"Nicht erst ihre Verwendung, sondern schon die Technik ist Herrschaft (über die Natur und über den Menschen), methodische, wissenschaftliche, berechnete und berechnende Herrschaft.",
....schreibt Marcuse, und ich bin nicht ganz einig mit ihm.
Die Notwendigkeit, die Produktivität immer weiter zu steigern, macht Technik und Wissenschaft zur "ersten Produktivkraft", "mit der Industrieforschung grossen Stils wurden Wissenschaft, Technik und Verwertung zu einem System zusammengeschlossen. Sie verbindet sich inzwiscehn mit einer staatlichen Auftragsforschung, die in erster Linie den wissenschaftlichen und techchnischen Fortschritt auf militärischem Gebiet fördert. Von dort fließen die Informationen in die Bereiche der zivilen Güterproduktion zurück..."
....schreibt Habermas, da kann ich schon eher ein wenig mit...
"Die maßgeblichen Fortschritte werden gemeinhin durch Technikereliten erzielt. In diesem Prozess schafft zwar schon die reine Kompetenz der "Technikschaffenden" Herrschaftsmacht, aber wichtiger ist die Rolle der Elite als gesellschaftlicher Gruppe mit bestimmten Eigenschaften und bestimmten typischen gesellschaftlichen Zugehörigkeiten. Gewöhnlich besteht sie aus einem ein Konglomerat von Organisationen, die "untereinander nach der Art von Subkulturen (auch über die von Firmen und nationalen Interessen gesetzten Grenzen hinweg) kommunizieren". Sie rekrutiert sich aus der Großindustrie, der staatlichen Forschung und bescheidener aus den Universitäten. Zudem ist ein massives Übergewicht der militärischen Forschung auszumachen, deren Anteil am Weltsozialprodukts mit 7% beziffert wurde, aber die Arbeitskraft der Hälfte der Naturwissenschaftler und Techniker bindet. So ist es kein Zufall, wenn ein Großteil der Forschung im militärisch-industriellen Komplex stattfindet und die Militärregime gewöhnlich den Erstzugriff auf eine neue Technologie besitzen. Einzige Alternativen sind finanzkräftige Privatunternehmen, einzige Gegentrends die freie Forschung an staatlichen Stellen, die zumeist von der Verwertung ihrer Ergebnisse ausgeschlossen bleibt.
...schreibe ich, in Anlehnung an Strasser und Traube, zwei leicht marxistische Techniksoziologen
Das gaert grade alles noch ein wenig... Aber grade am Internet, das alle nationalstaatlichen Grenzen und Marktschutzmechanismen in Grund und Boden schiesst, respektive das Potential dazu hat, ist imo gut zu erkennen, dass die Art der Technik durchaus gesellschaft massiv beeinflusst, dass es Akteure gibt, die diese Technik pushen. Dazu gibt es ne Menge Beispiele, ich mag nur exemplarisch auf die Einschaetzung des Net als "trojanisches Pferd, das US - interessen transportiert" verweisen, mal wieder inner TP:
http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/te/4939/1.html
...und jetzt hab ich genug gequotet
Hoffe, niemand erschlagen zu haben...