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Studium Wirtschaftsingenieurwesen

Moin,
ich habe vor, Wirtschaftsingeneurwesen Richtung E-Technik an einer Uni zu studieren. Hier im Forum bin ich schon über ein paar Wi-Ing-Studenten gestolpert, also erhoffe ich mir mal Erfahrungen aus der Praxis - den Studienführern usw. traue ich irgendwie nicht so ganz, was eine reale Darstellung der Uni/des Studiengangs angeht...
  • Wie sieht das Studium aus? Positive, negative Erfahrungen, Schwierigkeitsgrad...
  • Wo studieren? Qualität der Uni, Kosten für Wohnung usw., die Stadt an sich...
  • Erfahrungen zum 8-12 wöch. Grundpraktikum
Alt 01. 03. 2006, 20:09 Mit Zitat antworten #1
Korrrekt
Long Dong
 
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Re: Studium Wirtschaftsingenieurwesen

Meiner Meinung nach sollte man Wirtschaftsingenieurwesen an einer FH studieren, da es dort sehr viel praxisbezogener als an der Uni ist. Ich habe selbst 5 Semester W studiert, bis ein Dozent aufgrund einer Abneigung gegenüber mir mich vor die Tür gesetzt hat Den Schwierigkeitsgrad stufe ich schon als hoch ein, da es doch sehr viele verschiedene Bereiche sind...
Alt 01. 03. 2006, 20:19 Korrrekt is offline Mit Zitat antworten #2
mmb
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Re: Studium Wirtschaftsingenieurwesen

würd mich auch interessieren! mal ein paar praxisbezogene Meinungen zu dem Studiengang (Uni) und wie es am arbeitsmarkt aussieht.
kann ein wirtschaftsingenieur sowohl in technischen berufen als auch in wirtschaftlichen bereichen arbeiten, oder ist er immer nur der streitschlichter?
Alt 02. 03. 2006, 14:23 mmb is offline Mit Zitat antworten #3
Frenzy Silver
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Re: Studium Wirtschaftsingenieurwesen

Hi Leute,
Also ich studier zwar nicht Wirtschaftsingeneurwesen, aber an meiner Uni gibt es den Studiengang auch. Ein Kumpel (er studiert WirtIng) von mir meint, dass man dafür schon mehr drauf haben muss als bei BWL oder so.

Trotzdem ist WirtIng eher ein Studiengang mit Organisatorischer und wirtschaftlicher Ausrichtung. WirtIng zählt an unserer Uni zur Fakultät der Wirtschaftwissenschaften. Technische Apekte treten eher in den Hintergrund. Z. B. haben WirtIngs kein Technisches Zeichnen und Werkstofftechnik.

Aber da ich nicht so genau bescheid weiß, ist heir erstmal ein Link mit mehr Informationen: http://www.tu-freiberg.de/studium/wirting.html

Ich hoffe, das ich euch ein wenig weiterhelfen konnte.
Alt 02. 03. 2006, 22:10 Frenzy Silver is offline Mit Zitat antworten #4
MK_
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Re: Studium Wirtschaftsingenieurwesen

zum Schwierigkeitsgrad:

Das hängt stark von der jeweiligen Uni ab. Ich habe einige Semester Wirtschaftsingenieurwesen-Bauwesen in Österreich studiert. Dort ist es so, dass die Technik ganz klar im Vordergrund steht, und sich der Studiengang nur in wenigen Vorlesungen vom klassischen Bauingenieurwesen unterscheidet. Das Grundstudium ist dort völlig ident zu Bauingenieurwesen. Erst in höheren Semestern schon gegen Ende des Studiums sind vermehrt Wirtschaftsfächer anzufinden.
Dementsprechend ist auch der Schwierigkeitsgrad einzustufen.
Ich muss ehrlich sagen, dass ich damals vom doch sehr hohen Schwierigkeitsgrad und dem geringen Anteil der Wirtschaftfsfächer überrascht war. ...leider (oder zum Glück, je nach dem, wie man es sieht *g*) habe ich das Studium nicht beendet.

