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Thusnelda
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Re: 40 - 41 Stundenwoche im Öffentlichen Dienst

Eigentlich geht es doch nur um eines! Die Unternehmer fahren immer höhere Giwinne ein und fordern von den Mitarbeitern Mehrarbeit bei weiteren Kürzungen der Sozialleistungen, Einschränkungen der Rechte und weiteren Lohnverzicht!

Und gegen diese Machenschaften müssen sich die Bürger in diesem Land zur Wehr setzen. Und das geht nun mal nur durch Einigkeit und ggf. langfristige Streiks.

Alles andere führt zu überhaupt nichts. Es wird schon seit Jahrzehnten gereden und Palaver gehalten. Wohin das unser Land gebracht hat ist für Jedermann heute ersichtbar.

Die Reichen wurden immer reicher und die Bürger in diesem Land immer ärmer!

Liebe Grüße...
Alt 09. 03. 2006, 17:19 Thusnelda is offline Mit Zitat antworten #101
Lord Klehmchen
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Re: 40 - 41 Stundenwoche im Öffentlichen Dienst

Ver.di sollte einfach mal nach dem Vorbild anderer Länder einen Generalstreik ausrufen, am besten während der WM und am besten mit auch allen anderen Gewerkschaften zusammen.
Aber sowas geht eben nur in anderen Ländern, nicht in Deutschland, weil nur jeder auf sich guckt und sofort auf andere neidisch wird, wenn es denen nicht so schlecht geht.
Man könnte ja auch mal eine Wochenarbeitszeit von 80-90 Stunden einführen, die über 20Mio Arbeitskräfte die dann überflüssig werden entlassen und das Arbeitslosengeld streichen, war ja früher auch so und da hat sich keiner beschwert.
Für mich ist das eine wirklich tolle Vorstellung, die aber schleichend zur Realität wird....
Übrigens: mehr Angebot -> sinkende Preise -> mehr Nachfrage
Wie soll das denn funktionieren, wenn die Löhne sinken?
Die angeblich sinkenden Preise können ja auch nicht wirklich bezahlt werden, weil die Reallöhne ja auch sinken, also kann höchstens gleich viel gekauft werden, also steigt keine Nachfrage und die Unternehmen haben sich durch ihre Mehrproduktion um das Angebot zu steigern verkalkuliert, gehen Pleite, es gibt mehr Arbeistlose und es ist noch weniger Kaufkraft da...
Ich glaub kaum, dass das in der jetzigen Lage funktionieren kann.
Alt 09. 03. 2006, 19:19 Lord Klehmchen is offline Mit Zitat antworten #102
BigWilly
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Re: 40 - 41 Stundenwoche im Öffentlichen Dienst

Das geht aber auch schon aus rechtlichen Gründen nicht. 1. hängen die Gewerkschaften nicht zusammen (Verdi und die IGM sind nicht das Gleiche) und 2. gibt es hierzulande auch Verträge einzuhalten.
Alt 09. 03. 2006, 19:39 BigWilly is offline Mit Zitat antworten #103
Teletubbies
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Re: 40 - 41 Stundenwoche im Öffentlichen Dienst

Schade das es Menschen in der Gesellschaft gibt, die aus der arbeitenden Kaste entstammen, sich im Chor der Manager, Politiker und Vorstände einreihen und sich selbst mit Mehrarbeit und weniger Lohn kasteien - mit der Hoffnung "man kommt schon irgendwie durch"!

Fast die ganze Gesellschaft hat bis zu der "wirtschaftlichen Flaute" - wenn es so genannt werden darf - von den "erkämpften" Vorzügen des Arbeitslebens mit 38,5 - 45 Std./Wo., 18 - 35 Tage/Urlaub usw. profetiert.

