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gulli Spender
jetzt komplett raus hier
 
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Registrierungsdatum: Jan 2000
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Nationalismus als Kaufargument

http://www.budweiser.com/american_owned/ schreibt:
Zitat:
Thanks to American consumers, our Budweiser and Bud Light brands are the best-selling beers in the country. One of every two beers bought in America is an Anheuser-Busch product.

At Anheuser-Busch, we achieve satisfaction by brewing the world’s best beers for you.

Our employees respect their work, because they know what they give to America stays in America. Anheuser-Busch is the only major brewery that is still American owned. It’s true – all other major brewers are owned by foreign companies. Anheuser-Busch is the only major American brewer still American owned, with over 95% of our stock held by American investors.

Anyway you pour it, this is America’s beer. America brews it. America owns it. Read on about Anheuser-Busch pride.
11 x 'America' in 11 (extrem kurzen = auch für Doofe verständlichen) Sätzen.

Und dumm muss man auch sein um auf diese Argumentation hereinzufallen. Wenn die Geschäfte schlecht laufen ist wohl jedes Argument recht. U.a. auch die Tatsache, dass die beiden konkurrierenden Marken Miller und Coors teilweise nicht im US-Besitz sind.
Zitat:
... Did you know that United States-based Coors merged with Canadian-based Molson in 2005? The new Molson Coors is headquartered both in Montreal, Canada, and Denver, Colorado. Now, only about 49% of Molson Coors is American owned. More bad news for American workers…
Zeit zu richtig wichtigen Fragen zu kommen:
Zitat:
With over 80% of its employees outside of the United States, it’s hard to ignore a simple question. Does Miller reflect the American spirit?
Denn Biergeschmack macht bekanntlich an Ländergrenzen Stopp... Wer sonst würde das US-Budweiser trinken? "You know what Bud has in common with sex in a canoe? They are both fucking close to water" sagen sogar einige meiner US-Freunde über das Gebräu.
Zitat:
However, when you purchase an Anheuser-Busch product, your hard-earned money stays right here in America. When profits remain in the United States, Americans of every stripe profit as well.

We at Anheuser-Busch don’t just believe in great tasting beer, we believe in doing everything we can to stimulate the economy and create good jobs for your friends and neighbors.
Also: US-Amerikaner kauft nur bei US-Amerikanern, ignoriert eure Geschmacksnerven und thank you for the war.

Im Ernst. Dieses "kauft nur in [dein-Standort] hergestellte Waren um unsere Arbeitsplätze zu sichern" Gerede, dass auch und gerade in Deutschland geht mir auf den Sack, weil es im Endeffekt nicht relevant ist, ob die Arbeitslosen in Deutschland, Niederlanden, Polen, USA oder Korea sitzen. Immer häufiger wird versucht mit nationalistischen Sprüchen für die eigenen Produkte zu werben und dabei auszublenden, dass es den Unternehmen an sich eben doch nur um den Profit geht.

Verglichen mit den Budweiser-Sprüchen mögen die Arbeitsplatz-als-Kaufanreiz-Argumente von Trigema und Technisat (deren Slogans u.a. "Made in Germany - Arbeitsplätze sichernd" lauten) noch harmlos sein, aber die Richtung ist klar vorgegeben. Wer - außer der NPD persönlich - kann die Budweiser-Sprüche noch toppen?
Alt 02. 06. 2005, 01:13 gulli is offline Mit Zitat antworten #1
Der Rebell
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Tja, was sage ich als Vertreter des Regionalitätsprinzips dazu?

Ich würde sagen, daß der vielgelobte internationale Warenaustausch zum Ersten den neoliberalen Globalismus fördert und zum Zweiten ein ökologisches Verhängnis ist. Ganz abgesehen davon, daß er Drittens die Menschen letztlich zu Figuren auf einem Brettspiel macht.

Wenn man natürlich mit nationalistisch-patriotischen Argumenten kommt, ist es schwierig, das Regionalitätsprinzip noch zu vertreten.

Fragt man nun nach dem Kapital hinter der Story und den Argumenten der Werbung, scheint es wieder eindeutig zu sein. Dann wird diese Werbung zum lupenreinen Nationalismus.

