Die Befürchtung, dass die Technik funktioniert
Audible Magic ist eine mp3 - Erkennungstechnik, die von Musikfiles digitale Fingerabdrücke erstellt: wohlgemerkt vom Klang des Stücks, nicht per Dateinamen oder Hashwerten. Was es zu einem durchaus mächtigen Tool zum Erkennen von bestimmten Tracks macht, auch wenn diese unterschiedlich codiert oder benannt sind. Konsequenterweise setzt beispielsweise imesh Audible Magic ein, um den Anforderungen der Labels Genüge zu tun - wenngleich noch mit den einen oder anderen Filterproblemen. Seltsam nur, dass der Chef des Verbands der australische Labels ARIA, Stephen Peach nun forderte, dass Filter in KaZaA bis zum 5.12. installiert werden müßten - andernfalls die Tauschbörse abgeschaltet werden müsse. Noch seltsamer: er meinte mitnichten die Audible Magic-Filter, sondern solche basierend auf zunächst 3.000 Begriffen, anhand derer Tracks vom Tausch ausgeschlossen werden sollen.
Tags zuvor ordnete jedoch das Gericht eine Fristverlängerung für KaZaA an: aus dem peinlichen Grund, dass kein Vertreter der Labels zum Treffen gekommen war, in dem die technischen Detais der Filterlösung geklärt werden sollte. Sharman Networks schlug die effiziente und durchaus wirksame Lösung mittels Audible Magic vor, letzter Stand der Vorschläge der Labels ist nach wie vor der Wortfilter, der schon vor Jahren bei Napster vollkommen versagte.
Die mögliche Interpretation: es geht längst nicht mehr um ein neues, gefiltertes, kostenpflichtiges KaZaA mehr. Der momentane Kurs der ARIA deutet darauf hin, dass man sich mit nicht weniger als dem Zerschlagen der P2P-Börse zufrieden geben will. Denn warum sollte man eine ineffiziente Filtertechnik zuungunsten einer funktionierenden Variante ablehnen, wenn nicht aus dem Grund, anschließend einfach das Versagen der Filter zu konstatieren
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