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Killerkeks
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40 - 41 Stundenwoche im Öffentlichen Dienst

Zitat:
Streik für 38,5 Stunden: Möllring und Bsirske verhandeln. Stadtwerke setzen Leiharbeitnehmer als Streikbrecher ein

BERLIN taz/dpa An zuvor geheim gehaltenem Ort und zu geheim gehaltener Zeit trafen sich gestern in Berlin die Verhandlungsgegner von Gewerkschaften und Arbeitgebern, um über die Arbeitszeitverlängerung im öffentlichen Dienst zu sprechen. Doch ein rasches Ergebnis ist nicht in Sicht. "Das dauert noch", hieß es bei den Arbeitgebern.
Zum Spitzengespräch kamen unter anderen Ver.di-Chef Frank Bsirske und die Verhandlungsführer der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) zusammen. Während Ver.di die von den Bundesländern geforderte Ausweitung der Wochenarbeitszeit von 38,5 Stunden auf mindestens 40 Stunden abwenden will, bestehen die Arbeitgeber auf einer Verlängerung. "Für uns muss die Wochenarbeitszeit mit einer 4 beginnen", erklärte Ulrich Rieger, Geschäftsführer der TdL, im Gespräch mit der taz. Der niedersächsische Finanzminister und TdL-Chef Hartmut Möllring (CDU) hatte bereits betont, man brauche "Öffnungsklauseln in drei Bereichen". Konkret nannte der CDU-Politiker dafür die Arbeitszeit, das Urlaubsgeld und das Weihnachtsgeld.
Die Länder möchten nicht nur die Arbeitszeit verlängern, sondern auch das Weihnachts- und Urlaubsgeld der Landesbeschäftigten kürzen. Öffnungsklauseln im Tarifvertrag würden bedeuten, dass künftig jedes Bundesland einzeln längere Arbeitszeiten und gekürzte Sonderzahlungen aushandeln könnte. Eine solche Dezentralisierung des Konflikts lehnt Ver.di ab - ohne dass Ver.di-Chef Frank Bsirske sich gestern schon konkret äußerte.
Quelle: taz.de

Warum spricht man in den Medien denn von 18 Minuten mehr?
Sprüche wie "junge, kräftige Leute können doch 18min mehr am Tag arbeiten.." "Die faulen Staatsarbeiter können ruhig auch mehr schaffen"

Was soll das?
Weder die Gewerkschaften noch die Beschäftigten verschließen sich der 18 Minuten. Nur wenn ich 18 Minuten Mehrarbeit mit über 3.000.000 Angestellten im öD multipliziere, das Ganze durch 60 teile, dann könnt Ihr Euch ausrechnen, wie viele Jobs dann überflüssig wären...


Dann brechen hier 10 - 100 Tausende ARbeitsplätze weg und das beim Vorbildsgaranten Staat. Am allerwenigsten verstehe ich dabei die Kommunen - sie sparen ja nicht ein, sondern müssen den nun Arbeitslosen mit Hartz IV durchfüttern...


Wie soll ich einem Staat vertrauen, wenn er selbst zigtausende Arbeitsplätze vernichten will? Wie soll ich einem Staat vertrauen der zusieht wie andere Konzerne zigtausend Stellen ohne betriebswirtschaftliche Notwendigkeit abbaut? Wie soll ich einem Staat vertrauen, der mit seinen eigenen Beschäftigten genauso assozial umgeht, wie er es anderen Konzernen vorwirft??


kex
Alt 21. 02. 2006, 23:49 Killerkeks is offline Mit Zitat antworten #1
Lord_Alamut
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Re: 40 - 41 Stundenwoche im Öffentlichen Dienst

Ja es sind schon harte zeiten wenn man dem hauspersonal die privilegien beschneiden muss.
Aber die gier is überall. Wilkommen im Kapitalismus.
Wir sind dort draussen und es stinkt uns noch viel mehr als dem lieben hauspersonal.
Eure chance den hausherren zu stürzen und sich dem wiederstand anzuschliessen.
Ihr habt die hausschlüssel
Alt 22. 02. 2006, 00:31 Lord_Alamut is offline Mit Zitat antworten #2
Der Rebell
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Re: 40 - 41 Stundenwoche im Öffentlichen Dienst

Eigentlich gibt es zu dem Thema nicht viel zu sagen. Entweder hat der öffentliche Dienst mehr zu tun, dann bleiben die Arbeitsplätze erhalten oder es gibt nicht mehr Arbeit, dann werden Arbeitsplätze abgebaut.

