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gullinews
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IFPI: Internetradios müssen verboten werden

Traditionellen Hörfunk erlauben, Nischenprogramme verbieten

Was nicht in die traditionelle Marketingmaschinerie der Medienindustrie passt, muss verboten werden: mit dieser Logik setzt sich die IFPI momentan für das Verbot von Internetradios ein, die sie im Gesetzentwurf für den 2. Korb der Urheberrechtsgesetznovellierung verankert wissen will. Die neuen Möglichkeiten, die das Internet bietet, um die Hörer zu erreichen, sollen untersagt werden, einzig ausgenommen: der "traditionelle Hörfunk".
Konkret fordert die IFPI die "Eingrenzung des Sendeprivilegs auf traditionellen Hörfunk. Die Begrenzung der Rechte von ausübenden Künstlern und Tonträgerherstellern auf einen reinen Vergütungsanspruch ist für neue Übertragungsformen (Near-on-Demand-Dienste und Internet-"Radio") wegen des damit verbundenen Eingriffs in die Erstverwertung nicht hinnehmbar." Dorn im Auge sind dem Verband die Möglichkeiten von Webradios, die mittels Spartensendungen und der vermehrten Einflussmöglichkeiten der Hörer auf das Programm Zielgruppen besser erreichen können - und für diese, wie die IFPI behauptet, den CD-Kauf überflüssig macht.
Was dem Verband vorschwebt: Radioprogramm, in dem die Hörer bitteschön gar nichts zu sagen haben. Denn bereits der traditionelle Hörfunk werde den Ansprüchen des Sendeprivilegs nach Ansicht der IFPI nicht mehr gerecht. Dass "gegen bloße Vergütung (ohne Einflussmöglichkeit von ausübenden Künstlern und Tonträgerherstellern) gesendet werden" darf, stört die Verwertungsmaschinerie. Hinnehmen will man das Sendeprivileg nur noch in "einem redaktionell gestalteten Programm mit unterschiedlichen Inhalten und ohne interaktive Elemente (also ohne Einflussnahme durch den Hörer)", damit die "Erstverwertung nicht gefährdet wird".
Übersetzt kann man das natürlich auch dahingehend deuten, dass die Maschinerie der Heavy Rotations und der gezielten Vermarktung von Massenware nicht durch kleine, unabhängige Sender gestört werden soll. Seit der neuen Möglichkeiten des Internet haben diese die Möglichkeit

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Alt 23. 02. 2006, 12:36 gullinews is offline Mit Zitat antworten #1
der_rofler
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Re: IFPI: Internetradios müssen verboten werden

auf der einen seite kunden und kundenfreundliche medien kriminalisieren und auf der anderen radiosendern unrechtmässig geld zuschieben. die sollen sich erstmal an der eigenen nase fassen...
Alt 23. 02. 2006, 12:54 der_rofler is offline Mit Zitat antworten #2
caytchen
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Re: IFPI: Internetradios müssen verboten werden

Au man, Gesetze nur, damit die Geld verdienen...
Die traditionellen Radios sollen natürlich erhalten bleiben, denn dadurch kriegen die Künstler ja Kunden. Und das, obwohl ich genausogut vom Radio capturen kann.
Alt 23. 02. 2006, 12:59 caytchen is offline Mit Zitat antworten #3
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Re: IFPI: Internetradios müssen verboten werden

Zitat:
Und ich fordere die konsequente Bestrafung solcher mehr als dummen Aussagen. Ihr handelt im Sinne der Künstler? Wer das JETZT noch glaubt, soll weiter Bildzeitung lesen…

Ihr könnt mich mal – ihr feinen Herren der Phonoverbände, ich lass mir sicherlich von Euch nicht das Recht entziehen, ein Internetradio zu betreiben.

F*** you!

Anm.: Für die Erstverwertung ist darkerradio bei der GEMA lizensiert!