Dasselbe Ergebnis aus verschiedenen Blickwinkeln?

DR
Alt 02. 06. 2005, 01:51 Der Rebell is offline Mit Zitat antworten #2
kikoderkiko
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ja das stimmt. habe die werbung letztens auch im Times Magazin gesehen (wohne in seattle)..
aber in den USA ist das anders, einfach weil stolz auf das eigene land, patriotismus, hier eine positive eigenschaft ist, fast egal wie extrem. viele firmen machen das so. man kann es nicht vergleichen mit deutschland und ich finde es extrem nervend, ganz ehrlich. ich mag die deutsche, "schuechterne", lieber.
Alt 02. 06. 2005, 02:58 kikoderkiko is offline Mit Zitat antworten #3
Lindener Spender
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Hm, achte schon darauf, das das Produkt, welches ich kaufen möchte, möglichst in Deutschland hergestellt wurde, ist egal, ob von einem deutschen oder ausländischem Unternehmen!

Beispiel Trigema: Warum soll ich nicht das Unternehmen mit dem Kauf eines Produktes belohnen, er sichert ja nunmal wirklich Jobs in DE und garantiert allen Mitarbeitern, das Ihre Kinder später auch in dem Unternehmen arbeiten können!


Ist in der Textilindustrie schliesslich nicht mehr allzuoft hier zu finden!

Warum soll er nicht damit werben??


Gruss

LIndener
Alt 02. 06. 2005, 03:00 Lindener is offline Mit Zitat antworten #4
mantas
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Ich glaube das spielt eher auf 'Outsourcing' von Amerikanischen Jobs an. Wenn man heute 'ne Amerikanische Zeitung aufschlägt finded man zahllose Stories über Arbeitsplätze die ins Ausland versetzt werden.
Zitat:
More bad news for American workers…


Zitat:
With over 80% of its employees outside of the United States,
Alt 02. 06. 2005, 03:24 mantas is offline Mit Zitat antworten #5
Whuffo
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Re: Nationalismus als Kaufargument

Zitat:
Original geschrieben von gulli
Im Ernst. Dieses "kauft nur in [dein-Standort] hergestellte Waren um unsere Arbeitsplätze zu sichern" Gerede, dass auch und gerade in Deutschland geht mir auf den Sack, weil es im Endeffekt nicht relevant ist, ob die Arbeitslosen in Deutschland, Niederlanden, Polen, USA oder Korea sitzen. Immer häufiger wird versucht mit nationalistischen Sprüchen für die eigenen Produkte zu werben und dabei auszublenden, dass es den Unternehmen an sich eben doch nur um den Profit geht.

Ich wohne in der Nähe von Trigema und solange wir nicht das Arbeitslosengeld für Arbeitslose in Polen, USA oder Korea zahlen müssen ist mir die Arbeitslosenquote dort sch*** egal!

Natürlich möchte Trigma Profit machen, genauso wie jede Firma. Was ist denn daran verwerflich?


Whuffo
Alt 02. 06. 2005, 07:14 Whuffo is offline Mit Zitat antworten #6
DarkWolf
unregular timeflow°
 
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Ich frage mich gerade, wie sich das international auswirken würde, diese Werbung auf ein beliebiges Deutsches Bier umzubauen.

*Deutsches Bier für Deutsche, gebrrraut in Deutschland von Deutschen Arrrbeitern... BLAH*

Nationalismus ist die wohl traurigste Erfindung der letzten 200 Jahre. Davor war die Welt zwar nicht besser, aber den schaden den Nationalismus auslösen kann haben wir ja alle gesehen und wird wohl auch noch lange zu sehen sein.
Alt 02. 06. 2005, 08:09 DarkWolf is offline Mit Zitat antworten #7
nathan west
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Nunja, "das Weltverständnis des durchschnittlichen US-Amerikaners ist mit naiv sehr wohlwollend umschrieben". <- Volker Pispers (oder so ähnlich).

Nunja, es gibt doch auch diese Textilfirma, die nur in den USA produziert, American Aparell oder so... naja, das ist ja an sich ein lobenswertes Konzept, in der Grundidee...