Ansonsten hat die Maßnahme überhaupt keinen Sinn.

Auch das Politikergequatsche "Wir müssen wieder mehr arbeiten" macht nur Sinn, wenn es auch mehr Arbeit gibt.

Ich kann das Geschehen nur so interpretieren, daß es in der Gesamtheit billiger ist, ein paar Arbeitslose mehr durchzufüttern und die restlichen Arbeitsplatzbesitzer mit mehr Arbeit zu beschäftigen.

Der Rebell
Alt 22. 02. 2006, 01:09 Der Rebell is offline Mit Zitat antworten #3
pflaume
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Re: 40 - 41 Stundenwoche im Öffentlichen Dienst

Ach ja, die Nachtschwärmer.

Ich stell mir zu diesem Thema folgende Fragen:

1) ist es nicht ungerecht, einen Arbeitsplatzt zu haben, der nicht so einfach gekündigt werden kann? Es gibt keine 10 Jahresverträge mehr in der freien Wirtschaft, wie wir dies villeicht noch von unseren Großeltern und Eltern kennen. Wie kann das sein, daß, obwohl sich alles ändert, eine Gruppe außen vor bleibt?
Und gerade die, unter denen man (zu mindest aufm Amt, die kriegen nichts zu laufen..) am meisten zu leiden hat? Arbeit nach Leistung?

2) ist es nicht seltsam, das sich zum Teil Menschen beschweren, die Konkurrenzunternehmen haben (ich hab selber nebenher im "Umweltservice" gearbeitet) die ihre Pausen nicht bezahlt bekommen, teilweise 14 Stunden täglich ohne Zuschlag arbeiten, für unter 10 Euro netto. Nix mit bezahltem Essen. Ist das gerecht? Kann es da sein, das städtische Müllabfuhren zur Frühstücks- und Mittagspause wieder in den Betrieb fahren, und das in 35 Stunden die Woche?

3) kann es ein, daß sich praktisch jeder Mensch über unseren aufgeblähten, teuren Staatsapparat mukiert. Wo fängt das sparen an? Vielleicht nicht gleich ganz unten, aber dort kommt man irgendwann auch mal an, also besser mal warm anziehen.

4) sollte man Geld nicht lieber in Bereiche wie Schule, Gesundheit pumpen und dafür in Bereichen mit Einsparpotenzial etwas kürzen, natürlich sozialveträglich?
(Ich nehme Bedienstete von Krankenhäusern hier mal generell aus, hab auch mal dort was geschafft, die laufen echt aufm Zahfleisch die armen Hunde)

5) haben Gwerkschaften, so gut und nützlich sie auch sein mögen ncht ein generelles Problem in der Akzeptanz in der Öffentlichkeit? Ist dies alle svielleicht auch ein Ausdruck von mangeldem Selbstwertgefühl, das man jetzt noch mal richtig auf den Putz haut? In der "richtigen Welt" der Aktienunternehmen, der Kapitalverlagerung ins Ausland, der Wertschöpfung gibt es so eine Luxusbehandlung nicht. Da fliegen die Menschen einfach auf die Strasse,...

6) wir leben in einem Land dessen Arbeitslosenquote hoch ist wie nie, alles klar soweit, stimm ich zu. Aber unser Staat speißt sich auch Steuerabgaben, die immer weniger zahlen können, uns fehlt die Knete, deshalb auch Harz IV. Wer in Gottes Namen soll denn diesen "Rattenschwanz" (Bezeichnung für zum Teil überflüssige Nutznießer) entlohen? Können wir nicht als Volkswirtschaft den Begriff Wertschöpfung auch auf diese Bereiche anwenden? Viele "normale Menschen" wurden genau deshalb gekündigt und konnten nicht einfach aufhören zu arbeiten (wegen 18 Minuten, was ja zwei Wochen im Jahr sind... wiviel Urlaub haben Beamte eigentlich????)

