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YKL
aka Yokel aka BoardTölpel
 
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Beiträge: 977
Kurzgeschichte: Morgen

So, ich hab mal wieder etwas gemacht.

-----------------------------------------------------

Morgen

Heute ist wieder ein ganz schlimmer Tag. Das wird ihm bewusst, während er
langsam aufwacht. Der Aufwachprozess äußert sich dadurch, dass sein Ton
im Gespräch mit Kunden langsam von monoton zu aggressiv umschlägt.
Der Tag ist schlimm, weil es draußen kalt ist und er sich somit in der
Pause – dem einzigen Lichtblick am Morgen – beim Rauchen wieder alles
abfrieren wird. Der Tag ist schlimm, weil es heute laut Menüplan in der
internen Kantine Kartoffelgratin geben wird. Wenigstens kommt heute Abend
Fußball. Doch bis dann sind es noch zirka elf Stunden, inklusive acht
Stunden am Arbeitsplatz und einer Stunde Heimweg. Zuerst hat er aber mal in
einer Stunde ganze zwanzig Minuten Pause und in drei Stunden eineinhalb
Stunden Mittag. Mittag. Freizeit. Freizeit mit den Kolleginnen und
Kollegen…

Heute ist ein schlimmer Tag. Er dachte schon gestern während dem Spiel,
dass der Tag schlimm werden würde.
„Was macht ihr am Wochenende?“ will eine Kollegin wissen.
‚Halt die Fresse! Wohl nichts mit dir, oder?’ sollte er sagen.
Er hasst sie! Er hasst ihre unfreundliche Art, wie sie mit den Kunden
telefoniert! Er hasst sie, wie sie hinter ihm sitzt und ihm somit wohl
ständig auf den Bildschirm starrt! Er hasst ihre verdammte Kälte!
„Weiß noch nicht“, antwortet er freundlich.
Natürlich weiß er es. Er wird sich wieder mit Freunden betrinken gehen.
Ah, das Wochenende! Noch weniger als drei Tage… Heute und dann noch morgen
und übermorgen.
„Ich auch nicht“, sagt eine andere.

Ah, das Wochenende! Seine Zeit! Er zieht mit seinen Freunden durch die
Strassen. Durch die Strassen ziehen ihn die Freunde. Von Kneipe zu Kneipe,
Klub zu Klub, Staub zu Staub. Vorbei an betrunkenen Buben, lüsternen
Ludern und nüchternen Nutten. Wöchentliche Erlösung während zwei Tagen.
Beziehungsweise zwei Abenden. Manchmal einem.
Und dann geht alles wieder von vorne los. Er weiß das. Manchmal schon am
Abend, spätestens am Morgen. So wird der Sonntag zum Werktag und man sonnt
sich in Übelkeit, schlechter Laune und Gedanken über die kommende Woche.

Heute ist ein ganz langweiliger Tag. Zweihundert Briefe liegen vor ihm und
wollen in Couverts verpackt werden. Zur eigenen Unterhaltung schreibt er
lustige Sprüche so auf die Couverts, dass sie beim schließen derselben
überklebt werden und sie so von niemandem mehr gelesen werden können.
„Auge um Auge macht die ganze Welt blind“ gefällt ihm ganz gut. Aber wenn
er so weiter macht, dann wird er mit den zweihundert Briefen nie fertig.
So klebt er nach zehn weitern Sprüchen die restlichen Couverts ganz normal
zu.
Falten. Öffnen. Reinstecken. Zukleben. Auf Stapel legen.
Und dann noch eins. Und noch eins. Bis sich sein Gehirn langsam
verabschiedet. Für den nächsten Tag hat er eine weitere lustige Idee und er
freut sich auf diesen.

Der nächste Tag ist schlimm. Es war zwar lustig, als er am frühen Morgen
den Kolleginnen die Mäuse von ihren Computern trennte, aber momentan ist das
längst vergessen und es scheint als würden alle debilen Kunden mal wieder
einen Kollektivangriff gegen ihn führen. Nur die Vorfreude auf den Abend
kann ihn durch den Tag schleppen. Da wird er nämlich mit einem Freund
einen trinken gehen. Es ist zwar erst Dienstag, aber man gönnt sich ja
sonst nichts.

Verkatert entdeckt er am nächsten, langweiligen Morgen, dass er am letzten
Abend einen fast vollen Flachmann in seiner Jacke vergessen hat. In der
Pause gewährt er sich ein Schlückchen, denn er gönnt sich ja sonst nichts.
Der Rest des Morgens geht erstaunlich schnell vorbei. Umso härter ist der
Nachmittag. Aber er hat seine Prinzipien und deshalb kostet er an diesem
Nachmittag nichts mehr vom Flachmann.

