Hallo zusammen,
es handelt sich hierbei entweder um FileVault oder direkt um ein verschluesseltes Image.
BEim FileVault wird ja eigentlich nichts Anderes gemacht. Da werden die Inhalte des HeimVerzeichnisses in einem sicheren verschluesselten "Disk-Image" plaziert.
Im gegensatz zu einem "verschluesselten Image" (vgl. FestplattenDienstprogramm, leeres Image etc.pp.) benutzt FileVAult ein spezifisches Format (USDP oder SPARSE). Dateien haben dann bspw. die Endung .sparceimage (haengt damit zusammen, dass das Image eben mitwachsen kann ...).
Als Verschluesselung wird AES 128-bit verwendet.
Vorausgesetzt, dass Deine Nachbarin tatsaechlich einen "echten" 128er Schluessel verwendet hat, hatte sie die Wahl aus 3.4 x 10^38 unterschiedlichen Schluesseln.
Laut Apple koennte es etwa 149 Trillionen Jahre dauern, einen solchen Schluessel zu cracken (auf einem Rechner, der einen DES-Schluessel binnen einer Sekunde crackt).
Persoenlich wuerde ich die Idee mit der BruteForce-Attacke auch sein lassen, wenn Ihr (eher Deine Nachbarin) keinen Anhaltspunkt bezueglich des Passworts habt (in einem solchen System ist natuerlich das Passwort "das schwaechste Glied").
Es gibt keine (!) backdoors in diesem System.
Die einzige Chance (die mir bekannt ist), waere gewesen, wenn Deine Nachbarin ein "systemweites Master-Passwort" definiert haette, welches einen solchen "Container" ebenfalls oeffnen koennte.
Viel Erfolg noch,
-peter
PS:
http://docs.info.apple.com/article.html?artnum=25695 <-- ist eine kleine Doku, wie man ein FileVault checkt und repariert, ob man das auch ohne Pass mounten kann, weiss ich nicht, noch nie ausprobiert bisher.
Des Weiteren kannst Du mal "Franois Joseph de Kermadec" anmailen (
http://fjzone.org/) - er kennt sich mit FileVault (Verschluesselung allgemein unter Mac) super aus .. aber ob er noch eine weitere Idee hat ... fragen kostet nix.