Aber wie gesagt, das hängt stark von der jeweiligen Hochschule ab.
Am besten du suchst dir ein paar Unis aus, die für dich in Frage kommen, und fragst vor Ort bei den Studenten nach. Informationsabende, Erstinkriptionsberatung und dergleichen sollte eigentlich jede Uni anbieten.
Alt 02. 03. 2006, 22:46 MK_ is offline Mit Zitat antworten #5
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Re: Studium Wirtschaftsingenieurwesen

Vielleicht ist es ganz sinnvoll, hinzuzufügen, dass ich erst an ein E-Technik-Studium gedacht habe. Ein etwas größerer naturwissenschaftlicher Anteil sollte daher kein Problem darstellen. Karlsruhe hat z.B. für meinen Geschmack einen zu geringen naturwissenschaftlichen Anteil.

Zitat:
Am besten du suchst dir ein paar Unis aus, die für dich in Frage kommen, und fragst vor Ort bei den Studenten nach. Informationsabende, Erstinkriptionsberatung und dergleichen sollte eigentlich jede Uni anbieten.

Jepp, im Sommer wird erstmal eine Uni-Erkundungstour gemacht (erst Zivi, Praktikum - Studium nächstes Jahr). So eine Vorselektion wäre aber schonmal nicht schlecht. Bisher näher ins Auge gefasst: Kaiserslautern, Hamburg, Darmstadt, hab' mich über viele Unis aber noch nicht näher informiert.
Alt 03. 03. 2006, 13:10 Mit Zitat antworten #6
Knutsch0r
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Re: Studium Wirtschaftsingenieurwesen

Hallo,

also ich studiere Wirtschaftsingenieurwesen in Karlsruhe. Der Schwierigkeitsgrad ist meiner Meinung nach ziemlich hoch (55% DQ), deshalb hab ich auch schon über einen Wechsel nachgedacht, aber es gibt natürlich auch viele, denen das Studium auch recht einfach fällt. Aber wenn ihr später gute Jobchancen haben wollt, ist Karlsruhe schon keine schlechte Wahl, auch Darmstadt hat nen ziemlich guten Ruf. Technischer und wirtschaftlicher Inhalt sind eigentlich gleich groß und im Hauptstudium kann man dann selber wählen, in welche Richtung man gehen will. Das finde ich eigentlich sehr gut, da ich das jetzt noch nicht so genau weiß.

Karlsruhe an sich ist eigentlich ne sehr schöne Stadt, Miete ist meiner Meinung nicht gerade billig aber es ist auch nicht die teuerste Stadt.

Kannst ja auch mal im Internet nach dem Hochschulranking für Wing gucken, wenn das für dich wichtig ist.

Gruß Anna
Alt 03. 03. 2006, 16:51 Knutsch0r is offline Mit Zitat antworten #7
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Re: Studium Wirtschaftsingenieurwesen

>Kannst ja auch mal im Internet nach dem Hochschulranking für Wing gucken

Hast du da vielleicht gute Quellen? Ich habe bis jetzt noch nichts gescheites gefunden. (Beim "Berufsbild des Wirtschaftsingenieurs" vom VWI warte ich mal auf eine neue Auflage, die bald veröffentlicht werden müsste. Scheint ganz interessant zu sein)

Da du dich vor dem Studium sicher auch informiert hast, hast du noch spezielle Tipps für mich?
Alt 03. 03. 2006, 17:05 Mit Zitat antworten #8
CubaLibre
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Re: Studium Wirtschaftsingenieurwesen

Wi-Ing. in Karlsruhe habe ich ebenfalls als Studiengang ins Auge gefasst, ich würde dann im WS 2006 anfangen. Karlsruhe gerade eben deshalb weil dort der wirtschaftswissenschaftliche Anteil höher ist, als an anderen Universitäten. Demgegenüber steht die Option BWL in Mannheim - wobei ich allerdings die Befürchtung habe, dass ich damit einen zu eingleisigen Studiengang auswählen würde.