Aber Prinzipien müssen mit der Zeit gehen und können sich verändern. So
erfährt er einen erstaunlich ereignisreichen Donnerstag, der zu seiner
Freude auch noch frühzeitig endet, nachdem er auf Anraten von seinen
Kolleginnen schon um drei Uhr nach Hause geht. Schlimm soll er aussehen.
Die Grippe möglicherweise. Und in Zeiten globaler Unsicherheit will
niemand die Grippe. Er soll endlich nach Hause gehen!

Dieser Abend und der nächste Tag ist eine schöne Zeit. Wieder nüchtern
liest er ein bisschen, liegt im warmen Bett herum, guckt TV und genießt die
Zeit. Die freie Zeit. Die Freizeit. Freiheit!

Aber am Montag wird er wieder zur Arbeit gehen, denn irgendwann wird er
Frau und Kind haben, die ernährt werden wollen.
Er ist noch nicht clean.

-----------------------------------------------------

Über Feedback würde ich mich sehr freuen.
Alt 04. 11. 2005, 17:27 YKL is offline Mit Zitat antworten #1
Phantom
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Beiträge: 1.374
Re: Kurzgeschichte: Morgen

Hi,

ich finde, dass die Geschichte etwas salopp geschrieben ist. Die Geschichte könnte interessant sein, wenn du die Situationen und Gedanken besser beschreiben würdest.


Zitat:
elf Stunden, inklusive acht Stunden am Arbeitsplatz und einer Stunde Heimweg. Zuerst hat er aber mal in einer Stunde ganze zwanzig Minuten Pause und in drei Stunden eineinhalb Stunden Mittag. Mittag.

6x Stunde, elf, acht, 2x einer, zwanzig Minuten, drei, einhalb, Mittag.

Das ist wirkich sehr schlecht zu lesen. Weniger ist oft mehr.

Zitat:
„Was macht ihr am Wochenende?“ will eine Kollegin wissen.
‚Halt die Fresse! Wohl nichts mit dir, oder?’ sollte er sagen.
Er hasst sie! Er hasst ihre unfreundliche Art, wie sie mit den Kunden
telefoniert! Er hasst sie, wie sie hinter ihm sitzt und ihm somit wohl
ständig auf den Bildschirm starrt! Er hasst ihre verdammte Kälte!

Hier ihre unfreundliche Art besser beschreiben.

Zitat:
Ah, das Wochenende! Seine Zeit! Er zieht mit seinen Freunden durch die
Strassen. Durch die Strassen ziehen ihn die Freunde. Von Kneipe zu Kneipe,
Klub zu Klub, Staub zu Staub. Vorbei an betrunkenen Buben, lüsternen
Ludern und nüchternen Nutten.

Solche Wiederholungen und Wortspiele nerven beim Lesen. Zumindest in der Anzahl. Weniger ist halt manchmal.. (sry, ich wiederhole mich ;-)).

Zitat:
Zur eigenen Unterhaltung schreibt er lustige Sprüche so auf die Couverts, dass sie beim schließen derselben überklebt werden und sie so von niemandem mehr gelesen werden können.
„Auge um Auge macht die ganze Welt blind“ gefällt ihm ganz gut.

Das ist eher langweilig. Anstatt lustige oder tiefgründige Sprüche sollte er hier heftigeres reinschreiben, das würde seine kaputte (?) Persönlichkeit und seinen Hass auf seine Arbeit oder die Gesellschaft dem Leser näher bringen.

Zitat:
Es war zwar lustig, als er am frühen Morgen den Kolleginnen die Mäuse von ihren Computern trennte...

Beschreibe das, was er fühlt, wenn er die Mäuse zerstört und was in ihm vorgeht, wenn seine Kolleginnen vor dem Rechner sitzen und nichts geht mehr. Wie er sich extra früh morgens in seine Firma schleicht, nur um das zu sehen.
"Es war zwar lustig" ist hier zu wenig.


Das waren jetzt nur Vorschläge. Ist ja deine Geschichte :-)

Phantom
Alt 04. 11. 2005, 20:43 Phantom is offline Mit Zitat antworten #2
YKL
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Beiträge: 977
Re: Kurzgeschichte: Morgen

Hi Phantom

Vielen Dank für dein Feedback.

Bevor ich auf deine einzelnen Kritikpunkte eingehe, möchte ich die Hauptmotive beschreiben, die ich in der Geschichte verfolgen wollte.