Wir haben auch überlegt, unsere Verbandszeitung in Polen drucken zu lassen, und dort auch den Versand nach Deutschland in Auftrag zu geben. Würde 6x im Jahr etwa € 1100,- sparen...
Trotzdem haben wir´s gelassen...
Alt 02. 06. 2005, 08:12 nathan west is offline Mit Zitat antworten #8
yggr
BSD dude
 
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Den Spruch "...kauft deutsche Produkte, damit es mit der deutschen Wirtschaft aufwärts geht..." hört man auch hier oft genug von Politikern. Oder Firmen, die wie Trigema ( T-Shirts ), die mit deutschen Produkten in Deutschland von deutschen Arbeitern gefertigt werben. Insofern ist es natürlich dort etwas schärfer formuliert, jedoch nicht soweit von der identischen Absicht hierzulande entfernt.
Alt 02. 06. 2005, 08:21 yggr is offline Mit Zitat antworten #9
Renator Spender
Schwammkopf
 
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Was ist denn bitte daran so falsch? Im Grunde wird der Kunde nur über den Produktionsstandort aufgeklärt. Sicherlich könnte man die Formulierungen ändern, aber der Kunde bekommt den Text vorgesetzt, den er hören will. Wenigstens basiert das ganze hier auf Fakten und nicht irgendwelchen zusammengeschusterten Lügen, die in der Werbung so oft gezeigt werden.
Wenn es dem Kunde wichtig ist ein deutsches oder was auch immer für ein Produkt zu kaufen... ja dann müsste ich als Unternehmen meine Marketingstrategie ändern.

Und es ist für mich definitiv ein Unterschied, wo Arbeitslose sind. Auch in finanzieller Hinsicht. Die Steuern steigen, um die Arbeitslose finanzieren. Wenn ich nun wissen würde, dass ich im Jahr 5 T-Shirts und 4 Hosen von irgendeiner Marke kaufen müßte, um dafür die Arbeitslosigkeit in meiner Region oder Deutschland zu senken... ich würde es tun. (Andere Faktoren wie Aussehen und Qualität wären natürlich auch wichtig!)

Das eine Unternehmung Geld verdienen will ist klar. Nich umsonst ist selbst im Gesetz ein Unternehmen erst ein Unternehmen, wenn es Gewinnabsichten hat.
Alt 02. 06. 2005, 08:40 Renator is offline Mit Zitat antworten #10
yggr
BSD dude
 
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Zitat:
Was ist denn bitte daran so falsch? Im Grunde wird der Kunde nur über den Produktionsstandort aufgeklärt. Sicherlich könnte man die Formulierungen ändern, aber der Kunde bekommt den Text vorgesetzt, den er hören will. Wenigstens basiert das ganze hier auf Fakten und nicht irgendwelchen zusammengeschusterten Lügen, die in der Werbung so oft gezeigt werden.

Falsch?! Darüber sollen anderen Urteilen mir ist es egal, solange daraus kein Schuh wird in puncto "gute Deutsche kaufen nur inländische Produkte" ...
Tatsachen von Firmen? Gibt es keine, jedes öffentliche Wort ist geschöntes, um es höflich auszudrücken, Marketing.
Alt 02. 06. 2005, 09:57 yggr is offline Mit Zitat antworten #11
hanskanns Spender
Celebrate Old Europe
 
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vielles was so deutsch klingt wird mitlerweile billig im ausland hergestellt und nur die endfertigung findet in deutschland statt. trotzdem darf dann noch "made in germany" drauf stehen.

um ehrlich zu sein, mir wäre es auch lieber wenn ich wüsste wo die ganzen produkte hergestellt werden. schon alleine deswegen weil ich lohndumping und kinderarbeit grundsätzlich ablehne und verurteile.
Alt 02. 06. 2005, 11:50 hanskanns is offline Mit Zitat antworten #12
saschapepper
BÖSES BABY !
 
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Zitat:
um ehrlich zu sein, mir wäre es auch lieber wenn ich wüsste wo die ganzen produkte hergestellt werden. schon alleine deswegen weil ich lohndumping und kinderarbeit grundsätzlich ablehne und verurteile.


