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Marler
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Registrierungsdatum: May 2005
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[Review] palmOne Tungsten E2

Hallo Boardgemeinde,

es fing alles mit der Frage nach einem Geburtstagsgeschenk an.

Einleitung

Zum Schluss habe ich mich für die Festplatte entschieden (bzw. zwecks späteren, garantiert problemlosen Betrieb als RAID, gleich 2 Festplatten bestellt). Die Festplatten tun nun seit geraumer Zeit ohne Murren ihren Dienst.

Aber der „Wunsch“ nach einem PDA bliebt in mir bestehen und ich fand etliche Situationen, in denen ich dachte: „Wenn ich jetzt ein Film gucken könnte, ein E-Book lesen oder ein einfaches Spiel spielen, das wäre toll.“ Somit grübelte ich lange Zeit, suchte noch ein wenig rum und am 20.10.05 stand meine Entscheidung fest: Ich hole mir einen PDA!
Und da man sich ja sonst nichts gönnt, habe ich nicht den Zire31 genommen, sondern einen Tungsten E2. Denn damit steht auch dem Filmvergnügen nichts mehr im Weg und die hervorragende Akkulaufzeit von ca. 10 Stunden unterstützte meine Kaufentscheidung. Außerdem löst das Display 320*320 auf. Somit sind E-Books auf jeden Fall gut zu lesen.

Nach kurzer Recherche hat sich herausgestellt, dass Amazon.de mit 189€ (am 25.10. wurde der Preis auf 199€ angehoben) den Palm am günstigsten anbietet. Dort wurde dann noch am selben Tag bestellt. Lieferzeit war mit 9-10 Tagen angegeben. Dementsprechend hieß es erstmal warten…


Lieferumfang/1. Eindruck

…Bis zum 27.10. Es kam in den üblichen Amazonkartons und somit einigermaßen sicher verpackt. Beim Öffnen der Verpackung musste man sehr vorsichtig vorgehen, denn es gab keine Lasche etc. zum aufziehen. Man musste also mit der Schere die „harte“ Plastikverpackung aufschneiden bzw. aufreißen. Dabei sollte man aufpassen, sonst schneidet man sich an den scharfen Kanten.

Als ich dann den Tungsten E2 zum ersten Mal in den Händen hielt, dachte ich: „Das war es schon?“ Allerdings im positiven Sinne, denn vom Gewicht her ist er nicht viel schwerer als ein Handy – laut Herstellerangaben 133 Gramm, laut meiner Waage 140 Gramm. Die Abmaße liegen bei 11,4x7,8x1,5 cm.

Aber machen wir mit dem Lieferumfang weiter. Neben dem PDA lag noch eine Box mit diversen Sachen dabei. (von oben links nach unten rechts): Treiber und Programme für Windows, USB- Synchronisationskabel, Treiber und Programme für Mac, Netzteil, Adapter für Netzteil, Aufkleber für Graffitifläche, Schnellstartanleitung, Garantiezettel, Kunstlederabdeckung & Displayfolie.