Ich war mal etwas provokant, in anderen Diskussionen hat der besonnen Ton irgendwann gelangweilt, gebt mal Feuer hier.

mfg, die pflaume
Alt 22. 02. 2006, 03:24 pflaume is offline Mit Zitat antworten #4
cosmopolitan
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Re: 40 - 41 Stundenwoche im Öffentlichen Dienst

Zitat:
Zitat von pflaume 
1) ist es nicht ungerecht, einen Arbeitsplatzt zu haben, der nicht so einfach gekündigt werden kann?
Nö, wieso sollte es? Damit es all denen, die im ÖD arbeiten, nicht besser geht als uns, die wir nicht so viel Schwein haben?

Zitat:
Zitat von pflaume 
2) teilweise 14 Stunden täglich ohne Zuschlag arbeiten, für unter 10 Euro netto. Nix mit bezahltem Essen. Ist das gerecht? Kann es da sein, das städtische Müllabfuhren zur Frühstücks- und Mittagspause wieder in den Betrieb fahren, und das in 35 Stunden die Woche?
Was soll daran gerecht sein? Wie schon Lord_Alamut so fröhlich vor sich hinpostet:
Zitat:
Wilkommen im Kapitalismus.
Also wenn Du nach einem Weg suchst, die Arbeitsbedingungen für alle gleichermaßen beschissen zu machen, so sei ganz beruhigt, genau das treibt die öffentlichen Arbeitgeber auch um, und sie tun ihr Möglichstes, um dieses Ziel zu erreichen. Da aber der ÖD, wie jeder weiss, schwerfälliger ist als andere Bereiche, wird es wohl noch eine ganze Weile dauern, bis sich diese Vision flächendeckend durchgesetzt hat und auch die Angestellten von Bund, Ländern und Kommunen für weniger Geld länger arbeiten dürfen und zwar möglichst bis zur Erreichung des 99. Lebensjahres.

Ganz interessant übrigens: Dort wo nicht erst lange verhandelt werden muß, sondern per Verordnung agiert werden kann, geht's schneller: Die Bundesbeamten dürfen z.B. schon 41 Stunden die Woche am Schreibtisch vor sich hindösen...

Zitat:
Zitat von pflaume 
sollte man Geld nicht lieber in Bereiche wie Schule, Gesundheit pumpen...
Bloß das nicht! Ist doch auch alles öffentlicher Dienst. Mann o Mann, Du bist mir ja vielleicht 'ne pflaume!
Zitat:
Zitat von pflaume 
und dafür in Bereichen mit Einsparpotenzial etwas kürzen, natürlich sozialveträglich?
... In der "richtigen Welt" ... gibt es so eine Luxusbehandlung nicht. Da fliegen die Menschen einfach auf die Strasse,...
Klar, schmeiß die faulen Säcke alle raus, solange es sozialverträglich ist...

Zitat:
Zitat von pflaume 

... Aber unser Staat speißt sich auch Steuerabgaben, die immer weniger zahlen können, uns fehlt die Knete, deshalb auch Harz IV. Wer in Gottes Namen soll denn diesen "Rattenschwanz" (Bezeichnung für zum Teil überflüssige Nutznießer) entlohen?

Das scheint Deine erste ernst gemeinte Frage in diesem Post zu sein. Daher verkneife ich mir an dieser Stelle ausnahmsweise mal den Sarkasmus.
Dass die öffentliche Hand ein massives Finanzproblem hat, steht außer Frage. Aber, um ein Negativsaldo auszugleichen, kann man nun mal grundsätzlich an zwei Schrauben drehen. Enweder man senkt die Ausgaben - was ja jetzt als das allein seligmachende Allheilmittel gepriesen und praktiziert wird, oder man tut mal was auf der Einnahmeseite. Z.B. könnte man dafür sorgen, dass Top-Unternehmen nach langen Jahren der Abstinenz bei der extremen Gewinnlage auch mal wieder etwas Steuern berappen müssen. Und weshalb in den letzten Jahren der Spitzensatz der Einkommensteuer von 51 auf 43% gesenkt wurde, erschließt sich nur Leuten mit über 100.000 EUR Jahreseinkommen.

Zitat:
Zitat von pflaume 
Ich war mal etwas provokant, in anderen Diskussionen hat der besonnen Ton irgendwann gelangweilt, gebt mal Feuer hier.

