Thinktank fordert "pornfreien Port 80"
Der US-Staat Utah ist schon mehrfach durch Webzensur und Prüderie aufgefallen. Nachdem in dort seitens der Provider keine erotischen Inhalte mehr im Netz erreichbar gemacht werden dürfen, macht im Fundi- und Mormonenstaat Utah eine weitere skurrile Initiative von sich reden, die den "Clean Port 80" fordert, mit dem man die Welt beglücken will. Die revolutionäre Idee: es gäbe ja über 65.000 Ports, über welche Netztraffic in den heimischen Rechner gelangt. HTTP läuft in der Regel über Port 80. Könnte man nicht per Gesetz festlegen, dass Porn- und Erotikinhalte, auch wenn sie per HTTP ausgeliefert werden, einen anderen Port verwenden müssen?
Der CP80 - Lobbyist Ralph Thomson wird zitiert mit den Worten, dass die Voraussetzungen zur Realisierung des geplanten Projekts ja "keine Technologie sei, die erst noch entwickelt werden müsse, Software und Hardware stehen zur Verfügung. Es ist nur noch eine Frage der Rechtslage, die angepasst werden muss, um wenigstens einen Teil des Internet frei von Schmutz und Erniedrigung zu bekommen".
Entwicklungsarbeit leistet ein Think Tank namens ThinkAtomic Inc., sein Leiter Ralph Yarro ist pikanterweise bekannt für seine Mitarbeit bei einer gewissen SCO Group. Seiner Ansicht nach würde das "Säubern" des Port 80 beides vereinen: Auf Wunsch, bzw. per clientseitiger Portsperre ein pornfreies Internet, bei gleichzeitiger Gewährung der freien Meinungsäußerung. Was natürlich mit entsprechend empfindlichen Strafen durchgesetzt werden müsse: "Ich glaube nicht, dass wir ohne Hilfe der Rechtsprechung dieses Projekt umsetzen können
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