Anschlüsse

Vor dem ersten Einschalten muss man den Akku erstmal 3 Stunden lang laden – dann ist er voll. Während dieser Zeit ist mir schon die Oberfläche unangenehm aufgefallen. Verarbeitung und Material sind zwar top, aber man sieht jeden Fingerabdruck darauf. Und das auch auf der Rückseite…
Allerdings ist das optische Design gelungen, es sieht edel und hochwertig aus. So macht es sich in der Situation gut.
Die Vorder –und Rückseite sind in einem Silber gefasst, die schmale, obere Seite in einem edlem Schwarz und die untere, schmale Seite in grau. Alles in allem sieht er hervorragend aus.
Der Stift ist gut verarbeitet und aus einem Stück. Er passt gut in den dafür vorgesehen Platz und lässt sich leicht herausnehmen. Er liegt gut in der Hand und man kann damit recht schnell Eingaben durchführen und das auch über längere Zeit.
Von den Anschlüssen her sind oben der Steckplatz für SD/MMC Karten, die Infrarotschnittstelle, der 3,5mm Klinkenanschluss, Ein/Aus Schalter und der Platz für den Stift. Das integrierte Bluetooth (nur 1.1) befindet sich irgendwo unter dem Gehäuse, nicht erkennbar wo.
Unten sind der Multiconnector für die Synchronisation und der Stromanschluss. Der Stromanschluss scheint speziell für den Tungsten E2 zu sein – ein Universalnetzteil kann man so nicht nutzen. Der Lautsprecher ist auf der Rückseite und auf der Vorderseite tummeln sich noch die 4 Schnellwahltasten für Termine, Kontakte, Aufgaben und Notizen. Die 4 „Tasten“ auf dem Graffitifeld führen zum Menü zurück, öffnen die Optionen von den jeweiligen Anwendungen, leiten zu den Favoriten weiter und starten eine Suche. Des Weiteren gibt es auch den „4Wege“ Steuerkreuz.
Außerdem kann man über das Graffitifeld zu der Weltzeit kommen und kann die Helligkeit einstellen.
Die schon im Lieferumfang erwähnte Kunstlederabdeckung soll eher nur ein Notbehelf zum Schutz sein, denn sie ist sehr „wabbelig“ und nicht gerade passgenau.
Die Schnellwahltasten kann man relativ gut erreichen und sie haben einen angenehmen Druckpunkt. Das Steuerkreuz ist allerdings locker eingefasst und damit wackelig.


Software

Dann ging es los. Vor dem ersten Einschalten muss der Bildschirm kurz justiert und die Uhrzeit eingestellt werden – dann ist alles fertig. Vorinstalliert sind schon die üblichen PIM-Programme, ein Bildbetrachter, ein Rechner (auch als wissenschaftlicher Rechner zu benutzen mit etlichen Funktionen und 35[!] stelliger Anzeige), ein Browser und eine Übersicht der Weltzeiten. Musik und Videoplayer sind nicht dabei, wohl aber der „Client“ für „Dokumente2Go“. Als Betriebssystem läuft Palm OS 5.4 aka „Garnet“.
Um weitere Software auf dem Palm installieren zu können, muss man die Palmsoftware auf seinem Computer installieren. Die Software gibt es allerdings nur für Windows und Mac OS, Linux bleibt damit außen vor.
Wenn man dann die Software installiert hat, kann man mit wenigen Klicks das entsprechende Programm starten, um Daten zu übertragen. Dann einfach auf dem Palm den „HotSync“ Vorgang starten. Fertig.
Theoretisch zumindest. Denn die Software scheint ein wenig unausgereift zu sein. Nach ca. 10 HotSync Vorgängen lief nichts mehr – die Übertragung startete nicht mehr und auch eine Deinstallation funktionierte nicht. Eine Installation in ein anderes Verzeichnis wollte auch nicht klappen…
Also das Ganze auf meinem Laptop installiert. Dort klappte es dann tatsächlich ohne Probleme. Man sollte aber nicht versuchen Videos zu übertragen – das führt zu einem Absturz von der Software auf dem Computer.
Zum Glück bieten die Videoplayer „MMPlayer“ und „TCPMP“ die Möglichkeit auf der Speicherkarte in den Verzeichnissen zu „browsen“. Damit kann man die Videos mit einem Kartenleser einfach in ein beliebiges Verzeichnis kopieren.
Wenigstens klappt alles andere mit der Synchronisationssoftware – auch der Kontakt, Kalender und Aufgaben Abgleich mit Outlook und dem eigenen Palm Programm.
Alles in allem ist das Thema Software eher mit einem negativen Beigeschmack zu beenden.