@Knutsch0r:
Plauder' doch bitte mal etwas aus dem Nähkästchen über das Wi-Ing.-Studium an der TH Karlsruhe. Egal was, im Grunde interessiert mich alles. Was bereitet dir am meisten Schwierigkeiten, was fiel dir in der Schule besonders leicht?
Was ist toll, was weniger? Ein paar Infos wären wirklich spitze
Alt 03. 03. 2006, 19:02 CubaLibre is offline Mit Zitat antworten #9
Knutsch0r
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Re: Studium Wirtschaftsingenieurwesen

Also ich bin erst im ersten Semester (jetzt im zweiten) hab schon 4 Klausuren geschrieben und 2 muss ich noch. Find bisher eigentlich alles recht schwierig und ich muss auch ziemlich "viel" lernen. Aber das geht allen so, die ich an der Uni kenne. In der Schule hatte ich eigentlich nie Probleme, hab allerdings auch in Hessen Abi gemacht an eine SChule, die nicht unbedingt den besten Ruf hat. Deshalb hab ich von den Sachen, die wir jetzt in Mathe machen, zum größten Teil noch nie etwas gehört, was andere anscheinend schon in der 10 oder 11 Klasse durchgenommen haben. Allgemein wird es in Karlsruhe an der Uni wohl so sein wie an jeder Uni, also vom Ablauf her. Man geht halt zu den Vorlesungen (oder auch nicht), lernt dann vor den Klausuren und versucht zu bestehen. So wie man uns das erzählt hat, ist die Vordiplomsnote wohl auch nicht so bedeutend im Vergleich zum Hauptdiplom, also will ich jetzt einfach nur irgendwie durchkommen.
Was allerdings super in Kalrsruhe war, war die O-Phase (Orientierungsphase) eine Woche vor Vorlesungsbeginn für die Studienanfänger. Die höheren Semester ham sich da richtig was einfallen lassen und wir haben eine Woche lang nur Party gemacht, die Stadt und natürlich die Leute kennengelernt. Das ist wohl nicht an jeder Uni so.
Kenne aber auch Leute, die in Kassel Wing studieren und da muss es wohl deutlich einfacher sein und jemanden, der erst in Halle an der Saale studiert hat und nach einem Semester nach Karlsruhe gewechselt hat. Sie meint, dass sie es hier viel schwerer hat und auch nicht alle Prüfungen gleich schafft, was in Halle wohl kein Problem war.
Da muss man dann selber wissen, was einem wichtig ist. Ich bin jetzt eigentlich fast jeden Tag am lernen, allerdings habe ich danach auch 4 Wochen frei. Es gibt aber auch welche, die fast "nichts" machen und es trotzdem hinbekommen.

Hoffe, ich konnte euch wenigstens ein bißchen weiterhelfen ?!
Gruß Anna
Alt 05. 03. 2006, 19:38 Knutsch0r is offline Mit Zitat antworten #10
EDI
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Re: Studium Wirtschaftsingenieurwesen

Ok, dann lass ich da mal meinen Senf zu ab ;-):

Meine Uni: Technische Universität Ilemanu
Mein Studiengang: Elektrotechnik/Informationstechnik
Fortschritt *g*: Matrikel 04, noch sind Uni- und Fachsemester gleichauf, also bin ich zum SS 06 im 4. FS ;-). Das soll heißen, ich studier das seit 1 1/2 Jahren, bin also noch im Grundstudium.

Soooo, also, wir haben natürlich auch Wi-Ings, Fachrichtungen EIT und Masch-Bau. Bei uns an der Uni ist Wi-Ing sehr techniklastig. Die hören eigentlich fast das selbe wie ich, nur haben se nicht so viele Praktika wie wir.

In Ilmenau bekommt man im Grundstudium ziemlich auf die Fresse ^^. Das meine ich so wie ich es sage. Die Wi-Ings hören eigentlich alles parallel. Also im Grundstudium ordentlich BWL/VWL und die ganzen naturwissenschaftlichen/technischen Sachen. Also in Mathe die volle Packung, Einführung in Maschinenbau (technisches Zeichnen, Maschinenelemente, Werkstoffe), Elektronik, Allg. Elektrotechnik usw.

