Zehn Jahre Knast für Journalist
Dass die Wirtschaft allzugerne mit dem Regime in China kollaboriert, ist nichts neues, und über Microsofts Wortzensur beim chinesischen MSN mag man noch gelächelt haben. Dank der Kooperation Yahoo!s mit dem chinesischen Behörden sind nun nach Angaben von Reporter ohne Grenzen etwas schwerwiegendere Folgen eingetreten als ein zensiertes Wort in einem Blog: Dank der Infos, die Yahoo! herausgab, wurde der chinesische Journalist Shi Tao zu zehn Jahren Haft verurteilt.
"Wir wußten bereits, dass Yahoo! freudig mit dem chinesischen Regime kooperiert, wenn es um Zensurfragen geht, nun wissen wir auch, dass sie ebenfalls ein Polizeiinformant sind", so die Pressemitteilung der Organisation. Yahoo habe offensichtlich den Forderungen nach Datenherausgabe der chinesischen Strafverfolger entsprochen, die die Zuordnung einer IP-Adresse zu online gepostetem Material ermöglichten. Durch Yahoos Kooperation konnte weiterhin die Zuordnung der Mailbox von Shi Tao zu bestimmten Postings ermöglicht werden. Shi Tao hatte über die Warnungen berichtet, die das Regime an verschiedene Zeitungen verschickt hatte...
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