Leute das Problem ist die Öffnung des Marktes im Rahmen der EU und verminderter Protekrionismus. Solange es Länder gibt in denen billige Arbeitskräfte auf das schamloseste ausgebeutet werden können, solange werden sich die Unternehmen
zu diesen Quell hingezogen fühlen. D.h., um den Standart hier im Lande halten zu können muss das Geld im "Lande" gehalten werden. Strengster Protektionismus und damit hohe Einfuhrsteuern muessten Pflicht sein ........ usw. usw...

Andere Lösung für die Zukunft: Welttarifvertrag!



Tele
Alt 09. 03. 2006, 21:07 Teletubbies is offline Mit Zitat antworten #104
Lord Klehmchen
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Re: 40 - 41 Stundenwoche im Öffentlichen Dienst

Hatte es ja schon mal gesagt, für den Anfang könnte man ja in der EU ein einheitliches Lohn- und Steuersystem einführen oder es zumindest mal angehen, dann hätten die Leute die in Brüssel und in Strassburg rumsitzen und viel Geld dafür bekommen auch eine Daseinsberechtigung.
Alternativ kann man Produkte von Unternehmen die ihre Produktion aus Deutschland ins Ausland verlagern mit Schutzzöllen belegen, die Amis haben sowas ja auch schon gemacht um ihre eigene Wirtschaft zu schützen.
Alt 09. 03. 2006, 22:37 Lord Klehmchen is offline Mit Zitat antworten #105
Der Rebell
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Re: 40 - 41 Stundenwoche im Öffentlichen Dienst

Wenn man nur die Gesetze der Globalisierung gelten läßt, können wir den Laden hier gleich dicht machen, denn es ist numal teuer, in Deutschland zu leben und das schlägt auf die erforderliche Höhe der Löhne durch.

Jedes Land, in dem alleine die Miete niedriger wäre, wäre dann schon von den Lohnkosten her im Vorteil.

Man sollte in der Tat einmal fragen, wo denn die Logik ist, wenn Firmen Deutschland verlassen aber Deutschland als Absatzmarkt gut und gerne behalten wollen? Den Spieß könnte man auch umdrehen und fordern "Wer Deutschland als Absatzmarkt ausbeuten will, muß eine entsprechende Anzahl Arbeitsplätze in Deutschland vorweisen".

Mir ist völlig klar, daß das dirigistische Maßnahmen wären; aber was betreibt denn die Globalisierung anderes als Dirigismus?

Der Rebell
Alt 09. 03. 2006, 22:49 Der Rebell is offline Mit Zitat antworten #106
Thusnelda
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Re: 40 - 41 Stundenwoche im Öffentlichen Dienst

Zitat:
Ver.di sollte einfach mal nach dem Vorbild anderer Länder einen Generalstreik ausrufen, am besten während der WM und am besten mit auch allen anderen Gewerkschaften zusammen.

Nicht nur Ver.di sollte einen Generalstreik ausrufen müssen. Jeder Bürger im Land ist für sich selbst verantwortlich und kann selbst Entscheidungen treffen.

Wenn sich Unternehmer und Politiker in Deutschland die Taschen vollstopfen und vom Bürger ständig weitere Einschränkungen fordern, dann ist es an der Zeit, das jeder Bürger im Land auch seinen eigenen Generalstreik ausruft.

Einigkeit bedeutet Stärke und mit Stärke kann man Korruption in Deutschland bekämpfen. Aber der Bürger im Land muß auch den Mut haben kämpfen zu wollen.

Anstatt den Unternehmern und Politikern ihre Taschen zu füllen, nehmen Sie sich doch lieber mal ganz persönlich eine Auszeit und zeigen Sie dadurch Solidarität und auch Mut zur Veränderung.

Ein Ruck muß durch Deutschland gehen. Welcher Politiker hatte das doch gleich gefordert?