Die bekommen von allem was mit, ohne etwas richtig zu lernen, jedenfalls ist das bis zum 4 Semseter so. Danach kann man sich dann vertiefen usw.

Im Allgemeinen würde ich eher von nem Uni-Studium abraten, wenns was technisches sein soll. Es ist den Aufwand einfach nicht wert, es sei denn, man hat ziemlich viel Geduld und sitzt das ganze ab *g*. Denn unter 11-12 Semestern geht hier kaum einer heim. Bei uns schaffens vielleicht die obersten 15 % das Studium in der Regelstudienzeit (bei uns 10 Semester) durchzuziehen. Dazu ist der Plan einfach zu voll.

Und wer hat hier behauptet, ne Durchfallquote von 55 % sei viel?? Wir haben so um die 60-75 % bei manchen Veranstaltungen, Systemtheorie (das hören Wi-Ings allerdings nicht) im Grundstudium sag ich da nur (20-25 % schaffens bei ersten Mal).

Ich meine, geht alles, aber man muss sich halt ständig selber motivieren, viel Zeit mitbringen und ein ungemeines Organisationstalent. An der Uni sagt dir, mal abgesehen von deinen Kommilitonen nämlich keiner, was läuft, und dabei ist Ilmenau noch recht überschaubar.

Also, ich bin im Moment echt glücklich, wenn ich mein Zeug irgendwie zusammenbekomme und nicht mehr als zwei Semester Rückstand aufstaple. Ich hab zwar sogar schon in der Schule Elektrotechnik-LK gehabt, da so gut wie immer 15 Punkte abgeholt und auch sonst ein Zentral-Abi (Sachsen-Anhalt) mit 1,4 geschrieben. Jetzt bin ich schon froh, wenn ich mal ne 2,7 bekomme. Meine Standard-Noten bewegen sich so zwischen 3,3-4,0.

Man muss aber dazu sagen, dass man in den Naturwissenschaftlich-Technischen Studiengängen wirklich was lernt. Wer für sowas interesse hat (und ich habe das), der kann sich da auch durchbeißen. Das Grundstudium ist halt scheiße, aber irgendwie muss man den ganzen Stoff ja bewältigen. Später, so ab dem 6. Semester wirds besser, da kann man mal durchatmen.

Aber in den ersten 5 Semestern muss man sich als Wi-Ing schonmal 35 SWS gefallen lassen. Wenigstens hat man weniger Praktika. Die fressen nämlich unwahrscheinlich viel Zeit in der Vor/Nachbereitung, aber man lernt auch viel.

Na ja, abschließend kann man wohl sagen, man muss die Welt schon irgendwie mit anderen Augen sehen und sich an technischen/naturwissenschaftlichen Zusammenhängen erfreuen können, um sowas durchzustehen. Ich würds jedenfalls nicht durchstehen, wenns mir keinen Spaß machen würde.

Ok, das waren so die paar Gedankenfetzen, die mir jetzt mal schnell eingefallen sind. Bei konkreten Fragen kann ich gerne noch ausführlicher werden.

PS. Studienführer und "Tage der offenen Tür" sind alle für'n Arsch!
Da wird man nur zugeschleimt wie schön und toll alles ist. Die Unis bekommen nämlich für jeden frisch immatrikulierten Studenten einmalig Geld vom Land. Soll heißen, wenn du dann anfängst mit studieren interessiert sich niemand mehr von der Uni für dich! Da musst du selber sehen wo du bleibst und die Einzigen, die dir dabei helfen, sind deine Kommilitonen.
Und mit der Lehre an den Unis ist es wie überall: Es gibt wirklich engagierte Leute, die dir was beibringen wollen und dann gibts auch Leute, die nur ihr Zeug runterreißen und denen es vollkommen egal ist, ob du was mitnimmst oder nicht. In Ilmenau kann ich aber sagen, das der Teil der engagierten überwiegt.

