Seit Monaten mehr als 9 Millionen P2P-User gleichzeitig
Die Kollegen von BigChampagne konstatieren Ende 2005 ein weiteres Jahr, in dem die Filesharingpopulation schwankend, aber konsequent wuchs. Der November war der drittstärkste Monat der Tauschbörsen - 9,46 Millionen gleichzeitig sharende User, übertroffen nur von August mit deren 9,62 und Juli 9,49. Damit wiedersprechen die Zahlen BigChampagnes drastisch jenen der NPD Group, die in den letzten Monaten eine Abnahme der P2P-Nutzung erkannt haben will.
Diese zweifelt BigChampagne gemeinsam mit den meisten Technikexperten an: selber habe man bessere und transparentere Untersuchungsmethoden. Die Trafficanalysten werden bezeichnenderweise selbst aus dem Musikbusiness heraus mit der größeren Glaubwürdigkeit geadelt: seit einiger Zeit beziehen die amerikanischen Billboard-Charts die Statistiken BigChampagnes in die Erstellung der Hitlisten mit ein.
Und die Ergebnisse sind ermutigend: seit Juli sank die Zahl der gleichzeitig sharenden User nie mehr unter neun Millionen. Im letzten Jahr hat die Population von knapp 7,5 auf deren 9,5 Millionen zugelegt. Das fortgesetzte Wachstum auf hohem Niveau ist erstaunlich aus mehreren Gründen.
Einerseits wurden 2005 erstmals seit dem Napsterclose populäre Clients massiv in der Verbreitung behindert oder wurden komplett eingestellt. WinMX musste einen empfindlichen Schlag hinnehmen, Grokster wurde abgeschaltet, KaZaA litt schwer unter der fehlenden Weiterentwicklung des Clients und der rechtlichen Schwierigkeiten vor allem in Australien. iMesh versuchte sich als geläuterte, gefilterte Tauschbörse, MetaMachine gab an, den eDonkey nicht mehr weiter entwickeln zu wollen, Ares und Limewire legten die Quellen offen, nachdem man vor erheblichen Schwierigkeiten stand, die Clients weiter entwickeln oder vertreiben zu können. Aufgezählt hört sich dies wie ein komplettes Desaster an, die tatsächlichen Folgen für die Community: sie wuchs. Selbst nach
weiterlesen