Das war meine erste Reaktion auf diese geballte Ladung geistigen Dünnschisses und dem massiven Versuch, die Politik unter Druck zu setzen. IMHO werden wir sehr bald mal mit einigen Künstlern und Labels Kontakt diesbezüglich aufnehmen. Sollte das tatsächlich in derem Sinne sein, dann stell ich den Sendebetrieb ein...Nicht zu fassen, welcher grober Unfug hier von einer Lobby verbreitet wird und dies unter dem Deckmantel doch die Rechte der Künstler schützen zu wollen. Wenn das Thema nicht so ernst wäre müsste ich glatt jetzt zum Lachen in den Keller.
Alt 23. 02. 2006, 13:19 [[mörsifull]] is offline Mit Zitat antworten #4
dilapan
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Re: IFPI: Internetradios müssen verboten werden

das einzige was mich überrascht hat war das diese affen so lang gebraucht haben.
Alt 23. 02. 2006, 14:17 dilapan is offline Mit Zitat antworten #5
Mister Dry
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Re: IFPI: Internetradios müssen verboten werden

Wieder ein grund mehr für die totale verweigerung diese unternehmen mit meinem geld, durch kauf deren, in ihrem verband vertretenen künstlern, zu unterstützen.
Totaler Boykott ist das einzige mittel diese arschlöcher in die knie zu zwingen und endlich
die werwertungsmöglichkeiten zu schaffen die der kunde will.
Alt 23. 02. 2006, 14:22 Mister Dry is offline Mit Zitat antworten #6
Der Vollstrecker
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Re: IFPI: Internetradios müssen verboten werden

Glauben die das auch was sie sagen?
Bestimmt nicht!

MfG
Alt 23. 02. 2006, 14:36 Der Vollstrecker is offline Mit Zitat antworten #7
[[mörsifull]]
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Re: IFPI: Internetradios müssen verboten werden

Zitat:
Zitat von zuhörer 
Glauben die das auch was sie sagen?

Leider ja - und mit dem Weggang vom Gerlach kamen wir vom Regen in die Traufe ... Das ist noch nen Ticken sinnfreier als die letztjährige Aktion mit der GVL und vor allem nen gehöriges Stück gefährlicher, sollte dies in der Politik auf offene Ohren stoßen. Und mal ehrlich - die Leute an der Regierung haben von der ganzen Problematik doch mal absolut keine Ahnung - da wird dann von den Big 3 mit Halbwahrheiten und falschen Zahlen argumentiert und ein Sachzwang geschaffen. Und das ist mehr als traurig ...
Alt 23. 02. 2006, 15:03 [[mörsifull]] is offline Mit Zitat antworten #8
DasFragezeichen
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Re: IFPI: Internetradios müssen verboten werden

Tja, bei dem Einfluss, den die Lobby in der Politik hat sehe ich das Ende der Internetradios auf uns zukommen. Schade, ich mache selber Onlineradio.
Alt 23. 02. 2006, 15:15 DasFragezeichen is online now Mit Zitat antworten #9
freAK-47
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Re: IFPI: Internetradios müssen verboten werden

Lächerlich, aber das Problem ist wie gesagt eindeutig, eine Milliardenschwere Industrie kauf sich auch gerne mal einige Politker.....
Alt 23. 02. 2006, 16:09 freAK-47 is offline Mit Zitat antworten #10
kewl0
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Re: IFPI: Internetradios müssen verboten werden

Omg... wenn die das machen werden prozentual auf jeden fall weniger CD's gekauft.


Ich zu mein Teil hör BM, gothik, darkwave, metal, etc radios..
z.B. derkerradio, R1-live, #musik-extrem, ChroniX...

Jetzt sagt mir mal nen Radio sender der Auf UKW der die selbe Musik Spielt?
Ich verkrafte keine Scheiss musik. Die auf jeden sender gespielt wird und denn noch 100 mal am Tag der selber scheiss. Da mach ich schon freiwillig auf Arbeit das Radio aus. Dann ncoh werbung die mir am arschvorbei geht. oO

Zu dem werde ich mir die Musik nie kaufen. Bin aber inspiriert von musik die auf den i-net streams gesendet wird und denk auch drüber nach mal ne CD zu kaufen.

Was aber unmöglich ist. Da die preise zu hoch sind. Ne CD ist für mich luxus.

Ich hab nen besschissenes lehrlings ein Kommen von 217€ im 2. Lehrjahr!!
Da von gehen monatlich. 50€ weg für benzin geld 80€ für Versicherung.
87€ im monat bleiben mir da übrig? Zu dem hab ich noch nciht mal essen oder sonste was abgezogen. Soll ich mir da etwa für 20€ ne CD kaufen..