Das reicht jetzt aber. Viel darüber reden bringt eigentlich nix, das muss jeder für sich selber rausfinden.

Gruß, EDi
Alt 05. 03. 2006, 21:44 EDI is offline Mit Zitat antworten #11
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Re: Studium Wirtschaftsingenieurwesen

Zitat:
Zitat von EDI 
PS. Studienführer und "Tage der offenen Tür" sind alle für'n Arsch!
Da wird man nur zugeschleimt wie schön und toll alles ist. Die Unis bekommen nämlich für jeden frisch immatrikulierten Studenten einmalig Geld vom Land.
Den Eindruck habe ich auch. Gerade in den Naturwissenschaften finde ich es erschreckend, was den Leuten da mit Robotern und was nicht alles für Spielereien vorgegaukelt wird.

Zitat:
Die bekommen von allem was mit, ohne etwas richtig zu lernen
Die Befürchtung habe ich z.T. auch. Ilmenau scheint da wirklich extrem zu sein. Im Grundstudium macht man sowohl Maschbau Grundlagen, E-Technik, Informatik und noch das große BWL-Spektrum. Eine Spezialisierung auf den gewählten Bereich scheint erst im Hauptstudium stattzufinden.

Daher werde ich mal eingehend prüfen, welche Uni den besten Mix bietet, sodass obiges nicht eintritt.

Danke schonmal für die umfangreichen Antworten. Aber wenn ihr noch mehr zu erzählen habt, ruhig her damit!

Geändert von deleted user (05. 03. 2006 um 22:41 Uhr).
Alt 05. 03. 2006, 22:24 Mit Zitat antworten #12
CubaLibre
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Re: Studium Wirtschaftsingenieurwesen

Ich bin für solche persönlichen Infos abseits jeder Broschüre oder Fakultätshomepage immer sehr dankbar, wirklich.

@Knutsch0r:
Was genau ist es denn, was dir am meisten Schwierigkeiten bereitet? Mathematik, die Naturwissenschaften? Oder BWL/VWL? Ich würde einfach mal besonders auf ersteres tippen, da Karlsruhe mit vier Semestern Mathe ja diesbezüglich recht heftig zuschlägt. Sind die eher technischen Fächer zu bewältigen? Und wie sieht's mit Info aus?

@EDI:
Zitat:
Zitat von EDI 
Man muss aber dazu sagen, dass man in den Naturwissenschaftlich-Technischen Studiengängen wirklich was lernt. Wer für sowas interesse hat (und ich habe das), der kann sich da auch durchbeißen.
Genau diese Befürchtung habe ich - an den naturwissenschaftlich-technischen Inhalten des Studiums habe ich kein so großes Interesse wie an den wirtschaftlichen. Interesse ist zwar durchaus vorhanden, jedoch mehr oder weniger beschränkt - trotz (sehr gut belegten) Physik- und Chemie-LKs. Sprich: Ich wäre durchaus bereit, für die naturwissenschaftlich-technischen Fächer auch mit großem Lernaufwand den Stoff zu erarbeiten und mich intensiv auf die Klausuren vorzubreiten, jedoch wären diese Fächer (zumindest teilweise) für mich eher notwendiges Übel. Interesse besteht beipielsweise an Informatik und größtenteils auch an Chemie, während beispielsweise Elektrotechnik eher abschreckt.
Du meinst, unbedingtes Interesse an den Ingenieurswissenschaften wäre also unabdingbar?

@aluisiuz:
In diesem .pdf findest du (unter anderem) auch ein Uni-Ranking für den Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen. Aachen soll übrigens einen sehr hohen ingenieurwissenschaftlichen Anteil im Studium haben, vielleicht willst du dir diese Uni auch mal näher anschauen, speziell den Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen (Fachrichtung Elektrische Energietechnik).