Liebe Grüße...
Alt 09. 03. 2006, 23:33 Thusnelda is offline Mit Zitat antworten #107
Vanitas
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Re: 40 - 41 Stundenwoche im Öffentlichen Dienst

Jepp, ich arbeite im öffentlichen Dienst und in meinem Bereich wurden innerhalb eines Jahres 3 durch Ruhestand freie Stellen nicht neu besetzt. Das muss jetzt schon kompensiert werden. Kommt dann noch eine Arbeitszeitverlängerung, kann sich doch jeder ausrechnen, was das bedeutet. Hey, den öffentlichen Dienst kann man nicht mit der freien Marktwirtschaft vergleichen, weil es keine Alternative gibt und jeder, der jetzt meckert, wird es später am eigenen Leib erfahren, wenn er für simple Sachen wie Ausweisverlängerung, Fahrzeuganmeldung etc. einen Tag Urlaub einplanen muss. Wir Mitarbeiter bemühen uns ja, als Dienstleister für die Menschen da zu sein, aber es ist jetzt schon ziemlich schwierig...

Liebe Grüße
Vanitas

Ich bin auch endlich mal für einen Generalstreik, denn so kann es nicht weitergehen!!! Hey, in Deutschland gab es noch nie eine Revolution, eigentlich wird es doch langsam mal Zeit dafür, oder?!
Alt 09. 03. 2006, 23:58 Vanitas is offline Mit Zitat antworten #108
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Re: 40 - 41 Stundenwoche im Öffentlichen Dienst

@ Vanitas

Ich glaube nicht, daß hier viele Leute etwas gegen öffentliche Bedienstete haben. Schwätzer gibt es überall. Es geht wohl eher gegen den staatlichen Verwaltungswahnsinn.

Wenn der reduziert würde, gäbe es natürlich auch weniger Arbeit; deswegen fordere ich ja, die Rationalisierungsfortschritte (=weniger Arbeitszeit) auf alle Arbeitnehmer umzulegen.

Ansonsten wären nämlich alle Rationalisierungsfortschritte völlig überflüssig, da sie bei konstanten Arbeitszeiten nur ein Vorteil für das Kapital darstellen.

Bei Reform-Forderungen kann es also nicht nur darum gehen, den Gewinn anders zwischen Arbeit und Kapital aufzuteilen sondern auch die Rationalisierungsfortschritte umzulegen.

Der Rebell
Alt 10. 03. 2006, 00:15 Der Rebell is offline Mit Zitat antworten #109
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Re: 40 - 41 Stundenwoche im Öffentlichen Dienst

Zitat:
Hey, den öffentlichen Dienst kann man nicht mit der freien Marktwirtschaft vergleichen, weil es keine Alternative gibt und jeder, der jetzt meckert, wird es später am eigenen Leib erfahren, wenn er für simple Sachen wie Ausweisverlängerung, Fahrzeuganmeldung etc. einen Tag Urlaub einplanen muss.

Wer sich heute alles gefallen läßt, wird vielleicht schon in kürzester Zeit HARTZ IV beziehen. Viele der heutigen HARTZ IV Opfer hatten noch vor kurzer Zeit ebensowenig den Mut sich für ihre eigenen Interessen einzusetzen. Was diese Menschen heute davon haben, ihren Mund gehalten zu haben, ist für Jedermann ersichtbar.

Es ist nun an der Zeit den Kampf zu kämpfen. Wer weiterhin den Kopf senkt wird letztendlich ertrinken. Lassen Sie es bitte nicht zu, das deutsche Bürger zu Billiglohnarbeiter und 1 Euro Kräften mißbraucht werden, nur damit sich die Unternehmer und korrupte Politiker in diesem Land weiterhin ihre Taschen füllen können.

Es ist an der Zeit sich mal eine ganz persönliche Pause zu gönnen und somit die Faust zu erheben! Lassen Sie bitte einen Ruck durch Deutschland gehen!

Liebe Grüße...
Alt 10. 03. 2006, 00:25 Thusnelda is offline Mit Zitat antworten #110
Der Rebell
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Re: 40 - 41 Stundenwoche im Öffentlichen Dienst

Sachma Thusnelda,

rufst Du hier zum Generalstreik auf?

