Dieser Kanadische Film kommt in Deutschland nicht ins Kino, sondern nur als DVD direkt in den Handel, was eigentlich schade ist - da wesentlich schlechtere Filme in den Kinos laufen; aber seis drum.
Der Plott ist schnell erzählt.
Die klinische Psychaterien und Spezialsisten für sadistische Straftäter Samatha Goodman, reist in winterlichen Kanada in ihre Skihütte zu ihrem Mann und ihrer Schwester, die dort beide gerade an der Vollendung seines aktuellen Buches arbeiten. Hauptsächlich um über ihren inoperablen und stetig wachsenden Gehirntumor zu reden - bis dann plötzlich der von ihr betreute geisteskranke Kindermörder Harlan mit einem jugendlichen Gespielen von ihm auftaucht und sich für die Behandlung rächen will.
Soweit so simpel, soweit so oft genug gesehen und oft genug drüber gelangweilit.
Was aber ein Review rechtfertigt und das lohenswerte dieses Filmes ausmacht, sind die ungewöhnlichen stilistischen und dramatogischen Mittel, die zu Anfangs verwundern, während des Filmes den Pepp geben und am Schluß die überraschende Wendung einleiten.
Was zu Beginn nur als Marotte des Regiseur daher kommt, bekommt immer mehr Sinn....aber ich will hier nicht zu viel verraten.
Die mir völlig unbekannte Hauptdarstellering Kate Greenhouse überzeugt rundum.
Wieder ohne zu viel zu verraten, stellt sie die Veränderung von Samatha wirklich eindringlich dar.
Die anderen Rollen (es sind eigentlich nur 5 Personen im Film zu sehen bzw. relevant) sind durchschnittlich. Keine Highlights, aber man muss ich auch nicht mit Grausen abwenden.
Der Film ist definitv nichts für schwache Gemüter. Man könnte ihn nicht direkt als brutal bezeichnen, aber wenn er gewaltätig wird - dann richtig.
Ein netter vorweihnachtlicher Film (viele Szenen spielen bei Kerzenlicht), mit einer überraschenden Geschichte, einer guten Hauptdarstellerin und einer sehenswerten Inzenierung - nur leider mit 79min etwas kurz (so wie dieses Review).
Aber lohnt sich durchaus.