?wenn die mir sagen ifpi und co. wie das geht. Dann werd ichs machen. Aber überleben ist mir wichtiger ohne Auto. Wäre ich fast meine Ausbildung los. Da bus und bahn einfach nciht in frage kommt. Da würde ich mich dämmlich bezahlen. Udn wenns am tag 3 mal wo anders hin geht? Omg da müsste ich jeden tag. von 7 bis 19 arbeiten. DA mit ich auf 8stunden komme .... tja...
Alt 23. 02. 2006, 16:18 kewl0 is offline Mit Zitat antworten #11
DasFragezeichen
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Re: IFPI: Internetradios müssen verboten werden

CDs kaufe ich aus folgenden Gründen nicht

1) STÄNDIGE Sticheleien gegen Onlineradios
2) Kopierschutz und DRM
3) Würde ich damit die Lobby der Musikindustrie finanziell unterstützen
4) Sorgt eben diese Lobby mit dafür, dass Privatsphäre und Datenschutz weiter aufgeweicht werden
5) Sind die 3-Minuten Tracks auf den CDs keine Qualität.

Ich muss aber zugeben Vinyls zu kaufen (gebrauchte), denn Vinyls haben keinen Kopierschutz und es sind vernünftig lange Tracks drauf.
Alt 23. 02. 2006, 17:18 DasFragezeichen is online now Mit Zitat antworten #12
StefanHerwig
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Re: IFPI: Internetradios müssen verboten werden

Liebe Kollegen,

leider kann ich nicht ganz in euren Negativkanon einstimmen. Ich wurde von Falk/Darkerradio auf diesen Thread aufmerksam gemacht. Ich selbst leite seit 6 Jahren ein Independentlabel mit drei Angestellten (www.dependent.de).

Ich muss ehrlich gesagt zum Ausdruck bringen, dass die Berichterstattung im Gulli ein gutes Beispiel ist, wie Sachverhalte mitlerweile auch in Internet-Medien verfälscht, verfremdet, zugespitzt und polemisiert werden.

Es geht der Musikindustrie keinesfalls darum, pauschal Internetradios zu verbieten. Ehrlich gesagt herrscht bei der Musikindustrie ein steigendes Interesse daran, mit solchen Medien in Zukunft näher zusammenzuarbeiten.

Es geht lediglich bei dem Vorstoss der Ifpi darum, Internetradios die sich mehr und mehr in sogenannte "Near On Demand" Dienste verwandeln, eine pauschale Sendelizenz in Form des sogenannten Sendepriviliegs zu verweigern, denn das was hier stattfindet ist kein Radio mehr, sondern eher eine Jukebox, bei der der Hörer immer spezifischer auswählen kann, was er hören wird. Im ZUsammenhang mit einem Streamripper wird so nach und nach der KAuf einer CD, oder auch der Download von Musik über Portale egalisiert, und damit Plattenfirmen, Musikern und anderen angrenzenden Branchen der Boden entzogen. Und das alles auf dem Prinzip des sogenanten Sendeprivilegs.

Über diesen Punkt kann man streiten, und es darf sicherlich das für und wider abgewogen werden. Worüber man allerdings kaum streiten kann ist die Art und Weise wie die Argumentation der Ifpi in der Compuerpresse verbogen, verfälscht und manipuliert wird, damit genau solche Kommentare zustande kommen wie es hier der Fall ist.

Nochmal, das Orginal:
http://www.ifpi.de/recht/pdf/20060220_ifpi.pdf

Irgendwo steht der Unterpunkt "Sendeprivileg", den bitte mal lesen und die Argumentation lesen. Und dann bitte nochmal die Original "Meldung" von Guulli.com lesen.
Und sich dann fragen, warum die Ifpi hier so durch den Kakao gezogen wird. Oder zum Beispiel was die Forderung der deutschen Ifpi mit dem amerikanischen Payola-Skandal zu tun hat. Das ist ungefähr so, als wenn in den USA Ford eine Rückrufaktion eines Mittelklassemodells durchführt, und man damit die sinkenden Besucherzahlen der IAA zu rechtertigen versucht.