Streiks zur Durchsetzung allgemeinpolitischer Ziele sind in Deutschland verboten. Die grundgesetzlich garantierte Tarifautonomie läßt nur Streiks zur Regelung arbeitsrechtlicher Fagen zu.

Alle anderen politischen Forderungen dürfen nur durch das Recht auf Meinungsfreiheit (Demonstration) und über Wahlen ausgedrückt werden.

Ansonsten sind wir rechtlich auf dem Weg zum Volksaufstand, wenn wir auf die Straße gehen und gegen "die Politik im Allgemeinen" Pflastersteine werfen.

Andererseits wäre so ein bischen illegaler Volksaufstand auch mal ganz gut.

Der Rebell
Alt 10. 03. 2006, 00:39 Der Rebell is offline Mit Zitat antworten #111
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Re: 40 - 41 Stundenwoche im Öffentlichen Dienst

Zitat:
Sachma Thusnelda,

rufst Du hier zum Generalstreik auf?

Lieber Rebell,

bin ich Ver.di? Wie könnte ich von hier aus zu einem Generalstreik aufrufen?
Das liegt doch nicht in meiner Macht! Ich bin nur der Ansicht, das sich jeder Bürger in diesem Land mal überlegen sollte, was uns die letzen 23 Jahre Politik gebracht haben und was dem Bürger nun auch weiterhin abverlangt wird.

Die Reichen sind immer reicher geworden und der Bürger immer ärmer!

Manager wie Esser, Ackermann & Co bekommen Abfindungen in Millionenhöhe und Politiker ziehen vor Gericht um ihre Nebeneinkünfte nicht offenlegen zu müssen. Gerichte entscheiden sich für Vermieter die in Zukunft keine Kopien ihrer Nebenkostenabrechnungen mehr an Mieter aushändigen müssen und legalisieren unter Umständen damit den Betrug und Arbeitslose die nicht mehr der Kirche angehören, müssen laut Gerichtsurteil dennoch Kirchensteuern bezahlen und das mit der Bedgründung, weil die meisten Bürger im Land diese Steuer nun eben mal freiwillig entrichten.

Jeder Mensch muß im Leben mal Revue passieren lassen und sich die Frage stellen, was ihm die Arbeit in seinem Betrieb für Vorteile eingebracht hat.

Wenn unterm Strich dabei nichts Gutes herauskommt, dann muß der Bürger sich natürlich die Frage stellen, was schief gelaufen ist. Und für die Beantwortung solch einer Lebensfragen, sollte man sich schon mal ein paar ruhige Tage Freizeit gönnen. Oder bist Du da anderer Meinung?

Ich jedenfalls bin der Meinung, wer jetzt nicht kämpft verliert alles!

Liebe Grüße...
Alt 10. 03. 2006, 01:01 Thusnelda is offline Mit Zitat antworten #112
Lindener Spender
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Re: 40 - 41 Stundenwoche im Öffentlichen Dienst

Zitat:
Einige verkennen hier scheinbar Fakten. Wenn ihr schon sagt, dass in unsern Nachbarländer mehr gearbeitet wird, dann sagt doch bitte schön im gleichemk Atemzug, dass in all unseren Nachbarländern die Reallöhne deutlich gestiegen sind in den letzten Jahren. Lediglich in Deutschland sind diese sogar gesunken.
Moment, bedenke aber doch beim Gehalt z.B. in den Ostländern, von welchem Niveau da ausgegangen wird! Länder wie Frankreich und England sehe ich, zumindest im Bezug auf Arbeitsplatzverlagerung nicht als Konkurenz an!

Zitat:
Und wer jetzt noch sagt wie ein Vorredner, dass die Leute nach dem 2.Weltkrieg dass Wirtschaftswunder geschafft haben, weil die mehr gearbeitet haben, der lebt ja auf einer anderen Welt. Ich könnte ja jetzt ganz einfach dreisterweise behaupten, dass da einfach mehr Arbeit da war und dass die Leute vorher keine 38,5 Stundenwoche hatte und unbezahlt über 10 STunden hätten mehr arbeiten müssen. Hier wurden ja wohl Äpfel mit Birnen verglichen
Die Arbeit ist immer noch da, kenne zumindest keinen, mich eingeschlossen, der nicht wie bekloppt Überstunden zieht!