Stimmt genau ! Wer z.b. Fleisch im Supermarkt kauft ist in meinen Augen Lebensmüde. Es hat schon seinen Grund das BSE aus England kommt.

http://www.freenet.de/freenet/nachri...leischskandal/
Alt 02. 06. 2005, 12:02 saschapepper is offline Mit Zitat antworten #13
TabulaRasa Spender
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das argument mit dem standort ist augenwischerei. schön, wenn firmen vor ort produzieren lassen, keine frage. wenn dann allerdings die örtlichen arbeiter schlecht behandelt werden, einen miesen lohn bekommen und sozialleistungen gekürzt werden mit dem argument "wir müssen uns gegen die chinesen durchsetzen" - dann bringt das unterm strich gar nichts, ausser einer verschlechterung der arbeitsbedingungen für alle. dann sparen die hersteller höchstens die kosten für den transport vom herstellungsort zum verkaufsort und steigern ihren gewinn.

soziale verantwortung wäre schon etwas anderes; gleichen lohn für gleiche ausbildung, egal ob in china, deutschland oder den USA. soziale absicherung gegen krankheit, arbeitslosigkeit und alter. der ganze globalisierungswahnsinn hört erst dann auf wenn die firmen überall gleiche bedingungen vorfinden. tut natürlich kein staat, weder im kapitalismus noch im kommunismus - wozu auch, man kriegt sein geld ja vom steuerzahler, und da machts einfach die schiere masse.

auch firmen würden sich "soziale verantwortung" kaum aufs werbebanner schreiben - damit würde man ja die investoren abschrecken. oder hat schon mal jemand eine firma werbung machen hören mit den argumenten:

"wir zahlen über / nach tarif! wir kündigen keine schwangeren oder leute mit gesundheitlichen problemen! wir sind uns unserer verantwortung dem staat gegenüber bewusst und nutzen darum keine steuerschlupflöcher aus! bei uns kommt zuerst der mensch und dann der profit!"

na? eben.
Alt 02. 06. 2005, 12:32 TabulaRasa is offline Mit Zitat antworten #14
frogger9 Spender
Imperator
 
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werde demnächst meinen Sicherheit-Gedanken noch weiter verschärfen, in dem ich meinen Coors-Pack nur noch vor der Brust aus dem "Publix" schleppe. um nicht von Anhäuser-Bush Sympatisanten erschossen zu werden

insgesamt liefert die Stimmung in den USA so ein "McCarthy Revival".

allerdings war "Made in Germany" auch immer ein Vertriebskonzept.
Alt 02. 06. 2005, 13:23 frogger9 is offline Mit Zitat antworten #15
Stoertebeker
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Vorab, Bourbon zB. ist ebenfalls patriotisch. Eichenfässer in Amiland, dito für Champagner oder Havannas oder, oder. Mitunter steht der Produktions, Ernte oder Anbauort (beim Wein o.ä. zB. der Boden) wirklich für besondere Qualität. Scheiße im Hirn des christlich-nationalen Proletariats ist aber glaub ich für fast nicht's gut.

Zitat:
Original geschrieben von Der Rebell
Ich würde sagen, daß der vielgelobte internationale Warenaustausch zum Ersten den neoliberalen Globalismus fördert und zum Zweiten ein ökologisches Verhängnis ist. Ganz abgesehen davon, daß er Drittens die Menschen letztlich zu Figuren auf einem Brettspiel macht.

Wenn man natürlich mit nationalistisch-patriotischen Argumenten kommt, ist es schwierig, das Regionalitätsprinzip noch zu vertreten.

Fragt man nun nach dem Kapital hinter der Story und den Argumenten der Werbung, scheint es wieder eindeutig zu sein. Dann wird diese Werbung zum lupenreinen Nationalismus.
Das hier demonstrierte Beispiel ist nicht der Neoliberalismus, Globalisierung, sondern die Inkonsequenz mit der die anderen, besonders gerne armen Länder neoliberalisiert werden und die reichen - wie wir - weiter an ihrem nationalen Sozialismus kleben. Dass der Gewinn an dem Spiel nicht in die Taschen des Proletariats fliesst macht es nicht zu Neoliberalismus, genauso wenig wie eine neoliberale Soziale Marktwirtschaft durch Vorteile für's Proletariat sozialistisch wird.