Mit sauberer Berichterstattung hat diese einseitig gefärbte Propaganda nämlich nix mehr zu tun. Schon interessant wo man einer solchen auf den Leim gehen kann, nicht?

Gruß,

Stefan Herwig

www.dependent.de
Alt 23. 02. 2006, 17:25 StefanHerwig is offline Mit Zitat antworten #13
DasFragezeichen
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Registrierungsdatum: May 2005
Ort: /home/username
Beiträge: 1.704
Re: IFPI: Internetradios müssen verboten werden

Egal was sie vorhaben. Es ist eine Einschränkung und ein Einschnitt in die Entwicklung. Wenn sich Medien nicht weiterentwickeln kommt es zum stillstand. Stillstand bedeutet kein Fortschritt und dadurch gerät Deutschland ins Hintertreffen. Diverse Firmen haben das eindrucksvoll bewießen. Zudem berichtet nicht nur Gulli im Klartext über das Vorhaben der IFPI, sondern mindestens fünf weitere Newsportale, darunter auch Heise Online. Die sollen den Dingen einfach ihren Lauf lassen- Die ständige Reglementierung geht mir gewaltig auf den Sack, um es mal ganz direkt zu formulieren. Aber die GVL bekommt demnächst die erste Abfuhr gegen diese Bevormundung und Benachteiligung, weil der Laden nämlich verklagt wurde. Die IFPI kann sich der GVL dann gerne dazugesellen, denn Internetradios sind keine Ansammlungen kleiner machtloser Personengruppen.

Edit: Und des weiteren ist Interaktivität etwas, was in den letzen Jahren immer mehr zugenommen hat und auch immer weiter nunehmen wird. Und was die Lobby schreibt ist eh alles gelogen und einseitig. Die GVL hat auch behauptet den Markt der Onlineradios mit überteuerten Lizenzgebühren und Überreglemtierungen zu fördern. Was daraus geworden ist sieht man ja: Unter 10 Leute braucht man gar nicht erst anfangen ein Radio aufzumachen, weil 250€ / Quartal an GVL-Gebühr anfällt und knapp 100€/Quartal/50 Hörer) für die GEMA fällig sind. Dazu Server und Musikbeschaffungskosten. Viele Radios mussten dicht machen. Also erzähl mir nichts davon, dass die Industrie es doch nur gut meint. Verblendet? Mitarbeiter der MI?
Alt 23. 02. 2006, 18:19 DasFragezeichen is online now Mit Zitat antworten #14
caytchen
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Re: IFPI: Internetradios müssen verboten werden

Zitat:
Zitat von Stefan242 
...

Hast du dir _JEMALS_ ein Internetradio angehört? Das Aufnehmen ist nahezu sinnlos, 1) die meisten großen Sender senden schon garkeine Titelangaben mehr, ganz einfach weil die Leute sonst capturen (Traffic und Listener kosten ein schweine Geld!) 2) senden verzögert, sodass die Aufnahmen unnütz sind 3) Es wird ins Lied reingesprochen.
Das einzige, was "anders" ist, ist, dass sich die Listener z.B. ein Lied wünschen können, was dann je nach Belieben vom Moderator gespielt wird - da zeigen sich die Vorteile des Internets! Zudem kommen die meisten Titel zufällig oder je nach Show, man kann sich also nie im Leben ein bestimmtes Lied capturen in kurzer Zeit! Schlussends kommt noch dazu, das s die meisten Sender auf 112kbps oder 128kbps streamen, d.h. minderwertigere Qualität. (Ganz einfach wegen den Traffickosten)

PS: Schau dir mal die GEMA-Gebühren an, von "Zusammenarbeit mit einem neuen Medium" kann hier wohl keinesfalls die Rede sein!
Achja, dass Lesen des Dokumentes der IFPI hab ich nach den ersten paar Zeilen aufgegeben, diese Traumzahlen einer verkorksten Lobby sind totaler Quatsch:
Zitat:
Zitat von IFPI 
Berücksichtigt man die deutlich höhere Speicherkapazität von DVD-Rohlingen, so ergibt sich insgesamt eine Zahl von 396,6 Millionen Musikkopien auf CD-Rs. Zum Vergleich: In 2004 wurden 133,1 Millionen CD-Alben verkauft, das Äquivalent des Dreifachen dieser Verkaufszahl wurde dagegen privat vervielfältigt.
Alt 23. 02. 2006, 18:34 caytchen is offline Mit Zitat antworten #15
Firestoned
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Re: IFPI: Internetradios müssen verboten werden

