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gullinews
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Patriot Act: US-Überwachung in Gefahr

Bald keine Hausbesuche bei Mao-Lesern mehr?

Vergangenen Freitag wurde eines der umstrittensten Schnüffelgesetze in den USA vorläufig auf Eis gelegt: der Senat blockierte die Verlängerung des Patriot Act. Das nach den Anschlägen vom 11.9. verabschiedete Gesetzespaket ermöglicht weitreichende Abhör- und Ermittlungsbefugnisse, teilweise ohne richterliche Anordnung. Die Blockade hat zwar keine Mehrheit im Senat, mittels des umstrittenen "Filibustiers" wurde die Verlängerung des Gesetzes jedoch vorläufig verhindert. Im Senat besteht ein unlimitiertes Rederecht, wodurch bereits eine kleine Gruppe von Senatoren eine Abstimmung effektiv verhindern können, indem sie schlicht endlose Reden halten.
Die jetzige Blockade kommt nach einigen spektakulären Enthüllungen, nach denen der Regierung selbst die drastisch ausgeweiteten Schnüffelrechte nicht ausreichten, die das Antiterror-Gesetz ermöglichte. Die NSA habe Tausende von US-Bürgern belauscht, ohne als Auslandsgeheimdienst dazu befugt zu sein und ohne dass gerichtliche Anordnungen vorgelegen hätten. Bürgerrechtsbewegungen feiern nun die erste signifikante Eindämmung des immer weiter überbordenden Überwachungswahns seit der Einführung der Antiterrorgesetze.
Der Überwachungswahn in der Antiterrorhysterie trieb noch weitere seltsame Blüten: nicht nur Personen sind auf der "watchlist" der Geheimdienste und Ermittler gelandet, auch Bücher stellte man kurzerhand unter Generalverdacht: Studenten, die Auslandsaufenthalte hinter sich haben und außerdem Mao Tse Tung lesen, laufen Gefahr, von der Homeland Security besucht zu werden. So geschehen in Massachusetts: Weil er die Maobibel mit den "Sprüchen und Zitaten des großen Vorsitzenden" ausgeliehen hatte, bekam ein Student unangemeldeten Besuch der Homeland Security, die die Ausleihdaten der Unibibliothek überwachten. Das Buch

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Alt 19. 12. 2005, 10:33 gullinews is offline Mit Zitat antworten #1
thehed Spender
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Registrierungsdatum: Aug 2001
Ort: Schweiz
Beiträge: 489
Re: Patriot Act: US-Überwachung in Gefahr

Na langsam hebt der Gegenwind zum Sturm gegen die, nennen wir sie mal Extrempatrioten an. Nicht nur mit der Überwachung auch im Bereich der Folterverbrechen. Könnte mir durchaus vorstellen das in wenigen Jahren die Bush mit der McCarthy-Ära in einem Atemzug genant werden. Es sind durchaus parallelen erkennbar. http://de.wikipedia.org/wiki/McCarthy-%C3%84ra
So langsam kehrt sich auch ein Teil der Presse und dann.......
Zitat:
McCarthys Kampf gegen den Kommunismus brach 1954 zusammen, als seine Verhöre zum ersten Mal im Fernsehen ausgestrahlt wurden. Dies ermöglichte der Öffentlichkeit und der Presse einen Einblick in seine umstrittenen Taktiken aus erster Hand. Zu diesem Zeitpunkt begann die Presse auch, Geschichten über Personen zu schreiben, deren Leben durch McCarthys Anschuldigungen, die in manchen Fällen nicht durch Beweise gestützt waren, ruiniert wurden.
Die Geschichte wird sich (hoffentlich) wiederholen .
Alt 19. 12. 2005, 15:30 thehed is offline Mit Zitat antworten #2
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