Zitat:
Original geschrieben von kikoderkiko
ich mag die deutsche, "schuechterne", lieber.
Glaub mir, das geht vorbei sobald du sie nur mal richtig kennen lernst oder deine idealisierte Erinnerung eine Realitätssynchronisation erfährt. Die Deutschen dürfen nicht nationalstolz sein, weil sie dann rechts wären, das ist der Punkt, was sie natürlich trotzdem nicht dran hindert auf andere hinabzusehen und sich in die flache Nationaltasche eine einzigartige, weltwichtige Tiefe und Bedeutung zu schwafeln, die sie schlicht niemals und nirgends in ihrer kurzen Geschichte hatten.

That said, ausser den Deutschen und den Iren scheint die Welt unfähig zu sein ordentliches Bier zu brauen. Dachte bis jetzt die nämliche, patriotische Brühe käme aus der Tschechei, wie auch Miller. Das wird auch der Grund für die Kampagne sein, so denken sicher die meisten fälschlich. Miller macht auch einen auf amerikanische, obwohl es irgendwo aus dem Ostblock kommt ist. Jedenfalls schmeckt es ähnlich scheisse wie das dänische Bier der Franzosen. In Ossi-Diskos war es trotzdem immer der Knaller, eben bei den Fubu-Fitnessstudio-Helden, denen Bananen nicht mehr hart genug waren.

--
"Export ist, wenn die anderen kaufen sollen, was wir nicht kaufen können; auch ist es unpatriotisch, fremde Waren zu kaufen, daher muß das Ausland einheimische, also deutsche Waren konsumieren, weil wir sonst nicht konkurrenzfähig sind." [Kurt Tucholsky (PP), Kurzer Abriß der Nationalökonomie"]
Alt 02. 06. 2005, 14:11 Stoertebeker is offline Mit Zitat antworten #16
Whuffo
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Zitat:
Dachte bis jetzt die nämliche, patriotische Brühe käme aus der Tschechei, wie auch Miller. Das wird auch der Grund für die Kampagne sein, so denken sicher die meisten fälschlich. Miller macht auch einen auf amerikanische, obwohl es irgendwo aus dem Ostblock kommt ist.


1. Sag mal einem Brauer aus CZ, dass das amerikanische Bud aus Budweiser (in CZ) kommt... Der bringt dich um!
Abgesehen vom Namen hat das Bud aus den USA nix, aber auch gar nix, mit Budweiser in CZ zu tun. Die brauen die Plörre in den USA mit Reis!

2. Miller kommt aus Milwaukee. Wo hast du denn das mit dem "Ostblock" her?


Whuffo
Alt 02. 06. 2005, 15:31 Whuffo is offline Mit Zitat antworten #17
Stoertebeker
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Hatte ich so in Erinnerung. Fand aber die Tatsache, dass es auf solchen "Hurra die Amis haben uns be-" äh... "befreit" (der Germane an sich ist ja unbesiegbar) "und schicken uns jetzt ihr Hardcore-Proletariat zum aufpassen"-Veranstaltungen immer getrunken wurde wesentlich bemerkenswerter. In Deutschland so eine Brühe zu trinken hat sicher schon wieder Stil, irgendwie, irgendwo.
Alt 02. 06. 2005, 17:12 Stoertebeker is offline Mit Zitat antworten #18
Mausmaki
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Deutsches Bier ist jedenfalls besser als amerikanisches und das obwohl neben der Zivilbevölkerung auch Brauereien beim letzten ernstzunehmenden kulturaustausch mit der USA verbrannt wurden.

Ich würde im übrigen eine Marke die mit Produkten und Gewinnen in einem globalisierten Marktsegment nachweißlich lokal wirtschaftet sofort bevorzugen.
Genauso wie ich auch Kaffee kaufe der "fair" gehandelt wird, für den die Bauern also einen anstzändigen Lohn erhalten.
Alt 03. 06. 2005, 14:49 Mausmaki is offline Mit Zitat antworten #19
Stoertebeker
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Das mit dem fairen Handel hast du falsch verstanden. Der Kaffee wird eh dort angebaut. Weg fällt der Zwischenhändler und oftmals auch die Rösterei - die natürlich wenn man die Transportkosten und dortigen Lohnkosten denkt - auch dort geschieht, deshalb kostet der Kaffee auch nicht mehr.
Alt 03. 06. 2005, 15:24 Stoertebeker is offline Mit Zitat antworten #20
Mausmaki
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Die Kaffeebauern können dabei anständig von ihrem Geschäft leben und werden nicht durch die Verwendung von quasi-Sklavenarbeitern durch globale Großkonzerne unterboten.