Oh man, immer das Pferd von hinten aufzäumen. Da wird die Industrie kritisiert, die nichts anderes macht als den Rahmen der Gesetze auszuschöpfen. Wenn man die Kritik allerdings an die richtige Adresse schickt, nähmlich an die Gesetzgeber
und die Politiker, sprich das SYSTEM, dann wird sich in die Hose gemacht und der Artikel (die Meinung) von Gulli wegzensiert (selbst erlebt). Nach dem neuen Gesetz, nachdem ein Webseitenbetreiber für die Beiträge in seinem Forum verantwortlich gemacht werden kann, könnt Ihr sog. Foren und Boards auf denen solche Dinge diskutiert
werden doch glatt vergessen.
Es würde mich nicht wundern, wenn auch diese Meinung wieder ganz schnell von den Zensur verachtenden Zensoren weg zensiert wird.

Greetings.....

P.S. Wenn Euch meine Meinung nicht passt, dann löscht doch bitte meinen Account.
Ich logge mich dann auch nicht wieder ein. Ich bin etwas enttäuscht von Gulli...
Alt 23. 02. 2006, 18:38 Firestoned is offline Mit Zitat antworten #16
Korrupt
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Re: IFPI: Internetradios müssen verboten werden

Hoi, Stefan,

thx fuers reinschauen, ich meine mich vage zu erinnern, dass wir schon mal aneinandergerieten

Zitat:
Zitat von Stefan242 
Ich muss ehrlich gesagt zum Ausdruck bringen, dass die Berichterstattung im Gulli ein gutes Beispiel ist, wie Sachverhalte mitlerweile auch in Internet-Medien verfälscht, verfremdet, zugespitzt und polemisiert werden.

Ja, daraus machen wir auch durchaus keinen Hehl. Ich seh das aber durchaus als eine *Re*aktion auf eine immer staerker polemisierende Medienindustrie, welche mit der Desinformation nicht geizt. Den "zuspitzen und polemisieren" - Schuh ziehe ich mir durchaus gerne an, falls es ein Vorwurf war, ich verstehs nicht als einen solchen.

Zitat:
Es geht der Musikindustrie keinesfalls darum, pauschal Internetradios zu verbieten. Ehrlich gesagt herrscht bei der Musikindustrie ein steigendes Interesse daran, mit solchen Medien in Zukunft näher zusammenzuarbeiten.

Das geht weder aus der Pressemeldung noch ausd der Langfassung hervor, die btw. beide im Artikel selbst und nochmals darunter verlinkt sind.
Den Polemikvorwurf in Ehren, aber ich leg Wert drauf, dass die Originalquellen leicht zu finden und in Bezug auf den Text hier zu setzen sind. Falls dein "Hier nochmal das Original" nur zur Erinnerung war, ueberlies den Absatz.

Zitat:
Es geht lediglich bei dem Vorstoss der Ifpi darum, Internetradios die sich mehr und mehr in sogenannte "Near On Demand" Dienste verwandeln, eine pauschale Sendelizenz in Form des sogenannten Sendepriviliegs zu verweigern, denn das was hier stattfindet ist kein Radio mehr, sondern eher eine Jukebox, bei der der Hörer immer spezifischer auswählen kann, was er hören wird.

Mit viel gutem Willen kann ich da allenfalls konstatieren, dass sich dann die IFPI *sehr* ungluecklich ausdrueckt. Einigermassen neutral betrachtet lese ich das Gegenteil heraus. Dass die "Near on Demand" - Dienste angegriffen werden, ist offensichtlich, ja. Weiter werden die Internet.-"Radios" gegeisselt - da werden im Vorfeld Einflussmoeglichkeiten genannt, aber dass das nur die Spitze dessen ist, das man unterbuinden wissen will, stehjt unverbluemt da: man will nur "herkoemmliche Rundfunkangebote" haben, und was die sind, stellt der von dir nochmals verlinkte Text klar: die mit einem "redaktionell gestalteten Programm mit unterschiedlichen Inhalten und ohne interaktive Elemente (also ohne Einflussnahme durch den Hörer)". Dass bereits die ganz normalen Radios (per Rundfunk) an sich den Anspruechen nicht mehr genuegen, steht ebenso schwarz auf weiss da, dass es ueberhaupt sowas wie Hoererwuensche gibt, wird hingestellt wie eine reine Kulanzmassnahme, ueber die sich die Sender bitte freuen koennen. Wie soll man solche Passagen verstehen? Als Angebot zur Zusammenarbeit mit kleinen Nischenradios im Netz? Wenn *das* die Intention des Textes war, dann kann mich die IFPI gern als Honorarkraft haben, weil *die* Message ist besser ausformulierbar, und das wuerd ich eben noch hinbekommen.

