiten geschieht. Den Dr. Faustus, also die deutsche Sage, gibts auch unzählig verschiedene Male. Oder Shakespeares Werke, da gibts bestimmt auch unzählige Übertragungen, nur ob eine an die von Schlegel und besagtem Tieck ran reicht? (Ja, sollte man im Orginal lesen, wenn man aber nicht blickt worums geht bringt einem das niemals vollständig zu übersetzende, zwischen den Zeilen, im Original auch nix; vor allem solls aber Spaß machen).
Und überhaupt, wenn man schon die Wahl hat ;-). Die moderne wird ja dummerweise nicht mehr gedruckt. Wobei aktuell sein nicht das wichtigste ist.
Montaigne, 16tes Jahrhundert, als Beispiel:
* [...] wenn weder Lernende noch Lehrende dadurch brauchbarer für das Leben werden, trotz der Gelehrsamkeit, die sie aufnehmen. [...] Köpfe mit Wissen vollstopfen" (Arthur Franz, letztes Jahrhundert)
* "wenn weder Lernende noch Lehrer dabei gescheiter werden, sondern allenfalls gelehrter. [...] den Kopf der Kinder mit Bücherschränken zu möblieren" (Hans Stillet, aktuell) mehr:
http://www.michel-montaigne.de/montaigne_texte.php
Beides recht aktuelle Übersetzungen, beide nicht allzu modern, beide nicht schlecht, aber allein die Möbel Metapher ist doch brillant.
Übersetzungen des Quixote sind bei spanischen Germanisten beliebtes Thema, die meinen Braunfels habe grammatikalisch Schwächen (hab aber nur irgend eine Seminar/Semesterarbeit, u.ä. quergelesen). Ist aber sowieso, wie Tieck auch, veraltet und ersterer ist von seinen Shakespeare-Übertragungen, bzw. Nachbesserungen an denen Schlegels, bekannt.