Das selbe Prinzip sähe ich bei erwiesener Maßen lokal wirtschaftenden Produzenten die die Arbeit eben hier leisten lassen anstatt beispielsweise T-Shirts von Kindern in der Dritten Welt nähen zu lassen.
Alt 03. 06. 2005, 15:38 Mausmaki is offline Mit Zitat antworten #21
knuffel61
Die Wirklichkeit
 
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Also nur so zur Allgemeinen Aufklärung, das Fleisch vom Metzger um die Ecke kommt auch meistens aus Grossschlachthöfen.
Und die Schweine zu 90% aus grossen Mastanlagen.
Denn die EU hat es mit ihren überzogenen Vorschriften geschafft, das fast alle kleinen regionalen Schlachthöfe zumachen musten.
Und wenn man recht früh aufsteht, sieht man beim Metzger einen Kühl-LKW stehen von Westfleisch oder ähnlichen Firmen.
Der Metzger heute bestellt wenn er viel selber macht soundsoviel Schweinehälften und macht daraus seine Ware.
Und zum Bier ist nur zu sagen ich trinke was mir schmeckt.
Bei Wein bin ich halt international, Rotwein aus Frankreich, Südafrika, Deutschland, USA usw.
Will damit nur sagen dieses national kaufen gebrabbele ist Humbug. Unbestreitbar ist allerdings der Handel der grosse Gewinner bei Dritte Welt Produkten. Wie Zucker, Kaffee, Kakkao usw. Der Fairpreis Kaffee ist eine super Sache, wird nur leider nicht in grossen Handelsketten angeboten, oder doch???
Die Heuschreckenschwärme entscheiden wohin die Arbeitsplätze verlagert werden. Also dahin wo kurzfristig und schnell Geld zu verdienen ist. Momentan ist China angesagt.
In 5 Jahren ist es vielleicht Südamerika. Immer da wo die Geldgeber und Investoren am meisten Gewinn sehen, wird die Arbeit hin verlagert. Früher waren es die Zonenrandgebiete, es gab ja reichlich Subventionen. Heute zählt die billige Arbeitskraft. Wenn eine Firma damit Werbung betreibt, das sie
ihre Produkte wirklich komplett in Deutschland produziert soll sie
doch. Letztendlich entscheidet doch der Preis und die Qualität.
Wer gibt schon mehr Geld aus, nur weil da darauf steht:
Made in Germany. Kaum einer.

Gruss
Alt 03. 06. 2005, 22:20 knuffel61 is offline Mit Zitat antworten #22
yggr
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Beiträge: 7.258
Zitat:
Also nur so zur Allgemeinen Aufklärung, das Fleisch vom Metzger um die Ecke kommt auch meistens aus Grossschlachthöfen.

Dem kann ich so nicht zustimmen, trifft vielleicht auf die Großstadt zu aber definitiv nicht aus das Gros der ländlichen Gebiete - hier kann man sogar meist Schritt für Schritt den Ursprung des Fleisches nachvollziehen.

Zitat:
Der Fairpreis Kaffee ist eine super Sache, wird nur leider nicht in grossen Handelsketten angeboten, oder doch???

