20. Dezember 2005
Hackerkrieg in Südamerika
Ein bizarrer Hackerkrieg beschäftigt zurzeit Regierungsbehörden in Chile und Peru. Offenbar nationalistisch gesinnte Computerspezialisten befassen sich dort damit, offizielle Websites des jeweils anderen Landes mit eigenen Parolen zu versehen.
Zwischen den beiden Ländern existieren diverse Streitigkeiten, die, obwohl nur zum Teil politisch relevant, mit erbittertem Ernst ausgetragen werden. So sind Chile und Peru auf der offiziellen Ebene uneins über die Aufteilung von Fischgründen im Pazifik.
Fast ebenso wichtig ist jedoch für viele die Frage, wer sich von beiden die Nation des Pisco nennen darf, eines Schnapses, den Peru für sich reklamiert, obwohl Chile darauf beharrt, dass man mehr davon herstelle und außerdem im Besitz der Markenrechte sei. Ähnliche Diskussionen gibt es auch "Ceviche", ein Fischgericht, auf das beide Nationen Anspruch erheben.
Fisch und Schnaps
Die IT-Website "The Register" hat versucht, den Kampf der Hacker um die Rechte an Fisch und Schnaps nachzuzeichnen. Den Anfang machte danach ein peruanischer Hacker mit Namen "Cyber Alexis". Ihm gelang es, die Sicherheitsbarrieren der Website des Chilenischen Büros für Katastrophenschutz auszutricksen und auf der Seite die Nachricht zu hinterlassen: "Wir machen was wir wollen mit unserer Politik und unserem Ozean" und "Niemand kann Ceviche und Pisco nachmachen oder ihre Qualität erreichen."
Die Antwort aus Chile ließ nicht lange auf sich warten - auf der Internet-Seite des peruanischen Justizministeriums hinterließ ein Hacker die Sätze: "Wir kämpfen für das, was uns gehört. Der Ozean und Pisco sind chilenisch." Im Moment, so "The Register", repariere man auf beiden Seiten der Grenze die Schäden und versuche, die Sicherheitsvorkehrungen zu verbessern. Und warte auf die nächste Attacke.
(N24.de, Netzeitung)
Das ist wenigstens mal ein Anlass für nen Krieg- ich frag mich, welches der beiden Länder als erstes das Militär einsetzt und zum Brennventivschlag ausholt oder ne Seeblockade verhängt