Zitat:
Ich finde das insofern interessant, daß die dortige Regierung nicht alle internen Probleme darauf abwälzt, daß man angeblich gegen den Globalisierungsprozeß nichts tun könne.

Sicher kann Argentinien kein Vorbild für Deutschland sein aber man sollte schon darüber nachdenken, inwieweit sich Deutschland oder die EU gegen die negativen Auswirkungen der internationalen imperialistischen Kapitalbewegungen wehren kann

Ja, diesen Mut würde ich mir auch mal bei der deutschen Regierung wünschen!
Man hätte durchaus z.B. im Falle AEG mit einem Verkaufsstopp aller Elektolux-Produkte reagieren können!

Zitat:
Gleichbleibender Lohn und höhere Arbeitszeiten erhöhen die Arbeitslosenzahlen und senken die Nachfrage. Das ist die richtige Interpretation.

Warum sollte es nicht möglich sein, die Arbeitszeiten je nach den volkwirtschaftlichen Gesamtdaten um einen Mittelwert pendeln zu lassen? Das muß ja nicht schockartig passieren.

Im Übrigen würde ich deutschen Arbeitnehmern mal empfehlen nach Frankreich zu reisen und zuzuschauen, wie dort gegen die Verschlechterung des Kündigungsschutzes protestiert wird. Aber die Deutschen haben sich ja immer schon durch ihren Kadavergehorsam ausgezeichnet

Wieso wird denn den Arbeitnehmern und Arbeitgebern überhaupt vorgeschrieben, wie lange sie arbeiten müssen??
Es gibt genug Haustarife, wo das wunderbar klappt---viel Aufträge, viel arbeiten---flaute, wenig arbeiten!
Aber Frankreich nun unbedingt als Vorbild nehmen?? Weiss nicht, die Arbeitslosigkeit ist dort auch nicht besser!

Zitat:
Manager wie Esser, Ackermann & Co bekommen Abfindungen in Millionenhöhe und Politiker ziehen vor Gericht um ihre Nebeneinkünfte nicht offenlegen zu müssen. Gerichte entscheiden sich für Vermieter die in Zukunft keine Kopien ihrer Nebenkostenabrechnungen mehr an Mieter aushändigen müssen und legalisieren unter Umständen damit den Betrug und Arbeitslose die nicht mehr der Kirche angehören, müssen laut Gerichtsurteil dennoch Kirchensteuern bezahlen und das mit der Bedgründung, weil die meisten Bürger im Land diese Steuer nun eben mal freiwillig entrichten.

Zustimm!
Mir ist es immer noch ein Rätsel, wie ein Bundestagsabgeordneter weitere Jobs haben kann, die dürften sich, angesichts unsere Probleme, um nichts anderes mehr kümmeren als Ihren Hauptjob!

Gruss

Lindener

Geändert von Lindener (10. 03. 2006 um 16:40 Uhr).
Alt 10. 03. 2006, 03:04 Lindener is offline Mit Zitat antworten #113
cosmopolitan
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Re: 40 - 41 Stundenwoche im Öffentlichen Dienst

Verboten – Du meine Güte ist das furchtbar! Ja wenn’s denn verboten ist, sollten wir es natürlich besser lassen!
Lenin hat mal gemeint, deutsche Revolutionäre würden zunächst einmal Bahnsteigkarten lösen, wenn Sie sich entschlossen hätten, einen Bahnhof zu besetzen...

Also - scheiß auf Verbote!

Zitat:
Zitat von Der Rebell 
Ansonsten sind wir rechtlich auf dem Weg zum Volksaufstand, wenn wir auf die Straße gehen und gegen "die Politik im Allgemeinen" Pflastersteine werfen.