Zitat:
Im Zusammenhang mit einem Streamripper wird so nach und nach der KAuf einer CD, oder auch der Download von Musik über Portale egalisiert, und damit Plattenfirmen, Musikern und anderen angrenzenden Branchen der Boden entzogen. Und das alles auf dem Prinzip des sogenanten Sendeprivilegs.

Stefan, ernsthaft - glaubst du, dass der Grund fuer den Kauf einer CD bei ueberhaupt *irgend jemandem* noch der ist, dass er die Mucke auf andere Weise schlicht nicht bekommt? Das ist sich doch in die Tasche gelogen. Die Leute werden nie wieder Mucke kaufen, weil es keine Moeglichkeit gibt, sie fuer umsonst irgendwo herzubekommen. Sie tun es deswegen, weil sie die Kuenstler kennen und moegen, weil es bequemer ist und sie einen Mehrwert bekommen. Darauf muss man setzen und nicht auf die Lebensluege, wenn man hier oder dort was verbietet, "bleibt den Leuten nichts mehr anderes uebrig" als sich die Sachen zu kaufen.

Zitat:
Über diesen Punkt kann man streiten, und es darf sicherlich das für und wider abgewogen werden. Worüber man allerdings kaum streiten kann ist die Art und Weise wie die Argumentation der Ifpi in der Compuerpresse verbogen, verfälscht und manipuliert wird, damit genau solche Kommentare zustande kommen wie es hier der Fall ist.
...
Irgendwo steht der Unterpunkt "Sendeprivileg", den bitte mal lesen und die Argumentation lesen. Und dann bitte nochmal die Original "Meldung" von Guulli.com lesen.
Und sich dann fragen, warum die Ifpi hier so durch den Kakao gezogen wird.

Ich seh das Problem nicht Da wird der "herkoemmliche Funk" genehmigt, und was sich die IFPI drunter vorstellt, steht oben im pdf. Dass selbst sowas wie "ich mail nen Wunsch an SWR3" mit vielleicht anschliessender Erfuellung an sich unzulaessiges "interaktives Element" ist, daran laesst der Text keine Zweifel, da steht "ohne Einflussnahme durch den Hoerer", und gut. Den "herkoemmlichen Funk" grenzt man in der Erlaeuterung vom "Abrufdienst" ab, der weiter oben *pauschal* auf Webangebote *jeder* Art ausgeweitet wird, denn "alle Online-Übertragungen setzen einen Abrufvorgang voraus..."... wie, um himmels Willen soll man das als " ein steigendes Interesse daran, mit solchen Medien in Zukunft näher zusammenzuarbeiten" interpretieren, wie du hier voranstellst?

Hinzu kommen natuerlich die jetzt schon bestehenden Regelungen - dass man als Webradio jetzt ohnehin schon GEMA/GVL zahlt, eine Verguetung entsprechend stattfindet, die Einschraenkungen in Bezug auf Titel/Kuenstlerhaeufigkeit usw. .... aber gut.

Zitat:
Oder zum Beispiel was die Forderung der deutschen Ifpi mit dem amerikanischen Payola-Skandal zu tun hat. Das ist ungefähr so, als wenn in den USA Ford eine Rückrufaktion eines Mittelklassemodells durchführt, und man damit die sinkenden Besucherzahlen der IAA zu rechtertigen versucht.

Die IFPI existiert nicht im luftleeren Raum, und auch nicht nur in .de.

Zitat:
Mit sauberer Berichterstattung hat diese einseitig gefärbte Propaganda nämlich nix mehr zu tun.