Genug Feuer für den Anfang?

so long, cosmo
Alt 22. 02. 2006, 08:43 cosmopolitan is offline Mit Zitat antworten #5
Jens Mander
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Re: 40 - 41 Stundenwoche im Öffentlichen Dienst

Eigentlich lohnt es nicht so richtig, ständig in die ähnlich gelagerte Diskussionen zu verfallen, es sei denn man betreibt es als Zeitvertreib. Nach meinen Eindrücken und meinen Kenntnissen in Geschichte ist der Kapitalismus nur unter Druck zu einem menschlichen Antlitz gezwungen worden. Die tatsächlich vorhandene Alternative und die weltweite Verbreitung der marxistischen Ideologien haben für den nötigen Druck gesorgt. Nun hat der Kapitalismus momentan keine Bremsen mehr, agiert mehr und mehr als globale Bedrohung. Die Widerstände gegen den globalen, unbeschränkten Kapitalismus werden aber zwangläufig auch zunehmen - in der einen oder anderen Form, mit der einen oder anderen Ideologie als Unterbau. Man suche sich aus: Islam, Christentum (wohl eher nicht), Marxismus, Nationalsozialismus, Ökosozialismus (wohl eher auch nicht). Für die nächsten Zeiträume allerdings marschiert und siegt der Kapitalismus erst noch. Die wirtschaftsliberalen Eiferer werden und müssen noch begreifen, wohin die Reise geht, spätestens, wenn das eigene "Hälschen umgedreht" wird. Aus meiner Sicht tut die Gewerkschaft gut daran, sich bis aufs blanke Messer mit den öffentlichen Dienstherren zu zanken. Was passiert, wenn Gewerkschaften nicht mehr wirksam sind, kann sich jeder Interessierte z.B bei WalMart oder generell bei den meisten ostdeutschen Firmen ansehen, die bereits im ungezügelten Kapitalismus angekommen sind. Da kommt dann aber Lebensfreude auf, verdammt noch einmal.
Alt 22. 02. 2006, 08:47 Jens Mander is offline Mit Zitat antworten #6
sirnnx Spender
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Re: 40 - 41 Stundenwoche im Öffentlichen Dienst

Zitat:
Zitat von pflaume 
Ach ja, die Nachtschwärmer.

Ich stell mir zu diesem Thema folgende Fragen:

1) ist es nicht ungerecht, einen Arbeitsplatzt zu haben, der nicht so einfach gekündigt werden kann? Es gibt keine 10 Jahresverträge mehr in der freien Wirtschaft, wie wir dies villeicht noch von unseren Großeltern und Eltern kennen. Wie kann das sein, daß, obwohl sich alles ändert, eine Gruppe außen vor bleibt?
Und gerade die, unter denen man (zu mindest aufm Amt, die kriegen nichts zu laufen..) am meisten zu leiden hat? Arbeit nach Leistung?

Der öffentliche Dienst besteht nicht nur aus Beamten. Meines Wissens ist es Beamten
verboten zu streiken. Also sind es die Angestellten die gerade streiken.
Sollten sich alle dem Anpassen, dem es am Schlechtesten geht.
Wenn ein Kind irgendwo zu Hause geschlagen wird, sollten dann alle
anderen auch geschlagen werden? Wäre doch sonst auch ungerecht.

Zitat:
2) ist es nicht seltsam, das sich zum Teil Menschen beschweren, die Konkurrenzunternehmen haben (ich hab selber nebenher im "Umweltservice" gearbeitet) die ihre Pausen nicht bezahlt bekommen, teilweise 14 Stunden täglich ohne Zuschlag arbeiten, für unter 10 Euro netto...
Dann ist es doch gut, dass sich nicht jeder sowas gefallen lässt!