Andererseits wäre so ein bischen illegaler Volksaufstand auch mal ganz gut.

Das wäre nicht nur gut, sondern die einzige Chance für einen Ausweg - kann mir aber nicht vorstellen, dass das in D funktioniert. Man muß sich ja bloß mal die ganze Diskussion in der Gesellschaft und auch hier im board anschauen: die Hauptsorge vieler Leute ist und bleibt, dass es all den anderen möglichst genauso schlecht oder wenn's geht noch beschissener gehen möge als einem selber. Es lassen sich leider nur wenige Anzeichen von Solidarität ausmachen. Neben dem Desinteresse für die Lage anderer haben viele auch schlicht und einfach Furcht, dass bisschen was Sie noch haben auch noch zu verlieren, wenn sie sich unbotmäßig zeigen.

so long, cosmo
Alt 10. 03. 2006, 10:37 cosmopolitan is offline Mit Zitat antworten #114
FalkeHN
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Re: 40 - 41 Stundenwoche im Öffentlichen Dienst

Zitat:
Zitat von FalkeHN 
@Vanitas
Gegen die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes hat wohl die Merhzahl der Bevölkerung nichts. Nur wissen die meisten doch nicht mal das im ÖFD immer mehr stellen abgebaut werden und die verbleibenden Arbeitskräfte manchmal einfach nicht mehr mit der Arbeit nachkommen. Die Politik tut ihr überiges dazu das Image der Arbeitnehmer des ÖFD zu untergraben. Ist ja bequem andere zum sündenbock zu machen.
Stimme dir zu das es so nicht mehr weitergehen kann.

@Lindener
Nicht immer nur vom Lohn alleine ausgehen. In den Ostländern haben die Menschen zwar weniger Einkommen aber deutlich weniger Belastungen im Gegenzug dafür. Frankreich und England sind im Dienstleistungsbereich schon eine Konkurenz. Vor Irland mal ganz zu schweigen.Es mag Branchen geben in denen Überstunden noch gefordert sind aber ich kenne nicht mehr soviel davon. Und die Überstunden kommen doch auch teilweise davon das immer weniger Arbeitnehmer beschäftigt werden.
Allerding gebe ich dir recht das man mit Gleitzeit Modellen usw schon arbeiten kann. Aber letzlich muss die Politik endlich einiges ändern damit mehr Arbeitsplätze geschaffen werden.
Alt 10. 03. 2006, 11:13 FalkeHN is offline Mit Zitat antworten #115
Lord Klehmchen
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Re: 40 - 41 Stundenwoche im Öffentlichen Dienst

Haustarife sind ja schön und gut, aber damit werden doch auch nicht wirklich mehr Arbeitsplätze geschaffen. Defakto arbeiten die vorhandenen Arbeitnehmer einfach mehr oder weniger, da wird selten mal einer mehr eingestellt, wenn mehr Arbeit da ist.
Und sind unsere Konkurrenten aus dem Osten nicht auch in der EU und profitieren auf der einen Seite von hoher EU-Förderung und zahlen auf der anderen Seite so wenig Lohn, dass es für Unternehmen attraktiv wird dorthin ihre Produktion zu verlagern?
Sicher der einzelne Pole oder Tscheche kann ja nichts dafür, er wird ja dadurch nicht wirklich zum reichen Großgrundbesitzer, aber die Länder profitieren ungerechterweise davon.
Ich weiß ja nicht ob das damalige Preissystem der DDR gut war, aber mit Einheitspreisen könnte es zumindest für Unternehmen nicht attraktiver werden nur aus Kostengründen ihre Unternehmen zu verlagern. Wenn z.B. ein Auto in Deutschland 20.000€ kostet und in Polen für 10.000€ gebaut werden kann, sollten einfach an der deutschen Grenze 10.000€ draufgeschlagen werden, die dem Staat zu Gute kommen. Dann hätte ein Unternehmer nichts davon ins Ausland zu gehen.
Ich weiß in dieser Form geht das nicht, verstößt ja gegen Gesetze, aber irgendwann muss man auch mal den Verstand vor die Gesetze stellen, wo wir sonst stehen würden, wenn sich immer jeder an Gesetze gehalten hätten.
Karl Marx sagte mal die Revolutionen sind die Lokomotiven der Geschichte....
Alt 10. 03. 2006, 12:24 Lord Klehmchen is offline Mit Zitat antworten #116
Lindener Spender
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Re: 40 - 41 Stundenwoche im Öffentlichen Dienst