Falls deine These von der kooperationswilligen IFPI trotz solcher Statements wie zitiert/verlinkt zutrifft, wird auch dir nichts anderes uebrigbleiben, als ein dann wohl voellig missgluecktes Statement zur Kenntlichkeit zu entstellen... was ich im Uebrigen sehr gerne lesen wuerde Ich waer *extrem gluecklich*, wenn ich mit meiner Interpretation der Presseverlautbarung der IFPI *voellig* falsch liegen wuerde und das Gegenteil richtig waere. Allein, mir fehlt der Glaube. Wenn mich die IFPI tatsaechlich eigentlich vom Gegenteil ueberzeugen will, dann sollte sie andere Statements schreiben.
Alt 23. 02. 2006, 18:41 Korrupt is offline Mit Zitat antworten #17
StefanHerwig
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Re: IFPI: Internetradios müssen verboten werden

@ caytchen:

Bitte lies den link, und dann wirst du schnell feststellen, dass sich diese Einschränkung eher nicht gegen die von dir beschriebenen Internetradios wenden sollte. Warum auch?

@Fragezeichen
Aber nur weil es Heise, Tonspion, Gulli und konsorten druckenwird es noch lange nicht wahr. Diese medien ignorieren mal gerne, dass fast sämtliche gerichte und regierungen der Welt den Rechteinhabern mittlerwiele den rücken stärken, weil es alle eingesehen haben, dass es so halt nicht weitergeht.

Es geht nicht darum eine technische entwicklung zu blockieren, sondern das systematische Ausnutzen und umgehen des urhebereechts.

lass' es mich dir von meiner Warte erklären. ich verdiente mein geld damit, dass ich BAnds entdecke, denen CDs finanzere, sie in einer bestimmten Musikalsichen Szene ewerbe und ihnen helfe ihre Musik einem größeren Personenkreis vorzustellen. Ich bin darin in einem gewissen Umfeld gut.

Ich kann mir das aber nur erlauben, wenn ich weiss, dass sich die Leute denen ich die musik vorstelle, sich die CD auch kaufen, und sie nicht aus irgendeiner P2P Börse oder Newsgroup ziehen, brennen, oder eben durch Near On Demand Dienste, die sich zufällig "Internetradio" schimpfen, besorgen.

Es gibt hier ein Recht, welches solche auswertungen ermöglicht wird, nämlich das sogenannte Urheberrecht. dieses wird aber mittlerwiele seit Jahren von verschiedenen Seiten ausgehölt. Und hier imoforum wird dann von "Reglementierungen" gesprochen, wenn das heissen soll, dass man keine P2P Börsen mehr benutzen darf, oder CDs rippen. Aber das mit Reglementierungen nix zu tun, denn wenn diese Situatiuon noch lange so wieter geht, werde ich mein label dich t machen.

Das heisst ich entdecke und fördere keine Bands, sondern liege ehrlichen Steuerzahlern wie euch als Arbeitsloser auf der Tasche...
Die BAnd verrotten in ihrrem Übungskeller und die paar tausend Leute die auf mein Label stehen, kriegen nicht mehr die musik, die sie gut finden....

Das hat doch nix mit "Reglementierungen" zu tun, wenn der Gesetzgeber und die Ifpi versucht, hier Regelungen zu schaffen, die auch bei der aktuellen technischen Situation noch eine gewisse Planungssicherheit für uns garantieren.

Und nur "For the record": Wir verwenden keinen Kopiersvchutz, unsere CDs kosten im Laden 13-15 €, und höhere Preise finde ich auch zu teuer....

Aber trotzdem brauche ich ein starkes Urheberrecht, den auch bei den preisen gibt es irgendwelche Penner, die es mittlerweile "rückständig" finden für CDs Geld beim Saturn zu zahlen, und viel "moderner" sich das Zeug aus dem Netz zu ziehen...

Und Heise, Gulli und co treiben dieses Modernitätsbewustsein mit so einer berichterstattung einfach mit wehenden Fahnen weiter. Mit realismus hat das wneig zu tun....