Geändert von CubaLibre (06. 03. 2006 um 13:01 Uhr).
Alt 06. 03. 2006, 12:45 CubaLibre is offline Mit Zitat antworten #13
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Re: Studium Wirtschaftsingenieurwesen

Zitat:
Zitat von CubaLibre 
In diesem .pdf findest du (unter anderem) auch ein Uni-Ranking für den Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen. Aachen soll übrigens einen sehr hohen ingenieurwissenschaftlichen Anteil im Studium haben, vielleicht willst du dir diese Uni auch mal näher anschauen, speziell den Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen (Fachrichtung Elektrische Energietechnik).
Vielen Dank! Das sieht für einen ersten Überblick ganz brauchbar aus.

Zitat:
Du meinst, unbedingtes Interesse an den Ingenieurswissenschaften wäre also unabdingbar?
Ich habe zwar auch noch keine Ahnung, aber mein Gefühl sagt mir ja. Aufgrund dessen werden auch wohl viele, die WI als Alternative zu BWL, und Nawis als notwendiges Übel sehen, kräftig auf die Nase fallen.
Alt 06. 03. 2006, 14:25 Mit Zitat antworten #14
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Re: Studium Wirtschaftsingenieurwesen

Zitat:
Zitat von aluisiuz 
Ich habe zwar auch noch keine Ahnung, aber mein Gefühl sagt mir ja. Aufgrund dessen werden auch wohl viele, die WI als Alternative zu BWL, und Nawis als notwendiges Übel sehen, kräftig auf die Nase fallen.
*nick*

Von daher werde ich wohl auch nach Ende meines Zivildienstes im kommenden Monat zwei, drei Schnuppervorlesungen in Karlsruhe besuchen. Einführung in die Elektrotechnik I, Stoffumwandlungen und Bilanzen und/oder Technische Mechanik I, vielleicht auch Mathematik I - einfach um einen ungefähren Eindruck von den mir eher suspekten Fachgebieten zu bekommen.
Alt 06. 03. 2006, 14:35 CubaLibre is offline Mit Zitat antworten #15
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Re: Studium Wirtschaftsingenieurwesen

Zitat:
Zitat von CubaLibre 
Du meinst, unbedingtes Interesse an den Ingenieurswissenschaften wäre also unabdingbar?
Na ja, das ist jedenfalls meine Meinung. Ich stehe auf dem Standpunkt, dass man für naturwissenschaftlich-technische Studiengänge ein gewissens "Talent" mitbringen sollte, da man sich ja sonst nur notgedrungen damit beschäftigt und überhaupt keinen Spaß an den naturwissenschaftlichen Modellen und Problemen hat.

Natürlich gibts auch Leute, denen fällt selbst das mehr oder weniger zu, obwohl sie dafür, zumindest bis zum Studienanfang, kaum Interesse aufgebracht haben. Das sind aber so um die 10-15 % je Matrikel, schätze ich mal. Die meisten (so auch ich) haben aber, zumindest im Grundstudium, ziemlich zu kämpfen.

Das wichtigste Fach bei Naturwissenschaftlich-technischen Sachen ist natürlich Mathematik. Ich selbst hatte keinen Mathe-LK in der Schule und das fällt mir immer noch heftigst auf die Füße, obwohl ich durchs Grundstudium fast durch bin (3 FS). Ungefähr 60%-70% des Studiums bauen auf Mathe auf, zumindest im Grundstudium.
Vor allem in der Analysis (Ableitungen und Integrale im n-dimensionalen Bereich rauf und runter!!), Linearen Algebra, im Zahlenbereich der komplexen Zahlen und bei den trigonometrischen Funktionen muss man als Ingenieur wirklich zu Hause sein. Und das gilt in Ilmenau 1:1 auch für die Wi-Ing.

Ich muss dazu sagen, bevor ich angefangen hab zu studieren hatte ich von dem ganzen Mathe-Kram überhaupt keine Ahnung. Für mich war so ziemlich alles in Mathe neu, und das von der ersten Vorlesung an. Aber ich kann mich da halt durchbeißen, weil ich mich darüber freue, dass ich die ganze Mathe-Theorie auf meine Ingenieur-wissenschaftlichen Probleme loslassen kann. Ich weiss nicht, wer daran keine Freude hat, der wird mit nem Ingenieur-Studium wohl nicht glücklich. Und, wie gesagt, bei uns in Ilmenau kann man sagen, dass das Verhältnis bei den Wi-Ings aus Ingenieur-Fächern:Wirtschaft in etwa 60%:40% ist, also der Schwerpunkt liegt bei den Ingenieuren!

