Statt Relaunch seltsame Angstkampagne
Noch im alten Jahr hätte Grokster als kostenpflichtige Plattform neu starten sollen, daraus wurde nichts. Stattdessen beitet Grokster auf der Homepage nun einen IP-Checker an: ip.gulli.com dürfte zwar leichter zu merken sein und der Anonymitätschecker bessere Ergebnisse liefern, jedenfalls, wer seine IP wissen mag, kann diese inzwischen auch auf der Homepage des ehemaligen Filesharingclients erfahren. Wenn man nicht hinter einem Proxy sitzt, jedenfalls.
Zweck der Übung ist jedoch simples Einschüchtern der User: "Denk nicht, du könntest nicht gefasst werden. Du bist nicht anonym", schreibt es auf der Webseite. Eher lächerlich als einschüchternd wirkt dies im Zusammenhang damit, dass sich Grokster auf der Startseite als "nicht legaler Anbieter von Filmen und Musik" beschreibt, zu laden gibt es indessen natürlich weder legales noch illegales Material, noch lag solches jemals auf Grokster-Homepages: dort fand man lange Zeit eben einen Filesharingclient, der für sich ungefähr so legal oder illegal ist wie eine Telefonleitung.
Sinn ergibt der Versuch einer neuen kleinen Angstkampagne indessen, wenn man sich die Statements des ehemaligen Grokster-Chefs Wayne Rosso in der Washington Post anschaut: Es sei "...recht klar, wer gewonnen hat. Wir wußten immer, dass das freie Verteilen copyrightgeschützten Materials nicht weitergehen konnte
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