Mal wieder ein Film von Aki Kaurismäki im Fernsehen. Den hab ich selbst noch nicht gesehen, daher eine kopierte Kritik:


"Ein Mann mittleren Alters (Markku Peltola) kommt gerade mit dem Zug in Helsinki an, schon wird er rücklings niedergeschlagen und ausgeraubt. Mit letzter Kraft schleppt er sich ins Krankenhaus, wo er wenig später für tot erklärt wird. Trotzig, wie der Namenlose ist, erhebt er sich, kaum dass er allein im Zimmer ist, aus seinem Bett und verlässt das Krankenhaus. Von nun an schlägt er sich allein durch die Stadt, doch er kann sich an nichts mehr erinnern, er weiß weder seinen Namen, noch was er in der Stadt wollte. Die Diebe haben ihm nicht nur sein Geld sondern auch jeglichen Hinweis auf seine Identität genommen.

In einer Containersiedlung am Hafen erbarmt sich eine Familie seiner und päppelt den Halbtoten wieder auf. Bald zieht er in seinen eigenen Container und bandelt mit der Heilsarmistin Irma (Kati Outinen) an. Wird er den Rest seiner Tage so weitergehen oder bekommt er doch noch einen Hinweis auf seine Vergangenheit?

Aki Kaurismäki hat es nach seinem Stummfilm „Juha“ geschafft, zum normalen Film zurückzukehren, ganz ohne normal zu wirken. Kaurismäkis Figuren sind in der Mimik sparsam und die Dialoge sind kurz. Doch kommt erstaunlicherweise keine peinliche Stille auf. Alles was gesagt werden muss, wird auch gesagt. Die Handlung schmückt sich mehr durch Bilder als durch viele Worte aus."

Quelle: http://www.cineclub.de/filmarchiv/20...angenheit.html