Ausserdem kann man bedenkenlos sagen, dass man bei nem Studium, jetzt unabhängig vom Studiengang, alle halbe Jahre Abitur schreibt! Also, jede Prüfungsphase läuft ab Abitur-Niveau ab. Um nen Schein zu bestehen muss ich mindestens 4-5 Tage lernen.
Es gibt aber auch durchaus Leute, die da schneller vorankommen als ich. Wie man sich im Studium schlägt muss jeder für sich selber raus finden. Generell kann man aber sagen, dass es sehr viel aufwendiger ist als Abitur.
Noch ne Pauschalisierung die man imo bedenkenlos bringen kann ist die, dass das Studium an ner TU bzw. Uni doppelt so schwer/aufwändig ist wie der gleiche Studiengang an einer FH. Man sollte sich also wirklich überlegen, ob man sich auf den Stress an einer Uni einlässt. Ich habs mir vor 1 1/2 Jahren nicht überlegt. Keine Ahnung, ob mir mein Uni-Diplom, sofern ichs mal bekomme ^^, später mal mehr bringen wird als eins von einer FH, das wird erst die Zeit zeigen.

Aber eigentlich muss das jeder für sich selber rausfinden. Wie man sich im Studium schlägt weiss man immer erst nach der ersten Prüfungsphase. Also, macht einfach das, was ihr für das Richtige haltet und seht mal zu, wie ihr zurecht kommt.
Das eine kann man aber nur unterstreichen: Wi-Ing ist ein ernsthafter Studiengang, der NICHT dazu geeignet ist, sich an ner Uni ein paar schöne Jahre zu machen. In dem Studiengang muss man wirklich was leisten, sofern man vorankommen will. Es ist ja irgendwie das Gerücht im Umlauf, als Student hat man voll den Lenz. Das mag auf ein paar Studiengänge zutreffen, aber mit sicherheit nicht auf diesen.
Alt 12. 03. 2006, 19:05 EDI is offline Mit Zitat antworten #16
Ruzbeh
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Re: Studium Wirtschaftsingenieurwesen

also ich empfehle uni paderborn für wing et oder mb. ingenieursanteil 80% wirtschaft 20%. aber nur im grundstudium. in der profilierungsphase kommen vermehrt wirtschaftliche fächer hinzu. ich bin im 2. semester bei wing et. ist aber hammer hart. uni liegt deutschland weit in wing et auf dem 2 platz.
Alt 08. 07. 2008, 11:18 Ruzbeh is offline Mit Zitat antworten #17
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Re: Studium Wirtschaftsingenieurwesen

Also ich empfehle aufs Datum der Beiträge, auf die man antwortet zu schauen.
Alt 08. 07. 2008, 12:20 darkcloud1987 is offline Mit Zitat antworten #18
boothe
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Re: Studium Wirtschaftsingenieurwesen

Außerdem hat er hier gerade einem Kommilitonen geantwortet, der sich mittlerweile ebenfalls im 2. Semester befindet...

Man sieht sich morgen um 7:30Uhr in der Mathe ZÜ, Ruzbeh
Alt 08. 07. 2008, 14:01 boothe is offline Mit Zitat antworten #19
Felix25
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Re: Studium Wirtschaftsingenieurwesen

Zitat:
Zitat von Ruzbeh 
ich bin im 2. semester bei wing et. ist aber hammer hart. uni liegt deutschland weit in wing et auf dem 2 platz.


haha, wo ist denn bitte die uni paderborn auf dem zweiten platz, nie gehört die uni in verbindung mit wiing, da nicht mal zur TU9 zugehörig. top unis für wiing sind darmstadt, berlin und karlsruhe. fakt.
Alt 25. 07. 2008, 18:57 Felix25 is offline Mit Zitat antworten #20
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