Zitat:
@Lindener
Nicht immer nur vom Lohn alleine ausgehen. In den Ostländern haben die Menschen zwar weniger Einkommen aber deutlich weniger Belastungen im Gegenzug dafür.

OK, aber dafür wiederum vermute ich im Gegenzug, ohne es genau zu wissen, das in Polen oder Slovakei kein (nachwievor) so hervorragendes Sozialsystem exestiert wie in Deutschland!

Zitat:
Vor Irland mal ganz zu schweigen

Ja, aber die haben es ja auch nur durch die EU- Fördergelder geschafft!

Habe gerade irgendwo gelesen, das nun, da die dicken Fördergelder nicht mehr winken, die ersten Unternehmen Irland wieder verlassen!

Und da wir gerade bei der EU sind: für mich war und ist das der grösste Irrsinn nach Beendigung des 2.Weltkrieges gewesen!

Gruss und einen schönen Abend an alle!

Lindener
Alt 10. 03. 2006, 16:52 Lindener is offline Mit Zitat antworten #117
Lord Klehmchen
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Re: 40 - 41 Stundenwoche im Öffentlichen Dienst

So ein Unsinn ist die EU gar nicht. Es müssten nur alle Gesetze aus Brüssel erlassen werden und 1:1 so umgesetzt werden, die EU müsste sich qausi zu einem neuen großen europäischen Staat entwickeln, oder man lässt es komplett sein, löst die EU auf und jeder macht wieder sein eigenes Ding.
ABer so halbherzig wie es derzeit aussieht, bringt sie nichts. Welchen Sinn macht es wenn einige Staaten Gesetze so umsetzen wie es gefordert wird und andere sich Spielräume lassen und somit Vorteile gegenüber anderen Staaten haben, dass kann doch nicht der Sinn sein.
Alt 10. 03. 2006, 18:01 Lord Klehmchen is offline Mit Zitat antworten #118
Vanitas
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Re: 40 - 41 Stundenwoche im Öffentlichen Dienst

Zitat:
Zitat von Der Rebell 
Streiks zur Durchsetzung allgemeinpolitischer Ziele sind in Deutschland verboten.

Jepp, genau deswegen gab es in Deutschland auch noch nie eine Revolution, oder glaubt einer, die Franzosen hätten damals Gesetzestexte gewälzt, oh, steht da irgendwo was, dürfen wir denn überhaupt die Bastille stürmen?

Klar ist die Verwaltungswut des Bundes ätzend, weil entsprechende Gesetze immer auf Länder und Kommunen abgewälzt werden, die sie dann ausführen müssen, aber die Kosten dafür tragen halt auch die Länder und Kommunen Das ist das eigentliche Problem an der ganzen Sache: Die Kommunen müssen sparen, bekommen aber durch den Bund immer neue Pflichtaufgaben aufs Auge gedrückt und dann muss halt mal ein Jugendzentrum oder ein Schimmbad dran glauben, weil für die freiwilligen Aufgaben kaum noch Geld da ist. (Soviel zu Rationalisierungen)

Und Rationalisierungen sind auch nur bis zu einem gewissen Punkt machbar. Ich wohne in einer Großstadt mit massig Stadtteilen und vormals 8 Bezirksämtern. Mittlerweile haben wir nur noch 3 Bezirksämter, was vom Weg her natürlich für viele weiter ist und da trifft es wieder die Schwächsten, z. B. Hartz IV-Empfänger, für die 2 Fahrkarten im öffentlich Nahverkehr z. T. Luxus sind oder Ältere. So, und wie weit soll das noch gehen? Bis man für einen blöden Reisepass in die Landeshauptstadt fahren muss?!