Zitat:
3) kann es ein, daß sich praktisch jeder Mensch über unseren aufgeblähten, teuren Staatsapparat mukiert. Wo fängt das sparen an? Vielleicht nicht gleich ganz unten, aber dort kommt man irgendwann auch mal an, also besser mal warm anziehen.
Nein - ich "mukiere" mich nicht. Sparen ja - aber da hat der Bund der Steuerzahler
weitaus bessere Ideen als Entlassungen und Gehaltskürzungen. Jeder Entlassene im
öffentlichen Dienst kostet ja wieder etwas als Arbeitsloser. Wo ist da die Einsparung?
Zitat:
4) sollte man Geld nicht lieber in Bereiche wie Schule, Gesundheit pumpen und dafür in Bereichen mit Einsparpotenzial etwas kürzen, natürlich sozialveträglich?
(Ich nehme Bedienstete von Krankenhäusern hier mal generell aus, hab auch mal dort was geschafft, die laufen echt aufm Zahfleisch die armen Hunde)
Sollte man - aber über diese "Bereiche mit Einsparpotenzial" sollte man
vorher diskutieren. Du solltest noch in anderen Bereichen schaffen, bevor
du dir ein Urteil bildest.

Zitat:
5) haben Gwerkschaften, so gut und nützlich sie auch sein mögen ncht ein generelles Problem in der Akzeptanz in der Öffentlichkeit? Ist dies alle svielleicht auch ein Ausdruck von mangeldem Selbstwertgefühl, das man jetzt noch mal richtig auf den Putz haut? In der "richtigen Welt" der Aktienunternehmen, der Kapitalverlagerung ins Ausland, der Wertschöpfung gibt es so eine Luxusbehandlung nicht. Da fliegen die Menschen einfach auf die Strasse,...
Ja - das Image der Gewerkschaften schwindet. Das hat viele Gründe.
Erfolglosigkeit, schlechte Presse, ungeschicktes Auftreten .....
Sie können es sich in der Tat nicht leisten hier zu verlieren

Zitat:
6) wir leben in einem Land dessen Arbeitslosenquote hoch ist wie nie, alles klar soweit, stimm ich zu. Aber unser Staat speißt sich auch Steuerabgaben, die immer weniger zahlen können, uns fehlt die Knete, deshalb auch Harz IV. Wer in Gottes Namen soll denn diesen "Rattenschwanz" (Bezeichnung für zum Teil überflüssige Nutznießer) entlohen? Können wir nicht als Volkswirtschaft den Begriff Wertschöpfung auch auf diese Bereiche anwenden? Viele "normale Menschen" wurden genau deshalb gekündigt und konnten nicht einfach aufhören zu arbeiten (wegen 18 Minuten, was ja zwei Wochen im Jahr sind... wiviel Urlaub haben Beamte eigentlich????)
Wenn 18 Minuten so lächerlich sind, warum dann diese Erhöhung?
Gegen mehr Effizenz bei der öffenlichen Verwaltung und auf allen
möglichen Ämtern hat wahrscheinlich niemand etwas.

Ich habe mich damals trotz Angebot bewußt gegen eine
Stelle im ÖD entschieden - da ich in der freien Wirtschaft
für die selbe Arbeit erheblich mehr verdiene.
So gut geht es denen nämlich auch nicht.

Ich kann nur sagen, dass ich meine Steuern brav zahle.
Können das die großen Unternehmen und unsere "Leistungsträger"
auch alle von sich behaupten?

Zitat:
Ich war mal etwas provokant, in anderen Diskussionen hat der besonnen Ton irgendwann gelangweilt, gebt mal Feuer hier.
mfg, die pflaume

Was willst du uns damit sagen? Das du nur ein Troll bist?

NNX
Alt 22. 02. 2006, 10:04 sirnnx is offline Mit Zitat antworten #7
Killerkeks
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Re: 40 - 41 Stundenwoche im Öffentlichen Dienst

Zitat:
Zitat von cosmopolitan 
Bloß das nicht! Ist doch auch alles öffentlicher Dienst. Mann o Mann, Du bist mir ja vielleicht 'ne pflaume!


er hat nicht unrecht! Natürlich müssen wir in Bildung investieren. Der Wirtschaftsstandort Deutschland hängt von der Bildung ab! Wir alle kennen die PISA-Studie. Dabei wird nicht in Personalkosten von Lehrer investiert - sondern in Bildung!!!
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Alt 22. 02. 2006, 11:01 Killerkeks is offline Mit Zitat antworten #8
sirnnx Spender
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Re: 40 - 41 Stundenwoche im Öffentlichen Dienst

Zitat:
Zitat von Killerkeks 
er hat nicht unrecht! Natürlich müssen wir in Bildung investieren. Der Wirtschaftsstandort Deutschland hängt von der Bildung ab! Wir alle kennen die PISA-Studie. Dabei wird nicht in Personalkosten von Lehrer investiert - sondern in Bildung!!!