Hardware

Kommen wir lieber wieder zu etwas erfreulicherem – der Hardware.
Verbaut ist ein 200Mhz ARM-Prozessor aus der Intel XScale Reihe. Das Display löst 320*320 auf und kann 65.536 Farben darstellen. Es ist ein transflektives TFT Display, damit kann man Filme ohne Probleme und größeren „Schlieren“ etc. gucken. Helligkeit ist sehr gut, die eingestellten 50% sind vollkommen ausreichend für den Innenbereich. Was allerdings draußen noch mehr als drinnen auffällt, ist das recht stark spiegelnde Display. Man kann zwar das Display und das Dargestellte erkennen, sieht aber immer sich selbst mit drin. In Innenräumen tritt das Problem nicht so stark auf. In der kommenden Woche treffen meine Displayschutzfolien ein. Evtl. wird es damit weniger. Die beigelegte Schutzfolie konnte ich nicht benutzen – ich musste sie wieder vom Display entfernen. Ob es nun an meinem mangelnden Fähigkeiten oder der Folie liegt mag ich nicht sagen. Der integrierte Speicher ist nicht flüchtig – damit muss man sich keine Sorgen mehr um seine Daten machen. Von den 32MB konnte man noch 29,7MB benutzen. Allerdings würde ich auf jeden Fall eine Erweiterungskarte empfehlen. 256MB oder 512MB dürften für den Anfang vollkommen ausreichend sein, solange man nicht 10 Filme immer mit sich rum tragen möchte. Über die Graffitifläche kann man normal „Schreiben“ und somit relativ schnell auch mal längere Eingaben vornehmen. Das Ganze klappt sehr gut, nach kurzer Zeit hat man kaum noch „falsche“ Buchstaben auf dem Display stehen.
Dann haben wir noch den Akku. Nach meinem bisherigen „Testen“ ist er wirklich exzellent. Ich habe garantiert schon 1,5 Stunden lang mir Serien drauf angesehen, eine halbe Stunde etwas gelesen, div. Eingaben gemacht und mind. 20x einen HotSync Vorgang gestartet. Insgesamt also 2-2,5 Stunden dran gearbeitet und der Akku ist noch zu über 2/3 voll. Leider ist der Akku nicht austauschbar. Jetzt ist die Frage, wie die Akkulaufzeit nach 2 Jahren aussieht.

Möglichkeiten

Noch ein letzter Abschnitt über die Möglichkeiten des Tungsten E2. Videos kann man sich ohne Probleme ansehen – siehe Bilder und Benchmark. Ebooks sind hervorragend zu lesen – siehe Bild. Musik sollte man sich besser nicht anhören. Denn mit Kopfhörern hat man unglaublich hohes Grundrauschen und der eingebaute Lautsprecher ist einfach viel zu leise. Als Beispiel: Man stellt die Lautstärke auf 100% ein und hört über die Lautsprecher so gut wie nichts. Schließt man nun Kopfhörer an, muss man die Lautstärke auf 10-15% reduzieren – sonst erleidet man einen Hörschaden.
Die PIM Anwendungen laufen gut und die Anwendungen starten alle schnell – ausgenommen TCPMP. Es hält sich aber noch im Rahmen des Erträglichen. Auch das Starten vom Tungsten an sich geht rasendschnell – man nimmt keine Wartezeiten wahr.
Das Lesen, Erstellen und Bearbeiten von Word und Excel Dokumenten funktioniert. Für die Übertragung dieser Daten muss man nur „Documents2Go“ starten, Datei auswählen. Den Rest rechnet das Programm um und beim nächsten „HotSync“ Vorgang werden die Daten übertragen. Wenn man auf dem Palm Dokumente ändert oder neu erstellt, werden diese ebenfalls auf dem Computer erstellt bzw. geändert. Powerpoint Dokumente kann man sich nur ansehen aber nicht ändern oder selbst erstellen.
Ähnlich ist es mit .pdf Dateien. „Adobe Reader for Palm OS“ rechnet die .pdf Dateien um und überträgt diese dann.
Der von TCPMP integrierte Benchmark


Fazit

Endlich am Ende angekommen.
Nach 4 Tagen bin ich geteilter Meinung über den Palm, aber insgesamt eher positiv eingestellt. Videos kann man sich sehr gut ansehen, E-Books gut lesen, Daten einfach synchronisieren, die Akkulaufzeit ist sehr lang und die Verarbeitung wirklich hochwertig und edel, abgesehen von den „Fingerabdrücken“. Das Display ist wirklich hell, aber stark spiegelnd, ohne Displayschutzfolien. Außerdem ist er wirklich leicht und handlich. Die ver. Adapter für das Netzteil sind auch lobenswert, gerade für Reisen ins Ausland.
Der Preis ist allemal angemessen, ein imho hervorragendes Preis/Leistungsverhältnis.