Ich wollte einerseits aussagen, dass der durchschnittliche mittelständische Angestellte fast 24 Stunden am Tag arbeitet. An der Arbeit arbeitet er natürlich und in der "Freizeit" geht es darum, sich von der Arbeit zu erholen und sich auf die Arbeit vorzubereiten. Trotz bzw. wegen der Arbeit-Freizeit-Dualität gelingt es ihm selten aus den Zwängen der Arbeit herauszutreten. Als Folge davon gelingt es ihm nicht, in der Gegenwart zu leben, da er während der ihn unerfüllenden Arbeit ständig an die Freizeit denken muss, während seine Freizeit durch ständige Gedanken an die Arbeit getrübt wird.

Mit dem im Hinterkopf wollte ich gleichzeitig eine Analogie zwischen Arbeit und Drogensucht herstellen. Wenn beim Drogensüchtigen am Anfang der Rausch einen positiven Effekt hat, fällt er anschliessend in ein Loch und mit der Zeit braucht er die Droge um aus dem negativen Bereich schon nur in einen Normalbereich zu kommen. Die Analogie in der Geschichte sollte darin bestehen, dass die Hauptperson immer mehr Ablenkung und "Freizeit" braucht, damit er die Arbeit durchstehen kann. Diese "Freizeit" kann er aber eben nicht wirklich lange geniessen, da er bald wieder in das Loch fällt.

Zitat:
Zitat von Phantom 
6x Stunde, elf, acht, 2x einer, zwanzig Minuten, drei, einhalb, Mittag.

Das ist wirkich sehr schlecht zu lesen. Weniger ist oft mehr.

Das ist Absicht. Das soll ausdrücken, dass er nur all diese Zahlen und Fakten im Kopf hat und sich gar nicht auf das hier und jetzt konzentriert.

Zitat:
Zitat von Phantom 
Hier ihre unfreundliche Art besser beschreiben.

Hmm, das könnte ich machen. Ich werde weiter unten darauf zurückkommen.

Zitat:
Zitat von Phantom 
Solche Wiederholungen und Wortspiele nerven beim Lesen. Zumindest in der Anzahl. Weniger ist halt manchmal.. (sry, ich wiederhole mich ;-)).

Hmm, das überrascht mich. Ich wollte mit dem Teil einfach einen grossen Kontrast zu den übrigen Teilen machen. Ich wollte etwas spielerisches, lockeres und ein bisschen weniger distanziertes hereinbringen. Deshalb wird in diesem Teil auch zum ersten Mal ansatzweise die Umwelt beschrieben. Das wollte ich aber überhaupt nicht detailliert und ernsthaft machen, da die Hauptperson ja betrunken ist.

Zitat:
Zitat von Phantom 
Das ist eher langweilig. Anstatt lustige oder tiefgründige Sprüche sollte er hier heftigeres reinschreiben, das würde seine kaputte (?) Persönlichkeit und seinen Hass auf seine Arbeit oder die Gesellschaft dem Leser näher bringen.

Dass der Spruch lustig oder sogar tiefgründig ist, soll absichtlich ein Kontrast zu der ansonsten destruktiven Art der Hauptperson darstellen um einen Ausweg darzustellen, der schlussendlich aber nicht eingeschlagen werden kann.

Zitat:
Zitat von Phantom 
Beschreibe das, was er fühlt, wenn er die Mäuse zerstört und was in ihm vorgeht, wenn seine Kolleginnen vor dem Rechner sitzen und nichts geht mehr. Wie er sich extra früh morgens in seine Firma schleicht, nur um das zu sehen.
"Es war zwar lustig" ist hier zu wenig.

Das muss so sein, denn damit will ich die Distanz der Hauptperson zur Gegenwart darstellen. Wenn ich die Szene mit den Mäusen direkt beschrieben hätte, dann hätte ich schreiben müssen, wie er es tatsächlich geniessen würde, was aber nicht der Fall sein kann, deshalb habe ich die Szene nur in der Retroperspektive kurz erwähnt.

Und zurück zur unfreundlichen Art seiner Mitarbeiterin. Das könnte ich tatsächlich detaillierter beschreiben, aber ich würde der Tatsache der Unfreundlichkeit der Mitarbeiterin imho damit zuviel Gewicht geben, da ich mich ja sprachlich auch ansonsten fast immer sehr knapp halte.

Konnte ich mich damit genug rechtfertigen oder bleiben deine Kritikpunkte bestehen?
Alt 05. 11. 2005, 14:23 YKL is offline Mit Zitat antworten #3
Phantom
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Beiträge: 1.374
Re: Kurzgeschichte: Morgen

Zitat:
Zitat von YKL 
Konnte ich mich damit genug rechtfertigen oder bleiben deine Kritikpunkte bestehen?