Die Statistiken sind nicht besonders aussagekräftig.
Man kann mit Statistiken alles beweisen.
Darum hat auch jeder immer Statistiken zur Hand
die seine Meinung unterstützen.

Wieviel Prozent der Öffentlichen Ausgaben werden in Bildung investiert?
Hier sind natürlich die Staaten im Vorteil, die wenig öffentliche Ausgaben
machen. Und so schafft es auch die USA auf einen vorderen Platz.
Länder die auch in Kunst, Kultur und Infrastruktur investieren
werden mit hinteren Plätzen bestraft. Deutschland könnte dort
leicht nach vorne rutschen, wenn z.B. alle Schwimmbäder geschlossen
werden würden.

Bei der anderen Grafik wird das BIP herangezogen.
Hier sieht die Tabelle schon wieder anders aus.

Vielleicht sollte man investiertes Geld im Bezug zur
Bevölkerung setzen. Das würde etwas Sinn machen.
Auch die Pisa Studie halte ich als Ergebniskontrolle
für das eingesetzte Geld für sinnvoll.
Vielleicht sollte man sowas auch Deutschland intern
noch in Erwägung ziehen.

Worin würdest du das Geld eigentlich investieren,
wenn nicht in Lehrer/Ausbilder?

NNX
Alt 22. 02. 2006, 11:19 sirnnx is offline Mit Zitat antworten #9
cosmopolitan
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Re: 40 - 41 Stundenwoche im Öffentlichen Dienst

Zitat:
Zitat von Killerkeks 
er hat nicht unrecht! Natürlich müssen wir in Bildung investieren. Der Wirtschaftsstandort Deutschland hängt von der Bildung ab! Wir alle kennen die PISA-Studie. Dabei wird nicht in Personalkosten von Lehrer investiert - sondern in Bildung!!!

Mann, das war die blanke IRONIE. Ist ja wohl selbstverständlich, dass in Bildung investiert werden muss, und natürlich brauchen wir auch mehr Lehrer/innen, weil Unterricht mit 35 Kiddies in der Klasse nun mal nicht so effektiv ist wie mit 20...

so long, cosmo
Alt 22. 02. 2006, 11:24 cosmopolitan is offline Mit Zitat antworten #10
Andrax
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Re: 40 - 41 Stundenwoche im Öffentlichen Dienst

Fakt ist:
Wir können uns diesen aufgeblasenen Beamten- Wasserkopf nicht mehr leisten, denn die werden alle aus Arbeit bezahlt die Mangelware geworden ist oder eben in Arbeit abdrifftet die schlecht bezahlt wird und somit weniger Geld in die öffentlichen Kassen spült.

Bürokratie sollte abgebaut werden und nicht Ausgebaut, es wird zwar immer über weniger Bürokratie geschwafelt aber die Realität sieht anders aus.
Mit weniger Bürokratie wären auch weniger Beamte im öffentlichen Dienst nötig.
Ausserdem wären Beamte billiger, wenn sie Hartz 4 Empfänger wären und den Job dann für 1 Euro die Stunde ausüben, ist schliesslich von Beamten konstruiert worden und wäre für den Öffentlichen Dienst optimal.

100 000 arbeitslose Beamte sind einfach billiger, dass ist auch Fakt.
Beamte sind auch nur Menschen?
Klar, darum sollten sie genauso behandelt werden wie alle anderen auch.

Willkommen in der konstruierten Welt der Beamten.

Andrax
Alt 22. 02. 2006, 12:18 Andrax is offline Mit Zitat antworten #11
Killerkeks
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Re: 40 - 41 Stundenwoche im Öffentlichen Dienst

Zitat:
Zitat von sirnnx 
Worin würdest du das Geld eigentlich investieren,
wenn nicht in Lehrer/Ausbilder?


Eine komplettsanierung des Bildungssystems (darüber zu diskutieren würde den Rahmen sprengen - in einem anderen Thema vlt.)