Negativ ist der nicht austauschbare Akku, die schlechte Software auf dem Computer, sowie die recht billige „Standartabdeckung“ für den Palm. Ob man den nicht universellen Stromanschluss negativ betrachten möchte, sei mal dahingestellt.

Weiterempfehlen würde ich ihn auf jeden Fall, solange er nicht als MP3-Player dienen soll. Wenn man weiß, wie man mit der Software umzugehen hat, läuft auch die Synchronisation ohne Probleme und man kann schnell, sicher und einigermaßen komfortabel seine Daten übertragen. Gerade die lange Akkulaufzeit macht ihn auch für das Lesen von E-Books empfehlenswert.
Dies ist aber meine Meinung nach 4 Tagen ausprobieren. Noch hat er keine richtigen „Einsätze“ hinter sich gebracht. Mal sehen, wie ich ihn in 2-3 Monaten beurteilen werde.


Wenn noch Fragen zu weiteren Sachen auftauchen, sagt bescheid.
Alt 30. 10. 2005, 22:36 Marler is online now Mit Zitat antworten #1
bedankt sich bei dir
 
Beiträge: n/a
11 × THX!

Für diesen Thread bedankten sich die folgenden 11 User bei Marler:
Alt 30. 10. 2005, 22:36
fm2k
Ex-Moderator
 
Registrierungsdatum: Jul 2000
Ort: Frankens Mitte
Beiträge: 6.497
Re: [Review] palmOne Tungsten E2

Ich habe mich noch nie mit solchen kleinen PDAs beschäftigt, daher kommt mir dein Bericht grade recht. Es gibt ja wirklich noch einige Macken, die mich sehr stören würden - wie das spiegelnde Display (sieht man hier, aber eine schöne Lampe hast du ) und der schlechte Audio-Ausgang.

Naja, bisher hatte ich auch noch nicht das Bedürfniss mir so ein kleines Teil zu kaufen.

Vielen Dank für den Bericht! Ich find den sehr gelungen, sehr angenehm zu lesen und mit vielen Bildern bestückt

Grüße,
fm2k
Alt 31. 10. 2005, 06:58 fm2k is offline Mit Zitat antworten #2
vmk Spender
Beiträge: 7
 
Benutzerbild von vmk
 
Registrierungsdatum: Jun 2000
Ort: /home/vmk
Beiträge: 14.742
Re: [Review] palmOne Tungsten E2

Fiept der E2 bei euch auch so? Das ist ja ein gängiger Serienfehler
Alt 21. 05. 2007, 10:32 vmk is offline Mit Zitat antworten #3
Nägi
Mitglied
 
Registrierungsdatum: Jun 2007
Beiträge: 19
Re: [Review] palmOne Tungsten E2

ich hab solch eins!

weis aber noch nicht so ganz wie ich da alles machen muss!

1. was für speicherkarten da rein gehen?
2. wie ic es machen kann, das ich lieder da drauf kriege!
3. wo ich ne softwar finde um ein NAVI da drauf zu laden!

hab den palmOne Tungsten E2

Geändert von Nägi (05. 01. 2008 um 15:01 Uhr).
Alt 05. 01. 2008, 14:39 Nägi is offline Mit Zitat antworten #4
s33l3
Mitglied
 
Registrierungsdatum: Jan 2007
Beiträge: 13
Re: [Review] palmOne Tungsten E2

naja also speicherkarten kommen die sd karten rein die du schon ab 5€ der gb bei ebay bekommst und sync macht man über den pu da bekommste di mucke auch drüber rauf nur man braucht dann noch nen programm um sie wiederzugeben!!!!
Alt 04. 02. 2008, 11:05 s33l3 is offline Mit Zitat antworten #5
steinadler01
Mitglied
 
Registrierungsdatum: Jan 2007
Beiträge: 77
Re: [Review] palmOne Tungsten E2

hi
kann mir einer mal bitte ganz genau sagen, was in den tungsten e2 für eine speicherkarte geht ?
viele reden von einer 1gb karte, andere von 2gb
was ist aber wenn ich eine 4-oder 8gb karte nehme, die im rechner partioniere und dann einschiebe ??
mit welcher grösse in gb kommt tungsten zurecht ?
danke schonmal
Alt 20. 04. 2008, 22:45 steinadler01 is offline Mit Zitat antworten #6
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