Stefan Herwig
Alt 23. 02. 2006, 18:56 StefanHerwig is offline Mit Zitat antworten #18
drbeat
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Registrierungsdatum: Nov 2005
Beiträge: 1
Re: IFPI: Internetradios müssen verboten werden

und wie soll man sowas denn verstehen?

zitat ifpi.de

3. Eingrenzung des Sendeprivilegs auf traditionellen Hörfunk. Die Begrenzung der Rechte von ausübenden Künstlern und Tonträgerherstellern auf einen reinen Vergütungsanspruch ist für neue Übertragungsformen (Near-on-Demand-Dienste und Internet-"Radio") wegen des damit verbundenen Eingriffs in die Erstverwertung nicht hinnehmbar.

daraus ist doch eigentlich ersichtlich das es um jegliche form der digitalen verbreitung geht und nicht nur um Near-on-Demand-Dienste.

gerade jemand der ein independentlabel sollte doch eine ganz andere einstellung zu dem ganzen haben, denn gerade die profitieren von solchen forderungen am wenigsten, welche plattformen bleiben diesen denn dann noch ihre musik einem breiten publikum bekannt zu machen? der traditionellen hörfunk? mit sicherheit doch nicht. oder hast du mal einen deiner künstler dort gehört? (wenn ja doch wohl eher die ausnahme)
ich bin mir ziemlich sicher das gerade die nur von webradios profitieren, denn die anderen senden sowas eh nicht und wenn es nach den grossen geht wird es dann auch keiner mehr senden.

und die rechte der künstler, sicher es geht nur darum und nicht darum möglichst hohe gewinne zu machen, wie lächerlich.
in dem unten gennanten link kann man sehr gut lesen wie es mit den rechten der künstler bei den grossen labeln aussieht, die werden doch eher mit füssen getreten.

schön wenn ich als kunde dann auch nur noch das hören darf was die label für mich als hörenswert ausgesucht haben.soll ich dann nur noch diese möchtegern superstars hören, diese von den grossen label künstlich geschaffenen? die nach kurzer zeit wieder verschwinden, weil sie eben doch keiner lange ertragen kann?
deren cd könnte die mir schenken und ich würd sie wie die 1000 aol cds in den müll werfen.

wird denn irgendwann die plattenindustrie mal bemerken das sie für ihre probleme in ersterlinie selbstverantortlich sind???????

zwar ein wenig wech vom thema, aber doch eigentlich der grund für solche aktionen(die angeblich schuld des internets an den umsatzeinbrüchen)
http://www.dingo.saar.de/Internet_De...t-debakel.html

das trifft genau meine meinung zur plattenindustrie und den ganzen vorgeschobenen gründen für das eigene versagen.

oder nehmen wir die Arctic Monkeys, die es ohne diese platform wohl nie so erfolgreich gegeben hätte............

die herren sollten mal an der richtigen stelle suchen und nicht immer den anderen die schuld geben, dann hätten sie genug zu tun und würden nicht solche absurden ideen haben.

Geändert von drbeat (23. 02. 2006 um 19:17 Uhr).
Alt 23. 02. 2006, 18:58 drbeat is offline Mit Zitat antworten #19
StefanHerwig
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Re: IFPI: Internetradios müssen verboten werden

@Korrupt:
Unsere Antworten haben sich scheinbar gekreuzt.

Kurze Frage bevor ich (morgen) dazu antworte:
Bist du der Verfasser des Artikels?

Stefan
Alt 23. 02. 2006, 19:01 StefanHerwig is offline Mit Zitat antworten #20
Korrupt
Boeses junges Fleisch
 
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Ort: BO-FH
Beiträge: 13.422
Re: IFPI: Internetradios müssen verboten werden

Zitat:
Zitat von Stefan242 
@Korrupt:
Unsere Antworten haben sich scheinbar gekreuzt.
...
Bist du der Verfasser des Artikels?

Ja und Ja.
Alt 23. 02. 2006, 19:06 Korrupt is offline Mit Zitat antworten #21
freAK-47
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Re: IFPI: Internetradios müssen verboten werden

Ich dneke das Problem ist eher, dass die Politiker nicht kompetent genug sind um zu wissen was sie da befürworten. Und außerdem haben die Computerfans keine Lobby!
Alt 23. 02. 2006, 20:24 freAK-47 is offline Mit Zitat antworten #22
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Re: IFPI: Internetradios müssen verboten werden