Das Wetter bewältigt, die Presse verladen und der Planet gehackt

Es geht nichts gegen Social Engineering, und mit völlig untechnischen Strategien hat man bisweilen auch beim Hacken die größten Erfolge. An sich sollten mit der Ankündigung, die Polizei würde auf dem Camp einen Workshop zu legalen Datenabhörtechniken anbieten, nur die Teilnehmner des Camps veräppelt werden, die Wirkung auf die Presse wurde indessen unterschätzt: Der Hoax von der hackerfreundlichen Polizei landete bei der Agentur AP - und dann schnell bei den großen Medien, von CNN bis gar zur Hindustan Times, wie der Spiegel weiss. Er habe nur sehen, ob social hacking wirklich funktioniert, so der Urheber des Hoax, und man kann davon ausgehen, dass zumindest ein Experiment auf dem Camp erfolgreich durchgeführt wurde.

Nach anfänglichem Wetterchaos, welches kurz den Alternativnamen "What the Mud" erwägen ließ, haben sich die Hacker und Häcksen offenbar arrangiert: in der Zeltstadt mit über 3000 Besuchern wurden inzwischen Notzelte für Teilnehmer mit überfluteten eigenen Zelten errichtet, in der Zwischenzeit wich die Regenwarnung inzwischen der, doch genug Flüssigkeit zu sich zu nehmen.

Bislang haben auf dem Event, der noch bis morgen läuft, eine lange Reihe von Themen und Workshops stattgefunden - die Herausgabe der vorläufig letzten Ausgabe des Hackermagazins Phrack ist inzwischen erfolgt, neben Workshops zum trotz Verhaftungen nach wie vor beliebtem Wardriving, zu Quantenkryptografie, Rasterfahndung, chinesischer Zensurpolitik, Fingerabdruckfälschung...weiterlesen