ISO-Standardisierung Microsofts beabsichtigte Bauchlandung
Zahlreiche Behörden und Verwaltungen setzen zunehmend auf offene Formate, wenn es um die Speicherung von Dokumenten geht, und als Microsoft ankündigte, das Speicherformat Office Open XML des kommenden Office 12 offenzulegen und von der ISO zertifizieren zu lassen, schien dies eine logische Reaktion auf die zunehmende Konkurrenz, die den proprietären MS-Formaten aus offenen Standards erwachsen könnte, wie sie beispielsweise die freie OpenOffice-Suite verwendet.
Eine entsprechende freie Lizenzierung des Formats wurde erwartet, was nun von Microsoft kommt, kann mit den Freiheitsgraden, die beispielsweise eine GPL-Lizenz verschafft, nicht im entferntesten mithalten. Anstelle der erwarteten Freigabe des Formats kommt von Microsoft nur ein Versprechen: man würde niemanden verklagen, der die patentierten Grundlagen des Office-XML-Schemas verwende. Rechte Dritter an den verwendeten Methoden werden explizit nicht anerkannt - was angesichts der unklaren Patentlage um XML selbst mehr als kontraproduktiv ist.
Eweek kommentiert bissig, wenn MS eine Bombe offener Standards zünden wollte, dann sei dieses Vorgehen allenfals ein Blindgänger. Einziger Unterschied zu der bereits 2003 gegebenen Lizenz zur kostenfreien Verwendung des Formats
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