Selbst Linkspartei begreift den Begriff "Kopieren" nicht
Neben den bekannten Interessensvertretern und Angehörigen der Bundesregierung sprechen sich immer mehr Gruppen gegen mehr Rechte der User gegenüber der immer restriktiveren Kopierschutzmaßnahmen der Industrie aus. Ausgerechnet die Linkspartei setzte sich nun in bemerkenswerter Inkonsequenz für die fortgesetzte Kapitalisierung auch der Kopien für den Privatgebrauch ein: analog zur Bagatellklausel, welche Filesharing in kleinem Umfang straffrei stellen soll, könne man auch gleich "Ladendiebstahl unter 20 Euro legalisieren", zitiert heise Luc Jochimsen von der Linken/PDS.
Den Unterschied zwischen einer Kopie, nach deren Anfertigung im Unterschied zur geklauten CD niemandem etwas fehlt, hat man auch dort offenbar nicht verstanden. Damit positioniert sich die Linke in bemerkenswerter Nähe zur CDU, deren Experte für geistiges Eigentum, Krings, mit den Worten "Diese Klausel nützt meines Erachtens niemandem so richtig, schadet aber dem geistigen Eigentum" von heise zitiert wird - offenbar hat er noch niemals versucht, den Inhalt einer aktuellen Un-CD auf einen mobilen Player zu transferieren, andernfalls er seinen Satz vom fehlenden Nutzen vermutlich nochmals überdacht hätte.
Die aktuellen Entwürfe, die momentan diskutiert werden, sehen allenfalls noch die Erlaubnis zur Anfertigung digitaler Kopien aus "legalen Quellen" vor
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