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Stoertebeker
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Überblick verschiedenen Don Quixote Übersetzungen

Falls mal jemand auf die Idee kommen sollte besagtes Buch zu lesen.

Die älteste Übersetzung, 18.Jh, von Ludwig Tieck gibts bei Diogenes. Soll zwar altertümlich aber schön geschrieben sein.
Eine von Ludwig Braunfels, 19Jh, bei Patmos (die für 10 Euro), die - zumindest im Braunfels-Orginal - sprachlich mitunter hässlich sein soll.
Aus dem 19ten Jh, anonym, vom Insel-Verlag, wohl modernisiert von dem, der auch die anderen Cervantes Sachen macht .
Dann noch eine von Ernst von Wolzogen, erste Hälfte letztes Jahrhundert, beim Vitalis-Verlag.

Eine aktuelle von Anton Maria Rothbauer, soll zwar gut sein soll, wird nur nirgends aufgelegt. Würde die Verläge am Ende auch noch Lizenzgebühren kosten, im Gegensatz zu den gemeinfreien Uralt-Übersetzungen.

Ebenfalls noch irgend eine, verbrochen von einem akademischen Banausen, der die von Tieck verbessert und netterweise aufs für ihn wesentliche verkürzt hat. Und noch eine Nacherzählung von Kästner und, und.
Alt 14. 04. 2005, 13:11 Stoertebeker is offline Mit Zitat antworten #1
yggr
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Ehrlich gesagt hatte ich mir darüber noch nie Gedanken gemacht. Was mich aber interessieren würde, wie kamst du darauf?
Alt 14. 04. 2005, 13:39 yggr is offline Mit Zitat antworten #2
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Ich kam nicht drauf, deshalb hab ich gestern ewig viel Zeit mit verschwendet das bischen Info zu suchen. Verlage wie Vitalis geben zB. einfach keinen Übersetzer an. Und google-Suche war bis jetzt auch nicht wirklich hilfreich.
Alt 14. 04. 2005, 13:56 Stoertebeker is offline Mit Zitat antworten #3
yggr
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Nein du verstehst mich falsch - der Grund für deine Suche.
Alt 14. 04. 2005, 13:58 yggr is offline Mit Zitat antworten #4
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Ich will das Buch lesen und kann kein Spanisch, daher hab ich nach einer gelungenen Übersetzung gesucht.
Alt 14. 04. 2005, 14:00 Stoertebeker is offline Mit Zitat antworten #5
yggr
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Achso, ich dachte nicht das das bei solch einem alten Werk eine derartige Rolle spielt, mal abgesehen von top aktuellen Übersetzungen.
Alt 14. 04. 2005, 14:12 yggr is offline Mit Zitat antworten #6
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Find Übersetzer immer wichtig. Wunder mich deshalb auch häufig, warum der nicht immer, quasi als Co-Autor, angegeben wird, stückweit ist er das doch sicherlich.
Geht ja nicht nur drum was, sondern auch wie es erzählt wird. Vor allem wenns wie hier auf tausend Seiten geschieht. Den Dr. Faustus, also die deutsche Sage, gibts auch unzählig verschiedene Male. Oder Shakespeares Werke, da gibts bestimmt auch unzählige Übertragungen, nur ob eine an die von Schlegel und besagtem Tieck ran reicht? (Ja, sollte man im Orginal lesen, wenn man aber nicht blickt worums geht bringt einem das niemals vollständig zu übersetzende, zwischen den Zeilen, im Original auch nix; vor allem solls aber Spaß machen).

Und überhaupt, wenn man schon die Wahl hat ;-). Die moderne wird ja dummerweise nicht mehr gedruckt. Wobei aktuell sein nicht das wichtigste ist.

Montaigne, 16tes Jahrhundert, als Beispiel:
* [...] wenn weder Lernende noch Lehrende dadurch brauchbarer für das Leben werden, trotz der Gelehrsamkeit, die sie aufnehmen. [...] Köpfe mit Wissen vollstopfen" (Arthur Franz, letztes Jahrhundert)
* "wenn weder Lernende noch Lehrer dabei gescheiter werden, sondern allenfalls gelehrter. [...] den Kopf der Kinder mit Bücherschränken zu möblieren" (Hans Stillet, aktuell) mehr: http://www.michel-montaigne.de/montaigne_texte.php

Beides recht aktuelle Übersetzungen, beide nicht allzu modern, beide nicht schlecht, aber allein die Möbel Metapher ist doch brillant.


Übersetzungen des Quixote sind bei spanischen Germanisten beliebtes Thema, die meinen Braunfels habe grammatikalisch Schwächen (hab aber nur irgend eine Seminar/Semesterarbeit, u.ä. quergelesen). Ist aber sowieso, wie Tieck auch, veraltet und ersterer ist von seinen Shakespeare-Übertragungen, bzw. Nachbesserungen an denen Schlegels, bekannt.
Alt 14. 04. 2005, 15:18 Stoertebeker is offline Mit Zitat antworten #7
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