Keine rächtschreipfähler und Kommata kritisieren is eh die hälfte falsch
Müde saß Andrea in ihrer Ecke. Die Knie angewinkelt, an den Körper gedrückt. Während sie verzweifelt versuchte ihre Atmung zu regulieren kauten ihre Zähne ununterbrochen auf dem Zeigefinger herum. Ihr Blick war unstetig, einmal starrte sie ins Nichts dann wieder, mit einer plötzlichen zuckenden Bewegung des Kopfes, aus dem Fenster, nur um wenige Sekunden später wieder ein anderes Objekt mit dem Blick zu fixieren. Langsam wurde die Atmung regelmäßiger, die nerven entspannten sich und aus dem irren Fingerkauen wurde ein leichtes Nagelknabbern. Das Zimmer war das Gleiche, es war schließlich nicht dieser Raum oder ein anderer bestimmter Raum der ihre Nerven verrückt spielen ließ. Es war nicht das Haus, nicht die Straße, der Ort. Es war die Einsamkeit. Sie war alleine in dem Zimmer, zu erst noch von einer wallenden Unruhe befallen die einen keine Tätigkeit länger als 15 Minuten ausüben ließ, schließlich steigerte sich die Unruhe in Unbehagen, etwas begann an den Nerven zu zerren und es wurde kalt, diese plötzliche unerklärliche Kälte die den Körper befiel. Der ganze Wahn steigerte sich von Nägekauen, über nervöses in der Wohnung umherirren bis zu Hyperventilation, einem starrenden unruhigem Blick, dem grauenvollen Gefühl des Gehetzt werdens, der absoluten Unruhe und des Wahnsinns um das Wissen diesen Ort so schnell wie möglich verlassen zu müssen weil sonst......
Sie durchwühlte ihr Handy, suchte Nummern wählte, erreichte Niemand. Das Gehetzt sein nahm zu, das Handeln wurde vom Unterbewusstsein übernommen aber die total überreizten Nerven leiteten die Impulse fehl, es wurde schlimmer, aufräumen, alle Fingernägel nacheinander ankauen, eine Kapuze aufsetzen, absetzen, durch alle Zimmer rennen, doch die Angst, allein diese unbestimmte seltsame Angst vor der Zukunft vor dem was werden sollte und ist, diese Angst blieb verschwunden und das allein ließ den Zustand ertragen. Er brachte auch Klarheit mit sich, Selbstmord war nun ausgeschlossen, kein legitimer Weg mehr aus dem Leben zu scheiden. Sie wusste auch dass sie Hilfe brauchte, ansonsten würde der Wahn immer mehr wachsen, er tat es, seid Monaten, aber nun war das Nervenkostüm zerschlissen, der Mensch ein labiles Nervenbündel, das nicht mehr sagen konnte was los war noch was passierte. Sie hatte sich schließlich, ganz ihrem Ego gleichgetan, in eine Ecke verkrochen und einfach gewartet, langsam klangen die Symptome ab, die Nerven wurden wieder ruhiger und es war möglich wieder in gefassten Bahnen zu denken. Vlielleicht würde sie jetzt aufstehen und sich etwas zu Essen zubereiten, vielleicht aber auch einfach sich aufs Bett legen, die Dacke anstarren und auf den nächsten Anfall warten.