Hi YKL,

du brauchst dich ja gar nicht rechtfertigen. Ich wollte gestern eigentlich mehr schreiben, war aber zu müde. Jetzt fehlt mir leider auch die Zeit (wollte nur mal schnell meine Mails lesen, jetzt hänge ich wieder auf dem Board ;-)).

So wie ich das jetzt sehe, habe ich gestern deine Geschichte einfach zu schnell gelesen. Du scheinst dir dabei ja wirklich einiges gedacht zu haben. Ich werde morgen oder die Tage wieder reinschauen und mir das noch mal in Ruhe durchlesen.

Ich finde es auf jeden Fall gut, dass hier immer wieder eigene Kurzgeschichten veröffentlicht werden.

Noch mal ganz kurz zu deiner Geschichte: Einige Ausdrücke erscheinen mir beim Lesen etwas holprig. Also es passt einfach nicht.
Bsp: "Der Aufwachprozess äußert sich dadurch"; "wieder alles abfrieren"

Ich würde das anders umschreiben. Es klingt für mich einfach etwas salopp.

Man liest sich

Phantom
Alt 05. 11. 2005, 16:20 Phantom is offline Mit Zitat antworten #4
YKL
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Beiträge: 977
Re: Kurzgeschichte: Morgen

Zitat:
Zitat von Phantom 
Ich werde morgen oder die Tage wieder reinschauen und mir das noch mal in Ruhe durchlesen.

Ok

Zitat:
Zitat von Phantom 
Noch mal ganz kurz zu deiner Geschichte: Einige Ausdrücke erscheinen mir beim Lesen etwas holprig. Also es passt einfach nicht.
Bsp: "Der Aufwachprozess äußert sich dadurch"; "wieder alles abfrieren"

Tatsächlich hatte ich mit genau diesen beiden Ausdrücken auch selber Mühe, habe sie vielfach umgeschrieben und mich dann halt irgendwann mit etwas halbgaren zufrieden gegeben.
Alt 05. 11. 2005, 17:03 YKL is offline Mit Zitat antworten #5
Sin Eater Spender
größtenteils harmlos
 
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Beiträge: 257
Re: Kurzgeschichte: Morgen

Zitat:
Zitat von YKL 
Heute ist wieder ein ganz schlimmer Tag. Das wird ihm bewusst, während er
langsam aufwacht. Der Aufwachprozess äußert sich dadurch, dass sein Ton
im Gespräch mit Kunden langsam von monoton zu aggressiv umschlägt.
Vielleicht irgendwie so?
Heute ist wieder ein schlimmer Tag. Langsam wird er wach. Und merkt, dass sein Ton im Gespräch mit Kunden von monoton zu aggressiv umschlägt.


An der Stelle versteh ichs allgemein nicht so ganz - Wacht er mitten im Gespräch auf? Oder heißt das eher, dass er aus einem Tagtraum zurückkehrt?
Alt 05. 11. 2005, 17:43 Sin Eater is offline Mit Zitat antworten #6
YKL
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Re: Kurzgeschichte: Morgen

Zitat:
Zitat von Sin Eater 
An der Stelle versteh ichs allgemein nicht so ganz - Wacht er mitten im Gespräch auf? Oder heißt das eher, dass er aus einem Tagtraum zurückkehrt?

Eigentlich keines von beidem. Kennst du die Situation nicht, dass du zwar schon ein, zwei Stunden aus dem Bett bist, du bist schon in der Schule oder an der Arbeit aber dein Gehirn wacht erst mit der Zeit auf, d.h. du hast erst nach einer Weile richtige Gedanken. Ist bei mir z.B. manchmal beim Frühstück sehr deutlich wenn ich Zeitung lese und dann aber gar nicht mehr richtig weiss, was ich gelesen habe.

Zitat:
Zitat von Sin Eater 
Vielleicht irgendwie so?
Heute ist wieder ein schlimmer Tag. Langsam wird er wach. Und merkt, dass sein Ton im Gespräch mit Kunden von monoton zu aggressiv umschlägt.

Deshalb funktioniert diese Formulierung leider nicht, denn seine Tonlage und seine Gehirntätigkeit hängen direkt miteinander zusammen.

Aber danke für den Vorschlag!
Alt 05. 11. 2005, 18:20 YKL is offline Mit Zitat antworten #7
T-olle Tante
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Re: Kurzgeschichte: Morgen

Hallo,

Zitat:
Zitat von YKL 
Heute ist wieder ein ganz schlimmer Tag. Das wird ihm bewusst, während er
langsam aufwacht. Der Aufwachprozess äußert sich dadurch, dass sein Ton
im Gespräch mit Kunden langsam von monoton zu aggressiv umschlägt.

wie waer es hiermit...