Dazu wären Ganztagsschulen einzurichten, auf jeden Fall mehr Lehrer, die eine gescheite Ausbildung und Methodik an den Tag legen, Schule muss wieder Anreiz geben, darf keine Strafe mehr sein. Schule muss die Interessen fördern. Das Bewertungssystem würde ich ebenfalls überdenken. Frontalunterricht ist schlecht - das weiß jeder Lehrer aber Gruppenarbeit besteht aus Ihrer Sicht aus der Einteilung, wer welche Frage der Aufgabenstellung beantwortet - das ist keine Gruppenarbeit und und und und.


Zitat:
Zitat von cosmopolitan 
Mann, das war die blanke IRONIE. Ist ja wohl selbstverständlich, dass in Bildung investiert werden muss, und natürlich brauchen wir auch mehr Lehrer/innen, weil Unterricht mit 35 Kiddies in der Klasse nun mal nicht so effektiv ist wie mit 20...

Sorry, war wohl noch verschlafen

Natürlich muss davon auch in Lehrer investiert werden - allerdings in Neue und nicht in bestehende Gehälter einfließen - das meinte ich damit...

Zitat:
Zitat von Andrax 
100 000 arbeitslose Beamte sind einfach billiger, dass ist auch Fakt.
Beamte sind auch nur Menschen?
Klar, darum sollten sie genauso behandelt werden wie alle anderen auch.

So ein Quatsch... Natürlich können wir sie uns noch leisten. Natürlich sind sie Menschen... und wenn man sie wie menschen behandelt, dann wirft man sie nicht raus, weil sie billiger sind. Geh am Besten zum AGV, da kommst du mit deiner assozialen Politik sicher gut an


kex
Alt 22. 02. 2006, 19:12 Killerkeks is offline Mit Zitat antworten #12
Bzrkr
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Re: 40 - 41 Stundenwoche im Öffentlichen Dienst

Das Thema will ich nicht erschöpfend diskutieren, nur mal ein paar Anmerkungen:

- Ich will nicht wissen, wie viele Arbeitnehmer in Deutschland weit über 40 Stunden arbeiten - schon seit langem - und bestimmt nicht für mehr Geld.
Der größte Arbeitgeber in D ist das Handwerk, hat nur leider keine vernünftige Lobby... Die sind halt schlecht organisiert - starke Konkurrenz kommt aus dem Osten - frag dort mal ein paar Selbstständige oder Arbeitnehmer nach ihrer Arbeitszeit - und dem Gehalt.

Als die VW Mitarbeiter auf die Straße gingen, da fiel mir jedenfalls nur eines ein: "Kotzen (sry) auf höchstem Niveau". Ist das hier anders?



-Eine Verlängerung der AZ macht volkswirtschaftlich keinen Sinn. Aber welches UNTERNEHMEN interessiert schon volkswirtschaftliche Aspekte? Dürfen wir den Staat als Arbeitgeber anders bewerten? Wenn er leistungsfähig sein soll?



-Die Staatsquote liegt meines wissens bei 17% - und ist damit viel zu hoch. Ich denke eher, dass weitgehende strukturelle Reformen her müssen. Aber bestimmt nicht ohne negative Auswirkungen für die Arbeitnehmer.



-Nichts gegen Gewerkschaften im Allgemeinen, aber Ver.di geht wie immer zu weit.
Alt 22. 02. 2006, 19:53 Bzrkr is offline Mit Zitat antworten #13
Killerkeks
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Re: 40 - 41 Stundenwoche im Öffentlichen Dienst

Zitat:
Zitat von Bajoou 
-Nichts gegen Gewerkschaften im Allgemeinen, aber Ver.di geht wie immer zu weit.

lol was bleibt Ihnen denn für eine Wahl um Forderungen durchzusetzen?


Achja:
Angehängte Grafiken
Dateityp: jpg Anzahl der Streiks in Deutschland.jpg (172,7 KB, 0x aufgerufen)
Alt 22. 02. 2006, 20:03 Killerkeks is offline Mit Zitat antworten #14
Bzrkr
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Re: 40 - 41 Stundenwoche im Öffentlichen Dienst

@Killerkeks

Es ist etwas anderes, ob irgendwo ein Band steht - und man ein Unternehmen bei den finanziellen "Eiern" packt - oder ob man in Fragen der Ver- und Entsorgung dem Bürger eine Last aufbürdet - und auf diesem Wege einen völlig Unbeteiligten trifft.

