Uni Delfts entwickelt hocheffizientes P2P-Netz
P2P ist die Killerapplikation des heutigen Internet, so das Mission Statement der Entwickler von Tribler. Tribler ist ein neues, Bittorrent-basiertes Filesharingprotokoll, welches momentan an der Uni Delfts in den Niederlanden entwickelt wird. Das Beste beider Welten versucht Tribler zu verbinden: die enorme Leistungsfähigkeit von Filesharing-Netzwerken im Verbreiten von Daten sowie die typischen "sozialen Funktionen", die den Erfolg der neuen Generation von Netzapplikationen und -startups ausmachen, die gemeinhin unter dem Buzzword Web 2.0 zusammengefasst werden.
Jenseits des Hypes um Web 2.0 haben die community-basierten Dienste der neuen Generation entscheidende Stärken, die sich auch zur Steigerung der Effizienz der chronisch langsamen P2P-Netze nutzen lassen. Wie sich auch der normale Websurfer immer stärker auf soziale Netze verläßt, die sich im Internet bilden, so kann dies auch der User eines Filesharingnetzes tun. Und ebenso, wie die Kategorisierung beispielsweise von Musik über einen Dienst wie last.fm weitaus schneller, effizienter und persönlicher abläuft als über die vorgefertigten Kategorien eines Webkatalogs, so will man sich auch bei Tribler auf die Selbstorganisation sozialer Netze im Filesharing verlassen, die automatisch zu Gruppen mit ähnlichen Vorlieben zusammenfinden. Dieser Selbstorganisation wird die Technik angepasst, daraus sollen eine effiziente Nutzung auch asymmetrischer Internetzugänge wie DSL und doppelt so schnelle Download-Geschwindigkeiten resultieren.
Der Trick: über die geladenen Files wird der "Geschmack" des Users ermittelt
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