Im öffentlichen Dienst sitzt schon lange keiner mehr, der sich den ganzen Tag nur an den Weichteilen rumspielt. Ich selber habe von Januar bis jetzt schon 25 Überstunden und liege damit bei uns noch im mittleren Bereich!

Ich hoffe, ich habe jetzt niemanden angegriffen, falls doch SORRY, war nicht meine Absicht, ich musste mir nur mal den ganzen Frust von der Seele schreiben. Uffz, jetzt geht es mir besser und falls tatsächlich mal der Bundestag gestürmt wird bin ich dabei!!!

Liebe Grüße
Vanitas
Alt 10. 03. 2006, 23:25 Vanitas is offline Mit Zitat antworten #119
ruler
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Re: 40 - 41 Stundenwoche im Öffentlichen Dienst

Zitat:
Zitat von Vanitas 
Jepp, genau deswegen gab es in Deutschland auch noch nie eine Revolution, oder glaubt einer, die Franzosen hätten damals Gesetzestexte gewälzt, oh, steht da irgendwo was, dürfen wir denn überhaupt die Bastille stürmen?

Schon der zweite, der das hier behauptet...

Was war denn 1848 und 1918?
Alt 11. 03. 2006, 00:14 ruler is offline Mit Zitat antworten #120
BigWilly
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Re: 40 - 41 Stundenwoche im Öffentlichen Dienst

Zitat:
Was war denn 1848 und 1918?
...also ne echte Revolution war das nun auch nicht.
Hier in D. wird am liebsten das Maul gehalten und zuhause hofft man dann auf bessere Zeiten.
Alt 11. 03. 2006, 16:43 BigWilly is offline Mit Zitat antworten #121
moe22
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Re: 40 - 41 Stundenwoche im Öffentlichen Dienst

ich arbeite selber 40 std und mehr die woche (wie die meisten im meinem umfeld auch) und lebe noch.... den streik darum finde ich ne frechheit. warum sollte der ö.d nicht genauso arbeiten wie die freie wirtschaft ? dort sind höhere arbeitszeiten verbunden mir kürzungen des w- und urlaubsgeldes längs realität ( teilweise werden die überstunden noch nichtmal bezahlt ) von den steuern und abgaben wird der ö-dienst bezahlt der aber sich weigert ebenfalls 40 std zu arbeiten (die große errungenschaft der gewerkschaften). aber ich bin gerne dazu bereit noch mehr vom meinem bruttolohn abzugeben damit es den mitarbeitern des ö-d besser geht.
Alt 12. 03. 2006, 11:00 moe22 is offline Mit Zitat antworten #122
Der Rebell
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Re: 40 - 41 Stundenwoche im Öffentlichen Dienst

Zitat:
Zitat von moe22 
ich arbeite selber 40 std und mehr die woche (wie die meisten im meinem umfeld auch) und lebe noch.... den streik darum finde ich ne frechheit. warum sollte der ö.d nicht genauso arbeiten wie die freie wirtschaft ? dort sind höhere arbeitszeiten verbunden mir kürzungen des w- und urlaubsgeldes längs realität ( teilweise werden die überstunden noch nichtmal bezahlt ) von den steuern und abgaben wird der ö-dienst bezahlt der aber sich weigert ebenfalls 40 std zu arbeiten (die große errungenschaft der gewerkschaften). aber ich bin gerne dazu bereit noch mehr vom meinem bruttolohn abzugeben damit es den mitarbeitern des ö-d besser geht.

Ein schönes Beispiel für einen blanken Neid-Beitrag nach dem Motto "Wenn ich 40 Stunden arbeiten muß, sollen die anderen auch 40 Stunden arbeiten"

Du verschwendest wohl überhaupt keinen Gedanken daran, daß es immer mehr Arbeitslose gibt,