Der Kopierschutz, den Sony mit manchen CDs ausgeliefert hatte, brachte die Firma in große Erklärungsnöte: die Software, die sich automatisch installiert, kommt mit Funktionen auf den Rechnern, die man sonst nur von Rootkits und Trojanern kennt: keine Deinstallationsroutine, versteckte Treiber, Falschangaben in der EULA und der Option, sich sein System zu ruinieren, wenn man sich händisch am Uninstall versucht. Letzterer ist zu empfehlen: der Kopierschutz frisst permanent Systemressourcen. Nun hat Sony einen Patch angeboten, mit dem sich zumindest die Cloaking-Funktionen der dubiosen Software abstellen lassen und der User zumindest sieht, welche Programme auf seinem Rechner ihr Unwesen treiben. Will man die Software komplett entfernen, muss man gar ein entsprechendes Deinstallationstool per Webformular bei Sony anfordern. Dreisterweise verlangen Sony die Angabe einer Mailadresse sowie Informationen darüber, wo man CDs kauft: nur damit man die Malware deinstallieren kann, die sie ungefragt auf den Rechner installiert hatten. Eine Entschuldigung wäre angebrachter gewesen, stattdessen stellt man den User, der seinen Rechner von Schadcode befreien will, noch vor weitere Hürden und Ansprüche.
Vielsagend ist auch die FAQ zum Thema, die Sony im Netz anbietet. Falls man die Software deinstallieren will, solle man das entsprechende Kontaktformular zum Anfordern der Deinstallationsroutinen nutzen und sich darauf einstellen, dass die CD anschließend nicht mehr auf dem Rechner abgespielt werden kann. Sony gibt in der FAQ weiter bereitwillig zu, dass der Player plus DRM - Software auf langsameren Maschinen einen großen Anteil der CPU - Zeit für sich in Anspruch nimmt und das System dadurch stark verlangsamt. Die allen Ernstes empfohlene Abhilfe: andere Applikationen schließen.
Währenddessen mehren sich die kritischen Stimmen, die einerseits die Legalität eines Programms in Frage stellen, welches sich unbemerkt selbst vom Systemadministrator installiert und weiterhin versteckte Dateien und Registry - Einträge anlegt
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