Aber das war nicht unbedingt der wichtigste Teil meines Posts - ist also nichts was ich ausdiskutieren muss... Ist nicht bös gemeint, ist wohl auch eine Frage ob man die Sache unterstützt - oder eben nicht...



Lobbyismus (und was machen denn die Gewerkschaften anderes) - ist eine der größten Bremsklötze in unserem System. Ich habe von Psirske & Co noch nichts produktives gehört - und das Bewahren des Status Quo bringt uns eben nicht weiter.
Alt 22. 02. 2006, 20:11 Bzrkr is offline Mit Zitat antworten #15
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Re: 40 - 41 Stundenwoche im Öffentlichen Dienst

Zitat:
Zitat von Bajoou 
Es ist etwas anderes, ob irgendwo ein Band steht - und man ein Unternehmen bei den finanziellen "Eiern" packt - oder ob man in Fragen der Ver- und Entsorgung dem Bürger eine Last aufbürdet - und auf diesem Wege einen völlig Unbeteiligten trifft.

Da gebe ich dir Recht. Müllabfuhr und Krankenhäuser zu bestreiken tut zwar weh
aber trifft am meisten den Bürger.

Schlauer fand ich da schon den Streik der Politessen in BW.

NNX
Alt 22. 02. 2006, 20:36 sirnnx is offline Mit Zitat antworten #16
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Re: 40 - 41 Stundenwoche im Öffentlichen Dienst

Zitat:
Zitat von sirnnx 
Da gebe ich dir Recht. Müllabfuhr und Krankenhäuser zu bestreiken tut zwar weh
aber trifft am meisten den Bürger.

Schlauer fand ich da schon den Streik der Politessen in BW.

NNX


Ohja der Streik der Politessen sind ja auch produzierendes Gewerbe fernab aller Bürger... Die Krankenhäuser wurden so bestreikt, dass zu keiner Zeit eine Gefahr für Patienten bestand und im Müll, tja Pech... Dann gib deine Verärgerung weiter an den Staat...

Wenn morgen Siemens bestreikt wird, legen die den Schaden vlt. auch auf Ihre Produkte um und wen trifft es dann?

Wie soll jmd. im öffentlichen Dienst sich sonst zur Wehr setzen? Hat er kein Recht zu streiken, nur weil er Bediensteter des Staates ist? Deutschlands größter Arbeitsgeber?


kex
Alt 22. 02. 2006, 20:49 Killerkeks is offline Mit Zitat antworten #17
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Re: 40 - 41 Stundenwoche im Öffentlichen Dienst

Zitat:
Zitat von Killerkeks 
... Wie soll jmd. im öffentlichen Dienst sich sonst zur Wehr setzen? Hat er kein Recht zu streiken, nur weil er Bediensteter des Staates ist? Deutschlands größter Arbeitsgeber? kex

So, dass man nicht die Bevölkerung gegen sich aufbringt.
Da ist Öffentlichkeitsarbeit gefragt.
Da heißt nicht nur mit der Pfeife im Mund durch die Straßen zu rennen.

Der Gegner hat das mit seiner 18 Minuten Parole schlauer gemacht.
Jetzt stehen die Angestellten des ÖD als Faulpelze da.

Nur um keine Missverständisse aufkommen zu lassen.
Ich unterstützte die Forderungen. Aber man braucht eine gute Strategie
und die Solidarität der Bevölkerung.

NNX
Alt 22. 02. 2006, 21:19 sirnnx is offline Mit Zitat antworten #18
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Re: 40 - 41 Stundenwoche im Öffentlichen Dienst

Zitat:
Zitat von sirnnx 
Nur um keine Missverständisse aufkommen zu lassen.
Ich unterstützte die Forderungen. Aber man braucht eine gute Strategie
und die Solidarität der Bevölkerung.


Deshalb hab ich dich nach einer Alternative gefragt...


kex
Alt 22. 02. 2006, 21:22 Killerkeks is offline Mit Zitat antworten #19
naklar.doch
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