Heute ist wieder ein ganz schlimmer Tag. Das wird ihm bewusst, als sich langsam der tranige Nebel in seinem Kopf lichtet, der seit dem Aufstehen seine grauen Zellen behaftet. Instinktiv hebt sich seine Stimme, so dass sein Ton im Gespraech mit Kunden langsam von monoton zu aggressiv umschlaegt.

Und statt
(...) beim Rauchen wieder alles abfrieren wird (...)
Koenntest du doch schreiben...
(...) beim Rauchen wieder die Glieder/ den Arsch abfrieren wird (...)

Nur so ne Idee...

mfg
dTT
Alt 06. 11. 2005, 15:48 T-olle Tante is offline Mit Zitat antworten #8
YKL
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Re: Kurzgeschichte: Morgen

Zitat:
Zitat von T-olle Tante 
Heute ist wieder ein ganz schlimmer Tag. Das wird ihm bewusst, als sich langsam der tranige Nebel in seinem Kopf lichtet, der seit dem Aufstehen seine grauen Zellen behaftet. Instinktiv hebt sich seine Stimme, so dass sein Ton im Gespraech mit Kunden langsam von monoton zu aggressiv umschlaegt.

Klingt ganz gut. Danke, ich werds mir merken
Alt 06. 11. 2005, 16:04 YKL is offline Mit Zitat antworten #9
Glen Runciter
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Re: Kurzgeschichte: Morgen

Was interessiert mich ein frustrierter Alkoholiker? Dein Aufsatz, vom Niveau 9 Klasse Realschule, ist schlecht und langweilig geschrieben. Deine Absicht, das "schreckliche" Schicksal eines ängstlichen Menschen vor dem Auge des Lesers real werden zu lassen, endet in einer billigen Aufzählung von Mechanismen. Deine Wortwahl bzw. dein Gefühl für Wörter, ich meine also die Fähigkeit Wörter sinnvoll aneinanderzureihen, ein Gemälde aus Buchstaben erschaffen, wenn man so will, ist nicht das, was dir Mutter Natur allzu verschwenderisch in die Wiege gelegt hätte. Trotzdem finde ich es super, dass du Spass daran hast dich am Schreiben zu versuchen. Aber du hast noch einen langen Weg vor dir. Da du, wie mir scheint, das Ganze doch relativ ernst nimmst.
Alt 07. 11. 2005, 01:41 Glen Runciter is offline Mit Zitat antworten #10
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Re: Kurzgeschichte: Morgen

Tjo, da kann man wohl nicht mehr viel sagen...

Ah doch, ne kurze Frage habe ich: Was hälst du von Jelinek? Nicht dass ich meinen Schreibstil in irgendeiner Weise mit dem von ihr vergleichen möchte, aber dein Feedback, welches - nach meiner "Rechtfertigung" - auf keinen einzigen konkreten Punkt eingeht, lässt mich vermuten, dass du überhaupt keinen Zugang zu meinem Schreibstil hast. Und in einer früheren Kurzgeschichte von mir hast du bemängelt, dass ich die Dinge nicht gut genug beschreibe (damals in der Retroperspektive für mich absolut gerechtfertigt).Deshalb möchte ich wissen was du von Jelinek hälst. Sie beschreibt die Dinge auch nicht. Bei ihr kriegt man einen Eindruck von der Umwelt indem sie sehr clever mit der Sprache an sich arbeitet.
Alt 07. 11. 2005, 16:25 YKL is offline Mit Zitat antworten #11
Glen Runciter
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Re: Kurzgeschichte: Morgen

Zitat:
Zitat von YKL 
Tjo, da kann man wohl nicht mehr viel sagen...
Was hälst du von Jelinek?
Ich hab noch nichts von ihr gelesen. Man kann das auch so deuten, dass ich nichts von ihr halte.

Zitat:
dass du überhaupt keinen Zugang zu meinem Schreibstil hast.
Stimmt absolut.

Aber ich nehme nicht für mich in Anspruch das wirklich beurteilen zu können. Andere mögen deinen Schreibstil durchaus unterhaltsam finden.
Auf deine Rechtfertigungen bin ich deshalb nicht eingegangen, weil sie in meinen Augen keine sind. Ein schlechter Text bleibt ein schlechter Text. Da kannst du erklären soviel du willst. Aber wie gesagt, ich gebe hier nur meine subjetiven Eindrücke wieder.
Alt 09. 11. 2005, 12:29 Glen Runciter is offline Mit Zitat antworten #12
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