Real, Globus ... bei anderen weiß ich es nicht.
Alt 03. 06. 2005, 22:24 yggr is offline Mit Zitat antworten #23
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Beiträge: n/a
Zitat:
Original geschrieben von gulli
Im Ernst. Dieses "kauft nur in [dein-Standort] hergestellte Waren um unsere Arbeitsplätze zu sichern" Gerede, dass auch und gerade in Deutschland geht mir auf den Sack, weil es im Endeffekt nicht relevant ist, ob die Arbeitslosen in Deutschland, Niederlanden, Polen, USA oder Korea sitzen. Immer häufiger wird versucht mit nationalistischen Sprüchen für die eigenen Produkte zu werben und dabei auszublenden, dass es den Unternehmen an sich eben doch nur um den Profit geht.
Seh ich fast genauso. Es ist auch Schwachsinn zu behaupten, der Endkunde könnte über sein Konsumverhalten das Verhalten der Konzerne wesentlich steuern. Das ist bei dem Mangel an Informationen, bei den Querverbindungen von Investiertem Geld, bei dem langen Arm der Konzerne in die Politik schlicht unmöglich.
Zitat:
Original geschrieben von Stoertebeker
Das hier demonstrierte Beispiel ist nicht der Neoliberalismus, Globalisierung, sondern die Inkonsequenz mit der die anderen, besonders gerne armen Länder neoliberalisiert werden und die reichen - wie wir - weiter an ihrem nationalen Sozialismus kleben.
Oh weia, da wird hier lang und breit über die Gründung einer sozialdemokratisch bis linken Partei diskutiert, da kommen die Neoliberalen wieder mit ihrem "nicht nötig, wir leben ja im Sozialismus". Nach der Abstimmung zur EU (für die wir ja mangels Demokratie nichts können) sogar im nationalen Sozialismus!
Ja ließt den keiner neoliberale Rechtfertigungsliteratur oder warum weiß das keiner außer den Neoliberalen selbst?
WIR bestimmen noch nicht mal unsere Politik, aber die Neoliberalisierung anderer Länder.. Da drücken sich sogar die Neoliberalen ganz gegen ihre Gewohnheit ein "WIR" raus.
Zitat:
Original geschrieben von Stoertebeker
Dass der Gewinn an dem Spiel nicht in die Taschen des Proletariats fliesst macht es nicht zu Neoliberalismus, genauso wenig wie eine neoliberale Soziale Marktwirtschaft durch Vorteile für's Proletariat sozialistisch wird.
Letzteres gibt es nicht, und zum ersten kann man nur sagen das es natürlich neoliberale Politik ist, auch wenn es nie der reinen Lehre des Neoliberalismus entspricht. Ne Schwachsinns und Ausbeuterideologie der Reichen wie der Neoliberalismus wäre nie gegen die Mehrheit ohne Staat oder entsprechende starke repressive Mafiosistrukturen durchsetzbar. Deswegen können die Neoliberalen auch immer ein Popanz (Staat z.B.) verantwortlich machen, der zu verschulden hat, dass die "segensreiche Medizin" nicht wirkt und stattdesen die Gewinne ihrer Marktordnung wegen Staat und immerwährenden sozialistischen Umständen "dummerweise" und suboptimal immer in ihre Kippen fließen
Alt 04. 06. 2005, 02:08 Mit Zitat antworten #24
Apfelkuchen
Écrasez l'infâme!
 
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Zitat:
Der Fairpreis Kaffee ist eine super Sache, wird nur leider nicht in grossen Handelsketten angeboten, oder doch???
Also bei uns gibts da extra nen handelshaus für swoas, heist gepa, und im EDEKA verkoffen sie das auch! Und bei uns an der schule, in fporm von riegeln *g*

Zum eigentlichen theam:
1) Ich finde, mann kann ruhig Werbung damit machen, der deutschen Wirtschaft zu dienen( mir fällt kein bessres wort ein), nationaliistsich oder wie auch immer ihr es nennen mögt, ohne dabei gleich als kleiner Neo-nazi zu gelten! Ich finde es schlimm, dass die amerikaner sowas machen dürfen und es bei uns immer falsch ausgelegt wird! Man kann auch ein bisschen patriotisch (mir fällt auch hier kein besseres Wort ein *g*) sein, ohne gleich rechts zu sein!
2) Auch ich kaufe am liebsten deutsche, oder wenigstens europäische Produkte! Gegen produkte aus China und japan hingegen wehr ich mich, ka, aber die sind mir unsympatisch! Ausserdem muss ich mir später hier in deutschland einen Job suchen, und wenn alle Firmen ausgewandert oder pleite sind, hab ich kein Geld und muss dem Steuerzahler auf der Tasche liegen! insofern: Support your local Dealer!!!!!!

PS: Ich drinke am liebsten Schlappeseppel, das kommt aus der region, tut aber nix zur Sa